TSV 1860 München II

  • Für die bisher auf dem Spielfeld ungeschlagene Löwen-U21 geht es in der Bayernliga Süd am 12. Spieltag zu Türkspor Augsburg. Anpfiff auf der Bezirks-Sportanlage Haunstetten (Unterer Talweg, 86179 Augsburg) ist am Sonntag 18. September 2022 um 15 Uhr.


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    U21-Coach Frank Schmöller reagiert unwirsch, wenn er auf die Favoritenrolle seiner Mannschaft angesprochen wird. „Da mag vom Papier her der Fall sein. Aber du musst immer erst auf dem Platz was tun.“ Damit spricht der 56-Jährige das 3:3 vergangene Woche im Heimspiel gegen den TSV Nördlingen an. Zur Pause lagen seine Jungs mit 0:2 zurück – und das auch noch vollkommen verdient. „Das haben wir letztes Wochenende nicht gut gemacht. Wir haben deutlich angesprochen, was unsere Erwartungen für das Spiel gegen Türkspor Augsburg sind!“

    Personell sieht es gegen die Fuggerstädter, die mit sieben Punkten auf Rang 15, einem Relegationsplatz rangieren, gut aus. Lediglich hinter Maxim Gresler und Vito Kreuzpaintner steht ein dickes Fragezeichen. Beide waren krank, Kreuzpaintner musste sogar Antibiotika nehmen. „Sie steigen am Samstag ins Training ein, deshalb wird es für Sonntag eng. Aber wir haben dieses Jahr das Glück, dass wir genug Qualität im Kader haben – auch in der Breite“, erklärt Schmöller. „Von daher kommt der Nächste rein, kann die Position Eins-zu-Eins übernehmen.“

    Als gebürtiger Hamburger ist Schmöller längst bayerisch sozialisiert, zumal seine Vorfahren aus Niederbayern stammen. „Deshalb ist mit als Norddeutscher die Tradition bekannt, dass man als Münchner Mannschaft zur Wiesn-Zeit nicht verliert. Das ist Fakt. Darum fahren wir nach Augsburg, um was mitzunehmen.“


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/6810.htm

  • Die kleinen Löwen müssen sich bei Türkspor Augsburg mit einem 2:2-Unentschieden zufriedengeben. Kevin Goden und Marco Mannhardt brachten die Löwen jeweils in Führung, die Augsburg zweimal ausglich. In einem überlegen geführten Spiel vergeben die Löwen viele Torchancen und müssen sich daher mit dem einem Punkt abfinden.


    Die erste Gelegenheit gehörte den Gastgebern, als Jeton Abazi nur knapp recht am Löwen-Tor vorbeischoss. Den folgenden Abschlag brachte Maximilian Rothdauscher weit nach vorne und fand tief in der gegnerischen Hälfte Colin Beutel, der sofort erkannte, dass Tepe aus dem Augsburger Tor gekommen war um den Ball aufzunehmen. Klug setzte Beutel zum Kopfball-Lupfer an, doch zwei Augsburger Abwehrspieler eilten zurück und kratzten die Kugel von der Linie (8.). Das nächste Mal wurde es erst nach 24 Minuten wieder gefährlich, als Maxim Gresler aus der Distanz abzog und der Augsburger Keeper große Probleme hatte, das Spielgerät abzuwehren. Der harte Schuss sprang steil in die Luft und wäre beinahe nach hinten ins Tor gesprungen, verpasste sein Ziel aber um Zentimeter.

    Den verdienten Führungstreffer erzielten die Löwen nach 37 Minuten. Zivanovic hatte von kurz hinter der Mittellinie aus Kevin Goden mit einem feinen Lupfer auf der rechten Außenbahn bedient, der bekam den Ball im gegnerischen Strafraum, ließ zwei Gegenspieler ins Leere laufen und schlussendlich Tepe im Augsburger Tor keine Chance. Kurz vor der Pause kam auch Colin Beutel noch einmal gefährlich vor Tepe. Nach einem langen Freistoßball tauchte der Löwen-Stürmer alleine vor dem Augsburger Gehäuse auf, brachte den Ball aber nicht am Keeper vorbei (43.). Die Löwen gingen daher mit einer hochverdienten 1:0-Führung in die Kabinen.

    Auch nach dem Pausentee hatten die Gäste vorerst alles im Griff. Doch bei einem Freistoß von Türkspor, tief in deren eigener Hälfte, war die Abwehrreihe unaufmerksam. Der lange Ball fand am Strafraum Jeton Abazi, der trotz zweier Verteidiger neben ihm den Ball aufnehmen und an Rothdauscher vorbei ins Netz schieben durfte (55.).

    Nur drei Minuten später stellten die Löwen wieder die Führung her. Nach einem abgewehrten Freistoß kam die zweite Welle, Kevin Goden köpfte an den linken Pfosten. Den abklatschenden Ball konnten zuerst weder die ganz in schwarz gekleideten Augsburger noch die weiß-blauen Löwen verwerten. Dann aber schaltete Marco Mannhardt am schnellsten und drückte die Kugel zum 1:2 über die Linie (58.).

    Nach 66 Minuten hatte Marco Mannhardt die Vorentscheidung auf dem Fuß. Nach einem Goden-Zuspiel im gegnerischen Strafraum stand er alleine vor dem Keeper, der blieb im 1:1-Duell jedoch Sieger und verhinderte den dritten Löwen-Treffer in dieser Situation aber auch eine Zeigerumdrehung später, als Winkler freistehend zum Kopfball kam. Aber auch er scheiterte an Batuhan Tepe im Augsburger Tor. 74 Minuten waren gespielt, als Kevin Goden im Augsburger Strafraum frei zum Schuss kam und das Tor verfehlte. Bei so vielen vergebenen Chancen und der knappen Führung keimte natürlich wieder ein wenig Hoffnung bei den Fans der Gastgeber auf, frei nach dem Motto „wenn Du vorne nicht triffst …“.

    „… dann bekommst Du ihn hinten.“ Und genau das passierte in der 80. Spielminute, als Türkspor Augsburg bei einem der wenigen Entlastungsangriffe eine Ecke zugesprochen bekam. Der Ball segelte in die Mitte, wo Gobitaka zum Kopfball kam und den durch einen Augsburger Spieler behinderten Rothdauscher zum 2:2 überwinden konnte.

    Drei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit hatte der eingewechselte Jeremie Zehetbauer die große Chance zur erneuten Führung. Einen parallel zur Torauslinie gespielten Ball bekam er freistehend vor dem leeren Tor, war aber zu überrascht und setzte das Spielgerät daher aus 5 Metern über das Gehäuse.

    Mehr passierte an diesem herbstlich kalten Nachmittag in Augsburg nicht mehr, die Löwen müssen sich trotz einer dominanten Leistung ankreiden lassen, ihre Chancen nicht ausreichend gut verwertet zu haben und fahren so nur mit einem Punkt zurück nach München.

    Löwen-Trainer Frank Schmöller zeigte sich nach der Partie enttäuscht: "Wir haben mehr ins Spiel investiert und waren spielerisch besser mit der Überzahl an Chancen. Wir müssen unsere klaren Chancen der zweiten Halbzeit einfach nutzen und ärgern uns jetzt sehr. Meine Mannschaft muss ihren Lernprozess abschließen und so ein Spiel cleverer und abgezockter nach Hause fahren. Wenn Du so überlegen bist, musst Du einfach hier die drei Punkte mitnehmen."


    STENOGRAMM, 12. Spieltag, 18.09.2022, 15 Uhr


    Türkspor Augsburg 1972 – TSV 1860 München II 2:2 (0:1)


    1860: Rothdauscher (Tor) – Sponer, Winkler, Judge, Gresler – Feil – Goden, Mannhardt (83. Leibelt), Zivanovic (73. Zehetbauer), Wach (57. Rother) – Beutel (78. Kuhn).

    Tore: 0:1 Goden (37.), 1:1 Abazi (55.), 1:2 Mannhardt (58.), 2:2 Gobitaka (80.)

    Gelbe Karten: Goia, Gobitaka - Sponer.

    Zuschauer: 100 auf der Bezirks-Sportanlage Haunstetten.

    Schiedsrichter: Leonhard Burghartswieser (Drachselsried); Assistenten: Maximilian Prechtl (Haus im Wald), Nick Ebner (Gotteszell).


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    Nächste Spiele:


  • Die Löwen-U21 gastiert in der Bayernliga Süd bereits am heutigen Freitagabend, 23. September 2022, beim Namensvetter TSV 1860 Rosenheim. Anpfiff auf der Sportanlage Jahnstraße ( Jahnstr. 25, 83022 Rosenheim) ist passenderweise um 18.60 Uhr.


    Nach wie vor ist die Löwen-Reserve in dieser Saison auf dem Platz unbezwungen, trotzdem ließ Frank Schmöller nach dem zweiten Unentschieden in Folge, bei dem sein Team jeweils in der Schlussphase eine Führung leichtfertig aus der Hand gab, seinem Unmut freien Lauf. „Wir waren als Trainerteam nicht zufrieden. Das haben wir der Mannschaft auch so mitgeteilt.“

    Doch der 56-Jährige will nach dem 2:2 bei Türkspor Augsburg nicht alles schlecht reden. Schließlich dominierte sein Team über weite Strecken die Partie. „Aber wenn du drei oder vier hundertprozentige Chancen nicht machst und hinten nicht konsequent verteidigst, dann kannst du nicht gewinnen“, so seine Erklärung.

    Deswegen fordert der Löwen-Coach gegen Regionalliga-Absteiger 1860 Rosenheim, die auch in der neuen Spielklasse nach zwölf Spieltagen wieder das Tabellenende zieren, eine konzentrierte Leistung. „Wir müssen auf dem Platz wieder zeigen, was uns stark gemacht hat: Richtig energisch und konzentriert Fußball spielen.“ Gerade die Defensivleistung ließ zuletzt zu wünschen übrig. So kassierten die kleinen Löwen in den letzten beiden Partien fünf Gegentore, mehr als in den zehn Spielen zuvor.

    Das und andere Dinge hat Schmöller klar angesprochen. „Die Mannschaft ist gefordert, eine Reaktion zu zeigen. Nach der Trainingswoche bin ich optimistisch, dass wir das auf dem Platz umsetzen können.“ Der Löwen-Coach freut sich auf das Freitagabendspiel. „Wir sollten uns mit einem Sieg belohnen und für ein schönes, freies Wiesnwochenende sorgen“ – ohne Ärger und Frust wie zuletzt nach den beiden Unentschieden.


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/6822.htm

  • Die kleinen Löwen zeigten bei Namensvetter TSV 1860 Rosenheim die geforderte Reaktion und gewannen mit 5:2. Die Tore für das Team von Frank Schmöller erzielten vor der Pause Kevin Goden (8.), Noah Feil (17.) und Mason Judge (29.). Nachdem die Gastgeber auf 2:3 verkürzt konnten, stellten erneut Judge (82.) und Vito Kreuzpaintner (90.+2) den alten Abstand wieder her.


    Die Löwen-U21 erwischte einen perfekten Start. In der 8. Minute luchste Kevin Goden aufgrund seiner Schnelligkeit dem Rosenheimer Torwart David Daroczi den Ball ab und traf zur 1:0-Führung. Es war bereits der siebte Saisontreffer für den 23-Jährigen. In der 17. Minute behauptete Samir Neziri den Ball mit dem Rücken zum Tor, legte auf Noah Feil ab, der traf von der Strafraumgrenze ins rechte untere Eck zum 2:0. Der dritte Treffer fiel nach einer Ecke von Maxim Gresler. Innenverteidiger Mason Judge setzte aus vollem lauf den ball im Bogen über Torwart Daroczi ins Netz (29.). Danach kontrollierten die kleinen Löwen die Partie, ließen Ball und Gegner laufen.

    Kurz nach der Pause die kalte Dusche für die Sechzger. Christoph Wallner verwandelte einen Freistoß aus 22 Metern. Der harte Schuss ging durch die Mauer, Keeper Julius Schmid hatte keine Abwehrchance (48.). In der 62. Minute gelang den Rosenheimern sogar der Anschlusstreffer. Tim Kießling hatte aus halblinker Position geschossen, der Ball wurde abgefälschte und schlug als Bogenlampe hinter Schmid zum 2:3 ein (62.). „Das waren die einzigen beiden Schüsse auf unser Tor“, erklärte Schmöller, der keineswegs um die Punkte zitterte. Schon gar nicht, nachdem Judge mit seinem zweiten Treffer per Kopfball nach einem Gresler-Freistoß das 4:2 erzielte (82.). Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Vito Kreuzpaintner mit einer sehenswerten Einzelaktion in der Nachspielzeit (90.+2).

    Für Trainer Frank Schmöller war das 5:2 die „Szene des Abends. Das war eine sensationelle Aktion.“ Kreuzpaintner hatte im Mittelkreis den Ball erobert, ließ auf seinem Weg zum Tor vier Rosenheimer stehen und hatte noch die Coolness, aus 14 Metern erfolgreich abzuschließen. „In dieser Szene hat Vito seine ganze Wut und Unzufriedenheit mit seiner Rolle reingelegt“, erklärte der 56-jährige Coach, der Kreuzpaintner erst in der 86. Minute eingewechselt hatte. „Ich finde es gut, wenn ein Spieler sich auf diese Weise um einen Platz in der Startelf bewirbt.“

    Unterm Strich bewertete Schmöller den Sieg auch in der Höhe als verdient. „Heute sind wir sehr glücklich. Aufgrund der gezeigten Reaktion hat es sich die Mannschaft verdient, auf der Wiesn zu feiern. Ich hab‘ ja immer gesagt, dass eine Münchner Mannschaft zur Oktoberfest-Zeit nicht verliert. Das haben wir perfekt umgesetzt.“

    Zwei Tage haben die Jungs jetzt frei, am Montag wird trainiert, am Dienstag steht dann der Mannschaftsabend im Hacker-Festzelt auf dem Programm. Am kommenden Wochenende ist die U21 spielfrei. „Das nutzen wir, um an einigen Dingen konzentriert zu arbeiten und um mental durchzuschnaufen. Das kann nie schaden“, so Schmöller.

    STENOGRAMM, 13. Spieltag, 23.09.2022, 18.60 Uhr

    TSV 1860 Rosenheim – TSV 1860 München II 2:5 (0:3)

    1860: Schmid (Tor) – Sponer (86., Kreupaitner), Winkler, Judge, Gresler – Dordan (28., Wach) – Goden, Mannhardt, Feil, Neziri (72., Kuhn) – Zehetbauer (77., Beutel)

    Tore: 0:1 Goden (8.), 0:2 Feil (17.), 0:3 Judge (29.), 1:3 Wallner (48.), 2:3 Kießling (62.), 2:4 Judge (82.), 2:5 Kreuzpaintner (90.+2).

    Gelbe Karten: Barsalona, Wallner – Sponer, Winkler, Goden, Zehetbauer.

    Zuschauer: 150 im Jahnstadion Rosenheim.

    Schiedsrichter: Fabian Buechner (Arnstorf); Assistenten: Thomas Huber (Dornwang), Philipp Spateneder (Anzenkirchen).


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/6825.htm