Beiträge von CocusnussKlaus

    Essener Bundesliga-Schiedsrichter am Freitag in der DFB-Zentrale - Vorerst weiter keine Einsätze - 11.02.2005 13:41
    Jürgen Jansen vernommen


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    Bundesliga-Schiedsrichter Jürgen Jansen aus Essen ist am Freitag in der Zentrale des Deutschen Fußball-Bundes in Frankfurt am Main rund zweieinhalb Stunden vernommen worden. Der Referee tätigte seine Aussagen vor dem Geschäftsführenden DFB-Präsidenten Theo Zwanziger (per Telefon zugeschaltet), dem Kontrollausschuss-Vorsitzenden Horst Hilpert und DFB-Chefjustitiar Goetz Eilers.
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    Vor dem Kontrollausschuss: Schiedsrichter Jürgen Jansen.Horst Hilpert bestätigte nach dem Gespräch, dass Jansen auch weiterhin keine Spiele leiten werde: "Der Einsatz von Schiedsrichtern ist nicht Aufgabe des Kontrollausschusses. Aber wenn ein Ermittlungsverfahren wegen bandenmäßigen Betrugs läuft, ist es aus Fürsorgepflicht nicht sinnvoll, einen Schiedsrichter vor 60.000 Leuten pfeifen zu lassen", so der Verbandsfunktionär, der keine Details zum Gesprächsverlauf verriet: "Wir haben außer dem Sportgerichtsverfahren auch ein Kriminalverfahren. Die Staatsanwaltschaft äußert sich nicht detailliert zu laufenden Ermittlungsverfahren. Und das Sportgericht ist so klug, dies zu übernehmen."


    Kurz vor Mittag hatte der 44-jährige Jansen zusammen mit seinem Anwalt Stephan Reiffen das DFB-Gebäude verlasen - ebenfalls ohne ein Statement zur Vernehmung abzugeben: "Kein Kommentar. Ich habe bereits alles am Freitag auf der Pressekonferenz gesagt", so Jansen.


    Der Schiedsrichter hatte am vergangenen Freitag unter anderem mit Videosequenzen versucht, die gegen ihn erhobenen Manipulations-Vorwürfe zu entkräften. Im Blickpunkt stehen bei den Ermittlungen die beiden Begegnungen FC St. Pauli gegen Bayer Leverkusen vom 16. Februar 2002 (2:2) und 1. FC Kaiserslautern gegen Freiburg vom 27. November 2004 (3:0).


    Das DFB-Sportgericht verhandelt heute ab 12.30 Uhr unter Vorsitz von Dr. Rainer Koch im Rahmen des Wettskandals um den Berliner Ex-Schiedsrichter Robert Hoyzer ab 12.30 Uhr den Einspruch des Bundesligisten Hamburger SV gegen die Wertung des Erstrundenspiels im DFB-Pokal beim Regionalligisten SC Paderborn. Die Partie endete am 21. August 2004 mit einem 4:2-Sieg des SC.


    Der Einspruch des SV Wacker Burghausen gegen die Wertung des Zweitligaspiels zwischen LR Ahlen und dem SV Wacker wird am Dienstag ab 14.30 Uhr verhandelt. Die Partie endete am 22. Oktober 2004 mit einem 1:0-Sieg für LR Ahlen.


    Schily fordert Aufklärung bis Mitte Juni


    Bundesinnenminister Otto Schily hat den DFB indes bei der Aufklärung des Skandals unter Druck gesetzt. Bei der Vorstellung der Sondermünzen zur WM 2006 gab der SPD-Politiker zu Protokoll, er gehe davon aus, dass spätestens bis zum Auftakt des Confederations-Cup (15. bis 29. Juni) Klarheit herrsche.


    "Es muss jetzt rasch aufgeräumt werden. Ich bin sicher, das wird gelingen", verkündete der Minister. Theo Zwanziger versprach Schily daraufhin eine Klärung "zumindest in den Grunddaten". Jedoch werde die Affäre sicherlich auch darüber hinaus weiterwirken.

    Im Konflikt mit Wettanbieter Oddset - 11.02.2005 15:41
    Zwanziger räumt Pannen ein


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    Der Geschäftsführende DFB-Präsident Theo Zwanziger hat am Freitag bestätigt, dass es zwischen dem Deutschen Fußball-Bund und Wettanbieter Oddset bei der Aufklärungsarbeit rund um den Wettskandal zu "einer ganzen Reihe von Pannen" gekommen sei.
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    "Es besteht nach der Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft kein Zweifel, dass Oddset die Kriminalpolizei eingeschaltet hat", so der 59-Jährige. DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder hatte dies vor Kurzem noch bezweifelt.


    Zum Konflikt mit Oddset sei es zudem durch eine Verkettung unglücklicher Umstände gekommen. Demnach habe der Wettanbieter bei einer Pressekonferenz durch die Herausgabe eines falschen Dokuments für Verwirrung gesorgt. Zwanziger stellte jedoch mit Nachdruck fest, dass das Verhältnis zwischen Verband und WM-Sponsor Oddset dadurch nicht beeinträchtigt sei.


    Um die Situation zu entschärfen, bemühte sich der DFB-Präsident ferner, Aussagen des DFB-Vizepräsidenten Engelbert Nelle zu relativieren. Dieser hatte in einem Interview indirekt DFB-Justitiar Goetz Eilers und -Generalsekretär Horst R. Schmidt vorgehalten, die von Oddset über einen Manipulationsskandal weitergegeben Informationen nicht entsprechen bewertet zu haben.


    "Ich halte es für ausgeschlossen, dass Herr Nelle diese Interpretation beabsichtigt hatte", nahm Zwanziger seinen "Vize" in Schutz, der zudem Oddset auch bezichtigt haben soll, die Aufklärungsarbeit zu verzögern.


    Oddset drohte daraufhin mit rechtlichen Schritten, sollte Nelle seine Aussagen nicht zurücknehmen.


    Theo Zwanziger forderte inzwischen die Politik dazu auf, zügig einen "ordnungsrechtlichen Rahmenbedingungen im Sportwettenbereich" zu schaffen, um kriminellen Machenschaften vorzubeugen.

    Poldi, der Kahn der Zweiten Liga


    Warum hassen ihn die Fans? Und: Tököli mit Nieren-Schmerzen in der Klinik


    Köln – Sein 4:2 in Cottbus begeisterte die Fans. Zum vierten Mal schoss Lukas Podolski das „Tor des Monats“ der ARD-Sportschau.
    Seine Unbekümmertheit fasziniert die Bundesliga-Profis. Sie schlugen mit ihm erstmals einen Zweitliga-Kicker zum Spieler des Monats vor. Podolski gewann die Wahl.


    Im National-Trikot wird er bejubelt, er hat seine eigene Fan-Kollektion. „Er ist überall everybody‘s darling“, sagt Manager Andreas Rettig. „Nur in der Zweiten Liga wird er angepöbelt.“


    Warum entlädt sich so viel Hass auf den 19-Jährigen? Als Podolski in Frankfurt verletzt aus dem Stadion humpelte, brannten selbst Eintrachts-Fansprecher Andreas Hornung die Sicherungen durch. Der Offizielle beleidigte den FC-Stürmer.


    Prinz Poldi – in der Zweiten Liga kriegt er die Ablehnung zu spüren, die Oliver Kahn in der Bundesliga erlebt. Als herausragender Spieler einer erfolgreichen Mannschaft gilt er als Feindbild.


    „Ohne Oliver zu nahe zu treten“, entgegnet Rettig, „Lukas gibt durch sein Gehabe keinen Anlass für diese Anfeindungen. Er stellt sich nicht in den Mittelpunkt, ist nicht arrogant. Für uns ist das nicht nachvollziehbar, was der Junge derzeit durchmachen muss.“

    Funkel feuert zurück: Damit muss er klarkommen


    Nach Attacke gegen Poldi redet Frankfurts Trainer Tacheles




    Köln – Die große Angst um Lukas Podolski. „Er ist in der Liga zum Freiwild geworden“, ereiferte sich Huub Stevens nach dem Duell in Frankfurt (Sonntag-EXPRESS berichtete).
    Eintrachts Aleksandar Vasoski hatte den FC-Star aggressiv beschattet – nach 66 Minute musste er mit einer Einblutung in der linken Wade vom Feld. „Und der Schiedsrichter hat Lukas nicht geschützt“, schimpfte Stevens.


    Sonntag holte Frankfurts Trainer Friedhelm Funkel zum Gegenangriff aus. „Was Huub Stevens sagt, kann ich nicht stehen lassen. Fußball ist nun mal Männersport. Und Lukas ist in keinster Weise überhart oder brutal von uns attackiert worden. Der FC kann nicht erwarten, dass man Poldi nicht mehr berühren darf. Ein Michael Ballack hat auch keinen Sonderstatus.“


    Funkel freute sich vielmehr, dass seine taktische Maßnahme aufging. „Lukas ist der überragende Spieler beim FC. Daher ist es absolut notwendig, ihn aus dem Spiel zu nehmen. Dabei muss er nicht mit Samthandschuhen angefasst werden. Wenn ich als gegnerischer Trainer diese Devise nicht ausgebe, habe ich meinen Job verfehlt. Im übrigen hat Vasoski schon mit der mazedonischen Nationalelf gegen Figo und Beckham gespielt. Die haben sich auch nicht beschwert.“


    Der ehemalige FC-Coach erinnert in dem Zusammenhang an ein Spiel im Jahr 2003. „Damals haben wir mit Köln 1:0 gegen Dortmund gewonnen. Alexander Voigt hat 90 Minuten Tomas Rosicky bekämpft. Das war der Schlüssel zum Sieg. Cottbus und Burghausen haben zuletzt Poldi einfach machen lassen. Die Quittung dafür haben sie bekommen. Lukas muss mit der Situation klarkommen. Wenn er international spielt, muss er sich noch viel härter durchsetzen. Ich glaube, bei Poldi war einfach viel Frust mit ihm Spiel. Er ist geschwächt ins Spiel gegangen, dann hatte er permanent einen Gegenspieler an den Hacken. Darauf muss er in Form eines Spitzenspielers reagieren.“


    Die FC-Verantwortlichen registrierten die Funkel-Äußerungen erstaunt. „Es hat nichts mit einem Podolski-Wahn zu tun, dass wir uns beschweren“, sagt Manager Andreas Rettig. „Der Gegenspieler hat keine gesunde Härte angewandt. Er hat Lukas permanent getreten und provoziert.“

    Betrunkener Schiri verpfeift Kreisliga-Spiel


    Die Polizei zog ihn mit 1,41 Promille aus dem Verkehr


    Hamburg – Um Geld und Wetten ging's bei dieser Partie wohl nicht – verpfiffen hat sie der Schiri dennoch. Und zwar mit einer ganz schönen Fahne.
    Mit einem Promillewert von 1,41 hat der Schiedsrichter in Reinbek-Ohe bei Hamburg ein Kreisliga- Fußballspiel verpfiffen. Nach Mitteilung der Polizei brach der Unparteiische die Begegnung zwischen dem FC Voran Ohe II und Fatihspor II ab, nachdem er Spielern bereits vier Rote Karten gezeigt hatte.


    Auf dem Weg nach Hause wurde er von der alarmierten Polizei aus dem Verkehr gezogen und der Führerschein sichergestellt.

    Klinsis Jungs tanzen im Wasser


    Vor dem Spiel gegen Argentinien: DFB-Stars machen Aqua-Ballett. Schlägt man so einen Weltmeister?



    Das gab’s doch schon mal! Vor dem Länderspiel gegen Brasilien ließ Bundestrainer Jürgen Klinsmann seine Jungs tanzen – mit Gummibändern (siehe Artikel rechts).
    Und auch vor der Hammer-Begegnung gegen Argentinien (Mittwoch, 20.45 Uhr, ARD) greift Klinisi wieder in die Trickkiste.


    Diesmal mussten sich Kuranyi, Asamoah & Co. im Wasser quälen.


    Klinsi schickte seine Kicker mit Ball ins Schwimmbecken – zum Aqua-Ballett. Statt auf dem Platz Flanken zu üben, trainierten die DFB-Stars wie Synchronschwimmer.


    Bleibt die Frage offen – schlägt man so einen zweimaligen Weltmeister?
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    Bierhoff: „Lukas muss geschützt werden”


    Die „Freiwild”-Diskussion um Podolski geht weiter. Frankfurt wirft ihm Star-Allüren vor



    Düsseldorf – Erst sollte Lukas Podolski beim Kölner Rosenmontagszug auf dem Wagen des Festkomitees Kölner Karneval mitfahren. Dann erhielt er wieder die Einladung von Bundestrainer Jürgen Klinsmann zur Nationalmannschaft. Prinz Poldi freute sich auf den Länderspiel-Hit gegen Argentinien.
    Doch während die Auswahl-Kicker gestern in Düsseldorf ein erstes Training absolvierten, pflegte Podolski daheim in Bergheim seine lädierte Wade.


    Nach dem harten Spiel in Frankfurt liegt der 19-Jährige flach. Wegen der aggressiven Manndeckung, die Eintracht-Trainer Friedhelm Funkel gegen Podolski angeordnet hatte, ist nun ein Streit entbrannt.


    FC-Trainer Huub Stevens beschwerte sich, sein Jung-Star sei „Freiwild“ in der Liga. „Er muss geschützt werden“, forderte der Coach.


    Montag schaltete sich auch Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff in die Diskussion ein. „Natürlich muss Lukas geschützt werden. Er ist ein sehr wichtiger Spieler für den deutschen Fußball“, sagt Bierhoff.


    Während Stevens‘ Appell an die Schiedsrichter in der Zweiten Liga geht, rät der DFB-Manager dem jungen Stürmer zum Durchhalten.


    „Für einen jungen Nationalspieler ist die Zweite Liga sicher hart, weil er permanent auf die Socken bekommt. Aber er verkraftet das. Ich glaube sogar, dass die derzeitige Situation für Lukas eine gute Schule ist. Ich habe selbst in Italien in der Zweiten Liga gespielt. Das war sehr lehrreich. Wenn Lukas sich in der Rückrunde weiter in der Zweiten Liga durchsetzt, ist er einen großen Schritt weiter auf dem Weg, ein Top-Spieler zu werden.“


    Die Frankfurter Seite wehrt sich unterdessen weiter. Nachdem Trainer Friedhelm Funkel schon im EXPRESS die Stevens-Vorwürfe konterte, melden sich nun auch Eintracht-Spieler zu Wort. „Der soll nicht rumjammern“, sagte Frankfurts Brasilianer Chris, „wir haben gegen ihn gespielt wie gegen jeden anderen auch.“ Mehr noch: Die Hessen werfen dem Jung-Nationalspieler Starallüren vor.


    Fan-Sprecher Andreas Hornung geriet nach der Auswechslung deshalb mit dem FC-Star aneinander. „Podolski hat ständig provoziert, er hat Küsschen ins Publikum geworfen und den Fans hämisch Beifall gezollt“, sagt Hornung, „ich habe ihm daraufhin zugerufen, er solle aufhören zu provozieren.“


    Der Fan-Sprecher behauptet, er habe „ganz im Sinne der Eintracht“ gehandelt und versucht, Schlimmeres zu verhüten. „Es ging mir darum, dass Podolski die Provokationen einstellt“, sagt Hornung.


    Dies sei schließlich auch gelungen, die Fans hätten sich schnell wieder beruhigt und Podolski sei ohne weitere Gesten in den Kabinentunnel gegangen. Erst dort habe er dann wütend gegen die Plexiglasumrandung getreten.

    Nach Drohanrufen: Personenschutz für MSV-Torwart


    Koch bestätigt: Mir wurden 20.000 Euro geboten



    Duisburg – Auf Grund von Drohanrufen bei Torwart Georg Koch vom Fußball-Zweitliga-Tabellenführer MSV Duisburg ist der Personenschutz für den 33-Jährigen verstärkt worden.
    "Der Schutz des Spielers wurde erhöht", sagte der MSV-Vorstandsvorsitzende Walter Hellmich auf einer vom Verein und Koch einberufenen Pressekonferenz am Dienstag in der Duisburger Arena.


    Der ehemalige Bundesliga-Torhüter von Fortuna Düsseldorf, des 1. FC Kaiserslautern und von Arminia Bielefeld bestätigte nochmals, dass ihm am letzten Spieltag der vergangenen Saison 20.000 Euro geboten worden seien, um die Zweitligabegegnung Cottbus gegen Regensburg zu manipulieren.


    Damals stand der Keeper noch bei Energie Cottbus unter Vertrag. Koch hatte das Angebot jedoch entrüstet abgelehnt. Cottbus siegte am 34. Spieltag am 23. Mai 2004 3:0. Im Tor der Lausitzer stand damals allerdings Tomislav Piplica, weil sich Koch verletzt hatte.


    Am vergangenen Donnerstag (3. Februar), seinem 33. Geburtstag, erhielt Koch, der 179 Bundesligapartien bestritt, allerdings einen Drohanruf. Er solle aufpassen, was er sage, sonst könne er etwas erleben, soll der anonyme Anrufer gesagt haben. Zwei Stunden später erfolgte wiederum ein Anruf mit einer ähnlich lautenden Drohung. "Ich habe sofort aufgelegt", berichtete Koch am Dienstag in der knapp halbstündigen Pressekonferenz.

    Neuanfang in der Verbandsliga Mittelrhein geplant




    Köln – Ein Traditions Klub am Ende: Fortuna Köln hat seine Mannschaft vom Spielbetrieb der Oberliga Nordrhein zurückgezogen.
    Das hat der Fußballverband Mittelrhein bestätigt. Damit steht der Traditionsverein als erster Absteiger fest. Alle bisher ausgetragenen Partien werden aus der Wertung genommen. Die jeweiligen Gegner bleiben bis zum Saisonende spielfrei.


    Der einstige Bundesligist und DFB-Pokalfinalist hatte vor wenigen Wochen erneut einen Insolvenzantrag gestellt. In der kommenden Saison wollen die Fortunen einen Neuanfang in der fünftklassigen Verbandsliga Mittelrhein starten.

    Manager bleibt, aber Aktie stürzt ab


    Wütende Fans demonstrieren am Samstag



    Dortmund – Die Ära Gerd Niebaum beim BVB ist vorbei, aber Spannmann Michael Meier bleibt. Darum eskalierte der Zoff zwischen den wütenden Fans und dem Schulden-Manager. Folge: Meier bekommt beim Derby am Samstag gegen Bochum Polizeischutz!
    Die Borussia-Anhänger sind nach monatelangen Horror-Enthüllungen über das Missmanagement wild entschlossen. 10.000 wollen in einer Demonstration vom Friedensplatz zum Stadion Meiers Kopf fordern.


    Hintergrund: Präsident Dr. Reinhard Rauball hatte ihnen in einem Gespräch am Vorabend offenbar signalisiert: Meier tritt als hauptamtliches Vorstandsmitglied des Vereins zurück, führt als Noch-Geschäftsführer (Vertrag bis Juni) der KGaA die anstehenden Lizenzierungs-Verhandlungen mit der DFL. Rauball sagte: „Es wäre eine völlig aussichtslose Entscheidung, die Führungsspitze komplett auszutauschen.“ Problem: Meier stellte sich am Donnerstag quer!


    Die Fans sind stinksauer. Demo-Initiator Jens Volke vom BVB-Fanclub „Unity“ erklärt dem EXPRESS: „Es ging uns um ein Symbol, dass wirklich etwas passiert. Herr Meier hat es wohl drauf ankommen lassen, weil er dachte, die Demo wäre schon abgesagt. Da hat er sich getäuscht. Wir machen klar: Es ist Schluss mit Lügen und Intrigen.“


    Und selbst Reinhard Beck von der BVB-Fanabteilung schimpft: „Herr Meier ist auf unsere Forderung nicht eingegangen. Deshalb findet die Demonstration wie geplant statt.“


    Meier selbst sagt zu den Vorgängen: „Wenn ich ein Teil des Problems bin, sollte ich die Konsequenzen ziehen. Man hat mir aber versichert, ich sei ein Teil der Lösung.“ Für Volke unglaubwürdig: „Vor zwei Tagen hat er seinen Rücktritt angeboten und jetzt klebt er an seinem Stuhl – komisch. Meier treibt wohl ein Machtspiel mit Herrn Rauball. Vielleicht hat er gedroht, dass wir die Lizenz nicht kriegen.“


    Der Schaden für den Chaos-Klub ist jetzt schon messbar: Die BVB-Aktie brach wieder um 11,03 Pozent ein auf 2,34 €!

    Schonung für Poldi


    Gute Nachricht von Karlsruhes Trainer Becker: „Wir werden Lukas fair behandeln“




    Köln – „Bekommt Lukas Podolski weiter so auf die Socken, dreht der Junge irgendwann durch und sieht auf dem Platz Rot.“
    Kölns Präsident Wolfgang Overath hat die Vorkommnisse vom Frankfurt-Spiel auch fünf Tage später noch nicht abgehakt. „Was mit Lukas zuletzt passiert ist, schadet allen, auch der Nationalelf. Wird weiter so hart gegen ihn gespielt, hält er das nicht nur mental, sondern auch sein Körper nicht durch.“


    Präsident, Sie dürfen etwas entspannen. Denn hier kommt die gute Nachricht vom Karlsruher SC, am Montag im RheinEnergieStadion nächster Gegner des FC. KSC-Trainer Edmund Becker verspricht im EXPRESS: „Wir werden Podolski fair behandeln. Ich habe überhaupt keinen Treter in der Mannschaft, einen, der konsequent nur für diese Aufgabe abgestellt wird.“


    Becker war am vergangenen Freitag Tribünengast beim Spitzenspiel in Frankfurt und sah, wie Eintrachts Vasoski gegen Podolski zu Werke ging. Sein Urteil: „Da war Tempo drin, es war eine aggressiv geführte Partie. Die Gangart war hart, manchmal ging einiges über die Grenzen des Erlaubten hinaus. Man merkt: Jeder Spieler in dieser Liga ist heiß darauf, gegen Podolski zu spielen.“ Oft mit fatalen Folgen, wie Overath meint.


    Auch Becker will, dass seine Spieler dem Top-Torjäger das Leben schwer machen. „Ich mache mir natürlich auch meine Gedanken, wie wir Podolski in den Griff kriegen.“ Dabei bemerkt der KSC-Coach natürlich auch die Kölner Versuche, die Schiedsrichter für ihr Anliegen zu gewinnen, das da heißt: Podolski muss von den Unparteiischen geschützt werden. „Ich hoffe deshalb, dass die Schiedsrichter jetzt nicht total sensibilisiert sind und alles gegen uns abpfeifen. Denn Fußball ist nun mal ein Kampfsport.“ Bei seinem Versprechen, Podolski mit legalen Mitteln stoppen zu wollen, bleibt Becker freilich: „Denn wir alle sollten doch froh sein, dass einer wie Podolski in der 2. Liga spielt.“


    Und das wird auch gegen Karlsruhe der Fall sein. Podolski meldete sich gestern zurück, stieg nach seiner viertägigen Verletzungspause wieder ins Mannschaftstraining ein.

    Vor UEFA-Cup – Aachen patzt


    2:3-Niederlage gegen Unterhaching


    Aachen hat die Generalprobe für das UEFA-Cup-Spiel gegen AZ Alkmaar verloren und ist im Kampf um den Bundesliga-Aufstieg zurückgefallen.
    Der Tabellenvierte unterlag am Freitagabend der SpVgg Unterhaching mit 2:3 (1:2) und musste damit bereits die zweite Heimniederlage in Serie hinnehmen.


    Die Gäste hingegen feierten ihren ersten Auswärtssieg seit über fünf Monaten und verbesserten sich in der 2. Bundesliga zunächst auf den neunten Platz.


    Vor 17.150 Zuschauern am Aachener Tivoli erzielten Barbaros Barut (12.) und Francisco Copado (34./89.- Handelfmeter) die Treffer für Unterhaching, Sergio Pinto (42./Foulelfmeter) und Moses Sichone (55.) trafen für Aachen

    Voronin, der Bayer-Vollstrecker


    Warum er Köln reich oder glücklich macht


    Leverkusen – Vor dem Tor ist er kalt wie ein Eisschrank. Gucken, schießen – drin ist das Ding. Ganz cool sein Treffer zum 1:1-Ausgleich gegen Bremen. Andrej Voronin ist Bayers neue Tormaschine.
    Bereits sechs Treffer erzielte er in nur 470 Spielminuten. Heißt: Rechnerisch trifft der Ukrainer alle 78 Minuten. Eine Top-Quote.


    Pikant: Steigt der 1. FC Köln nach dieser Saison wieder auf, muss Bayers neuer Torjäger zurück. Darauf einigten sich die Klubs, bevor Voronin die Rheinseite wechselte.


    Heißt: Entweder muss Bayer den Kölnern eine Ablöse in Millionenhöhe zahlen oder der Super-Techniker spielt kommende Saison wieder im Trikot mit dem Geißbock.


    Schöne Aussichten für den Noch-Zweitligisten. Entweder macht Voronin den FC reich oder glücklich.


    Der Spieler selbst will zu seiner sportlichen Zukunft nicht viel sagen. „Ich bin bei Bayer, um Tore zu schießen. Ich fühle mich hier pudelwohl. Was kommendes Jahr passiert – mal sehen.“


    Auch Bayer-Boss Wolfgang Holzhäuser bleibt gelassen, obwohl auch ein Stück Misstrauen herauszuhören ist. „Ich kenne den Vertrag nicht ganz genau. Den werden wir natürlich juristisch prüfen lassen. Das ist selbstverständlich. Klar ist: Es gibt keine festgeschriebene Ablösesumme.“


    Sollte alles in Ordnung sein, wolle man sich nach der Saison mit den Kölnern verständigen. „Es liegt mir fern, irgendeinen Krach mit dem FC vom Zaun zu brechen. Schließlich haben wir ein sehr gutes Verhältnis zueinander.“


    Das sieht auch FC-Manager Andreas Rettig so. „Wir nehmen die Entwicklung erfreut zur Kenntnis. Klar ist, dass wir uns mit dem Spieler zusammensetzen und hören, was er will. Gegen seinen Willen holen wir ihn nicht zurück.“


    Alles deutet sowieso darauf hin, dass Bayer seine neue „Toremaschine“ nicht zum Rivalen ziehen lassen wird. „Er hat eine außergewöhnliche Begabung“, hat der Bayer-Boss erkannt, „Andrej denkt vor dem Tor nicht nach, er macht ihn einfach nur rein.“


    (express.de)

    HSV: Millionen statt Wiederholungsspiel



    Das manipulierte DFB-Pokalspiel zwischen
    dem SC Paderborn und dem Hamburger SV wird entgegen der Forderung des
    HSV nicht wiederholt, dafür erhält der betrogene Bundesligist vom
    Deutschen Fußball-Bund (DFB) eine Entschädigung von zwei Millionen
    Euro mit einem Länderspiel in der AOL-Arena. Darauf einigten sich der
    Club, der seinen Einspruch gegen das am 21. August auf Grund der
    Fehlentscheidungen des ehemaligen Schiedsrichters Robert Hoyzer mit
    2:4 verlorene Spiel zurückgezogen hatte, und der DFB am Freitag in
    Frankfurt/Main. «Wir können ein wenig wiedergutmachen, was der HSV an
    Schaden erlitten hat», sagte der Geschäftsführende DFB-Präsident Theo
    Zwanziger.


    Demnach bekommt der HSV als Ausgleich eine sofortige Einmalzahlung
    von 500 000 Euro sowie im Oktober ein Länderspiel voraussichtlich
    gegen Japan oder China in der AOL-Arena, das noch einmal 1,5
    Millionen bringen soll. «Der Gesamtbetrag wird rund zwei Millionen
    Euro betragen, was noch fehlt, legen wir drauf», erklärte Zwanziger.
    Ob der DFB letztlich Schadensersatzklage gegen Hoyzer stellen wird,
    ließ Zwanziger offen.


    «Ich bin sehr froh über diese Regelung. Für uns ist es wichtig,
    dass unsere Rechtsposition positiv beurteilt worden ist», meinte HSV-
    Präsident Bernd Hoffmann. Der Club sei zwar bereit gewesen, zu jeder
    Zeit in den Pokalwettbewerb wieder einzutreten. «Man muss sich aber
    dem Fairplay-Gedanken beugen.» Die Lösung mit dem Länderspiel
    begrüßte Hoffmann ausdrücklich. Auf die Rücknahme des Einspruchs habe
    man sich wegen unüberbrückbarer Probleme geeinigt, erklärte HSV-
    Anwalt Christoph Schickhardt nach einer zweistündigen Unterredung mit
    den DFB-Verantwortlichen. Der Wiedereingliederung des HSV in den
    Pokalwettbewerb erteilte der DFB vor allem aus praktischen Gründen
    eine Absage. «Uns war sehr bald klar, dass eine wirklich
    wünschenswerte sportliche Lösung nicht möglich wäre», sagte
    Zwanziger.


    «Es war eine sehr komplizierte juristische Verfahrenslage.
    Manipulationen sind in den Statuten des DFB nicht verankert», sagte
    der Sportgerichts-Vorsitzende Rainer Koch, der den
    Vergleichsvorschlag unterbreitet hatte. Bis zum Pokalfinale Ende Mai
    in Berlin sei eine juristisch rechtskräftige Lösung kaum möglich
    gewesen. So ist nach Paragraf 17 der Rechts- und Verfahrensordnung
    des DFB ein Einspruch gegen eine Spielwertung nur binnen zwei Tagen
    nach der Partie möglich, mit Ausnahme von Dopingvergehen. Dann läuft
    die Frist zwei Tage nach Kenntnisnahme des Sachverhalts ab. Laut
    Paragraf 10 ist zudem eine Spielwertung im Pokalwettbewerb nicht mehr
    zu ändern, wenn die nächste Runde bereits ausgetragen ist.


    Gleich zu Beginn hatte Koch diese Problematik dargestellt und fünf
    verschiedene Lösungsmöglichkeiten skizziert. Neben der Einigung war
    dies unter anderen auch der Spielverlust der Paderborner, da die
    Partie durch den Schiedsrichter und offenbar auch durch einen Spieler
    manipuliert worden war. Denn Hoyzer hatte bei seinen Aussagen bei der
    Staatsanwaltschaft Berlin und der zweiten Vernehmung durch den DFB
    «glaubhaft» die Mithilfe von Paderborns Kapitän Thijs Waterink zur
    Spielmanipulation bestätigt. Demnach hat der Paderborner Spieler vor
    der Partie von einem Kroaten Geld bekommen. Während des Spiels hatte
    sich Waterink nach Hoyzers Aufforderung «mach´ doch mal was» im
    Strafraum fallen lassen - Hoyzer entschied auf Elfmeter. Daraufhin
    habe er gewusst, «dass Waterink mit im Boot sei», so der Ex-Referee.


    Wenige Stunden vor der Sportgerichtsverhandlung hatte der DFB-
    Kontrollausschuss im Zuge der Ermittlungen im Wett- und
    Betrugsskandal Schiedsrichter Jürgen Jansen zweieinhalb Stunden lang
    vernommen. Über den Inhalt der Unterredung wurden keine Angaben
    gemacht. Der Essener Referee war von Hoyzer belastet worden und hatte
    auf einer Pressekonferenz vor einer Woche vehement seine Unschuld
    beteuert.


    Laut Informationen der «Süddeutschen Zeitung» (Samstag-Ausgabe)
    soll Hoyzer bei einer Vernehmung am vergangenen Samstag angegeben
    haben, er habe seinen Erstliga-Kollegen Torsten Koop (Lüttenmark) für
    Manipulationen anzuwerben versucht. Koop habe am Donnerstag bei einer
    Befragung durch den DFB eingeräumt, dass Hoyzer ihm gegenüber mit
    Manipulationen geprahlt habe. Passiert sei dies bereits Anfang 2004.
    Er sei nicht darauf eingegangen, habe den Vorfall aber nicht beim DFB
    gemeldet, weil er ihn für Prahlerei gehalten habe.


    Unterdessen forderte Bundesinnenminister Otto Schily vom DFB und
    allen ermittelnden Behörden eine rasche Aufklärung des Wettskandals.
    «Es geht darum, ohne Ansehen von Personen die Sache schnell
    aufzuklären. Bis zum Confederations Cup muss für Klarheit gesorgt
    sein», sagte der Minister am Freitag in Berlin.

    Übernahmeschlacht: Manchester United gewährt Einblick in Bilanzen



    Die Übernahmeschlacht um Manchester United geht in
    die nächste Runde. Die Vereinsführung erklärte sich am Freitag dazu
    bereit, dem amerikanischen Milliardär Malcolm Glazer Einsicht in die
    Bilanzen zu gewähren. Glazer hat am vergangenen Wochenende bei seinem
    dritten Übernahmeversuch 300 Pence pro Aktie geboten. Damit wäre der
    Verein rund 1,16 Milliarden Euro (800 Millionen Pfund) wert. Am
    Freitag schloss die Aktie an der Londoner Börse bei 270,25 Pence.


    Manchester United teilte mit, Glazer werde begrenzten Zugang zu
    den Büchern erhalten. Allerdings sei es zum jetzigen Zeitpunkt
    unwahrscheinlich, dass die Vereinsführung das «aggressive und
    schädliche» Angebot des Amerikaners unterstützen werde. Glazer ist
    mit 28,1 Prozent zweitgrößter Aktionär bei «ManU». Die meisten Fans,
    die ebenfalls Anteile halten, lehnen eine Übernahme durch den 76
    Jahre alten Besitzer des amerikanischen Football-Teams Tampa Bay
    Buccaneers strikt ab. Glazer war bereits zwei Mal am massiven
    Widerstand der Anhänger gescheitert.