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Der straffe Spielplan bietet den Löwen die Möglichkeit, bereits drei Tage nach dem Pokal-Aus in Lotte Wiedergutmachung zu betreiben. Am Samstag, 11. Februar 2017, kommt der Karlsruher SC. Anpfiff in der Allianz Arena ist um 13 Uhr.
1860-Chefcoach Vitor Pereira legte vor dem KSC-Spiel Wert auf „mentale und körperliche Regeneration. Unser Hauptaugenmerk liegt jetzt voll und ganz auf der Liga.“ Die „herbe Enttäuschung“ über das Pokal-Aus hat der 48-Jährige weitgehend verdaut, sieht das Ganze mittlerweile pragmatisch. „Der Pokal ist sehr schwierig in Deutschland. Es war eine gute Chance, gegen Lotte in die nächste Runde zu kommen. Aber es ist vorbei. Wir konzentrieren uns jetzt ganz auf Karlsruhe. Da geht es um wichtige Punkte. Wir wollen in der Liga ein neues Kapitel aufschlagen.“
Faktenkarussell. Drittes Duell diese Saison.
Am Freitagvormittag hatte der Portugiese bereits ein Gespräch mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Hasan Ismaik. „Sein Besuch war geplant. Nachher gehen wir gemeinsam zum Mittagessen", erzählt Pereira. Ismaik sei wie alle Löwen von der derzeitigen sportlichen Situation enttäuscht. „Aber das Ziel ist, die Mannschaft aufzubauen und zu verbessern. Dafür wurde ich geholt. Er weiß, dass das Zeit braucht.“
Natürlich würde der Umbau des Teams in einer gesicherten Tabellenposition oder mit Erfolgserlebnissen leichter fallen. Doch die Situation sei nun mal so, wie sie ist. „Manchmal macht man in einer solchen Phase der Entwicklung einen Schritt nach hinten, um sich im nächsten Schritt entscheidend weiterzuentwickeln“, fordert Pereira Geduld.
Denn nach wie vor ist der Portugiese mit seinem Team auf der Suche nach der richtigen Balance zwischen Offensive und Defensive in seinem 3-4-3-System. „Wir müssen weiter an der Dynamik arbeiten.“ Abgesehen von dem durch die äußeren Bedingungen speziellen Spiel in Lotte, habe er in der 2. Halbzeit von Bielefeld eine Aufwärtstendenz erkannt. „Wir haben das Spiel dominiert, so agiert, wie ich die Mannschaft sehen will.“
Dennis Kempe: Der »Leader« beim Karlsruher SC.
Gleichzeitig gibt der 48-Jährige offen zu, dass er neben der taktischen Balance auch auf der Suche nach einer Stammformation sei. „Noch habe ich keine fest definierte Elf.“ Aber das sei nicht der alleinige Grund, wieso er gegen Karlsruhe erneut Änderungen vornehmen werde. „Das ist auch physisch bedingt nach zwei Spielen in drei Tagen.“
Jan Mauersberger ist der einzige, der neben den Langzeitverletzten aus gesundheitlichen Gründen passen muss. Der Innenverteidiger zog sich in Lotte einen Muskelfaserriss zu. Fanol Perdedaj, Karim Matmour, Filip Stojkovic und Lucas Ribamar wurden nicht für den 18er-Kader berücksichtigt. Der Brasilianer Ribamar hätte nach seiner Roten Karte im Pokalspiel gegen Karlsruhe spielen können. Der DFB sperrte ihn zwar für drei Spiele, diese gilt aber nur für den Cup-Wettbewerb.
VIDEO von der Pressekonferenz.
Pereira weiß um die Schwere der Aufgabe gegen den KSC: „Das ist eine Mannschaft, die unter dem neuen Trainer Mirko Slomka aus zwei Spielen vier Punkte geholt hat.“ Karlsruhe sei ein Team, das früh attackiert und schnell kontert. „Wir müssen kompakt stehen und all unsere Qualitäten abrufen, um als Gewinner vom Platz zu gehen."
VORAUSSICHTLICHE AUFSTELLUNGEN
1860: 24 Ortega – 6 Boenisch, 25 Ba, 17 Uduokhai – 3 Wittek, 38 Lacazette, 11 Adlung, 28 Lumor – 30 Amilton, 9 Gytkjaer, 40 Olic.
Ersatz: 21 Zimmermann (Tor) – 4 Bülow, 7 Claasen, 10 Liendl, 16 Busch, 29 Aigner, 33 Aycicek.
Nicht dabei: 2 Mauersberger (Muskelfaserriss), 13 Mölders (Schambeinentzündung), 14 Simon (Knochenreizung im Knie), 18 Karger (Sprunggelenksverletzung), 19 Neuhaus (Knöchelverletzung), 31 Victor Andrade (Kreuzbandriss), 44 Boya (Pause nach Africa-Cup), 5 Perdedaj, 8 Matmour, 12 Ribamar, 22 Stojkovic, 39 Engl (nicht berücksichtigt).
KSC: 24 Vollath – 27 Mavrias, 17 Kinsombi, 14 Jordi Figueras, 22 Valentini – 19 Prömel, 10 Yamada – 40 Reese, 7 Stoppelkamp – 8 Hoffer, 9 Diamantakos.
Ersatz: 1 Orlishausen (Tor) – 2 Meffert, 3 Gimber, 4 Stoll, 6 Kom, 11 Barry, 16 Mehlem, 23 Yann, 26 Thoelke, 33 Hoffmann, 34 Fahrenholz, 35 Bader, 41 Mugosa.
Nicht dabei: 5 Kempe (5. Gelbe Karte), 15 Kamberi (Knieprobleme), 18 Torres (Sehnenverletzung im Oberschenkel), 20 Sallahi (Aufbautraining nach Nasen-OP), 21 Krebs (Aufbautraining nach Kreuzbandriss).
Schiedsrichter: Dr. Martin Thomsen (Kleve); Assistenten: Tobias Reichel (Stuttgart), Dominik Jolk (Mannheim); Vierter Offizieller: Markus Wollenweber (Mönchengladbach).
http://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/2770.htm
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