HSV macht Liga spannend

  • Hoeneß: „Wir sind keine Übermannschaft“
    Hamburger SV nach 2:0-Sieg über den FC Bayern nur noch einen Punkt hinter den Münchnern - Siegesserie gerissen


    von Christian Kunz
    Während die Fußball-Profis des Hamburger SV mit ausgelassenen Freudentänzen ihren größten Sieg seit Jahren feierten, schlichen Oliver Kahn, Michael Ballack & Co trotz des jähen Endes ihrer Rekordserie fast schon erleichtert in die Kabine.
    „Irgendwie sind wir auch froh, dass diese Serie mal zu Ende ist. Irgendwann nervt es, und es wird ein unangenehmer Druck. Jetzt können wir uns wieder auf die Normalität konzentrieren“, sagte Kahn, der mit dem FC Bayern München nach 15 Bundesliga-Siegen durch das 0:2 beim HSV die erste Niederlage seit dem 12. März (0:1 beim FC Schalke) kassiert hatte. „Nach so einer langen Serie braucht man einmal einen vor die Nase“, meinte der Nationaltorhüter. Ausgerechnet in bester Bayern-Manier holten die Hanseaten die schon als unschlagbar titulierten Münchner drei Tage vor deren Champions-League-Heimspiel gegen den FC Brügge auf den Boden der Tatsachen zurück. Die äußerst engagierte Elf von Trainer Thomas Doll verlor zu keinem Zeitpunkt die Ordnung, spielte geduldig und nutzte die Chancen gegen den „mit angezogener Handbremse“ (Ballack) aufgelaufenen Tabellenführer. „Wir sind keine Übermannschaft, wir sind eine
    sehr gute Mannschaft, aber dass wir schlagbar sind, haben wir heute nachgewiesen“, gestand ein zerknirschter Bayern-Manager Uli Hoeneß und schob zugleich eine Kampfansage hinterher: „Wir werden schon am Dienstag in der Champions League gegen den FC Brügge ein besseres Spiel sehen.“ Bis dahin dürfte bei den weiter an der Tabellenspitze thronenden Münchnern auch der Ärger über die bittere Auswärtspleite verraucht sein. In einer spannenden und zuweilen hitzigen Partie hatte nach dem 1:0 durch den Niederländer Rafael van der Vaart (10. Minute) der Ex-Münchner Piotr Trochowski (62.) vor 55 800 Zuschauern in der ausverkauften AOL-Arena für das 2:0 und die Entscheidung gesorgt. „Ich habe es einfach genossen“, erklärte der Mittelfeldakteur, der sich beim 0:3 in München vor acht Monaten nach einem Foul am Sprunggelenk verletzt hatte. Durch den Sieg mauserten sich van der Vaart und Kollegen zum härtesten Bayern-Konkurrenten - und das Lob von FCB-Coach Felix Magath blieb nicht aus. „Wer nach sieben Spieltagen da oben steht, kann das auch nach 34 Spieltagen“, sagte der Ex-HSV-Trainer und setzte damit den Konkurrenten unter den Druck, an dem schon so mancher Herausforderer gescheitert ist. So gelang Schalke nach dem umjubelten 1:0 im März nicht mehr viel - der Rekordchampion wurde in der Vorsaison überlegen Meister. Ob der HSV mit der Bürde eines Bayern-Konkurrenten umgehen kann, werden die kommenden Wochen zeigen. Stark genug fühlen sich die Hamburger allemal. „Jeder hat Vertrauen in die eigene Qualität und die des anderen. Wir wollten zeigen, dass es noch andere Mannschaften gibt als Bayern“, sagte der niederländische Verteidiger Khalid Boulahrouz, der Landsmann Roy Makaay abmeldete. Ähnlich blass wie Makaay blieb auch der wiedergenesene Ballack. So ist die Botschaft der Bayern-Niederlage auch diese: Wenn die zwei Schlüsselspieler nicht fit sind, ist das Team eine Klasse schlechter.
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    HSV 17 Pflichtspiele ohne Niederlage
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    Die von der Euphorie durch 17 Pflichtspiele ohne Niederlage und dem nach Punkten besten Saisonstart getragenen Hamburger wollten den Wert ihres Sieges aber nicht geschmälert wissen. „Das war Fußball mit Kopf vom Allerfeinsten. Wir haben gezeigt, was wir können“, tönte Hitzkopf Sergej Barbarez. Während einige Spieler schon vom Meisterschaftskampf mit den Bayern träumen, reagierte Trainer Doll gewohnt besonnen. „Es ist eine tolle Momentaufnahme. Aber ich kann den Ball sehr, sehr lange flach halten“, sagte der 39-Jährige. Denn: „Bayern spielt in einer anderen Liga.“
    (Quelle: PNP)

    Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits sehr müde, das erklärt manches.
    Mark Twain (1835 - 1910), US-amerikanischer Erzähler und Satiriker, eigentlich Samuel Langhorne Clemens

  • Zitat

    Original von Nobbi
    der wahre Bayernjäger steht noch ein paar Plätze dahinter, auf Rang 7 !


    Das tut weh! 8o
    Frage: Zu viel Bier in Dänemark genossen?

    Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits sehr müde, das erklärt manches.
    Mark Twain (1835 - 1910), US-amerikanischer Erzähler und Satiriker, eigentlich Samuel Langhorne Clemens

  • Zitat

    Original von Hafermann


    Das tut weh! 8o
    Frage: Zu viel Bier in Dänemark genossen?


    ha, eher zu wenig. Bei den Bierpreisen... :P

    Nobbi



    Nur jeder Fünfte in Deutschland treibt regelmäßig Sport. Das ergab eine Umfrage unter den Spielern des 1.FC Köln.