TSV 1860 München

  • Die Löwen empfangen zum ersten Heimspiel 2023 den FSV Zwickau. Anpfiff im Grünwalder Stadion ist am Samstag, 21. Januar um 14 Uhr. Das Spiel ist live bei Magenta Sport zu sehen und wird im Löwen-Radio unter www.tsv1860.de/loewenradio/ übertragen.


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    „Mir sind die Mechanismen im Fußball bekannt“, ließ 1860-Chefcoach Michael Köllner in der Löwenrunde vor dem Zwickau-Spiel wissen. „Die letzten Spiele waren nicht gut und wir haben nicht so gepunktet, wie wir uns das vorgestellt haben.“ Seit fünf Partien sind die Löwen ohne Sieg, trotzdem schaut der 53-Jährige optimistisch nach vorne. „Ich lebe im Hier und Jetzt. Das Training war diese Woche gut, wir wollen gegen Zwickau den zehnten Sieg in der Vorrunde einfahren.“

    Lediglich vier Punkte trennen die Löwen von einem direkten Aufstiegsplatz. „Wir sind immer noch top im Rennen“, stellt Köllner fest. „Unter mir haben wir schon einige Serien gestartet. Wieso sollen wir gegen Zwickau nicht wieder eine beginnen?“, fragt er. „Wir werden an unseren Zielen festhalten. Wir haben eine gute Mannschaft und mit Raphael Holzhauser nochmals einen Klassespieler hinzubekommen.“

    Die Mannschaft, so Köllner, sei Willens. „Das hat man auch in Mannheim am Anfang gesehen. Das 1:1 hat uns leider aus dem Konzept gebracht.“ Gleichzeitig hätte der Gegner „ein super Spiel gemacht. Sie sind zu Hause eine Macht.“ Trotzdem blieb dem Oberpfälzer nicht verborgen, dass seine Mannschaft nach der Pause in den Zweikämpfen oftmals nur zweiter Sieger war. „In der 2. Halbzeit haben wir keine gute Leistung gezeigt, es zu oft mit langen Bällen versucht.“ Das sei nicht das Spiel seines Teams. „Wir haben uns diese Woche wieder auf Fußball programmiert. Gegen Zwickau wollen wir wieder ein gutes Spiel bei eigenem Ballbesitz machen, wollen Fußball spielen, was uns zuletzt nicht gelungen ist.“

    SECHZIG - Das Löwenmagazin gegen den FSV Zwickau als Druckausgabe.

    Köllner fordert im Heimspiel gegen die Westsachsen mehr Aggressivität bei eigenem Ballbesitz. „Wir müssen dem Spiel wieder unseren Stempel aufdrücken und den starken Support unserer Fans nutzen.“ Teile der Anhänger hatten zuletzt auch Kritik am Coach geübt. Der stellt jedoch klar. „Es geht gegen Zwickau nicht um meine Person, sondern darum, dass Sechzig gewinnt. Mein Auftrag ist es, die Mannschaft entsprechend vorzubereiten. Noch ist alles möglich, wir haben nach wie vor Tuchfühlung nach oben.“

    Personell ist der Löwen-Trainer in einer glücklichen Situation. „Keiner ist verletzt, alle waren zuletzt im Training. Das ist ein Glücksfall.“ Das gelte für Stefan Lex, Erik Tallig und Yannick Deichmann, die krank in Mannheim gefehlt hatten, ebenso wie für Marcel Bär. Der Torschützenkönig der Vorsaison musste zwei Tage mit starkem Durchfall pausieren, absolvierte aber am Donnerstag bereits wieder die volle Übungseinheit. „Wir müssen jetzt schauen, wie die Rückkehrer die Trainingsbelastung verkraftet haben“, wollte er sich noch nicht endgültig festlegen, wer am Samstag von Beginn an spielt.

    Nicht nur die Löwen stehen am 19. und letzten Vorrundenspieltag unter Druck. Auch Zwickau ist mit einer Niederlage ins Punktspieljahr 2023 gestartet – und das auch noch zu Hause gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. Dabei dominierten die Schwäne die Partie, hatten 6:1-Torschüsse und 12:0 Ecken bei 58 Prozent Ballbesitz. „Mit dem einzigen Torschuss hat Oldenburg getroffen, Zwickau ist dann dem Rückstand hinterhergelaufen“, so Köllner. Da alle anderen hinten gepunktet hätten, sei das Team von Trainerkollege Joe Enochs jetzt in einer „fatalen Situation. Zwickau wird alles reinwerfen“, rechnet der Löwen-Coach mit einem harten Fight. „Aber das ist 3. Liga! Es ist unheimlich schwer, Spiele zu gewinnen.“

    Umso wichtiger sei es, zu Hause den Dreier einzufahren „und wieder Konstanz in unsere Spiele zu bringen. Du darfst nicht die Nerven verlieren. Wichtig ist, dass wir bei uns bleiben und mit der nötigen Gelassenheit an die Aufgabe rangehen. Wir haben einen tollen Charakter in der Mannschaft“, ist sich Köllner sicher, dass seine Löwen alles geben werden, um die Trendwende einzuleiten.

    Positiv stimmt den Trainer auch, dass sich Neuzugang Holzhauser immer mehr „an die Art, wie wir Fußball spielen, gewöhnt. Er hat richtig Bock drauf, wird alles dafür tun, dass wir die drei Punkte gegen Zwickau holen.“ Nach drei Tagen Training sei es für den Österreicher in Mannheim schwer gewesen, „dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Er kommt aus einem ganz anderen Trainingsrhythmus, musste zudem den Umzug und die ganzen Formalitäten erledigen. Das kostet viel Energie“, räumt Köllner ein. „Rapha ist ein Spieler, der die Taktik schnell versteht. Wir brauchen seine Führungsqualität, seine Leaderfunktion, seine Erfahrung und seine Ruhe. Schon jetzt sieht man deutlich, dass er uns als Mannschaft weiterbringt.“

    Köllner kündigt zudem an, vor dem wichtigen Heimspiel gegen den FSV „ein paar Kleinigkeiten“ ändern zu wollen. „Wir werden sicher keine wilden Dinge veranstalten, wollen aber nochmals die Sinne schärfen.“ Hektische Betriebsamkeit sei aber kein guter Ratgeber. „Wir werden mit einer gewissen Gelassenheit und Vertrauen in unsere Qualitäten ins Spiel gehen.“


    MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN


    1860: 1 Hiller (Tor) – 20 Deichmann, 39 Morgalla, 4 Verlaat, 36 Steinhart – 6 Rieder – 7 Lex, 10 Kobylanski, 26 Holzhauser, 9 Vrenezi – 15 Bär.

    Ersatz: 12 Schmid, 40 Kretzschmar (beide Tor) – 3 Lang, 8 Tallig, 11 Greilinger, 13 Freitag, 14 Skenderovic, 17 Wein, 19 Lakenmacher, 22 Lannert, 23 Sür, 24 Wicht, 27 Belkahia, 33 Boyamba, 35 Glück, 38 Wörl.

    Nicht dabei: 5 Moll, 18 Knöferl, 25 Willsch (nicht berücksichtigt), 30 Cocic, (Fußprobleme).


    FSV: 1 Brinkies (Tor) – 4 Ziegele, 10 Löhmannsröben, 19 Frick – 31 Göbel, 6 Jansen, 13 Könnecke, 16 Butzen – 18 Gomez – 28 Baumann, 11 Eichinger

    Ersatz: 25 Engelhardt, 26 Sprang (beide Tor) – 7 Voigt, 8 Herrmann, 15 König, 17 Susac, 20 Agbaje, 21 Streller, 27 Möker, 29 von Schroetter.

    Nicht dabei: 5 Brand (erkrankt), 22 Coskun (Meniskus-OP), 23 Krüger (Schambeinentzündung), 24 Assibey-Mensah (muskuläre Probleme), 36 Kusic (Kreuzbandriss).


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/7033.htm


  • Die Löwen können noch gewinnen, holten mit dem 3:1-Erfolg über den FSV Zwickau nach fünf sieglosen Spielen wieder einen Dreier. Dabei erwischten sie einen perfekten Start: Winterzugang Raphael Holzhauser (1.) und Fynn Lakenmacher (7.) setzten früh die Zeichen auf Sieg, Martin Kobylanski erhöhte vor der Pause auf 3:0 (41.). Dominic Baumann gelang für die Schwäne lediglich der Ehrentreffer (56.).


    Personal: Löwen-Trainer Michael Köllner musste verletzungsbedingt gegen Zwickau nur auf Milos Cocic (Trainingsrückstand) verzichten. Nicht im 20er Kader standen der dritte Torhüter Julius Schmid, Niklas Lang, Qurin Moll, Erik Tallig, Alexander Freitag, Lorenz Knöfer, Devin Sür, Nathan Wicht, Michael Glück und Marius Willsch. Vier personelle Änderungen gab es in der Startelf gegenüber dem Auswärtsspiel bei Waldhof Mannheim: Für Christoph Lannert verteidigte Yannick Deichmann rechts hinten, für Jesper Verlaat kam Semi Belkahia in die Innenverteidigung, für Meris Skenderovic stürmte Joseph Boyamba auf der rechten Außenbahn und im Zentrum ersetzte Fynn Lakenmacher Torjäger Marcel Bär.

    Spielverlauf: Was für ein Start der Löwen: Es dauerte keine 30 Sekunden, da lag der Ball im Zwickauer Tor. Fynn Lakenmacher wurde im Strafraum mit dem Rücken zum Tor angespielt, hob anschließend den Ball mit viel Gefühl auf Neuzugang Raphael Holzhauser, der aus acht Metern vollkommen frei zum Kopfball kam und Johannes Brinkies zur Führung überwand (1.). In der 7. Minute trieb Yannick Deichmann den Ball über den rechten Flügel nach vorne. Seine flache Hereingabe wehrte Jan Löhmannsröben unglücklich auf Lakenmacher ab, der die Kugel aus zwölf Metern in halbrechter Position ins linke obere Eck zum 2:0 setzte (7.). Drei Minuten später zog Joseph Boyamba von rechts nach innen, schloss mit links aus 15 Metern ab, aber Brinkies war unten, holte den Ball aus dem rechten Eck (10.). Einen Freistoß an der linken Außenlinie aus dem Halbfeld hämmerte Holzhauser frech mit links Richtung kurzes Eck, Brinkies war überrascht, konnte den Schuss aber gerade noch um den Pfosten lenken (19.). Erst kam Boyamba im FSV-Strafraum zu Fall, Schiedsrichter Tom Bauer ließ aber weiterspielen (20.). Im Gegenzug flankte Patrick Göbel von rechts, Noel Eichinger am kurzen Pfosten nahm die Hereingabe artistisch mit rechts am Fünfmeterraum, aber Marco Hiller konnte den Schuss mit einem Reflex über die Querlatte lenken (21.). Nach einer Boyamba-Flanke von links kam Albion Vrenezi vier Meter vor dem Kasten komplett frei an den Ball, setzte ihn aber übers Tor (33.). Der Treffer hätte ohnehin nicht gezählt, der Löwen-Stürmer stand knapp im Abseits. In der 41. Minute das 3:0. Vrenezi hatte von der linken Grundlinie geflankt, Martin Kobylanski kam aus sieben Metern sträflich frei zum Kopfball, setzte die Kugel ins lange Eck. So ging’s in die Pause.

    Mit einem Dreifachwechsel versuchte FSV-Coach Joe Enochs zu Beginn der 2. Halbzeit, Druck auf die Löwen auszuüben. Das gelang zunächst. In der 56. Minute konnte Dominic Baumann auf 1:3 verkürzen. Maximilian Jansen hatte eine scharfe Flanke zentral vor das Tor geschlagen, Joker Baumann war zur Stelle und köpfte an Hiller vorbei ins 1860-Gehäuse. Zwei Minuten später überlupfte Lakenmacher aus spitzem Winkel Brinkies, verfehlt das Tor aber deutlich (58.). In der 68. Minute kam Tim Rieder im Rückraum zum Abschluss, sein Schuss wurde zunächst geblockt, der zweite Versuch ging dann rund zwei Meter am kurzen Eck vorbei. Nach einer Ablage von Vrenezi war es der eingewechselte Marius Wörl, der auf der rechten Strafraumseite aus 15 Metern zum Abschluss kam, die Kugel aber links neben den Pfosten setzte (78.). Ansonsten taten sich beide Teams auf dem durch Dauerschnee aufgeweichten Platz schwer. Oft kamen die Pässe zu ungenau oder die Spieler rutschten in entscheidenden Situationen weg. Damit blieb es beim 3:1-Erfolg für die Löwen, die nach fünf sieglosen Partien endlich wieder einen Dreier bejubeln konnten.

    DIE TRAINERSTIMMEN

    Auf der Pressekonferenz konnte Löwen-Trainer Michael Köllner nur stehen. Der 53-Jährige hatte es im Rücken, wollte sich deshalb nicht setzen. „Es war viel Druck auf dem Kessel. Wir haben von der ersten Minute an das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“, meinte er. „Wir wussten, dass wir von Beginn an extrem Vollgas spielen und jeden Zweikampf gewinnen müssen.“ Köllner sprach von einer furiosen 1. Halbzeit. „von der Intensität und der Spielfreude. Vor der Pause haben wir nur eine Chance zugelassen. Da war Marco Hiller auf dem Posten.“ In der 2. Halbzeit habe man das Spiel in der Balance gehalten, sicher verteidigt. „Das war heute der 10. Sieg. Wir liegen nach der Vorrunde in einer guten Position“, zeigte sich Köllner zufrieden und bedankte sich nochmals bei den vielen Helfern, die ab 5 Uhr in der Früh die beiden nicht überdachten Tribünen sowie den Platz von Schnee befreit hatten. „Sie haben uns das Spiel gesichert.“

    Zwickaus Coach Joe Enochs ärgerte sich, dass sein Team schon früh mit 0:2 zurücklag. „Wir hatten uns nach dem frühen Gegentor die letzte Woche ausgesprochen, liegen dann wieder nach zehn Minuten 0:2 zurück. Es hätte auch 0:3 oder 0:4 stehen können“, ärgerte sich der US-Amerikaner. „Der dritte Gegentreffer war symptomatisch für uns. Kobylanski war überhaupt nicht gedeckt.“ Er sprach von sehr enttäuschenden 45 Minuten. Auch in der 2. Halbzeit habe er nicht den Eindruck gehabt, als ob nochmals was ginge. „Wir dürfen jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern müssen die richtigen Schlüsse aus der Niederlage ziehen und die Fehler abstellen.“


    STENOGRAMM, 19. Spieltag, 21.01.2023, 14 Uhr


    1860 München – FSV Zwickau 3:1 (3:0)


    1860: 1 Hiller (Tor) – 20 Deichmann, 39 Morgalla, 27 Belkahia, 36 Steinhart – 6 Rieder – 33 Boyamba, 10 Kobylanski, 26 Holzhauser, 9 Vrenezi – 19 Lakenmacher.

    Ersatz: 40 Kretzschmar (Tor) – 4 Verlaat, 7 Lex, 11 Greilinger, 14 Skenderovic, 15 Bär, 17 Wein, 22 Lannert, 38 Wörl.

    FSV: 1 Brinkies (Tor) – 4 Ziegele, 10 Löhmannsröben, 19 Frick – 31 Göbel, 6 Jansen, 27 Möker, 16 Butzen – 18 Gomez – 15 König, 11 Eichinger

    Ersatz: 25 Engelhardt, 26 Sprang (beide Tor) – 7 Voigt, 13 Könnecke, 17 Susac, 20 Agbaje, 21 Streller, 28 Baumann, 29 von Schrötter.

    Wechsel: Lannert für Deichmann (64.), Bär für Lakenmacher (64.), Wörl für Kobylanski (64.), Lex für Holzhauser (73.), Verlaat für Boyamba (46.). – von Schrötter für Löhmannsröben (12.), Voigt für Gomez (46.), Baumann für Eichinger (46.), Könnecke für Möker (46.), Agbaje für Voigt (86.).

    Tore: 1:0 Holzhauser (1.), 2:0 Lakenmacher (7.), 3:0 Kobylanski (41.), 3:1 Baumann (56.).

    Gelbe Karten: Deichmann, Holzhauser, Kobylanski – Jansen, Göbel, Frick.

    Zuschauer: 15.000 im Grünwalder Stadion (ausverkauft).

    Schiedsrichter: Tom Bauer (Mainz); Assistenten: Timo Klein (Kaiserslautern), Justin Hasmann (Wiebelskirchen).


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/7035.htm


    Presseschau tz und Az:


    https://www.tz.de/sport/1860-m…nen-stimmen-92041307.html


    https://www.tz.de/sport/1860-m…er-gorenzel-92041187.html


    https://www.abendzeitung-muenc…ndspiel-mit-31-art-873713


    https://www.abendzeitung-muenc…gen-fsv-zwickau-live-318/


    https://www.abendzeitung-muenc…-starke-loewen-art-873701




    Nächste Spiele:


  • Der TSV 1860 München und Michael Glück haben sich auf eine Vertragsverlängerung geeinigt. In der laufenden Saison konnte der 19jährige Österreicher beim Auswärtsspiel in Elversberg seine ersten Drittliga-Minuten sammeln. Zusätzlich war der Innenverteidiger in allen vier Toto-Pokal-Runden in der Startelf und kann elf Einsätze mit der U21 in der Bayernliga Süd verzeichnen.


    „Mit Michael konnten wir ein weiteres Talent aus unserem BayWa-Nachwuchsleistungszentrum an den Verein binden“ sagt Günther Gorenzel. „Wir sehen bei ihm großes Potential und freuen uns daher sehr, dass sich Michael zu unserem gemeinsamen Weg bekannt hat.“

    „Ich bin seit 2018 beim TSV 1860 München und fühle mich hier sehr wohl. Daher freut es mich sehr, den nächsten Schritt in meiner Karriere machen zu dürfen und meinen Vertrag bei den Löwen zu verlängern“ sagt Michael Glück.

    Über die Vertragsmodalitäten haben Verein und Spieler Stillschweigen vereinbart.


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/7040.htm


    Der TSV 1860 München und Kevin Goden haben sich auf eine Auflösung des laufenden Vertrages geeinigt.


    Der 23jährige Rechtsaußen kam in der Saison 2021/22 in der 3. Liga in 23 Spielen zum Einsatz, erzielte dabei drei Treffer und bereitete ein weiteres Tor vor. In der Saison 2022/23 war Kevin Goden in der Bayernliga Süd in insgesamt 20 Spielen für die zweite Mannschaft der Löwen auf dem Spielfeld.

    Der TSV 1860 München wünscht Kevin auf seinem weiteren Weg alles Gute.


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/7039.htm

  • Die Löwen empfangen im zweiten Heimspiel in Folge die SG Dynamo Dresden. Anpfiff im Grünwalder Stadion ist am Montag, 30. Januar um 18.60 Uhr. Das Spiel ist live bei Magenta Sport zu sehen und wird im Löwen-Radio unter www.tsv1860.de/loewenradio/ übertragen.


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    Zunächst gab Michael Köllner bei sich selbst Entwarnung. Konnte der Löwen-Coach in der Pressekonferenz nach dem 3:1-Sieg über Zwickau wegen Rückenproblemen nur stehend antworten, saß er diesmal auf einem Stuhl. „Es wird schon besser. Ich bin gespritzt worden, um wieder einigermaßen sitzen zu können“, ließ er wissen.

    Von seinem eigenen Krankenbericht ging’s direkt weiter zu den Spielern. So hatte Martin Kobylanski die ersten beiden Trainingstage auf dem Platz gefehlt. „Er hat eine Wadenzerrung. Zum Glück ist er gegen Zwickau rechtzeitig raus, ebenso wie Raphael Holzhauser.“, erklärt Köllner. Am Freitag stand dann die Nummer 10 der Löwen wieder auf dem Platz, wenngleich er die Einheit nur teilweise absolvierte. „Martin ist umfangreich behandelt worden. Wir müssen jetzt von Tag zu Tag schauen, was passiert. Heute haben wir ihn nicht so extrem belastet.“

    Der Oberpfälzer ist guter Dinge, dass Kobylanski es bis Montag schafft. „Wir geben die Hoffnung nicht auf!“ Wenn nicht, macht ihm das auch kein großes Kopfzerbrechen. „Wichtig war, dass wir gegen Zwickau gesehen haben, wie die Mannschaft unterwegs sein kann – gerade in der 1. Halbzeit. Die Trainingswoche war bisher gut, es gibt einen heißen Kampf um die Plätze“, so der 53-Jährige. Deshalb werden nur absolut fitte Spieler gegen Dresden auf dem Platz stehen, „die mit Engagement, Leidenschaft und hundertprozentiger Bereitschaft zu Werke gehen“.

    Einer, der gegen Zwickau überhaupt nicht im Kader stand, war Erik Tallig. „Es hatte ihn mit der Grippe böse erwischt“, erzählt Köllner, wodurch er nicht bei 100 Prozent gewesen sei. Gegen den anderen sächsischen Gegner ist der gebürtige Sachse wieder ein Thema. „Er hat die Woche gut trainiert. Sein großer Vorteil ist, dass er auf verschiedenen Positionen spielen kann.“ Trotzdem sei es aktuell sehr schwer, einen Kaderplatz zu ergattern. „Wir haben 21, 22 Spieler, die hart darum ringen“, präzisiert der Coach. „Deshalb muss ich Entscheidungen treffen.“

    Zuletzt traf eine besonders harte ausgerechnet Abwehrchef Jesper Verlaat. Der Niederländer saß gegen Zwickau erstmals auf der Bank. Köllner bescheinigt dem 26-Jährigen, gut damit umgegangen zu sein. „Das tut natürlich weh, wenn du gefühlt immer spielst. Natürlich hat sich Jesper mit der Entscheidung zunächst schwergetan. Wir haben uns noch am Tag vorm Zwickau-Spiel lange unterhalten.“ Er habe dann nicht geschmollt, sondern sich professionell verhalten und nach seiner Einwechslung mitgeholfen, den Sieg über die Zeit zu bringen. Das gelte für das komplette Team: „Jeder Einzelne tut alles dafür, damit wir gewinnen!“

    Mit Dynamo Dresden kommt ein Schwergewicht ins Grünwalder Stadion. Die Elbstädter waren vor der Saison bei 19 von 20 Drittliga-Trainern der Topfavorit auf den Aufstieg. Auch selbst haben sie sich die direkte Rückkehr in die 2. Bundesliga auf die Fahne geschrieben. „Sie mussten aber auch merken, dass die 3. Liga nicht einfach zu bespielen ist“ findet Köllner. „Dynamo muss eine Serie starten.“ Momentan liegen die Schwarz-Gelben sechs Punkte hinter den Löwen auf Rang neun, haben nach sieben Spielen ohne Sieg zuletzt beim VfB Oldenburg mit 3:1 gewonnen.

    Nach Köllners Ansicht sage der Tabellenplatz aber wenig über das Potential der Mannschaft aus. Die schätzt der Löwen-Trainer als „qualitativ sehr gut“ ein mit vielen starken Einzelspielern. „Jedem muss deshalb klar sein, dass wir um jeden Zentimeter wie gegen Zwickau kämpfen müssen, das gleiche Engagement, die gleiche Leidenschaft und den gleichen Willen wie in der 1. Halbzeit auf den Platz bringen müssen.“ Seiner Mannschaft sei klar, „was auf uns zukommt. Wir wissen aber auch, dass wir mit unserer Intensität und dem Publikum im Rücken in der Lage sind, gegen Dresden zu gewinnen.“

    Zwar spielt die SGD eine andere Systematik als zuletzt Zwickau, trotzdem sei die Marschroute klar: „Wir wollen den Gegner extrem unter Druck setzen und bei eigenem Ballbesitz den nächsten Schritt machen. Es geht jetzt darum, mit dem Selbstvertrauen aus dem letzten Spiel, uns die nächsten Woche kontinuierlich zu steigern, damit es eine gute Saison wird.“

    Bisher sind die Löwen „annähernd im Soll“, wie Köllner bilanziert. Die 33 Punkte nach der Vorrunde sind das beste Zwischenergebnis seit er 1860-Trainer ist, respektive in der 3. Liga. Die Ausgangsposition stellt sich damit wesentlich besser da, als in den Jahren zuvor. „Es geht darum, auch wenn es abgedroschen klingt, dass wir von Spiel zu Spiel schauen. Als nächstes haben wir Dynamo vor der Brust. Wir müssen alles dafür geben, dass wir gewinnen.“

    Um am Ende ganz vorne zu landen, sei Konstanz unabdingbar. „Das wird der Schlüssel sein“, sagt Köllner. Die Parameter würden stimmen, die Mannschaft sei gut besetzt, bisher habe man wenig Verletzte und die Truppe präsentiere sich „sehr engagiert.“ Um das Ziel Aufstieg aber tatsächlich zu realisieren, bedarf es einer starken Rückrunde. „Ich bin aber extrem zuversichtlich, dass das funktioniert“, gibt sich Köllner äußerst positiv.


    MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN


    1860: 1 Hiller (Tor) – 20 Deichmann, 39 Morgalla, 27 Belkahia, 36 Steinhart – 6 Rieder – 33 Boyamba, 10 Kobylanski, 26 Holzhauser, 9 Vrenezi – 19 Lakenmacher.

    Ersatz: 12 Schmid, 40 Kretzschmar (beide Tor) – 3 Lang, 4 Verlaat, 7 Lex, 8 Tallig, 11 Greilinger, 13 Freitag, 14 Skenderovic, 15 Bär, 17 Wein, 22 Lannert, 23 Sür, 24 Wicht, 38 Wörl.

    Nicht dabei: 5 Moll, 18 Knöferl, 25 Willsch (nicht berücksichtigt), 30 Cocic (Fußprobleme), 35 Glück (ausgeliehen an Hessen Kassel).

    SGD: 23 Drljaca (Tor) – 17 Melichenko, 4 Knipping, 31 Lewald, 36 Kulke – 27 Hauptmann – 3 Gogia, 6 Arslan, 22 Akoto, 8 Meier – 9 Borkowski.

    Ersatz: 35 Heeger (Tor) – 7 Vlachodimos, 10 Weihrauch, 11 Shcherbakovski, 14 Lehmann, 15 Kammerknecht, 18 Seo, 20 Kade, 21 Lemmer, 25 Oehmichen, 30 Kutschke, 32 Conteh, 33 Schäffler, 35 Heeger, 38 Hoffmann, 39 Ehlers.

    Nicht dabei: 1 Müller (Trainingsrückstand), 2 Park (Bänderriss Knie), 16 Becker (Adduktorenbeschwerden), 19 Herrmann (Knie-OP), 28 Will (Gelbsperre).


    https://www.tsv1860.de/de/Aktu…qNMIXSRnvat4aHwgUR7K45UgY


  • Die Löwen unterliegen im Verfolgerduell Dynamo Dresden mit 1:2. Dabei erwischte das Team von Trainer Michael Köllner einen Start nach Maß. Bereits in der 5. Minute brachte Albion Vrenezi die Gastgeber in Führung. Aber Stefan Kutschke (56.) und Dennis Borkowski (75.) drehten die Partie zu Gunsten der Sachsen. Die Sechzger bleiben damit weiter drei Punkte hinter dem Relegationsplatz.


    Personal: Löwen-Trainer Michael Köllner musste verletzungsbedingt gegen Zwickau auf Daniel Wein (Grippe) und Milos Cocic (Trainingsrückstand) verzichten. Nicht im 20er Kader standen der dritte Torhüter Julius Schmid, Niklas Lang, Erik Tallig, Alexander Freitag, Lorenz Knöferl, Devin Sür, Nathan Wicht und Marius Willsch. Gegenüber dem Heimspiel gegen Zwickau gab es keine personellen Änderungen in der Startelf.


    Spielverlauf: Die Löwen begannen druckvoll, wollten gleich zeigen, wer Herr im Haus ist. Bereits in der 5. Minute belohnten sie sich selbst. Albion Vrenezi fing einen Aufbaupass von Max Kulke ab, spurtete über 40 Meter, ohne dass ihn ein Gegenspieler stört, zog dann an der Strafraumkante mit links ab und traf zum 1:0 ins rechte untere Eck. Nach einem Freistoß durch Raphael Holzhauser aus dem linken Halbfeld setzte Leandro Morgalla am Elfmeterpunkt zum Fallrückzieher an, wuchtete die Kugel aber knapp über den Querbalken (10.). Ein von rechts mit links scharf vors Tor getretener Freistoß von Holzhauser konnte SGD-Torhüter Stefan Drljaca nur mit Mühe wegfausten (14.). Ein 15-Meter-Schuss von Christian Conteh landete in der 20. Minute genau in den Armen von Marco Hiller. Im Anschluss an eine Ecke von rechts durch Kulke kam Dynamo Kapitän Tim Knipping am Fünfmeterraum zum Kopfball, setzte die Kugel aber deutlich übers 1860-Gehäuse (28.). Nach einem Eckball von links durch Martin Kobylanski faustete Drljaca den Ball nach vorne weg, Joseph Boyamba legte sich das Spielgerät zurecht, zog aus 17 Metern ab, schoss aber knapp übers linke Kreuzeck (31.). Eine scharfe Hereingabe von rechts durch Conteh brachte Niklas Hauptmann am kurzen Pfosten, gestört von Semi Belkahia, nicht aufs Löwen-Tor. Ein Pass in die Tiefe von Ahmet Arslan verpasste Dennis Borkowski am Elfmeterpunkt nur um Zentimeter (39.). In dieser Phase hatten eindeutig die Gäste die Oberhand. Nach einem Fehlpass von Hiller im Aufbau kam Arslan zum Abschluss, verzog aus 20 Metern aber deutlich (41.). So blieb es bei der knappen Führung für die Löwen zur Pause.


    STIMMEN ZUM SPIEL >>


    1860-Trainer Michael Köllner reagierte, brachte für den gelb-rot-gefährdeten Belkahia Jesper Verlaat zur 2. Halbzeit und für Kobylanski Kapitän Stefan Lex. Die erste Chance im zweiten Durchgang hatten die Sechzger schon nach 70 Sekunden, als Morgalla nach einer Holzhauser-Ecke zum Kopfball kam, Drljaca aber abtauchte und die Kugel aus dem linken unteren Eck fischte (47.). Auch zwei Minuten später war es der Dynamo-Torhüter, der einen Kopfball von Verlaat nach Boyamba-Flanke und Kopfballverlängerung von Fynn Lakenmacher entschärfte (49.). Die Dresdner kamen mit der ersten Möglichkeit im zweiten Durchgang zum Ausgleich. Arslan hatte von rechts geflankt, der eingelaufene Stefan Kutschke kam im Rücken von Verlaat zum Kopfball, setzte die Kugel aus sieben Metern zum 1:1 ins lange Eck (56.). Danach übernahmen die Löwen zwar wieder das Kommando, Chancen konnten sie sich zunächst aber keine herausspielen. Das änderte sich in der 70. Minute. Vrenezi hatte auf halblinks auf Phillipp Steinhart abgelegt, dessen Schrägschjuss von der Strafraumkante ging knapp am rechten Pfosten vorbei (70.). Im Gegenzug prüfte Kulke aus 25 Metern mit einem Distanzschuss, Hiller ließ den Ball nach vorne abklatschen, aber Verlaat war zur Stelle, konnte im Torraum gerade noch vor einem Dresdener zur Ecke klären (71.). In der 75. Minute die Führung für die Gäste. Torschütze Dennis Borkowski hatte den Angriff selbst eingeleitet. Der Stürmer chippte den Ball in den Lauf von Arslan, der auf Hauptmann passte. Dieser behauptete die Kugel und steckte auf Borkowski durch, der im Strafraum frei vor Hiller zur Dresdener Führung einschob. Auf der anderen Seite kam Marcel Bär auf Zuspiel von Lex halbrechts aus sechs Metern zum Abschluss, sein Schuss wurde gerade noch zur Ecke geblockt (84.). Die brachte Vrenezi von der linken Seite in die Mitte, wo Bär auf Höhe des ersten Pfosten völlig frei zum Abschluss kam, aber genau in die Arme von Drljaca köpfte (85.). Die Löwen versuchten alles, um nochmals den Ausgleich zu erzielen, aber Dresden brachte mit Glück und Geschick die knappe Führung über die Zeit.


    TRAINERSTIMMEN ZUM SPIEL


    „Wir sind heute auf einen Gegner getroffen, der extrem effizient und gnadenlos zugeschlagen hat”, analysierte Löwen-Trainer Michael Köllner. „Die Niederlage ist bitter, weil wir die vielen Standards und Umschaltmomente, gerade beim Stande von 1:1, nicht nutzen konnten. Dazu haben wir zwei Mal nicht gut verteidigt.“ Der 53-Jährige bemängelte die fehlende Konsequenz. „Nach dem 1:0 müssen wir das 2:0 nachlegen. Da hat der Gegner gewackelt.“ Sein Team habe den Faden verloren, dadurch Dresden zurück ins Spiel gebracht. „In der 2. Halbzeit waren wir dann wieder stabiler unterwegs, aber der Gegner hat unsere Fehler gnadenlos bestraft.“ Köllner kann verstehen, dass die Fans sauer auf die Niederlage reagiert haben. „Aber es ist kein Automatismus, gegen einen Zweitliga-Absteiger, der als klarer Favorit in die Saison gegangen ist, zu gewinnen. Die indirekte Konsequenz ist jetzt, dass wir eine konstante Serie hinlegen und am besten aus den beiden kommenden Auswärtsspielen sechs Punkte holen.“ Verständnis zeigte der Löwen-Coach für seinen Torjäger Marcel Bär. „Es ist schwer, nach einer Verletzung zurückzukehren. Ihm fehlt das Selbstverständnis. Zudem hatte er Pech, dass bei seinem Schuss ein Bein dazwischen war. Ich bin mir aber sicher, dass er in den nächsten Wochen zur alten Stärke zurückkehren wird.“

    Dynamo-Trainer Markus Anfang hatte ein sehr intensives Spiel mit vielen harten Zweikämpfen gesehen. „Wir sind nicht gut in die Zweikämpfe gekommen.“ Das wäre erst nach 20 Minuten gelungen. „Danach haben wir ein richtig gutes Spiel gemacht.“ Anfang lobte Stimmung und die Bedingungen im Grünwalder Stadion, zeigte sich von der Atmosphäre begeistert. „Alles, was wir uns für die 2. Halbzeit vorgenommen haben, konnten wir umsetzen. Dazu haben wir zwei schön herausgespielte Tore gemacht. Wir haben uns den Sieg erspielt und erkämpft. Es ist angenehm, jetzt mit drei Punkten nach Hause zu fahren.“


    STENOGRAMM, 20. Spieltag, 30.01.2023, 18.60 Uhr


    1860 München – SG Dynamo Dresden 1:2 (1:0)


    1860: 1 Hiller (Tor) – 20 Deichmann, 39 Morgalla, 27 Belkahia, 36 Steinhart – 6 Rieder – 33 Boyamba, 10 Kobylanski, 26 Holzhauser, 9 Vrenezi – 19 Lakenmacher.

    Ersatz: 40 Kretzschmar (Tor) – 4 Verlaat, 5 Moll, 7 Lex, 11 Greilinger, 14 Skenderovic, 15 Bär, 22 Lannert, 38 Wörl.

    SGD: 23 Drljaca (Tor) – 17 Melichenko, 4 Knipping, 31 Lewald, 36 Kulke – 22 Akoto – 32 Conteh, 6 Arslan, 27 Hauptmann 9 Borkowski – 30 Kutschke.

    Ersatz: 35 Heeger (Tor) – 3 Gogia, 7 Vlachodimos, 8 Meier, 15 Kammerknecht, 20 Kade, 21 Lemmer, 33 Schäffler, 39 Ehlers.

    Wechsel: Verlaat für Belkahia (46.), Lex für Kobylanski (46.), Bär für Lakenmacher (65.), Skenderovic für Boyamba (80.), Greilinger für Steinhart (90.+3) – Lemmer für Conteh (67.), Kammerknecht für Hauptmann (77.), Meier für Kulke (77.), Ehlers für Arslan (90.+1), Kade für Kutschke (90.+1).

    Tore: 1:0 Vrenezi (5.), 1:1 Kutschke (56.), 1:2 Borkowski (75.).

    Gelbe Karten: Belkahia, Steinhart, Deichmann, Rieder – Knipping, Borkowski, Schäffler, Conteh, Arslan, Melichenko.

    Zuschauer: 15.000 im Grünwalder Stadion (ausverkauft).

    Schiedsrichter: Tobias Reichel (Stuttgart); Assistenten: Christian Bandurski (Oberhausen), Tobias Endriß (Bad Ditzenbach).


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/7050.htm


    Presseschau tz und Az:


    https://www.tz.de/sport/1860-m…lle-news-zr-92058003.html


    https://www.abendzeitung-muenc…-dresden-endstand-02-321/


    https://www.abendzeitung-muenc…offensiv-blass-art-875992




    Spielzusammenfassung von BR24 Sport auf Facebook:


    https://www.facebook.com/BR24Sport/videos/864123434812359/


    Nächste Spiele:


  • Der anhaltende sportliche Negativtrend mit vier Punkten aus den letzten sieben Pflichtspielen entspricht unabhängig von der Zielsetzung nicht dem Anspruch und der Erwartungshaltung des TSV 1860 München, insbesondere mit Blick auf das Potential, dass in den Spielern und in der Mannschaft steckt. Die Geschäftsführung des TSV 1860 München, Günther Gorenzel und Marc-Nicolai Pfeifer, hat sich folglich nach reiflicher Überlegung und schweren Herzens entschieden, Michael Köllner von seinen Aufgaben als Cheftrainer des TSV 1860 München mit sofortiger Wirkung freizustellen.


    „Wir haben die Gesamtentwicklung intensiv analysiert und diskutiert. Trotz vieler Gespräche und gemeinsamer Aufarbeitung von Problemfeldern hat sich die gewünschte Entwicklung der Mannschaft nicht eingestellt und Muster, die bereits vor der zweimonatigen Winterpause zu erkennen waren, treten immer wieder zum Vorschein“ sagt Günther Gorenzel. „Wir sehen nicht nur unsere Saisonziele akut in Gefahr und sehen uns daher gezwungen zu handeln. Michael Köllner hat die Aufgabe als Cheftrainer in einer schwierigen Phase für den TSV 1860 München übernommen, wurde binnen kürzester Zeit zum Sympathieträger, trug maßgeblich zur Ruhe im Umfeld bei und hat tiefe Spuren hinterlassen. Wir danken Michael Köllner für seine langjährige, sehr gute Arbeit auf dem Platz und weit darüber hinaus und wünschen ihm persönlich alles Gute und viel Erfolg auf seinem weiteren Weg.“

    Günther Gorenzel übernimmt interimistisch mit Stefan Reisinger das Traineramt. Der 51-jährige Österreicher verfügt über die erforderliche Fußballlehrer-Lizenz und stellt sich in dieser sportlich schweren Situation in der Doppelfunktion als Geschäftsführer Sport und Interimstrainer für den TSV 1860 München zur Verfügung. Unterstützt wird er in seiner Doppelfunktion von Stefan Reisinger, der bei seinen bisherigen Trainerstationen in schwierigen Zeiten bereits Verantwortung übernommen hat.

    Zusammen mit dem bestehenden Trainerteam Franz Hübl, Harald Huber und Jörg Mikoleit wird Günther Gorenzel in der Doppelfunktion, unterstützt von Stefan Reisinger, die Geschicke der Profimannschaft solange leiten, bis auf Grundlage der wirtschaftlichen Möglichkeiten während der laufenden Spielzeit eine dauerhafte Lösung auf der Cheftrainerposition präsentiert werden kann.


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/7051.htm


    Am Morgen vor dem Training wurde Michael Köllner als Cheftrainer des TSV 1860 München freigestellt, am frühen Nachmittag erklärte Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel, was letztlich dazu geführt hatte.


    „Die Entscheidung, Michael freizustellen, ist mir sehr schwer gefallen“, ließ der 51-Jährige wissen. Er habe großen Respekt vor dem Oberpfälzer. „Michael Köllner hat vor mehr als drei Jahren in einer schwierigen Situation das Traineramt übernommen. Seinen Enthusiasmus habe ich immer sehr geschätzt. Er hat tiefe Spuren hinterlassen.“

    Er, Gorenzel, sei bis zur Pause des Dresden-Spiels noch der festen Überzeugung gewesen, „dass wir den Turnaround schaffen“. Doch einmal mehr sei es der Mannschaft nicht gelungen, die Leistung der ersten 25 Minuten über die komplette Spielzeit abzurufen. „Das reicht einfach nicht“, so seine Erkenntnis. Trotz guten Trainingslagers habe man aus den ersten drei Spielen 2023 nur drei Punkte geholt. Das sei für die Ansprüche zu wenig.


    LÖWENRUNDE MIT GÜNTHER GORENZEL >>


    Jetzt gehe es darum, die sportliche Situation zu stabilisieren. Gorenzel selbst stellt sich dafür als Trainer zur Verfügung. Der Österreicher, der die UEFA-Pro-Lizenz beim DFB mit einer 1,0 abgeschlossen hat, sieht es zwar nicht als seine Lebensplanung, das Amt des Cheftrainers bei den Löwen zu übernehmen. Große Alternativen hat der Magister der Sportwissenschaften aber keine. Co-Trainer Stefan Reisinger, der aktuell den Fußballlehrer-Lehrgang absolviert, muss nächste Woche wieder in Präsenz nach Frankfurt.

    „Ich will nicht bis Saisonende an der Linie stehen, sondern versuche, möglichst bald eine Dauerlösung zu präsentieren. Diese ist aber abhängig von den wirtschaftlichen Gegebenheiten“, so der Österreicher. Zusammen mit seinem Geschäftsführer-Kollegen Marc-Nicolai Pfeifer, der für den kaufmännischen Part bei den Löwen zuständig ist, muss er diese in den kommenden Tagen abklären.

    Gorenzel stellte nochmals klar, dass die Entscheidung kein Alleingang von ihm war. „Ich bin keiner, der aus dem Bauch heraus entscheidet, sondern analysiere die Dinge akribisch.“ So sei dies auch im Anschluss an das Dresden-Spiel geschehen – bis kurz vor Mitternacht. Mit „einigen Personen“ habe er gesprochen. Wer das genau war, wollte er nicht verraten. Nur so viel: „Ich tausche mich über die sportliche Situation regelmäßig mit den Gesellschaftern aus.“ Er habe von Montag auf Dienstag nochmals darüber geschlafen. Am Entschluss änderte das aber nichts!

    Nun gelte es, nicht auf die Tabelle zu schauen, sondern sich wieder auf die Grundtugenden zu konzentrieren. „Wir müssen uns auf den nächsten Pass, auf den nächsten Zweikampf, auf die nächste Aktion fokussieren.“ Nach wie vor sei man von der sportlichen Qualität des im Sommer zusammengestellten Kaders überzeugt. „Wir müssen das zusammen hinbekommen. Dabei brauche ich die Unterstützung des Trainerteams und von allen Spielern.“

    Gorenzel hat beim Team ein psychologisches Problem ausgemacht. „Ich muss in den Kopf des einen oder anderen Spielers kommen, um mir ein genaues Bild über die Psyche zu machen.“ Hier wird er ansetzen. „Wir müssen nicht nachdenken, was in zwei oder drei Monaten passiert, sondern uns auf das nächste Spiel konzentrieren.“ Zudem wird er die Trainingsgruppe auf 20 bis maximal 22 Spieler verkleinern. „Es bringt nichts, mit 25, 26 oder 27 Spielern auf dem Platz zu stehen.“ Außerdem appelliert Gorenzel an den Teamspirit. „Kein Spieler kann allein ein Spiel gewinnen. Jeder Einzelne wird mit seinen inhaltlichen Fähigkeiten in den kommenden Wochen eine Rolle spielen“, so der gebürtige Grazer.

    Die kommenden Wochen wartet eine Menge Arbeit auf Gorenzel. Neben seinen Aufgaben als Geschäftsführer und Interimscoach muss er sich auch mit „Trainerprofilen“ beschäftigen. Langweilig wird ihm dabei sicher nicht!


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/7054.htm