Beiträge von Obi

    Zitat

    Original von Obi


    dazu 01.05
    kickers würzburg-mitterteich


    laut bvf seite im dallenberg....kann dies jemand bestätigten?
    sollen ja ab und zu ausweichen, zwecks ghana....


    Kickers Würzburg spielt bis Saisonende auf einen Nebeplatz!!!!!

    Zitat

    Original von Junior-Hofer
    Ausser in Baden-Württemberg :D


    hm, glaube, da zählen aber nur Stadionverbote die von BW ausgesprochen wurden bzw von den gewissen Klubs wie ulm/reutlingen/mannheim


    dazu 01.05
    kickers würzburg-mitterteich


    laut bvf seite im dallenberg....kann dies jemand bestätigten?
    sollen ja ab und zu ausweichen, zwecks ghana....

    geht einfach um das, das es ein verlängertes Weekend wäre und sich eine größere tour anbieten würde...mit mehreren mitfahrern ist spaßiger und günstiger...:)..


    kann aber auch sein, das wir an diesem weekend in die Niederungen der Bayernliga absteigen.....

    Stadionverbote: 59 Bayernfans auf Verdacht ausgesperrt! 24.04.2006
    Nach dem Spiel Duisburg – FC Bayern am 25.03.2006 gingen wir in einer Gruppe von ca. 100 Fans in Richtung S-Bahnhof, um von dort nach Bochum zu fahren, wo wir mit befreundeten Ultras des VfL Bochum feiern wollten. Der Weg zum Bahnhof führt an der Heimkurve der MSV-Arena vorbei. Dort kam es zu kleineren Pöbeleien und Auseinandersetzungen zwischen wenigen Fans beider Vereine. Daraufhin wurde ein großer Teil unserer Gruppe so wie andere Bayernfans auch von der anwesenden Polizei unter Einsatz von Schlagstöcken und Kampfhunden über den Parkplatz getrieben und teilweise eingekesselt. Danach wurden von den eingekesselten 54 Personen durch die Polizei Personalien aufgenommen. Diese Maßnahme war willkürlich. Betroffen waren neben zahlreichen sehr jungen Fans auch eine Frau und ein körperlich gehandicapter Fan.



    In den letzten Tagen erreichte 59 Bayernfans ein 2-jähriges, bundesweit gültiges Stadionverbot, ausgesprochen vom MSV Duisburg.



    Grundlage hierfür ist ein eingeleitetes Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruch. Laut dem Schreiben hätte die Gruppe „die Arena gestürmt“. Davon kann keine Rede sein! Wie oben beschrieben, gab es zwar kleinere Pöbeleien und Auseinandersetzungen zwischen einigen wenigen, davon zu sprechen dass die ganze Gruppe das Stadion stürmen wollte ist aber schlichtweg absurd. Außerdem sei von uns „auf dem Parkplatz eine Person krankenhausreif geschlagen und die einschreitenden Polizeibeamten mit Steinen beworfen“ – diesen Vorwurf weisen wir vehement von uns. Kein Mitglied der Schickeria war an diesen Vorfällen beteiligt!



    Neben den 54 von der Personalienfeststellung betroffenen Personen wurde das Stadionverbot auch gegen fünf führende Köpfe unserer Gruppe ausgesprochen. Die Tatsache, dass so gut wie jeder Bayernfan, der zu diesem Zeitpunkt auf dem Parkplatz war, durch die Aufnahme seiner Personalien vom Stadionverbot betroffen ist, ist schon pure Willkür. Dass aber nachträglich selbst Personen ein Stadionverbot bekommen, von denen wohlgemerkt nicht einmal die Personalien aufgenommen wurden, setzt dem ganzen die Krone auf! Die Systematik die hinter dieser Vorgehensweise steckt ist klar: unsere Gruppe soll gezielt mundtot gemacht werden, indem ihre wichtigsten Mitglieder ausgeschlossen werden! Offenbar ist unser Engagement für eine faire Behandlung von Fußballfans, gegen sinnlose Verboten und Repression sowie unsere Kritik am durchkommerzialisierten Gebilde des „modernen Fußball“ einigen ein Dorn im Auge…



    Bei den vorgebrachten Beschuldigungen wird sofort klar, dass diese Taten nur von einzelnen Tätern und nicht der gesamten Gruppe der Beschuldigten begangen worden sein können!



    Aus unserer Sicht ist die kollektive Bestrafung einer Personengruppe an Stelle eines unbekannten, möglicherweise sogar entflohenen Täters mit rechtsstaatlichen Grundsätzen nicht zu vereinbaren!



    Als Konsequenz des Stadionverbotes können die Betroffenen, von denen ein Großteil Schickeria-Mitglied ist, bis auf weiteres keine Spiele mehr besuchen und sind damit aus ihrem Freundeskreis ausgesperrt – von den zahlreichen weiteren möglichen Folgen wie Ausreiseverboten, Eintrag in die Datei Gewalttäter-Sport und die damit verbundenen Unannehmlichkeiten in vielen Bereichen des alltäglichen Lebens einmal ganz abgesehen!



    Wir fordern deshalb:




    die sofortige Aufhebung aller ohne nachgewiesene Schuld ausgesprochenen Stadionverbote



    die Löschung des Eintrages in der Datei Gewalttäter Sport



    eine seriöse Aufarbeitung der Geschehnisse und des Fehlverhaltens der Polizeibeamten vor Ort die zu einer Einstellung aller nach dem Gießkannenprinzip eingeleiteter Verfahren führen wird



    Damit wir diese Ziele erreichen und Anwalts- und eventuell anfallende Gerichtskosten bewältigen können, brauchen wir Eure Unterstützung!


    Spenden könnt Ihr uns unter dem Betreff „Stadionverbote“ auf unser Konto bei der Sparkasse Landau (Kto. 100664909 BLZ. 74351310, Kontoinhaber: Michael Sturm) überweisen oder persönlich übergeben!



    Die Stadionverbote treffen unsere Gruppe so schwer (zum Beispiel sind alle Vorsänger und ein großer Teil des aktiven Kerns betroffen!), dass wir uns für den Rest der Saison nicht in der Lage sehen, Stimmung sowie eine optische Kurvenshow zu organisieren!


    Vielen ist auch mit Sicherheit die Lust vergangen, Jubel-Trubel-Heiterkeit vorzuspielen, während ihre Freunde vor den Stadiontoren stehen müssen!



    Wir sind Fans doch Ihr wollt Kunden – da wird halt schnell Gewalt erfunden!


    Dieser Spruch kommt Euch bekannt vor? Richtig!


    Im Original wurde er zum ersten Mal bei den Protesten gegen die willkürliche Aussperrung der aktiven Fanszene im Sommer 2003 verwendet. Auch damals lautete der Vorwurf Landfriedensbruch. Und auch damals basierte die Repression auf Vorverurteilungen und Sippenhaft. Offensichtlich ein Modell, mit dem aktive Fans aus den Stadien vertrieben werden sollen.



    Die unsägliche Vergabepraxis der Stadionverbote in Deutschland die auf bloßen Verdacht hin oder nach der Methode der Sippenhaft vollzogen wird und auf diese Weise Willkür und Repression Tür und Tor öffnet steht im krassen Widerspruch zu rechtsstaatlichen Prinzipien: Damit muss jetzt endlich Schluss sein!



    FREIHEIT FÜR DIE ULTRAS!



    FREIHEIT FÜR DIE KURVE!


    www.schickeria-muenchen.de

    Hat hier jemand was sehr interessantes gefunden? Donnerstag ist Feiertag, Freitag eventuell Urlaub...wäre also was über 4 Tage drin, Nachteil is halt, das die meisten Europäischen Ligen schon Ende haben..

    Zitat

    Original von Obi
    mal schauen, was in da wundertüte is.......planung mal so....


    29.04 cesena-modena
    30.04 empoli-inter


    da mein Auto das Zeitliche gesegnet hat.....


    29.04 Nitra-Ruzomberok oder Kielce-Legia
    30.04 Banik Ostrau-Pilsen


    Mitzugfahrer erwünscht....

    Zitat

    Original von Junior-Hofer
    Die Groundhopping-Abteilung des FC Bayern Hof schliesst sich diesem Nachruf an,und hofft,dem Verstorbenen das letzte Geleit auf einer Tour nach Mazedonien und Albanien geben zu dürfen.


    Der Verstorbene ist leider schon verstorben, er wird nun als Übungsobjekt von der Feuerwehr missbraucht.....wollte die nächsten Wochen nochmal Inne halten, der plötzliche Tod kam ihm aber zuvor....

    Es war klar, das dieser Tag kommt, aber warum nimmst du ihn schon soooo früh zu dir?????


    Mensch, hab ich mit dir schöne 3 1/4 Jahre erlebt, Mensch hast du mich eingeführt in die Technik des Rollen.......Mensch hatten wir schöne und geile Nächte miteinander und auf einmal bist du nicht mehr bei mir! Jeder, der ihn mal erleben durfte, war begeistert, trotz seines Geburtsjahr 1987 und nicht allzuviel Modernes, er war noch Richtig Old School!


    Ja, ich ging dir letzten Samstag fremd, aber ist das ein Grund, das du mich im Stich lässt? Bist du schon bereit für deine Zukunft? Ich wollte dich doch noch die nächsten Wochen/Monaten ganz intensiv für mich haben, wollte mit dir nach Italien und Landesligagrounds besuchen, aber warum verlässt du mich?

    von Sport1.at


    find ich überraschend, das es die beiden Grazer betrifft, mal abwarten.....
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    Wien - Drei Meister-Titel (Sturm 1998 und 1999, GAK 2004) galt es in der jüngeren Vergangenheit auf dem Grazer Hauptplatz zu feiern, mitreißende Europa-Cup-Schlachten begeisterten die Fans.


    Für "Blackies" und "Rotjacken" gilt: Fraglos die erfolgreichste Epoche der Vereinsgeschichte. Doch von Ruhm und Glanz ist wenig über, inzwischen wackelt im "Stadtderby" um die Lizenz der Uhrturm.


    "Beide Vereine über Verhältnissen gelebt"


    "Beide Vereine haben über ihre Verhältnisse gelebt, und das seit Jahren." Der frühere steirische Sportlandesrat Hermann Schützenhöfer spricht aus, was spätestens seit dieser Woche jedem klar ist: Sturm sowieso und auch der GAK kämpfen ums nackte wirtschaftliche Überleben.


    Das Land Steiermark springt in die Bresche und übernimmt die Haftung für je 1,2 Millionen Euro, dank deren Hilfe die beiden Vereine Kredite aufnehmen können sollen. Jedoch beileibe keine Garantie für die Rettung.


    Die beiden Präsidenten Hannes Kartnig (Sturm) und Harald Sükar (GAK) kurbeln unermüdlich, um die klammen Klubkassen zu füllen.


    Sport1 fasst die Ereignisse der letzten Tage und den aktuellen tristen Zustand der beiden Traditionsvereine zusammen:




    DER LIZENZKAMPF DES GAK:


    Wie viel Geld fehlt? Aktuell noch 600.000 Euro, um die Lizenz zu bekommen. Sportlandesrat Manfred Wegscheider schluckte nicht schlecht, als er von den für die Lizenz fehlenden 3 Millionen Euro erfuhr. Sükar ging es einige Monate zuvor noch schlimmer: "Was heißt 3 Millionen? Insgesamt waren es 7 Millionen. Als ich - nach meinem Amtsantritt - hinter die Dimensionen des Schuldenbergs gekommen bin, habe ich sofort die Handbremse gezogen. Seither haben wir schon 4 Millionen Euro Schulden abgebaut."


    In der "Kleinen Zeitung" meint der ehemalige McDonalds-Boss: "Ich bin erst nach meiner Übernahme draufgekommen, dass sich die jährlichen Kosten auf 16 Millionen Euro belaufen haben. 14 Millionen Euro waren gedeckt, allerdings durch massive Vorgriffe auf Sponsorengelder, darunter auch eine Million von IMG. Geld, das jetzt abgeht."


    Der Sparkurs: Wenig verwunderlich, dass Sükar, seit er in Amt und Würden ist, einen extremen Sparkurs fährt, vehement den Weg der Jugend verfolgt. Stars wie Mario Tokic, Rene Aufhauser oder Mario Bazina wurden verkauft, Trainer Walter Schachner gegangen.


    Die Hilfe der Politik: Dass die Politik den beiden Profi-Klubs helfend unter die Arme greift, wird nicht überall wohlwollend zur Kenntnis genommen. Die Angst: Wer sagt, dass Sturm und GAK im kommenden Jahr nicht wieder kommen und Geld brauchen?


    Sükar verteidigt in der "Kleinen" die Finanzspritzen: "Es geht hier nicht nur um den Profifußball, es geht auch um 200 Arbeitsplätze. So viele Menschen sind bei GAK und Sturm beschäftigt." Zudem müsse man bedenken, wie viel Gratiswerbung das Land Steiermark in den letzten Jahren durch die internationalen Erfolge und die europaweiten TV-Übertragungen hatte.


    Außerdem gehe es um die Jugend: "Die Kinder brauchen Idole. Was ist mit dem Tennis passiert, als Thomas Muster weg war? Was würde passieren, wenn es den GAK und den SK Sturm nicht mehr geben würde? Der Spitzensport ist doch das Fundament für den Breitensport."


    Die Aussichten: Sükar war nach der Anhörung bei der Bundesliga "zuversichtlich aber nicht euphorisch: Die 600.000 Euro müssen wir halt auftreiben." Nicht ungeschoren sollen Sükars Vorgänger um Rudi Roth davon kommen: "Ich werde sie in die Pflicht nehmen. Dabei ist mir jedes Mittel recht."





    DER LIZENZKAMPF DES SK STURM:


    Wie viel Geld fehlt? Noch dramatischer als beim GAK stellt sich die Situation beim Lokalrivalen dar. Fakt ist: Präsident Hannes Kartnig muss noch 1,5 Millionen Euro auftreiben, um eine Spielgenehmigung für die kommende Saison zu bekommen. Heißt es. Die "Kleine Zeitung" berichtet, dass Kartnig beim Termin bei der Bundesliga ein anonymes Schreiben mit dem "echten" Schuldenstand (offiziell 3 Millionen) vorgelegt wurde. "Wir haben eine Ratte im Klub", poltert Kartnig, der jedoch die Schrift des Absenders erkannt haben will...


    Die Vorwürfe: Sturm in den letzten Jahren professionelles Management zu unterstellen, funktioniert wohl nicht ganz. Die lukrierten Millionen aus den Champions-League-Erfolgen? Längst weg. Problematisch ist, dass die Zeichen der finanziell knappen Zeit offenbar viel zu spät erkannt oder ignoriert wurden.


    Im "Kurier" meldet sich mit dem letzten November zurückgetretenen wirtschaftlichen Koordinator Adolf Klementschitsch ein langjähriger Weggefährte und nunmehriger Widersacher Kartnigs zu Wort:


    "Im Sommer 2005 war geplant, den Sparkurs der letzten Jahre weiterzugehen. In den Lizenzunterlagen stand, dass wir maximal zwei neue Spieler holen dürften. Geholt hat Kartnig fünf neue Spieler. Und außerdem hat er vier auslaufende Verträge verlängert. Insgesamt neun Spieler."


    Bei den fünf Neuzugängen handelt es sich Gregorz Szamotulski, Adam Ledwon, Dragan Sarac, Olivier Nzuzi und Cedric Tsimba. Klementschitsch: "Als ich damals auf die Insolvenzgefahr aufmerksam gemacht habe, wurde ich belächelt."


    Die Aussichten: Kartnig ist mangels williger Erben wohl oder übel gezwungen, Präsident zu bleiben, auch wenn er angekündigt hat, bei der Generalversammlung am Dienstag nicht kandidieren zu wollen. Wer sollte ihn auch entlasten? Die andere Seite der Medaille: Nur wenn "Zar Hannes" am Thron bleibt, übernimmt er eine persönliche Haftung für eine kolportierte Million Euro. Der für die Lizenzvergabe zuständige Senat 5 wartet auf jeden Fall noch diesen Schicksalstag ab...





    DIE ROLLE DES LANDES STEIERMARK


    Dem Senat 5 liegt die Absichtserklärung des Landes Steiermark vor, für bereits erwähnte 1,2 Millionen Euro zu haften - und zwar für Sturm und GAK.


    Die genaue Zusammensetzung dieser Haftung tut Kartnig jedoch weh, greift das Land doch indirekt zu Gunsten des GAK auf für Sturm vorgesehenes Geld zurück.


    Die Vorgeschichte: Beiden Vereinen stehen zweckgebunden 2,2 Millionen Euro an Subvention für ein Trainingszentrum zu. Der GAK hat diese Summe (plus 500.000 Euro Aufgeld wegen eines Kanalproblems) bereits in Anspruch genommen. Sturm erst 500.000 Euro, da noch kein Trainingszenrum gebaut wurde.


    Bleibt eine Differenz von 1,7 Millionen, die noch auf der hohen Kante liegen. Dazu greift das Land auf die jährliche Bundesliga-Förderung von je 70.000 Euro für die Jahre 2006 bis 2010 vor. Macht bei fünf Jahren 700.000 Euro. Zusammengerechnet ergibt dies die Summe von 2,4 Millionen Euro, die das Land aufgeteilt in je 1,2 Millionen als Haftung zur Verfügung stellt.

    Ich weiß von dem ganzen Zirkus gar nichts....kann aber gerne sein, bin da ja auch ned so der Profi darin......
    Würde mich aber stark überraschen, da es dieses Jahr nicht sooooo die großen Probleme in Italien gab (neapel-roma, florenz-juve, empoli-florenz, ascoli-genua, catania-rückreise mal ausgenommen).
    Wäre auf Dauer ein richtiges Eigentor für die Italiener, da nimmt der Zuschauerschnitt noch viiiiiiiel mehr ab!

    Zitat

    Original von Obi
    jemand lust nach italien zu tuckern?


    sa modena-catania
    so livorno-doria


    ??????????????????????????????????????????????????????


    bitte etz eventuell sogar meine schrottkarre als fortbewegungsmittel an!!!!!!!!

    Pro-Fans beunruhigt über neueste Überwachungsmaßnahmen
    DNA-Analyse hat keinen praktischen Nutzen / Bürgerrechte werden zugunsten Sicherheit beschnitten


    Hamburg, 20. April 2006 – Das bundesweite Fanbündnis Pro-Fans ist beunruhigt über die zunehmende Überwachung von Fußballfans und verurteilt die aktuelle Eskalationsstufe des deutschen Sicherheitswahns auf das Schärfste. Der neueste Streich der sicherheitspolitischen Stellen setzt der WM-Hysterie (vorerst) die Krone auf. Nach Kameraüberwachung, der im Allgemeinen wahllosen Vergabe von Stadionverboten, einer Welle neuer „Datei Gewalttäter Sport“ - Einträge und der Panikmache in unserem Land ist es nun soweit: Entgegen den Bedenken vieler Datenschützer will man von Speichelproben zwecks DNA-Analyse nehmen. Von „verurteilten Hooligans“. Dass durch die willkürliche Handhabung der Datei-GS-Einträge viele Unschuldige betroffen sein könnten ist egal – der Zweck heiligt die Mittel. Auch stellt sich neben der Frage nach dem Verbleib des Datenschutzes und der Rechte des Einzelnen vor allem auch die nach dem praktischen Nutzen: Werden Polizisten in Scharen Blutspuren an Drittorten absichern? Sammeln BFE-Einheiten demnächst auf Stehplätzen deutscher Stadien Haarschuppen? Oder dient die Maßnahme einfach der totalen Überwachung? Wohl letzteres, denn in den seltensten Fällen dürften sich verwertbare Spuren finden lassen, falls überhaupt die Spurensicherung anrückt. Die Öffentlichkeit schaut derweil weg, weil sie weiß, dass „die innere Sicherheit extrem gefährdet ist“. Das hat man ihr schließlich in den vergangenen Monaten immer via Medien eingebläut, um die weitere Überwachung ohne Widerstand anzuschieben. Derweil gibt es die im Sommer 2005 versprochene Ombudsstelle immer noch nicht. Innenministerium und DFB hüllen sich bezüglich Gerechtigkeit für Fans in Schweigen und lassen den eigens in Holland gezüchteten WM-Rasen über die Sache wachsen. Es gibt ja auch wichtigere Themen: Einschränkung der Fan- und Bürgerrechte, Verhängung von Stadionverboten und maximale Sicherheit des Staates auf Kosten der Freiheit seiner Bürger.

    20.04.2006, Junge Welt


    Knüppel aus dem Sack des Tages: Berliner DNA-Analyse


    Von Frank Willmann


    Die kommende Fußball-WM treibt den bundesdeutschen Sicherheitswahn in nie geahnte Höhen. Die Berliner Polizei darf mittlerweile vorbestraften Hooligans den genetischen Fingerabdruck abverlangen. Mit einem richterlichem Beschluß in der Tasche, kann sie nun jedem Dorfschläger eine DNA-Analyse spendieren. Damit die bei möglicher Fußball-Randale nicht unerkannt entkommen können, so wird jedenfalls behauptet.


    Ich verlange einen Aufschrei im Lager der Fußballfans! Laßt euch diese Vorgehensweise, die an südamerikanische Militärdiktaturen erinnert, nicht einfach so überbrezeln. Ich fordere den Generalstreik! Denn sonst wird der Schutzmann weiter kräftig an der Sicherheitsschraube drehen. Erst wird das Volk verrückt gemacht, dann kommen stille Sicherheitsvisagen und schaffen die hundertprozentige Sicherheit.


    Binnen kurzem wird vorm Stadionbesuch jedem Besucher pauschal ein Gentest verabreicht. Man weiß ja nie, ob Vati nicht mit seinem Sitzkissen den Dicken macht. Außerdem wird es langsam Zeit, die komplette Videoüberwachung in den Fußballstadien zu gestalten. Nicht zu vergessen die Überwachung der Anfahrtswege. Und die Überwachung der Fan-Treffpunkte vor und nach dem Spiel. Das erfordert Organisationstalent, Spürsinn, Kreativität! Am besten, man stattet alle Fußballfans mit einem Mini-chip aus. So lassen sich gleichzeitig Kosten sparen und Arbeitsplätze schaffen. So viele Mitbürger könnten bei den Sicherheitsorganen beschäftigt werden, um das Leben der Anderen im Auge zu behalten. Damit denen nichts passiert, sie keinen Unfug anstellen oder verletzt werden. Wenn sich Anzeichen von Gewalt erahnen lassen, schließt sich die automatische Fußfessel, die ab 2008 jedem Bürger zwischen 12 und 62 angepaßt wird. Nach dreimaligem Fesseleinschluß gibt’s die Halskrause mit eingebautem Elektroschocker. Alles satellitengesteuert, versteht sich. Deutsches Know-how, you know?


    Und wenn gar nichts hilft, wenn der Einzelne renitent bleibt, kommt ein nettes Kommando Kavaliere in dunkler Kleidung. Bevor der böse Fan drei Wochen Guantanamo abfasst, heißt es:Knüppel, Knüppel, bumm bumm!


    http://www.jungewelt.de/2006/04-20/041.php