TSV 1860 München

  • „Wir fahren nach Berlin, um erfolgreich zu sein!“ Kurz und prägnant drückt es Benno Möhlmann vor dem Duell seiner Löwen am Sonntag, 14. Februar, 13.30 Uhr, an der Alten Försterei gegen den 1. FC Union Berlin aus. „Wir haben eine Basis gelegt, um vernünftig Fußball zu spielen. Jetzt müssen wir auch punkten, bevor es zu spät ist.“


    Der Löwen-Chefcoach blickte nochmals auf den ersten Spieltag nach der Winterpause zurück, an dem alle Teams aus der hinteren Region ohne Punkte blieben. „Wenn wir tabellarisch auch nichts verändern konnten, haben wir durch das Spiel gegen den Club doch die Zuversicht auf den Klassenerhalt verstärkt.“ Er habe ein gutes, phasenweise sogar ein sehr gutes Spiel seiner Mannschaft gegen ein Spitzenteam gesehen. „Das gibt uns Power und Zuversicht, um in Berlin genauso mutig zu agieren und zu zeigen, dass wir gewinnen wollen.“
    Positiv wertet der Trainer auch den teaminternen Konkurrenzkampf. „Wir haben wieder mehr Spieler im Training, die für den Kader und die Startelf in Frage kommen.“ Stephan Hain und Guillermo Vallori sind einsatzbereit, Jannik Bandowski ist wieder im Mannschaftstraining und Valdet Rama wird wohl nächste Woche einsteigen. „Mir wird es schwer fallen, mich auf 18 Spieler zu beschränken“, sagt der Coach. „Das ist gut für die Mammutaufgabe, die wir vor der Brust haben.“ Damit meint er nicht nur die Partie bei den Eisernen, sondern die 14 ausstehenden Endspiele.
    ZUM LÖWEN-TIPPSPIEL
    Lediglich Goran Sukalo bereitet ihm derzeit Sorgen. „Es ist die einzige Personalie, die nicht ganz glatt verläuft“, gibt der 61-Jährige zu. Nachdem bei den bisherigen Untersuchungen bei verschiedenen Spezialisten kein konkreter Grund für die Adduktorenprobleme festgestellt werden konnte, unterzog sich der 34-Jährige am Freitagmittag einem weiteren Check beim Arzt der deutschen Nationalmannschaft, Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt.
    Angesprochen auf die positive Statistik gegen Union Berlin – die Löwen sind in sechs Spielen (drei Siege, drei Remis) an der Alten Försterei unbesiegt – reagierte Möhlmann unwirsch. „Sie wissen doch, dass ich davon nichts halte, eher pragmatisch eingestellt bin. Statistiken interessieren mich nicht. Es ist ein neues Spiel gegen eine andere Mannschaft als im Vorjahr, mit anderen Typen und einem anderen Schiedsrichter.“ Er halte sich lieber an Fakten, ziehe daraus seine Schlüsse.


    FAKTENKARUSSELL. AN DER ALTEN FÖRSTEREI UNGESCHLAGEN.
    Fakt sei, dass sein Team gegen Nürnberg spielerisch, vor allem vor der Pause, überzeugt habe. Trotzdem war auch für ihn das Manko im Abschluss unverkennbar. Reagiert hat der Trainerfuchs unter der Woche auf seine Art. Er verzichtete auf Trainingsspiele Elf-gegen-Elf, sondern wählte Spielformen, die maximal über zwei Drittel des regulären Feldes gingen. Seine Begründung: „Dadurch kommen Torsituationen viel öfters vor. Wir müssen in der Gesamtheit viel geschlossener auftreten und konsequenter im Abschluss sein.“
    „Wir sind die Jäger“, hatte kürzlich Innenverteidiger Jan Mauersberger in einem Interview die Rolle der Löwen in den letzten 14 Saisonspielen beschrieben. Ein Bild, das Möhlmann gut gefällt. „Wir müssen aktiv sein. Als Jäger darf man aber nicht überhastet reagieren, sondern muss clever sein und auch abwarten können.“ Um dann im richtigen Moment zuzuschlagen. Am besten schon am Sonntag in Berlin.


    DIE VORAUSSICHTLICHEN AUFSTELLUNGEN
    Union: 12 Busk – 5 Kessel, 37 Leistner, 3 Pogatetz, 34 Schönheim – 23 Kroos, 27 Zejnullahu – 9 Brandy, 19 Kreilach, 18 Redondo – 15 Wood.
    Ersatz: 1 Haas (Tor) – 4 Puncec, 8 Fürstner, 10 Daube, 21 Quaner, 28 Trimmel, 29 Parensen.
    Nicht dabei: 2 Quiring (Bronchitis), 7 Köhler (Trainingsrückstand), 11 Thiel (Oberschenkelverletzung), 13 Korte (Kreuzbandriss), 14 Nikci (Trainingsrückstand), 24 Skrzybski (Schulterverletzung).


    1860: 24 Ortega - 25 Kagelmacher, 26 Schindler, 2 Mauersberger, 3 Wittek – 33 Aycicek, 4 Bülow, 10 Liendl, 11 Adlung – 19 Okotie, 13 Mölders.
    Ersatz: 1 Eicher (Tor) – 5 Vallori, 6 Stahl, 7 Claasen, 9 Mugosa, 16 Hain, 18 Karger, 23 Beister, 30 Degenek, 37 Yegenoglu, 38 Lacazette.
    Nicht dabei: 8 Rodnei (Aufbautraining), 14 Simon (Kreuzbandriss), 15 Sukalo (Adduktorenprobleme), 17 Bandowski (Aufbautraining), 20 Rama (Aufbautraining), 31 Neudecker (Schambeinentzündung), 39 Kovac (Reha).


    Schiedsrichter: Guido Winkmann (Kerken); Assistenten: Christian Bandurski (Oberhausen), Markus Wollenweber (Mönchengladbach); Vierter Offizieller: Patrick Schult (Hamburg).


    http://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/1792.htm


  • Berlin - Der TSV 1860 München hat auch bei Union Berlin seine Pleitenserie fortgesetzt und bleibt weiter in akuter Abstiegsgefahr.


    Die Voraussetzungen waren wohl einfach zu gut für den TSV 1860. Duisburg verloren, Paderborn mit 0:4 von Kaiserslautern abgewatscht. Der Sprung auf Platz 16 wäre drin gewesen mit einem Sieg bei Union Berlin. Doch wie das halt so ist bei Münchens ewigem Leiden: Wenn alle für die Löwen spielen, dann spielen sie garantiert gegen ihr eigenes Wohl.


    http://www.tz.de/sport/1860-mu…spielbericht-6122627.html


    Stimmen zum 0:3 gegen Union
    Möhlmann zur Löwen-Pleite: "Das ist Scheiße


    Am Ende war es eine krachende Niederlage. Offensiv hielten die Löwen in Berlin lange mit, aber Union nutzte die Einladungen der Löwen-Defensive zu drei Toren. Lesen Sie hier die Stimmen zum Spiel.


    München - Die Löwen verpassten wieder einmal die Chance, direkt auf den Relegationsplatz zu springen. Statt mit drei Punkten kehren die Sechzger mit leeren Händen aus dem Gastspiel in Berlin zurück. Dabei hatte etwa Rubin Okotie die Riesenchance zum 1:1-Ausgleich.


    Diese ließ der Österreicher liegen, Ex-Löwe Bobby Wood erhöhte im Gegenzug auf das vorentscheidende 0:2. Die Löwen sind nach der Euphorie aus der Wintervorbereitung mit fünf Neuzugängen auf dem Boden der Wahrheit angekommen. Lesen Sie hier die Stimmen zum Spiel.


    Benno Möhlmann (Trainer TSV 1860): "Die ersten zehn Minuten haben wir verpennt. Das ist für mich unverständlich. Wir sind da weggerutscht, als ob wir uns gar nicht aufgewärmt hätten. Wir können uns beim Torwart bedanken, dass es da beim 1:0 bleibt. Danach waren wir aber besser im Spiel, bis eigentlich zum 0:2. Wir hatten auch Riesenchancen, aber machen das Ding nicht. Das ist Scheiße - schade wäre schon untertrieben."


    Jan Mauersberger (TSV 1860): "Wir haben nicht gut ins Spiel gefunden. Erst nach 20 Minuten haben wir die Berliner in den Griff bekommen. Aber wir machen die Tore nicht. Der Ausgleich wäre definitiv drin gewesen. Wir müssen trotzdem positiv bleiben. Im Training schaffen wir es ja auch, Tore zu machen. Das müssen wir jetzt schleunigst im Spiel hinbekommen."


    Michael Liendl (TSV 1860): "In unserem Fall ist es aber unerheblich, ob du 0:1 oder 0:3 verlierst. Wir hatten gefühlt acht, neun oder zehn gute Chancen zum Ausgleich. Dann läuft Union in der Phase, in der wir das Spiel weitgehend im Griff haben, einmal auf unser Tor zu und macht das 2:0. Wenn wir aber die Tore nicht machen, dann wird es schwierig. Wir sind einfach nicht clever, nicht abgeklärt, nicht ruhig genug."


    http://www.abendzeitung-muench…18-b40b-8f6452701301.html


  • Möhlmann: „Mir fehlt der absolute Zusammenhalt“


    München - Benno Möhlmann über schlafmützige Löwen, Demotivation aus der Fankurve und den Umgang mit der Niederlagenserie.


    Niederlagen sind beim TSV 1860 zum traurigen Alltag geworden. Das 0:3 bei Union Berlin war bereits das fünfte Spiel in Folge ohne Punkteausbeute für den Tabellen-Vorletzten (bei 1:11 Toren). Kein Wunder also, dass Benno Möhlmann, 61, stark zerknirscht wirkte am Tag danach – und zunächst wenig Lust verspürte auf eine tiefergehende Analyse. „Es ist nur noch nervig“, brummte der 1860-Trainer und zog einen cineastischen Vergleich: „Wie heißt dieser Film? Täglich grüßt das Murmeltier. Hier ist es wöchentlich so – weil es immer mit einer Niederlage endet.“ Er hat dann aber doch Stellung bezogen – und sich vor der versammelten Münchner Presse seinen Frust von der Seele geredet.


    Herr Möhlmann, haben Sie mit etwas Abstand eine Erklärung für den seelenlosen Start in Berlin gefunden, für die pomadige Anfangsviertelstunde?


    Pomadig weiß ich nicht. Wir waren ja gar nicht im Spiel drin. Wir haben überhaupt keinen Zugriff gekriegt – als ob wir uns nicht aufgewärmt hätten und nicht Bescheid wussten, dass der Platz schwierig zu bespielen ist und es nur über Zweikämpfe und Kampf geht. Wir haben eigentlich eine Situation, in der jeder weiß, um was es geht – und dann fangen wir so an . . .


    Der Gegner, obwohl nicht direkt in den Abstiegskampf verwickelt, hat die Tugenden gezeigt, die Sie vermisst haben.


    Die waren da, die waren beweglich. Obwohl: Ich hab mir die erste Viertelstunde am Abend noch mal auf Video angekuckt, und ich muss ganz ehrlich sagen: In den ersten zehn Minuten sieht es da nicht so extrem aus, wie ich es auf dem Platz empfunden habe. Da hatte ich es als ganz schlimm empfunden, wie die bei uns durchspaziert sind.


    Haben Sie der Mannschaft das so deutlich mitgeteilt?


    Wir haben das in der Früh angesprochen, aber wenn du fragst: Warum? Weshalb? Wieso? Dann erntest du nur Achselzucken. Das war eher ein Monolog von mir.


    Direkt nach dem Spiel hatten Sie gar nicht so unzufrieden gewirkt.


    Ich war nicht zufrieden, aber die Situation ist nicht so, dass ich jetzt auch alles niedermachen muss. Wenn die Fans schon anfangen mit „Adios 2. Liga“, und die Worte, als die Mannschaft zur Kurve ist, die waren auch nicht so freundlich, dann muss ich nicht auch mit Gewalt alles kaputt hauen. So scheiße haben wir auch noch nicht gespielt, dass wir aufgeben müssen.


    Sondern?


    Wir müssen einfach mehr begreifen, dass Abstiegskampf auch Kampf bedeutet.


    In der Winterpause hatten Sie noch so zuversichtlich geklungen, was die Einstellung und den Zusammenhalt angeht.


    Aber am Sonntag in den ersten Minuten waren wir nicht zusammen. Wie der Felix Kroos da so frei sein kann! Das war ein Einwurf in unserer Hälfte, da können wir den nicht so locker im zentralen Bereich stehen lassen. Da geht’s nicht nur um die zwei Spieler, die in der nächsten Nähe sind. Auch wenn ich dahinter stehe: Ich seh’ das doch! Da muss ich die anrufen, Theater machen. Wir müssen da in der Gesamtheit ganz anders reagieren.


    Befürchten Sie, dass der positive Schwung aus der Vorbereitung schon wieder dahin ist?


    Das werden wir sehen.


    Vermutlich werden Sie nicht zur normalen Tagesordnung übergehen.


    Wir müssen in die Trainingsgestaltung mehr Zweikämpfe einbauen. Ich kann die Mannschaft aber nicht nur rennen lassen. Wir müssen schon auch weiter Fußball spielen. Der Dienstag bleibt frei. Ich denke trotzdem, dass wir den haben müssen.


    Wie bewerten Sie denn den Umgang der Spieler mit der misslichen Lage. Sehen Sie ein Einstellungsproblem?


    So weit bin ich noch nicht. Ich kann aber verstehen, dass man manchmal den Eindruck bekommt. Dieser absolute Zusammenhalt fehlt mir noch, dieser absolute Wille, sich zu wehren.


    Adios 2. Liga Tour? „Wer so ein Banner rausholt, der ist ja vorbereitet . . .“


    Dazu passt die Reaktion einiger Fans. Erneut wurde das Plakat entrollt: „Adios 2. Liga Tour“. Haben Sie dafür Verständnis?


    Schon zu meiner aktiven Zeit habe ich es akzeptiert, wenn nach schlechten Spielen Theater gemacht wurde. Während das Spiel läuft, möchte ich aber unterstützt werden. Das ist hier ein wenig verloren gegangen durch die letzten Wochen, Monate, Jahre. Wer so ein Banner rausholt, der ist ja vorbereitet. Wenn ich 100 Prozent mithelfen will, dann unterstütze ich das Team. Also, ich hatte kein Banner dabei. Man muss auch akzeptieren, dass einige Spieler auf dem Weg zur Kurve umgedreht sind. Ich weiß auch nicht, ob ich mich beschimpfen lassen würde.


    Die Lage war selten so prekär. Die ersten Nichtabstiegsplätze sind bereits neun Punkte entfernt. Realitisch gesehen bleibt fast nur die Hoffnung auf eine erneute Relegation.


    Es wäre schon vermessen, wenn wir sagen: Relegation spielt für uns keine Rolle. Das ist auch ein Weg, die Liga zu halten. Als ich damals mit Ingolstadt in der Situation war, habe ich immer nur vom Relegationsplatz geredet. Es ging nicht anders. Hier ist es ein bisschen anders, auch durch die Historie. Ich bin auch der Überzeugung gewesen, dass wir die Qualität haben, besser als auf Platz 16 zu stehen.


    Trotz der Umstellung auf ein 4-4-2 mit Doppelspitze endeten zwei Spiele ohne Torerfolg, die Defensive lässt zu viele Torchancen zu. Kommt jetzt das System auf den Prüfstand?


    Ab der 15. Minute haben wir bis zum 0:2 wenig Chancen zugelassen. Ich denke, so ein Tor nach einem Einwurf liegt nicht am System, das liegt an der Einstellung. Ich denke auch, dass wir gegen Nürnberg so viele Chancen hatten wir noch nie, seit ich hier bin. Ich bin noch nicht so weit, dass ich sage: Es liegt am System. Aber ich habe auch gesagt: Ich werde das 4-4-2 nicht in Stein meißeln.


    Gegen Nürnberg bildeten Rubin Okotie und Sascha Mölders die Doppelspitze, in Berlin Stefan Mugosa und Mölders. Wie kam’s dazu?


    Stefan Mugosa war in der ganzen Trainingswoche der Einzige, der laufend getroffen hatte. Er war auch dynamisch, und für mich war nur die Frage: Nehme ich Mölders raus oder Okotie? Für Sascha sprach, dass er von sich aus defensiv mithilft. Zu Rubin habe ich gesagt: Du wirst nachher für uns das Spiel entscheiden – und das hat er ja beinahe gemacht.


    Gegen Bochum am Sonntag fehlt Maximilian Wittek nach seiner fünften Gelben Karte. Mit Jannik Bandowski ist der einzige Backup noch nicht einsatzfähig. Kommt Sertan Yegenoglu zu seiner Premiere als Linksverteidiger?


    Ja, da kommt in erster Linie Sertan in Frage.


    Stimmen Sie zu, dass es in den Heimspielen gegen Bochum und sechs Tage später gegen Düsseldorf fast schon um alles geht?


    Das ist richtig. Es ist eine Riesenverpflichtung, daraus was zu machen. Mir ist klar, dass die beiden Spiele eine Vorentscheidung negativer Art bringen könnten. Wir sollten gegen Bochum punkten, und wenn es nur ein einziger Punkt ist. Wir müssen einfach wieder anfangen zu punkten.


    Haben Sie überhaupt noch Freude an Ihrem Job bei 1860?


    Fünf Niederlagen am Stück machen mir natürlich keinen Spaß. Ich denke aber, dass wir wirklich nicht chancenlos sind. Diesen kämpferischen Zusammenhalt – den müssen wir einfach noch mehr in die Mannschaft kriegen. Und wir müssen endlich in die Spur kommen.


    Ein Hoffnungsträger ist jetzt Mittelfeldroutinier Goran Sukalo, der seit seinem späten Wechsel aus Fürth mit rätselhaften Leistenbeschwerden ausfiel. Hat man die Ursache für seine Schmerzen inzwischen gefunden? Wie verläuft seine Genesung?


    Im Lendenwirbelbereich ist ein Nerv entzündet. Von dem soll alles ausgehen, aber der wurde jetzt angespritzt. Am Dienstag soll Goran laufen, am Mittwoch müsste das dann eigentlich wieder gehen.


    Aufgezeichnet von Uli Kellner


    http://www.merkur.de/sport/tsv…zusammenhalt-6127462.html

  • Die Aufbruchsstimmung ist einem wahren Kater gewichen. Nach zwei Niederlagen mit 0:4 Toren zum Start in die restliche Rückrunde herrscht beim TSV 1860 die pure Abstiegsgefahr - und das angesichts von neun Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz mehr als je zuvor.


    "Das haben wir uns anders vorgestellt", konstatierte auch Sportchef Oliver Kreuzer am Mittwoch. "Wir müssen Ruhe bewahren. Es bringt nichts, dass man irgendetwas in Frage stellt. Im Februar ist noch niemand abgestiegen." Trotzdem: "Man hat sich viel vorgenommen, und jetzt sitzen wir wieder ohne Punkt da. Da ist die Enttäuschung groß."


    Besonders das Spiel in Berlin zog die Stimmung im Umfeld der Löwen in den Keller. Gegen Nürnberg hatte die Leistung noch gefälliger und hoffnungsgebender ausgesehen. Besonders die läuferische Leistung (Union 113 Kilometer, Sechzig nur 107) missfiel Kreuzer. "Wir müssen den Jungs vor Augen führen, dass das, was in Berlin passiert ist, nicht ausreicht! Da müssen wir eine Schippe drauflegen", so Kreuzer. "Ich kreide der Mannschaft an, dass sie zu wenig getan hat gegen Union. Das müssen wir ändern. Die Reaktion der Spieler muss jetzt kommen!"


    Die nächste Gelegenheit bietet sich Sechzig am kommenden Wochenende im Heimspiel gegen Bochum. 15.000 Zuschauer werden in Fröttmaning erwartet. Eine Woche später steigt zudem das Heimspiel gegen den aktuellen Tabellen-15. Fortuna Düsseldorf.


    Von Kurzschluss-Reaktionen hält der 50-Jährige aber nichts: "Es besteht kein Anlass, verrückte Dinge zu tun, wie Straftraining oder andere Sachen. Es liegt an uns, den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Es besteht keine Notwendigkeit, vom Großen und Ganzen etwas in Frage zu stellen."


    Vieles hängt im Abstiegskampf auch von der mentalen Stärke ab, weiß Kreuzer. "Mein Eindruck ist, dass die Spieler stark im Kopf sind." Er sei zudem der "absoluten Überzeugung, auch wenn wir über die Relegation gehen, dass wir die Klasse halten."


    #60bleibtdrin: Große Fan-Aktion gegen den Abstieg


    Um dem TSV 1860 den Rücken zu stärken, starten wir die Fan-Aktion #60bleibtdrin. Wir rufen dazu alle Löwen-Fans dazu auf, Farbe zu bekennen und im Kampf gegen den Abstieg zu zeigen: "Wir stehen hinter unserem Verein - und Sechzig bleibt in der Bundesliga!" So können Sie mitmachen.


    http://www.tz.de/sport/1860-mu…ht-ausreicht-6132130.html


    München - 1860-Investor Hasan Ismaik wird sich die Zweitliga-Partie seiner Löwen am Sonntag gegen den VfL Bochum live vor Ort in der Allianz Arena ansehen.


    Hasan Ismaik wird das Zweitliga-Spiel des TSV 1860 München am kommenden Sonntag gegen den VfL Bochum live in der Allianz Arena verfolgen. Das bestätigte Löwen-Präsident Peter Cassalette am Mittwoch am Trainingsgelände: "Hasan Ismaik kommt am Sonntag ins Stadion. Er will auch in die Giesinger Stubn gehen." Die Giesinger Stubn ist die Loge für 1860-Fans in der Arena.


    Ismaik verbindet somit sein Treffen mit den Löwen-Fans in Rudelzhausen (Landkreis Freising) am Freitag mit dem Besuch des Spiels am Sonntag. Der Jordanier wird also das gesamte Wochenende in München sein.


    Der Investor war zuletzt beim DFB-Pokal-Achtelfinale des TSV 1860 im Dezember 2015 in der Arena gewesen. Auch damals hieß der Gegner VfL Bochum. Sechzig unterlag mit 0:2 (0:2).


    http://www.tz.de/sport/1860-mu…gegen-bochum-6132145.html


  • München - Die Löwen steuern geradewegs auf Liga drei zu. Die aktuelle Bilanz ist sogar noch schlechter als in der Vorsaison. Dennoch gibt es berechtigte Hoffnung auf den Klassenerhalt.


    In dieser Spielzeit hätte aus Sicht des TSV 1860 München alles besser werden sollen. Nach dem Kraftakt in der Vorsaison und dem Last-Minute Klassenerhalt in der Relegation gegen Holstein Kiel gingen der Verein und seine Anhängerschaft zumindest hoffnungsvoller in die aktuelle Runde.


    Neues Saison und altes Leid(en)


    Doch auch diese geriet bislang zur absoluten Enttäuschung. Gerhard Poschner wurde zunächst vom Geschäftsführer Sport zum Sportdirektor degradiert, ehe er seinen Rückzug bekannt gab. Den Verantwortlichen gelang es nicht, den Klub in ruhiges Fahrwasser zu geleiten. Selbst die Vertragsverlängerung von Trainer Torsten Fröhling brachte nicht den erhofften Aufschwung. Der Löwen-Retter wurde Anfang Oktober von seinen Aufgaben entbunden. Platz 17 nach zehn Spielen und gerade einmal sechs Pünktchen ohne Ligasieg lautete Fröhlings Bilanz.


    Neuer Trainer und altes Leid(en)


    Mit Benno Möhlmann soll einer der erfahrensten deutschen Trainer das Ruder rumreißen. Zudem wurde ihm im November mit Oliver Kreuzer ein fachkundiger sportlicher Leiter zur Seite gestellt. In jenem Monat schien es so, als könnten die neuen Verantwortlichen die Sechziger wieder auf Kurs bringen. Vier Spiele und stattliche acht Punkte waren die Ausbeute. Doch der Aufwärtstrend war schnell wieder verflogen. Es folgten drei Niederlagen in der 2. Liga und eine weitere im DFB-Pokal.


    Neue Spieler und altes Leid(en)


    Die Löwen überwinterten auf dem vorletzten Tabellenplatz. Dennoch gelang es dem Sportdirektor in Sascha Mölder, Maximilian Beister und Levent Aycicek drei Spieler mit Bundesliga Vergangenheit sowie in Goran Sukalo und Jan Mauersberger zwei erfahrene Zweitligaspieler zu verpflichten. Für einen Abstiegskandidaten sind diese Neuzugänge aller Ehren wert. Doch auch nach zwei Spielen im neuen Jahr bleibt nur Ernüchterung. Hatte das erste Spiel gegen Nürnberg (0:1-Niederlage)nach einer starken ersten Halbzeit noch Anlass auf Besserung gegeben, blieb nach dem Gastspiel bei Union Berlin (0:3-Pleite) nur Enttäuschung über die eigene Leistung.


    Bilanz sogar schlechter als in der Vorsaison


    Sechs Pflichtspiele haben die Löwen mittlerweile in Folge verloren. Der Abstand zum rettenden Ufer beträgt nach dem 21. Spieltag bereits neun Punkte. Gerade einmal zwei Ligasiege stehen für die Blauen zu Buche. In der vergangenen Spielzeit wurde am 17.Februar nach dem 21. Spieltag Trainer Markus von Ahlen freigestellt. Sein Schnitt bei den Blauen betrug lediglich 0,8 Punkte pro Spiel. Immerhin belegten die Sechziger damals zumindest den Relegationsplatz, hatten vier Punkte und auch elf Tore mehr auf ihrer Habenseite. Eine Bilanz, die zusätzlichen Anlass zur Sorge bereitet.


    Zwar ist die Ausbeute von Möhlmann mit 0,92 Punkten pro Spiel besser als die seines Vor-Vorgängers, aber eben auch nur marginal. Zudem liegt die Crux derzeit in der Offensive. So hat der TSV seit drei Spielen überhaupt nicht mehr getroffen, dafür aber reihenweise Großchancen liegen gelassen.


    Aber das macht Hoffnung


    Doch es gibt auch berechtigte Gründe, die Anlass zur Hoffnung auf den Klassenerhalt geben (#60bleibtdrin: Große Fan-Aktion gegen den Abstieg). Denn im Gegensatz zur turbulenten Vorsaison herrscht derzeit Ruhe. Der Verein ist enger zusammengerückt. Neu-Präsident Peter Cassalette hält sich mit öffentlichen Äußerungen zurück und Trainer Benno Möhlmann steht nicht zur Disposition. Was auch ein Verdienst von Oliver Kreuzer ist.


    Außerdem sind zwei Spiele zu wenig, um ein Fazit zur Qualität der Neuzugänge zu ziehen. Noch verbleiben 13 Partien und somit genügend Zeit, um die Neuzugänge zu integrieren und Punkte zu sammeln. Auch beträgt der Abstand zum SC Paderborn auf dem Relegationsplatz nur drei Punkte. Und die Löwen haben in der letzten Saison bewiesen, dass sie mit Druck umgehen können.


    Entscheidend für den Klassenerhalt jedoch ist, dass Benno Möhlmann seine Ausbeute von 0,92 Punkte pro Begegnung nach oben schraubt.


    http://www.tz.de/sport/1860-mu…ison-2014-15-6133077.html


    KLARE WORTE VOM LÖWEN-SPORTCHEF


    Kreuzer rüffelt, fordert und ermutigt


    München – Ein leichtes Standing hat Löwen-Sportchef Oliver Kreuzer derzeit nicht. Am Mittwoch sprach er aber Klartext zur sportlichen Misere des TSV 1860 München.


    Oliver Kreuzer wusste, was von ihm erwartet wurde. Erstmals in seiner Amtszeit hatte der Sportchef des TSV 1860 gestern die Münchner Medien zusammengetrommelt, aus gegebenem Anlass natürlich: Vorletzter der 2. Liga sind die Löwen, schwer gebeutelt von einer schwarzen Serie (sechs verlorene Pflichtspiele in Folge). In Zeiten grassierender Abstiegsängste sehnt sich die Anhängerschaft nach einem energischen Wort aus berufenem Munde. Kreuzers Ding also. Und so bemühte sich der 50-Jährige redlich, seinen Ausführungen – zumindest zeitweise – den Anstrich einer Ruckrede zu geben. „In den nächsten neunzig Tagen geht es nur um 1860. Und um nix anderes“, betonte er, „wir müssen Tag und Nacht nur an unserem Ziel, dem Klassenerhalt, arbeiten: Mit aller Verbissenheit, mit aller Seriosität, mit aller Brutalität. Da müssen wir durch.“ Durchaus markige Worte waren das, wobei sich der Sportdirektor aber auch bemühte, nur ja keine Panik aufkommen zu lassen: „Wir müssen jetzt Ruhe bewahren, das ist ganz entscheidend. Im Februar ist noch keiner abgestiegen.“


    Ismaik am Sonntag gegen Bochum in der Arena


    Wohl wahr. Aber das jüngste 0:3 bei Union Berlin gab den massiven Befürchtungen, der Sturz in die Drittklassigkeit sei nur noch schwer abwendbar, zusätzliche Nahrung. „Das hatten wir uns anders vorgestellt“, räumte Kreuzer ein. Wobei sein Erklärungsversuch vor allem auf den Resultaten der Datenbank gründete. Insgesamt 107 Kilometer hätten die Sechziger am Sonntag in der Alten Försterei zurückgelegt. Deutlich weniger als der Gegner, der es auf 113 Kilometer brachte. „Das darf nicht sein. Wir waren Berlin läuferisch unterlegen. Da muss jetzt eine Reaktion kommen“, erklärte Kreuzer.


    Ein Woche zuvor beim 0:1 gegen Nürnberg standen für die Münchner noch 116 Kilometer zu Buche. „Das war ein schlechtes Ergebnis, aber ein gutes Spiel, das zurecht gelobt wurde“, merkte Kreuzer an. In Berlin hätten es die Löwen dann aber versäumt, sich rechtzeitig auf die unbequemen Umstände einzustellen: „Sonntagmittag, Nieselregen, schlechter Boden – wir haben diese Gegebenheiten zunächst nicht angenommen. Wir haben zu wenig getan, das reichte nicht aus, um zu punkten“, sagte er: „Schließlich heißt es Abstiegskampf – und nicht Abstiegsspiel.“



    Allerdings versuchte Kreuzer auch, den Eindruck zu vermeiden, hier sei ein Scharfmacher am Werk: „Ich will nicht abwatschen, sondern fachlich kritisieren. Es besteht kein Anlass, jetzt irgendwelche verrückte Dinge zu tun – wie ein Straftrainingslager oder etwas in der Art.“ Auch bei der Partie in Berlin sei nicht alles schlecht gewesen. „Die haben uns nicht gegen die Wand gespielt. Wir haben ja ins Spiel gefunden. Und wenn Rubin Okotie seine Chance zum 1:1 nutzt, wäre alles möglich gewesen.“ Kreuzer verwies zudem auf seinen Gesamteindruck von der Heimniederlage gegen Nürnberg: „So spielt doch keine Mannschaft, die auf dem 17. Platz steht.“ Weswegen er hinzufügte: „Ich bin der absoluten Überzeugung, dass wir die Klasse erhalten.“


    Wie stichhaltig dieser Optimismus ist, dürfte sich schon in den nächsten drei Wochen zeigen: Vier Spiele sind da zu bestreiten, drei davon zuhause (Bochum, Düsseldorf, Sandhausen). „Das ist eine Riesenmöglichkeit“, meinte Kreuzer, „sich mindestens einen Platz hochzuschieben.“ Dann wären die Sechziger immerhin auf dem 16. Rang, der – wie im Vorjahr gegen Kiel – zu einem Relegationsduell berechtigen würde. „Es ist noch gar nichts aussichtslos“, bekräftige gestern 1860-Präsident Peter Cassalette, der für Kreuzers Pressekonferenz sein Büro räumte und im Weggehen auch noch eine interessante Nachricht hinterließ: „Hasan Ismaik wird als Zuschauer in der Allianz Arena sein.“ Zuletzt war der Hauptgesellschafter bei der 0:2-Pokalpleite gegen Bochum im Stadion. Der Jordanier zog damals nachhaltig verstimmt von dannen. Ob nun am Sonntag – Gegner ist erneut der VfL Bochum – eine Wiedergutmachung erfolgt, wird womöglich auch davon abhängen, inwieweit die Sechziger Kreuzers Appelle beherzigen. Gestern sagte er: „Wir müssen jedes Spiel wie ein Finale angehen – als gäbe es kein morgen mehr.“


    http://www.merkur.de/sport/tsv…ert-ermutigt-6133873.html


  • München - Für den TSV 1860 München wird es langsam aber sicher ernst. Am Sonntag empfangen die Löwen den VfL Bochum in der Allianz Arena. Dann zählen nur drei Punkte im Abstiegskampf.


    Um 13.30 Uhr geht es für die Münchner Löwen am kommenden Sonntag um die nächsten drei Punkte in der 2. Bundesliga. Mit dem VfL Bochum gastiert allerdings der Tabellenfünfte in München, der nur fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz hat. Löwen-Übungsleiter Benno Möhlmann ist die Schwere der Aufgabe bewusst: "Wir wissen, dass Bochum guten und erfolgreichen Fußball spielen kann."


    http://www.tz.de/sport/1860-mu…deprimierend-6139421.html



    Rudelzhausen - Der Mann ist noch immer ein Mysterium, schwer greifbar wie ein Flaschengeist. Doch eines muss man dem arabischen Investor des TSV 1860 lassen: Er weiß sich zu inszenieren.


    http://www.tz.de/sport/1860-mu…-fragen-fans-6141508.html

  • Heute gilt's nochmal ordentlich Kraft zu sammeln!


    Denn die Löwen erwartet ein straffes Programm: Ab morgen startet die Vorbereitung auf die Englische Woche - dann heißt es drei Spiele in sieben Tagen gegen Fortuna Düsseldorf (Sa), den 1. FC Kaiserslautern (Di) und den SV Sandhausen (Fr).


    http://bit.ly/1860-Training_Profis

  • Der Offensiv Spieler und Torjäger der Regionalliga Bayern, Nico Karger (23) verlängert seinen Vertrag bei den Löwen um weitere drei Jahre bis 2019! Der 23 Jährige war in der Hinrunde der Torjäger der U23 beim TSV 1860. Seit Benno Möhlmann die Löwen trainiert gehört Nico zum Bestandteil der Profis, zuletzt durfte er sich immer wieder mit Kurzeinsätzen in der 2. Bundesliga zeigen.


    Nico Karger ist seit sieben Jahren bei den Löwen, seinen Vertrag zu verlängern ist für ihn eine Herzensangelegenheit. Der Vertrag ist auch für Liga drei gültig.


    https://dassechzgerjournal.wor…mit-nico-karger-bis-2019/

  • TSV 1860: Geschäftsführer dürfen doch bleiben


    München - Nach den Turbulenzen bei 1860 wurde nun offenbar ein Kompromiss mit Hasan Ismaik gefunden. Offiziell bestätigt ist aber noch nichts.


    Die Stille nach dem neuerlichen Sturm war höchst verdächtig. Peter Cassalette, der Präsident des TSV 1860, war am Montag den ganzen Tag über nicht zu erreichen. Und auch sonst drang nichts aus den höheren Kreisen der Sechziger. Dabei hatte sich der Klubchef noch am Vorabend mit Hasan Ismaik im Münchner Hotel Mandarin Oriental zusammengesetzt, um ein überaus heikles Thema zu besprechen. Der Geldgeber aus Jordanien hatte bei einem Fan-Treffen in Rudelzhausen bekanntlich die Entlassung der beiden Geschäftsführer Markus Rejek und Noor Basha gefordert – und damit die 1860-Geschäftsstelle an der Grünwalder Straße 114 wieder einmal in Alarmstimmung versetzt. Vom Ergebnis der Cassalettschen Schlichtungsversuche wurde aber am Montag nichts offiziell bekannt – außer, dass eine Stellungnahme des 1860-Verwaltungsrats in Arbeit ist, die aber noch nicht eingetroffen ist. Durchgesickert ist immerhin, dass die 1860-Funktionäre den Geschäftsführern Rejek und Basha den Rücken stärken. Sie dürfen also bleiben. Offenbar hat Cassalette mit dem so streitbaren Geschäftsmann aus Abu Dhabi einen Kompromiss erzielen können.


    „Ein Trauerspiel höchsten Grades“


    Zu den Leuten, die sich nur noch wundern können über den TSV 1860, zählt Meisterlöwe Peter Grosser (77). „Das, was hier abläuft, ist ein Trauerspiel höchsten Grades und eines Traditionsvereins wie 1860 absolut unwürdig“, erklärte die Münchner Fußball-Legende gegenüber der „tz“: „Wer hatte denn die Idee mit Basha als Geschäftsführer? Der Verein?“ Es war Ismaik. Dass dieser nun drauf und dran war, seinen Cousin in Ungnade fallen zu lassen, soll diesen übrigens schwer erschüttert haben. Von einem Familienmitglied hatte sich Basha offenbar mehr Solidarität erwartet.


    Fest steht jedenfalls: Sie tun sich weiterhin nicht leicht mit ihrem Geldgeber, die Sechziger. Bei zahlreichen Anhängern rührt sich das Missfallen mittlerweile gar auf so derbe Art, dass es dem Verein ganz offensichtlich peinlich ist. Nachdem am Sonntag in der Allianz Arena Transparente mit rustikalen Schmähungen („Hasan verpiss Dich!!!“) entrollt und der Jordanier mit Sprechchören („Hasan raus“) bedacht wurde, sah sich die 1860-Presseabteilung zu einer beschwichtigenden Reaktion veranlasst. Auf der Homepage des Vereins wurde ein Aufruf an die zürnenden Ultra-Fans veröffentlicht. Nachvollziehbar, so heißt es in dem Text, sei zwar, dass aufgrund „der sportlichen Situation und aktuellen Entwicklung im Verein“ einige Fans ihrem Unmut Luft machten. Die beleidigenden Äußerungen beim Heimspiel gegen Bochum hätten allerdings „eine Grenze überschritten und sind so für uns nicht akzeptabel“. Der offizielle Appell lautet: „Meinungsäußerungen ja, Beleidigungen nein.“ Das oberste Ziel sei der Klassenerhalt. „Daher unsere Bitte: Reißt’s Eich zamm.“


    „Ismaik ist gut angekommen. Es gab nur positive Rückmeldungen.“


    Ein nicht unbeträchtlicher Teil des blauen Anhangs scheint indessen dem Milliardär zugeneigt zu sein. Bei seinem Auftritt in Rudelzhausen hat er offenbar nicht nur wegen des von ihm spendierten Freibiers einen respektablen bis gewinnenden Eindruck hinterlassen. Gerhard Schnell, Vorsitzender der Fanklub-Organisation ARGE und Mitveranstalter des Ismaik-Abends, berichtete von breiter Gewogenheit: „Ismaik ist gut angekommen. Es gab nur positive Rückmeldungen.“ Auch am Sonntag beim Bochum-Spiel habe er viele Fans gesehen, „die Fotos mit Ismaik gemacht haben. Von Ablehnung keine Spur.“ Schnell findet zudem, man müsse auch Ismaiks Aussagen zum Stadionbau ernst nehmen: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass er vor 400 Leuten Stuss erzählt.“


    http://www.merkur.de/sport/tsv…doch-bleiben-6148081.html

  • München - Der TSV 1860 steckt weiter im Tabellenkeller. Nach dem 1:1 gegen den VfL Bochum sieht Benno Möhlmann sein Team auf einem guten Weg - und er entschuldigte sich bei Keeper Ortega.


    Wirklich glücklich sah Stefan Ortega nicht aus. Der gehaltene Elfmeter gegen Bochum? Geschenkt. „Mir wär’s lieber gewesen, ich hätt ’nen richtigen Bock geschossen und wir hätten 2:1 gewonnen“, sagte der Keeper, als er am Montag nach dem vormittäglichen Auslaufen das Trainingsgelände verließ. „Die Ernüchterung ist recht groß in der Mannschaft, aber die Hoffnung geht deshalb nicht verloren. Jetzt müssen wir eben noch mehr Gras fressen.“ Ortega ist’s gewohnt. Vor zwei Jahren spielte er mit Arminia Bielefeld gegen den Abstieg (letztlich vergeblich), in der vergangenen Saison konnte er den erfolgreichen Überlebenskampf nur von der Ersatzbank aus mitverfolgen. Das härtet ab.


    Und so ließ sich auch Benno Möhlmanns Kritik leichter aushalten. Der Cheftrainer hatte seinem Keeper zur Halbzeit am Sonntag einige weniger schöne Worte zugeflüstert. Er habe erst später gesehen, dass der Ball zum 1:1 abgefälscht gewesen sei, sagte Möhlmann am Montag. „Ich habe jetzt mehr Mitgefühl und habe mich auch für das eine oder andere Wort bei Stefan entschuldigt.“


    Möhlmann spürt mehr Zusammenhalt


    In Schutz nimmt der Coach auch den Rest des Teams. „Wir sollten ein 1:1 gegen Bochum schon positiv bewerten“, sagt er. „Ich denke, dass wir mit diesem Spiel in der Spur sind. Wir haben einen Punkt, den wir nächste Woche gegen Düsseldorf veredeln müssen. Ich habe mehr Zusammenhalt auf dem Platz gespürt - auch wenn wir immer noch zu wenig geredet haben und ich nicht das Gefühl hatte, dass sich alle mit Haut und Haaren gewehrt haben.


    Es ist noch zu sehr so, dass jeder froh ist, wenn er keine Schwierigkeiten hat, sondern nur der andere.“ Eine Art Sankt-Florians-Prinzip also, das im Abstiegskampf wenig hilfreich sein dürfte. Immerhin rückt der Einstand von Goran Sukalo näher. Am Mittwoch soll der Slowene das volle Mannschaftstraining absolvieren. „Ich denke, dass er für Samstag eher noch keine Option ist“, sagt Möhlmann. „Aber dann für die Englische Woche gegen Kaiserslautern und Sandhausen.


    http://www.tz.de/sport/1860-mu…schuldigt-tz-6147722.html

  • München - Hasan Ismaik beziffert die Kosten für die Arena-Nutzung auf sechs Millionen Euro pro Saison. Doch damit zielt der Löwen-Investor übers Ziel hinaus.


    Im Zuge seiner denkwürdigen Facebook-Offensive brachte 1860-Geldgeber Hasan Ismaik Mitte Januar auch das Thema Allianz Arena aufs Tapet. "Die 6 Mio. Euro Zahlungen an FC Bayern München müssen gestoppt werden, diese Gelder sollen in 1860 investiert werden", ließ der rätselhafte Jordanier auf seinem Profil namens "1860Ismaik" wissen. Hintergrund der Aktion war es, direkt mit den Fans zu kommunizieren, da die Medien ohnehin nur falsche Informationen verbreiten würden. Eine steile These, die Ismaik am Dienstag wiederholte - freilich ohne konkret zu werden. Im Ungefähren lässt es sich halt leichter agi(ti)eren.


    Da die verantwortlichen Akteure des TSV 1860 ihrem Hauptgesellschafter in Zeiten wie diesen nicht öffentlich widersprechen wollen, griff die tz für die Auflistung der reellen Stadionkosten auf eine andere verlässliche (weil ebenfalls direkt involvierte Quelle) zurück. Demnach bezahlen die Sechziger nach mehreren ausgehandelten Nachlässen aktuell jährlich:


    - Eine Million Euro für die Business- und Sponsor-Seats inklusive Parkplätze, die dort inkludiert sind.


    - 100.000 Euro für die Werbefreiheit der Arena.


    - 370.000 Euro an Miete.


    - 1,5 Millionen Euro, die über den FC Bayern an den Caterer "Do & Co" weitergereicht werden.


    Das ergibt insgesamt also nicht sechs Millionen sondern mit 2,97 Millionen ziemlich genau die Hälfte.


    Rejek: Kosten sind nicht das Problem


    Die Kosten seien auch nicht das Problem, hatte Geschäftsführer Markus Rejek bereits vor einem Jahr betont. Viel schwerer fielen die fehlenden Einnahmen ins Gewicht. "Uns fehlen die Erlöse aus Namensrechten, Logen, Catering, Lieferrechten und so weiter. Im Vergleich zu Liga-Konkurrenten, die ähnliche Stadionkosten haben, haben wir einen klaren Wettbewerbsnachteil, weil wir im Gegensatz zu unserer Konkurrenz nicht über diese Erlöse verfügen können."


    Alles Sachverhalte, die Ismaik als Chef des KGaA-Aufsichtsrates eigentlich kennen müsste. Längst.


    http://www.tz.de/sport/1860-mu…ern-muenchen-6153915.html


    München - In der Englischen Woche will Sechzig die Weichen in Richtung Klassenverbleib stellen. Allerdings wird Goran Sukalo seinem neuen Verein dabei nicht helfen können.


    Seit dem 1. Februar ist Goran Sukalo Löwen-Profi - zumindest laut Vertrag. An Pflichtspieleinsätze war beim baumlangen Slowenen bislang nicht zu denken. Wegen hartnäckiger Adduktorenprobleme konnte der ehemalige Fürther bislang erst viermal mit dem Team trainieren. Und ein Ende der Leidenszeit scheint nicht in Sicht: Nach Informationen der Bild ist Sukalo für die nun folgende Englische Woche keine Option, kann frühestens in der zweiten März-Woche ins Mannschaftstraining einsteigen.


    Nachdem der 34-Jährige am Montag zumindest eine Laufeinheit absolvieren konnte, hatte Coach Benno Möhlmann noch gehofft, dass sein neuer Sechser beim 1. FC Kaiserslautern am Dienstag seine Sechzig-Premiere geben könnte. Nun muss Sukalo wohl auch für die Reise in die Pfalz sowie das Heimspiel drei Tage später gegen den SV Sandhausen passen.


    Damit würde der älteste Spieler im Kader in dieser Saison - ohne die möglichen Relegationsspiele - höchstens neunmal für die Löwen auflaufen können. Am Donnerstag arbeitete Sukalo individuell an seiner Stabilität.


    Sukalos Schonhaltung sorgt für muskuläre Probleme


    Zumindest haben Sukalo und die Blauen nun Gewissheit über die Ursache der Schmerzen. Laut dem früheren FCB-Teamarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt strahlt ein entzündeter Nerv im Rücken in den Adduktorenbereich aus. Allerdings führte die Blessur zu unliebsamen Begleiterscheinungen: Weil der Löwen-Zugang zur Schmerzvorbeugung eine Schonhaltung eingenommen hat, kam es zu einer Fehlstellung, die muskuläre Probleme hervorgerufen hat.


    "Mull" hatte Sechzig schon vor dem Transfer des ebenfalls verletzten Fürthers Tom Weilandt bewahrt. Der Flügelspieler hatte sich kurz vor der geplanten Vertragsunterschrift Ende Januar einen Muskelfaserriss zugezogen. Mit Sukalo haben die Löwen bislang jedoch auch nicht mehr Glück gehabt.


    http://www.tz.de/sport/1860-mu…iga-wohl-aus-6155946.html


    München - Das ist keine ideale Vorbereitung auf den Kracher gegen Fortuna Düsseldorf am Samstag. Die Löwen mussten am Donnerstag ihr Training absagen.


  • München - Es geht doch! Dem TSV 1860 München ist im Abstiegskampf ein Befreiungsschlag gelungen.


    Die Mannschaft von Trainer Benno Möhlmann bezwang nach zuletzt acht Spielen ohne Sieg Fortuna Düsseldorf mit 3:2 (1:0) und verbesserte sich mit 18 Zählern vor dem punktgleichen SC Paderborn auf den Relegationsplatz. Kai Bülow (29.), Sascha Mölders (47.) und Michael Liendl (80./Foulelfmeter) trafen für München.


    Düsseldorf muss sich nach zuletzt vier Punkten aus zwei Spielen mit 24 Zählern wieder nach unten orientieren - daran änderten auch die Tore von Lukas Schmitz (66.) und Ihlas Bebou (77.) für den Tabellen-15. nichts.


    http://www.tz.de/sport/1860-mu…-duesseldorf-6163046.html


    Dienstag müssen wir zu den Roten Teufeln, Anpfiff: 17.30 Uhr

  • Benno Möhlmann spricht über das bevorstehende Spiel gegen Kaiserslautern. Der Coach ist voller Zuversicht, hat aber auch eine schlechte Nachricht.



    München - Der TSV 1860 München hat Nico Karger langfristig gebunden und den 23-Jährigen mit einem Profi-Vertrag ausgestattet.


    Karger, dessen bisheriges Arbeitspapier am Saison-Ende ausgelaufen wäre, unterschrieb bei den Löwen bis 2019.


    „Es freut uns sehr, dass sich Nico dazu entschlossen hat, bei uns zu bleiben", zeigt sich Sportdirektor Oliver Kreuzer zufrieden. "Er hat sich in dieser Saison richtig gut entwickelt und den entscheidenden Schritt in die erste Mannschaft geschafft. Er bringt alle Voraussetzungen mit, fußballerisch wie athletisch, um sich bei den Profis zu etablieren, wenn er weiterhin so an sich arbeitet."


    Der Offensiv-Allrounder Karger trägt seit 2009 das Trikot des TSV 1860. In bisher 85 Spielen für die zweite Mannschaft erzielte er 19 Tore und bereitete zehn weitere vor. Für die Profis durfte Karger bisher vier Mal auflaufen.


    http://www.tz.de/sport/1860-mu…860-muenchen-6166521.html


    München - Goran Sukalo leidet bereits seit zehn Jahren an den Folgen eines Bandscheibenvorfalls. Ließ der holprige Trainingsplatz des TSV 1860 die Probleme wieder aufbrechen?


    Wann kann Goran Sukalo den Löwen endlich helfen? Das Comeback des Winter-Neuzugangs verzögert sich immer weiter. Die Beschwerden des 34-Jährigen lassen noch immer keinen Einsatz zu. Erst in der zweiten März-Woche könnte er endgültig wieder ins Teamtraining einstiegen, hieß es. Jetzt kommt heraus: Sukalos Beschwerden stammen von einer anderen Verletzung.


    "Seine Probleme resultieren von einem Bandscheibenvorfall. Den hat er seit zehn Jahren", erklärte nun 1860-Sportchef Oliver Kreuzer gegenüber Medienvertretern. Die Löwen wussten um die Problematik, verpflichteten ihn aber dennoch. "Sein Bandscheibenvorfall war uns aber bekannt. Wir geben ihm alle Zeit der Welt, um ganz fit zu werden."


    Der Bandscheibenvorfall bereitete Goran Sukalo bislang kaum Probleme, in der Hinrunde bei Greuther Fürth verpasste er gerade einmal ein Spiel. Doch seit dem Wechsel an die Grünwalder Straße sieht das anders aus. Der Grund hierfür könnten die holprigen Trainingsplätze beim TSV 1860 sein, spekuliert die SZ. Probleme mit winterlichen Verhältnissen und daraus resultierende fragwürdige Platzverhältnisse sind bei den Blauen leider jährlich an der Tagesordnung.


    http://www.tz.de/sport/1860-mu…eibenvorfall-6166399.html

  • 2.3.2016



    3.3.2016



    Jetzt möchte Benno Möhlmann mit dem TSV 1860 München die Englische Woche vergolden. Im dritten Spiel am Freitag (18.30 Uhr, bei uns im Live-Ticker) gegen den SV Sandhausen soll der dritte Sieg gelingen, mit dem die Löwen ihre Position im Abstiegskampf weiter verbessern könnten. „Wir dürfen uns jetzt nicht ausruhen und müssen an die Leistung der letzten Spiele anknüpfen“, forderte der 1860-Coach am Donnerstag. „Wir schaffen es jetzt, gemeinsam in eine Richtung zu arbeiten“, sagte der formstarke Mittelfeldspieler Kai Bülow zum Aufschwung der Löwen, die noch den Relegationsplatz 16 belegen.


    http://www.tz.de/sport/1860-mu…v-sandhausen-6177614.html


    Liveticker



  • Fünf Tore nach Standards: Die Löwen besiegten in einem Kampfspiel, das nach ruhenden Bällen entschieden wurde, mit 3:2 gegen den SV Sandhausen. Christopher Schindler hatte Sechzig in Führung gebracht (11.), Aziz Bouhaddouz glich postwendend aus (12.). Sascha Mölders erhöhte nach einer halben Stunde auf 2:1. Im zweiten Durchgang traf Michael Liendl per Foulelfmeter (61.). Nach dem Anschlusstreffer von Ranisav Jovanovic wurde es noch einmal spannend (72.), aber mit Glück Geschick brachten die Löwen den dritten Sieg in Folge über die Zeit.


    Personal: Löwen-Cheftrainer Benno Möhlmann musste gegen Sandhausen verletzungsbedingt bzw. wegen Trainingsrückstands auf Dominik Stahl (Achillessehnenreizung), Rodnei (Aufbautraining), Daniel Adlung (Sprunggelenks-OP), Krisztian Simon (Kreuzbandriss), Goran Sukalo (Adduktorenprobleme), Jannik Bandowski (Trainingsrückstand), Richard Neudecker (Schambeinentzündung) und Vladimir Kovac (Aufbautraining) verzichten. Nicht in den 18er-Kader schafften es Guillermo Vallori, Daylon Claasen und Stephan Hain. Ansonsten ließ Möhlmann die gleiche Startelf wie gegen Kaiserslautern drei Tage zuvor auflaufen.
    Sascha Mölders: »Für den Kopf ist Platz 15 besser als Rang 16!«


    Spielverlauf: Defensiv agierte Sandhausen in einem 4-1-4-1-System, zog sich bei Ballbesitz der Löwen bis an die Mittellinie zurück. Beinahe hätten die Gäste in der 5. Minute aus einem Standard die Führung erzielt. Ein Freistoß halbrechts fünf Meter vor dem Sechzehnmeterraum zirkelte Leart Paqarada mit links aufs rechte Eck, der Ball traf aber nur die Oberkante der Latte. Auch die nächste Möglichkeit besaß Paqarada nach einem ruhenden Ball. Diesmal war der Tatort an der rechten Strafraumseite, etwa 16 Meter zum Tor. Der Verteidiger schoss mit links aufs lange Eck, doch der Ball ging über die Querlatte (19.). Im direkten Gegenzug kam Levent Aycicek aus halbrechter Position zum Abschluss, sein leicht abgefälschter Schuss landete auf der Oberkante der Latte (10.). Den fälligen Eckstoß brachte Michael Liendl von links in die Mitte, Kai Bülow war zur Stelle, sein Flugkopfball wehrte Marco Knaller noch mit einer Klasseparade nach vorne ab. Die Kugel kam über Sascha Mölders zu Christopher Schindler, der sie aus sieben Metern hoch ins linke obere Eck zum 1:0 köpfte (11.). Die Freude über die Führung wehrte aber nicht lange. Nach einem Eckball konnten die Löwen die Situation nicht klären, von Maximilian Witteks Hüfte flog der Ball in hohem Bogen vors Tor, wo Aziz Bouhaddouz unbedrängt aus sechs Metern zu einem Fallrückzieher ansetzte und zum 1:1 ins rechte Eck traf. In der 16. Minute setzte sich Gary Kagelmacher über die rechte Seite durch, seine Hereingabe fast von der Grundlinie konnte Knaller nur nach vorne abwehren, doch Mölders kam zwar an den Abpraller, aber nicht zum Abschluss. Und auch löwen-Tor Nummer zwei fiel nach einem Standard. Liendl hatte den Freistoß aus dem rechten Halbfeld mit links vors Tor geschlagen, Kai Bülow und Mölders liefen in die Hereingabe, Mölders verlängerte den Ball mit dem Hinterkopf zum 2:1 ins lange Eck (30.). Beinahe hätten die Löwen zwei Minuten später den Ausgleich kassiert. Erneut tauchte Bouhaddouz nach Pass von Andrew Wooten frei vor Ortega auf, doch der Keeper reagierte glänzend. Beim präzisen Nachschuss von Wooten wäre aber auch er chancenlos gewesen, da half ihm Bülow, der im letzten Moment per Grätsche knapp vor der Torlinie klärte (32.). Danach gab es bis zur Pause in einer von beiden Seiten aggressiv geführten Partie keine nennenswerte Torraumszene mehr. Dank der Standard-Stärke nahmen die Löwen das 2:1 mit in die Kabine.
    Zum zweiten Durchgang wechselte Sandhausens Coach Alois Schwartz Ex-Löwe Korbinian Vollmann ein. Ein Schuss von Denis Linsmayer in der 51. Minute durch die Beine von Bülow aus 18 Metern war nur deshalb gefährlich, weil der Löwen-Keeper ihn erst sehr spät sah. Kurz danach wollte Mölders aus dem Halbfeld den weit vorm Tor stehenden Knaller mit einem Heber überraschen, doch der Abschluss war etwas zu hoch angesetzt (54.). Ein 26-Meter-Freistoß von Vollmann klatschte in der 56. Minute an den rechten Pfosten. nach einem Freistoß von Aycicek aus dem linken Halbfeld bekam Knaller den Ball nicht zu fassen, irrte danach durch den Strafraum und lief dabei Schindler über den Haufen. Schiedsrichter René Rohde pfiff sofort Elfmeter (60.). Liendl lief an und schoss trocken und unhaltbar für seinen Landsmann zum 3:1 ins rechte untere Eck (61.). Einen 28-Meter- Freistoß von Vollmann wehrte Ortega unkonventionell mit zwei Fäusten zur Seite ab. Kurz danach segelte er an einer Rechtsflanke vorbei, doch kein Angreifer der Sandhäuser konnte daraus Kapital schlagen (67.). Doch auch Sandhausen war nach Standards gefährlich. Paqaradas Ecke von links in der 71. Minute wollte Kagelmacher wegschlagen, doch die Kugel rutschte ihm über den Fuß, strich knapp über die Latte ab. Erneut gab es Eckball durch Paqarada von links. Ortega konnte zunächst im Zusammenspiel mit Wittek den Kopfball von Wooten auf der Linie klären, aber der Ball sprang hoch zum kurz zuvor eingewechselten Ranisav Jovanovic, der sie per Kopf aus kurzer Distanz ins leere Tor zum 3:2 bugsierte (72.). Einen Freistoß von der linken Strafraumkante setzte Vollmann in der 85. Minute mit rechts knapp über den Querbalken. In der vorletzten Minute der regulären Spielzeit hätten die Löwen alles klar machen können, doch die Flanke von Maximilian Beister nach einem Konter über die rechte Seite war etwas zu hoch angesetzt, so dass Nico Karger in der Mitte nicht drankam (89.). In der Schlussphase ging sogar Torhüter Knaller bei einem Eckball mit nach vorne, aber die Löwen retteten den knappen Sieg über die Zeit.


    STENOGRAMM: 25. Spieltag, 04.03.2016, 18.30 Uhr


    1860 München – SV Sandhausen 3:2 (2:1)


    1860: 24 Ortega - 25 Kagelmacher, 26 Schindler, 2 Mauersberger, 3 Wittek – 38 Lacazette, 4 Bülow - 10 Liendl, 33 Aycicek – 13 Mölders, 19 Okotie.
    Ersatz: 1 Eicher (Tor) – 9 Mugosa, 18 Karger, 20 Rama, 23 Beister, 30 Degenek, 37 Yegenoglu.


    SVS: 1 Knaller – 19 Paqarada, 17 Hübner, 14 Kister, 4 Roßbach – 6 Linsmayer, 31 Kulovits – 8 Wooten, 7 Thiede, 13 Kosecki – 9 Bouhaddouz.
    Ersatz: 33 Wulle (Tor) – 11 Kuhn, 15 Bieler, 22 Vollmann, 26 Jovanovic, 27 Olajengbesi, 30 Pledl.
    Wechsel: Karger für Aycicek (69.), Beister für Mölders (83.), Rama für Liendl (90.) - Vollmann für Kosecki (46.), Jovanovic für Kulovits (67.), Kuhn für Wooten (83.).


    Tore: 1:0 Schindler (11.), 1:1 Bouhaddouz (12.), 2:1 Mölders, 3:1 Liendl (61., Foulelfmeter), 3:2 Jovanovic (72.).
    Gelbe Karten: - Thiede, Roßbach, Wooten, Hübner.
    Zuschauer: 14.600 in der Allianz Arena.


    Schiedsrichter: René Rohde (Rostock); Assistenten: Lasse Koslowski (Berlin), Felix-Benjamin Schwermer (Magdeburg); Vierter Offizieller: Sven Waschitzki (Essen).


    http://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/1852.htm


    Weltfussball Ticker usw


    Nächstes Spiel:


    13.3. um 13 Uhr 30 bei Sch...RB

  • Da waren‘s nur noch 17. Anstatt der Qual der Wahl wie noch zu Beginn der Englischen Woche musste Benno Möhlmann Mitte dieser Woche Pragmatismus walten lassen. Wäre am Mittwoch Tag der Nominierung für den 18er-Kader gewesen, er hätte sich von selbst aufgestellt.
    „Langsam wird’s tatsächlich übersichtlich“, kommentierte der 1860-Cheftrainer und hofft bis zum Auswärtsspiel beim Spitzenreiter der Zweiten Liga noch auf die „Rückkehr des ein oder anderen“.
    Heißester Kandidat: „Kopfballungeheuer“ Kai Bülow, der bei zwei der drei Löwen-Erfolge einen Treffer beisteuerte. Der 29-Jährige trat unter der Woche wegen eines Zehenbruchs kürzer. Bereits das Spiel gegen den SV Sandhausen hatte der Defensivallrounder mit der Verletzung absolviert. Dominik Stahl, der eine Achillessehnenreizung auskuriert, trainierte auch am Mittwoch noch individuell. Damit sinkt wohl die Wahrscheinlichkeit auf einen Einsatz bei den Sachsen.
    Definitiv ausgeschlossen ist, dass Maxi Beister und Stephan Hain bis zum Wochenende wieder zur Verfügung stehen. Beide mussten auch am Mittwoch noch komplett pausieren. Außerdem fehlten Daniel Adlung (OP am Sprunggelenk), Goran Sukalo (Entzündung in der Lendenwirbelsäule), Vladimir Kovac (OP am Sprunggelenk), Krisztian Simon (Kreuzbandriss/OP) und Richy Neudecker (Schambeinentzündung).
    Also widmete Benno Möhlmann den Trainierenden seine volle Aufmerksamkeit und gewährte ihnen bei der Gestaltung der Einheit Mitspracherecht: „Die Jungs wollten schießen, also haben wir geschossen“, so der 61-Jährige. Abschluss und Schluss!


    http://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/1862.htm


  • Nach der Englischen Woche mit drei Spielen in sechs Tagen hatten die Löwen eine lange Trainingswoche, bevor es am Sonntag, 13. März, zum Tabellenführer nach Leipzig geht. Anpfiff in der RB-Arena ist um 13.30 Uhr.
    „Wir haben in den letzten 14 Tagen sehr gut gepunktet“, beschreibt 1860-Chefcoach Benno Möhlmann die Serie von zehn Punkten aus den letzten vier Spielen. Erstmals seit langer Zeit stehen die Löwen – wenn auch nur aufgrund der besseren Tordifferenz gegenüber Fortuna Düsseldorf – auf einem Nicht-Abstiegsplatz. „Die Zuversicht ist wieder groß“, sagt Möhlmann, „aber es besteht kein Grund, leichtsinnig oder überheblich zu werden. Der Klassenerhalt ist immer noch eine schwierige Angelegenheit. Das müssen wir wissen.“


    http://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/1868.htm


    :D


    München - Am Sonntag treten die Löwen bei Spitzenreiter RB Leipzig an. Der Kader der Bullen wird kurz vor dem Spiel von einer Grippewelle heimgesucht.


    Zweitliga-Spitzenreiter RB Leipzig hat vor dem Heimspiel am Sonntag (13.30 Uhr) gegen den TSV 1860 München eine Grippewelle erwischt. Linksverteidiger Marcel Halstenberg und Stürmer Marcel Sabitzer werden auf jeden Fall ausfallen. Bei Torhüter Peter Gulacsi, Stefan Ilsanker und Kapitän Dominik Kaiser steht der Einsatz noch auf der Kippe, sagte Trainer Ralf Rangnick am Freitag.


    „Der Verdacht liegt nahe, dass das mit der Reise und den Witterungsbedingungen in Freiburg zu tun hat“, erklärte der 57-Jährige. Sein Team hatte am Montag das Spitzenspiel beim SC Freiburg im heftigen Schneetreiben mit 1:2 verloren.


    Doch auch der TSV 1860 München hat mit einigen Ausfällen zu kämpfen. So fehlen den Löwen am Sonntag neben den Langzeitverletzten auch Maximilian Beister, Dominik Stahl und höchstwahrscheinlich Kai Bülow.


    http://www.tz.de/sport/1860-mu…lle-erwischt-6201154.html


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