Präsidium bedauert Entscheidung von Manfred Stoffers
Präsidium und Aufsichtsrat bedauern die Entscheidung von Manfred Stoffers. „Leider war es uns nicht möglich, unseren Geschäftsführer zur Weiterführung seiner Aufgabe zu bewegen", sagt Präsident Rainer Beeck.
„Trotzdem akzeptieren und respektieren wir seine persönlichen Beweggründe, die ihn letztendlich zu diesem Entschluss gebracht haben. Wir bedanken uns ausdrücklich für die sehr enge, kooperative und von gegenseitigem Vertrauen geprägte Zusammenarbeit."
Mit Zustimmung des Aufsichtsrates bestellte das Präsidium des TSV 1860 München den Leiter der Abteilung Finanzen und Controlling, Herrn Thomas Maier, zum kommissarischen Geschäftsführer.
Manfred Stoffers legt Amt als Geschäftsführer nieder
„Ich ziehe die persönlichen Konsequenzen aus dem verlorenen Rechtsstreit", erklärt Manfred Stoffers. „Das Urteil ist natürlich enttäuschend und ich habe es so nach dem Prozessverlauf nicht erwartet. Im Sinne des TSV 1860 war es nach meinem Amtsverständnis erforderlich, die für den Verein äußerst belastenden Stadionverträge anzugreifen. Den nun dringend gebotenen Gesprächen zur Lösung der Stadionproblematik zwischen den Verantwortlichen des FC Bayern und des TSV 1860 möchte ich nicht im Wege stehen. Es ist eine der schwersten Entscheidungen, die ich je getroffen habe. Ich bin aber überzeugt, dass es für den Verein in dieser Situation die beste Lösung ist. Ich bedanke mich ausdrücklich bei den Verantwortlichen des TSV 1860 für die hervorragende und vertrauensvolle Zusammenarbeit während meiner Zeit als Geschäftsführer. Präsidium und Aufsichtsrat, Mitarbeiter, Trainer und Mannschaft verdienen die Unterstützung der Sponsoren und aller Löwen."
Stellungnahme zum Urteil im Catering-Prozess
Löwen-Präsident Rainer Beeck: „Das Urteil bremst zwar unsere positive Entwicklung, wird uns aber auf Dauer nicht aufhalten können."
„Wir sind vom Urteilsspruch des Landgerichts München im so genannten Catering-Prozess sehr enttäuscht", erklärte Manfred Stoffers, Geschäftsführer von 1860 München. „Das war nach dem bisherigen Prozessverlauf und insbesondere nach der mündlichen Verhandlung im März dieses Jahres absolut nicht zu erwarten." Während der TSV 1860 davon ausgegangen sei, dass die Stadiongesellschaft die schwierige wirtschaftliche Lage des TSV 1860 ausgenutzt habe, um unangemessene Cateringforderungen durchzusetzen, sei das Gericht zu der Auffassung gekommen, dass sich die früheren Verantwortungsträger durch die Zustimmung zu diesen Verträgen selber in die wirtschaftliche Bredouille gebracht hätten.
Mit der Urteilsbegründung werde sich der TSV 1860 noch eingehend beschäftigen, um die Aussichten für eine Berufung gegen das Urteil zu prüfen. „Egal, wer am Ende die Verantwortung für die desaströsen Mietbedingungen in der Allianz Arena trägt", erläutert Manfred Stoffers, „aus der Verantwortung für den TSV waren wir verpflichtet, gegen die unerträglichen Vertragsbedingungen zu kämpfen."
In einer ersten Würdigung des Urteils erklärte Rainer Beeck, der Präsident des TSV 1860 München: „Das Urteil in diesem Prozess ist für uns sehr bitter, denn wir hatten einen Befreiungsschlag erhofft." Dieser sei leider entgegen allen Erwartungen nicht gelungen. „Für uns bedeutet dies zunächst, dass wir weiterhin mit knappen wirtschaftlichen Mitteln daran arbeiten müssen, den TSV 1860 München sukzessive wirtschaftlich und damit auch sportlich wieder nach vorne zu bringen."
Flankierend zu dem Versuch, die Mietkosten in der Allianz Arena zu senken, habe der Verein mit Gründung eines Sportrecht-Vermarktungsunternehmens und nicht zuletzt durch die Platzierung der Löwen-Anleihe schon wichtige Schritte in diese Richtung unternommen. Abschließend erklärte er dazu: „Das Urteil bremst zwar unsere positive Entwicklung auf diesem Weg, wird uns aber auf Dauer nicht aufhalten können."
Update: Trainingslager und Testspiele
Die Löwen werden sich auf die Saison 2010/2011 in Tirol (Österreich) vorbereiten. Von 26. Juli bis 3. August bezieht der TSV 1860 im 4-Sterne-Hotel „Panorama Royal" in Bad Häring Quartier.
"Es haben sich sehr viele Fans bei uns gemeldet und Zimmer reserviert. Das Hotel ist mittlerweile ausgebucht", berichtet Hotelchef Peter Mayer. "Wir freuen uns sehr auf die Löwen!"
Trainiert wird auf der Sportanlage des SV Wörgl, nur wenige Busminuten vom Löwen-Domizil entfernt. Während des Aufenthaltes in Tirol sind drei Testspiele geplant.