Hafermann, das Denkmal für Luhukay wirds nicht geben, denn den Abstieg in der letzten Saison kreide ich ihm nach wie vor zum Großteil an.
Aber zum Äffzeh (ohne Polemik oder Häme): die Ehe Köln - Daum wird nicht leicht zu beenden sein. Von Vereinsseite wird man den "Trainergott" kaum rausschmeißen. Und das Daum von sich aus hinschmeißt, kann ich mir auch kaum vorstellen. Somit ist diese Konstellation zum Erfolg verdammt. Die Mannschaft ist allerdings ein Multi-Kulti-Trümmerhaufen. Es ist kein Teamgeist vorhanden, was meiner Meinung nach vor allem an Helmes liegt, den ich zwar nicht zu Leverkusen abgegeben hätte, aber 1,5 Jahre zu den Amateuren geschickt hätte. Was hat der FC zur Zeit? Trainer: Selbstdarsteller ohne Gleichen, Mannschaft: Lächerlich. Führung: der typische kölsche Klüngel.
Derzeit ist der FC ein Verein, dessen Fans so "blöd" sind die jeweilig vom Trainer aufgestellte "Mannschaft" auch noch zu unterstützen, auch wenn sie es eigentlich nicht verdient hat. Vielleicht auch ein Grund, warum der Denkprozess bei Spielern, Trainern und Funktionären nicht einsetzt.
Dazu ein Zitat aus dem FC-Brett:
"Mit dem Abstieg werden wir nichts zu tun haben.
Es wird wieder so kommen wie letzte Saison: immer wenn man in Schlagweite ist, kommt "das wichtige Spiel", unsere Profis fangen an die Flatter zu kriegen und verk*cken gnadenlos. Jetzt sind es schon 5 und 6 Punkte und wenn man gegen OB verliert, gehen hier die Lichter aus, ich glaube nicht, dass Daum dann noch bleibt. Warum verlernen Spieler, die zu uns kommen direkt das Fussbalspielen und vor allem Ihre Nerven?
1. Seit Jahren kein gefestigtes System. Ein System hilft jedem Spieler sich zurecht zu finden. Intergration in den Spielbetrieb ist viel einfacher. Bei uns muss jeder Spieler immer schauen, wo seinen Mitspieler sind und kann sich nicht blind darauf verlassen, dass außen und innen ein Mitspieler durchstartet.
Da kannst man drei Neue am Anfang der Saison holen, die wissen nach einiger Zeit wie der Hase läuft.
Warum gibt es keinen Sportdirektor, der eine Linie vorgibt, damit nicht jeder Trainer bei 0 anfängt und Spieler geholt werden, die auch zueinander passen, menschlich, als auch spielerisch.
2. Da wird ein Spieler gehlten, für den man 6 Millionen hätte bekommen können und damit den Kader in der breite zu verstärken. Auf den Podolskieffekt zu hoffen war doch mehr als fahrlässig. Daum und Helmes haben zudem ein Problem miteinander, was die ganze Geschichte umso trauriger macht. Dumm sind die, die Dummes tun. Trifft leider in diesem Fall auf die Vereinsführung zu.
3. Man holt Spieler, die in anderen Systemen stark waren, Bsp. Mckenna. War bei Cottbus der Turm in der Schlacht, musste wenig laufen, weil das Spiel auf ihn zukam und er nur bei Standarts mit nach vorne musste. Bei uns spielt er 30-40 Meter vor dem Tor und verliert jedes Laufduell, weil er zu langsam ist. Das muss ich doch als Verantwortlicher wissen und sehen.
4. Moderner Fußball lebten von den Außenpositionen und gerade die sind bin uns mangelhaft besetzt. Ümit ist der einzige, der überzeugt und traut sich nicht nach vorne, weil es hinten die ganze Zeit brennt. Schöneberg und Nickenig sind auf den AP überfordert. Chihi ist kein wirklicher außen, Gambino scheint bei Daum keine Lobby zu haben,genauso wie Ehert, Helmes möchte lieber Tore schießen, als die Linie rauf und runter zu rennen, Scherz ist für außen langsam zu alt. Wie soll es also ein gutes Kombinationsspiel geben, wenn man gegen uns nur die Mitte dicht machen muß? Die Tore von Nova fallen gegen eine besser Abwehr niemals, weil diese Halbfeldflanken ewig in der Luft sind und für eine gefestigte Abwehr keinerlei Gefahr darstellen.
5. Man spielt in der zweiten Liga, hat aber vor allem bei Heimspielen Erstligaatmosphäre. Das ist mit Sicherheit für viele Spieler ein Problem und ich glaube, wenn die gleich Mannschaft für Wehen spielen würde, würden die ganz oben stehen. Kein Druck, mehr Leistung. Wenn es als Entschuldigung herhält ist es nicht vertretbar, aber ich glaube mittlerweile, dass es keine Entschuldigung ist, sondern die Wahrheit.
6. Wir sind ein Stadt, die sich in Hassliebe zu ihrem Verein befindet. Einst ein erfolgreicher Verein, dem man nicht verzeihen kann, dass er nicht da steht, wo man es gerne hätte (Freiburg 1:0 und es kommen Europapokallieder, ich fasse mir jetzt noch an den Kopf, trägt übrigens zu Punkt 4 bei) Die Medien reden alles schlecht was passiert, jeder Pups wird breitgetreten. Warum bekommen die Verantwortlichen das nicht in den Griff? Die Fans pfeifen beim Stand von 1:1 gegen Freiburg die eigene Mannschaft in die Kabine, ja gehts denn noch?
Da werden Spieler mit Transparenten beschimpft und Spieler, die zu uns kommen und ähnlich moralisch verwerflich handeln, mit offenen Armen begrüßt. Klar, dass belastet die anderen Spieler gar nicht, kann ihnen ja nicht blühen, wenn sie nicht so kuschen, wie die Fans es wollen. Warum hat der Verein dieses Banner nicht verboten?
7. Wir haben einen Trainer, der einem ein bisschen so vorkommt, als wenn er die ganze Nummer eigentlich nicht wollte. Wie soll man als Spieler damit umgehen, wenn er sagt, dass er bei Nichtaufstieg weg ist? Druck, immer mehr Druck aufbauen, dann draufhauen und schauen, ob noch mehr Druck vielleicht noch besser hilft, wenn das mit dem Druck schon nicht geklappt hat. Von den taktischen Defiziten ganz zu schweigen. Hauptsache die Strukturen sind CLreif.
8. Alle Punkte führen dazu, dass man in einer Schleife gefangen ist. Nur ein Schulterschluss von allen würde wirklich helfen. Warum geht Overath nicht hin und fordert das ein, anstatt bl*de Briefe zu schreiben? Wo bleibt die Aufbruchstimmung, die könnte man auch anheizen. Ich glaube einfach, die Herren wissen nicht mehr weiter. Alle haben geglaubt, Daum könne die Splitter zu einem Ganzen zusammenfügen und jetzt scheint es so, als fehle ihm die Lust dazu. Ich muss sagen, darüber bin ich am Meisten enttäuscht. "