Beiträge von Exil-Anhaltiner

    Borussia Fulda – Bad Hersfeld schon am 27. Mai


    Die Begegnung der Landesliga Nord zwischen dem SC Borussia Fulda und dem SVA Bad Hersfeld wird nicht wie ursprünglich vorgesehen am Sonntag, 29. Mai, ab 15 Uhr, sondern bereits am Freitag, 27. Mai, ab 19.30 Uhr ausgetragen. Beide Vereine verständigten sich mit Klassenleiter Willi Röhn (Bad Emstal-Balhorn) auf die Verschiebung, weil der Ausgang des Spieles keinen Einfluss auf den Auf- oder Abstieg hat und auch kein weiterer Verein negativ betroffen ist.


    HFV

    Der FC Eschborn hat gestern Abend den ersten von noch zwei Schritten auf dem Weg zur erfolgreichsten sportlichen Bilanz in der Vereinsgeschichte zurückgelegt. Die Mannschaft von Trainer Klaus Scheer, die am Samstag (15 Uhr) mit einem Heimsieg gegen Buchonia Flieden Meister der Fußball-Oberliga Hessen werden kann, zog mit einem 2:0 (0:0)-Sieg beim Landesliga-Spitzenreiter FSV Steinbach erstmals ins Finale des Hessenpokals ein. Wenn heute Kickers Offenbach seine Pflichtaufgabe beim SC Waldgirmes erfüllt, ebenfalls ins Endspiel kommt und später in die 2. Liga aufsteigt, wäre Eschborn schon für den DFB-Pokal qualifiziert. Allerdings taten sich die Gäste vor 400 Zuschauern eine knappe Stunde sehr schwer. Erst als Landgraf für die gut organisierten Steinbacher die größte Chance vergeben hatte, gelang Kapitän Sead Mehic im Gegenzug nach Zuspiel von Rus das 1:0 (58.). Der eingewechselte Saber Ben Neticha erhöhte in der 74. Minute den Vorsprung.

    Die Fußballerinnen von Kickers Mörfelden haben Platz zwei in der Oberliga Hessen und damit den möglichen Sprung in die 2. Bundesliga verpasst. Mit dem 1:2 (1:1) gegen den VfR Limburg am letzten Spieltag kassierte die Mannschaft von Trainer Heiko Rosenfelder die erste Heimniederlage nach genau 24 Monaten. Der Aufsteiger beendete die Saison als Dritter hinter Meister TGM Jügesheim und Eintracht Wiesbaden. Das Team aus der Landeshauptstadt sicherte sich trotz eines 2:6 gegen Jügesheim als Zweiter den Relegationsplatz.


    Jügesheim muss trotz Meisterschaft in der Oberliga bleiben. Der südhessische Verein hatte vergessen, die Bewerbungsunterlagen für die Zweite Liga beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) abzugeben. «Schade, dass die tolle Serie dahin ist. Wir haben gegen Limburg den vergangenen Tagen Tribut gezollt», kommentierte Rosenfelder die Niederlage im fünften Spiel innerhalb von zwei Wochen. Zwar konnte Angela Dornauf (35.) die frühe Gästeführung durch Britta Faßbender (8.) ausgleichen. Doch die eingewechselte Nadja Ackermann beendete in der 70. Minute mit dem entscheidenden 2:1 alle Aufstiegsträume der Kickers. Damit haben die Mörfelderinnen mit dem Hessenpokal nur noch einen Trumpf in der Hand. Dort treffen sie am 1. Juni im Halbfinale auf Landesligist Schaafheim

    Drei Nachholspiele stehen in der Fußball-Bezirksoberliga Frankfurt/West noch an, dann ist die Tabelle endlich «rund». Zwei Partien werden heute Abend angepfiffen: um 19 Uhr das Gastspiel des SC Dortelweil beim Meister und künftigen Süd-Landesligisten FSV Frankfurt II sowie 60 Minuten später das Match der stark abstiegsbedrohten Spvgg. Griesheim gegen den SV Bruchenbrücken. Die dritte und letzte «Hängepartie», SC Dortelweil – TSF Usingen, wird dann am Mittwoch, 1. Juni abgewickelt.


    FSV Frankfurt II – SC Dortelweil. Wohin geht die Reise für Bernd Bunzels Dortelweiler? Vier Spiele stehen für den SC noch aus. Angesichts von vier Zählern Vorsprung auf Relegationsplatz 13 und deren neun zum Landesliga-Relegationsrang steht in erster Linie die Absicherung nach hinten im Vordergrund, allerdings sollten die beiden Nachholspiele – heute beim FSV Frankfurt II, am 1. 6. gegen Schlusslicht TSF Usingen – gewonnen werden, könnten die Dortelweiler womöglich auf den letzten Drücker noch einmal «oben» angreifen.
    «Wir werden beim FSV heute Abend jedenfalls alles versuchen», verspricht Spielausschuss-Boss Marcus Weigand für das von ihm schmunzelnd als «Vorspiel zum Champions-League-Finale» bezeichnete Match. Bis auf Stefan Höck, der nach seinem Armbruch erst wieder mit leichtem Lauftraining begonnen hat und für den die Saison wohl schon zu Ende scheint, kann SC-Coach Bunzel personell aus dem Vollen schöpfen. Für die Bewachung von FSV-Torjäger Christian Ernst kommen Manuel Dakovic und Jochen Götz in Betracht.


    Mit Jochen Breitenbach (zuletzt SG Ober-Erlenbach) steht unterdessen ein weiterer Neuzugang (bzw. Rückkehrer nach zweijähriger Abwesenheit) für die Dortelweiler fest. Reserven-Coach Alexander Mihm, der 2005/06 durch Amadou Sow abgelöst wird, ist zwar als Betreuer der 1. Mannschaft nach wie vor im Gespräch, doch laut Wiegand stehe eine Reaktion Mihms auf dieses Angebot noch aus. Vielleicht löst sich ja noch alles in Wohlgefallen auf – bis zum 8. Juni, wenn die Mannschaft zu einer fünftägigen Saisonabschlussfahrt nach Mallorca aufbrechen wird.


    Spvgg. Griesheim – SV Bruchenbrücken. Dirk Haigis hatte es im Vorfeld fast schon befürchtet: «Wir werden uns, wie alle Mannschaften dieser Liga, auf dem Kunstrasen in Niederrad schwer tun.» Gesagt, getan: Beim 1:5 waren die «Bärenschweizer» ohne jegliche Siegchance und wollen nun beim heutigen Gastspiel gegen den Tabellen-15. Griesheim, der nach seiner jüngsten 1:2-Heimniederlage gegen den FSV Steinbach heute Abend zum Siegen quasi verdammt ist, so etwas wie Wiedergutmachung betreiben. Mit Ausnahme von Christopher Brandt, den Leistenprobleme piesacken, kann Haigis Bestbesetzung aufbieten.


    All denen, die nach dem 1:5 in Niederrad unken, Bruchenbrücken wurde die Saison jetzt locker austrudeln lassen, nimmt der engagierte SVB-Coach den Wind aus den Segeln: «Unser Ehrgeiz ist nach wie vor so groß, dass wir unseren jetzigen sechsten Platz unter allen Umständen mit ins Ziel nehmen wollen. Wobei ich durchaus froh darüber bin, bereits 47 Punkte auf dem Konto zu haben.» Zum Saisonabschluss werden die «Bärenschweizer» übrigens vom 10. bis 12. Juni in Willingen weilen und dort (O-Ton Haigis) «noch einmal die Puppen tanzen lassen»

    Die für Auf- und Abstieg bedeutungslosen Spiele TSG Wörsdorf – Eintracht Frankfurt Amateure und Buchonia Flieden – FV Bad Vilbel in der Oberliga Hessen sind verlegt worden. Anstatt am 28.Mai wird in Wörsdorf schon am Freitag, 27.Mai (19 Uhr), gespielt, Flieden beendet die Saison nicht erst am 4., sondern bereits am 2. Juni (19.15 Uhr) gegen Bad Vilbel.

    Der FC Eschborn steht vor einer ganz wichtigen Woche, sportlich wie organisatorisch, denn schließlich wird am nächsten Montag (30. Mai) ein neuer Vorstand gewählt. Im Mittelpunkt des Interesses steht aber das sportliche Saisonfinale. Ehe die Mannschaft im letzten Heimspiel der Saison am Samstag (15 Uhr) gegen Buchonia Flieden mit einem Sieg vorzeitig Meister der Fußball-Oberliga Hessen werden möchte, könnte heute Abend ein weiterer Meilenstein in der Vereinsgeschichte gesetzt werden. Beim FSV Steinbach in der Nähe von Gießen geht es für die Eschborner darum, erstmals ins Finale des Hessenpokals einzuziehen. Der Gegner ist nicht zu unterschätzen. Angeführt vom früheren Eschborner Volker Greuel, konnten sich die Steinbacher am Wochenende mit einem 2:1-Sieg bei Eintracht Wetzlar an der Spitze der Landesliga Mitte behaupten, die sie punktgleich mit Stadtallendorf anführen. Wie schon gegen den SV Wehen wird Eschborns Trainer Klaus Scheer wieder versuchen, seine angeschlagenen Stammkräfte für das Spiel gegen Flieden zu schonen. Dennoch ist für ihn klar: «Wir wollen ins Endspiel. Da geht es schließlich auch im viel Geld», sagt er. Viel Geld heißt: Mindestens 50 000 Euro – vorausgesetzt, Kickers Offenbach qualifiziert sich am Mittwoch beim SC Waldgirmes ebenfalls fürs Finale und steigt danach in die II. Bundesliga auf. In diesem Falle würde Eschborn selbst bei einer Niederlage im Hessenpokal-Finale in den DFB-Pokal einziehen und das Antrittsgeld kassieren. Das bestätigte Verbandsfußballwart Armin Keller auf Anfrage. Einen Termin fürs Pokalfinale konnte er noch nicht nennen. Die Ansetzung erfolgt in Absprache mit den beteiligten Vereinen, denn auch Keller möchte gerne Rücksicht darauf nehmen, dass drei der vier Halbfinalisten in ihren Ligen noch um die Meisterschaft und den Aufstieg spielen.

    Mit einem besonderen Dankeschön können die Fans des FC Eschborn rechnen, die das Team am Samstag (28. Mai, 15 Uhr) im letzten Heimspiel gegen Buchonia Flieden auf dem Weg zur Meisterschaft in der Fußball-Oberliga unterstützen. «Arcor und der FC Eschborn schenken Euch die Regionalliga» nennt sich die Aktion. Jede gekaufte Eintrittskarte für das Spiel am Samstag gilt im Falle eines Aufstiegs gleichzeitig als Gutschein für ein kostenfreies Stehplatz-Ticket im ersten Heimspiel der neuen Regionalliga-Saison.

    Ein paar Fans des Fußball-Oberligisten FC Eschborn standen noch auf den Tribünen rund um den Kunstrasen von Eintracht Wald-Michelbach, schwangen ihre blau-weißen Fahnen und sangen «Nie mehr Oberliga». Die meisten aber waren gleich nach dem Abpfiff auf den Platz gestürmt, umarmten und herzten die Spieler, die sich nach dem mühsamen, aber hochverdienten 3:1-Sieg abklopften. Selbst der sonst eher zurückhaltende Trainer Klaus Scheer konnte Erleichterung
    und Freude nicht verbergen. Minutenlang war er damit beschäftigt, seinen Spielern zu gratulieren. Als er noch dabei war, Routinier Uwe Bindewald ganz innig zu umarmen, las der Stadionsprecher die Oberliga-Ergebnisse vor, und so als hätten sie’s noch nicht gewusst, brandete bei Eschborner Spielern und Fans abermals Jubel auf, als das 0:0 des FSV Frankfurt in Aschaffenburg verkündet wurde. Nach dem Patzer des größten Konkurrenten im Aufstiegskampf hat der FC Eschborn vier Punkte Vorsprung und könnte mit einem Sieg im vorletzten Oberliga-Spiel am nächsten Samstag zu Hause gegen Buchonia Flieden vorzeitig Meister werden.


    Ehe die Eschborner aber den Sieg bejubeln durften, mussten sie lange zittern. Das nervenaufreibende Spiel zeigte seine Spuren noch lange nach dem glücklichen Ende. Betreuer Klaus Simon war an der Frisur anzusehen, wie oft er sich die Haare gerauft haben muss, Manager Jürgen Tschauder hatte sein Jackett abgelegt, die Krawatte gelockert und die Hemdsärmel hochgekrempelt. Und das hatte nichts mit den leicht schwülen Temperaturen zu tun. Vor allem Trainer Klaus Scheer aber hatte wieder einmal gelitten. Immer noch etwas blass um die Nase, stand er in der Pressekonferenz, und versuchte sein Bestes, die vorausgegangenen 90 Minuten zu analysieren. «Wir haben fast 40 Minuten gebraucht, um unseren Rhythmus zu finden», bedauerte Scheer, der neben einigen vergebenen Chancen das trotz optischer Überlegenheit zu wenig zwingende Spiel seiner Mannschaft vor der Pause kritisierte. Nur Gaubatz mit einem Pfostenschuss (13.), Ben Netichas Kopfball, den Torwart Breitwieser über die Latte lenkte (25.), und zwei Schüsse von Daniel Leifermann kurz vor der Pause, sorgten für echte Gefahr. Noch dazu hatte Kilic in der 23. Minute die gesamte Eschborner Abwehr samt Torwart Schmitt überlisten und mit Hilfe des Pfostens, von dem der Ball ins Tor prallte, das 1:0 für Wald-Michelbach erzielen können.


    Wie gut, dass bei Halbzeit das Spiel des FSV Frankfurt schon beendet war und das Ergebnis in der Eschborner Kabine die Runde machen konnte. «Das hat uns noch einen Schub gegeben», bekannte Sead Mehic später. Angetrieben von dem Mannschaftskapitän und Timo Leifermann, der nach der Pause für Zormpalas spielte und zusätzlichen Schwung brachte, verstärkte Eschborn den Druck. Nachdem Dworschaks Kopfball noch knapp am Pfosten vorbeizischte (48.), sorgte Mehic eine Minute später selbst für das 1:1, das er nach einem Rus-Freistoß und einer feinen Einzelleistung erzielte.


    Meisterlich zeigte sich der FC Eschborn in der Folge – im Auslassen bester Torchancen. Mehrfach hätte die Mannschaft nach dem Ausgleich frühzeitig den Sieg klar machen können: Timo Leifermann (50., 57.), Dworschak (52.) und Daniel Leifermann (53., 59.) verfehlten mit ihren prächtigen Schüssen und Kopfbällen aber allesamt das Tor zumeist nur um Zentimeter. Das hätte sich nach gut einer Stunde beinahe gerächt, als Kilic zunächst frei zum Schuss kam, Schmitt aber hielt (63.), und zwei Minuten später der Eschborner Torwart mit einer glänzenden Parade beim Freistoß von Koc den neuerlichen Rückstand verhinderte (65.). In der Folge legte Eschborn noch einmal zu. Zunächst wie gehabt erfolglos: Timo Leifermann legte Mehic auf, dessen Schuss an die Latte krachte (69.), Gaubatz köpfte neben das Tor (70.), wo auch Uwe Bindewalds Schuss landete (73.) und bei Timo Leifermanns Kopfball rettete Wald-Michelbachs Torwart Breitwieser mit einer feinen Reaktion. In der 82. Minute aber war er dann doch machtlos, als Ben Neticha noch weit vor dem Strafraum unvermittelt abzog und der Ball wie von einer Schnur gezogen im rechten oberen Eck des Tores landete. Der Jubel bei den Fans war noch nicht ganz vorüber, als zwei Minuten später Mehic kurz vorm Strafraum gefoult wurde, zuvor aber noch an Ben Neticha abspielen konnte, der den Ball mit lang gestrecktem Bein und Fuß an allen Gegenspielern und dem Torwart vorbei zum 3:1 ins Netz lenkte. Der Rest war für den FC Eschborn nur noch Schaulaufen, und am Ende gab’s auch noch ein Lob vom Trainer: «Die Mannschaft hat in der zweiten Halbzeit ihr wahres Gesicht gezeigt. Wir stehen verdient oben

    0:0 reicht der SG Bruchköbel für die Oberliga


    Die SG Bruchköbel ist am Ziel: Durch ein 0:0 gegen Verfolger Bayern Alzenau sicherte sich das Team von Trainer Holger Trimhold zwei Spieltage vor dem Saisonende die Meisterschaft in der Landesliga Süd und steigt zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in die Oberliga Hessen auf. Näher an Relegationsplatz zwei rückte Rot-Weiss Frankfurt mit einem 3:1 bei Schlusslicht SG Ober-Erlenbach heran. Der FSV Hellas holte mit dem 3:3 beim VfR Kesselstadt einen wichtigen Punkt im Kampf gegen den Abstieg.


    SG Ober-Erlenbach – Rot-Weiss Frankfurt 1:3 (1:2). – Die «Roten», für die sich die Situation im Rennen um Relegationsplatz zwei nach dem Alzenauer 0:0 in Bruchköbel verbessert hat, zitterten sich zum Sieg. «Wir haben heute mit Anstand verloren», lobte Ober-Erlenbachs Vorsitzender Klaus Koltzenburg sein Team. Verdient war der Sieg der Gäste trotz allem. Spezzano mit einem sehenswerten Schuss aus 18 Metern in den Winkel (10.) und Aguirre nach einem Abwehrfehler der Erlenbacher (19.) schienen früh für klare Verhältnisse gesorgt zu haben, aber nach Geiers Anschlusstreffer auf Vorarbeit von Contin (41.) wurde es doch noch spannend. Für die Entscheidung sorgte drei Minuten vor Schluss Kizarmis, nachdem er die gesamte Ober-Erlenbacher Abwehr ausgetrickst hatte.


    SG Bruchköbel – FC Bayern Alzenau 0:0. – Bruchköbel bestimmte das Spiel, ließ kaum Alzenauer Chancen zu und hatte selbst vier sehr gute Gelegenheiten. Thorsten Nuhn auf Flanke von Tony Dedmond (30.) und per Distanzschuss (40.) sowie Kapitän Bogdan Jovanovic (56. und 70.) vergaben vor 800 Zuschauern die besten Chancen für den Meister, was das Team von Trainer Holger Trimhold am Ende aber locker verkraften konnte.


    SG Dornheim – DJK SSG Darmstadt 3:0 (1:0). – Dornheim hatte wenig Mühe mit den Gästen, die ob ihrer derzeitigen Form um jeden ihrer 36 Punkte froh sein dürften. Moog (7.), von Nida (81.) und Mathes (88.) erzielten in der einseitigen Partie vor 140 gelangweilten Zuschauern die Tore.


    SG Nieder-Roden – 1. FC Young Boys Oberursel 1:0 (1:0). – Linz sorgte mit seinem Treffer in der 25. Minute für den im Abstiegskampf so wichtigen Sieg der Gastgeber. Oberursel enttäuschte mit seiner schlechtesten Leistung im Jahr 2005 und hätte um ein Haar doch ein Remis erreicht, als Dietrich nur den Pfosten traf (69.). Zum Schluss setzten die Gäste alles auf eine Karte, liefen aber immer nur in Konter, die Nieder-Roden im Zwei-Minuten-Takt die Chance auf das 2:0 ermöglichten. Das bei den zahlreichen Gelegenheiten niemand mehr den Ball im Tor unterbrachte, war laut SG-Sprecher Matthias Dries «zum Haare raufen». Oberursels Paljic sah noch «Gelb-Rot» (89.).


    VfR Kesselstadt – FSV Hellas Frankfurt 3:3 (1:1). – «Hellas hat sich den Punkt redlich verdient», räumte Kesselstadts Spielausschuss-Vorsitzender Yusuf Samur ein. Spielertrainer Metin Albayrak rettete den Gastgebern mit dem 3:3 fünf Minuten vor Schluss einen Zähler. Kurz zuvor war Torjäger Oymak mit einen Foulelfmeter an Hellas-Keeper Bazina gescheitert. Die «Griechen» konnten zunächst jeweils einen Rückstand ausgleichen. Das 1:0 durch Albayrak (7.) machte Tomaidis wett (14.), nach dem 2:1 durch Oymak (49.) traf Peschel für Hellas (52.), das dann durch Daga 3:2 in Führung ging (75.).


    DJK Bad Homburg – FC Alsbach 0:2 (0:0). – Der Abschlusszweite der vergangenen Saison hat die Runde offenbar schon abgehakt. Viel war es jedenfalls nicht, was Bad Homburg den Zuschauern bot. Der Alsbacher Sieg durch die Tore von Lerch (79./Foulelfmeter) und Böhm (88.) war allemal verdient.


    Kickers Offenbach II – SV Darmstadt 98 II 5:1 (2:0). – Bei Kickers-Betreuer Manfred Klausner sitzt die Enttäuschung über das 0:0 gegen Bad Orb Anfang Mai noch immer tief, durch das vermutlich die Chance auf Platz zwei verspielt worden ist. Der lockere Sieg gegen Darmstadt tröstet da wenig. Dabei war es ein ansehnliches Spiel des OFC, der durch Popiolek (30.), Thomas Gräf (43.), Rakic (56.), nochmals Thomas Gräf (65.) und Mahr (75.) mit 5:0 führte, ehe Schmitt der Ehrentreffer gelang (81.).


    Viktoria Griesheim – FSV Bad Orb 1:1 (1:0). – Beide Teams lieferten sich «ein besseres Freundschaftsspiel», wie Griesheims Sprecher Erwin Erb berichtete. Das 1:0 durch Allmann (38.) glich Haberkorn drei Minuten vor dem Ende aus.

    Ein trauriges FSV-Kapitel


    Von Michael Löffler ( FNP )


    Was sich am Bornheimer Hang abspielt, ist eines der traurigsten Kapitel des deutschen Frauenfußballs. Der FSV-Vorstand hat sich entschlossen – viele Jahre zu spät – den Rettungsanker zu werfen. Es heißt nun Konsolidierung um jeden Preis, selbst wenn das dem sportlichen Offenbarungseid gleich kommt. Folge: Die Mannschaft kehrt dem Verein den Rücken. Mit wenig finanziellen Mitteln sowie mit einem Umfeld, das in der Branche einen sehr schlechten Ruf genießt, sind aber bundesligataugliche Verstärkungen nicht zu erwarten. Wer auf den FSV als Absteiger 2006 setzt, liegt kaum falsch.


    Musste es so weit kommen? Nein! Wenn schon vor dem jetzigen Aufsichtsratsvorsitzende Mario Blechschmidt sich Vertreter des Gesamtvereins für den Frauenfußball interessiert hätten. Wenn an der Abteilungsspitze nicht so oft Profilneurotiker gestanden hätten. Wenn der einzige organisatorisch funktionierende Betrieb nicht nur der VIP-Raum gewesen wäre. Und wenn . . .


    Ihren Abschied von der großen Sportbühne hat sich die Bundesliga-Rekordspielerin sicher anders vorgestellt. Nach fast 500 Spielen im FSV-Trikot, davon knapp 300 in der Frauenfußball-Bundesliga, hätte Gaby König-Vialkowitsch sicher einen würdigeren Abschluss verdient. «Ich
    war und bin mit dem Herzen eine FSVlerin. Angebote aus anderen Vereinen hatte ich viele. Aber ein Wechsel kam für mich nie in Frage. Ich habe immer gedacht, dass ich einmal mit einem Abschiedsspiel am Bornheimer Hang meine Karriere beenden werde.» Doch nun kam alles anders. Das 2:2 gegen den FFC Heike Rheine war nicht nur ihr letztes Spiel. So wie die 33-Jährige erklärte bis auf die beruflich an Frankfurt gebundenen Uschi Holl und Anika Stunz der gesamte Spielerinnenkader, künftig nicht mehr für den FSV anzutreten.

    Der Grund: Unterschiedliche Auffassungen über die Zukunft des Teams vom Bornheimer Hang. Die Spielerinnen und Trainer Frank Fahle verfolgten das Leistungsprinzip und wollten mit wenigen Verstärkungen den FSV wieder an die Spitze heranführen. Den Abteilungsvorstand und auch den Gesamtvorstand interessierten wiederum – aus Sicht des Vereins vielleicht verständlich – nur die wirtschaftlichen Aspekte. Kein Geld, kein Spitzensport, so einfach ist die Rechnung. Deshalb musste der Trainer gehen. Die Mannschaft, die unmissverständlich erklärt hatte: «Bleibt der Trainer, bleiben wir alle, auch für weniger Geld; bleibt er nicht, gehen wir», zieht nun die Konsequenzen. «Mit finanziellen Problemen wurde beim FSV immer gekämpft. Das Umfeld stimmte selten. Das hat mit Eitelkeiten zu tun, manche aus dem Führungsstab haben sich einfach überschätzt. Irgendwo wurde schlecht gewirtschaftet. Und es wurde von Jahr zu Jahr schlimmer, sagt König-Vialkowitsch rückblickend.


    Für sie war es nun der Abschied vom Fußball. «Schade, ich habe noch einmal zu einer tollen Form gefunden und wollte noch ein Jahr anhängen», sagt die 33-Jährige, die 25 Jahre dem FSV die Treue hielt und in dieser Zeit alle Höhen und Tiefen erlebte. Die schönste Zeit erlebte sie in den «goldenen 90ern». «Am liebsten erinnere ich mich an das Pokalfinale 1990, als 60 000 Zuschauer in Berlin nach unserem 1:0-Sieg gegen Bayern München ,zieht den Bayern die Lederhosen aus’ sangen, an meinen Treffer beim 3:1 in Berlin 1992 gegen Siegen und an das 4:1 im Meisterschaftshalbfinale 1995. Frank Fahle, damals Trainer vom Gegner Duisburg, sah drei Treffer von mir», kramt die vorbildliche Kämpferin in den Erinnerungen. Zu den schönen Momenten gehören auch zwei Derby-Triumphe: 1997 im Pokalviertelfinale, als ihr per Kopf gegen Doris Fitschen der Siegtreffer gelang, und 1998, als der FSV mit einem 5:0-Triumph beim einzigen ernsthaften Konkurrenten SG Praunheim drei Spieltage vor dem Saisonende die Meisterschaft in der damals neu eingeführten eingleisigen Bundesliga perfekt machten. «Mein fußballerisch peinlichster Moment war das 2:6-Fiasko im Pokalfinale gegen Duisburg drei Wochen später», sagt die dreimalige Nationalspielerin.


    Nur drei Kurzeinsätze hatte sie im DFB-Trikot. 1991 wurde sie beim 2:4 gegen die USA zehn Minuten vor Schluss eingewechselt. Das war es dann erst einmal. Sie sei zu dick, soll der damalige Bundestrainer Gero Bisanz gesagt haben. Nicht zu ihr. Es stimmte auch nicht. Gaby war das weibliche Pendant zu Gerd Müller: Sie hatte kräftige Oberschenkel, doch dick war sie nie. Zwei Jahre später lud sie Bisanz erneut ein. Beim Nationalmannschaftslehrgang zeigte sie gute Leistungen und war im Kader für die EM. Beim Bundesligaspiel in Saarbrücken zog sie sich aber einen Innenbandriss im Knie zu. Zur Europameisterschaft fuhr ihre Teamkollegin Katja Bornschein. Im Dezember 1993 wurde sie bei einem Turnier noch einmal berufen: Gegen Russland und gegen Polen durfte sie insgesamt 28 Minuten ran. Dann war sie wieder verletzt und nach der Genesung trotz beständig starker Leistungen auch vergessen.


    Die Verletzungsmisere begleitete Gaby König-Vialkowitsch über die ganzen Jahre. Schon bei ihrem ersten Einsatz in der Ersten Mannschaft. 15 Jahre war sie jung, als sie Monika Koch-Emsermann als Libero aufs Spielfeld schickte. Sie spielte bis zum Ende. Trotz eines Bänderrisses. Wenig später wurde der FSV mit einem 5:0-Triumph in Bergisch Gladbach zum ersten Mal Deutscher Meister. Ohne König-Vialkowitsch, die im Krankenhaus lag. Doch sie kämpfte sich zurück. So wie so oft auch in der Folgezeit, zuletzt in der laufenden Saison. «Als Kind habe ich mit den Jungs auf der Straße gespielt. Da lernst du nicht nur die Technik, sondern auch die nötige Härte, um mit Schwierigkeiten fertig zu werden.» Nun ist der Vorhang gefallen. Wohl für immer. Denn als Trainerin wird man Gaby auf keinen Fall sehen: «Ich habe immer Frauen als Trainerinnen gehasst, nun werde ich das auch niemanden antun.»

    Der VfB Unterliederbach fuhr mit dem 1:0 gegen die SG Walluf drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt in der Landesliga Mitte ein. Die Hauptdarsteller beim entscheidenden Treffer in der 82.
    Minute waren Sascha Blank und Slavko Malesevic. Der lange Wallufer ließ sich an der Strafraumgrenze von Luca De Angelis den Ball abluchsen und die Hereingabe des Italieners verwertet Malesevic aus fünf Metern zum hochverdienten 1:0.


    Das Tor am drittletzten Spieltag war zweifelsohne der wichtigste der sieben Saisontreffer von Malesevic, der den für zwei Spiele gesperrten Andreas Rüppel im Sturm gut ersetzte. Das weiß der Stürmer auch. «Jetzt kann’s noch hinhauen», waren seine freudigen Worte nach dem Schlusspfiff. «Die Mannschaft glaubt an sich, es gibt körperlich kein Team, das besser drauf ist in der Liga», sagte Unterliederbachs Trainer Dietmar Rompel selbstbewusst. «Wir haben das Feld von unten aufgerollt, wir sind psychologisch im Vorteil», fügte Rompel noch zuversichtlich hinzu.


    VfB Aßlar - FC Ederbergland 3 :1
    VfB Unterliederbach - SG Walluf 1 :0
    Eintracht Wetzlar - FSV Steinbach 1 :2
    Vikt. Kelsterbach - FV Biebrich 1 :4
    RSV Würges - FSV Braunfels 3 :0
    FC Eddersheim - TuS Naunheim 2 :1
    Eintr. Stadtallendorf - TSV Michelbach 1 :0
    TSV Klein-Linden - SV Wehen II 1 :3


    1. FSV Steinbach 58
    3. RSV Würges 57
    4. Eintracht Wetzlar 54
    ....
    11. FV Biebrich 35
    12. FC Ederbergland 32
    13. VfB Aßlar 32
    14. VfB Unterliederbach 30
    15. Vikt. Kelsterbach 57 29
    16. TSV Michelbach 28
    17. TSV Klein-Linden 17

    Das 1:2 in Bischofsheim besiegelt Hochstadts Sturz in die Bezirksliga


    Im Aufstiegskampf der Bezirks- Oberliga Frankfurt Ost gaben sich die Sportfreunde Seligenstadt und die TGM SV Jügesheim keine Blöße. Seligenstadt siegte bei Kickers Obertshausen souverän mit 3:0 und
    Jügesheim kam bei Blau-Weiß Schotten zu einem 7:1.


    Kickers Obertshausen – Sportfreunde Seligenstadt 0:3 (0:1). – Am verdienten Gästesieg gab es nichts zu rütteln. Besonders nach der Gelb-Roten Karte für Kickers-Spieler Maesse (70.) war Seligenstadt die spielbestimmende Mannschaft. Doch nur Jung (89.) nutzte eine der zahlreichen Chancen zum 3:0 (89.). Für die Führung hatte König mit einem umstrittenen Foulelfmeter gesorgt (43.). Mühle soll Gästetorjäger Moretti zu Fall gebracht haben. Der starke Moretti erhöhte nach dem Wechsel auf 2:0 (58.).


    Kewa Wachenbuchen – FC Hanau 93 1:0 (1:0). – Die Kewa kam zu einem glücklichen Sieg, den Torjäger Maier mit einem Kopfballtor sicherte (71.). Die spielerisch stärkeren Gäste wussten mit drei glasklaren Chancen nichts anzufangen, was Spielertrainer Michael Drefs mächtig ärgerte. Hinzu gesellte sich noch Pech bei einem Carrozza-Schuss an den Pfosten (79.).


    Blau-Weiß Schotten – TGM SV Jügesheim 1:7 (1:2). – Die Gäste zeigten sich gut erholt von den Rückschlägen der letzten Spiele. Vor dem Seitenwechsel konnte Schotten noch einigermaßen mithalten, nach der Pause brachen die Platzherren aber ein. Besonders der dreifache Torschütze Vasiljevic (29./48./79.) imponierte. Die restlichen Treffer steuerten Tuztas (23./77.), Heinz (53./Foulelfmeter) und Del Sorbo (85.) bei. Markus Könighaus verkürzte auf 1:2 (43.).


    SV Somborn – Eintracht Oberissigheim 1:0 (0:0). – Aus dem erhofften Schützenfest gegen den Vorletzten wurde nichts. Am Ende waren die Gastgeber froh, durch ein Tor von Trageser (48.) 1:0 gewonnen und drei wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg gesammelt zu haben. Die Führung hatte De Cicco schon nach zehn Minuten auf dem Fuß, er schoss jedoch einen Foulelfmeter am Tor vorbei. Weitere Chancen vergaben vor dem Seitenwechsel Spielertrainer Mohr (21.) und Trageser (29.). Nach der Pause scheiterte De Cicco an der Latte (55.).


    Germania Dörnigheim – TSG Neu-Isenburg 3:4 (2:1). – Nach dem 3:1 durch Güven (49.) sahen die Gastgeber bereits wie der sichere Sieger aus. Doch Neu-Isenburg gab nicht auf. Nach dem Anschluss durch Rowohl (59.) witterten die Gäste Morgenluft und glichen durch Sotoodehnia (71.) aus. Ein fragwürdiger Foulelfmeter durch Janovsky (89.) bescherte der TSG den Sieg. In Durchgang eins hatte Mohr (29./33.) auf die Führung der Gäste durch Jahn (19.) geantwortet.


    Germania Niederrodenbach – Viktoria Nidda 3:0 (0:0). – Nach ausgeglichener erster Halbzeit kam Niederrodenbach durch Tore von Serdar (74./76.) und Schmitt (78.) noch zu einem klaren Sieg, der allerdings zu hoch ausfiel. Bei den Gästen vergab Kaiser mehrere Chancen.


    FSV Bischofsheim – 1. FC Hochstadt 2:1 (1:0). – Bischofsheims etatmäßiger Torwart Dikmen schickte Hochstadt endgültig in die Bezirksliga. In der 65. Minute als Feldspieler eingewechselt, traf er zum entscheidenden 2:1 (80.). Der Ex-Hochstädter Hellwig hatte das 1:0 erzielt (22.), Nickel mit dem Ausgleich nochmals Hoffnungen aufkeimen lassen (76.).


    Susgo Offenthal – FC Langendiebach 4:2 (3:0). – Vor dem Seitenwechsel hatten die Gäste wenig zu bestellen. Cakmak (4.) und der überragende Faeth (18./33.) legten eine beruhigende 3:0-Führung vor. Langendiebach gab nicht auf und verkürzte durch Zimmermann (63.) und Ahlberg (65.) auf 2:3. Erst nach Faeths drittem Tor (75.) war die Partie entschieden.


    Germania Wächtersbach – VfB Oberndorf 1:4 (0:1). – Oberndorf kam beim Schlusslicht zum vierten Sieg in Folge und darf wieder auf den Ligaverbleib hoffen. Glassen (8./76), Hess (66.) und Köhne (73.) trafen ins Schwarze. Moaremoglu glich vorübergehend aus (55.). Zudem trafen die Oberndorfer Timo Bien (21.) und Hess (88.) noch Latte und Pfosten.


    FNP

    TSV Lehnerz - TSG Wattenbach 1 :3
    SVA Bad Hersfeld - Eintracht Baunatal 7 :1
    TSV Wabern - SV Hünfeld 1 :5
    VfL Eiterfeld/Leimb - SV Weidenhausen 2 :3
    FSC Lohfelden - SG Korbach 3 :0
    SG Bad Soden - S 3 :3
    VfL Kassel - Borussia Fulda 0 :0
    FSV Dörnberg - VfB Süsterfeld 1 :0


    Wattenbach punktleich mit Hünfeld Tabellenführer.

    Dank Mehic ins Halbfinale


    Der FC Eschborn steht dicht vor dem Einzug in den DFB-Pokal. Nach dem verdienten 1:0 gestern Abend gegen den SV Wehen benötigt der Oberliga-Tabellenführer mit etwas Glück nur noch einen Erfolg im Hessenpokal-Halbfinale am nächsten Mittwoch beim Landesliga-Spitzenreiter FSV Steinbach. In der zweiten Partie der Vorschlussrunde tritt der favorisierte Regionalliga-Primus Kickers Offenbach nämlich beim SC Waldgirmes an. Gewinnt Offenbach und steigt dann in die Zweite Liga auf, wäre der Finalgegner automatisch für den Wettbewerb auf Bundesebene qualifiziert.


    «Schön, dass wir weiter sind, auch wenn das für uns eine Riesenbelastung darstellt», resümierte der zufriedene Klaus Scheer. Eschborns Trainer hatte, um Kräfte für den Aufstiegskampf zu schonen, die Stammspieler Rus und Dworschak auf der Bank gelassen, Uwe Bindewald pausierte ganz. Auch sein Kollege Djuradj Vasic verzichtete lieber auf die angeschlagenen Zinnow, Sprecakovic (verletzt) und Diakité (krank) sowie Abwehr-Chef Gorges. Wehen hat nämlich nur einen Punkt Rückstand auf einen Zweitliga-Aufstiegsplatz und mit den Spielen gegen Feucht, bei den Stuttgarter Kickers und gegen Absteiger Nöttingen ein lösbares Restprogramm.


    Garant des prestigeträchtigen Pokal-Sieges war gegen seine frühere Mannschaft Sead Mehic. «Er sollte gar nicht spielen», verriet Scheer, «er wollte aber unbedingt. Ich habe ihm gesagt, dass aber nichts passieren darf – im Endeffekt war es gut, dass Sead dabei war.» Eschborns Kapitän holte gleich nach vier Minuten gegen Torwart Patric Klandt den Elfmeter raus, den der nächste ehemalige Wehener, Saber Ben Neticha, verwandelte. Danach bereitete Mehic alle Chancen der Gastgeber sehenswert vor (Ben Neticha/28., Timo Leifermann/41., Ben Neticha/ 67.), eher er die letzte selbst per Kopf vergab (75.). Wehen enttäuschte – erst nach einer knappen Stunde mit dem ehemaligen Eschborner Brendel – vor allem im Angriff, nur Maas prüfte ein einziges Mal Torwart Schmitt (67.). Ausgewechselt musste gegen sein altes Team Kaymak – der Einsatz des Eschborner Abwehrspielers am Samstag in Wald-Michelbach ist wegen einer Zerrung nun gefährdet.


    Eschborn: Schmitt – Gaubatz, Kaymak (46. Zormpalas), Ciuca, Daniel Leifermann – Corrochano, Stenzel – Ben Neticha – Daga (82. Dworschak), Timo Leifermann (83. Benjamin Bindewald), Mehic.


    Wehen: Klandt – Nakas, Kopilas, Simac, Simon – Nicu, Amstätter, Matarazzo, Endres (57. Maas) – Boskovic, Melunovic (57. Brendel). SR: Kristek (Büdingen).


    Zu.: 400.


    Tor: 1:0 Ben Neticha (4., Foulelfmeter).


    FNP

    Der Traum der Kickers vom Titel ist mit dem 0:1 geplatzt


    Der Traum von Kickers Mörfeldens Fußballerinnen vom Gewinn des Doubles ist geplatzt. Der Hessenpokal-Halbfinalist unterlag im vorletzten und entscheidenden Punktspiel um die Oberliga-Meisterschaft beim neuen Spitzenreiter TGM Jügesheim unglücklich mit 0:1.


    Bei jetzt drei Zählern Rückstand und der um satte 53 Tore schlechteren Tordifferenz gegenüber Jügesheim (50) hat das Team von Trainer Heiko Rosenfelder keine Chance mehr auf die Meisterschaft. Somit kann als einzige Mannschaft nur noch der Tabellenzweite Germania Wiesbaden (49) Jügesheim die Tour vom Titelgewinn am letzten Spieltag vermasseln.


    Das Tor des Tages in Jügesheim erzielte unter den Augen von Weltmeisterin Steffi Jones Mareike Gründges schon nach acht Minuten. Die Abwehrstrategin vom deutschen Frauen-Meister 1. FFC Frankfurt sah eine überlegene Jügesheimer Auswahl mit zahlreichen Ex-Spielerkolleginnen in deren Reihen. «Der Sieg für Jügesheim geht in Ordnung, aber als moralischer Sieger können wir uns auf jeden Fall fühlen, haben wir doch gegen ein Team verloren, welches praktisch im letzten Jahr unter den Namen FFC II Meister der Regionalliga war», sagte Rosenfelder später.
    Bei den Mörfelderinnen wusste besonders Monika Mans zu gefallen. Nach dem frühen Gegentor durch einen Freistoß von Gründges hielt die Kickers-Torfrau einige schwierige Bälle und damit bis Schluss die Hoffnungen zumindest auf einen Teilerfolg aufrecht. Tatsächlich hatte Kathrin Kappes Sekunden vor dem Schlusspfiff die letzte Möglichkeit in dieser spannenden Partie. Doch sie traf den Ball aus zwei Metern auf dem holprigen Rasen nicht richtig und vergab damit den möglichen Ausgleich.