TSV 1860 München II

  • Die Löwen-U21 sah im ersten Rückrundenspiel beim SV Kirchanschöring bis zur 72. Minute wie der sichere Sieger aus. Nach einem Doppelschlag von Marco Mannhardt (9. und 19.) sowie dem Treffer von Maxim Gresler nach Wiederbeginn (47.) führte die Sechzger-Reserve bereits 3:0. In Überzahl – Torhüter Julius Schmid hatte Gelb-Rot gesehen – stellten die Gastgeber innerhalb von drei Minuten den Anschluss wieder her (76. und 79.). Doch die Sechzger retteten das 3:2 über die Zeit.


    U21-Coach Frank Schmöller hatte auf Dreierkette umgestellt. Vorne ließ er mit zwei echten Spitzen – Kevin Goden und Lorenz Knöferl – spielen. Die Taktik auf dem tiefen Platz ging voll auf. Die kleinen Löwen dominierten die Partie. Nach einem langen Ball aus der eigenen Hälfte gewann Goden das Laufduell gegen Thomas Leberfinger, umkurvte anschließend Torhüter Egon Weber, brachte aber aus spitzem Winkel den Ball nicht im Tor unter (5.). Drei Minuten später doch die Führung. Manuel Sternhuber hatte den Ball vorm eigenen Strafraum gegen Maxim Gresler verloren, der passte von links flach nach innen, wo der eingelaufene Marco Mannhardt aus zehn Metern zum 1:0 vollendet (9.). In der 18. Minute drehte sich Knöferl um seinen Gegenspieler Luca Obirei, der zog ihm von hinten die Beine weg. Schiedsrichter Jürgen Steckermeier entschied sofort auf Elfmeter. Mannhardt verwandelte sicher zum 2:0 (19.). Auch in der Folge waren die Sechzger das bessere Team. Nur einmal hatten sie Glück, als Thorsten Nicklas einen 25-Meter-Freistoß in die Mauer schoss, den Abpraller anschließend Luca Schmitzberger zu Elias Huber chipte. Der traf aber mit seinem Volleyschuss nur die Latte (38.).

    Kurz nach Wiederanpfiff erhöhten die kleinen Löwen auf 3:0. Eine scharfe Hereingabe durch Goden von der rechten Seite wehrte Keeper Weber nach vorne ab, Gresler war zur Stelle, staubte aus acht Metern ab (47.). Alles schien auf einen klaren Sieg der Sechzger hinauszulaufen, zumal Kirchanschöring kein Mittel fand – bis zur 72. Minute. Daniel Winkler wurde im Strafraum bei einem Zweikampf umgerissen, traf danach seinen Gegenspieler. Aber anstatt Foul am Löwen zu pfeifen, gab Schiri Steckermeier Elfmeter für die Gastgeber. Torhüter Schmid, der kurz protestierte, sah erst Gelb, dann Gelb-Rot. Dadurch verzögerte sich die Ausführung des Strafstosses. Knöferl verlies den Platz, für ihn kam Ersatzkeeper Maximilian Rothdauscher. Der ahnte zwar die Ecke, kam aber nicht an den platzierten Schuss von Schmitzberger (76.). Drei Minuten später erzielte der eingewechselte Julian Galler sogar den Anschlusstreffer zum 2:3 (79.). Kirchanschöring witterte in Überzahl jetzt Morgenluft, hatte kurz danach durch Jonas Kronbichler sogar die Chance zum 3:3. Sein Schuss ging aber haarscharf am linken Pfosten vorbei (80.). Danach fingen sich die Löwen wieder, hätten ihrerseits in der 88. Minute alles klar machen können, doch der Schuss von Goden landete an der Querlatte. Die über zehnminütige Nachspielzeit überstanden die Sechzger mit Glück und Geschick, konnten nach vier sieglosen Partien wieder einen Dreier feiern.

    U21-Coach Frank Schmöller freute sich über den Sieg, war aber nicht gut auf Schiedsrichter Jürgen Steckermeier zu sprechen, der ihm in der Schlussphase noch die Gelb-Rote-Karte gezeigt hatte (83.). „Ich habe selten erlebt, dass ein Schiedsrichter so offensichtlich Einfluss auf ein Spiel genommen hat“, kommentierte er die teilweise nicht nachvollziehbaren Entscheidungen. So hatte er sieben Minuten Nachspielzeit angezeigt, verlängerte diese nochmals um drei Minuten, um dann nochmals zwei Minuten länger spielen zu lassen. „Ich habe schon gedacht, dass er spielen lässt, bis Kirchanschöring den Ausgleich macht“, meinte der 56-Jährige sarkastisch. Auch über den Elfmeterpfiff, der zum 1:3 führte, mokierte sich der Ex-Profi. „Daniel Winkler wurde ganz klar umgerissen.“ Der nachfolgende Platzverweis von Julius Schmid passte ebenso ins Bild. „So etwas habe ich selten erlebt. Alle umstehenden beteuern, dass er überhaupt nichts gesagt hat!“

    Keinen Vorwurf wollte er seinem Team machen, dass es nach der 3:0-Führung nochmals in die Bredouille kam. „Es ist nicht angebracht, Kritik zu üben. Klar hatten wir nach dem Anschlusstreffer in der einen oder anderen Szene Glück. Aber insgesamt war es eine geile Leistung unter schwersten Bedingungen gegen einen guten Gegner. Wir genießen einfach die drei Punkte!“ Seine Umstellung auf ein 3-5-2-System sei „gerade in der 1. Halbzeit sehr gut aufgegangen. Vielleicht hätten wir nach der 2:0-Führung bis zur Pause noch mehr Tore machen müssen. Nach dem 3:0 haben wir etwas zu tief gestanden. Als ich reagieren wollte, gab es den Elfmeter und den Platzverweis. Aber meiner Meinung nach nehmen wir nicht unverdient die drei Punkte mit nach München.“


    STENOGRAMM, 18. Spieltag, 05.11.2022, 14 Uhr


    SV Kirchanschöring – TSV 1860 München II 2:3 (0:2)


    1860: Schmid (Tor) –Winkler, Glück, Judge – Sponer, Rother, Mannhardt (79., Brönauer), Feil (90.+6, Neziri), Gresler – Goden (90.+2, Kuhn), Knöferl (74., Rothdauscher).

    Tore: 0:1 Mannhardt (9.), 0:2 Mannhardt (19., Foulelfmeter), 0:3 Gresler (47.), 1:3 Schmitzberger (76., Foulelfmeter), 2:3 Galler (79.)..

    Gelbe Karten: Dinkelbach, Sternhuber, Buxmann – Mannhardt, Goden, Judge, Sponer, Winkler, Feil.

    Gelb-Rote Karten: Schmid (72.), Trainer Schmöller (83.)

    Zuschauer: 576 Sportanlage Kirchanschöring.

    Schiedsrichter: Jürgen Steckermeier (Ergoldsbach); Assistenten: Tim Kammermayer (Ergoldsbach), Jan Eringer (Künzing).


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/6904.htm

  • Die Löwen-U21 empfängt in der Bayernliga Süd zum ersten Heimspiel der Rückrunde den SV Erlbach. Anpfiff in der Kies-Arena (Talhofstr. 13, 82205 Gilching) ist am Samstag, 12. November 2022 um 14 Uhr. Das Hinspiel beim Aufsteiger hatte vor über 1.000 Zuschauern 0:0 geendet.


    „Das war ein richtig gutes Spiel“, erinnert sich Löwen-Coach Frank Schmöller gerne an die Partie in der Holzbau Grübl Arena Erlbach im Landkreis Altötting. Auch wenn die Tor fehlten, waren am Ende beide Teams zufrieden. „Das waren tolle Bedingungen gegen einen recht guten Aufsteiger“, sagt der 56-Jährige. „Erlbach steht sehr stabil und hat ein gutes Umschaltspiel.“

    Zuletzt sind die kleinen Löwen wieder in die Erfolgsspur durch einen 3:2-Sieg beim SV Kirchanschöring zurückgekehrt. „Wir haben gezeigt, dass wir auch unter widrigen Bedingungen gut Fußball spielen können.“ Damit meint Schmöller nicht nur die Platzverhältnisse, sondern auch die diskutablen Entscheidungen des Schiedsrichters. „Wir haben uns gewehrt und gezeigt, dass wir uns nicht alles gefallen lassen.“ Nur bei der Zweikampfführung wünscht sich der Ex-Profi mehr Cleverness. „Wir haben zu schnell Gelbe Karten kassiert.“

    Eine ähnlich Präsenz wie in Kirchanschöring erwartet Schmöller von seinen Jungs auch gegen Erlbach. „Wir müssen körperlich dagegenhalten und die gleiche Griffigkeit und Galligkeit zeigen.“ Das Ziel sei natürlich, die Punkte zu holen. „Nachdem der Oktober ergebnistechnisch mau war, wollen wir es im November besser machen!“

    Schmöller sieht sein Team wieder auf dem Niveau, „dass wir die Spiele für uns entscheiden können. Mit dieser Überzeugung wollen wir in die Partie gehen.“ Fehlen wird dabei zumindest bis Jahresende Damian Dordan, der sich einen Innenbandanriss zugezogen und das hintere Kreuzband gezerrt hat. Collin Beutel fällt mit einer Grippe aus und Michael Glück, der sich in Kirchanschöring die Nase gebrochen hat, ist ebenfalls nicht mit von der Partie. Schmöller: „Sonst ist die voller Kapelle an Bord!“


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/6916.htm

  • Die Löwen-U21 holte beim 3:2 über den SV Erlbach auch im zweiten Rückrundenspiel die volle Punktzahl. Zu Beginn sah es so aus, als ob die 1860-Reserve einen Kantersieg landen könnte. Nach einem Doppelschlag von Kevin Goden (6. und 20.) stand es 2:0. Aber Thomas Breu (23. und 34.) antwortete ebenfalls mit einem Doppelschlag, wobei der zweite Treffer überaus kurios zustande kam. Den Siegtreffer für das Schmöller-Team markierte der kurz zuvor eingewechselte Julian Bell (68.).


    Keine Minute war gespielt, da hatten die kleinen Löwen eine Doppelchance. Kevin Goden tauchte frei vor Erlbachs Keeper Welder de Souza Lima auf, scheiterte aus 13 Metern und auch den Nachschuss von Anian Brönau konnte der Schlussmann abwehren (1.). Ein Eckball von rechts durch Maxim Gresler ging in der 4. Minute durch den Erlbacher Fünfmeterraum, ohne dass ihn jemand berührte. Zwei Minuten später die Führung für die Sechzger. Sebastian Hager hatte zu seinem Torwart zurückgepasst, der vertändelte gegen den nachsetzenden Goden den Ball. Dieser spielte ihn anschließend aus, traf aus spitzem Winkel zum 1:0 (6.). Es war bereits sein achter Saisontreffer. Die Hausherren machten weiter Druck. Das 2:0 war fast eine Doublette des ersten Treffers. Wieder war sich die Erlbacher Hintermannschaft nicht einig, Goden schnappte de Souza Lima den Ball weg, umkurvte ihn und schob erneut ins verwaiste Tor ein (20.). Doch die Freude währte nicht lange. Thomas Breu war in einen Eckball von links durch Maximilian Sammereer eingelaufen, verkürzte am ersten Pfosten per Kopf auf 1:2 (23.). Wenig später hätte beinahe Benjamin Schlettwagner mit einer Direktabnahme aus 22 Metern aus halbrechter Position den Ausgleich erzielt, sein Schuss rauschte aber knapp am linken Pfosten vorbei (25.). In der 32. Minute setzte sich Sebastian Hager auf der linken Seite gegen Valentin Sponer durch, seine scharfe Hereingabe von der Grundlinie klärte jedoch Daniel Winkler. Kurios das 2:2. Hager hatte von links geflankt, Maximilian Rothdauscher wehrte die schlechte Flanke ab, fiel dabei aber unglücklich auf die Schulter. Alle starrten auf den Keeper. Breu, der fast zehn Meter weg stand, schaltete am schnellsten, schob den Ball am sich vor Schmerzen krümmenden Torhüter vorbei ins Netz (34.). Für Rothdauscher ging es nicht weiter, er wurde ins Krankenhaus gebracht. Joey Brenner kam nach vierminütiger Unterbrechung für ihn in die Partie. Kurz vor der Pause wurde ein Schuss von Gresler von der Strafraumkante gerade noch geblockt (44.). Fast im Gegenzug musste Brenner sowohl gegen Hager als auch gegen Breu parieren (45.).

    Brenner stand in der 56. Minute erneut im Blickpunkt, als er einen Schuss von Schlettwagner aufs kurze Eck um den Pfosten lenkte. Ansonsten taten sich die Kleinen Löwen zu Beginn der 2. Halbzeit schwer, Erlbach stand viel kompakter als in den ersten 45 Minuten. Eine sehenswerte Aktion durch den eingewechselten Julian Bell führte zu einem überraschenden Zeitpunkt zum 3:2. Gresler hatte von links in den Strafraum gepasst, der eingelaufene Bell zog aus der Drehung ab, traf aus zwölf Metern mit links in den oberen Winkel des kurzen Ecks (68.). Die Gäste wechselten in der Schlussphase eifrig durch, brachten ihr ganzes Offensivpersonal aufs Feld, doch die 1860-Defensive stand kompakt, feierte den zweiten 3:2-Sieg in Folge.

    Am Ende war Löwen-Trainer Frank Schmöller „einfach nur glücklich über die drei Punkte“. Ähnlich wie letzte Woche in Kirchanschöring, als sein Team sogar schon 3:0 geführt hatte, war es erneut eine enge Kiste. „Das ist typisch für uns. Wir fangen gut an und führen 2:0. Wieso wir dann zu zittern anfangen, müssen wir analysieren. Nach dem Anschlusstreffer war die Verunsicherung bis draußen spürbar.“ Vor allem ärgerte den 56-Jährigen das Zustandekommen des 1:2. Erst sei die Situation unnötig auf Kosten einer Ecke geklärt worden, anschließend führten Abstimmungsprobleme zum Gegentreffer.

    In der Pause beim Stand von 2:2 habe sich das Team vorgenommen, „dass wir für Maxi spielen. Er hat sich schon wieder die Schulter ausgekugelt“, bedauerte Schmöller seinen Torhüter. Außerdem hatte er taktisch umgestellt. „Dadurch standen wir hinten stabiler, im Mittelfeld kompakter. Klar haben wir dadurch nicht mehr das Feuerwerk nach vorne wie in der 1. Halbzeit abgebrannt, aber auch nach hinten nichts zugelassen.“ Der Siegtreffer des eingewechselten Julian Bells entsprang dann „einer richtig guten Aktion“, lobte der Coach, der von einem glücklichen Erfolg sprach. „Wir freuen uns, dass wir den zweiten Sieg in Folge einfahren konnten.“

    Die einzigen Wermutstropfen sind die Verletzungen. Neben Maxi Rothdauscher musste auch Fabian Rother vorzeitig vom Feld, andere trugen kleiner Blessuren davon. „Nach Spielschluss sah es in der Kabine wie in einem Kriegslazarett aus“, so Schmöller. „Wir müssen schauen, wie wir nächste Woche in Ismaning wieder eine gute Truppe auf den Platz bringen.“


    STENOGRAMM, 19. Spieltag, 12.11.2022, 14 Uhr


    TSV 1860 München II – SV Erlbach 3:2 (2:2)


    1860: Rothdauscher (35., Brenner) – Sponer, Winkler, Rother (65., Kreuzpaintner), Judge, Gresler – Brönauer (60., Bell), Mannhardt, Feil – Goden (90.+2, Neziri), Knöferl (77., Zehetbauer).

    Tore: 1:0 Goden (6.), 2:0 Goden (20.), 1:2 Breu (23.), 2:2 Breu (34.), 3:2 Bell (68.).

    Gelbe Karten: Feil, Bell, Zehetbauer, Mannhardt –.

    Zuschauer: 280 in der Kies-Arena Gilching.

    Schiedsrichter: Kenny Abieba (Fürth); Assistenten: Alexander Schkarlat (Weidenbach), Yunis Widholz (Pöcking).


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/6919.htm


    Nächste Spiele:


  • Die Löwen-U21 reist am Samstag, 19. November 2022, zum S-Bahn-Derby beim FC Ismaning. Anpfiff im Prof. Erich Greipl Stadion (Leuchtenbergstr. 25, 85737 Ismaning) ist um 14 Uhr.


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    Für 1860-Coach Frank Schmöller ist es eine kurze Reise in die Vergangenheit. Der 56-Jährige war von Juli 2009 bis Januar 2013 Trainer des Klubs nordöstlich von München, feierte in der damals noch eingleisigen Bayernliga die Meisterschaft und wurde einmal Vize-Meister.

    Zugleich ist die Partie für den 1860-Coach auch ein Wiedersehen mit seinem ehemaligen Spieler Mijo Stijepic, der mittlerweile den FCI trainiert. „Ich freue mich darauf. Mijo hat in der Meistersaison zusammen mit Florian Niederlechner unser Sturmduo gebildet.“

    Leicht wird die Aufgabe in Ismaning für die Löwen-Reserve sicher nicht, obwohl die U21 mit zwei Siegen in die Rückrunde gestartet ist. „Das ist ein Duell auf Augenhöhe“, sagt Schmöller und verweist auf die Tabelle. Sein Team liegt dort mit 30 Punkten auf Rang zehn, Ismaning mit 27 Zählern direkt dahinter. „Nach schwerer Durststrecke hat der FCI wieder in die Spur gefunden. Dazu werden sie sich für die 1:2-Niederlage im Hinspiel revanchieren wollen. Ich denke, in dem Spiel werden Kleinigkeiten entscheidend sein.“

    Die Gastgeber sind seit vier Spielen ungeschlagen, hatten nach zuvor vier Niederlagen in Folge mit einem 2:1-Erfolg beim TSV Landsberg mit Ex-1860-Torjäger Sascha Mölders die Wende eingeleitet. „Das ist eine gut aufgestellte Truppe“, sagt Schmöller über den Kontrahenten. „Trotzdem wollen wir was mitnehmen. Dafür werden wir alles tun!“

    Nach den beiden 3:2-Erfolgen beim SV Kirchanschöring und zu Hause gegen den SV Erlbach können die kleinen Löwen „mit Selbstvertrauen und optimistisch nach Ismaning fahren“, findet Schmöller. „Schön wäre aber, wenn wir mal weniger als zwei Gegentore bekommen.“

    Doch damit kann der Ex-Profi gut leben, wenn sein Team ein Tor mehr schießt als der Gegner. „Wir haben eine Entwicklung durchgemacht und gelernt, uns nach vorne durchzusetzen und die Chancen zu nutzen.“ Zumindest teilweise! Der zwischenzeitliche Einbruch im Oktober passt zwar nicht ganz ins Bild und ist für Schmöller nach wie vor nicht erklärbar. „Aber entscheidend ist, dass du aus der Schwächephase wieder rauskommst. Genau da müssen wir weiter ansetzen.“

    Fehlen wird nicht nur in Ismaning Maximilian Rothdauscher. Gegen Erlbach hatte sich der Torhüter die Schulter ausgekugelt und die Bänder überdehnt. Drei bis vier Monate Pause sind prognostiziert. Auch Innenverteidiger Fabian Rother fällt am Samstag definitiv aus. Seine Bänderverletzung macht einen Einsatz noch nicht möglich. Besser sieht es bei Marco Mannhardt aus. Trotz Mittelfußprellung konnte er am Mittwoch und Donnerstag mit der Mannschaft mitttrainieren. Schmöller: „Es sieht gut aus, dass er spielen kann.“


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/6927.htm

  • Die kleinen Löwen bleiben auch im dritten Rückrundenspiel in der Bayernliga Süd ohne Punktverlust. Beim 2:0-Erfolg beim FC Ismaning trafen Noah Feil (30.) und Kevin Goden (72.). Damit rückte das Schmöller-Team auf Rang acht in der Tabelle.


    In der 7. Minute initiierten die kleinen Löwen einen Angriff über die linke Seite, aus spitzem Winkel kam Philip Kuhn zum Abschluss, traf aber nur das Außennetz. Vier Minuten später war es erneut Kuhn, der halblinks nach einem zu kurz abgewehrten Ball im Strafraum zum Abschluss kam, diesmal scheiterte er aber mit seinem Zwölf-Meter-Schuss an Torhüter Lorenz Becherer (14.). Die Löwen-Führung fiel in der 30. Minute. Ein Abschlag von Keeper Becherer wurde abgefangen, Kuhn setzte sich am linken Flügel durch, passte in den Rückraum auf Noah Feil, der seinen Gegenspieler ausspielte und aus zwölf Metern mit links zur Führung traf. Nur einmal hatte di9e 1860-Reserve Glück, als FCI-Torjäger Daniel Gaedke mit einem Schuss nur die Latte traf (40.).

    In der 2. Halbzeit änderte sich wenig am Gesamtbild. Ismaning fand keine Lücke in der gut gestaffelten Defensive der Sechziger. Gleichzeitig waren die kleinen Löwen bei Kontern immer wieder gefährlich. So fiel in der 72. Minute auch das 2:0. Jeremie Zehetbauer hatte aus der eigenen Hälfte Kevin Goden auf die Reise geschickt, der lief alleine auf Becherer zu und ließ dem Ismaninger Keeper keine Chance. Bei diesem Spielstand blieb es bis zum Ende, womit die 1860-Reserve im dritten Rückrundenspiel den dritten Sieg einfuhr.

    Überhaupt nichts auszusetzen hatte Trainer Frank Schmöller. Im Gegenteil: „Ich bin sehr zufrieden. Heute haben wir unser Spiel seriös über 90 Minuten durchgezogen, auch nach der 2:0-Führung die Spielkontrolle nicht verloren. Richtig große Chancen hatte Ismaning in der Schlussphase keine mehr.“ Seine Jungs hätten sich in jeden Ball geschmissen. „Unterm Strich ist der Sieg verdient.“

    Der 56-Jährige ist selbst erstaunt, „wie die Mannschaft nach dem mauen Oktober das perfekt umsetzt, was wir uns vorgenommen haben. Das ist reif und abgezockt, da gibt es nichts auszusetzen.“ Die Jungs hätten einen gewaltigen Schritt nach vorne getan. „Ich hoffe, dass uns das auch am letzten Spieltag 2022 gelingt.“ Dann kommt am Samstag, 26. November um 16 Uhr der Tabellendritte FC Ingolstadt II an das Trainingsgelände in der Grünwalder Straße 114.


    STENOGRAMM, 20. Spieltag, 19.11.2022, 14 Uhr


    FC Ismaning – TSV 1860 München II 0:2 (0:1)


    1860: Schmid (Tor) – Sponer (90.+2, Leibelt), Winkler, Judge, Gresler – Bell (90.+3, Neziri), Mannhardt, Feil, Kuhn (88., Beutel) – Goden (90.+3, Zivanovic), Zehetbauer (82., Brönauer).

    Tore: 0:1 Feil (30.), 0:2 Goden (72.)

    Gelbe Karten: Roth – Kuhn, Sponer, Goden, Leibelt.

    Zuschauer: 222 im Prof. Erich Greipl Stadion Ismaning.

    Schiedsrichter: Stefan Dorfner (Straubing); Assistenten: Johannes Roth (Rain), Tim Grunert (Grafentraubach).


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/6931.htm


    Nächste Spiele:


  • Zum letzten Spiel des Jahres empfängt die Löwen-U21 in der Bayernliga Süd den FC Ingolstadt II. Gespielt wird diesmal nicht im Ausweichstadion in Gilching, sondern auf dem Kunstrasen des Trainingsgeländes an der Grünwalder Straße 114. Anpfiff der Partie ist am Samstag, 26. November um 16 Uhr.


    Es ist bereits das vierte Rückrundenspiel. Alle drei zuvor konnten die kleinen Löwen gewinnen. „Wir sind im Flow“, sagt Trainer Frank Schmöller. „Diesen Lauf wollen wir natürlich fortsetzen, alles raushauen und nochmals alle Kräfte mobilisieren.“ Dabei grinst der 56-Jährige, weil er weiß, dass er mit dieser Aussage tief in der Kiste der Trainer-Plattitüden kramt.

    Schmöller erwartet eine Partie auf hohem Niveau von zwei technisch gut ausgebildeten Mannschaften auf Kunstrasen. „Es wird ein anspruchvolles Spiel für alle Beteiligten. Letztlich wird die Mannschaft als Sieger vom Platz gehen, die weniger Fehler macht“, ist sich der Ex-Profi sicher.

    Durch die Serie zuletzt hat sich sein Team viel Selbstvertrauen erarbeitet. „Wir wollten den November vergolden, dafür müssen wir aber einiges tun. In der Bayernliga wird einem nichts geschenkt!“ Schon gar nicht gegen die kleinen Schanzer, die im Prestigeduell natürlich ebenfalls punkten und damit zumindest Anschluss an den zweitplatzierten TSV Landsberg halten wollen. Derzeit stehen sie einen Punkt hinter dem Mölders-Klub auf Rang drei.

    „Ingolstadt hat eine gute Mannschaft. Die stehen nicht zu Unrecht da oben“, findet Schmöller, auch wenn das Team zuletzt auswärts schwächer als zu Hause agierte. Der U21-Trainer fordert von seinen Jungs Kampf und Leidenschaft. „Dazu brauchen wir Glück, wenn wir das Spiel auf unsere Seite ziehen wollen. Beide Mannschaften begegnen sich auf Augenhöhe.“ Das Hinspiel in Ingolstadt endete 2:2.

    Definitiv ausfallen werden gegen die Schanzer Fabian Rother, Damjan Dordan und Maxi Rothdauscher. Wenig Hoffnung auf einen Einsatz hat Schmöller bei seinem Kapitän Valentin Sponer, der einen Schlag auf die Hüfte abbekommen hat und über diffuse Schmerzen klagt. Da Profi-Keeper Julius Schmid sich im Urlaub befindet, wird erneut Joey Brenner das Tor hüten. „Auf der Position haben wir die wenigsten Probleme“, schenkt er dem 26-Jährigen sein Vertrauen. Nach seiner Einwechslung gegen Erlbach hat er bewiesen, dass auf ihn Verlass ist. Den Bank-Platz wird ein Keeper aus der A-Jugend einnehmen.

    Danach geht es für die U21 zur Weihnachtsfeier in den Hirschgarten. Sicher wäre ein Erfolg für die Stimmung förderlich.


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/6941.htm

  • Mit dem vierten Sieg im vierten Rückrundenspiel wurde es für die Löwen-U21 in der Bayernliga Süd zwar nichts, aber durch das 1:1 gegen den FC Ingolstadt II sind sie weiterhin in der Rückserie ungeschlagen. Die Führung der Schanzer durch Juan Ignacio Cabrera (8.) egalisierte Marco Mannhardt per verwandeltem Foulelfmeter zum Endstand (55.).


    Es begann alles andere als perfekt für die kleinen Löwen. Ein Rückpass zum Torwart landete genau in den Füßen des Gegners, Ishak Karaoglu passte von der rechten Grundlinie zurück an den Elfmeterpunkt, wo Juan Ignacio Cabrera unbedrängt zum 1:0 für die Gäste einschob (8.). Die Sechzger erholten sich aber schnell von dem Schock. In der 17. Minute passte Julian Bell von der linken Grundlinie auf den eingelaufenen Kevin Goden, der bedrängt aus neun Metern den Ball nicht aufs Tor brachte. Auf der anderen Seite versuchte es Karaoglu mit einem Abschluss von der Strafraumkante, Joey Brenner streckte sich, angelte den Ball aus dem rechten unteren Eck (20.). Zwei Minuten später die bis dahin größte Chance für die Sechzger. Nach einem Ballgewinn schalteten sie schnell um, Goden spielte in die Tiefe auf Philip Kuhn der halblinks seinem Gegenspieler davoneilte, aber anstatt selbst frei vorm keeper abzuschließen, passte er in die Mitte auf den mitgelaufenen Jeremie Zehetbauer, doch Simon Kampmann hatte aufgepasst, klärte die Hereingabe (22.). Nach der anschließenden Ecke kam Daniel Winkler zum Kopfball, Ludwig Zech im Tor der Schanzer parierte den Ball, stand dabei hinter der Linie, weswegen einige Sechzger Tor reklamierten, aber Schiedsrichter Benjamin Mignon ließ weiterspielen (23.). Noah Feil zielte in der 24. Minute aus 16 Metern Millimeter am linken Pfosten vorbei. Auf der Gegenseite kam Egson Gashi am zweiten Pfosten nach einer Freistoßflanke von Michael Senger zum Kopfball, setzte die Kugel aber knapp über die Querlatte (29.). Beinahe hätten erneute Unstimmigkeiten in der Löwen-Hintermannschaft zum 0:2 geführt, aber Gashi schoss aus zwölf Metern freistehend rechts am Tor vorbei (39.).

    Nach Wiederanpfiff drängte die 1860-Reserve auf den Ausgleich und wurde in der 54. Minute mit einem Elfmeter belohnt. Marco Mannhardt hatte sich auf der linken Seite durchgesetzt, passte im Strafraum auf Goden, der von seinem Gegenspieler zu Fall gebracht wurde. Schiedsrichter Mignon zeigte sofort auf den Punkt (54.). Mannhardt lief an, täuschte den Keeper und setzte die Kugel platziert zum 1:1 ins rechte untere Eck (55.). In der 60. Minute konnte Winkler gerade noch gegen Gashi schlimmeres verhindern, indem er einen Schuss aus zehn Metern mit einer Grätsche blockte. Die Löwen hatten immer wieder Chancen, nur fehlte die letzte Konsequenz oder Präzision vorm Tor. So in der 66. Minute, als Mannhardt und Zehetbauer eine Hereingabe von Goden verpassten. Oder drei Minuten später. Nach einer gelungenen Kombination über links zwischen Bell und Zehetbauer kam dessen Flanke von der Grundlinie viel zu nahe auf den Torhüter, so dass der eingelaufene Goden keine Chance hatte, den Ball zu erreichen (69.). Ab der 77. Minute waren die Löwen nur noch zu Zehnt. Winkler kam am gegnerischen Strafraum zu spät, grätschte mit der Sohle voraus Mario Götzendorfer um und sah die Rote Karte. Trotz Unterzahl hatten die Amas die besseren Möglichkeiten. Mannhardt steckte in der 80. Minute auf Goden durch, der zog sofort aus der Drehung halbrechts aus zehn Metern ab, sein Schuss klatschte aber nur krachend gegen den Pfosten. Fünf Minuten später wurde der eingewechselte Marko Zivanovic im Strafraum umgerissen, kam aber im Fallen noch zum Schuss, weswegen der Unparteiische keinen Elfmeter gab (85.). So blieb es bei der für Ingolstadt glücklichen Punkteteilung.

    „Gleich zu Anfang machen wir einen Riesenbock“, ärgerte sich U21-Coach Frank Schmöller, „als wir den Ball unkontrolliert nach hinten spielen. Aber die Mannschaft hat eine gute Reaktion gezeigt, sich die klareren Chancen herausgespielt – auch in Unterzahl.“ Ingolstadt sei lediglich nach Flanken und Standards „ansatzweise“ gefährlich geworden. Deswegen habe er großen Respekt vor seinen Jungs, „dass sie auch mit einem Mann weniger alles rausgehauen haben. Heute hätten es drei Punkte sein können, aber wir nehmen auch den einen gerne mit, weil wir dadurch im November ungeschlagen geblieben sind. Genau das hatten wir uns vorgenommen.“ Jetzt freuen sich alle auf die Weihnachtsfeier und den anschließenden Urlaub. „Ich wünsche allen Löwenfreunden und Sponsoren sowie den Mitarbeitern geruhsame Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr“, verabschiedete sich auch der 56-jährige Coach offiziell in die Winterpause.


    STENOGRAMM, 21. Spieltag, 26.11.2022, 16 Uhr


    TSV 1860 München II – FC Ingolstadt 04 II 1:1 (0:1)


    1860: Brenner (Tor) – Kreuzpaintner, Winkler, Judge, Gresler – Bell (81., Brönauer), Mannhardt, Feil,– Zehetbauer (78., Leibelt), Goden, Kuhn (46. Zivanovic).

    Tore: 0:1 Cabrera (8.), 1:1 Mannhardt (55., Foulelfmeter).

    Gelbe Karten: Judge, Kreupaintner – Götzendörfer, Karaogul.

    Rote Karte: Winkler (77.).

    Zuschauer: 180 Trainingsgelände an der Grünwalder Straße 114.

    Schiedsrichter: Benjamin Mignon (Weidenberg); Assistenten: Philipp Stuiber (Eilsbrunn), Simon Ettl (Oberhinkofen).


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/6945.htm