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Artikel aus den
Stuttgarter Nachrichten
vom 03.02.2005
Schalke hat Interesse: Jagd auf Kuranyi eröffnet
Stuttgart - Die Anzeichen verdichten sich: Sollte der VfB Stuttgart die Champions-League-Qualifikation verpassen, ist Kevin Kuranyi nicht zu halten. Wie die Dinge liegen, führt sein Weg zum FC Schalke 04. Zwischen Torhüter Timo Hildebrand und dem VfB gibt es dagegen keine Annäherung.
Erwin Staudt hat im Trainingslager den Stein ins Rollen gebracht. Inzwischen ist daraus eine Lawine geworden. Eine etwas unbedachte Aussage ("Wenn wir uns nicht für die Champions League qualifizieren, müssten wir die ganze Personalplanung und das Gehaltsgefüge den Verhältnissen anpassen") genügte. Seitdem ist Kevin Kuranyi verstimmt. Denn sein Name fällt als erster in diesem Zusammenhang. Der Grund: Der Nationalstürmer besitzt eine Ausstiegsklausel in seinem bis 2008 laufenden Vertrag. Sollte der VfB die Champions League verpassen, darf der 22-Jährige den Club für etwa vier Millionen Euro verlassen. Ein Schnäppchenpreis, der viele Vereine aufhorchen lässt. Aber ein Club ist nach Informationen unserer Zeitung besonders interessiert: der FC Schalke 04. Der Revierclub wollte Kuranyi schon einmal verpflichten - damals am besten im Paket mit Ex-VfB-Trainer Felix Magath und Andreas Hinkel. Seitdem ist das Interesse nie erloschen. Am Rande des Benefizspiels in Gelsenkirchen sollen Gespräche zwischen Schalke-Manager Andreas Müller und Berater Roger Wittmann (Rogon AG) stattgefunden haben. Wie es heißt, suchen die Königsblauen händeringend nach einem Ersatz für Ebbe Sand. Auch Ailton (31) ist kein Zukunftsmodell. Auch die Aussage von VfB-Sportdirektor Herbert Briem zum möglichen Wechsel des Torjägers ist viel sagend: "Wir sind für alle Eventualitäten gerüstet."
Auf dem Wasen wird bereits gewitzelt: "Schalke wäre eine gute Adresse, dann hätte Kevin auch kein Problem mit dem Ausrüster." Zum Hintergrund: Schalkes Ausrüster heißt Adidas. Angeblich bietet die Marke mit den drei Streifen dem populären VfB-Stürmer einen mit vier Millionen Euro dotierten Ausrüstervertrag über zehn Jahre an. Kuranyi käme so in einen Interessenskonflikt: Denn beim VfB muss er Puma-Artikel tragen.
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