Beiträge von Loewe

    Im Verfolgerduell empfangen die Löwen als Vierter am Samstag, 13. Februar 2021, den Dritten Hansa Rostock. Anpfiff der Partie im Grünwalder Stadion ist um 14.03 Uhr. Aufgrund der Pandemie sind keine Zuschauer zugelassen, das Spiel ist jedoch live bei MAGENTA SPORT und im BR Fernsehen zu sehen. Außerdem sendet das Löwen-Radio unter www.tsv1860.de/loewenradio/ ab 13.45 Uhr von Giesings Höhen.


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    Derzeit ist das Wetter bundesweit ein Thema, zumal auch an diesem Spieltag wieder vier Begegnungen in der 3. Liga vorzeitig abgesagt werden mussten. In München ist es zwar bitter kalt, aber Schneefälle sind keine angesagt. Löwen-Trainer Michael Köllner, der am Donnerstagmorgen beim „Freischaufeln“ des Trainingsplatzes mit den Mitarbeitern der Geschäftsstelle selbst Hand angelegte, fühlt sein Team gut akklimatisiert. „Es ist tolles Wetter. Die kalte Luft ist zwar nicht angenehm für die Atemwege, aber damit müssen alle klarkommen.“

    Erneut machte Köllner den Platzwarten im Grünwalder Stadion ein Kompliment. „Eigentlich muss ich ihnen jeden Tag die Hand geben. Sie leisten einen phänomenalen Job.“ Dadurch, dass gleich drei Mannschaften in dem städtischen Stadion spielen, ist die Beanspruchung im Winter recht hoch. „Das kenne ich nur von Gibraltar, wo die ganze Liga in einem Stadion spielt“, scherzte der Löwen-Coach, der sich bei der Stadt bedankte, dass sie zuletzt auch den stark malträtierten Rasen vor den Torräumen auswechseln ließ.

    Durch die frühzeitig abgesagte Partie in Lübeck konnte der 51-Jährige seinen Spielern zwei Tage am Stück freigeben. „Das hat den Jungs gutgetan.“ Zuvor ließ er aber unter „Wettkampfbedingungen“ 60 Minuten lang testen. „Es war ein hart umkämpftes Spiel, bei dem es hin- und her gewiegt hat. Unser Hauptaugenmerk lag dabei auf Pressing und Gegenpressing.“ Dieses Thema kehre immer wieder in den Übungseinheiten, sei gegnerunabhängig. „Wir passen dann jeweils nur unser Umschaltspiel entsprechend an.“ Der Test zwischen zwei gemischten Mannschaften endete 3:1 und lieferte wichtige Erkenntnisse. „Wir haben gesehen, wo wir im Einzeltraining gezielt nachsteuern müssen.“

    SECHZIG - Das Löwenmagazin gegen Hansa Rostock ist online.

    Personell gibt es kaum Veränderungen. Tim Linsbichler steigerte zuletzt das Laufvolumen, ist aber noch kein Kandidat fürs Mannschaftstraining. Bei Johann Ngounou Djayo ist das Stechen in der Leistengegend zwar weg, zum Team wird er aber erst nach dem Rostock-Spiel stoßen. Quirin Moll befindet sich in der Reha-Phase. Auch Neuzugang Kevin Staude ist gegen die Norddeutschen noch kein Thema. Am Mittwoch machte der 24-Jährige nochmals einen medizinischen Check-up mit Belastungs-EKG. Nach seinem Corona-Infekt will Köllner aber nichts überstürzen. „Damit ist nicht zu spaßen. Er hat noch eine längere Regerationszeit, deswegen wird er gegen Rostock nicht im Kader stehen.“

    In den bisherigen Drittliga-Vergleichen gegen Rostock sind die Löwen noch ohne Sieg. Köllner hält von solchen Statistiken nicht viel. „Das gleiche Thema hatten wir vor den Spielen gegen Bayern II und Ingolstadt.“ Zur Erinnerung: Beide Partien wurden gewonnen. Der Oberpfälzer will auch deshalb nichts von einem „Angstgegner“ wissen. „Im Hinspiel haben wir in der 1. Halbzeit super gespielt, müssen zur Pause eigentlich höher als 1:0 führen. In der 2. Halbzeit hat Rostock gedrückt, trotzdem haben wir nicht viele Torchancen zugelassen.“ Es sei ein Spiel auf Augenhöhe gewesen. Das erwartet Köllner auch diesmal. „Beide Teams sind gut unterwegs. Wir stellen die beste Offensive und die zweitbeste Defensive. Wieso sollen wir also nicht die drei Punkte holen?“

    Rostock spiele zwei Systeme, ein 3-4-3 oder ein 4-2-3-1. „Wir sind auf beides vorbereitet, müssen das Pressing aushalten, wenn wir hinten den Ball haben und versuchen, spielerische Lösungen zu finden. Die Mannschaft hat die Woche über einen guten Eindruck hinterlassen“, so Köllner, „ich hoffe, dass sie diesen auch im Spiel bestätigen kann.“

    Der Löwen-Trainer erwartet ein „hart umkämpftes Spiel mit Haken und Ösen“, wünscht sich deshalb einen guten Schiedsrichter. Der Druck liege vor allem bei den Gästen. „Rostock hat immer probiert, in die Zweite Liga zurückzukehren.“ Genau genommen schon acht Mal. Geklappt hat es nie. Heuer sind die Norddeutschen bereits im neunten Jahr in der 3. Liga. „Sie wollen die Aufstiegschance unbedingt nutzen“, hat Köllner erkannt, „haben im Winter mit vier Spielern nachgelegt, die jeder in der Branche kennt.“ Er selbst halte nichts von All-in-Aktionen wie bei einigen Konkurrenten. „Wir konzentrieren uns immer aufs nächste Spiel, beteiligen uns nicht an solchen Aufstiegsdiskussionen, sondern haben den wirtschaftlichen Faktor im Blick. Wilde Dinge machen wir keine. Wir spielen keinen Poker mit unserem Verein, der vielen Menschen am Herzen liegt.“

    Die Löwen setzen vielmehr auf Kontinuität, Ruhe und Seriosität. In dieses Bild passt auch die Vertragsverlängerung mit Ersatzkeeper Tom Kretzschmar. Es ist der erste Spieler aus dem Kader, der nach Trainer Köllner und Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel vorzeitig verlängert hat. Andere sollen folgen. „Wir führen intensive Gespräche“, verrät Gorenzel, „viele Spieler haben bereits Angebote vorliegen – mit dem einen geht es schneller, mit dem anderen weniger schnell. Dabei planen wir mit dem gleichen Etat wie letzte Saison.“ Kein Spieler könne deshalb einen Aufschlag von 20 bis 30 Prozent erwarten. „Das ist eine Milchmädchenrechnung“, so der Österreicher. „Am Ende des Tages liegt es an den Spielern, ob sie beim Angebot zugreifen.“


    MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN


    1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 13 Erdmann, 6 Salger, 36 Steinhart – 17 Wein – 19 Biankadi, 31 Neudecker, 8 Tallig, 7 Lex – 9 Mölders.

    Ersatz: 12 Szekely, 40 Kretzschmar (beide Tor) – 3 Lang, 11 Greilinger, 14 Dressel, 18 Knöferl, 20 Agbowo, 23 Staude, 26 Durrans, 27 Belkahia, 28 Mannhardt, 30 Cocic, 32 Gresler, 33 Klassen.

    Nicht dabei: 5 Moll (Knieverletzung), 21 Ngounou Djayo (Leistenprobleme), 22 Linsbichler (Aufbautraining nach Schambeinentzündung).


    FCH: 1 Kolke (Tor) – 7 Neidhart, 3 Riedel, 23 Sonnenberg, 38 Schwede – 24 Löhmannsröben, 5 Rhein – 21 Omladic, 8 Bahn, 26 Türpitz – 18 Verhoek.

    Ersatz: 30 Voll (Tor) – 4 Roßbach, 6 Rother, 11 Herzog, 15 Lauberbach, 17 Schulz, 19 Farrona Pulido, 20 Scherff, 25 Daedlow, 27 Horn, 39 Breier.

    Nicht dabei: 9 Engelhardt (Trainingsrückstand), 10 Vollmann (Trainingsrückstand), 14 Reinthaler (Aufbautraining nach Sehnenanriss im Oberschenkel), 16 Butzen (Schambeinprobleme), 28 Litka (Reha nach Kreuzbandriss im rechten Knie).


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5521.htm


    Das Löwen-Heimspiel gegen den F.C. Hansa Rostock am Samstag, 13. Februar 2021, ist außer bei MagentaSport auch live im BR Fernsehen zu sehen.


    Im Grünwalder Stadion empfängt der TSV 1860 als Vierter mit den Hansestädtern den Dritten der Tabelle. Ein absolutes Spitzenspiel zwischen zwei Traditionsklubs, das außerhalb von Pandemie-Zeiten die Massen mobilisieren würde. Corona bedingt sind aber erneut keine Zuschauer zugelassen. Umso schöner, dass das BR Fernsehen das Topspiel des 24. Spieltags auch im Free-TV überträgt.

    Ab 14 Uhr am Samstag meldet sich Moderatorin Julia Büchler aus dem Studio in Freimann. Anpfiff ist um 14.03 Uhr. Kommentieren wird die Partie Florian Eckl. Aber nicht nur im Fernsehen wird das Duell der ehemaligen Bundesligisten zu sehen sein, sondern auch als Internetstream unter www.br.de/mediathek/live.


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5515.htm

    München/Giesing · Beim TSV 1860 München hat unter strengen Auflagen die U21-Mannschaft vergangene Woche ihr Training auf dem grünen Rasen wieder aufgenommen. Vorerst vorbei ist die Zeit rein virtueller Fitnesseinheiten. Für professionelle Klubs besteht für diesen Schritt im Gegensatz zum weiterhin ruhenden Amateursport eine Sondergenehmigung.

    Zwar gehen in der U21-Mannschaft der Giesinger die meisten Akteure – im Gegensatz zu den Profis – neben dem Leistungsfußball noch einer Ausbildung, einem Studium oder einem Beruf nach, doch als Teil des Nachwuchsleistungszentrums der Löwen dürfen sie unter Einhaltung von Hygienevorschriften an der Grünwalder Straße 114 trainieren. Wann die Konkurrenz in der Bayernliga Süd ebenfalls wieder auf den Trainingsplatz darf, ist nicht abzusehen.

    Während der Winter-Transferperiode hat Löwen-Ausbilder Frank Schmöller einen Akteur hinzugewonnen. Nach einigen Probetrainingseinheiten überzeugte Alexander Freitag vom SV Seligenporten, Tabellendritter in der Bayernliga Nord, die Verantwortlichen in München. Der 21-jährige Linksfuß ist der Stiefsohn von Profi-Trainer Michael Köllner und wurde als Juniorenspieler beim SV Jahn Regensburg, dem FC Bayern, der SpVgg Unterhaching und beim 1. FC Nürnberg geschult. Bei den »Klosterern« kam Freitag zu drei Einsätzen, ehe die Saison wegen der Corona-Pandemie unterbrochen wurde. Auch Freitag studiert neben dem Fußball – Immobilienmanagement ist sein Fach.


    https://www.wochenanzeiger.de/…V4oA5R2HWXWKS1_J4U032b3s0

    Nach sieben Spielen ohne Niederlage verlieren die Löwen zu Hause gegen den FSV Zwickau mit 0:1 und verpassen den vorübergehenden Sprung an die Tabellenspitze. Dabei hätte das Team um Kapitän Sascha Mölders schon zur Pause deutlich führen können, wenn nicht sogar müssen. Das „Tor des Tages“ für die Gäste erzielte Morris Schröter in der 65. Minute.


    Personal: Löwen-Cheftrainer Michael Köllner musste im Heimspiel gegen Zwickau auf Quirin Moll (Knieverletzung) und Tim Linsbichler (Aufbautraining nach Schambeinentzündung) verzichten. Nicht den Sprung in den 18er-Kader schafften der dritte Torhüter György Szekely, Ahanna Agbowo, Johann Ngounou Djayo, Matthew Durrans, Marco Mannhardt, Milos Cocic und Maxim Gresler. Auch Neuzugang Keanu Staude war noch kein Thema. Eine Veränderung in der Startelf gab es gegenüber dem Auswärtsspiel in Magdeburg: Für den nach Gelbsperre zurückkehrenden Sascha Mölders musste Erik Tallig weichen.

    Spielverlauf: Zwickau war keinesfalls gewillt, sich in München zu verstecken. Die erste Chance hatten trotzdem die Hausherren. Merveille Biankadi steckte auf der linken Strafraumseite für Stefan Lex durch. Der Pass schien zu lange, doch der schnelle Stürmer kam an den Ball, scheiterte aber mit seinem Abschluss aus spitzem Winkel am Fuß von FSV-Keeper Johannes Brinkies (9.). Ein Schuss aus 18 Metern von Sascha Mölders, bei dem er aber zu viel Rücklage hatte, ging deutlich übers Tor (11.). Kurz danach trieb Marius Willsch die Kugel über die rechte Seite nach vorne, flankte in die Mitte, wo Lex am kurzen Pfosten zum Kopfball kam, aber die Kugel neben das Tor setzte (12.). Nach einem Steckpass von Mölders tauchte Lex halblinks im Strafraum frei vor Brinkies auf, er brachte aber den Lupfer nicht am Keeper vorbei, der zur Ecke abwehrte (16.). Die schlug Richard Neudecker von links in die Mitte, Ronny König verlängerte die Hereingabe aufs eigene Tor, doch Brinkies brachte die Finger dazwischen, entschärfte die Szene (17.). Drei Minuten später war es Lex, der mit einem Kopfball am Aluminium scheiterte. Dressel hatte von links geflankt, der Stürmer kam am ersten Pfosten ans Spielgerät, setzte es aber ans linke Kreuzeck (20.). In der nächsten gefährlichen Szene klärte die Zwickauer Abwehr am Strafraum ein Zuspiel von Dennis Erdmann zu kurz, Dressel kam an den Ball, setzte die Kugel aber aus 19 Metern knapp neben den linken Pfosten (28.). Die Löwen initiierten nun Angriff auf Angriff, aber die Führung wollte einfach nicht fallen. Bei einer flachen Hereingabe von Willsch kam Mölders am Elfmeterpunkt einen Schritt zu spät (36.). Im Anschluss an die folgende Ecke wurde ein Schuss von Lex aus neun Metern erneut ins Tor-Aus geblockt (37.). Ein Freistoß von Daniel Wein nach Foul an Biankadi mit rechts am linken Strafraumeck landete in der Zwickauer Mauer (38.). Die Schwäne konnten sich kaum aus der Umklammerung befreien. Nach einem Zuspiel von Dressel auf Lex im Strafraum warfen sich zwei FSV-Spieler in die Hereingabe, konnten so den Löwen-Abschluss verhindern (41.) Kurz vor der Pause einer der wenigen Konter der Gäste Morris Schröter kam nach Doppelpass mit König an der Strafraumkante zum Abschluss, Marco Hiller hatte aber keine Probleme mit dem Schuss (43.). So ging es mit einem schmeichelhaften 0:0 für Zwickau in die Kabine. Die Löwen zeigten fast optimale 45 Minuten, hätten nicht die Tore gefehlt!

    Gäste-Coach Joe Enochs brachte für seinen Stürmer Dustin Willms mit Manfred Starke einen Mittelfeldspieler, um den Druck der Löwen zu verringern. Bei einem Zwickauer Freistoß rannte Steffen Nkansah Löwen-Keeper Hiller im Fünfmeterraum um, der sich dabei verletzte und behandelt werden musste. Nach kurzer Pause ging es für den Schlussmann weiter (58.). Eine Hereingabe von links durch Phillipp Steinhart konnte Brinkies nur abklatschen, aber Lex kam nicht an den Abpraller (62.). Wie so oft fiel das Tor auf der anderen Seite. Hiller holte den Schuss von Can Coskun nach König-Zuspiel aus us Neun Metern aus halblinker Position noch aus dem langen Eck, aber Schröter war zur Stelle, verwandelte den Abpraller aus sechs Metern zu Gästeführung (65.). Einen 18-Meter-Schuss von Wein konnte Brinkies in der 70. Minute gerade noch um den linken Pfosten lenken. Zwickau machte es in der Schlussphase geschickt, hielt die Löwen vom eigenen Tor weg. In der 80. Minute wechselte Michael Köllner gleich drei Mal, wollte nochmals frischen Schwung für die letzten zehn Minuten bringen. Doch es sollte nicht mehr zum Ausgleich reichen. Die Löwen verloren erstmals wieder nach sieben Spielen ohne Niederlage verpassten den Sprung an die Tabellenspitze..


    STENOGRAMM, 22. Spieltag, 31.01.2021, 14 Uhr


    1860 München – FSV Zwickau 0:1 (0:1)


    1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 13 Erdmann, 6 Salger, 36 Steinhart – 17 Wein – 19 Biankadi, 31 Neudecker, 14 Dressel, 7 Lex – 9 Mölders.

    Ersatz: 40 Kretzschmar (Tor) – 3 Lang, 8 Tallig, 11 Greilinger, 18 Knöferl, 27 Belkahia, 33 Klassen.

    FSV: 1 Brinkies (Tor) – 6 Stanic, 25 Nkansah, 19 Frick, 21 Schikora – 17 Schröter, 27 Möker, 13 Könnecke, 22 Coskun – 15 König, 11 Willms.

    Ersatz: 29 Kamenz (Tor) – 3 Strietzel, 8 Jensen, 9 Lokotsch, 10 Starke, 28 Miatke 30 Reinhardt,

    Wechsel: Tallig für Lex (80.), Belkahia für Erdmann (80.), Klassen für Dressel (80.), Greilinger für Neudecker (88.) – Starke für Willms (46.), Jensen für Könnecke (68.), Lokotsch für König (76.), Reinhardt für Schröter (85.).

    Tor: 0:1 Schröter (65.).

    Gelbe Karten: Lex, Steinhart – Stanic.

    Zuschauer: 0 im Grünwalder Stadion.

    Schiedsrichter: Patrick Hanslbauer (Fürth); Assistenten: Simon Marx (Würzburg), Elias Tiedeken (Neusäß).


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5500.htm


    Bildergalerie:


    https://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2440.htm


    Presseschau tz und Az:


    https://www.tz.de/sport/1860-m…ng-moelders-13957822.html


    https://www.abendzeitung-muenc…nntag-endergebnis-0-1-86/


    https://www.abendzeitung-muenc…erlage-bedient-art-702675


    https://www.abendzeitung-muenc…uerfte-brodeln-art-702645



    Zusammenfassung:


    https://www.br.de/mediathek/vi…:6016df32f27c05001a00882e


    Nächstes Spiel:


    6.2.2021, 14 Uhr, auswärts in Lübeck

    Die Löwen schließen am Sonntag, 31. Januar 2021, mit dem Heimspiel gegen den FSV Zwickau die Englische Woche ab. Anpfiff im Grünwalder Stadion ist um 14 Uhr. Die Partie ist live nur bei MAGENTA SPORT zu sehen. Das Löwen-Radio sendet unter www.tsv1860.de/loewenradio/ ab 13.45 Uhr von Giesings Höhen.


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    Der TSV 1860 ist seit sieben Spielen ungeschlagen, aber auch Gegner Zwickau hat seit drei Partien nicht mehr verloren. Der Aufschwung der Westsachsen ist eng mit Morris Schröter verbunden, der in den letzten beiden Spielen drei Treffer erzielte. „Er profitiert von der Umstellung auf ein 4-4-2-System. In der Fünferkette zuvor war er mehr in der Defensive gefordert“, sagt 1860-Cheftrainer Michael Köllner.

    Der 51-Jährige attestiert nicht nur dem rechten Außenbahnspieler Schröter „sehr viel Selbstvertrauen“, sondern der ganzen Schwäne-Mannschaft. „Es wird ein schweres Spiel, aber wir werden alles dafür tun, Zwickau zu schlagen. Gegen Meppen haben wir gesehen, dass alles kein Selbstläufer ist. Wir müssen immer eine gute Leistung auf den Platz bringen, um zu gewinnen.“

    Der FSV Zwickau, so Köllner, spiele anders Fußball als Magdeburg. „Wir haben noch nie Probleme gehabt, dass meine Mannschaft den Gegner unterschätzt. Sie bekommt von uns einen detaillierten Plan an die Hand, den sie abarbeiten muss.“ Sein Team verfüge über genügend Stärke und „viele Waffen, die wir zum Einsatz bringen können“.

    Großen Respekt hat Köllner vor Zwickaus Joe Enochs. „Er ist ein Klasse-Trainer, hat die Situation so analysiert, dass er das System umgestellt hat“, lobte er die Flexibilität seine Widerparts. „Dadurch sind sie ergebnistechnisch zurück in die Spur gekommen. Er darf sich aber gerne davon am Sonntag ein Pause nehmen, danach darf er die Spiele wieder gewinnen“, scherzte der Löwen-Coach.

    Bis auf Quirin Moll und Tim Linsbichler sind alle Spieler fit. Trotzdem überlegt der Trainer, „auf welchen Positionen wir frische Spieler brauchen“. Gegen die Westsachsen kehrt Sascha Mölders nach seiner Gelbsperre zurück, wird in der Startelf stehen. „Er ist unser Kapitän und Führungsspieler. Die Pause hat ihm gutgetan. Sascha wird den Rasen zum Glühen bringen“, ist sich Köllner sicher. „Wir brauchen seine Präsens und Qualität.“ Einen ähnlichen Spielertyp haben in Ronny König auch die Schwäne. „Er hat mit seinen 37 Jahren eine topprofessionelle Einstellung. Er und Sascha sind Typen, die auch außerhalb des Platzes eine klare Meinung haben und in jedem Spiel viel abkriegen. Ronny König wird für unsere Abwehr eine Herausforderung.“

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    Die Strapazen rund um das Magdeburg-Spiel haben die Löwen gut überstanden. Um 3.30 Uhr kam das Team am Donnerstagmorgen von der Auswärtsreise zurück, trainierte noch in der Nacht und hatte dann den restlichen Tag frei. Auch wenn der Kontrahent 24 Stunden mehr Pause hatte, ist das für Köllner kein Nachteil. „Wir sind frisch, können auch gegen Zwickau einen aggressiven Fußball spielen.“ Ansonsten habe er „mehr Optionen auf der Bank“ als noch zu Saisonbeginn.

    Apropos Optionen: Der am Freitag verpflichtete Keanu Staude wird frühestens in Lübeck eine solche sein. „Er kann ein wichtiger Bestandteil werden“, sagt Köllner über den 24-jährigen Offensivspieler. „Aktuell sind wir gut unterwegs, haben eine gefestigte Mannschaft mit einer guten Spielorganisation und gutem Teamspirit“, so der Oberpfälzer, der im Vorfeld ein längeres Telefonat mit Staude führte. „Dabei habe ich den Eindruck bekommen, dass er zu uns passt.“ Natürlich holte der Oberpfälzer in seinem Netzwerk Informationen über den Offensivspieler ein, außerdem sprach er mit Stephan Salger, der in Bielefeld vier Jahre mit Staude zusammengespielt hatte. Letztlich reifte die Erkenntnis, „dass die Erwartungshaltung auf allen Seiten passt!“

    Dem Neuzugang traut Köllner Dinge zu, die kein Spieler aus dem aktuellen Kader kann. „Er hat kreative Lösungen, die nicht im Lehrbuch stehen. Er ist so ein Typ wie letzte Saison Timo Gebhart oder zu Regionalligazeiten Nico Karger oder Benjamin Kindsvater.“

    Jede Verstärkung ist willkommen, denn auf die Löwen wartet bis zum Saisonende noch ein straffes Programm. Schließlich kommen noch die Toto-Pokal-Spiele hinzu. „Deswegen ist es wichtig, dass wir Qualität hinzubekommen. Keanu passt in der Altersstruktur perfekt zu uns. Er ist jung, hat aber trotzdem Erfahrung. Es ist eine Win-Win-Situation. Wir können dem Spieler eine gute Plattform bieten.“ Bei der Vertragsgestaltung, über dessen Inhalte Stillschweigen vereinbart wurde, hat Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel Möglichkeiten ins Vertragswerk verhandelt, um Staude auch über die Saison hinaus bei den Löwen halten zu können.


    Keanu Staude wird ein Löwe.


    Zuletzt wurde viel über die Beschaffenheit des Rasens im Grünwalder Stadion diskutiert. So fiel am vergangenen Dienstag die Partie der kleinen Bayern gegen den SC Verl aus, ein Tag vor den Sechzger spielt Türkgücü gegen Waldhof Mannheim auf Giesings Höhen. Das Remis im letzten Heimspiel gegen Meppen hatte für Köllner aber weniger mit dem Zustand des Rasens zu tun, als vielmehr damit, „dass der Gegner extrem tief stand. Ich bin mit dem Platz im Grünwalder Stadion zufrieden, die beiden Platzwarte leisten Top-Arbeit. Ich hoffe, dass der Ehrgeiz so groß ist, dass wir auch am Sonntag ein gutes Geläuf vorfinden.“

    Jedenfalls würde der Fußball-Lehrer den Rasen nicht als Ausrede gelten lassen, sollte am Ende kein Sieg herausspringen. „Wir müssen auch unter schwierigen Platzverhältnissen Lösungen finden. Bei allem Respekt gegenüber Zwickau: Wir sind der Favorit, wollen unbedingt den Dreier holen!“


    MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN


    1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 6 Salger, 27 Belkahia, 36 Steinhart – 17 Wein – 19 Biankadi, 31 Neudecker, 8 Tallig, 7 Lex – 9 Mölders.

    Ersatz: 12 Szekely, 40 Kretzschmar (beide Tor) – 3 Lang, 11 Greilinger, 13 Erdmann, 14 Dressel, 18 Knöferl, 20 Agbowo, 21 Ngounou Djayo, 26 Durrans, 28 Mannhardt, 30 Cocic, 32 Gresler, 33 Klassen.

    Nicht dabei: 5 Moll (Knieverletzung), 22 Linsbichler (Aufbautraining nach Schambeinentzündung).


    FSV: 1 Brinkies (Tor) – 6 Stanic, 25 Nkansah, 19 Frick, 21 Schikora – 17 Schröter, 8 Jensen, 13 Könnecke, 28 Miatke – 15 König, 11 Willms.

    Ersatz: 29 Kamenz (Tor) – 2 Godinho, 3 Strietzel, 4 Odabas, 5 Hehne, 9 Lokotsch, 10 Starke, 18 Wolfram, 22 Coskun, 23 Hauptmann, 27 Möker, 30 Reinhardt,

    Nicht dabei: 7 Drinkuth (Aufbautraining).


    https://www.tsv1860.de/de/Aktu…J52z5ZiumgZTzc1nVUTNpl1G8

    Der TSV 1860 München verpflichtet Keanu Staude. Der 24-jährige Offensivspieler spielte zuletzt für Zweitligist FC Würzburger Kickers. Über die genauen Vertragsmodalitäten vereinbarten beide Parteien Stillschweigen.


    „Die bestehende Mannschaft genießt unser volles Vertrauen, und wir fühlen uns durch die zuletzt gezeigten Leistungen und Ergebnisse in unserer Herangehens­weise prinzipiell bestätigt“, sagt Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel. „Gemeinsam mit Michael Köllner haben wir immer betont, nur ganz gezielt und punktuell das bestehende Team verstärken zu wollen. Gerade um gegen tief stehende Gegner über mehr Optionen zu verfügen, haben wir den Markt gezielt nach Spielern mit einem speziellen Stärkenprofil sondiert. Keanu bringt unter anderen die Fähigkeiten mit, sich in offensiven Eins-gegen-Eins-Situationen in engen Räumen durchzusetzen und Überzahlsituationen – auch durch überraschende Momente – herzustellen. Daher haben wir uns gemeinsam mit Michael Köllner in intensivem Austausch für die Verpflichtung von Keanu entschieden.“

    Keanu Staude geht voller Tatendrang die neue Aufgabe an: „Ich freue mich, bei einem Traditionsverein wie 1860 München zu sein, auf die Mannschaft, auf die Fans, die hoffentlich bald wieder ins Stadion dürfen.“

    Keanu Staude wurde am 26. Januar 1997 in Bielefeld geboren. Mit dem Fußball spielen begann er bei FTuS Ost Bielefeld. 2005 wechselte er in den Nachwuchs der Arminia, durchlief dort alle Jugendmannschaften. Als 19-Jähriger gab der Rechtsfuß am 15. Mai 2016 sein Profidebüt in der 2. Bundesliga gegen den Karlsruher SC. Nach seiner Einwechslung bereitete er den Ausgleichstreffer vor. Am 1. September des gleichen Jahres absolvierte er sein erstes von zwei Länderspielen für die deutsche U20-Auswahl.

    Nach 83 Zweitliga-Spielen (6 Tore) für die Ostwestfalen und dem Aufstieg in die Bundesliga zusammen mit Löwen-Verteidiger Stephan Salger wechselte Staude zur Saison 2020/2021 zu den Würzburger Kickers. Dort kam er in der Hinrunde auf lediglich drei Einsätze, blieb ohne Treffer.


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5494.htm

    Die Löwen blieben auch im siebten Spiel in Folge ungeschlagen, feierten beim 3:0-Erfolg in Magdeburg den fünften Sieg und verteidigten den 2. Tabellenplatz. Stefan Lex hatte die Sechzger in der 9. Minute in Führung gebracht, Stephan Salger (56.) und Phillipp Steinhart trafen jeweils im Anschluss an Standards (61.).


    Personal: Löwen-Cheftrainer Michael Köllner musste im Auswärtsspiel in Magdeburg auf Quirin Moll (Knieverletzung), Sascha Mölders (5. Gelbe Karte) und Tim Linsbichler (Aufbautraining nach Schambeinentzündung) verzichten. Nicht den Sprung in den 18er-Kader schafften der dritte Torhüter György Szekely, Ahanna Agbowo, Matthew Durrans, Marco Mannhardt, Milos Cocic und Maxim Gresler. Im Vergleich zum 1:1 im Heimspiel gegen Meppen gab es drei Veränderungen in der Startformation: Dennis Erdmann spielte gegen seinen Ex-Klub für Semi Belkahia in der Innenverteidigung, Dennis Dressel begann für Fabian Greilinger und Stefan Lex, der die Kapitänsbinde trug, ersetzte den gesperrten Mölders.

    Spielverlauf: Die erste Chance des Spiels hatten die Gastgeber. Saliou Sané legte an der Strafraumkante auf Sebastian Jakubiak ab, dessen Schuss landete aber genau in den Armen von Marco Hiller (3.). Durch einen klassischen Konter gingen die Löwen in der 9. Minute in Führung. Dennis Erdmann spielte aus dem eigenen Strafraum auf Dennis Dressel, der passte im Anstoßkreis in die Tiefe auf den gestarteten Stefan Lex. Der Löwen-Stürmer lief Korbinian Burger davon, ließ den aus seinem Tore gekommenen Morten Behrens aussteigen und traf halbrechts aus 20 Metern zum 1:0 ins leere Tor. Nach einer Linksflanke von Lex nahm Merveille Biankadi am zweiten Pfosten aus spitzem Winkel den Ball mit vollen Risiko direkt, schoss aber aus acht Metern am langen Eck vorbei (15.). In der 27. Minute die nächste Großchance für die Sechzger. Biankadi hatte sich von Alexander Bittroff auf der linken Seite abgesetzt, sein Zuspiel auf Erik Tallig im Zentrum kam zu sehr in den Rücken des Mittelfeldspielers, der trotzdem gegen drei Magdeburger zum Abschluss kam. Doch FCM-Torhüter Behrens parierte den abgefälschten Schuss aus acht Metern mit einem Reflex. Nach einer halben Stunde der zweite Torschuss der Elbstädter. Dominik Ernst passte von rechts auf Thore Jacobsen, der kam an der Strafraumkante zum Abschluss, zielte aber rechts vorbei, sodass Hiller nicht eingreifen musste (30.). Ein Drehschuss von Biankadi aus 14 Metern in zentraler Position nach Flanke von Phillipp Steinhart ging links am Tor vorbei (35.). Zwei Minuten später musste Hiller im Eins-gegen-Eins retten. Nach einem Pass in die Tiefe von Sané tauchte Daniel Steininger frei vor dem Löwen-Keeper auf, der machte sich breit, parierte den Schuss (37.). Die nächste Großchance hatten die Sechzger. In eine Ecke von rechts durch Daniel Wein lief Tallig am vorderen Fünfmetereck, traf die Kugel perfekt mit dem Kopf, doch der Ball prallte vom linken Innenpfosten wieder zurück ins Feld (44.). Kurz vor der Pause waren sich Bittroff und sein Torhüter Behrens im Strafraum nicht einig, Lex ahnte das, versuchte an den Ball zu kommen. Dabei fuhr der FCM-Verteidiger den Arm aus, Lex kam zu Fall, aber Schiedsrichter Arne Aarnink reichte es nicht für einen Elfmeter (45.). Das war die letzte Aktion in der ersten Hälfte.

    Den ersten Warnschuss in der 2. Halbzeit gaben die Elbstädter ab. Granatowski legte mit dem Rücken zum Tor ab auf Sané, der halbrechts im Strafraum abzog, doch Hiller wehrte den Schuss mit den Fäusten zur Ecke ab (52.). Das Tor fiel auf der anderen Seite nach einem Freistoß aus dem rechten Halbfeld. Richy Neudecker zog die Kugel an den zweiten Pfosten, Erdmann verlängerte mit dem Oberschenkel in die Mitte, wo der eingelaufene Stephan Salger per Kopf aus sechs Metern vollendete (56.). Doch die Magdeburger gaben sich nicht geschlagen, fanden aber ihren Meister in Hiller. Jacobsen hatte an der Strafraumkante rechts für Dominik Ernst abgelegt, der mit seinem Schuss am herausstürmenden Löwen-Keeper Schuss scheiterte (58.). Das Tor machten drei Minuten später die Sechzger. Es war fast eine Doublette des zweiten Treffers. Eine Freistoßflanke aus dem Halbfeld von Daniel Wein legte Salger quer auf Steinhart, der aus sieben Metern nur noch einschieben brauchte (61.). Auch die nächste Möglichkeit hatten die Sechzger nach einem Freistoß. Wein hatte den Ball aus dem rechten Halbfeld vors Tor gebracht, der einlaufende Salger köpfte aus zwölf Metern mit viel Wucht, zielte aber am rechten Pfosten vorbei (71.). Magdeburg wollte wenigstens den Ehrentreffer erzielen. Der eingewechselte Andreas Müller setzte sich in der 82. Minute auf der rechten Seite durch, jedoch warf sich Hiller in seine scharfe Hereingabe, entschärfte so die Szene und hielt die Null fest. Damit blieb der Löwen-Keeper zum sechsten Mal in dieser Saison ohne Gegentor. Es war zudem der dritte Auswärtssieg in Folge.


    STENOGRAMM, 21. Spieltag, 27.01.2021, 18.60 Uhr


    1. FC Magdeburg – 1860 München 0:3 (0:1)


    SVM: 1 Behrens (Tor) – 24 Bittroff, 5 T. Müller, 27 Burger – 2 Ernst, 22 Jacobsen, 8 Jakubiak, 28 Obermair – 31 Granatowski, 33 Sané, 13 Steininger.

    Ersatz: 30 Weiner (Tor) – 11 Beck, 15 Rorig, 16 A. Müller, 17 Conteh, 20 Bertram, 25 Harant.

    1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 6 Salger, 13 Erdmann, 36 Steinhart – 17 Wein – 14 Dressel, 8 Tallig,– 31 Neudecker – 7 Lex, 19 Biankadi.

    Ersatz: 40 Kretzschmar (Tor) – 3 Lang, 11 Greilinger 18 Knöferl, 21 Ngounou Djayo, 27 Belkahia, 33 Klassen.

    Wechsel: Bertram für Steininger (66.), A. Müller für Jakubiak (66.), Beck für Granatowski (76.), Conteh für Ernst (76.), Harant für Burger (83.) – Greilinger für Lex (76.), Belkahia für Neudecker (81., Klassen für Tallig (89.), Knöferl für Biankadi (89.).

    Tore: 0:1 Lex (9.), 0:2 Salger (56.), 0:3 Steinhart (61.).

    Gelbe Karten: Sané, Burger, T. Müller, Bittroff, A. Müller – Erdmann.

    Zuschauer: 0 in der MDCC-Arena Magdeburg.

    Schiedsrichter: Arne Aarnink (Nordhorn); Assistenten: Andreas Steffens (Mechernich), Marco Scharf (Cuxhaven).


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5490.htm


    Presseschau tz und Az:


    https://www.tz.de/sport/1860-m…aufstellung-13957074.html


    https://www.abendzeitung-muenc…g-ergebnis-spielstand-84/


    Nächstes Spiel:


    31.1.2021, 14 Uhr, zu Hause gegen Zwickau

    Das erste Rückrunden-Auswärtsspiel führt die Löwen am Mittwoch, 27. Januar 2021, zum 1. FC Magdeburg. Anpfiff in der MDCC-Arena ist um 18.60 Uhr. Die Partie ist nur bei MAGENTA SPORT zu sehen. Das Löwen-Radio sendet unter www.tsv1860.de/loewenradio/ ab 18.45 Uhr live.


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    Der Blick von Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel ging zunächst zurück. „Sieben Punkte aus den ersten drei Spielen nach Weihnachten – alles gut, alles okay. Wenn man aber mehr in die Tiefe geht und das Spiel gegen Meppen unter die Lupe nimmt, dann muss man sagen: sehr ärgerlich, absolut unnötig.“

    Solche Spiele, so der 49-Jährige, sollten unbedingt gewonnen werden, „wenn man bis zum Schluss bei der Musik dabei bleiben will“. Deshalb machte er keinen Hehl daraus, dass es für ihn zwei verlorene Punkte sind, „weil wir offensiv im Spiel viele Momente hatten, das Ding final zu Ende zu spielen, defensiv hätten wir es nach der glücklichen Führung auch besser verteidigen müssen“. Gorenzel ist der Meinung, dass die Spieler das selbst wissen und in Magdeburg alles dransetzen werden, „um das wieder gutzumachen. Ich weiß, dass die Mannschaft das kann.“

    Einer kann nicht helfen: Sascha Mölders fehlt wegen seiner 5. Gelben Karte. „Das war irgendwann zu erwarten“, sagt Trainer Michael Köllner, der nach Lösungen ohne seinen Sturmführer sucht. Kürzlich hat der 51-Jährige die Magdeburger beim Spiel in Unterhaching live gesehen. „Dadurch weiß ich ungefähr, was uns erwartet.“ In die genaue Gegner-Analyse mit seinem Trainerteam war er zum Zeitpunkt der Pressekonferenz noch nicht eingestiegen. „Da müssen wir uns noch beraten und den genauen Schlachtplan festzurren!“

    Zudem müsse man schauen, ob alle das Meppen-Spiel körperlich gut überstanden hätten. „So wie es aussieht, haben wir keine Verletzten aus dem Spiel heraus. Damit haben wir 21 Feldspieler plus die drei Torhüter zur Verfügung, aus denen werden wir 18 Mann festlegen, die mit nach Magdeburg fahren.“

    Für ihn sei es „unersetzlich“, dass er sich einen persönlichen Eindruck von den Magdeburgern machen konnte. Aber das sei nur eine Momentaufnahme. „Unser Spielanalyst Franz Hübel setzt sich ausführlich mit dem Gegner auseinander, schaut sich mehrere Partien an.“ Der FCM habe sich seit dem ersten Aufeinandertreffen von der Systematik verändert, „sie spielen gegen den Ball jetzt ein klares 5-2-3, bei eigenem Ballbesitz ein 3-4-3.“ Schon länger hätten die Löwen nicht mehr gegen ein Team mit einer solchen Staffelung gespielt. „Die Bayern spielen ähnlich. Vielleicht können wir uns daran orientieren, wie wir die Hebel offensiv und defensiv ansetzen und was am besten zu uns passt.“

    Köllner sieht den Ausfall von Sturmspitze Mölders auch als Chance, ein „paar andere taktische Züge“ auszuprobieren. „Entscheidend ist, wie wir uns mit dem Gegner auseinandersetzen, wie wir unsere eigenen Stärken einbringen.“ Er habe schon das klare Ziel in Magdeburg, „um die drei Punkte zu spielen. Es ist sicher auch für den Gegner kein leichtes Spiel.“

    Der FCM hätte sich zuletzt gefangen, dann aber im Sachsen-Anhalt-Derby bei Halle durch ein Gegentor in der 93. Minute einen Rückschlag erlitten. „Wir müssen schauen, wie Magdeburg drauf ist. Sie haben zuletzt viel gespielt.“ Köllner kann nur schwer abschätzen, was sein Team erwartet. „Spielen sie so wie bei uns im Stadion: abwartend und uns kommen lassend oder attackieren sie uns?“

    Eines weiß der Löwen-Coach aber genau. „Wir müssen einige Dinge besser machen als gegen Meppen. Jeder muss die Konsequenz im Spiel zeigen und den Eindruck erwecken, dass wir mit aller Gewalt gewinnen wollen.“ Nach dem 1:0 hätte sein Team „zwei, drei Chancen liegengelassen. Wir haben es nicht gut gemacht, blind geschossen, einfach ohne Hirn gespielt.“ Köllner hat das bei der Mannschaft klar angesprochen. „Das Gute in der Englischen Woche ist, dass wir schon drei Tage später wieder alles besser machen können.“

    Es sei aber gegen Meppen nicht alles „Mist“ gewesen. „Mit der geilen Vorrunde ist die Erwartungshaltung extrem hoch“, sieht Köllner auch den Druck von außen gestiegen. „Die Mannschaft ist jetzt nicht so exorbitant gut, dass sie mit einer gewissen Leichtigkeit spielen kann, sondern sie muss sich alles hart erarbeiten. Gegen Meppen haben wir ein paar Prozent vermissen lassen. Holen wir diese wieder rein, dann haben wir gute Chancen, in Magdeburg zu gewinnen“, ist sich der Oberpfälzer sicher.

    Kapitän Mölders wird nicht zur Unterstützung die Reise zum Auswärtsspiel mitmachen. „Ich halte nichts davon, dass er damit Teamgeist zeigt und sich sieben Stunden in den Bus setzt“, erteilt Köllner solchen Planspielen eine klare Absage. „Er hat das große Glück, zwei Tage freimachen zu können. Das tut seinen alten Knochen gut. Gegen Zwickau am Sonntag brauchen wir wieder einen frischen Sascha Mölders“, sieht er auch einen positiven Aspekt in der Pause.

    Bereits am Dienstag bricht die Mannschaft per Bus nach dem Training Richtung sachsen-anhaltinischer Landeshauptstadt auf, übernachtet dort vor dem Spiel. Am Mittwochmorgen wird in Magdeburg nochmals trainiert. Direkt nach dem Abpfiff geht es zurück nach München. „Gegen 4 Uhr werden wir dann wieder an der Grünwalder Straße sein. Ich hoffe, dass schneetechnisch alles gut läuft“, ist die Witterung derzeit Köllners größte Sorge.


    MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN


    SVM: 1 Behrens (Tor) – 2 Ernst, 5 T. Müller, 27 Burger, 24 Bittroff – 22 Jacobsen – Granatowski, 8 Jakubiak, 28 Obermair – 33 Sané, 13 Steininger.

    Ersatz: 30 Weiner (Tor) – 4 Koglin, 9 Brünker, 10 Gjasula, 11 Beck, 14 Franzke, 15 Rorig, 16 A. Müller , 17 Conteh, 18 Kath, 19 Bell Bell, 20 Bertram, 21 Mai, 25 Harant, 26 Weigel, 29 Perthel, 31 Granatowski.

    Nicht dabei: 3 Bomheuer (Aufbautraining), 6 Malachowski (Aufbautraining), 7 Sliskovic (Aufbautraining), 23 Atik (Muskelfaserriss).

    1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 6 Salger, 27 Belkahia, 36 Steinhart – 17 Wein – 7 Lex , 8 Tallig, 31 Neudecker, 11 Greilinger – 19 Biankadi.

    Ersatz: 12 Szekely, 40 Kretzschmar (beide Tor) – 3 Lang, 13 Erdmann, 14 Dressel, 18 Knöferl, 20 Agbowo, 21 Ngounou Djayo, 26 Durrans, 28 Mannhardt, 30 Cocic, 32 Gresler, 33 Klassen.


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5486.htm


    Die Löwen blieben gegen den SV Meppen auch im sechsten Spiel in Folge ungeschlagen, verpassten aber beim 1:1, mit einem Sieg den Anschluss zu Dresden herzustellen. Semi Belkahia hatte einen Freistoß von Richy Neudecker in der 63. Minute entscheidend zur Führung abgefälscht. Der kurz zuvor eingewechselte Dejan Bozic traf eine Viertelstunde vor dem Ende zum überraschenden Ausgleich (76.).


    Personal: Löwen-Cheftrainer Michael Köllner musste im Heimspiel gegen Meppen zum Rückrundenauftakt auf Quirin Moll (Knieverletzung) und Tim Linsbichler (Aufbautraining nach Schambeinentzündung) verzichten. Nicht den Sprung in den 18er-Kader schafften der dritte Torhüter György Szekely, Ahanna Agbowo, Johann Ngounou Djayo, Matthew Durrans, Marco Mannhardt, Milos Cocic und Maxim Gresler. Zwei Veränderungen gab es gegenüber dem Heimspiel gegen Ingolstadt: Für den verletzten Moll rückte Daniel Wein in die Startelf, für Stefan Lex, der die Woche über nicht voll trainieren konnte, Fabian Greilinger.


    STIMMEN Köllner: „Das 1:1 ist sicher kein Wunschergebnis!“


    Spielverlauf: Die Löwen versuchten vom Anpfiff weg, die Emsländer unter Druck zu setzen. In der 10. Minute der erste vielversprechende Angriff der Hausherren. Sascha Mölders spielte von halblinks in den Lauf von Merveille Biakadi. Der hätte vielleicht direkt aus 18 Metern im Zentrum abziehen müssen, doch er wollte den Ball annehmen, wodurch die Chance auf dem holprigen Untergrund verpuffte. Im Gegenzug flankte Markus Ballmert von der rechten Grundlinie scharf in die Mitte auf Tom Boere, der schoss aber aus acht Metern einen Löwen an, so dass der Ball rechts am Tor vorbeiging (11.). Nach einer Kopfballverlängerung von Richy Neudecker kam Biankadi frei vor Eric Domaschke zum Abschluss, hatte aber bei der Ballannahme das Spielgerät mit dem Arm berührt, weswegen Schiedsrichter Asmir Osmanagic die Szene abpfiff (16.). Sascha Mölders sah in der 20. Minute seine 5. Gelbe Karte, wird somit den Löwen in Magdeburg fehlen. In eine Rückgabe auf Domaschke sprintete Biankadi hinein, kam auch an den Ball, der Torhüter wehrte ab und bekam die Kugel im Nachfassen gerade noch vor Mölders unter Kontrolle (25.). In der folgenden Viertelstunde passierte nichts vor den Toren. Zu selten fanden die Sechzger eine Lücke in der eng gestaffelten Meppener Defensive oder fehlte die Zielstrebigkeit. Ein Schuss aus zwölf Metern aus halbrechter Position von Fabian Greilinger, der aber zu unplatziert war, beendete diese Phase (41.). Es war aber auch die letzte gefährliche Szene vor der Pause in einem an Torraumszenen armen Spiel.

    Im zweiten Durchgang kam bei den Emsländern Ex-Löwe Nicolas Andermatt für den gelb-rot-gefährdeten Lars Bünning ins Spiel (46.). Ein überraschender 20-Meter-Schuss von Erik Tallig aus der Drehung ging kurz nach Wiederanpfiff nur knapp am langen Pfosten vorbei (46.). Auch Meppen kam gefährlich vors 1860-Tor. Ballmert hatte scharf von rechts ins Zentrum geflankt. Boere verpasste den Ball knapp, hatte aber vorher Semi Belkahia umgestoßen, sodass der Unparteiische auf Stürmerfoul entschied (50.). In der 61. Minute brachte Florian Egerer direkt vor der Strafraumkante Mölders zu Fall, sah dafür die Gelbe Karte. Neudecker führte mit links aus 17 Metern aus, Belkahia lief ein, wurde von der Kugel getroffen und fälschte sie unhaltbar für Domaschke zum 1:0 in die andere Ecke ab (63.). Nach einer kurz ausgeführten Ecke zog Neudecker von rechts nach innen zog mit links ab, Domaschke konnte den Schuss nur nach vorne abklatschen, aber die Meppener klärten die Situation (69.). Eine Neudecker-Flanke von rechts legte Mölders am zweiten Pfosten nach hinten für Phillipp Steinhart ab, dessen Direktabnahme aus 15-Metern ging aber deutlich über die Querlatte (71.). In der 76. Minute der überraschende Ausgleich. Im Anschluss an einen Einwurf von der rechten Seite kam der Ball im Löwen-Strafraum zum kurz zuvor eingewechselten Dejan Bozic, der aus neun Metern unhaltbar für Marco Hiller ins linke untere Eck traf. Bozic hatte auch im Hinspiel getroffen. Es war erst sein zweiter Saisontreffer! In der Schlussphase verlängerte Bozic eine Andermatt-Ecke mit dem Kopf, keiner kam im Torraum dran, so dass der Ball neben dem langen Pfosten im Tor-Aus landete (87.). Beide Seiten drängten auf den Siegtreffer, doch keiner konnte den Lucky Punch setzen. So blieb es bei der Punkteteilung.


    STENOGRAMM, 20. Spieltag, 24.01.2021, 13 Uhr

    1860 München – SV Meppen 1912 1:1 (0:0)

    1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 6 Salger, 27 Belkahia, 36 Steinhart – 17 Wein – 19 Biankadi, 8 Tallig, 31 Neudecker, 11 Greilinger – 9 Mölders,

    Ersatz: 40 Kretzschmar (Tor) – 3 Lang, 7 Lex, 13 Erdmann, 14 Dressel, 18 Knöferl, 33 Klassen.

    SVM: 32 Domaschke (Tor) – 15 Ballmert, 25 Al-Hazaimeh, 19 Bünning, 7 Amin – 16 Egerer, 11 Piossek – 17 Hemlein, 10 Tankulic, 18 Guder – 9 Boere.

    Ersatz: 37 Frommann (Tor) – 3 Jesgarzewski, 6 Andermatt, 14 Evseev, 23 Krüger, 29 El-Helwe, 33 Bozic.

    Wechsel: Lex für Greilinger (65.), Dressel für Tallig (65.) – Andermatt für Bünning (46.), Krüger für Hemlein (55.), Bozic für Tankulic (74.), Evseev für Boere (90.+1).

    Tore: 1:0 Belkahia (63.), 1:1 Bozic (76.).

    Gelbe Karten: Mölders, Salger – Bünning, Frings, Egerer, Ballmert, Al-Hazaimeh.

    Zuschauer: 0 im Grünwalder Stadion.

    Schiedsrichter: Asmir Osmanagic (Stuttgart); Assistenten: Marc Philip Eckermann (Winnenden), Gaetano Falcicchio (Konstanz).


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5484.htm


    Bildergalerie:


    https://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2437.htm


    Presseschau tz und Az:


    https://www.tz.de/sport/1860-m…atz-zwei-zr-90179166.html


    https://www.tz.de/sport/1860-m…aufstellung-13956050.html


    https://www.abendzeitung-muenc…ve-enttaeuscht-art-700831


    https://www.abendzeitung-muenc…g-spielstand-ergebnis-83/


    Nächstes Spiel:


    27.1.2021, 19 Uhr, in Magdeburg

    Die Löwen starten am 24. Januar 2021 gegen den SV Meppen 1912 in die Rückrunde. Anpfiff im Grünwalder Stadion ist bereits um 13 Uhr. Die Partie ist nur bei MAGENTA SPORT zu sehen. Das Löwen-Radio sendet unter www.tsv1860.de/loewenradio/ ab 12.45 Uhr live.


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    In der Spieltags-Pressekonferenz ergriff zunächst Günther Gorenzel das Wort, der tags zuvor seinen Vertrag als Geschäftsführer Sport bei den Löwen verlängert hatte. Er sprach ein wenig erfreuliches Thema an: Die Verletzung von Quirin Moll im Heimspiel gegen Ingolstadt. „Es war ein schwieriger Moment“, erinnerte er sich an die Situation in der Kabine zur Pause für alle Beteiligten. „Die Mannschaft ist mit einem Siegesschwur rausgegangen und hat entsprechend reagiert.“ Das spreche für den „Teamspirit“, auch, dass die Mannschaft gegen Meppen eine Aktion für ihn plane. Er selbst habe Moll, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, signalisiert, „dass wir im Rahmen unserer Möglichkeiten nach einer Lösung suchen werden.“


    SECHZIG - Das Löwenmagazin gegen den SV Meppen ist online.


    Erfreulicher sei für ihn dagegen die Reflexion der Vorrunde. „Wir haben sieben Punkte mehr als zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison“, bilanzierte der 49-Jährige, „wir haben eine gute Balance in allen Prozessen hineinbekommen, die meisten Tore erzielt und die drittwenigsten bekommen. Und das mit dem gleichen Etat wie im Vorjahr. Deshalb sind wir mit der Entwicklung absolut zufrieden.“ Die Zusammensetzung des Kaders aus im Verein ausgebildeten Talenten, arrivierten Spielern und Neuzugängen passe. Trotzdem warnte der Österreicher. „Wir müssen unsere volle Konzentration auf die nächsten Spiele legen. Ich denke aber, dass die Mannschaft aus der schlechten Phase im Herbst gelernt hat. Wir dürfen keinen Millimeter nachlassen!“

    Trainer Michael Köllner verwies in seinem Statement zunächst auf die personelle Situation. „Fabian Greilinger kehrt nach der Gelbsperre wieder in den Kader zurück. Fehlen werden weiterhin Tim Linsbichler und natürlich Quirin Moll.“ Wegen seiner „muskulären Geschichte“ habe man auf Stefan Lex in der Trainingswoche besonders aufgepasst. „Wir haben uns die Woche gut vorbereitet, damit wir gegen Meppen einen guten Rückrundenauftakt hinbekommen.“

    Auch für den Coach ist die Verletzung von Moll „eine harte Geschichte“, habe sich der 30-Jährige doch unter ihm nach seiner Kreuzbandverletzung erst in dieser Saison zum Leistungsträger und Führungsspieler entwickelt. „Wir haben im Sommer einen guten Aufbau hinbekommen, Quirin hat auf der Innenverteidiger-Position Stabilität gefunden und danach als Sechser überzeugt.“

    Lange telefoniert Köllner am Donnerstag mit dem Dachauer, gratulierte ihm zum 30. Geburtstag und sagte ihm „unsere Unterstützung“ zu. Er hoffe, dass es wie bei einem Kassettenspieler ist. „Es wurde nur die PAUSE-Taste gedrückt. Wir warten, bis wir wieder auf PLAY gehen können. Für Quirin geht es jetzt darum, dass er vom Kopf her mit der Verletzung klar kommt und dann versucht, wieder fit zu werden.“

    Eins-zu-Eins sei der Defensivspezialist nicht zu ersetzten. „Quirin hat auf dieser Position einen eigenen Spirit reingebracht“, lobt Köllner. Trotzdem ist er entspannt, „weil wir viele zentrale Mittelfeldspieler im Kader haben“. Gleich sieben Alternativen zählte er auf. „Daniel Wein ist die naheliegende, aber auch Semi Belkahia kann eine Position weiter nach vorne rücken.“ Dennis Erdmann habe in dieser Saison bereits auf der Sechs gespielt, der 18-Jährige Marco Mannhardt wurde dort ausgebildet. Dazu zählte Köllner Erik Tallig, Dennis Dressel und Richard Neudecker auf. Es gäbe mit Phillipp Steinhart sogar eine achte Variante, „aber der ist links hinten derzeit nicht zu ersetzen“, wiegelte Köllner ab.

    Für die Löwen stehen zu Rückrundenbeginn drei Spiele in einer Woche an. Zum Saisonstart holten sie im gleichen Zeitraum aus dem Dreierpack mit Meppen, Magdeburg und Zwickau sieben Punkte. Ob er mit dieser Ausbeute auch diesmal leben könne, wurde Köllner gefragt. Doch der 51-Jährige wollte getreu dem Motto, der nächste Gegner ist immer der schwerste, nicht zu weit nach vorne schauen. „Jetzt beschäftigen wir uns erst mal mit Meppen!“, mahnte der Coach. „Das ist eine schwer zu bespielende Mannschaft, fußballerisch stark. Sie hatten einen schlechten Start in die Saison, haben dann im Herbst eine Phase hingelegt, in der sie in acht Spielen sechs Mal zu Null gespielt haben.“

    Sein Team brauche gegen die Emsländer ein gutes Pressing und Gegenpressing. „Mit Tom Boere, der im Winter von Türkgücü kam, haben sie sich mit einem guten Stürmer verstärkt. Es wird schwer, Chancen herauszuspielen.“ Zudem hat der SVM in Erik Domaschke einen „guten und erfahrenen Torhüter“. Köllner fordert deshalb „absolute Konzentration“ ein. „Wenn uns nur fünf Prozent fehlen, dann haben wir keine Chance!“


    MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN


    1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 6 Salger, 27 Belkahia, 36 Steinhart – 17 Wein – 19 Biankadi, 8 Tallig, 31 Neudecker, 7 Lex – 9 Mölders,

    Ersatz: 12 Szekely, 40 Kretzschmar (beide Tor) – 3 Lang, 11 Greilinger, 13 Erdmann, 14 Dressel, 18 Knöferl, 20 Agbowo, 21 Ngounou Djayo, 26 Durrans, 28 Mannhardt, 30 Cocic, 32 Gresler, 33 Klassen.

    Nicht dabei: 5 Moll (Knieverletzung), 22 Linsbichler (Aufbautraining nach Schambeinentzündung).

    SVM: 32 Domaschke (Tor) – 15 Ballmert, 4 Osee, 19 Bünning, 7 Amin – 16 Egerer, 11 Piossek – 17 Hemlein, 10 Tankulic, 18 Guder – 9 Boere.

    Ersatz: 37 Frommann (Tor) – 3 Jesgarzewski, 6 Andermatt, 14 Evseev, 23 Krüger, 25 Al-Hazaimeh, 26 Düker, 29 El-Helwe, 30 Tattermusch, 32 Domaschke, 33 Bozic.

    Nicht dabei: 1 Plogmann (Patellasehnenriss), 8 Leugers (Achillessehnenbeschwerden), 12 Harsman (Adduktorenriss), 22 Puttkammer (Außenbandriss im rechten Knie), 27 Rama (Rückenprobleme).


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5483.htm


    Der Beirat der TSV München von 1860 Geschäftsführungs-GmbH hat einstimmig beschlossen, den Vertrag von Günther Gorenzel als Geschäftsführer Sport der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA zu verlängern.


    Die Gesellschafter begrüßen die Entwicklung des Sportbereichs, bedanken sich für die bisher geleistete sehr gute Arbeit sowie für seine Bemühungen und freuen sich auf weitere Verbesserungen in der Zukunft.

    Dem Beirat der TSV München von 1860 Geschäftsführungs-GmbH gehören Robert von Bennigsen und Robert Reisinger für den TSV München von 1860 e.V. und Andrew Livingston sowie Saki Stimoniaris als Vertreter von HAM International Limited an.


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5479.htm

    Die Löwen gewannen nach dem Stadtderby auch das oberbayerische Derby gegen den FC Ingolstadt, halten damit Anschluss zu Tabellenführer Dresden und den Schanzern. Das goldene Tor markierte Sascha Mölders in der 75. Minute auf Zuspiel von Merveille Biankadi. Die Sechzger sind damit seit fünf Spielen ungeschlagen.


    Personal: Löwen-Cheftrainer Michael Köllner musste im Heimspiel gegen Ingolstadt auf Fabian Greilinger (5. Gelbe Karte) und Tim Linsbichler (Aufbautraining nach Schambeinentzündung) verzichten. Nicht den Sprung in den 18er-Kader schafften der dritte Torhüter György Szekely, Niklas Lang, Ahanna Agbowo, Matthew Durrans, Marco Mannhardt, Milos Cocic und Maxim Gresler. Eine Veränderung gab es gegenüber dem Derby gegen die kleinen Bayern: Für Greilinger rückte Stefan Lex nach überstandener Verletzung in die Startelf.


    STIMMEN Köllner: „Nach so einem Spiel bin ich mehr Fan als Kritiker!“


    Spielverlauf: Die Löwen kamen in der 2. Minute erstmals gefährlich vors Schanzer Tor. Merveille Biankadi hatte von links an den zweiten Pfosten geflankt, dort stand aber nur Richy Neudecker, der zu klein für die Hereingabe war. Vier Minuten später hatten die Gäste die Riesenchance zur Führung. Einen Pass in die Tiefe erlief auf der linken Seite Ex-Löwe Peter Kurzweg. Seine Hereingabe ließ Stefan Kutschke für den hinter ihm lauernden Dennis Eckert Ayensa passieren. Dessen Neun-Meter-Schuss lenkte ein Sechzger gerade noch zur Ecke ab (6.). Ansonsten wurde jeder Zweikampf giftig geführt, beide Teams schenkten sich nichts. Aber auch die Löwen hatten ihre Großchance. In der 22. Minute konterten sie, nachdem zuvor Eckert Ayensa bei einem Zweikampf mit Phillipp Steinhart einen Strafstoß gefordert hatte, kurz danach Kutschke mit einem Schuss an einem 1860-Spieler hängen geblieben war. Sascha Mölders passte in den Lauf von Stefan Lex, der frei auf Keeper Fabijan Buntic zusteuerte, dann aber nochmals quer auf Erik Tallig legte. Doch der brachte die aufspringender Kugel, bedrängt von Thomas Keller, nicht unter Kontrolle. Sie landete bei Biakadi, der aber aus 15 Metern übers Tor zielte. Nach einer halben Stunde musste bereits Quirin Moll verletzt vom Feld. Für ihn kam Daniel Wein (31.). Kurz danach legte Marius Willsch nach Steilpass von Neudecker von der rechten Grundlinie zurück auf Biankadi, der kam halbrechts im Strafraum zum Schuss, verzog aber aus 14 Metern deutlich (32.). In einen Pass in die Tiefe von Lex auf Mölders brachte Keller gerade noch den Fuß dazwischen, sonst wäre der Löwen-Torjäger durch gewesen (35.). So ging es nach abwechslungsreichen 45 Minuten und Chancen auf beiden Seiten torlos in die Pause.

    Biankadi dribbelte nach Wiederbeginn Michael Heinloth im Strafraum aus, blieb dann aber an Björn Paulsen hängen (50.). In der 56. Minute kam Erik Tallig nach einem Querpass von Neudecker halblinks aus 17 Metern zum Abschluss. Sein Schuss war aber zu zentral, sodass Buntic den Ball wegboxen konnte. In der 65. Minute flippte die Kugel durch den Löwen-Strafraum, bis der eingewechselte Cannjgia Elva mit der Spitze halbrechts aus 13 Metern abzog, aber deutlich am linken Pfosten vorbeizielte. Die Sechzger hatten in dieser Phase einige brenzlige Szenen zu überstehen. Nach einem weiten Ball nahm Eckert Ayensa die aufspringende Kugel aus 20 Metern direkt, setzte ihn aber als Dropkick übers 1860-Tor (69.). In der 75. Minute die zu diesem Zeitpunkt überraschende Führung für die Löwen. Biankadi hatte nach einem weiten Ball, den er festmachte, an der Strafraumkante Mölders in Szene gesetzt. Der fackelte halblinks nicht lange, traf per Flachschuss zum 1:0 ins rechte Eck. Fast im Gegenzug das 1:1. Kurzweg flankte von der linken Grundlinie, Filip Bilbija hielt den Fuß rein, aber Steinhart konnte den Schuss gerade noch zur Ecke blocken (77.). Ingolstadts Coach Tomas Oral brachte mit Caiuby und Fatih Kaya nochmals zwei Offensivkräfte, setzte alles auf eine Karte (80.). Aber die Löwen standen gut, brachten immer noch ein Bein dazwischen. Am Ende wurde der aufopferungsvolle Kampf mit drei Punkten belohnt. Seit fünf Spielen (vier Siege) ist das Team von Michael Köllner ungeschlagen.


    STENOGRAMM, 19. Spieltag, 18.01.2021, 18.60 Uhr


    1860 München – FC Ingolstadt 04 1:0 (0:0)


    1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 6 Salger, 27 Belkahia, 36 Steinhart – 5 Moll – 7 Lex, 8 Tallig, 31 Neudecker, 19 Biankadi – 9 Mölders.

    Ersatz: 40 Kretzschmar (Tor) – 13 Erdmann, 14 Dressel, 17 Wein, 18 Knöferl, 21 Ngounou Djayo, 33 Klassen.

    FCI: 24 Buntic (Tor) – 17 Heinloth, 4 Paulsen, 27 Keller, 16 Kurzweg – 34 Röhl, 10 Stendera, 23 Krauße, 35 Bilbija – 7 Eckert Ayensa, 30 Kutschke.

    Ersatz: 1 Jendrusch (Tor) – 9 Kaya, 13 Caiuby, 14 Elva, 22 Niskanen, 25 Kotzke, 37 Sussek.

    Wechsel: Wein für Moll (31.), Dressel für Lex (78.), Erdmann für Neudecker (85.) – Elva für Röhl (58.), Kaya für Bilbija (80.), Caiuby für Krause (80.).

    Tor: 1:0 Mölders (75.).

    Gelbe Karten: Tallig, Salger – Röhl.

    Zuschauer: 0 im Grünwalder Stadion.

    Schiedsrichter: Tobias Reichel (Stuttgart); Assistenten: Tobias Endriß (Bad Ditzenbach), Jonas Brombacher (Kandern).


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5474.htm


    Bildergalerie:


    https://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2436.htm


    Presseschau tz und Az:


    https://www.tz.de/sport/1860-m…der-stadion-13954637.html


    https://www.tz.de/sport/1860-m…r-instagram-13954316.html


    https://www.abendzeitung-muenc…s-wurstsemmeln-art-699533


    https://www.abendzeitung-muenc…ung-begeistert-art-699426


    https://www.abendzeitung-muenc…rragt-im-derby-art-699424


    https://www.abendzeitung-muenc…lders-endergebnis-1-0-80/



    Zusammenfassung:


    https://www.br.de/mediathek/vi…:6005edb6fed4ec00137ce4c0



    Nächstes Spiel:


    24.1.2021, 13 Uhr, zu Hause gegen Meppen

    Die Löwen beenden am Montagabend, 18. Januar 2021, gegen den FC Ingolstadt nicht nur den 19. Spieltag, sondern auch die Vorrunde. Im Grünwalder Stadion empfängt um 18.60 Uhr zum Spitzenspiel der Tabellendritte den -zweiten. Die Partie ist nur bei MAGENTA SPORT zu sehen. Das Löwen-Radio sendet unter www.tsv1860.de/loewenradio/ ab 18.45 Uhr live.


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    1860-Cheftfrainer Michael Köllner gratulierte auf der Pressekonferenz am Freitag zuerst Robert Reisinger zum 57. Geburtstag, wünschte ihm alles, „was er sich selbst vorstellt“. Anschließend wurde er sehr persönlich. Sein Vater war vergangene Woche noch vor dem Derby überraschend verstorben. Für die große Anteilnahme bedankte sich der Löwen-Coach. „Besonders bei Hasan Ismaik, bei unserem Präsidium, beim Verwaltungs- und Aufsichtsrat, den Unternehmern für Sechzig, den Meisterlöwen, der U21, der ARGE-Vorstandschaft, bei der Löwen-Geschäftsstelle und stellvertretend für alle Fanclubs bei den Naabtal Löwen Schwandorf sowie bei den mega-vielen Anhängern unseres Vereins. Viele haben mir auf unterschiedlichen Wegen ihr Beileid ausgedrückt. Das hat meiner Familie und mir sehr gut getan.“

    Danach lenkte er den Fokus aufs Sportliche, blickte nochmals auf das Derby gegen den FC Bayern II zurück. „Es war wichtig, dass wir gewonnen haben!“ In der 1. Halbzeit habe sein Team ein gutes Spiel gezeigt, nach dem Seitenwechsel sei es „unrund“ gelaufen. „Das lag auch an mir.“ Er habe Fabian Greilinger zur Pause rausgenommen, weil er Gelb vorbelastet war. „Gerade junge Spieler neigen zu Unkonzentriertheit. Ich wollte verhindern, dass wir Zehn gegen Zehn zu Ende spielen.“ Trotzdem hätte seine Mannschaft aus dem Spiel heraus im zweiten Durchgang nichts zugelassen. „Der Gegner war nur bei Standards gefährlich. Und da war dann Marco Hiller da.“

    Seinen Schlussmann bezeichnete Köllner als „Krieger“. Gefühlt habe sich der 23-Jährige unsterblich gemacht, als er trotz Kopfverletzung weiterspielte. „Marco war der Held des Tages. Er hat für den Mannschaftserfolg extrem zurückgesteckt, wollte unbedingt dem Team helfen.“ Deswegen freut es den 51-Jährigen besonders, dass sein Keeper fürs FIFA21-Team von EA Sports nominiert wurde. „Das ist eine schöne Erinnerung. Für einen Drittligaspieler ist das was außergewöhnliches. Es war nach Marius Willsch, zwei Mal Dennis Dressel und Sascha Mölders bereits die fünfte Nominierung eines Löwen in dieser Saison.“

    Die lange Pause bis zum Spiel am Montag begrüßte der Trainer. „Ich bin froh, dass wir eine lange Woche haben, weil es nach einem emotionalen Derby schwierig ist, sofort wieder in den normalen Spielmodus umzuschalten.“ Zumal mit den Schanzern erneut eine Herkulesaufgabe auf sein Team wartet. Ähnlich wie gegen den FC Bayern II hatte man in der Vorsaison aus zwei Spielen nur ein Pünktchen geholt. „Das ärgert uns“, macht der Oberpfälzer keinen Hehl daraus.

    Die Ingolstädter Mannschaft, die den Zweitliga-Aufstieg durch ein Gegentor in der 96. Minute im Relegationsrückspiel gegen den 1. FC Nürnberg nur knapp verpasste, hat sich kaum verändert. „Für Maximilian Thalhammer ist Marc Stendera gekommen.“ Das sei die einzige Veränderung, erklärte der Coach ohne Wertung. „Ingolstadt spielt nicht schön, aber geduldig. Sie wissen, wie man Spiele gewinnt“, sagt Köllner. Zuletzt habe Peter Jackwerth, der Vorstandsvorsitzende der Schanzer, nochmals verbal die Aufstiegsambitionen unterstrichen. Dazu wurde der bundesligaerfahrene Brasilianer Caiuby verpflichtet. „Daran sieht man, dass bei Ingolstadt die Transferaktivitäten noch nicht beendet sind.“

    Köllner erwartet einen Gegner, der unbedingt gewinnen will. Denn durch die Corona bedingte Spielabsage von Tabellenführer Dresden hat der FCI die Möglichkeit, die Sachsen zu überflügeln. „Aber wir können auch solche Spiele gewinnen. Wir wissen, dass wir nicht alleine im Stadion sind, dass Tausende uns zu Hause die Daumen drücken.“ Deswegen fand der Trainer auch die Aktion von Sascha Mölders und der Mannschaft gut, den Derbysieg vor der Westkurve mit einer Videobotschaft an die Fans zu feiern. „Wir werden auch diesmal alles tun, um zu gewinnen“, verspricht er.

    Gegen den derzeitigen Tabellenzweiten muss Köllner auf den gelbgesperrten Fabian Greilinger verzichten sowie auf Tim Linsbichler, der aber mittlerweile wieder ins Lauftraining eingestiegen ist. „Er hat eine harte Zeit hinter sich“, äußert der Coach Mitgefühl mit dem Österreicher, „aber es geht Schritt für Schritt voran.“

    Auch Hiller, bei dem am Samstag die Fäden gezogen werden, und Stefan Lex sind mit von der Partie. „Er muss sich zeigen, ob er fit für 90 Minuten ist“, sagt Köllner über den Stürmer, der schon vor der kurzen Winterpause ausgefallen war. Dazu bleiben ihm noch einige Trainingseinheiten. Zur Not hätte es bei Lex schon gegen die kleinen Bayern für einen Kurzeinsatz gereicht. „Aber wir wollten nichts übers Knie brechen. Gerade bei dem Wetter sind muskuläre Probleme gefährlich. Wir wollen ihn kontinuierlich an die Belastung gewöhnen, um zu sehen, für was es am Ende reicht.“

    Köllner hat die Qual der Wahl. Obwohl bei der letzten Partie Dennis Erdmann gesperrt fehlte, saßen Daniel Wein und Dennis Dressel auf der Bank. „Gerade für Vino tut mir das unendlich leid. Er ist ein Lieblingsspieler von mir.“ Ähnlich sei es bei Dressel gelagert. Doch auf der Sechser-Position hat sich Quirin Moll zuletzt festgespielt, auch weil mit Semi Belkahia ein zusätzlicher Innenverteidiger zur Verfügung steht. „Quirin macht einen richtig guten Job auf der Sechs. Es war am Anfang der Saison nicht zu erwarten, dass er bei mir gesetzt sein wird. Er ist ein absoluter Leistungsträger“, so der Trainer über den Dachauer. Auch Belkahia konnte seit seiner Rückkehr nach langer Verletzungszeit überzeugen. „Jeder erfüllt seinen Job zu 1.860 Prozent“, lobt Köllnerseine Truppe.

    Das wird auch gegen die Schanzer vonnöten sein, denen der Löwen-Coach eine geduldige und konzentrierte Spielweise attestiert. „Defensiv sind sie richtig gut, lassen wenig zu. Zwickau hatte im Heimspiel nur eine Chance.“ Um sich eigene Möglichkeiten herauszuspielen, müsse sein Team ein gutes Übergangsspiel zeigen. „Aber meine Mannschaft kann das, ist offensiv ein richtiges Pfund in der 3. Liga.“ Doch auch defensiv müsse man auf der Hut sein. „Ingolstadt hat eine gute, individuelle Qualität in der Offensive. Wir brauchen eine richtig starke Leistung, um einer Mannschaft, die vom Etat weit vor uns liegt, Paroli zu bieten.“

    Köllner hofft, dass der 2:0-Erfolg gegen den FC Bayern II sein Team „richtig in Schwung“ gebracht hat. „Wir waren im Derby aggressiv und frisch. Diese Stärke und Wucht müssen wir auch gegen Ingolstadt wieder zur Geltung bringen.“


    MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN


    1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 6 Salger, 27 Belkahia, 36 Steinhart – 5 Moll – 8 Tallig, 31 Neudecker, 14 Dressel – 9 Mölders, 19 Biankadi.

    Ersatz: 12 Szekely, 40 Kretzschmar (beide Tor) – 3 Lang, 7 Lex, 17 Wein, 18 Knöferl, 20 Agbowo, 21 Ngounou Djayo, 26 Durrans, 28 Mannhardt, 30 Cocic, 32 Gresler, 33 Klassen.

    Nicht dabei: 11 Greilinger (5. Gelbe Karte), 22 Linsbichler (Aufbautraining nach Schambeinentzündung).


    FCI: 24 Buntic (Tor) – 17 Heinloth, 4 Paulsen, 27 Keller, 19 Gaus – 34 Röhl, 10 Stendera, 25 Kotzke, 35 Bilbija – 7 Eckert Ayensa, 30 Kutschke.

    Ersatz: 1 Jendrusch (Tor) – 5 Antonitsch, 9 Kaya, 11 Beister, 14 Elva, 16 Kurzweg, 18 Büch, 20 Hawkins, 22 Niskanen, 23 Krauße, 31 Butler, 37 Sussek.

    Nicht dabei: 3 Franke (Sprunggelenksverletzung), 6 Preißinger (Trainingsrückstand nach Schulterverletzung), 21 Schröck (Aufbautraining), Caiuby (muskuläre Probleme).


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5471.htm


    Die Löwen beendeten den Derby-Fluch und bezwangen den FC Bayern München II mit 2:0. Nach dem Platzverweis für Joshua Zirkzee war es ein Eigentor von Timo Kern, das die Sechzger in Führung brachten. In der Nachspielzeit war es Winterneuzugang Merveille Biankadi, der endgültig alles klar machte (90.+2). Die Löwen sind damit seit vier Spielen ungeschlagen.


    Personal: Löwen-Cheftrainer Michael Köllner musste im Derby auf Stefan Lex (Trainingsrückstand), Dennis Erdmann (5. Gelbe Karte) und Tim Linsbichler (Aufbautraining nach Schambeinentzündung) verzichten. Nicht den Sprung in den 18er-Kader schafften der dritte Torhüter György Szekely, Ahanna Agbowo, Johann Ngounou Djayo, Matthew Durrans, Marco Mannhardt und Milos Cocic. Im Vergleich 2:2 vor Weihnachten gegen Wehen Wiesbaden gab es nur zwei Veränderungen in der Startformation: Stephan Salger rückte für den gesperrten Erdmann in die Innenverteidigung. Winterneuzugang Merveille Biakadi begann für Dennis Dressel.

    Spielverlauf: Die Bayern nahmen das Derby ernst, hatten mit Ron-Thorben Hoffmann, Joshua Zirkzee, Fiete Arp und Chris Richards gleich vier Profis aufgeboten. Trotzdem hatten die Löwen bereits nach wenigen Sekunden die erst Chance. Nach einer Flanke von Phillipp Steinhart aus dem linken Halbfeld kam Sascha Mölders zum Kopfball, köpfte aber aus acht Metern genau in die Arme von Hoffmann (1.). In der 5. Minute wurde es vor dem 1860-Tor erstmals gefährlich. Zum Glück übersah Timo Kern dabei den besser postierten Arp. Sein 15-Meter-Schuss wurde geblockt. Im Gegenzug konnte Richards nur mit einer Grätsche im Strafraum gegen Erik Tallig schlimmeres verhindern (6.). Zunächst dachten die Zuschauer, dass Schiedsrichter Martin Petersen Elfmeter gibt, weil seine Geste etwas zweideutig war. Es ging aber mit Abstoß weiter. Nach Steinhart-Zuspiel in den Rücken der Abwehr tauchte Fabian Greilinger halblinks vor Hoffmann auf. Der FCB-Keeper wehrte den Schuss des Angreifers mit dem Fuß ab, Mölders nahm den Abpraller aus 14 Metern artistisch per Seitfallzieher, scheiterte aber ebenfalls am Torhüter (9.). Marius Willsch legte in der 12. Minute von rechts in den Rückraum, Tallig an der Strafraumkante zögerte aber zu lange mit dem Abschluss, wodurch die Chance verpuffte. Im Anschluss an einen Zweikampf zwischen Stephan Salger und Timo Kern hatte der Linienrichter Einwurf für die Löwen angezeigt, der Schiedsrichter gab aber Freistoß. Angelo Stiller brachte von rechts den Ball in die Mitte, wo Kern am ersten Pfosten frei zum Kopfball kam, aber Marco Hiller abtauchte, die Kugel aus dem rechten unteren Eck kratzte (19.). Eine Freistoßflanke von Quirin Moll aus dem rechten Halbfeld rutschte Zirkzee über den Kopf, Tallig dahinter nahm die Kugel direkt, zielte aber knapp am rechten Pfosten vorbei. (24.). Auf der anderen Seite ging Zirkzee, der in dieser Szene keine Chance hatte, den Ball zu spielen, gegen Löwen-Keeper Hiller mit dem gestrecktem Bein voraus rein (25.). Minutenlang musste Hiller, der am Kopf blutete, behandelt und die Wunde geklammert werden. Nach zwei Minuten zeigte Schiedsrichter Petersen dem Bayern-Spieler, der sich beim 1860-Keeper für sein Einsteigen fair entschuldigte, die Rote Karte. Hiller musste das verblutete Trikot wechseln, bevor es nach fünfminütiger Unterbrechung weiter ging. Kurz danach die Riesenchance für die Löwen. Neudecker hatte rechts in die Tiefe auf Greilinger gepasst, dessen Hereingabe traf Mölders nicht voll, doch die Kugel landete bei Steinhart am langen Pfosten. Dessen Schuss aufs lange Eck klärte Jamie Lawrence für seinen geschlagenen Keeper auf der Linie (32.). Danach wurde es wieder etwas ruhiger auf dem Spielfeld. Beide Teams versuchten, sich auf die neue Situation einzustellen. Ein Steinhart-Schuss aus 21 Metern fälschte Angelo Stiller zur Ecke ab (42.). Zwei Minuten später lag die Kugel dann doch im Bayern-Tor. Nach Foul an Tallig gab es einen Freistoß im linken Halbfeld. Neudecker brachte den Ball scharf in die Mitte, Kern wollte am #Elfmeterpunkt klären, grätschte in die Hereingabe. Vom rechten Innenpfosten fand die Kugel anschließend den Weg zum 1:0 ins Tor (44.). Eine verdiente Führung für die Sechzger! In der Nachspielzeit versuchte es Tiago Dantas noch mit einem Distanzschuss, zielte aber zwei Meter am linken Pfosten vorbei (45.+3). Nach fünf Minuten Nachspielzeit schickte der Unparteiische beide Teams zur Pause in die Kabine.

    Eine Hereingabe von Tallig legte Merveille Biankadi am kurzen Pfosten mit dem Rücken zum Tor auf Marius Willsch ab, der schoss sofort auf spitzem Winkel, doch Hoffmann war zur Stelle, wehrte mit dem Fuß ab (49.). Einen Freistoß an der linken Strafraumseite zog Arp in der 54. Minute mit rechts direkt aufs Tor, doch der Schuss ging knapp über die Querlatte. Der eingewechselte Dennis Dressel setzte sich links durch, passte von der Grundlinie scharf auf Mölders am ersten Pfosten, der traf aber die Hereingabe am Fünfmeterraum nicht voll (59.). Kurz danach passte Willsch rechts in die Tiefe auf Mölders, der lief in den Strafraum, ließ Thiago Dantas aussteigen, sein Schuss mit links wurde aber von Lawrence zur Ecke geblockt (61.). In der 66. Minute warf sich Hiller nach einem FCB-Konter vor die Beine von Arp, der nach Pass von Kern freie Bahn hatte. Doch der Löwen-Keeper griff sich sicher die Kugel sicher. Einen Lupfer von Neudecker konnte Richards im Strafraum gerade noch vor dem hinter ihm lauernden Mölders klären (71.). Nach einem abgewehrten Freistoß kam der Ball zurück in die Mitte, wo Lawrence unbedrängt zum Schuss kam, doch Moll brachte das Bein dazwischen, wehrte den Abschluss zur Ecke ab (76.). In dieser Phase wirkten die Löwen verunsichert, schafften kaum Entlastung und handelten sich viele Standards in Tornähe ein. Kurz danach war es Kern, der nach Rechtsflanke am Elfmeterpunkt an die Kugel kam, sein Seitfallzieher ging aber deutlich am rechten Pfosten vorbei (78.). Nach einer Stiller-Ecke brachte Feldhahn per Kopf die Kugel aufs Tor, doch Hiller war zur Stelle, fing das Spielgerät ab (85.). In der Nachspielzeit passte Moll auf Biankadi, der setzte sich gegen Richards durch, schloss aus acht Metern ab und traf zum 2:0 (90.+2). Damit war die Partie endgültig entschieden. Talent Maxim Gresler durfte noch für den Torschützen debütieren.


    STENOGRAMM, 18. Spieltag, 09.01.2021, 14.03 Uhr


    FC Bayern München II – 1860 München 0:2 (0:1)


    FCB II: 1Hoffmann (Tor) – 40 Lawrence, 5 Feldhahn, 28 Richards – 4 Stanisic, 2 Vita, 6 Tiago Dantas, 38 Stiller, 10 Kern – 9 Arp, 35 Zirkzee.

    Ersatz: 12 Wagner (Tor) – 7 Dajaku, 14 Jastremski, 15 Lungwitz, 18 Zaiser, 24 Scott, 26 Arrey-Mbi.

    1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 6 Salger, 27 Belkahia, 36 Steinhart – 5 Moll – 19 Biankadi, 31 Neudecker, 8 Tallig, 11 Greilinger – 9 Mölders.

    Ersatz: 40 Kretzschmar (Tor) – 3 Lang, 14 Dressel, 17 Wein, 18 Knöferl, 32 Gresler, 33 Klassen.

    Wechsel: Dajaku für Arp (68.), Scott für Tiago Dantas (68.), Jastremski für Lawrence (82.) – Dressel für Greilinger (46.), Wein für Belkahia (73.), Gresler für Biankadi (90.+3).

    Tore: 0:1 Kern (44., Eigentor), 0:2 Biankadi (90.+2).

    Gelbe Karten: Stiller, Stanisic – Belkahia, Greilinger, Biankadi.

    Rote Karte: Zirkzee (27., gefährliches Spiel).

    Zuschauer: 0 im Grünwalder Stadion.

    Schiedsrichter: Martin Petersen (Stuttgart); Assistenten: Marc Philip Eckermann (Winnenden), Gaetano Falcicchio (Konstanz).


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5461.htm


    Bildergalerie:


    https://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2435.htm


    Presseschau tz und Az:


    https://www.tz.de/sport/1860-m…hua-zirkzee-13952029.html


    https://www.abendzeitung-muenc…t-traum-debuet-art-697196


    https://www.abendzeitung-muenc…is-spielstand-zirkzee-76/


    https://www.abendzeitung-muenc…is-spielstand-zirkzee-76/




    Spiel in voller Länge (Video):


    https://www.br.de/mediathek/vi…:5ff9d0ba2667c5001a049988


    Nächstes Spiel:


    18.1.2021, 19 Uhr, zu Hause gegen Ingolstadt

    Die Winterpause war kurz und gleich im ersten Spiel des Jahres geht es gegen den FC Bayern München II, immerhin Drittliga-Meister der Vorsaison. Anpfiff der Auswärtspartie im Grünwalder Stadion ist am Samstag, 9. Januar 2021, um 14.03 Uhr. Neben Magenta Sport zeigt auch das BR Fernsehen das Derby live im Free-TV.


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    Löwen-Trainer Michael Köllner wollte sich nicht lange mit der Diskussion aufhalten, ob es gegen die Bayern-Reserve überhaupt ein richtiges Derby sei. „Das ist eine Interpretationssache. Für die älteren Löwenfans ist es wahrscheinlich keins, für die jüngeren schon. Ich tue mir schwer, in solchen Sphären zu denken. Auf alle Fälle ist es ein besonderes Spiel.“ Schließlich sind die kleinen Bayern amtierender Drittliga-Meister, besitzen den „werthaltigsten Kader“. Außerdem ärgert den Löwen-Coach immer noch die 1:2-Niederlage zum Ende der Vorsaison. „Da hätten wir nach 1:0-Führung bis zur Pause alles klarmachen können.“

    Der FCB II steht derzeit nur knapp vor einem Abstiegsplatz. Köllner lässt sich davon aber nicht täuschen, schließlich tat sich das Team auch im Vorjahr zunächst schwer, legte dann aber einen fulminanten Endspurt hin. „Auch wenn sie noch an ihrem Kader feilen, werden sie gegen uns alles reinwerfen“, ist sich der 51-Jährige sicher. Zuletzt sei die Bayern-Reserve in ihrem 3-5-2-System sehr erfolgreich gewesen. „Ein Stück weit werden wir uns am Gegner orientieren, aber sicher nicht unsere Taktik komplett umstellen. Wir wollen versuchen, unser eigenes Spiel auf den Platz zu bringen.“

    Das sei auch eine mentale Sache, zumal das Team von Holger Seitz die Löwen aggressiv attackieren wird. „Bayern kommt mit zwei Stürmern, die stark pressen. Auch die Außenbahnspieler in der Fünferkette stehen sehr hoch. Die müssen wir über- und ausspielen, uns mit wenigen Ballkontakten befreien. Dafür ist es wichtig, dass unser Positionsspiel stimmt.“ Obwohl sein Team „einen guten Ball“ spielt, die beste Offensive der Liga stellt, gab es immer wieder Spiele und Phasen, wo seine Jungs im Aufbauspiel Probleme offenbarten.


    Löwen-Spiel bei den kleinen Bayern live im BR Fernsehen.


    An diesem Thema habe man nach einer Woche Pause, in der „wir die Füße hochgelegt haben“, gezielt gearbeitet. „Im Gegenpressing und Anlaufen haben wir einige Dinge präzisiert“, ebenso beim Umschalten bei eigenem Ballbesitz. „Das kommt viel zu kurz, dass man mal ohne Wettkampfstress trainieren kann“, hadert Köllner mit der Corona bedingten Terminhatz. Dabei konnte das Team in der zweiten Woche der Winterpause „körperlich und mental“ durchschnaufen. „In dieser Woche haben wir das Training dann wieder hochgefahren, um am Samstag auf 100 Prozent zu kommen.“

    Verzichten muss er verletzungsbedingt im Derby auf Stefan Lex, der aber bereits wieder mit der Mannschaft auf dem Platz steht, und Tim Linsbichler. Fehlen wird wegen einer Gelb-Sperre auch Dennis Erdmann. Unabhängig davon wäre sein Einsatz wegen Hüftproblemen ohnehin „knapp geworden“, wie Köllner erklärte. „Ansonsten geht’s mit voller Kapelle gegen Bayern!“

    Gegen seine Gepflogenheiten gab der Löwen-Coach bekannt, dass Winter-Neuzugang Merveille Biankadi gegen seinen Ex-Klub in der Startelf stehen wird. „Er hat sich gut eingelebt, genießt einen Vertrauensvorschuss. Für mich ist er bei guten Trainingsleistungen immer ein Startelf-Spieler.“ Die Spielberechtigung des Verbandes für Biankadi war erst am Freitag bei den Löwen eingegangen.

    Der 25-Jährige wird der einzige Winter-Neuzugang bleiben, sollte nicht etwas unvorhergesehenes passieren. „Wir wollen Strukturen und eine Mannschaft aufbauen, die den maximalen Erfolg ermöglicht“, erklärte Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel, „aber im laufenden Etat stehen dafür keine zusätzlichen Mittel mehr zur Verfügung.“

    Das weiß auch der Trainer, der deshalb selbst für eine größere Breite im Kader sorgt. Zum Vorbereitungsauftakt durften vier Nachwuchsspieler mittrainieren. „Ich wollte mir einen Überblick über unsere Top-Talente verschaffen“, so die Intention. Dabei ist Köllner erneut fündig geworden. „Ich habe ein paar Spieler gesehen, die bei guter Entwicklung ein Thema für die Profi-Mannschaft werden können.“

    Noch im alten Jahr hatten sich mit Semi Belkahia und Lorenz Knöferl zwei Youngsters aufgedrängt, die nur wenige auf der Rechnung hatten. Belkahia durfte nach seiner Einwechslung gegen Waldhof in den beiden abschließenden Partien in Kaiserslautern und zu Hause gegen Wehen Wiesbaden von Beginn an in der Innenverteidigung ran. „Er hat seinen Mann gestanden“, bescheinigte ihm der Trainer. Und der erst 17-jährige Knöferl rettete mit seinem Tor gegen Wehen Wiesbaden einen Punkt und den versöhnlichen Jahresabschluss.

    „Wir orientieren uns an den wirtschaftlichen Bedingungen und arbeiten daran, den Kader breiter zu machen“, lautet Köllners Credo. Die Möglichkeiten dazu seien beim TSV 1860 München gegeben. „Auch wenn unser Etat mittelmäßig ist, so haben wir doch das Maximale aus den letzten 17 Spielen herausgeholt.“ Außerdem, so der Fußball-lehrer, „haben wir den Pusic-Ausfall mit Biankadi mehr als kompensiert“.

    Aufgrund seiner Flexibilität sei der Angreifer ein Wunschspieler gewesen. „Merv deckt verschiedene Themen ab, kann sowohl auf dem Flügel als auch im Zentrum spielen. Bei eigenem Ballbesitz verschafft er uns Zeit, hat Tempo und ist gut im Torabschluss.“ Eins soll er aber nicht sein: Ein Mölders-Ersatz. „Ich hoffe nicht, dass wir ihn ersetzen müssen“, ist der Torjäger eine feste Größe in Köllners Plan.

    Der Löwen-Coach, der einst im Drittliga-Derby seinen Einstand bei den Sechzgern gab, bedauert, dass aufgrund der Pandemie keine Zuschauer zugelassen sind. „Schade, solche Spiele sind ein Highlight. Bei meinem ersten Spiel habe ich gesehen, welche Kraft unsere Fans entwickeln können. Mit Zuschauern wäre es sicher ein ganz anderes Spiel.“ Trotzdem wünscht sich Köllner ein „emotionales Derby“, natürlich in einem fairen Rahmen. „Wir wollen unsere Aufgaben so gut erledigen, dass wir am Ende den Platz als Sieger verlassen werden.“


    MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN


    FCB II: 39 Hoffmann (Tor) – 4 Stanisic, 40 Lawrence, 5 Feldhahn, 26 Arrey-Mbi, 2 Vita – 38 Stiller, 19 Welzmüller – 24 Scott, 10 Kern – 9 Arp.

    Ersatz: 23 Schneller (Tor) – 3 Mayer, 6 Tiago Dantas, 7 Dajaku, 8 Rochelt, 11 Kühn, 13 Senkbeil, 14 Jastremski, 15 Lungwitz, 18 Zaiser, 20 Karatas, 21 Borges, 22 Booth, 30 Ontuzans, 32 Musiala, 35 Zirkzee, 42 Brückner.

    Nicht dabei: 17 Tillman (Kreuzbandriss), 44 Waidner (Schulterverletzung).


    1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 6 Salger, 27 Belkahia, 36 Steinhart – 5 Moll – 8 Tallig, 31 Neudecker, 14 Dressel – 9 Mölders, 19 Biankadi.

    Ersatz: 12 Szekely, 40 Kretzschmar (beide Tor) – 3 Lang, 11 Greilinger, 17 Wein, 18 Knöferl, 20 Agbowo, 21 Ngounou Djayo, 26 Durrans, 28 Mannhardt, 30 Cocic, 32 Gresler, 33 Klassen.

    Nicht dabei: 7 Lex (Trainingsrückstand), 13 Erdmann (5. Gelbe Karte), 22 Linsbichler (Aufbautraining nach Schambeinentzündung).


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5459.htm



    Das Fußball-Jahr der Löwen startet gleich mit einem richtigen Kracher: Die Sechzger gastieren am Samstag, 9. Januar 2021, bei den kleinen Bayern.Aufgrund der Corona-Bestimmungen sind keine Zuschauer zugelassen. Verzichten müssen die Fans aber nicht auf die Partie. Einmal mehr überträgt neben MAGENTA SPORT das BR Fernsehen im Free-TV ab 14 Uhr live aus dem Grünwalder Stadion.


    Anpfiff ist um 14.03 Uhr. Moderiert wird die Übertragung von Markus Othmer, Kommentator ist Florian Eckl. Als Studiogast und Experte fungiert Manfred „Manni“ Bender. Das Derby ist aber nicht nur im Fernsehen zu sehen, sondern wird auch unter www.br.de/mediathek/live im Internet gestreamt.

    Außerdem gibt‘s immer samstags ab 17.15 Uhr in „Blickpunkt Sport“ eine halbstündige Zusammenfassung der Drittliga-Partien mit bayerischer Beteiligung.

    Ebenfalls mittendrin sind Fußball-Fans im Drittliga-Geschehen mit den Netz- und Digitalangeboten des Bayerischen Rundfunks. Sowohl unter BR24sport.de als auch in der Nachrichten-App BR24 und den Social-Media-Kanälen der BR-Sportredaktion gibt es alle Tore der bayerischen Drittligisten sowie aktuelle Informationen.

    Im Hörfunk ist der Bayern 1-Klassiker „Heute im Stadion“ mit über einer Million Hörerinnen und Hörern die erste Adresse: Die Bundesliga-Sendung (samstags 15.05 bis 18.00 Uhr) berichtet immer auch über die aktuellen Drittliga-Spiele mit bayerischer Beteiligung. Zudem ist die 3. Liga fester Bestandteil des Fußballsamstags im Inforadio B5 aktuell.

    Natürlich können alle Begegnungen der 3. Liga über ein Abo bei Magenta Sport verfolgt werden. Das Unternehmen der Telekom überträgt seit der Saison 2017/2018 alle Drittliga-Spiele live. Dazu findet samstags, dienstags und mittwochs in Englischen Wochen zudem eine Live-Konferenz zu den laufenden Partien statt.


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5458.htm

    Die Löwen verabschieden sich in die kurze Weihnachtspause mit einem 2:2 gegen den SV Wehen Wiesbaden. Dabei lagen sie durch Tor von Ahmet Gürleyen (17.) und Dominik Prokop (52.) bereits mit 0:2 zurück. In einer furiosen Schlussphase sorgten Sascha Mölders (74.) und der 17-jährige Lornez Knöferl noch für den Ausgleich (84.).


    Personal: Löwen-Cheftrainer Michael Köllner musste im Heimspiel gegen Wiesbaden auf Stephan Salger (Wadenverletzung), Stefan Lex (muskuläre Probleme), Ahanna Agbowo (Sprunggelenksverletzung), Johann Ngounou Djayo (Hüftprobleme) und Tim Linsbichler (Aufbautraining) verzichten. Nicht den Sprung in den 18er-Kader schafften der dritte Torhüter György Szekely, Marco Mannhardt und Milos Cocic. Eine Veränderung gab es gegenüber dem Spiel beim 1. FC Kaiserslautern: Für Lex stand Dennis Dressel in der Startelf.

    Spielverlauf: Von Anpfiff weg war es ein umkämpftes Spiel. Beide Teams machten die Räume eng. Erstmals wurde es in der 9. Minute vorm Löwen-Tor gefährlich, doch Phillipp Steinhart blockte den 14-Meter-Schuss von Maurice Malone. Drei Minuten später war es Gianluca Korte, der nach Zuspiel von Malone an der Strafraumkante zum Abschluss kam, sein Schuss ging aber deutlich links am Tor vorbei (12.). Nach einem Pass von Steinhart in die Tiefe kam Fabian Greilinger fast an der Grundlinie zum Flanken, seine Hereingabe in den Rückraum verpasste Sascha Mölders in der Mitte knapp (13.). Die zweite Ecke der Hessen führte zur Führung. Marvin Ajani hatte von links geflankt, Ahmet Gürleyen kam am Fünfmeterraum frei zum Kopfball, traf zum 1:0 (17.). Danach wurden die Sechzger stärker. Im Anschluss an einen Freistoß kam Dennis Dressel an den Abpraller, sein 18-Meter-Schuss war aber zu zentral, um Tim Boss vor Probleme zu stellen (22.). Im Gegenzug musste sich Marco Hiller auszeichnen , als er einen Schuss von Malone aus dem Zentrum zur Seite abwehrte (23.). Was für eine Chance in der 28. Minute für die Sechzger! Dressel hatte einen Konter genau halbrechts in den Lauf von Mölders gespielt, der kam im Strafraum frei vor Boss zum Abschluss, setzte die Kugel aber links am Tor vorbei. Zwei Minuten später faustete Boss einen Freistoß von Richy Neudecker nicht weit genug weg, der Ball sprang nach einer Steinhart-Hereingabe wie eine Billardkugel durch den Strafraum, ehe Dennis Erdmann zum Abschluss kam, aber aus 17 Metern das Spielgerät neben den linken Pfosten setzte (31.). Ein Volley-Schuss von Dressel aus 18 Metern ging deutlich über den Querbalken (33.). Auf der anderen Seite nahm Korte im Zentrum eine Hereingabe von rechts durch Ajani direkt, zielte aber aus acht Metern übers 1860-Tor (34.). Ein Dropkick von Steinhart aus 14 Metern nach Zuspiel von Neudecker ging knapp über die Querstange (44.). Kurz danach war Pause in einer ausgeglichenen Partie, bei der die Gäste nach einem Standard die Führung erzielt hatten.

    Die Löwen kamen druckvoll auf der Kabine. Eine scharfe Hereingabe von halblinks durch Dressel grätschte Gürleyen gerade noch vor Mölders weg (48.). Die Löwen verloren im Spielaufbau den Ball, Wiesbaden schaltete schnell um, Malone hatte auf dem linken Flügel viel Platz, bediente Dominik Prokop in der Mitte, der frei vor Hiller nur noch zum 2:0 einschieben musste (52.). Auf der anderen Seite kam Neudecker links im Strafraum aus 14 Metern zum Abschluss, sein Schuss aufs lange Eck lenkte Boss mit einem Reflex um den Pfosten (56.). Die Gäste verlegten sich aufs Kontern, waren immer wieder gegen die aufgerückten Löwen gefährlich. In der 70. Minute holte Hiller einen Schlenzer von Prokop aus dem rechten unteren Eck. Vorne fehlten die Ideen, die hohen Bälle wurden immer wieder Beute der physisch starken Abwehrspieler. In der 74. Minute der Anschlusstreffer. Einen Freistoß von Neudecker aus dem Halbfeld verlängerte Quirin Moll mit dem Kopf, Mölders hielt den Fuß rein, traf zum 1:2. Nach einem Eckball von rechts durch Ajani herrschte Verwirrung, aber Dennis Kempe am langen Pfosten kam nicht an die Kugel (77.). Kurz danach die nächste Chance für die Hessen. Tietz kam im Strafraum zum Abschluss, traf aber nur den rechten Pfosten (79.). Das Tor fiel auf der anderen Seite. Nach einer Freistoß-Hereingabe von Neudecker brachten die Gäste den Ball nicht weg. Semi Belkahia legte die Kugel mit dem Rücken zum Tor für den kurz zuvor eingewechselten Lorenz Knöferl ab, dessen Schuss von Ajani noch unglücklich abgefälscht an den linken Pfosten prallte und von dort den Weg zum 2:2 ins Tor fand (84.). Für den 17-Jährigen war es im dritten Einsatz das erste Tor. Beide Team versuchten noch, den Lucky Punch zu setzen. Am Ende blieb es bei der Punkteteilung.


    STENOGRAMM, 17. Spieltag, 18.12.2020, 18.60 Uhr


    1860 München – SV Wehen Wiesbaden 2:2 (0:1)


    1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 13 Erdmann, 27 Belkahia, 36 Steinhart – 5 Moll – 8 Tallig, 31 Neudecker, 14 Dressel – 9 Mölders, 11 Greilinger.

    Ersatz: 40 Kretzschmar (Tor) – 3 Lang, 17 Wein, 18 Knöferl, 26 Durrans, 32 Gresler, 33 Klassen.

    SVWW: 1 Boss (Tor) – 22 Ajani, 4 Mockenhaupt, 3 Gürleyen, 25 Kempe – 13 Medic, 18 Lais – 24 Prokop, 7 Korte, 11 Malone – 9 Tietz.

    Ersatz: 26 Hamrol (Tor) – 6 Schwede, 19 Niemeyer, 20 Kuhn, 21 Hollerbach, 27 Guthörl, 37 Bischof.

    Wechsel: Wein für Tallig (46.), Klassen für Greilinger (68.), Knöferl für Dressel (82.) – Guthörl für Malone (75.), Niemeyer für Korte (84.).

    Tore: 0:1 Gürleyen (17.), 0:2 Prokop (52.), 1:2 Mölders (74.), 2:2 Knöferl (84.).

    Gelbe Karten: Erdmann, Willsch, Mölders – Tietz, Gürleyen, Lais.

    Zuschauer: 0 im Grünwalder Stadion.

    Schiedsrichter: Lars Erbst (Gerlingen); Assistenten: Mario Hildenbrand (Wertheim), Timo Lämmle (Kernen).


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5448.htm


    Presseschau tz und Az:


    https://www.tz.de/sport/1860-m…er-moelders-90146163.html


    https://www.abendzeitung-muenc…baden-endergebnis-2-2-73/


    https://www.abendzeitung-muenc…egen-wiesbaden-art-692947


    https://www.abendzeitung-muenc…baden-endergebnis-2-2-73/


    Nächstes Spiel:


    9.1.2021, 19 Uhr, zu Hause gegen FCB II

    Zum Abschluss des Jahres empfangen die Löwen am Freitag, 18. Dezember 2020, den SV Wehen Wiesbaden im Grünwalder Stadion. Anpfiff gegen den Zweitliga-Absteiger ist um 18.60 Uhr. MAGENTA SPORT überträgt die Partie live.


    PK IM LÖWEN-TV >>


    Zunächst nahm Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel in der Spieltags-Pressekonferenz die Möglichkeit vor dem Jahreswechsel wahr, Danke zu sagen: den Fans, „die ihre extreme Verbundenheit in einer herausfordernden Zeit durch den Dauerkarten-Kauf bewiesen haben“, bei den Gesellschaftern für die „vertrauensvolle Zusammenarbeit“, bei Mehrheitsgesellschafter Hasan Ismaik, der für Planungssicherheit gesorgt habe, bei allen Sponsoren, „die uns die Treue gehalten haben oder die neu dazugekommen sind“. Besonders strich Gorenzel den Hauptsponsor die Bayerische heraus, als „stärksten Partner der 3. Liga“. Schlussendlich bedankte sich der Österreicher bei allen Mitarbeitern in der Verwaltung und im Nachwuchsleistungszentrum sowie bei den Medien „für die konstruktive Zusammenarbeit“.

    Anschließend ging der 48-Jährige auf die sportliche Situation ein. „Vor einer Woche wurde noch die erste Krise unter Trainer Michael Köllner thematisiert. Nun wird von der besten Löwen-Mannschaft gesprochen.“ Solche extremen Schwankungen in der Wahrnehmung lassen Gorenzel kalt. „Wir können das alles einordnen.“ Er habe das Gefühl, dass die Mannschaft aus den letzten Wochen ihre Lehren gezogen hat, „vor allem aus dem 6:1 gegen Halle. Das hat uns nicht gutgetan, weil uns in den Spielen danach die Konsequenz gefehlt hat.“ Diese sei in den letzten beiden Partien mit dem 5:0 über Waldhof Mannheim und dem 3:0 beim 1. FC Kaiserslautern wieder dagewesen. „Die wird auch gegen Wehen Wiesbaden nötig sein!“

    Ansonsten stellte Gorenzel klar, dass er nicht fortlaufend Personalien in der Öffentlichkeit kommentieren wird. „Alle zwei Wochen steht ein anderer Spieler im Fokus, dessen Vertrag verlängert werden soll. Erst mal geht es darum, kontinuierlich Leistung zu bringen und sich auf das nächste Spiel zu konzentrieren“, mahnte er an. „Entscheidend ist die aktuelle Entwicklung der Spieler und der Mannschaft sowie die zukünftige Perspektive. Auch die finanzielle Komponente spielt eine Rolle. Wir müssen uns an unseren Rahmenbedingungen orientieren und daraus das bestmögliche machen.“

    Diesen Ausführungen schloss sich auch Trainer Michael Köllner an, der schnell die Konzentration auf das letzte Spiel des Jahres lenkte. „Es geht um wichtige drei Punkte. Wir wollen die Englische Woche gut abschließen.“ Aber, so stellte der 50-Jährige auch klar: Egal, wie das Spiel ausgehe, er sei mit dem Jahr zufrieden. „Aber mit einem Sieg gegen Wehen Wiesbaden können wir es toppen!“

    Die Hessen schätzt Köllner stärker ein als Mannheim oder Kaiserslautern. „Sie können jede Mannschaft in der Liga schlagen, haben ein extrem starkes Umschaltspiel, sind brandgefährlich. Da brauchen wir eine gute Kontersicherung bei eigenem Ballbesitz.“ Aber wenn jeder sein Aufgaben gewissenhaft erledige, sei er guter Dinge, „dass wir das Spiel gewinnen, auch wenn es ein hartes Brett wird“. Schließlich steht der SVWW in der Tabelle gerade mal einen Punkt hinter den Löwen, würde sicherlich auch gerne auf einem Aufstiegsplatz in die Weihnachtspause gehen.


    SECHZIG - Das Löwenmagazin gegen Wehen Wiesbaden ist online.


    Für die Löwen ist das Spiel am Freitag die dritte Partie in sechs Tagen. Als „sehr herausfordernd“ bezeichnet das der Löwen-Coach, der nach dem Kaiserslautern-Spiel auf dem tiefen Boden einen zusätzlichen Ausfall zu beklagen hat. Stefan Lex, zur Halbzeit ausgewechselt, wird auch gegen Wiesbaden wegen muskulärer Probleme fehlen. Ebenso Innenverteidiger Stephan Salger. „Er hat keine hundertprozentige Fitness“, so seine Begründung nach der Wadenverletzung, die er sich bereits im Spiel bei Viktoria Köln zugezogen hatte. „Wir haben genug andere im Kader, die ihre Leistungsfähigkeit nachgewiesen haben. Da müssen wir keine Experimente machen.“

    Gegen den Zweitliga-Absteiger benötige sein Team „Frische und einen guten Plan. Beide Mannschaften befinden sich auf Augenhöhe.“ Köllner fordert von seinen Jungs, dass sie genauso engagiert und entschlossen zu Werke gehen wie zuletzt. „Es ist eine kompakte Mannschaft erkennbar. Wir sind keine One-Man-Show, auch wenn immer mal wieder ein anderer Spieler im Fokus steht.“ Selbst in der Phase, in der fünf Spiele nicht gewonnen werden konnten, „sind wir bei uns geblieben und haben nach vorne geschaut“. Dabei, so erzählt der Trainer, habe man „im Innenleben“ deutlich kritischere Worte als die Medien gefunden. „Das ist ein wichtiger Parameter für uns.“

    Der Star sei deshalb für ihn die Mannschaft, „in der sich der eine für den anderen den Arsch aufreißt“. Am Ende gehe es darum, Ausfälle wie die von Lex und Salger oder zuvor von Dennis Dressel und Daniel Wein, als Kollektiv zu kompensieren. „Die hintendran sind darauf vorbereitet. Die Jungen kommen langsam, haben sich gut entwickelt und brennen auf ihren Einsatz.“ Letztlich sei dann der Kopf entscheidend. Er habe Vertrauen in alle seine Spieler, schließlich „haben wir eine Mannschaft zusammengestellt, die sich über Charakterstärke, Teamgeist und Geschlossenheit definiert“.


    MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN


    1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 13 Erdmann, 27 Belkahia, 36 Steinhart – 5 Moll – 8 Tallig, 31 Neudecker, 14 Dressel – 9 Mölders, 11 Greilinger.

    Ersatz: 12 Szekely, 40 Kretzschmar (beide Tor) – 3 Lang, 17 Wein, 18 Knöferl, 26 Durrans, 28 Mannhardt, 30 Cocic, 32 Gresler, 33 Klassen.

    Nicht dabei: 6 Salger (Wadenverletzung), 7 Lex (muskuläre Probleme), 20 Agbowo (Sprunggelenksverletzung), 21 Ngounou Djayo (Hüftprobleme), 22 Linsbichler (Aufbautraining).

    SVWW: 1 Boss (Tor) – 22 Ajani, 4 Mockenhaupt, 3 Gürleyen, 25 Kempe – 13 Medic, 18 Lais – 24 Prokop, 7 Korte, 11 Malone – 9 Tietz.

    Ersatz: 26 Hamrol (Tor) – 6 Schwede, 19 Niemeyer, 20 Kuhn, 21 Hollerbach, 27 Guthörl, 37 Bischof.

    Nicht dabei: 5 Röcker (Knorpelschaden), 8 Wurtz (Sehnenverletzung am Sprunggelenk), 10 Mrowca (Knie-OP), 15 Chato (Muskelfaserriss), 16 Walbrecht (Muskelverletzung im rechten Oberschenkel), 17 Carstens (Muskelfaserriss), 32 Aigner (Trainingsrückstand).


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5446.htm


    Die Löwen knüpften auf dem Betzenberg nahtlos ans Spiel gegen Waldhof Mannheim an, bezwangen den 1. FC Kaiserslautern mit 3:0. Richard Neudecker erzielte bereits in der 6. Minute per Freistoß die Führung, Sascha Mölders machte mit seinem 10. und 11. Saisontreffer alles klar (36. und 80.). Damit besteht die Chance im letzten Heimspiel gegen Wehen Wiesbaden, die Weihnachtsfeiertage auf einem Aufstiegsplatz zu verbringen.


    Personal: Löwen-Cheftrainer Michael Köllner musste auf dem Betzenberg auf Stephan Salger (Wadenprobleme), Ahanna Agbowo (Sprunggelenksverletzung), Johann Ngounou Djayo (Hüftprobleme) und Tim Linsbichler (Aufbautraining) verzichten. Nicht den Sprung in den 18er-Kader schafften der dritte Torhüter György Szekely, Marco Mannhardt, Milos Cocic und Maxim Gresler. Im Vergleich zum 5:0-Heimsieg über Waldhof Mannheim gab es nur eine Veränderung in der Startformation: Für den verletzten Salger rückte Semi Belkahia in die Innenverteidigung. Die zuletzt gesperrten Dennis Dressel und Daniel Wein nahmen auf der Bank Platz.

    Spielverlauf: Aufregung gab’s in der 5. Minute, nachdem Sascha Mölders den Ball auf Fabian Greilinger gehoben hatte. Der 20-Jährige wurde im Laufduell mit Marius Kleinsorge von den Beinen geholt, sah als letzter Spieler aber von Schiedsrichter Jonas Weickenmeier nur die Gelbe Karte. Richard Neudecker führte den Freistoß zwei Meter vor der Strafraumkante aus leicht nach links versetzt aus, zwirbelte die Kugel über die Mauer zum 1:0 ins linke Kreuzeck. Ein Diagonalpass von Greilinger erreichte in der 16. Minute rechts im Strafraum Stefan Lex, dessen Direktabnahme aus elf Metern konnte Avdo Spahic im kurzen Eck abwehren. Erneut gab es in der 24. Minute einen Freistoß für die Löwen am Sechzehnmeterraum, diesmal aber nach rechts versetzt. Neudecker und Quirin Moll standen bereit, Moll führte mit rechts aus, rutschte aber beim Schuss auf dem nassen Rasen weg, der noch leicht von der Mauer abgefälschte Ball landete am Außennetz des kurzen Pfostens. Glück hatten die Lauterer nach einer halben Stunde, als Lex von der rechten Seite in die Mitte geflankt hatte, der heransprintende Greilinger aber freistehend wegrutschte und so nicht an den Ball kam (30.). Eine Freistoßflanke von Redondo faustete Marco Hiller weg, Hendrick Zuck kam an die Kugel, sein Schuss aus 19 Metern ging aber weit am Tor vorbei (32.). Was für ein Tor in der 36. Minute. Nach einem schlechten Zuspiel setzte Lex mit dem Rücken zum Tor nach, legte zurück auf Greilinger, der halblinks abschloss. Der Ball rutschte ihm jedoch über den Schlappen, Mölders hielt den Kopf aus sieben Metern rein, vom linken Innenpfosten trudelte die Kugel zum 2:0 über die Linie (36.). Es war bereits der 10. Saisontreffer des 35-jährigen Stürmers. Kurz vor der Pause kam Jannik Bachmann gegen Marius Willsch an der Mittellinie etwas zu spät, traf ihn am Knöchel. Nach Beratung mit seinem Linienrichter zeigte Schiedsrichter Weickenmeier glatt Rot (45.). Kurz danach war die 1. Halbzeit beendet.

    Die erste Chance im zweiten Durchgang hatten die Pfälzer, doch Hiller hatte aufgepasst. Nach einem Flugball auf Zuck kam der Keeper aus seinem Strafraum, grätschte die Kugel im Halbfeld vor dem FCK-Spieler weg (50.). Im Anschluss an einen Freistoß von rechts durch Philipp Hercher köpfte Elias Huth aus acht Metern die Kugel knapp übers Löwen-Tor (52.). Auf der anderen Seite vergab Neudecker die Riesenchance zum 3:0. Der eingewechselte Dennis Dressel hatte fast von der linken Grundlinie die Kugel zurückgelegt, Neudecker nahm den Ball aus acht Metern direkt, zielte aber übers Tor (54.). Marvin Pourie kam in der 59. Minute nach Hercher-Flanke von rechts aus zehn Metern im Strafraum zum Abschluss, Semi Belkahia stellte den Körper dazwischen, lenkte den Schuss am Tor vorbei. Ein Huth-Kopfball landete drei Minuten später auf dem Dach des 1860-Gehäuses (62.). Nach einer Redondo-Freistoßflanke von rechts konnte Hiller den Ball in einer Spielertraube nur abklatschen, bekam ihn aber gegen Kevin Kraus im Nachfassen unter Kontrolle (64.). In dieser Phase ließen die Sechzger den dezimierten Gastgebern zu viele Räume. Trainer Michael Köllner reagierte, brachte Daniel Wein für Neudecker (71.). Ein Distanzschuss von Erik Tallig unter Bedrängnis ging deutlich über den Querbalken (75.). Die Löwen attackierten nun wieder früher, hielten die Roten Teufel damit vom eigenen Tor weg. Mölders krönte seine Leistung in der 80. Minute mit seinem zweiten Treffer. Nach Doppelpass mit Daniel Wein sprintete Marius Willsch zur Grundlinie, legte die Kugel zurück auf den Löwen-Torjäger, der per Flugkopfball zum 3:0 ins lange Eck einnetzte. In der Schlussphase durfte wieder der 17-jährige Lorenz Knöferl ran. Ansonsten brachten die Sechzger die Führung kräfteschonend über die Zeit.


    STENOGRAMM, 16. Spieltag, 15.12.2020, 18.60 Uhr


    1. FC Kaiserslautern – 1860 München 0:3 (0:2)


    FCK: 1 Spahic (Tor) – 22 Kleinsorge, 4 Winkler, 26 Bachmann, 14 Hlousek – 17 Rieder, 25 Sickinger – 21 Zuck, 11 Redondo – 9 Pourié, 32 Huth.

    Ersatz: 40 Raab (Tor) – 5 Kraus, 7 Ritter, 18 Röser, 23 Hercher, 27 Morabet, 39 Gözütok,

    1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 13 Erdmann, 27 Belkahia, 36 Steinhart – 5 Moll – 8 Tallig, 31 Neudecker, 11 Greilinger – 9 Mölders, 7 Lex.

    Ersatz: 40 Kretzschmar (Tor) – 3 Lang, 14 Dressel 17 Wein, 18 Knöferl, 26 Durrans, 33 Klassen.

    Wechsel: Kraus für Sickinger (46.), Hercher für Kleinsorge (46.), Röser für Huth (72.) – Dressel für Lex (46.), Wein für Neudecker (71.), Knöferl für Greilinger (83.).

    Tore: 0:1 Neudecker (6.), 0:2 Mölders (36.), 0:3 Mölders (80.).

    Gelbe Karten: Kleinsorge, Sickinger, Redondo, Rieder, Zuck– Greilinger, Wein.

    Rote Karte: Bachmann (45.).

    Zuschauer: 0 im Fritz-Walter-Stadion.

    Schiedsrichter: Jonas Weickenmeier (Frankfurt/Main); Assistenten: Timo Wlodarczak (Bebra-Weiterode), Christian Ballweg (Mannheim).


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5442.htm


    Presseschau tz und Az:


    https://www.tz.de/sport/1860-m…el-koellner-13944898.html


    https://www.abendzeitung-muenc…lders-endergebnis-3-0-70/


    https://www.abendzeitung-muenc…lders-endergebnis-3-0-70/




    Nächstes Spiel:


    18.12.2020, 19 Uhr, zu Hause gegen Wehen Wiesbaden