Beiträge von BRB-Jörg

    Bayernligist SpVgg Weiden bleibt auch nach dem zweiten Spieltag Klassenprimus. Nach dem überraschenden 3:1 in Bamberg zum Saisonauftakt gelang den Oberpfälzern beim 4:2-Sieg gegen die SpVgg Bayern Hof der nächste Coup. Bereits nach zwei Minuten ging Weiden durch einen Elfmeter in Führung, Hof-Keeper Hruby konnte sich nur noch mit einem Foul an Geiger helfen. Bereits zehn Minuten später erhöhte der Gastgeber auf 2:0. Weiden spielte im Stile einer Spitzenmannschaft weiter nach vorn, und ließ die Saalestädter kaum durchatmen. Als Hof allerdings seine erste Chance hatte, führte diese gleich zum Tor. Schmidt verwandelte einen Foulelfmeter sicher. Kurz nach der Pause erhöhte Weiden auf 3:1 und machte alles klar – scheinbar. Doch der Gastgeber machte den Fehler, sich nach einer Stunde etwas zu früh zurückzuziehen, und ließ den eigentlich schon besiegten Hofer Traditionsverein noch einmal ins Spiel kommen. Vlaovic gelang der Anschlusstreffer, und angetrieben vom fantastischen Support ihrer zahlreich mitgereisten Fans waren die Franken dem Ausgleich näher, als Weiden dem vierten Treffer. Dennoch war es der alte und neue Spitzenreiter, der am Ende gewann. Vom zweiten Okeke-Treffer erholten sich die Eck-Schützlinge nicht mehr.


    Die SpVgg Weiden unterstrich mit diesem Sieg ihre Ambitionen auf einen Spitzenplatz deutlich. Dem Gegner aus Hof, alles andere als Kanonenfutter, war man spielerisch eine ganze Klasse überlegen. Schon im Vorjahr spielte Weiden in der Bayernliga eine sehr gute Rolle, wenngleich am Saisonende nur der 9. Tabellenplatz heraussprang. Der Abstand zum Tabellenzweiten aus Fürth betrug jedoch schon damals lediglich fünf Punkte. Spielerisch ist die Mannschaft vom Wasserwerk seit dem weiter gereift, die gute Position ist also alles andere als Zufall. Mit Siegen gegen die jeweils in der unteren Hälfte des Klassements platzierten Teams vom FC Memmingen, der SpVgg Unterhaching II, der TSG Thannhausen und dem FC Heimstetten kann die Mannschaft von Trainer Norbert Schlegel seine gute Position in den nächsten Wochen weiter ausbauen.


    Für die Hofer dagegen, mit hohen Ambitionen in die Saison gestartet, geht es in den nächsten Spielen schon darum, einen absoluten Fehlstart zu vermeiden. Gegen die derzeitigen Spitzenteams vom 1. FC Nürnberg II und FC Ismaning wird dies aber alles andere als einfach.


    Tore: 1:0 Süßmann (2./FE), 2:0 Bednar (11.), 2:1 Schmidt (35./FE), 3:1 Okeke (47.), 3:2 Vlaovic (65.), 4:2 Okeke (81.)


    Zuschauer: 1500, darunter etwa 700 Fans aus Hof

    Fußballtraditionalisten können aufatmen: Der ehemalige Zweitbundesligist VfR 1910 Bürstadt verschwindet offenbar doch nicht von der Bildfläche. Der Verein startet 2007/08 wie geplant in der Bezirksliga Darmstadt. „Der Insolvenzantrag ist vom Tisch“, wird der Vereinsvorsitzende Dieter Gleim in der heutigen Ausgabe des ‚Bergsträßer Anzeiger’ zitiert.


    Der Antrag sei im Mai vorsorglich gestellt worden, denn den südhessischen Traditionsverein drücken Verbindlichkeiten in Höhe von 300.000 Euro, die man der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) schuldet. Derzeit wird ein Vergleich mit dem Gläubiger angestrebt, der bereits grundsätzliche Bereitschaft gezeigt habe. Sobald die Einigung erzielt wurde, wird der Insolvenzantrag endgültig zurückgezogen.


    Auch sportlich kann der VfR hoffnungsvoll der neuen Saison entgegen blicken. „Vorne mitspielen“ ist das Ziel, das Gleim ausgibt. Wie in den Vorjahren will man wieder unter die besten Mannschaften der Liga kommen. Vom Aufstieg spricht der Vereinsboss nicht, „doch wenn wir diesen erreichen, feiern wir ihn gerne“. Fehlt also nur noch die Einigung mit der BfA. Dann steht einer erfolgreichen Spielzeit 2007/08 nichts im Wege.

    @ Ama-Schuh: Traurig, aber wahr. Ich gehe eh davon aus, dass viele SVW-Fans weder die Spiele in Frankfurt, noch die in Wiesbaden besuchen. Dann lieber nur Oberliga, aber dafür daheim!

    04.08., 14:00: FC Stahl Brandenburg - U21 Vietnam
    05.08., 14:00: Umzugshelfer beim besten Freund, danach evtl. Union Berlin - Eintracht Frankfurt
    08.08., 19:00: Frankfurter FC Viktoria 91 - FC Stahl Brandenburg
    11.08., 14:00: FSV Saxonia Tangermünde - FC Stahl Brandenburg

    Kann ich mich noch sehr gut dran erinnern. Ungeschlagen bleibt aber wohl St. Pauli mit seinen Karnevals-Fahrten ("Indianer und Cowboys") nach Burghausen und Gütersloh. Kult war auch, als St. Pauli 1995/96 nach Zwickau fuhr, und der örtliche Rudolf Hess-Fanclub Gewalt gegen alles angekündigt hat, was nach Punk aussah. Was machen die Paulianer? Fahren geschniegelt in Anzug, Schlips und Kragen. Aber alle, und vom Allerfeinsten. Die Schläger in Zwickau hatten es vermutlich nach ner Woche immer noch nicht kapiert...

    Das Imbissangebot fand ich damals, es war 2000 oder 2001, sensationell. Es gab gute Würste und lecker Hopfentee. Was aber alles toppte, war die Pizzeria direkt am Stadion. Diese hatte auch ein Fenster zur Stadionseite hin, wo man sich Pizza bestellen konnte und die auch bekam. Richtig groß, sehr lecker und halbwegs günstig. Das hab ich weder vorher, noch nachher irgendwo erlebt. Die Story aus Edenkoben, wo wir uns eine Pizza ins Stadion liefern lassen haben, mal ausgenommen... :thumbsup:

    Ich kann mich noch sehr gut an meine erste Mottofahrt erinnern. Das war 1996 mit den Stuttgarter Kickers, als alles unter dem Motto "Steinzeit" nach Unterhaching fuhr. Jeder Fan hatte damals eine aufblasbare Keule oder einen entsprechenden Morgenstern, das war im Fahrpreis inbegriffen. So enterte man auch den Sportpart, und während des Spiels gingen die Fans immer wieder mit Urmenschen-Geräuschen und ihren Waffen aufeinander los. Polizei und Ordner schauten zuerst leicht verstört und panisch. Aber als sie merkten, dass das Ganze reine Show ist, hatten alle Seiten ihren Spaß. Zwischenzeitlich wurde auch mal die Mannschaft supportet. "Hurra Hurra, Hurra Hurra, Wir sind die Steinzeitkolonne - Wir sind wieder da". :D:D:D

    Das mit Sicherheit nicht. Aber ich sehe auch keine andere Oberliga-Staffel, wo das Potential für 10.000 Zuschauer da ist. Ulm und Waldhof kommen vieleicht mal auf 7.000, wenn wirklich alles stimmt. Aber mehr eben nicht, wenngleich ich auf den ersten Spieltag sehr gespannt bin. Im Südwesten wiederum denke ich, dass diese Marke z.B. bei Saarbrücken gegen Homburg nochmal erreicht werden kann, und es gibt da durchaus noch einige andere Paarungen, bei denen ich zumindest das Potential für mittlere vierstellige Zuschauerzahlen sehe.


    Ab und zu ein paar Ausreißer nach oben gibt es immer mal. Siehe Memmingen am Wochenende, und auch Darmstadt in Hessen traue ich bei gutem Saisonverlauf sowas zu. Aber das wars dann auch schon.

    Nun will ich mich mal offenbaren. Obwohl ich BaWü besser kenne, habe ich mich für Südwest entschieden. Markus, Maestro und TuSsi haben eigentlich schon alles gesagt. Alleine die heutige Zuschauerzahl bei Neunkirchen - Saarbücken (10.000) spricht eine deutliche Sprache!

    Wenn der Zweitligist 1. FC Kaiserslautern am Samstagabend zum DFB-Pokalspiel beim Nord-Oberligisten SV Wilhelmshaven 92 aufläuft, werden sich große Teile des FCK-Fanblocks mit Kopftuch, Augenklappe oder Holzbein ‚geschmückt’ haben. Denn die Anhänger des Pfälzer Traditionsclubs planen eine Mottofahrt. Unter dem Slogan ‚Shipping up to Wilhelmshaven’ werden die mitreisenden Anhänger aufgerufen, sich im Piratenlook zu kleiden.


    Schon der erste Aufruf am Samstag während des Stadionfestes fand großen Anklang, bereits 150 Kopftücher wurden vorbestellt. Nur die Sache mit den Holzbeinen sollten sich die Kaiserslauterer Fans noch einmal überlegen. Denn es ist anzunehmen, dass diese mit dem Hinweis auf die Stadionordnung nicht mit in den Block dürfen.

    Uwe Bindewald und Alexander Schur, langjährige Spieler beim Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt, trugen am Wochenende letztmalig das Trikot ihres Vereins. Beim Abschiedsspiel in Bad Homburg kamen knapp 10.000 Zuschauer, um die beiden SGE-Legenden würdig zu verabschieden. Diese wurden, chauffiert von den Eintracht-Ikonen Uwe Bein und Jürgen Grabowski, vor dem Spielbeginn im Cabrio auf den Rasen gefahren, während die Fans sich mit einer ‚Zwei Herzen, Eine Seele’-Choreographie auf ihre Art bedankten.


    Nachdem beide mit einigen Präsenten überhäuft wurden, begann das Spiel. Auf dem Platz standen zahlreiche Eintracht-Spieler der vergangenen Jahre, u.a. Karl-Heinz ‚Charly’ Körbel, Andreas Möller, Ralf Falkenmeyer, Ralf Weber, Lothar Sippel sowie Oka Nikolov, Christoph Preuß und Albert Streit aus der aktuellen Bundesliga-Mannschaft. Der komplette Rest des Kaders war auf der Tribüne anwesend.


    Das Ergebnis der Partie war am Ende vollkommen nebensächlich. Natürlich kamen sowohl Bindewald, als auch Schur zu einem Tor. Letzterer scheiterte zusätzlich vom Elfmeterpunkt an Dirk Heinen, den Strafstoß hatte Horst Heldt mit einer bewusst offensichtlichen Schauspieleinlage herausgeholt. Beide Hauptakteure des Tages waren nach der Veranstaltung sichtlich gerührt. „Absolut fantastisch, total beeindruckend, mir fehlen die Worte“ – mehr brachte Schur unmittelbar nach dem Spiel nicht heraus.