TSV 1860 München

  • Die Löwen stehen im Halbfinale des Toto-Pokals. Nach der regulären Spielzeit stand es durch die Tore von Florian Dietz (41.) und Prince Owusu (64.) 1:1. Die Entscheidung musste im Elfmeterschießen fallen. Und hier wurde 1860-Keeper Marco Hiller zum Matchwinner. Drei von fünf Elfmeter hielt der 22-Jährige, sorgte für den Pokal-Triumph.


    Personal: Löwen-Cheftrainer Daniel Bierofka musste im Toto-Pokalspiel verletzungsbedingt auf Eric Weeger (Schulterverletzung), Quirin Moll (Reha nach Kreuzbandriss), Simon Seferings (Grippe), Nico Karger (Aufbautraining Sehnenriss), Efkan Bekiroglu (Trainingsrückstand) und Semi Belkahia (Kreuzbandriss) verzichten. Nicht im 18er-Kader standen Niklas Lang, Marco Metzger, Noel Niemann, Markus Ziereis und Kristian Böhnlein. Wie angekündigt nahm der Coach gegenüber der 1:2-Niederlage in Würzburg einige Veränderungen vor. So kehrten Herbert Paul und Phillipp Steinhart ins Team zurück, dafür rückten Markus Willsch und Herbert Paul nach vorne. Dennis Erdmann verteidigte für Aaron Berzel. Im Angriff ersetzten Stefan Lex und Prince Owusu Benjamin Kindsvater und Sascha Mölders.


    Spielverlauf: Beide Mannschaften standen sehr kompakt, ließen dem Gegner keinen Raum. Erstmals wurde es in der 9. Minute vorm Löwen-Tor gefährlich, als Markus Schwabl den Ball aus der eigenen Hälfte diagonal nach vorne drosch, Sascha Bigalke im Rücken von Herbert Paul startete, aber Marco Hiller aufgepasst hatte, aus seinem Tor kam und die Kugel kurz vor der Strafraumgrenze abfing. Einen Flugball von Paul in die Tiefe brachte Marius Willsch im SpVgg-Strafraum nicht unter Kontrolle, sonst wäre er in der 13. Minute halbrechts frei zum Abschluss gekommen. Nach einem Flankenlauf über rechts durch Willsch verlängerte Daniel Wein die Hereingabe auf Owusu, der kam aus kurzer Distanz mit der Fußspitze zum Abschluss. Der harmlose Schuss rutschte Steve Kroll zwischen den Beinen durch, aber noch vor der Linie bekam der Torwart die Kugel zu fassen (16.). Phillipp Steinhart brachte in der 19. Minute Ex-Löwe Moritz Heinrich zwei Meter vor dem Strafraum halbrechts zu Fall. Der 18-Meter-Freistoß mit links durch Alexander Winkler blieb in der Mauer hängen und auch den Nachschuss konnten die Löwen klären (20.). Ein schneller Antritt halblinks durch Leon Klassen sorgte in der 23. Minute für Gefahr. Seine Flanke nahm Paul halbrechts aus 13 Metern mit vollem Risiko volley, verfehlte aber deutlich das Hachinger Tor. Nach einer Rechtsflanke von Stefan Lex kam Felix Weber am zweiten Pfosten zum Kopfball, seine Ablage in die Mitte konnten die Hachinger mit viel Glück vor Prince Owusu klären (29.). In der 41. Minute fiel der Treffer auf der anderen Seite. Eine Ecke von rechts durch Bigalke wuchtete Florian Dietz aus fünf Metern per Kopf zum 1:0 ins Löwen-Netz. Beinhae wäre noch vor der Pause der Ausgleich gelungen. Wieder kam Willsch am rechten Flügel zum Flanken, Owusu war am ersten Pfosten mit dem Kopf zur Stelle, brachte aber die Kugel nicht an Kroll vorbei (45.). Somit nahmen die Löwen den 0:1-Rückstand mit in die Kabine.

    Für den Gelb-Rot gefährdeten Klassen brachte Trainer Bierofka für den zweiten Durchgang Sascha Mölders als dritte Spitze. Einen Distanzschuss hatte Daniel Wein in der 50. Minute etwas zu hoch angesetzt. Ansonsten schafften es die Löwen nicht, die gut gestaffelte Unterhachinger Defensive zu überspielen. In der 64. Minute eroberten die Löwen im Hachinger Aufbau die Kugel. Über Tim Rieder kam sie auf der linken Seite zu Steinhart, in dessen Hereingabe lief Owusu am ersten Pfosten, köpfte die Flanke zum 1:1 am verdutzen Kroll vorbei ins kurze Eck. Auf der anderen Seite rutschte Dietz wenig später eine Hereingabe von Bigalke in zentraler Position über den Scheitel (67.). Erneut brannte es lichterloh nach einer Ecke der Gäste durch Bigalke. Die Querlatte rettete beim Kopfball von Stephan Hain (74.). Eine Steinhart-Ecke von links verlängerte Dennis Erdmann am ersten Pfosten mit dem Kopf, aber wieder war ein Hachinger zur Stelle, bereinigte die Situation (75.). Zwei Minuten später war es Mölders, der eine Eckenflanke von rechts durch Wein aus acht Metern im Rückwärtslaufen über den Querbalken köpfte (77.). Eine Konterchance der Löwen konnte Stahl als letzter Mann gerade noch gegen Mölders verhindern (86.). Ein Eckball von Jim-Patrick Müller sorgte in der Nachspielzeit nochmals für Gefahr, aber es bleib beim 1:1. So musste die Entscheidung im Elfmeterschießen fallen.

    Kapitän Felix Weber gewann die Wahl des Tores. Natürlich entschied er sich für die Westkurve. Haching hatte den ersten Schuss durch Christoph Greger. Marco Hiller hatte die Ecke geahnt, kam aber nicht an den Ball. Anschließend verwandelte Timo Gebhart sicher gegen Steve Kroll. Anschließend scheiterte Paul Grauschopf an Hiller. Daniel Wein setzte die Kugel deutlich über den Querbalken. Erneut war Hiller in der richtigen Ecke, konnte den Schuss von Lucas Hufnagel aber nicht abwehren. Phillipp Steinhart verwandelte sicher zum 2:2. Der Schuss von Felix Schröter in die Mitte wurde sichere Beute von Hiller. Felix Weber brachte die Löwen erstmals in Front. Nun musste Moritz Heinrich für Haching treffen. Auch den Schuss seines früheren Mitspielers hielt er, somit gewannen die Löwen das Elfmeterschießen mit 3:2 und zogen ins Halbfinale des Toto-Pokals ein.


    STENOGRAMM, Toto-Pokal-Viertelfinale, 11.10.2019, 19.30 Uhr


    1860 München – SpVgg Unterhaching n. E. 4:3 (1:1, 0:1)


    1860: 1 Hiller (Tor) – 28 Paul, 4 Weber, 13 Erdmann, 36 Steinhart – 17 Wein, 23 Rieder – 25 Willsch, 33 Klassen – 7 Lex, 21 Owusu.

    Ersatz: 39 Bonmann (Tor) – 9 Mölders, 10 Gebhart, 11 Greilinger, 14 Dressel, 16 Kindsvater, 22 Berzel.


    SpVgg: 22 Kroll (Tor) – 23 Schwabl, 15 Greger, 4 Winkler, 25 Grauschopf – 26 Stierlin, 20 Stahl – 27 Heinrich 21 Bigalke – 11 Dietz, 9 Hain.

    Ersatz: 42 Gurski (Tor) – 8 Dombrowka, 10 Hufnagel, 13 Müller, 16 Mensah, 29 Schröter, 33 Ehlich.


    Wechsel: Mölders für Klassen (46.), Kindsvater für Lex (59.), Gebhart für Willsch (87.) – Hufnagel für Stierlin (56.), Schröter für Hain (87.), Müller für Bigalke (90.).

    Tore: 0:1 Dietz (41.), 1:1 Owusu (64.).

    Gelbe Karte: Klassen, Weber – Stierlin.

    Zuschauer: 11.100 Grünwalder Stadion.

    Schiedsrichter: Robert Hartmann (Wangen); Assistenten: Tobias Schultes (Betzigau), Andreas Hummel (Betzigau).


    http://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/4638.htm


    Presseschau tz und Az:


    https://www.tz.de/sport/1860-m…elfer-krimi-13105466.html


    https://www.abendzeitung-muenc…66-8355-d85243e62e4c.html


    Nächstes Spiele:


    12.10.2019, 14 Uhr, in Rosenheim gegen den Namensvetter 1860


    19.10.2019, 14 Uhr, zu Hause gegen Uerdingen

  • Einen Tag nach dem Sieg im Toto-Pokal-Viertelfinale gegen die SpVgg Unterhaching (4:3 nach Elfmeterschießen) spielten die Löwen beim Namensvetter TSV 1860 Rosenheim anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Fußballabteilung. Und die Münchner zeigten sich bei der 1:4-Niederlage als gute Gäste.


    Bei dem Drittligisten kamen fast ausschließlich Spieler zum Einsatz, die am Abend zuvor nicht im Kader standen oder nur einen Kurzeinsatz hatten. Der Regionalligist zeigte sich von Beginn an hochmotiviert und ging bereits in der 22. Minute in Führung. Matthias Heiß hatte für Laurin Demolli durchgesteckt, der im Eins-gegen-Eins Löwen-Keeper Hendrik Bonmann keine Chance ließ. Vier Minuten später erhöhten die Rosenheim sogar auf 2:0. Diesmal glänzte Demolli als Vorbereiter. Der Stürmer mustergültig Luftetar Mushkolaj, der den Ball eiskalt an Bonmann vorbei rechts unten einschob (26.). Anstatt den Anschluss herzustellen, mussten die Weiß-Blauen vor der Pause sogar das 0:3 hinnehmen. Erneut war es Demolli, der für Betrieb im Strafraum sorgte. Marco Raimondo-Metzger konnte ihn nur durch ein Foul stoppen, das Schiedsrichter Huber mit Elfmeter ahndete. Linor Shabani verlud Bonmann, traf zum 3:0 ins linke Eck (43.).

    Zumindest die zweite Hälfte konnten die Löwen dann vom Ergebnis her ausgeglichen gestalten. Doch zunächst waren die Gastgeber erneut am Zug. Fatih Eminoglu spielte Yannik Albrich auf der rechten Seite an, dessen flache Hereingabe landete irgendwie im Tor, wahrscheinlich vom Bein eines Löwen abgefälscht (62.).So ganz sang- und klanglos wollten sich die Münchner Sechziger nicht verabschieden, machten in der Schlussphase nochmals Druck und wurden wenigstens mit dem Ehrentreffer belohnt. Einen Distanzschuss ließ Rosenheim-Keeper Alin Goia in der 75. Minute nach vorne abprallen Raimondo-Metzger war zur Stelle, staubte zum 1:4-Endstand ab.


    STENOGRAMM, Testspiel 12.102019, 14 Uhr


    TSV 1860 Rosenheim - TSV 1860 München 4:1 (3:0)


    1860 Rosenheim: 1 Goia (Tor) – 6 Shabani, 8 Mayerl, 10 Wallner, 11 Majdancevic – 13 Albrich, 21 Mushkolaj, 24 Heiß, 27 Neumeier – 35 Madsen, 36 Demolli.

    Ersatz: 23 Pfister(Tor) – 5 Lenz, 7 Linner, 16 Sattelberger, 17 Köhler, 19 Merdan, 25 Hölzl, 37 Moser, 61 Eminoglu.


    1860 München: 39 Bonmann (Tor) – 2 Weeger, 6 Raimondo-Metzger, 33 Klassen – 11 Greilinger, 14 Dressel, 34 Böhnlein, 10 Gebhart, 16Kindsvater – 24 Ziereis, 11 Niemann.

    Ersatz: 1 Hiller (Tor) – 41 Agbaje, 42 Guinari, 43 Koch, 44 Dodas.


    Wechsel: Moser für Wallner (58.) – Guinari für Niemann (46.), Akbaje für Gebhart (78.), Dodas für Kindsvater (83.).

    Tore: 1:0 Demolli (22.), 2:0 Mushkolaj (26.), 3:0 Shabani (43.), 4:0 Albrich (62.), 4:1 Raimondo-Metzger (75.).

    Zuschauer: 1.200 Jahnstadion Rosenheim.

    Schiedsrichter: Markus Huber; Assistenten: Thomas Wagner, Benedikt Jany.


    http://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/4640.htm


    Bildergalerie:


    http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2293.htm

  • Von der Tabelle her ist es ein Spiel auf Augenhöhe, wenn die Löwen am Samstag, 19. Oktober 2019, den KFC Uerdingen empfangen. Anpfiff im Grünwalder Stadion ist um 14 Uhr. Magenta Sport und das BR Fernsehen übertragen die Partie live.


    „Es geht um drei Punkte, die aufgrund der Tabellensituation für beide Mannschaften sehr wichtig sind“, sagt Löwen-Trainer Daniel Bierofka. Sein Team hat einen Zähler mehr auf dem Konto als der KFC. Aber nicht nur der Kader der Krefelder um Weltmeister Kevin Großkreutz ist exklusiv, auch der neue Manager Stefan Effenberg gilt als schillernde Figur im Fußball. „Bisher hat Uerdingen die PS nicht auf die Straße gebracht“, sagt der 40-jährige Löwen-Coach mit Blick auf den illustren Kader der Gäste, „wir müssen schauen, dass sie es auch gegen uns nicht schaffen. Es darf uns nicht interessieren, welche Namen auf dem Platz stehen.“


    SECHZIG - Das Löwenmagazin gegen den KFC Uerdingen.


    Seit dieser Woche ist Daniel Steuernagel der neue Coach des KFC – zumindest verfügt er über die erforderliche Lizenz. Nach der Demission von Heiko Vogel hatte dessen Assistent Stefan Reisinger interimsweise das Sagen. In zwei Spielen holte er vier Punkte. Doch da dem Ex-Löwen die Fußballlehrer-Lizenz fehlt, war für ihn nach 15 Tagen Schluss, obwohl mit dem früheren Stürmer alle zufrieden waren. „Die Situation ist etwas undurchsichtig“, so Bierofka mit Blick auf die neue Hierarchie.

    Egal wer intern letztlich das Sagen hat – Bierofka geht ohnehin davon aus, dass es keine große Änderungen bei den Uerdinger geben wird, „zumal der neue Trainer relativ kurzfristig kam. Wir nehmen die Spiele unter Stefan Reisinger als Blaupause!“ Die Formkurve zeigt beim Gegner nach oben, weshalb die Löwen eine „Top-Leistung“ benötigen, „um die drei Punkte zu holen“, wie der 1860-Coach erklärt. „Motivation muss immer der Sieg sein, nicht die Tabelle!“

    Sechzig live: Heimspiel gegen Uerdingen im BR Fernsehen.

    Ohnehin sind die Löwen zu Hause eine Macht, haben in den letzten sieben Partien auf Giesings Höhen immer gepunktet. „Das ist kein Zufall mehr“, findet Bierofka, „sondern ein Ausrufezeichen. Wir können die Emotionen verwerten, die Power, die von den Rängen kommt.“ Personell kann er bis auf die langzeitverletzten Quirin Moll, Nico Karger und Semi Belkahia aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Efkan Bekiroglu ist nicht einsatzfähig. Nach abgeklungener Verletzung verhinderte zuletzt eine Erkältung seine Trainingsteilnahme. „Effe wird am Dienstag wieder einsteigen, ist fürs nächste Spiel eine Option.“

    So steht am Samstag ein anderer „Effe“ im Blickpunkt. Stefan Effenberg ist erstmals als Manager bei einem Spiel der Uerdinger. „Ich kann nicht sagen, ob wir mal gegeneinander gespielt haben“, kramt Bierofka in seinen Erinnerungen. Trotzdem hat ihn der mittlerweile 51-Jährige nachhaltig „aufgrund seiner Persönlichkeit“ beeindruckt. „Er war ein Typ mit Ecken und Kanten, hat immer für die Sache gekämpft und war kein Selbstdarsteller. Deshalb habe ich absolute Hochachtung vor ihm“, sagt er über den ehemaligen Profi und Nationalspieler.


    Lukas Königshofer: Der »Leader« beim KFC Uerdingen.


    Einen solchen Spielertypen hat auch Bierofka in seinen Reihen – noch. Denn Sascha Mölders gab unter der Woche gegenüber der Augsburger Allgemeinen öffentlich bekannt, dass er seine Profikarriere nach der aktuellen Spielzeit beenden wird. Für den Löwen-Coach kam dies nicht überraschend: „Ich bin mit Sascha immer im Austausch. Er hat sich so entschieden, aber ich bin mir sicher, dass er bis zum Schluss alles geben wird.“ Bierofka habe ein gutes Verhältnis zu seinem Angreifer. „Sascha labert nicht rum, sondern sagt es immer geradeheraus. Er ist eine Persönlichkeit, die sich am Gegenspieler reibt, aber auch in der eigenen Mannschaft Reibungspunkte setzt.“

    Der 1860-Coach kann sich gut in Mölders Situation versetzen. „Irgendwann kommt der Zeitpunkt, um aufzuhören. Das war bei mir genauso. Ich habe auch mit 35 Jahren meine Profikarriere beendet.“ Doch in einem Punkt unterscheiden sich beide. „Sascha hätte wie ich die Möglichkeit gehabt, bei Sechzig im Jugendbereich zu beginnen. Aber er will seinen eigenen Weg gehen.“


    Hinweise zum Heimspiel gegen den KFC Uerdingen.


    Die Löwen wollen den Rückenwind durch den Halbfinaleinzug im Toto-Pokal gegen die SpVgg Unterhaching auch in der Liga nutzen. „Für die Mannschaft hat es mich gefreut. Wir waren gegen den Tabellenführer auf Augenhöhe. Durch das Erfolgserlebnis wurden meine Jungs in ihrer Arbeit bestätigt.“


    MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN


    1860: 39 Bonmann (Tor) – 25 Willsch, 4 Weber, 13 Erdmann, 36 Steinhart – 17 Wein, 23 Rieder – 16 Kindsvater, 33 Klassen – 21 Owusu, 9 Mölders.

    Ersatz: 1 Hiller (Tor) – 2 Weeger, 6 Metzger, 7 Lex, 8 Seferings, 10 Gebhart, 11 Greilinger 14 Dressel, 19 Niemann, 22 Berzel, 24 Ziereis, 28 Paul, 34 Böhnlein.

    Nicht dabei: 3 Lang (U21), 5 Moll (Reha nach Kreuzbandriss), 18 Karger (Aufbautraining nach Sehnenriss), 20 Bekiroglu (Muskelverletzung), 27 Belkahia (Kreuzbandriss), 40 Kretzschmar (3. Torwart).


    KFC: 1 Königshofer (Tor) – 6 Großkreutz, 5 Lukimya, 4 Kirchhoff, 7 Dorda – 31 Matuschyk, 21 Mbom – 22 Barry, 20 Ibrahimaj, 11 Rodriguez – 9 Boere.

    Ersatz: 17 Vollath, 33 Bachmeier (beide Tor) – 3 Gündüz, 8 Kinsombi, 10 Pflücke, 12 Guenouche, 15 Bittroff, 18 Evina, 23 Rühle, 28 Konrad, 32 Maroh, 35 Osawe.

    Nicht dabei: 19 Grimaldi (Muskelverletzung im Oberschenkel), 24 Steurer (Virusinfektion), 30 Daube (Innenbandriss im Knie).


    Schiedsrichter: Tobias Fritsch (Mainz); Assistenten: Jonas Brombacher (Kandern), Marc Philip Eckermann (Winnenden).


    http://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/4648.htm



    Das Spiel wird auch im BR Fernsehen übertragen


    "das BR Fernsehen die Partie live ab 14 Uhr im BR Fernsehen und als Stream in der BR Mediathek."

  • Die Löwen haben nach sieben Partien ohne Niederlage wieder ein Heimspiel verloren. Nach einer umstrittenen Gelb-Roten Karte gegen Kapitän Felix Weber waren die Sechzger ab der 50. Minute in Unterzahl. Den entscheidenden Treffer setzte der KFC Uerdingen in der Endphase durch Adam Matuschyk (82.).


    Personal: Löwen-Cheftrainer Daniel Bierofka musste im Heimspiel gegen Uerdingen verletzungsbedingt auf Quirin Moll (Reha nach Kreuzbandriss), Nico Karger (Aufbautraining nach Sehnenriss), Efkan Bekiroglu (Erkältung) und Semi Belkahia (Kreuzbandriss) verzichten. Erik Weeger, Niklas Lang, Marco Raimondo-Metzger, Stefan Lex, Simon Seferings, Noel Niemann, Kristian Böhnlein und Tom Kretzschmar standen nicht im 18er-Kader. Im Vergleich zum letzten Punktspiel in Würzburg gab es drei Veränderungen in der Startelf: Dennis Erdmann spielte wie im Toto-Pokal in der Innenverteidigung für Aaron Berzel, Phillipp Steinhart rückte für Fabian Greilinger ins Team, tauschte jedoch die Position mit Leon Klassen und Prince Owusu ersetzte Timo Gebhart als hängende Spitze.

    Spielverlauf: Erstmals kamen die Löwen in der 3. Minute gefährlich vors Tor. Erst scheiterte Leon Klassen mit seinem Abschluss, dann blockte unfreiwillig Prince Owusu den schwachen Schuss von Phillipp Steinhart aus elf Metern mit dem Rücken zum Tor. Owusu setzte sich in der 12. Minute an der linken Grundlinie gegen Assani Lukimya durch, seine Hereingabe in die Mitte wurde gerade noch von einem Abwehrspieler zur Ecke abgefälscht. Bei einer Steinhart-Flanke von links kam KFC-Keeper Lukas Königshofer viel zu spät aus seinem Tor, Sascha Mölders stieg zum Kopfball hoch, brachte die Kugel aber nicht aufs verwaiste Tor (19.). Eine Rechtsflanke von Benjamin Kindsvater köpfte Alexander Bittroff am zweiten Pfosten vor Klassen gerade noch ins Aus (22.). In der 24. Minute forderten die Löwen Elfmeter. Den Wischer von Lukimya gegen den Hals von Owusu ließ Schiedsrichter Tobias Fritsch aber ungeahndet. Nach einer Ecke von rechts durch Rodriguez herrschte Alarmstufe Rot, der Ball trudelte durch den Strafraum, ehe Felix Weber vor dem einschussbereiten Tom Boere den Ball ins Tor-Aus grätschen konnte (26.). Bei einem Pass von Lukimya in die Spitze hatte Hendrik Bonmann aufgepasst, war vor dem durchgestarteten Boere an der Kugel (36.). Eine perfekte Flanke von Klassen aus dem linken Halbfeld erreichte Mölders am rechten Fünfmetereck mit dem Kopf, konnte den Ball aber nicht auf den Kasten drücken (38.). So ging es torlos in die Kabine.

    Direkt nach Wiederanpfiff versuchte es Ali Ibrahimaj mit einem Schuss von der Strafraumgrenze, doch Bonmann tauchte ab, hatte die Kugel sicher (46.). Wenig später konnte Erdmann gerade noch im letzten Moment Ibrahimaj im 1860-Strafraum am Abschluss hindern (49.). Ab der 50. Minute waren die Löwen nur noch zu Zehnt. Weber erhielt nach einem Allerweltsfoul an Rodriguez seine zweite Gelbe Karte – auch die erste war schon fragwürdig –, musste vom Platz. Den anschließenden 18-Meter-Freistoß setzte der Gefoulte deutlich übers Tor (52.). In der 59. Minute eroberten die Sechzger in der Uerdinger Hälfte den Ball, Marius Willsch legte im Strafraum quer auf Mölders, doch der heranstürmende Torjäger grätschte im Zentrum am Spielgerät vorbei. Das war die Riesenchance zur Führung! Auch sonst war in dieser Phase kaum etwas davon zu spüren, dass die Sechzger mit einem Mann weniger auf dem Platz standen. Mit zunehmender Spieldauer schwanden die Kräfte, die Löwen zogen sich immer weiter zurück. Uerdingen war trotzdem meist nur nach Standards gefährlich. In der 82. Minute passierte es dann. Der eingewechselte Franck Evina legte den Ball an der Strafraumgrenze auf Adam Matuschyk ab, der zog aus 21 Metern ab, traf genau neben dem linken Pfosten zum 1:0 für die Gäste ins 1860-Tor. Zwei Minuten später hatte Mölders den Ausgleich auf dem Fuß. Sein 20-Meter-Schuss ging aber knapp rechts am Tor vorbei. In der 87. Minute hätte Boere alles klar machen können, als er alleine auf Bonmann zulief, doch der Löwen-Keeper warf sich ihm entgegen, konnte den KFC-Stürmer entscheidend abdrängen. Bis zum Schluss versuchte das Bierofka-Team alles, die erste Heimniederlage in dieser Saison zu verhindern. In der 3. Minute der Nachspielzeit ging Bonmann mit nach vorne, doch der Freistoß von Daniel Wein aus dem rechten Halbfeld ging an Freund und Feind vorbei, landete links neben dem Pfosten.


    STENOGRAMM, 12. Spieltag, 19.10.2019, 14 Uhr


    TSV 1860 München – KFC Uerdingen 05 0:1 (0:0)


    1860: 39 Bonmann (Tor) – 25 Willsch, 4 Weber, 13 Erdmann, 36 Steinhart – 17 Wein, 23 Rieder – 16 Kindsvater, 33 Klassen – 21 Owusu, 9 Mölders.

    Ersatz: 1 Hiller (Tor) – 10 Gebhart, 11 Greilinger 14 Dressel, 22 Berzel, 24 Ziereis, 28 Paul.


    KFC: 1 Königshofer (Tor) – 15 Bittroff, 5 Lukimya, 4 Kirchhoff, 7 Dorda – 31 Matuschyk, 21 Mbom – 8 Kinsombi, 20 Ibrahimaj, 11 Rodriguez – 9 Boere.

    Ersatz: 33 Bachmeier (Tor) –10 Pflücke, 18 Evina, 22 Barry, 28 Konrad, 32 Maroh, 35 Osawe.


    Wechsel: Berzel für Owusu (53.), Paul für Kindsvater (56.), Gebhart für Klassen (85.) – Barry für Ibrahimaj (58.), Evina für Kinsombi (63.), Konrad für Rodriguez (86.).


    Tor: 0:1 Matuschyk (82.).


    Gelbe Karten: Erdmann – Mbom, Lukimya, Evina, Matuschyk.


    Gelb-Rote Karte: Weber (50.).


    Zuschauer: 15.000 im Grünwalder Stadion (ausverkauft).

    Schiedsrichter: Tobias Fritsch (Mainz); Assistenten: Jonas Brombacher (Kandern), Marc Philip Eckermann (Winnenden).


    http://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/4652.htm


    Presseschau tz und Az:


    https://www.tz.de/sport/1860-m…m-ausgleich-13129510.html


    https://www.abendzeitung-muenc…c9-9c5b-0307e08820d3.html


    https://www.abendzeitung-muenc…cc-a22e-87710a03c265.html


    Bildergalerie:


    http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2294.htm



    Nächstes Spiel:


    26.10.2019, 14 Uhr, bei Hansa Rostock

  • Die Löwen waren nah dran an einem Erfolg bei Hansa Rostock. Am Ende standen sie trotzdem mit leeren Händen da. Maximilian Ahlschwede (43.) und Nik Omladic (50.) nutzten die einzigen Chancen der Gastgeber zur 2:0-Führung. Sascha Mölders gelang lediglich der Anschlusstreffer zum 1:2-Endstand (59.).


    Personal: Löwen-Cheftrainer Daniel Bierofka musste in Rostock verletzungsbedingt auf Quirin Moll (Reha nach Kreuzbandriss), Nico Karger (Sehnenriss), Efkan Bekiroglu (Muskelverletzung) und Semi Belkahia (Kreuzbandriss) verzichten, Felix Weber fehlte nach seiner Gelb-Roten Karte gesperrt. Niklas Lang und Tom Kretzschmar standen nicht im 18er-Kader. Erik Weeger, Marco Raimondo-Metzger, Simon Seferings, Noel Niemann und Kristian Böhnlein spielten zeitgleich mit der U21 beim TSV Landsberg. Im Vergleich zum verlorenen Heimspiel gegen Uerdingen gab es gleich vier Veränderungen in der Startelf: Herbert Paul kam für Benjamin Kindsvater, Aaron Berzel für den gesperrten Weber, Stefan Lex ersetzte Leon Klassen und Timo Gebhart spielte für Prince Owusu.


    STIMMEN Bierofka: „Wir dürfen den Kopf nicht runternehmen!“


    Spielverlauf: Die Löwen hatten in der 7. Minute den ersten Torabschluss des Spiels. Nach einer Balleroberung von Timo Gebhart ging es in Überzahl schnell nach vorne, Sascha Mölders bediente rechts Marius Willsch, dessen Schrägschuss von der Strafraumkante bereitete Hansa-Keeper Markus Kolke jedoch keine Probleme. Fünf Minuten später chipte Daniel Wein den Ball von rechts in die Mitte, Mölders lief in die Hereingabe und traf per Kopf aus acht Metern ins Rostocker Tor. Doch der Torjäger stand knapp im Abseits, weswegen der Treffer nicht zählte (12.). Die nächste Riesenchance für die Sechzger in der 19. Minute. Stefan Lex hatte Mölders in den Lauf gespielt, der zog halbrechts aus 16 Metern ab, sein Drehschuss ging am verdutzten Kolke vorbei, knallte jedoch ans Aluminium (19.). Nach einer halben Stunde musste Löwen-Coach Daniel Bierofka bereits wechseln. Phillipp Steinhart hatte sich beim Aufkommen nach einem Kopfballduell am rechten Sprunggelenk verletzt, für ihn kam Leon Klassen (29.). Aus dem Nichts tauchte kurz danach Timo Gebhart plötzlich frei vor Kolke auf, scheiterte aber mit seinem Lupfer am Keeper. Der Treffer hätte aber ohnehin nicht gezählt, weil der 30-Jährige im Abseits stand (30.). Mölders versuchte es in der 35. Minute mit einem 18-Meter-Schuss aus halbrechter Position, Kolke konnte den gefährlichen Aufsetzer gerade noch um den rechten Pfosten lenken. Und so kam es, wie es kommen musste: Die Rostocker gingen mit ihrer ersten Chance in Führung. Nach einer Kontersituation legte Nik Omladic den Ball halbrechts in den Lauf von Maximilian Ahlschwede, der überlief Klassen und versenkte die Kugel aus spitzem Winkel unhaltbar für Bonmann im langen Eck (43.). Bitter für die Löwen, die in der 1. Halbzeit das bessere Team waren und auch defensiv bis auf die eine Szene gut standen.

    Die erste Möglichkeit im zweiten Durchgang hatten die Sechzger. Nach einem Missverständnis in der Hansa-Abwehr tauchte Leon Klassen im Strafraum auf, Kolke war jedoch Sekundenbruchteile vor ihm am Ball, blieb nach der Klärung zunächst liegen. Wein versuchte es anschließend mit einem Schuss aus der Distanz aufs verwaiste Tor, doch Kolke war wieder auf den Beinen, außerdem war der Abschluss zu schwach (47.). Zwei Minuten später legten die effektiven Hanseaten nach. Pascal Breier hatte an der linken Außenlinie auf Aaron Opoku abgelegt, der zog mit Tempo in den Strafraum, ließ Aaron Berzel und Herbert Paul ins Leere laufen, flankte mit rechts ins Zentrum, wo Omladic am Torraum unbedrängt zum 2:0 einköpfen konnte (49.). Erst hatte Rostock die Riesenchance zum 3:0, nachdem Opoku flach in die Mitte geflankt hatte, Breier aber nicht an die Kugel kam. Im Gegenzug schloss Klassen nach einer Rechtsflanke von Timo Gebhart am linken Torraumeck direkt ab, Kolke wehrte den Schuss ab, Mölders nahm den Abpraller im Sitzen, bugsierte ihn aus sechs Metern zum 1:2 über die Linie (59.). Zwei Minuten später segelte ein Klassen-Freistoß aus dem Halbfeld in den Strafraum. Dennis Erdmann wollte quer auf Mölders legen, setzte den Kopfball aber etwas zu hoch an, so dass der 34-Jährige nicht mehr dran kam (61.). In der 77. Minute sah Erdmann seine fünfte Gelbe Karte, wird damit den Löwen nächste Woche im Heimspiel gegen Viktoria Köln fehlen. Ein Schuss des Ex-Löwen Korbinian Vollmann aus 17 Metern landete neben dem rechten Pfosten (80.). In der 86. Minute scheiterte Willsch mit einem Schuss aus spitzem Winkel vom rechten Torraumeck am glänzend reagierenden Hansa-Keeper (86.). Eine Minute später rettete Kolke erneut mit einer Parade. Wein hatte von rechts geflankt, Mölders stieg am höchsten, scheiterte aus sechs Metern per Kopf am Hansa-Keeper (87.). Damit war die dritte Auswärtsniederlage der Löwen in Folge besiegelt, trotz einer sehr guten Leistung.


    STENOGRAMM, 13. Spieltag, 26.10.2019, 14 Uhr


    F.C. Hansa Rostock – TSV 1860 München 2:1 (1:0)


    Hansa: 1 Kolke (Tor) – 33 Ahlschwede, 23 Sonnenberg, 14 Reinthaler, 7 Neidhart – 4 Bülow, 6 Pepic – 40 Omladic, 5 Nartey, 19 Opoku – 39 Breier.

    Ersatz: 22 Sebald (Tor) – 3 Riedel, 10 Vollmann, 11 Königs, 16 Butzen, 17 Pedersen, 21 Hildebrand.


    1860: 39 Bonmann (Tor) – 28 Paul, 13 Erdmann, 22 Berzel, 36 Steinhart – 17 Wein, 23 Rieder – 25 Willsch, 10 Gebhart, 7 Lex – 9 Mölders.

    Ersatz: 1 Hiller (Tor) –11 Greilinger 14 Dressel, 16 Kindsvater, 21 Owusu, 24 Ziereis, 33 Klassen.

    Wechsel: Vollmann für Opuko (65.), Pedersen für Oladic (65.), Riedel für Nartey (85.) – Klassen für Steinhart (29.), Owusu für Lex (74.), Ziereis für Gebhart (82.).

    Tore: 1:0 Ahlschwede (43.), 2:0 Omladic (50.), 2:1 Mölders (59.).

    Gelbe Karten: Sonnenberg, Bülow, Nartey, Pepic – Erdmann, Wein.

    Zuschauer: 17.727 Ostseestadion.

    Schiedsrichter: Mitja Stegemann (Bonn); Assistenten: Niklas Dardenne (Nettersheim), Luca Schlosser (Montabaur).


    http://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/4665.htm


    Presseschau tz und Az:


    https://www.tz.de/sport/1860-m…-in-rostock-13165987.html


    https://www.abendzeitung-muenc…9b-84bc-6758f8fd3196.html


    https://www.abendzeitung-muenc…0b-8171-b7530f0b74d5.html


    https://www.abendzeitung-muenc…80-92d6-9f8c8fe740e9.html



    Bildergalerie:


    http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2296.htm


    Nächstes Spiel:


    2.11.2019, 14 Uhr, Zu Hause gegen Viktoria Köln

  • Für beide Teams geht es um eine Trendwende, wenn die Löwen am Samstag, 2. November 2019, den FC Viktoria Köln auf Giesings Höhen empfangen. Die Sechzger haben die letzten drei Spiele verloren, die Rheinländer sind seit fünf Partien sieglos. Anpfiff ist um 14 Uhr. Es gibt noch Tickets. Die Tageskasse am Grünwalder Stadion öffnet um 12 Uhr.


    Hinweise zum Heimspiel gegen Viktoria Köln.


    Der Aufsteiger aus der Domstadt hatte einen fulminanten Saisonstart, lag nach acht Spielen nur zwei Punkte hinter dem Spitzenreiter. Zuletzt gab es eine kleine Delle, wobei die Viktoria nur eins der letzten fünf Spiele verlor, aber vier Mal remisierte. Für Löwen-Chefcoach Daniel Bierofka typisch für einen Aufsteiger. „Sie sind furios gestartet. Es ist eine offensive Mannschaft mit sehr guten Offensivspielern“, zeigt er Respekt.

    Besonders auf den Außenbahnen seien die Kölner gut besetzt. „Simon Handle hat bereits sechs Tore und zwei Vorlagen. Kevin Holzweiler ist sehr gefährlich, wenn er nach innen zieht.“ Über die Routiniers Mike Wunderlich und Albert Bunjaku „braucht man ohnehin nicht viele Worte zu verlieren“, so Bierofka. „Gegen beide habe ich noch selbst gespielt.“ Bunjaku sei im Strafraum ein Schlitzohr. „Er braucht nur eine Chance für ein Tor. Wunderlich ist immer für außergewöhnliche Aktionen gut. Es sind sehr kreative Spieler.“ Dahinter habe die Viktoria mit Andrej Dej einen Akteur, „der in Lotte auf sich aufmerksam gemacht hat“.

    Insgesamt sei die Viktoria nach vorne „eine sehr gefährliche Mannschaft“. Trotzdem ist auch Bierofka die kleine Krise der Rheinländer nicht entgangen. „Es ist eine Mannschaft, bei der es momentan nicht so reinläuft.“


    SECHZIG - Das Löwenmagazin gegen Viktoria Köln.


    Ähnlich ist es aber auch bei den Sechzgern, die trotz ansprechender Leistungen die letzten drei Spiele verloren haben. „Wir lassen defensiv wenig zu. Momentan ist es aber so, dass gefühlt jeder Schuss gegen uns ein Tor ist. In Rostock der erste Torschuss, in Würzburg ebenso. Das ist derzeit prägnant für uns.“ Es helfe nichts zu jammern. Vielmehr baut Bierofka auf eine Trotzreaktion. „Wir müssen uns das Spielglück erarbeiten. Viktoria spielt sehr offensiv, bringt viele Spieler in den gegnerischen Sechzehner. Da kann es sein, dass sie die Defensive etwas vernachlässigen.“ Und genau hier sieht der Löwen-Coach die Chance.

    Doch zunächst geht es darum, die gefährliche Offensive des Gegners zu verteidigen. „Das gelingt nur im Verbund. Wir müssen schauen, dass wir Spieler wir Bunjaku oder Wunderlich doppeln, egal ob von vorne, hinten oder der Seite. Wir müssen immer wieder versuchen, Überzahl herzustellen. Denn sie können Situationen im Eins-gegen-Eins lösen.“ Deswegen gelte es „extrem ballorientiert, extrem raumorientiert zu verschieben“.

    Zudem wurde das eigene Offensivspiel zuletzt angepasst, um mehr Torchancen zu kreieren. „Wir versuchen, sehr schnell vertikal zu spielen, schnell die Bälle vor oder in den Sechzehner zu bringen“, erklärt Bierofka die neue Ausrichtung. Das gelang in Rostock, wenngleich die Ausbeute nicht ganz gestimmt hatte. „Wir dürfen zu keiner Sekunde sorglos sein“, warnt er deshalb, „denn wir werden derzeit gnadenlos dafür bestraft.“ Nur als Mannschaft könne man die Negativspirale beenden. „Jeder muss für jeden da sein, auf dem Platz Charakter zeigen. Anders geht es in dieser Situation nicht!“


    Mike Wunderlich: Der »Leader« beim FC Viktoria Köln.


    Zumal sich das Löwen-Lazarett weiter vergrößert hat. Neben Efkan Bekuirolu, der auch gegen Köln ausfällt, und den langzeitverletzten Quirin Moll, Nico Karger und Semi Belkahia kamen zuletzt Timo Gebhart, Simon Seferings und Hendrik Bonmann dazu. „Timo hat gegen Rostock einen Schlag in die Wade bekommen. Er hat es probiert, aber der Schmerz ist in die Achillessehne runtergelaufen“, erzählt Bierofka. „Er wird definitiv ausfallen.“ Ebenso Seferings, der sich im Zweikampf mit Felix Weber das Zehengelenk geprellt hat.

    Dazu kommt Torhüter Bonmann. „Er hat im Training am Dienstag einen langen Schritt gemacht. Es ist zwar keine schwere Verletzung, sondern nur eine Zerrung.“ Da der Keeper am Donnerstag nicht schmerzfrei trainieren konnte, „haben wir entschieden, dass ein Einsatz keinen Sinn macht. Ich kann nur Spieler gebrauchen, die zu 100 Prozent fit sind“, so der 40-Jährige.

    Zumal er mit Marco Hiller einen Ersatz hat, auf den er sich absolut verlassen kann. „Marco hat gezeigt, wie wichtig er für uns sein kann oder auch ist. Gerade im Pokal, wo er uns das Elfmeterschießen gewonnen hat. Ich hab‘ immer genau gewusst: Sollte was mit Henne sein, muss ich mir Null-Komma-Null-Sorgen machen – auch gegen die Viktoria nicht. Marco wird ein richtig gutes Spiel machen. Davon bin ich total überzeugt“, sagt der Trainer über das 22-jährige Löwen-Eigengewächs.

    Entwarnung kann Bierofka bei Phillipp Steinhart geben. Der Linksverteidiger war in Rostock nach einem Kopfballduell umgeknickt, verletzte sich an der Kapsel des Sprunggelenks. „Bei ihm ist alles soweit in Ordnung. Er kann mit Tape trainieren und spielen. Dementsprechend ist er im Kader.“

    Trotz der personellen Probleme ist Bierofka optimistisch: „Ich gehe nicht von einer Niederlage aus. Ich weiß, dass gegen Köln eine Mannschaft auf dem Platz stehen wird, die Charakter hat und ihr Schicksal in die eigene Hand nimmt.“


    MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN


    1860: 1 Hiller (Tor) – 28 Paul, 4 Weber, 22 Berzel, 33 Klassen – 17 Wein, 23 Rieder – 25 Willsch, 16 Kindsvater – 21 Owusu, 9 Mölders.

    Ersatz: 40 Kretzschmar (Tor) – 2 Weeger, 6 Metzger, 7 Lex, 11 Greilinger 14 Dressel, 19 Niemann, 24 Ziereis, 34 Böhnlein, 36 Steinhart.

    Nicht dabei: 3 Lang (U21), 5 Moll (Aufbautraining nach Kreuzbandriss), 8 Seferings (Zehengelenkprellung), 10 Gebhart (Wadenverletzung), 13 Erdmann (5. Gelbe Karte), 18 Karger (Aufbautraining nach Sehnenriss), 20 Bekiroglu (Muskelverletzung), 27 Belkahia (Reha nach Kreuzbandriss), 39 Bonmann (Zerrung).


    Viktoria: 37 Mesenhöler (Tor) – 22 Gottschling, 4 Dietz, 24 Willers, 14 Lang – 27 Ristl, 10 Dej – 19 Holzweiler, 8 Wunderlich, 7 Handle – 12 Bunjaku.

    Ersatz: 1 Patzler (Tor) – 11 Tachie, 15 Najar, 18 Klefisch, 20 Kreyer, 21 de Vita, 25 Hölscher, 30 Funke, 31 Carratala Jimenez, 35 Saghiri, 36 Lanius.

    Nicht dabei: 3 Eichmeier (Knieprobleme), 23 Fritz (Aufbautraining nach Sehnenentzündung im Oberschenkel), 6 Holthaus (Faserriss), 28 Koronkiewicz (Schambeinentzündung), 17 Kyere Mensah (Aufbautraining nach Adduktorenabriss).

    Schiedsrichter: Frank Willenborg (Osnabrück); André Schönheit (Kirchgellersen), Daniel Fleddermann (Nordhorn).


    http://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/4679.htm


  • Die Löwen landeten gegen Aufsteiger Viktoria Köln einen wichtigen 4:2-Heimsieg. Sascha Mölders hatte die Sechzger bereits in der 5. Minute in Führung gebracht, Stefan Lex erhöhte vor der Pause (31.). Nach dem Anschlusstreffer von Simon Handle (70.) wurde es nochmals eng, aber erneut Mölders und Aaron Berzel (83.) sorgten für klare Verhältnisse. Der Treffer von Albert Bunjaku (86.) war nur noch Ergebniskosmetik.


    Personal: Löwen-Cheftrainer Daniel Bierofka musste im Heimspiel gegen Viktoria Köln verletzungsbedingt auf Quirin Moll (Reha nach Kreuzbandriss), Simon Seferings (Zehengelenkprellung), Timo Gebhart (Wadenverletzung), Nico Karger (Aufbautraining nach Sehnenriss), Efkan Bekiroglu (Muskelverletzung), Semi Belkahia (Kreuzbandriss) und Hendrik 39 Bonmann (Zerrung) verzichten. Dennis Erdmann fehlte gesperrt nach seiner 5. Gelben Karte. Erik Weeger, Niklas Lang, Marco Raimondo-Metzger und Noel Niemann standen nicht im 18er-Kader. Im Vergleich zum letzten Spiel in Rostock gab es drei Veränderungen in der Startelf: Marco Hiller ersetzte Bonmann im Tor, Markus Ziereis Gebhart und Felix Weber den gesperrten Erdmann. Erstmals auf der Bank bei einem Punktspiel saß Keeper Tom Kretzschmar.


    STIMMEN Mölders: „Wir haben das Spiel als Kollektiv gewonnen!“


    Spielverlauf: Die Löwen attackierten den Gegner schon früh am eigenen Strafraum und wurden bereits in der 5. Minute für Engagement belohnt. Stefan Lex hatte sich auf der linken Seite einen Ball von Aaron Berzel aus der eigenen Hälfte erlaufen, die Hereingabe netzte Sascha Mölders am kurzen Pfosten aus elf Metern mit links ins rechte Eck zum 1:0 ein. Ein Auftakt nach Maß! Simon Handle setzte drei Minuten später auf dem rechten Flügel die Löwen-Defensive unter Druck und kam an die Kugel. Seinen Schuss aus zehn Metern konnte Marco Hiller im Nachfassen klären (9.). Nach einem Freistoß von Leon Klassen aus dem linken Halbfeld kam Berzel in der Mitte nur einen Schritt zu spät (11.). In der 14. Minute war es erneut Handle rechts im 1860-Strafraum, der mit seinem Abschluss aus spitzem Winkel aus neun Metern das Außennetz traf. Nach einer Balleroberung der Löwen im Mittelfeld ging es in der 20. Minute schnell nach vorne. Daniel Wein hatte in die Tiefe gepasst, Mölders lief von halblinks auf Torhüter Daniel Mesenhöler zu. Sein 14-Meter-Schuss boxte der Keeper an den Pfosten, bevor die Viktoria endgültig die Situation bereinigen konnte. Erneut war es Mölders, der mit einem Drehschuss vom rechten Strafraumeck den Kölner Schlussmann prüfte. Dabei hätte er aber vielleicht auf den besser postierten Markus Ziereis gepasst. (29.). Wenig später nutzte Lex eine verunglückte Aktion des Viktoria-Keepers zum 2:0. Mesenhöler war bei einem hohen Ball aus seinem Kasten geeilt und faustete die Kugel mit einer Hand vor Mölders weg. Ziereis legte die Kugel gedankenschnell per Kopf für Lex auf, der aus zehn Metern ins verwaiste Tor traf (31.). In einer Drei-gegen-Drei-Kontersituation spielte Mölders in der 34. Minute dem Kölner Innenverteidiger Tobias Willers am Strafraum genau in die Füße, sonst hätte es das 3:0 sein können. Kurios die Szene in der 37. Minute. Kevin Holzweiler hatte nach einem Solo zum 2:1 getroffen, Schiedsrichter Frank Willenborg gab zunächst den Treffer, später intervenierte Linienrichter André Schönheit, der eine Abseitsposition – Andre Dej stand Hiller im Blickfeld– gesehen hatte. Der Unparteiische nahm den Treffer unter Protesten der Kölner wieder zurück, während die Sechzger jubelten. Ziereis scheiterte in der 43. Minute nach einer Mölders-Ablage mit seinem Schuss von der Strafraumgrenze deutlich. Kurz vor der Pause nochmals eine Gästechance. Eine Hereingabe durch Marcel Gottschling von der rechten Grundlinie nahm Mike Wunderlich am kurzen Pfosten mit der Hacke, doch ein Löwe blockte im Fünfmeterraum den Ball (45.). So nahmen die Sechzger die 2:0-Führung mit in die Kabine.

    Die Gäste machten nach Wiederanpfiff Druck und hatten die erste Möglichkeit. Jan-Lukas Funke kam halblinks aus 16 Metern zum Schuss, doch Hiller tauchte ab, begrub den Ball unter sich (49.). Nach einem Eckball hatten die Löwen Glück. Die Kugel flipperte durch den Strafraum, fiel Funke vor die Füße, doch dessen Schuss aus zwölf Meter war schwach, so dass er geblockt werden konnte (56.). Im Gegenzug flankte Mölders von rechts, aber Lex brachte die Kugel bedrängt am Fünfmeterraum nicht aufs Kölner Tor (57.). Nach Rechtsflanke von Marius Willsch setzte Lex einen Flugkopfball in der 61. Minute am langen Eck neben den Pfosten. Sechs Minuten später war es erneut Willsch, der von der rechten Grundlinie an den Torraum flankte, doch Willers war vor Mölders am Ball, bugsierte sie ins Aus (67.). In dieser Phase versäumten es die Sechzger, den Sack endgültig zuzumachen. In der 70. Minute fiel der Anschlusstreffer. Willenborg ließ nach einem Foul gegen Albert Bunjaku im 1860-Strafraum weiterlaufen, den Schuss des Schweizers blockte Berzel, der Ball kam zu Handle, der aus 13 Metern zum 1:2 traf. Kurz danach rettete Hiller die knappe Führung, als er einen 17-Meter-Schuss von Kevin Holzweiler aus halbrechter Position aus dem linken oberen Eck boxte (72.). Jetzt machte die Viktoria wieder Druck, drängte die Sechzger in die eigene Hälfte. Diese hatten Riesenglück, als Marcel Gottschling aus elf Metern nur den Innenpfosten des Löwen-Tors traf (78.). Fast im Gegenzug das 3:1. Phillipp Steinhart hatte von der linken Außenlinie die Viktoria-Abwehr überflankt, Mölders am zweiten Pfosten nahm die Kugel mit der Brust an, schob sie aus sieben Metern an Mesenhöler vorbei ins Tor (79.). Und kurz danach die endgültige Entscheidung. Daniel Wein zirkelte einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld vors Tor, Berzel war mit dem Kopf zur Stelle, markierte das 4:1 (83.). Drei Minuten später betrieb Bunjaku Ergebniskosmetik, verkürzte auf 2:4 (86.). Bei diesem Resultat blieb es. Die Löwen feierten damit nach drei Niederlagen in Folge wieder einen Dreier.


    STENOGRAMM, 14. Spieltag, 02.11.2019, 14 Uhr


    TSV 1860 München – FC Viktoria Köln 4:2 (2:0)


    1860: 1 Hiller (Tor) – 28 Paul, 4 Weber, 22 Berzel, 33 Klassen – 23 Rieder, 17 Wein – 25 Willsch, 24 Ziereis, 7 Lex – 9 Mölders.

    Ersatz: 40 Kretzschmar (Tor) –11 Greilinger, 14 Dressel, 16 Kindsvater 21 Owusu, 34 Böhnlein, 36 Steinhart.


    Viktoria: 37 Mesenhöler (Tor) – 22 Gottschling, 4 Dietz, 24 Willers, 30 Funke – 27 Ristl, 10 Dej – 19 Holzweiler, 8 Wunderlich, 7 Handle – 12 Bunjaku.

    Ersatz: 1 Patzler (Tor) – 14 Lang, 18 Klefisch, 20 Kreyer, 21 de Vita, 31 Carratala Jimenez, 35 Saghiri.


    Wechsel: Owusu für Ziereis (56.), Steinhart für Lex (78.), Kindsvater für Mölders (84.) – Saghiri für Dej (46.), Kreyer für Ristl (73.), Carratala Jimenez, für Holzweiler (88.).

    Tore: 1:0 Mölders (5.), 2:0 Lex (31.), 2:1 Handle (70.), 3:1 Mölders (79.), 4:1 Berzel (83.), 4:2 Bunjaku (86.).

    Gelbe Karten: – Gottschling.

    Zuschauer: 15.000 im Grünwalder Stadion (ausverkauft).

    Schiedsrichter: Frank Willenborg (Osnabrück); André Schönheit (Kirchgellersen), Daniel Fleddermann (Nordhorn).


    http://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/4680.htm


    Presseschau tz und Az:


    https://www.tz.de/sport/1860-m…er-moelders-13183663.html


    https://www.abendzeitung-muenc…bb-9b8d-c7e8a76016de.html


    https://www.abendzeitung-muenc…c9-83c0-91c5aa8ebf2c.html


    https://www.abendzeitung-muenc…62-b611-350090299e69.html



    Bildergalerie:


    http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2297.htm


    Nächstes Spiel:


    9.11.2019, 14 Uhr, bei den FC aus Halle/ Saale

  • Ich musste mich gestern erstmal vom Schock erholen


    "

    Der TSV 1860 München und Daniel Bierofka beenden mit sofortiger Wirkung die Zusammenarbeit. Daniel Bierofka hat die Geschäftsführung aus persönlichen Gründen um Auflösung seines Vertrages gebeten. Diesem Wunsch kommt der Verein nicht zuletzt aufgrund der großen Verdienste in den letzten Jahren nach.

    Michael Scharold, der kaufmännische Geschäftsführer: „Daniel war nach dem Abstieg in die Regionalliga der Anker für das taumelnde Schiff. In der schwierigsten Phase des Vereins ist er vorangeschritten und hat in kürzester Zeit eine Mannschaft aufgebaut, die am Ende den sofortigen Aufstieg in die 3. Liga schaffte. Im letzten Jahr hat er unter der Doppelbelastung mit der Ausbildung zum Fußballlehrer die Klasse gehalten. Die nun knapp zweieinhalb Jahre waren sehr ereignisreich und nur durch extremen persönlichen Einsatz von Daniel Bierofka zu stemmen. Der Dank für diesen Einsatz kann gar nicht groß genug sein.“

    Günther Gorenzel, Geschäftsführer Sport: „Mit Daniel verbindet mich eine lange Vergangenheit. Ich schätzte Daniel als Spieler, als Trainerkollege im NLZ und schätze ihn heute als unglaublichen Fachmann an der Linie. Mir fällt es sehr schwer die Entscheidung von Daniel Bierofka hinzunehmen, aber der Respekt für den Menschen und für das von ihm Erreichte verlangen es, dem Wunsch des Trainers nachzukommen. Ich werde nie in meinem Leben den Aufstieg im Mai 2018 vergessen. Ich möchte mich an dieser Stelle von Herzen für die vertrauensvolle Zusammenarbeit der letzten Jahre bedanken. Wir wünschen ihm viel Erfolg auf seinem weiteren sportlichen Werdegang.“

    Auch die beiden Gesellschafter bedauern das Ausscheiden von Daniel Bierofka sehr. Hasan Ismaik, der sich am Dienstagabend persönlich vom Ex-Nationalspieler verabschiedete: „Für mich geht Daniel Bierofka als Held. Er steht wie kein Zweiter für 1860. Bereits in der 2. Bundesliga hat er zweimal als Interimstrainer Außergewöhnliches geleistet. Die Leistungen der letzten zwei Jahre sind gar nicht hoch genug zu bewerten. Leider konnte ich ihn nicht mehr umstimmen. Es wird schwer die Lücke, die Daniel hinterlässt, zu schließen."

    Und Präsident Robert Reisinger meint: „Für 1860 ist dies eine sehr traurige Nachricht. Daniel ist das Gesicht des Vereins. Sein Kampfgeist, sein Siegeswille verkörpern die Werte des Vereins. Vielen Dank für den unermesslichen Einsatz!"

    Bis auf weiteres wird Oliver Beer die Mannschaft betreuen und sie auch auf das Spiel in Halle vorbereiten. Geschäftsführer Sport Günther Gorenzel: „Die Entscheidung des Trainers hat auch uns überraschend getroffen. Wir werden nun in den nächsten Tagen akribisch den Markt sondieren. Eine Lösung mit mir an der Seitenlinie wird es nicht geben, das gebührt der Respekt vor Daniel. Daher hoffen wir, schon bald eine Lösung vorstellen zu können.“

    Daniel Bierofka wird bis auf weiteres eine Pause einlegen. Daniel Bierofka: „Die letzten zweieinhalb Jahre waren sehr kräfteaufreibend. Für mich gilt es jetzt erst einmal, die Tanks wieder aufzufüllen. Dazu will ich viel Zeit mit meiner Familie verbringen, die zuletzt viel zu kurz kam. Mit etwas Abstand werde ich mich dann aber sicher wieder dem Fußball zuwenden. Ich bedanke mich bei 1860 für das in mich gesetzte Vertrauen und auch das Verständnis für die nun getroffene Entscheidung, die sowohl für mich als auch den Verein die Beste ist. Ich werde diese intensive Zeit immer im Herzen behalten.“"


    http://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/4689.htm

  • Spiel eins nach dem Abschied von Daniel Bierofka: Die Löwen gastieren mit Interimscoach Oliver Beer am Samstag, 9. November 2019, beim Halleschen FC. Anpfiff im ERDGAS Sportpark ist um 14 Uhr. Die Partie wird live von MAGENTA Sport und dem BR Fernsehen gezeigt.


    Sechzig auswärts in Sachsen-Anhalt.


    Es war keine einfache Woche für Mannschaft und Trainerteam nach dem überraschenden Rücktritt von Daniel Bierofka am Dienstag als Chefcoach. „Wir haben versucht, ab Donnerstag den Fokus aufs Spiel in Halle zu legen“, sagt Oliver Beer. Der 40-jährige Co-Trainer übernimmt für die Auswärtspartie die Verantwortung an der Seitenlinie. „Wir sind guter Dinge, gehen positiv ins Spiel. Die Mannschaft ist sehr fokussiert, die Jungs sind heiß“, lautet seine Erkenntnis.

    Beer dementierte Gerüchte, dass zuletzt die Chemie zwischen ihm und Bierofka nicht mehr gestimmt habe. „Das kann ich nicht bestätigen. Ich weiß auch nicht, woher das kommt. Wir kennen uns seit über 20 Jahren. Er hat mich hierher geholt.“ Im Gegenteil: Auch für ihn sei der Rücktritt sehr überraschend gekommen nach dem Heimerfolg gegen Viktoria Köln. „Biero ist hier eine Ikone, er lebt den Verein. Auch für mich war der Dienstag eine Katastrophe. Wir haben uns im Büro verabschiedet, seine Frau war dabei. Es war sehr emotional.“

    Danach habe Bierofka ihm nochmals per Whatsapp alles Gute gewünscht – auch der Mannschaft. „Er hat ausdrücklich gesagt, dass wir nicht über ihn reden sollen, sondern ihm ist es wichtig, die hier gemeinsam aufgebauten Werte, die er verkörpert hat, fortzuführen und nach vorne zu schauen.“

    Ansonsten habe sich in der Vorbereitung auf das Halle-Spiel nicht viel geändert. Franz Hübl machte wie bisher die Videoanalyse, Beer selbst war vorwiegend für die Trainingsarbeit zuständig. „Am Mittwoch war erst mal freispielen angesagt, am Donnerstag und Freitag haben wir dann taktisch gearbeitet.“

    Schon jetzt ist klar, dass es wegen der Länderspielpause für Beer das einzige Spiel als Interimscoach bleiben wird. „Mehr als 15 Tage geht eh nicht“, so der gebürtige Regensburger, der nicht die für die 3. Liga erforderliche Fußballlehrer-Lizenz besitzt. Deswegen konzentriere er sich ausschließlich auf Halle. „Ich bin in der Gegenwart. Was danach passiert, wird man sehen.“ Er habe als Co-Trainer Vertrag bis 2022. „Ich gehe davon aus, dass ich diesen Job weiter ausüben werde.“

    Die Art, Fußball zu spielen, wird sich auch unter ihm als Interimscoach nicht grundlegend ändern. „Wir haben ausschließlich den Fokus auf Halle gelegt. Das ist ein ganz anders Spiel als gegen Viktoria Köln“, so Beer. „Halle ist eine sehr robuste Mannschaft, sehr zentrumslastig mit zwei guten Stürmern und einem Zehner dahinter. Sie versuchen, schnell in die Box zu kommen mit vielen Flanken und Bällen auf die Stürmer.“

    In erster Linie gehe es deshalb darum, gegen den drittbesten Angriff der Liga defensiv gut zu stehen, konzentriert zu verteidigen und „die Wucht vom eigenen Tor weghalten. Dann müssen wir versuchen, beim Umschalten den richtigen Moment zu erwischen.“

    Beer findet es nicht unmöglich, dass der Mannschaft in Halle eine Überraschung gelingt. „Wir haben in Rostock schon hingeschnuppert, in Duisburg war es auch nicht schlecht. Wir haben das Momentum auf unserer Seite. Vielleicht können wir den Bock umstoßen. Wir haben nichts zu verlieren, gehen als absoluter Außenseiter ins Spiel, Halle ist der Favorit.“

    Und außerdem setzt Beer auf eine Trotzreaktion. „Ich glaube, die Jungs werden alles für Biero raushauen. Das ist auch sein Ziel und war die Message an die Mannschaft!“


    MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN


    HFC: 1 Eisele (Tor) – 44 Göbel, 3 Kastenhofer, 5 Vollert, 31 Landgraf – 24 Guttau, 25 Jopek, 7 Bahn – 33 Nietfeld – 13 Boyd, 9 Sohm.

    Ersatz: 32 Müller (Tor) – 6 Lindenhahn, 8 Papadopoulos, 10 Fetsch, 14 Schubert-Abubakari, 16 Mast, 17 Henschel, 18 Drinkuth, 20 Hansch, 21 Washausen, 27 Galle.

    Nicht dabei: 2 Schilk (Hüftverletzung), 26 Mai (Aufbautraining nach Innenbanddehnung).


    1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 4 Weber, 22 Berzel, 36 Steinhart – 17 Wein, 23 Rieder – 7 Lex, 14 Dressel, 33 Klassen – 9 Mölders.

    Ersatz: 40 Kretzschmar (Tor) – 2 Weeger, 6 Metzger, 11 Greilinger, 13 Erdmann, 16 Kindsvater, 19 Niemann, 21 Owusu, 24 Ziereis, 28 Paul, 34 Böhnlein.

    Nicht dabei: 3 Lang (U21), 5 Moll (Aufbautraining nach Kreuzbandriss), 8 Seferings (Zehengelenkprellung), 10 Gebhart (Wadenverletzung), 18 Karger (Aufbautraining nach Sehnenriss), 20 Bekiroglu (Muskelverletzung), 27 Belkahia (Reha nach Kreuzbandriss), 39 Bonmann (Zerrung).


    Schiedsrichter: Sven Jablonski (Bremen); Assistenten: Simon Rott (Bremen), Konrad Oldhafer (Hamburg).


    http://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/4692.htm


  • In einem emotionalen Spiel nach dem Abschied von Trainer Daniel Bierofka gewannen die Löwen beim Hallescher FC hochverdient mit 1:0. Das „Tor des Tages“ erzielte Stefan Lex in der 39. Minute. Erstmals seit sieben Spielen stand auch wieder die Null.


    Personal: Löwen-Interimstrainer Oliver Beer musste im Auswärtsspiel in Halle verletzungsbedingt auf Quirin Moll (Reha nach Kreuzbandriss), Simon Seferings (Zehengelenkprellung), Timo Gebhart (Wadenverletzung), Nico Karger (Aufbautraining nach Sehnenriss), Efkan Bekiroglu (Muskelverletzung), Semi Belkahia (Kreuzbandriss) und Hendrik Bonmann (Zerrung) verzichten. Erik Weeger, Niklas Lang, Marco Raimondo-Metzger, Benjamin Kindsvater und Noel Niemann standen nicht im 18er-Kader. Im Vergleich zum letzten Heimspiel gegen Viktoria Köln gab es zwei Veränderungen in der Startelf: Für Leon Klassen und Markus Ziereis begannen Dennis Erdmann und Phillipp Steinhart.


    STIMMEN Oliver Beer: „Wir alle sind Biero dankbar!“


    Spielverlauf: Die Löwen spielten in der Defensive mit einer Fünferkette, verdichteten die Räume vorm eigenen Strafraum und setzten auf Nadelstiche. In der 13. Minute hatten sie auch die erste Konterchance. Nach Zuspiel von Dennis Dressel versprang Stefan Lex aber im Sprint der Ball in halbrechter Position. Auf beiden Seiten gab es in der Anfangsviertelstunde keine Strafraumszenen. Das änderte sich in der 18. Minute. Lex kam aus 18 Metern zum Abschluss, traf aber nur den linken Pfosten des HFC-Tores. Zwei Minuten später war es Terrence Boyd auf der anderen Seite, der aus 19 Metern Marco Hiller im 1860-Tor prüfte. Der Keeper machte sich lang, lenkte den Schuss um den rechten Pfosten (20.). Ein 25-Meter-Freistoß von Patrick Göbel landete deutlich rechts neben dem Kasten von Hiller (27.). In der 29. Minute vergab Sascha Mölders die Riesenchance zur Führung. Daniel Wein hatte Marius Willsch auf der rechten Seite geschickt, dessen Hereingabe von der Grundlinie nahm Mölders am ersten Pfosten direkt, setzte die Kugel aber aus sechs Metern neben den rechten Pfosten. Plötzlich stand Julian Guttau im Zentrum vorm Strafraum frei, aber Felix Weber kam angerauscht, nahm ihm per Grätsche den Ball vom Fuß (33.). In der 39. Minute gingen die Sechzger in Führung. Mölders hatte im Zentrum für Lex aufgelegt, der lief alleine auf Kai Eisele zu, überwand den Keeper aus 14 Metern zum 1:0 (39.). Mit einem T-Shirt „Danke Biero“ feierten die Löwen diesen Treffer. Kurz vor dem Pausenpfiff kam Lex nochmals aus 21 Metern zum Abschluss, sein Schuss streifte knapp über das rechte Tordreieck (45.). Die 1:0-Führung zur Pause war hochverdient. Während die Sechzger drei Großchancen besaßen, hatte Halle nur den Distanzschuss von Boyd.

    Halle machte nach Wiederanpfiff mächtig Druck. Erst wurde ein Schuss von Bentley Baxter Bahn zur Ecke abgelenkt (47.). Im Anschluss daran brachte ein Löwe beim Abschluss von Jannes Vollert aus zwölf Metern im letzten Moment die Fußspitze dazwischen, lenkte die Kugel ins Toraus (48.). Auf der Gegenseite verpasste erst Lex eine Flanke von Willsch am ersten Pfosten, dann scheiterte Daniel Wein mit einem 22-Meter-Schuss an Keeper Eisele (51.). Glück hatten die Löwen in der 59. Minute, als Hiller eine Rechtsflanke von Patrick Göbel genau vor die Füße von Felix Drinkuth faustete, dessen artistischer Schuss holte Aaron Berzel mit dem Kopf für seinen geschlagenen Keeper von der Linie (56.). Auf der anderen Seite scheiterte Lex zum zweiten Mal am Pfosten (58.). Nachdem er Bjön Jopek den Ball im Aufbau abgeluchst hatte, lief er halblinks auf den Torwart zu, sein Lupfer am Torwart vorbei prallte rechts ans Aluminium. In der 65. Minute verpasste Dennis Dressel das 2:0. Lex hatte sich auf der rechten Seite durchgesetzt, passte quer in die Mitte, wo Dressel aus neun Metern relativ unbedrängt die Kugel links neben das Tor setzte (65.). Fünf Minuten später war es erneut Lex nach Mölders Hereingabe von rechts, der aus sechs Metern am Bein von Eisele scheiterte (70.). Es war bereits die vierte Großchance für den Erdinger! In der 74. Minute spielte sich Tim Rieder auf der rechten Seite durch, legte zurück auf den Elfmeterpunkt, wo Mölders völlig frei die Kugel am rechten Pfosten vorbeischob. Zur Abwechslung hatten auch die Gastgeber mal wieder eine Chance. Nach einer Göbel-Flanke von rechts kam Boyd zum Kopfball, setzte die Kugel aber aus sieben Metern übers Löwen-Tor (82.). Halle versuchte in der Schlussphase nochmals alles, doch die Chance hatte der eingewechselte Kristian Böhnlein. Nach Zuspiel von Mölders zog er aus neun Metern direkt ab, doch ausgerechnet der eigene Mitspieler Prince Owusu blockte unfreiwillig den Schuss (89.). In der 3. Minute der Nachspielzeit kam Boyd nach Ablage von Jonas Nietfeld nochmals zum Abschluss, sein Schuss aus 21 Metern ging aber rechts am Tor vorbei. Damit war der Auswärtssieg für die Löwen perfekt.


    STENOGRAMM, 15. Spieltag, 09.11.2019, 14 Uhr


    Hallescher FC – TSV 1860 München 0:1 (0:1)


    HFC: 1 Eisele (Tor) – 44 Göbel, 3 Kastenhofer, 5 Vollert, 31 Landgraf – 7 Bahn, 21 Washausen, 24 Guttau – 25 Jopek – 13 Boyd, 9 Sohm.

    Ersatz: 32 Müller (Tor) – 8 Papadopoulos, 10 Fetsch, 16 Mast, 17 Henschel, 18 Drinkuth, 20 Hansch, 33 Nietfeld.

    1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 4 Weber, 13 Erdmann, 22 Berzel, 36 Steinhart – 17 Wein, 23 Rieder, 14 Dressel – 9 Mölders, 7 Lex.

    Ersatz: 40 Kretzschmar (Tor) –11 Greilinger, 21 Owusu, 24 Ziereis, 28 Paul, 33 Klassen, 34 Böhnlein.


    Wechsel: Drinkuth für Washausen (46.), Nietfeld für Bahn (65.), Hansch für Vollert (76.) – Owusu für Lex (79.), Böhnlein für Dressel (88.), Paul für Willsch (90.).

    Tor: 0:1 Lex (39.).

    Gelbe Karten: – Steinhart.

    Zuschauer: 8.624 im ERDGAS Sportpark.

    Schiedsrichter: Sven Jablonski (Bremen); Assistenten: Simon Rott (Bremen), Konrad Oldhafer (Hamburg).


    http://www.tsv1860.de/de/Aktue…gLpk3p2AIF9VWIAMttEutBcws


    Presseschau tz und Az:


    https://www.tz.de/sport/1860-m…el-koellner-13207554.html


    https://www.tz.de/sport/1860-m…danke-biero-13207557.html


    https://www.abendzeitung-muenc…84-9e45-8a173b30d9df.html


    https://www.abendzeitung-muenc…0e-8575-8a572d09d35c.html



    Bildergalerie:


    http://www.tsv1860.de/de/Bilde…Ap3Cka0kPu32486TA5L5b8Z0A



    Nächstes Spiel:


    24.11.2019, 14 Uhr, zu Hause

  • Der TSV 1860 München hat Michael Köllner als neuen Cheftrainer verpflichtet und wird den 49-jährigen am Montag im Rahmen einer offiziellen Pressekonferenz persönlich vorstellen. Ab Dienstag leitet Köllner erstmals das Training der Löwen.


    „Nach dem überraschenden Rücktritt von Daniel Bierofka war es unser Ziel, schnell einen neuen Coach zu finden, um die Länderspielpause möglichst optimal nutzen zu können“, sagt Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel. „Wir sind mehr als glücklich, dass wir den Nürnberger Aufstiegstrainer Michael Köllner für Sechzig gewinnen konnten. Er hat große Erfahrung sowohl als Profi- als auch als Nachwuchscoach.“

    So gelang unter Köllner dem 1. FC Nürnberg in der Saison 2017/2018 der Aufstieg in die Bundesliga. Zuvor war er U21-Trainer und leitete parallel das Nachwuchs-Leistungszentrum des Clubs. Von 2002 bis 2014 arbeitete Köllner zwölf Jahre für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) als Koordinator im Bereich Talentförderung.

    „Er ist ein echter Spieler-Entwickler, der aber auch über Jahre Trainer ausgebildet hat“, streicht Gorenzel die Qualitäten des neuen Löwen-Coachs heraus. „Auch dank seiner Arbeit konnte der 1. FC Nürnberg eine wirtschaftlich schwierige Phase überstehen und gleichzeitig sportliche Erfolge feiern. Das ist genau das, was wir für den TSV 1860 wollen und brauchen.“

    Auch für Michael Scharold, den kaufmännischen Geschäftsführer der Löwen, ist der gebürtige Oberpfälzer Köllner die absolute Wunschlösung. „Wir wissen um die herausfordernde Situation, in der sich der Verein befindet. Michael Köllner hat uns in seinem Auftreten und mit seinem Konzept sofort überzeugt. Wir sind der Meinung, dass er der richtige Mann für die anstehenden Aufgaben ist und mit seiner Art ausgezeichnet zu den Löwen passt.“

    Der Regensburger Günter Brandl (57) wird Köllner als Assistent zur Seite stehen und das bestehende Trainerteam ergänzen.


    http://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/4698.htm

  • Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es im Leben nie – und schon gar nicht bei den Löwen. Trotzdem wurde bei der fast eine Stunde dauernden Vorstellung von Michael Köllner beim TSV 1860 München schnell klar, dass es passen könnte zwischen dem neuen Cheftrainer und dem Traditionsklub aus Giesing.


    „Ich mach‘ nur Sachen in meinem Leben, auf die ich richtig Bock habe“, erklärte der 49-jährige Michael Köllner. Er verfolge keinen Karriereplan, sondern will einfach Dinge machen, „an denen ICH Freude habe. Deshalb ist Sechzig ein Geschenk.“

    Dabei war Köllner auf den ersten Blick nicht die naheliegende Lösung. Auch nicht bei Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel, der den Oberpfälzer zunächst gar nicht auf seinem Zettel hatte. Nach dem überraschenden Rücktritt von Daniel Bierofka wollte der Österreicher eine „schnelle und überzeugende Lösung“ finden. „Diese zwei Dinge waren klar.“ Bereits am Mittwoch sondierte er den Trainermarkt. „Den Kontakt zu Michael Köllner habe ich erst spät bekommen. Ich glaube, er war schon im Schlafanzug, als ich ihn am Mittwochabend erreicht habe“, scherzte Gorenzel.

    Bereits am nächsten Tag trafen sich die beide. „Wir haben uns mehrere Stunden ausgetauscht. Mir war schnell klar, dass ich mit ihm finalisieren möchte. Er hat beim Club das geschafft, was hier bei Sechzig auf ihn zukommen wird.“ Kurz umrissen heißt das: In einem schwierigen, aber begeisterungsfähigen Umfeld mit beschränkten finanziellen Mitteln eine erfolgreiche Mannschaft – möglichst mit Talenten aus dem eigenen Nachwuchs – zu entwickeln.

    Für Köllner war es keine rationale Entscheidung, das Amt des Cheftrainers bei den Löwen zu übernehmen, sondern eine „aus dem Herz heraus“, wie er betont. Fünf Jahre habe er in München in der Lindenstraße, nicht weit vom Trainingsgelände der Sechzger, gewohnt, bevor er nach Nürnberg g. Bereits 2004 hospitierte er während seiner Ausbildung zum Fußball-Lehrer beim TSV 1860, hatte seitdem den Verein immer „intensiv verfolgt“.

    Er selbst war „total überrascht“ von Daniel Bierofkas Rücktritt, ebenso, „dass Sechzig an mich herangetreten ist“. Schnell wurde ihm klar, dass es „passen und richtig gut funktionieren“ könnte. „Das Fanpotential spricht für sich. Es ist viel Kraft im Verein. Sechzig gehört zu den drei großen Klubs in Bayern.“

    Zudem übernimmt Köllner ein intaktes Team. „Die Mannschaft hat in Halle ein positives Statement abgegeben, war gut eingestellt von Oliver Beer.“ Sie hätte Charakter und Leidenschaft gezeigt. „Daran werden wir weiter arbeiten und versuchen, die nächsten Steps zu machen!“ Bis zum Derby gegen die kleinen Bayern bleiben Köllner zwei Wochen Zeit, die er intensiv nutzen will. „Deswegen werden wir kein Testspiel der Länderspielpause machen.“

    Köllner schätzt die erfolgreiche Arbeit seines Vorgängers. „Ich werde auch mit Daniel über viele Themen reden, wenn wir uns treffen. Aber das Vergangene ist für mich uninteressant. Ich muss mit meiner Kompetenz überzeugen. Jetzt beginnt eine neue Etappe.“ Bierofka habe ihm ein gutes Fundament hinterlassen. „Ich blicke nach vorne, will nicht verwalten, sondern die Mannschaft weiterentwickeln.“

    Mit Günter Brandl hat Köllner einen erfahrenen Assistenten mitgebracht. Er sei sein „Vertrauensmann“. Gleichzeitig stellte Köllner klar, dass er dadurch nicht die Kompetenz des bisherigen „Staff“ in Frage stelle. Im Gegenteil: „Die Mannschaft hatte in Halle einen klaren Plan, war sehr griffig. Wir werden schauen, wie wir in Zukunft die Aufgaben verteilen.“ Für ihn sei ein intaktes Trainer- und Betreuerteam der Schlüssel zum Erfolg. „Bei uns in der Oberpfalz sagt man: Wie der Herr, so‘s Gescherr. Wenn der Staff funktioniert, dann funktioniert auch die Mannschaft.“

    Für Köllner sind die Parallelen zu seiner Zeit beim 1. FC Nürnberg augenscheinlich. Dort übernahm er in einer schwierigen Phase den neunfachen Deutschen Meister. „Das war nicht einfach, der Club stand kurz vor der Insolvenz. Trotzdem haben wir es geschafft, sind sogar in die Bundesliga aufgestiegen.“

    Ähnlich wie bei den Franken damals sei das erste Ziel, „eine sorgenfreie Saison“ zu spielen. „Wir müssen alles dafür tun, um zu punkten und Stabilität in unsere Leistungen zu bringen. Dann können wir im Sommer sehen, was zukünftig möglich ist.“

    Sein Ansinnen sei immer der maximale Erfolg. „Ich verspreche, dass wir jedes Spiel so angehen, um die drei Punkt holen.“ Er stehe mit beiden Beinen auf dem Boden. „Ich kann aus der Tradition nicht ableiten, Bundesliga zu spielen. Aber ich kann alles dafür tun, um irgendwann wieder dorthin zurückzukehren. Für die Deutsche Meisterschaft von 1966 bekommst du keine Punkte. Du musst in der Gegenwart alles für den Erfolg tun“, so seine Maxime.


    http://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/4703.htm


    Bildergalerie:


    http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2300.htm


  • Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat die Spieltage 21 bis 23 der Saison 2019/2020 zeitgenau terminiert. Das sind die ersten drei Spieltag im neuen Kalenderjahr.


    Zum ersten Heimspiel im neuen Jahr empfangen die Löwen am Sonntag, 26. Januar 2020, Eintracht Braunschweig. Anpfiff im Grünwalder Stadion ist um 13 Uhr.

    Eine Woche später geht’s, ebenfalls am Sonntag, zum FSV Zwickau. Anpfiff am 2. Februar in der GGZ-Arena Zwickau ist um 14 Uhr.

    Die dritte zeitgenau terminierte Partie 2020 steigt am Samstag, 8. Februar um 14 Uhr auf Giesings Höhen. Zu Gast ist Aufsteiger SV Waldhof Mannheim mit Ex-Löwe Bernhard Trares auf der Trainerbank.


    DIE ZEITGENAUE TERMINIERUNG


    21. Spieltag, Sonntag, 24.01.2020, 13 Uhr

    TSV 1860 München – Eintracht Braunschweig


    22. Spieltag, Sonntag, 02.02.2020, 14 Uhr

    FSV Zwickau – TSV 1860 München


    23. Spieltag, Samstag, 08.02.2020, 14 Uhr

    TSV 1860 München– SV Waldhof Mannheim


    http://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/4702.htm