TSV 1860 München II

  • Die Löwen-U21 bleibt in der Bayernliga Süd auch nach dem vierten Spiel ungeschlagen. Gegen den FC Ingolstadt II geriet die Sechzger-Reserve zweimal in Rückstand, kam aber durch Treffer von Kevin Goden (42.) und Devin Sür (72.) jeweils zum Ausgleich.


    Mit Tom Kretzschmar, Marius Willsch, Alex Freitag, Michael Glück, Devin Sür, Lorenz Knöferl, Daniel Wein und Milos Cocic verstärkten gleich acht Spieler aus dem Profi-Kader die Startelf der kleinen Löwen. Das Team, das so noch nicht zusammengespielt hatte, braucht, um sich zu finden und wurde kalt erwischt. Nach einer herrlichen Kombination über die rechte Seite gingen die Schanzer mit dem ersten gefährlichen Angriff in Führung. Am Ende war es Ishak Karaogul, der aus 15 Metern hoch ins linke Eck traf. Kretzschmar streckte sich zwar, kam aber nicht an den Ball (10.). Kurz vor der Pause dann der Ausgleich. Devin Sür hatte halblinks den Ball in den Strafraum gelupft, der eingelaufene Kevin Goden tauchte frei vor FCI-Keeper Ludwig Zech auf, setzte die Kugel zum 1:1 ins obere rechte Eck (42.). Es dauerte aber keine zwei Minuten, da war der alte Abstand wieder hergestellt. Nach einem weiten Ball aus dem linken Halbfeld in die Mitte stand Felix Keidel mutterseelenallein zentral an der Strafraumkante, ließ bei seinem Abschluss Kretzschmar keine Chance (44.). So gingen die Schanzer mit einer 2:1-Führung in die Pause.

    Nach Wiederanpfiff drängten die kleinen Löwen auf den Ausgleich. In der 72. Minute belohnten sie sich für ihren Einsatz. Einen Pass in die Tiefe erlief sich Lorenz Knöferl vor der linken Grundlinie, seine Hereingabe passierte zwei Ingolstädter im Fünfmeterraum, Sür am zweiten Pfosten war zur Stelle, traf aus fünf Metern zum, 2:2. In der Schlussphase, auch mit frischem Personal von der Bank, machten die Sechzger richtig Dampf, scheiterten aber an Zech im Tor oder zielten vorbei. Es blieb bei der Punkteteilung, mit der die Schanzer sicher besser leben konnten als die kleinen Löwen.

    „Mit dem 2:2 bin ich nicht glücklich, machte U21-Trainer Frank Schmöller keinen Hehl aus seiner Unzufriedenheit. „Aufgrund der Chancen ist ein Punkt zu wenig.“ Er hatte einen sehr engagierten Auftritt seiner Mannschaft in Ingolstadt gesehen. „Aber wir haben es einmal mehr verpasst, uns zu belohnen“. Besonders ärgerlich fand der 55-Jährige nach dem Ausgleich kurz vor der Pause, dass die Gastgeber erneut in Führung gingen. „Das war doof, so was darf kurz vor der Halbzeit nicht passieren“, ärgerte er sich. „Das war zu einfach.“

    In der 2. Halbzeit hatte er einen starken Auftritt seiner Mannschaft gesehen. Nicht zwangsläufig sei das Team stärker, wenn viele Spieler von oben dabei sind. „Da sind einige, die aus langwierigen Verletzungen kommen und fit werden müssen. Diese Spieler können gar nicht bei 100 Prozent sein. Sie brauchen diese Spielminuten, das ist wichtig für sie“, findet er allzu hohe Erwartungen übertrieben. Trotzdem hätten alle immer wieder gut angeschoben. Mit frischem Personal startete sein Team nochmals eine Schlussoffensive. „In den letzten zehn Minuten hatten wir Torchancen im Zwei-Minuten-Takt. Leider waren wir oft zu überhastet oder zu inkonsequent im Abschluss.“

    Vier Spiele, keine Niederlage: „Das nehmen wir zur Kenntnis“, sagt Schmöller. „Zwei Gegentore sind mir aber zu viel. Das habe ich nicht so gerne. Hinten müssen wir einfach stabiler stehen. Wenn du nicht ein Tor mehr machst als der Gegner, musst du mit dem Punkt zufrieden sein“, so der Trainerfuchs. „Das sind mal wieder drei Euro für mich ins Phrasenschwein!“

    STENOGRAMM, 4. Spieltag, 30.07.2022, 14 Uhr

    FC Ingolstadt 04 II – TSV 1860 München II 2:2 (2:1)

    1860: Kretzschmar (Tor) – Willsch (68., Bell), Rother, Glück, Freitag – Wein (74., Mannhardt)– Sür, Wörl (74., Feil), Cocic (58., Beutel), Goden – Knöferl (86., Neziri).

    Tore: 1:0 Karaogul (10.), 1:1 Goden (42.), 2:1 Keidel (44.), 2:2 Sür (72.)

    Gelbe Karten: Llugiqi, Götzendörfer – Freitag.

    Zuschauer: 100 auf der Bezirkssportanlage Ingolstadt Süd-Ost.

    Schiedsrichter: Moritz Fischer (Ebermannsdorf); Assistenten: Matthias Zahn (Grossalbershof), Lukas Schwendner (Ensdorf).


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/6680.htm

  • Die Löwen-U21 ist in der Bayernliga Süd nach vier Spielen noch ungeschlagen. Am Samstag, 6. August 2022, gastiert der letztjährige Aufsteiger VfB Hallbergmoos in der Kies-Arena (Talhofstr. 13, 82205 Gilching). Anpfiff ist um 14 Uhr.


    Frank Schmöller fehlen weiterhinRaphael Wach (Pfeiffersches Drüsenfieber), Maxim Gresler und Philip Kuhn (muskuläre Probleme). „Ansonsten haben wir die volle Kapelle an Bord“, so der Trainer, der von den Profis drei Verstärkungen bekommt.

    Zufrieden ist Schmöller mit der bisherigen Bilanz nicht, obwohl sein Team nach wie vor ungeschlagen ist. „Mit drei Unentschieden trittst du auf der Stelle, das reicht nicht“, lautet seine Ansage. Deshalb fand er in der abgelaufenen Trainingswoche klare Worte für seine Jungs. „Wir müssen uns für den Aufwand, den wir betreiben, auch mal belohnen. Das ist keineswegs verboten“, sagt er mit einem Anflug von Ironie. „Wir müssen unsere Konsequenz steigern, auch gegen den Ball“, fordert der 55-Jährige. „Die Gegentore in Ingolstadt sind zu einfach gefallen. Außerdem bin ich ein Verfechter der These: Wenn du auswärts zwei Mal triffst, dann muss das am Ende für drei Punkte reichen!“

    Aber auch in der Offensive mangle es an Konsequenz. „Mir ist es egal, mit welchem Körperteil der Ball über die Linie bugsiert wird. Man muss einfach Wollen“, so der frühere Stürmer. „Genau das habe ich aber in Ingolstadt vermisst. Gegen Hallbergmoos möchte ich die entsprechende Reaktion sehen.“

    Der Gegner war als Aufsteiger letzte Saison schwach gestartet, hat dann aber eine „bärenstarke Rückrunde“, so Schmöller, gespielt. Die Wende kam mit dem Ex-Löwen Matthias Strohmaier als Spielertrainer. „Er hat Stabilität und Geschlossenheit reingebracht.“ Seither steht das Team aus dem Erdinger Moos defensiv sehr kompakt und verfügt über ein gutes Umschaltspiel. „Dagegen müssen wir spielerische Lösungen finden. Das Beste wäre: einfach nicht den Ball verlieren“, sagt Schmöller mit einem Grinsen.

    Und vor allem müsse seine Mannschaft ihre Stärke entsprechend einsetzen. „Wir haben ein unfassbares Tempo, das müssen wir in der Vorwärtsbewegung besser ins Spiel bringen, mit unserer Geschwindigkeit mehr Zug zum Tor zeigen“, so seine Forderung. Dann klappt es auch mit den drei Punkten…


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/6692.htm

  • Die Löwen-U21 feierte parallel zum Heimerfolg der Profis gegen Oldenburg (1:0) in der Bayernliga Süd mit 2:0 ebenfalls einen Sieg zu Hause gegen den VfB Hallbergmoos. Nach schwacher 1. Halbzeit stach Joker Noah Feil (51.). Den Endstand besorgte Kevin Goden mit seinem dritten Saisontor im fünften Spiel (75.).


    Zwar hatten die kleinen Löwen auch in der 1. Halbzeit ihre Chancen, trotzdem war es ein schwacher Auftritt der 1860-Reserve. Die Schuld daran nahm Trainer Frank Schmöller auf seine Kappe. „Wir hatten kein Zugriff im Mittelfeld. Das war mein Fehler. Da hat sich der Trainer vercoacht“, sagte er mit einem breiten Grinsen. „Wir hatten Hallbergmoos anders erwartet. Ich habe dann in der Pause reagiert.“

    Gleich drei Mal wechselte der 55-Jährige, machte aber klar, dass die Auswechslungen nicht unbedingt etwas mit der Leistung zu tun hatten. „Das hat gut funktioniert, wir hatten mehr Struktur in unserem Spiel, mehr Ideen und dadurch größere Spielanteile und Ballbesitz.“ Ein Vorteil sei natürlich, dass er in dieser Saison eine höhere Qualität im Kader habe. „So konnte ich entsprechend nachlegen.“

    Außerdem wechselte er mit Noah Feil den Torschützen zum 1:0 ein. Damian Dordan hatte den Angriff eingeleitet, Kapitän Valentin Sponer den Ball aus der rechten Halbposition in den Rückraum gelegt, wo der Neuzugang aus 18 Metern zum Abschluss kam, den Ball unter die Latte hämmerte (51.). „Das ist genau das, was wir von den Jungs fordern“, freute sich Schmöller über diesen Treffer. Das 2:0 fiel im Anschluss an eine Ecke, als der ball quer gelegt wurde, der heranbrausende Kevin Goden das Spielgerät im Fünfmeterraum über die Linie stocherte (75.).

    So blieb die Löwen-U21 auch im fünften Saisonspiel ungeschlagen, zählt mit neun Punkten zur Spitzengruppe. Schmöller war erleichtert nach seinem taktischen Fauxpas vor der Pause, dass die Umstellungen zündeten: „Wenn es klappt, ist es wunderbar. Wir sind durch die Stärke und Ausgeglichenheit unseres Kaders in der glücklichen Lage, entsprechend zu reagieren.“ Neun von 15 Punkten findet der Ex-Profi keinen schlechten Schnitt. „Wir dürfen uns darauf aber nicht ausruhen, müssen weiterarbeiten. Die Mannschaft hat Talent, Qualität und Charakter, müssen die Jungs aber weiter an den Herrenfußball heranführen.“


    STENOGRAMM, 5. Spieltag, 06.08.2022, 14 Uhr


    TSV 1860 München II – VfB Hallbergmoos 2:0 (0:0)


    1860: Rothdauscher (Tor) – Sponer (83., Judge), Glück, Rother, Bell (86., Zehetbauer) – Mannhardt – Leibelt, Beutel (46., Dordan), Neziri (46., Feil), Goden – Knöferl (46., Zivanovic).

    Tore: 1:0 Feil (51.), 2:0 Goden (75.).

    Gelbe Karten: Mannhardt, Rother – Mühlrath, Werner, Luksch, Happi Monthe, Basaran.

    Zuschauer: 125 Kies-Arena in Gilching.

    Schiedsrichter: Philipp Ettenreich (Niederstotzingen); Assistenten: Johannes Heider (Bissingen), Sebastian Steigerwald (Rohrenfels).


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/6695.htm


    Nächste Spiele: