Beiträge von Zico

    Red Zac Erste Bundesliga Österreich – 13. Spieltag – Freitag 23.09.2005
    FC Gratkorn – SC Austria Lustenau 0:1 (0:0)

    Vollgepackt wie ein Maulesel beginnt der Tag. Einmal verlangen die Kollegen in bewährter Tradition nach Gaben des letztmonatigen Geburtstagskindl und so klimpern die Senfgläser, Würste und Backwaren werden besorgt…Den größeren Teil des Gepäcks verursacht aber die bevorstehende Reise in den Südosten, gleich um die Mittagsstunde soll der Kugelschreiber zur Seite fliegen und das Abenteuer beginnen.
    Genau dass passiert dann auch und das Happy Weekend kann starten.
    Vor München wieder dieselbe Tortur wie am Samstag. Keiner hat diese WM gewollt und nun muss man im Stau auch noch unter den Bauarbeiten im Münchner Norden leiden. Wenigstens ist die Ostumfahrung frei, meine Verspätung am P+R in Parsdorf somit marginal.
    Dort warten schon Hafe, Torsten und unser Mifaz-Kolleg Sebastian Lahm. Die beiden Astras finden gerade so Platz am Orte, Hafe’s Kofferraum wird beladen, nur mein Führerschein verbleibt in der Hektik am Ortsrand von München in meiner Karre.
    Torsten verteilt dann schon mal Wasseralfinger Pils an die Rückbank und Herr Lahm scheint ziemlich dufte drauf zu sein. Bereits vor Rosenheim erwischt uns aber ein deftiger Stau, da geht nix mehr vorwärts, man kann sogar aussteigen. So geraten wir in einen totalen Zeitverzug, die Hoffnung das Gratkorn-Spiel pünktlich zu erreichen schwindet rapide.
    Man macht sich nen Kopf um Alternativen, ich funke per Handy Clubs im Salzbuger Raum an ob diese Heimspiel haben, ein Kumpel zu Hause in Regensburg gibt uns die RL-Partie durch, alles nix Brauchbares. Alles etwas ermüdend, klappen wir erstmal die Deckel runter, hilft ja sowieso nix. Torsten und Lahm tun es mir gleich während Hafe seinen Wagen schrubbt und ordentlich Zeit und Raum gutmacht. Kurz vor Graz sieht es prinzipiell somit besser aus, bis man in eine erneute Sperrung kommt und somit die erste Hälfte endgültig gegessen ist. Kilometer um Kilometer fiebern wir dem Ziel entgegen, die Austria Top40 unterhalten uns periphär, wir wirken aber anscheinend anstrengend.
    Sebastian Lahm hatte wohl heute früh das erste Mal von unserem sonderbaren Hobby gehört, kriegt unser Tun im Auto auf der Hinfahrt eben mit. In die Stille hinein von ihm der Satz:
    Jetzt bin ich selber schon ganz gespannt ob ihr es schafft. Alle schmeissen sich weg.
    Würde am Grazer Bahnhof nicht die Freundin warten, der Typ wäre glatt noch mit uns zum Fussi gekommen. So schmeissen wir ihn vorm Stadion raus (finden komischerweise direkt davor nen Stellplatz), kein Wort des Murrens von ihm dass keineswegs geklärt ist wie er aus Gratkorn wieder weg kommt. Sprint zum Eingang, dort gibt es in Österreich Halbzeitkarten, wir löhnen also den halben Eintritt und entern eine Minute vor Wiederanpfiff den Sportplatz – Ground zählt also *g*
    Gratkorn in Weiss, unterstützt von einem kleinen ultratendierten Haufen der sich wohl selbst nicht so für voll nimmt. Austria Lustenau war dagegen wohl die Vorlage für das aktuelle Werder-Trikot. Wir müssen uns erstmal stärken, so frönt jeder von uns seinen Vorlieben, was bei mir natürlich Almdudler beinhaltet.
    Die „Ultras Gratkorn“ schaffen dafür ein nettes Ambiente, dazu dient der Kick der Behandlung weiterer wichtiger Themen, Hafe beguckt auch mal die 9 Hansel im seperaten Gästeblock (teilweise in orange) etwas genauer.
    Lustenau tut mir dann den Gefallen meine 0:0 Serie nicht reissen zu lassen, bald darauf ist Feierabend, anderswo hat man Niederlagen sicher auch schon schwerer genommen als in Gratkorn. Mal sehen was man uns an Gastronomie hier anbieten kann.
    Vorbei am Ochsenwirt geht es zum Eckwirt, dort besetzten wir umgeben von allerhand skurillen Kunden den letzten freien Tisch. Bei Gulasch und Bier beobachten wir die Patienten um uns rum, je schneller die Lichter ausgehen desto besser isses *honk*
    Wieder zurück am Auto quartiert sich Hafe in den Kofferraum ein, mir droht dasselbe Schicksal, Torsten winkt der Schlafsack im Vorgarten – Du wir drehen besser noch ne Runde…
    Unser Ziel ist nun beide Ortsenden von Gratkorn zu sehen, das eine in Richtung Gratwein dann auch schnell erreicht. Wie eine Fata Morgana ziehen uns dabei Stroboskope magisch an und yes, man glaubt es kaum, hier ist ne Disse. An der Tür ist man auch grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber Torsten, nur gegen seine Bierdose in der Hand hat man etwas.
    So ist unser Standort die nächsten Minuten erstmal vor der Tür, aus der Bude dringen eigenartige Klänge – nämlich Country! Wie hart ist dass denn? Wie gesagt, gibt nicht viel hier…man ist froh mit dem was man hat. Einige Partygänger werden von uns dann noch gewissenhaft interviewt bis sich diese jeweils in die Disco retten können.
    Nachdem wir uns entschliessen zu gehen versäumen wir sogar auf der Strasse nicht die Negativwerbung gegen/für die Disco. Wieder rein in den Ort. Lustige Barnamen hier…Sportwettcafe und Sportwettencafe. Letzteres will Torsten mal näher begutachten, klaro ein Bierchen darf es wohl sein. Man lässt sich auf der Couch nieder und die Portionen hier sind wirklich toll. Dazu veranstalten die Leute hier drin genügend Pumpitz, nicht selten sind alle acht anderen Anwesenden in dem 1m grossen Nebenraum voller Automaten. Bedienung Traudl geht es gut und es wird sich reizend um uns gekümmert, in Form von Nicole sogar zu reizend. Dieser erzählen wir dass Torsten für die FC Gratkorn Amateure (unser neues Kultteam) spielt und erregt damit helle Aufregung. Traudl sieht das entspannter, ist Sie doch selbst mal wegen Fussball zur WM 2005 nach Frankreich gefahren…herrje…besser mal die Tippautomaten supporten, ist wohl ein bedeutender Wirtschaftszweig in Austria.
    Auch mit Suff im Schädel kenne ich mich bestens in der zweiten schottischen Liga aus, ja Clyde schiesst in der zweiten Hälfte mehr Tore als vor der Halbzeit, wann das Spiel ist? Nun ja, besser Stecker ziehen…
    Unser Fussballfan Nicole tut derweil allerhand skurillen Sachen, wandert doch eine Kerze schnurstracks in Ihre Jackentasche, nicht aber unter akribischen Hinweis des aktuellen Stechers auf das heisse Wachs acht zu geben. Nicole kann es noch immer nicht glauben einen berühmten Fussballer vor sich zu haben, kehrt wieder und lässt sich von Traudl Zettel und Stift zu geben. Es könnte unter Umständen sein dass sich Bachirou Salou bald den Vorwürfen ausgesetzt sieht seine Freizeit um 2 Uhr nachts in einem österreichischen Sportwettencafe verbracht zu haben und heftig mit dem FC Gratkorn Amateure zu flirten….
    Die Autogrammjäger sind befriedigt nicht ohne vorher noch den Aschenbecher einzustecken, inzwischen sorgt eine Person namens Renate auch für mehr Präsenz, dazu dudelt in angenehmer Weise das Partyprogramm von Hit24 im TV…warum nicht einfach hier sitzen bleiben und abends dann Graz at home. Scheiss auf Kroatien & Co.
    Traudl deren Hobby es ist alle 10 Minuten die Aschenbecher in Ihrem Etablissement neu zu sortieren sehnt sich nach Ihrem Kugelschreiber. Der bleibt unauffindbar, wir schieben es Nicole in die Schuhe und geben pflichtbewusst dabei ein dass Ihr nun auch Aschenbecher und Kerze (mit Wachs!) gehören. Weitere Ermittlungen ergeben nix, kennt doch niemand hier den Nachnamen betreffender Person. Dürfte aber in dem Ort nicht so das Problem sein….
    Dann wird von Traudl die letzte Runde verkündet, auch die sachgerechte Darstellung dass wir einen Unterschlupf bis 6 Uhr benötigen bewirkt keine Wunder.
    Ok, neue Taktik – schlafen wir halt einfach auf der Couch ein, endlich wirken die 90kg am Körper mal positiv *lol*
    Tatsächlich geht diese Taktik bis 4 Uhr gut, dann ist aber Sense. Gibt kein Bier mehr. Wie beim Eckwirt sind wir damit die letzten Gäste.
    Wieder auf der Strasse unterhält man sich mit einem Nachtportier der Firma am Ort (hat sich gefreut) und der Zeitungsausträgerin (fühlte sich bedroht). Auf zum Amadeus…der Schuppen hat bis 5 Uhr geöffnet, wirkt aber wenig einladend. Torsten will sich wieder auf den Weg in die Disco machen, klopft nochmal beim Sportwettencafe an und kotzt ihnen nach dem 13. Bier vor die Tür. Ich habe inzwischen ganz andere Begehrlichkeiten, kriege mit dass vom fleissigen Bäcker hier Brötchen vor den Häusern platziert werden. Man dankt.
    Dann geht es Torsten hinterher der inzwischen in Renate eine Fahrerin gefunden hat so weit vor mir in der Disco eintrifft. Endlich eingetroffen hängt der Rest der Partymeute in den Seilen und Renate wie eine Klette an uns. Zumindest eignet Sie sich als Spenderin für eine Runde regionalen Biers. Nun folgt ein HSK-Kurs, man erfährt in einem kruden Mix aus schwäbisch,bayrisch,österreichisch und lauter Discomusik (jetzt doch kein Country mehr) alles über ihre weitverteilten Onkel und sieht sie näher rücken. Der DJ will inzwischen Feierabend machen spielt the worst of STS und Austrian Favorites. In der Früh um 7 ist auch der Musikantenstadl in der Steiermark discotauglich. So mahne ich zum Aufbruch, Renate ist sichtlich angefressen *hehe*. Kaum wieder auf der Strasse in der Morgendämmerung wird uns aber ein Taxidienst offeriert. Am Steuer natürlich Renate *g*
    Sie wolle uns jetzt hinfahren wohin wir wollen. Leider fehlt uns in diesen Momenten wohl die Schlagfertigkeit, anstatt Moskau oder so antworten wir nur: Zum Stadion.
    Gibt aber zumindest wohl ein skurilles Bild ab dass Hafe der die Nacht somit alleine im Auto verbringen durfte da geboten wird. Guten Morgen und wollt ihr mit zu mir?
    Ne Du, lass mal, unser Chaffeur ist ja wieder wach und wir haben ja Termine.
    Somit geht es zum Frühstück, ein Wunder dass Renate nicht vor Ort ist. Im Halbschlaf wird der Kaffee konsumiert (sehr lecker!) und im Halbdös das Ziel Varazdin vereinbart.


    1.HNL Kroatien – 9. Spieltag – Samstag 24.09.2005
    NK Varteks Varazdin – NK Slaven Belupo 2:2 (1:1)


    Bis zur Grenze nach Slowenien ist Schlaf angesagt, Torsten razt gleich mal bis Kroatien und darüber hinaus durch…
    Gleich hinter der Grenze wechselt Hafe einheimische Devisen in Kuna usw., ich erinnere mich meiner guten Erziehung und putze mitten auf dem Parkplatz meine Beisserchen.
    Wieder wach wird man gleich beim Kartenstudium eingespannt, immer mitten durch Maribor, passt schon, interessiert beäugt von mir, Besuch hier baldmöglichst geplant, Vorfreude jetzt schon vorhanden. Hinter der kroatischen Grenze, Kofferraumöffnung obligatorisch (wer hat alle diese Biere getrunken?) erwarten uns ein Dorf wie das Andere, eine Hauptstrasse durch und weiter. Abwechslung verschaffen da nur die vielen Baustellen, der Erlebniswert dadurch gesteigert dass Kroaten auch gerne mal bei Rot weiterfahren.
    Varazdin wird erreicht, Hafe meinte es würde am A…der Welt liegen, finde ich nicht.
    Das Stadion ist schnell anvisiert, besser mal Anstosszeit bestätigen lassen, hier weiss man ja nie. 18 Uhr stimmt, nun ja…sieht damit schlechter mit nem Doppler aus.
    Wir lassen uns aber in unserem jugendlichen Elan nicht bremsen, treten trotzdem den Weg nach Cakovec an, hier soll heute Nachmittag 2.Liga gespielt werden.
    Zumindest dient der Ort mir zum Geldwechseln, dabei muss ich bei der Raiffeisen Austria dazu sämtliche Personalien angeben?
    Im Supermarkt dann eine sportske novosti für 6 kuna. Daviscup, vor allem Basketball-EM mit verherrenden Niederlagen für die Republiken des Ex-Tito-Jugoslawien und ja hier…Fussball…zwote Liga 16.30 Uhr, tja Satz mit x, war wohl nix. Aber versucht haben wir es L
    Der Wagen wird nun in Varazdin auf dem Parkplatz gegenüber dem Varteks-Stadion geparkt, gehörend zum Firmenkomplex von Varteks. Hafe nimmt sich ne Zeitung zur Hand, Torsten steht der Sinn nach Schlaf, mir nach Kultur. Ich schnüre meine Wanderstiefel und ab ins Abenteuer. Vorbei am Bazeni und billa geht es in die schöne Altstadt, yeah that’s Balkanfeeling at it’s best. Einfach mal den anderen Kulturkreis geniessen und Bauwerke wie Stadtstrktur tanken. Der Magen knurrt ebenfalls, auch dem kann abgeholfen werden.
    So lasse ich mich mit Obi’s Sauerlandecho 9 nieder und geniesse den Samstag Nachmittag.
    Auf dem Weg ist auch noch Action am Bahnübergang angesagt. Bahnübergang schon 10 Minuten vorher gesperrt, Fussgänger wie Radler ignorieren dies, Autos können wegen der Schranken eben nicht weiter, dann tutet es mal und ein kompakter Zug aus 1 Waggon fährt mit einem Affenzahn vorbei – und der Spuk ist laut aber spektakulär zu Ende.
    Der sowieso schon angeschlagene Magen spielt mir auf dem Weg zurück zu den Anderen einen kleine Streich, zeigt Durchfalltendenzen. Billa schafft Hilfe, ja ich kaufe euch auch eine Milkaschoki ab aber nun lasst mich bitte auf Toilette….puh geschafft.
    Wieder am Auto tut auch mir noch etwas dösen nicht ungut, dann ist es 17 Uhr und Zeit ins Varteks-Stadion zu gehen. Wunschtribüne wird geentert, der Fanshop bietet weiter keine Pins oder schönen Schals, per Handy kommt von Hans die Bestätigung alles richtig bei der Wochenendegestaltung gemacht zu haben, die SGE blamiert sich mal in bester Manier, ist nun schon Tabellenvorletzter.
    Die Lautsprecher plärren eine Art Kroaten-Hip Hop ins schöne Rund dass sich aber nur spärlich füllt. Zwei grosse Tribünen und eine Hintertortribuna prägen das Bild, hinter dem anderen Tor ist nur Auslauf und Zaun. Der Zaun auf der Hintertor ist mit zwei Fahnen geschmückt (1x Varazdinci), von den jüngeren Gestalten aber während des Spiels eher weniger zu vernehmen. Besseres Entertainment da schon in unseren Breitengraden, haben sich doch auch ein paar Anhänger der Gäste aus Belupo dort eingefunden, es wird munter hin und her provoziert. So richtig Brisanz sucht man aber wohl anderswo.
    Die ersten 20 Minuten des Kicks sind Au Backe, dann bessert es sich und prompt fällt schon ein Tor für Belupo. Auf der Tribuna haben sich alle lieb *hihi*
    Und nun gewinnt das Spiel an Fahrt, 1:1 für Varazdin durch Ivan Jolic, yeah Party…
    Wiederanpfiff-Varazdin noch völlig im Asgleichstoradrenalinrausch rennen gleich mal Kapitän Musa von Belupo um. Dies wird aber vom Schiri nicht geahndet. Egal, Einwurf, halt doch nicht egal, Ellenbogen von Mumlek Belupo in die Magengegend des Faulenden und Feierabend. Das war wohl die kroatische Volksseele on top. Halbzeit 1:1, inzwischen türmen sich natürlich auch schon wieder die Berge an Knabbereien auf dem Stadionboden.
    Die zweite Hälfte ist dann sportlich besser, ab der 51. Minute das Zahlenverhältnis aber wieder ausgeglichen als Leon Benko von Varteks für einen Handreflex gelb-rot sieht. Merda Unterbewusstsein. Das macht Varazdin aber nur stärker, Ivan Jolic arbeitet an seiner Legende und bringt die Gastgeber mit 2:1 in Front. Im weiteren Spielverlauf hätte sich Jolic zum Helden machen können, wird aber auch so von der Tribüne mit Sprechchören gefeiert.
    Varazdin hebt den Daumen, wäre da nicht die 90. Minute. Musa erzielt doch noch den Ausgleich und bringt es zum 2.2, da man auch die Kunst der taktischen Auswechslung sehr gut beherrscht. Mindestens 3 Mitspieler abklatschen, beim Schiri bedanken und ein Gebet gen Mekka, erst dann wird der Platz verlassen. Schlusspfiff, hat gepasst soweit.
    Im TV läuft derweil unser entgangenes Spiel in Rijeka (schmelz dieses Stadion…aber 0:0), Nahrungsaufnahme allez. Die Küche beim ersten Bistro hat nicht mehr geöffnet, aber dafür war es trotzdem gemütlich und man lernt im Nebeneffekt noch die kroatische Zählweise.
    Unser Kleingeld löst Jubelarien beim Ober aus.
    Essenfassen sollte auch noch gelingen, endlich kann ich die Karte der Stadtkenntnis ausspielen, führe uns zielstrebig als Beifahrer zum Green Pub. Diese haben zwar auch nix zu schnabulieren für uns, dann aber Billy Kebab. Einmal Döner, zwei Mal Cevapi für die jungen Revolverhelden, dazu fightet im Flimmerkasten die deutsche Basketballnati um den Einzug ins EM-Endspiel. So wird es richtig gesellig, ein paar Spielberichte aus der NHL kann man dabei auch noch mitnehmen. Hafe vernünftig und lebensweise gibt den Autoschlüssel an mich ab, ich bringe uns nach kurzer Anfreudephase raus aus Varazdin, gesucht wird ein Nachtlager im Maisfeld für Torsten. Hafe und mir winkt das Auto.
    Die Wiesen sind aber nass und hart, Torsten zu Recht nicht für einen Platz zu begeistern und so setzt sich die Odysee durch die bekannten Dörfer immer weiter fort.
    Die Grenze ist schon angekündigt, nun schnell nochmal abbiegen. Kontrollen bei zu Hause liegenden Führerschein könnte schwieriger werden.
    Rein in die Querstrasse und mit unglaublicher Präzision in der Dunkelheit die grüne Grenze erwischt. Pässe bitte schön, Führerschein? Tja guter Mann, der liegt zu Hause…finden die Grenzer natürlich nicht wirklich prickelnd. Bisschen dumm stellen wirkt in diesem Fall sogar.
    Man nervt die Zöllner wohl so dass Sie schließlich ihre Erklärungsversuche aufgeben, uns weiterziehen lassen. Besser mal Torsten übernimmt das Steuer, man will ja nicht unnötig provozieren. Dieser bringt uns über die Grenze (alles unproblematisch) und stellt den Wagen (in leichter Schieflage) in einem Feld ab, entscheidet sich für den Beifahrersitz als Schlafstätte. Hafe und ich feiern unsere Premiere im Kofferraum-Ehebett. Glotzer zu und aus.

    Slowenien SI.Mobil Vodafone Liga – 10. Spieltag – Sonntag 25.09.2005
    Primorje Ajdovscina – Anet Koper 2:0 (1:0)


    Die leichte Schieflage des Fahrzeugs lässt mich nach Aussage Hafes stets wiederholt abdriften und näherrücken, nach 6 Stunden tut es in der Hüfte weh, aber im Grossen und Ganzen geht die Nacht im Auto d’accord. Zähneputzen im Maisfeld ist auch dufte.
    Wohl so gegen 8 Uhr geht es aufs slowenische Autobahnnetz in Richtung Laibach, heute bin ich es der Schlaf nachzuholen hat. Immer wieder etwas maut fällig die aber wenig ins Gewicht fällt. Vor Ajdovscina prima Bergrallye, der Einheimische fährt da schon mal forscher als wir. Ort der Erstligapartie am Nachmittag ist erreicht, Stadionfinden ein schönes Spiel. Der erste Sportkomplex den wir erreichen stellt sich als Sporthalle des Polizeisportvereins heraus, aber hier ist richtig was los. Zwei Jugendteams balgen im Basketball um den Sieg in der Halle, da müssen wir doch dabei sein, ist Basketball in diesen Breitengraden sowieso Volkssport Nummero Uno.
    Torsten und ich produzieren dabei so herrliche Schoten wie dass wir dem eher klein geratenen Spielmacher von Team Weiss eine „große“ Zukunft voraussagen. Dasselbe Team hat auch einen gefürchteten Center. Weniger seine Korbwürfe sind Anlass zur Angst, eher das Abklatschen des Riesen (und das in dem Alter?) ist gefürchtet. Fachmännisch bewerten wir die gezeigten Leistungen, kenne uns ja aus, stehen ja nicht umsonst am Abend im EM-Finale in Belgrad *rofl*
    Dann aber doch wieder zurück zum Fussball, das Stadion am Stadtrand ist schnell ausfindig gemacht. Einige Zeit verweilen wir im Ground der problemlos durch eine nicht verschlossene Schiebetür betreten wird. Dann zurück in die Stadt und Torsten versorgt uns Beide mit slowenischen Geld, dabei wird auch in Slowenien die Geheimzahl benötigt der Geldabhebevorgang aber ohne diese Pin erst kurz vor der Geldausgabe abgebrochen (man muss also trorzdem alles eingeben). Kleiner Rundgang durch die Stadt, etwas Politdisku, der weitere Nachmittag versackt im Schatten schlafend auf Vorder- und Rücksitzen.
    15.45 Uhr geht es zum Stadion, auch hier erfasst das Mädchen im Kassenhäuschen nach kurzer Zeit unser Begehr, händigt uns kultige Tickets aus auf denen das Datum übermalt ist usw.
    Der Gästeblock (wohl so 5x15m gross) wird von einer Busladung aus Koper okkupiert.
    Dabei verhängen die Gestalten konsequent den kompletten Gästekäfig zu, jeder einzelne hat mal mindestens 1,5 Zaunfahnen dabei. Der Rest des Publikums in Ajdovscina ist unspektakulär, ein fetter Burner aber die Stadionmucke. Passend zur Gegend geht es hier ins volkstümliche, die Oberkrainer lassen grüssen, auch durchaus in der moderneren Variante.
    Das Spiel selbst ist unterirdisch. Ich hege den Verdacht analog der Harlem Globetrotters im Basketball beherrschen die Akteuere das Spiel in Wiklichkeit perfekt und stellen sich nur so doof, anders sind die Leistungen fast nicht zu erklären.
    Nein, nun im Ernst, das Niveau ist erschreckend, völlig unverständlich wie sich diese Woche dann Stuttgart wohl wieder gegen Landesmeister Domzale blamieren wird.
    Zwei Mal kullert der Ball ins Gästetor, den Awaysupportern ist es schnurz, haben gesanglich Ihren Spass. Einzig Koper’s Nr. 3 gewinnt das Herz von Hafe, kann aber die Niederlage von Anet (noch so ein Sponsor, Primorje natürlich ganz besonders) auch nicht verhindern.
    Als der Schlusspfiff ertönt ist der Länderpunkt für Hafe und mich eingesackt, die Heimfahrt beginnt. Über Udine und Villach geht es nach Bayern.
    Ein Essens-Stopp liefert noch die Megashow die kein GEZ-Kasten bietet.
    An einer Tanksäule lässt ein Typ sein Weiblein mit dem Schrubber am viel größeren PKW werkeln, steht höchstens daneben und kritisiert wenn Streifen zurückbleiben.
    Gewinner des Abends aber sind 4 Jungs mit Pasauer Kennzeichen die an der Zapfsäule stehen und aus 20l Kanistern Benzin einfüllen ohne die Tankrüssel selbst zu benutzen. Fragt mich nicht was das sollte, ich weiss es nicht.
    Angenehm schell ist Parsdorf wieder erreicht und die letzten km bis zur Freiheitshalle Kelheim werden auch noch absolviert.


    Zico
    Mehr Glück im Leben: www.bembeltours.de.vu

    T-Mobile Bundesliga – 10. Spieltag – Sonntag 18.09.2005 – 18500 Zuschauer
    Red Bull Salzburg – FAK Austria Magna Wien 1:0 (1:0)

    Dieses Land ist sowieso nicht mehr zu retten (Copyright by Torsten Weik), deshalb lieber hin der Schritt zum Entertainment. Nach einer Nacht im ehemaligen Teenagerbett sollte es heute mal zwecks Zugfahrt in die Geburtsstadt Landshut gehen. Hier ist das P+R auch weitaus kundenfreundlicher als bspw in Regensburg gelöst, kann man den Wagen dort doch direkt unterm Bahnhof abstellen. Inzwischen ist aus dem Landshuter Bahnhof auch ein echtes Schmuckkästchen gewordn. Der Zug nach Salzburg steht auch schon bereit, so passt das.
    Es folgt ein Ritt durch die niederbayrische Pampa begleitet von einigen Quasselstrippen.
    Eine hohe Fangquote erreicht heute die Zugbegleiterin müssen gleich zwei Mann die 40 Euro Strafe abdrücken. Zwei Stationen vor Ultimo steigen auch 2 Kunden mit Salzburgtrikots ein, verlassen aber in Freilassing wieder mit Ihren Fahrrädern den Zug?
    Dann ist Salzburg erreicht, nun gilt es zum EM-Stadion nach Kleßheim zu kommen.
    Am Busbahnhof balzen schon einige rum, da entern wir doch in bester Guerillamanier die Buslinie 1 und bringen den Fahrer des Vehikels zur schieren Verzweiflung muah.
    Die Codeworte „Mateschitz ist doof“ steigern eigene Beliebtheit und Ansehen im Bus gleich gewaltig, eine Jungkutte nötigt mir ein Gespräch auf erweist sich aber als idealer Guide ab dem Ausstieg Europapark. Am Stadion angekommen galt es die kulinarischen Highlights des Nachbarn abzuhoppen. So gönnt man sich halt mal nen Becher Almdudler, konnte man so auch gut das Treiben am provisorischen Stand der Tough Guys Salzburg beobachten.
    Dann rein in die Bullenarena (sic) und das Wundern ging los….so werden u.a. Kopfhörer empfohlen. Grotesk dass die komplette Spielfeldaction auf zwei Leinwänden im Stadion gezeigt wird. Nun gut, das Vorspiel der Salzburg Amateure geht mit einem 5:0 gegen Wattens zu Ende, das Hauptspiel naht. Die Präsentation der Mannschaften hat man auch schon schlimmer erlebt. Wie überall auf der Welt betreten die Spieler ne halbe Stunde vor Ankick den Rasen zum Aufwärmen. Der Gästeblock feiert seine Helden von Austria Magna und der Heimblock feiert auch Austria…..Wien!
    Auch an vereinzelten Gesängen vor Spielbeginn kann man erkennen dass hier und heute Stunk in der Luft liegt. Zuerst darf aber der Stadionsprecher seine Aufstellung alleine vorlesen. Dem Eventpublikum im Stadion ist das Frage-Antwort-Spiel nicht geläufig und der Heimblock will einfach nicht…
    Nun geht’s los – und das im wahrsten Sinne.
    Der Heimblock um die Ultras bedenkt gleich mal die komplette Haupt- und Gegentribüne und die Rasensportler mit „Bullenschweine“. Das Eventpublikum bedankt sich mit einem schallenden Gepfeiffe gegen die Träger der Farben von Austria Salzburg.
    Heim- wie Gästeblock solidarisieren sich beim gemeinsamen Gegner Red Bull.
    Heute gibt’s fetten Spruchbandsport von den Treuen während sich auf dem Rasen das übliche Ösi-Liga-Niveau abspielt.
    Als Reaktion auf die Gespräche mit den Vereinsverantwortlichen wird kommentiert:


    Red Bull – Kompromissbereitschaft Null


    Wenig später hießt man eine Zaunfahne R.I.P Austria Salzburg 1933 – 2005 die bis zum Ende hängt. Unterstützung kommt auch aus dem gut gefüllten Gästeblock mit „Violett ist die Heimat“.
    Bei erwähnten Gesprächen war der „Kompromissvorschlag“ dass Captain Markus Schopp ja mit violetter Binde auflaufen könnte, was quasi einer Komplettverarsche der treuen Anhänger gleichkommt. Treffend kommentiert durch das Spruchband „Pinocchio x Münchhausen = Wiebach“
    Dazu gute Hüpfaction des Blocks, fein fein.
    Das nächste Spruchband der Ultras Salzburg war dann recht deftig:


    DM: Der größte Fehler deiner Eltern war das geplatze Gummi vor 62 Jahr


    Dies lässt das Eventpublikum ziemlich heftig reagieren, fordert man doch nun „Ultras raus“ und die Gegentribüne ist sich nicht zu schade für ein eigenes Spruchband:


    Wir singen nur für violett, denn unser Hirn ist nicht komplett.


    Der pure Wahnsinn war hier nun abgeht, Mateschitz hat es sichtlich in kürzester Zeit geschafft eine Konsummasse zu trimmen, manch Opa wird richtig engagiert wenn es gegen die jugendlichen Raudis in der Fankurve geht…
    Nun auch der eher leisere Gästeblock nun gut am abdrehen und pöbeln gegen die Heimanhäger, aber nicht wegen deren Vereinsliebe sondern deren Einstellung….
    Im Grunde genommen ist dem Salzburger Fussballclub wohl nur mit einer langanhaltenden Misserfolgsserie zu helfen. Dies ist allen treuen Fans der Austria Salzburg zu wünschen
    (hört sich blöd an, ist aber so).
    Die angedachte Vereinsneugründung durch die Fans scheint der einzige Ausweg, lieber neu anfangen als alles verloren zu haben.
    Heute schlägt das Erfolgspendel aber erstmal in Richtung Salzburg aus, just in dem Moment des Spruchbandes : Gebleichte Zähne, immer gut drauf, doch im TV bringst Du Dein Maul nicht aus schliesst Patrik Jezek einen Angriff zum 1:0 ab. Nun ist das Eventpublimum begeistert, dessen Euphorie wird aber knapp vor Halbzeit durch eine rote Karte gegen Thomas Linke gedämpf…bejubelt vom Heimblock!
    Nun ist erstmal Pause, die Gemüter fahren runter, schnell mal Red Bull einschmeissen, gelle Konsumonkels.
    Zweite Hälfte, weiter geht’s. Das Gekicke ist heute weniger von Interesse, Vorstellung heute von den Fankurven. Der Heimblock fordert den Ausgleich durch Austria Wien…
    Während die Konsumenten vier Versuche benötigen eine La Ola in Gang zu bringen zeigen die Ultras Salzburg das Spruchband: Lieber violett + glücklich sein als ein dummes Bullenschwein.
    Während die violetten Spieler aus Favoriten auf dem Feld gelbe Karten sammeln wird die Zaunbeflaggung im Heimblock geändert: Heimo – Legenden sterben doch.
    Parallel im Gästeblock ein toller Old School-Doppelhalter (nur mal so erwähnt).
    Auch ein weiterer Begleiter der „Konsolidierungsgesprächsrunde“ unter der Woche bekommt nun sein Fett ab: R.Mirtl: Lieber Französich im Puff als Englisch im Büro.
    Und während das Eventpublikum wieder mal deswegen gegen die Ultras blöckt teilen diese per Zaunfahne mit : Die Austria wird euch alle überleben.


    72. Minute – 72 Jahre hat es Austria Salzburg gegeben…Abschiedsvorstellung der Ultras heute….es macht Bumm und raucht dermaßen kräftig weiss-violett-schwarz dass das Spiel von Schiri Gerald Lehner unterbrochen werden muss. Bengalenfackeln werden auf Spielfeld und Ordner entsorgt, x vermummte Gestalten finden sich auf dem Zaun oder rütteln an den Toren. Ein Platzsturm war das Ziel wurde aber nicht erreicht.
    Die Herrschaften um mich rum echauffieren sich sehr, und kriegen gleich mal fette Konter vom Piefke unter Ihnen. Ich schwalle die Kunden zu, die werden sich wohl jetzt noch wundern hehe.
    Nun setzt sich die Action im Gästeblock fort. Die Fans von Austria Magna zerren mal kräftig am Trenn-Netz zur Gegentribüne und reissen dieses weg. Nun wird etwas Unrat auf die Kunden dort entsorgt und sich etwas ausgetobt bis natürlich die Polizei Stellung bezieht.
    Die Ultras Salzburg zünden als letzte Aktion im Stadion schwarzen Rauch in der 80.Minute.
    Letzte Aktion? Ja, richtig gelesen. Nun verabschiedet sich der treue Teil der Anhängerschaft des traditionsreichen Salzburger Fussballs und tritt den Weg nach draussen an, die aufpassende Polizei hinterher. Vor dem Stadion sehen sich die Turtles dann einem Meer an Bengalen ausgesetzt die auf Sie und das Stadion geworfen werden. Leuchtspur findet vereinzelt den Weg von draussen in die Bullenarena. Ein letzter Fight im Stehen….
    Im Spiel verabschiedet sich Nastja Ceh mit Gelb-Rot in der 92. Minute nach vermeintlicher Schwalbe. Austria Wien vergibt dann auch die letzte Kopfballchance, das Gute siegt heute nicht. Vor dem Stadion hat sich inzwischen alles beruhigt, die Ultras sind abgezogen, die Gästefans kassieren eine Blocksperre, die Busse in die Stadt stehen bereit.
    Fahren wir einfach mal mit und stehen wenig später an einer verlassenen Bushaltestelle im Stadtgebiet. Da aber dies noch etliche andere Menschen tun ist der Glaube an einen Bus zurück zum Hauptbahnhof ungebrochen hihi.
    Dort angekommen gilt es nun den wichtigen Punkt beim Besuch des Nachbarlandes abzuhaken, den Konsum einer Bosna!
    Heute hohe Dichte an Pennern rund um den Bahnhof, gerne auch mehrsprachig, halt Pech wenn man kein polnisch spricht…
    Bis zur Abfahrt nach LA gibt es noch eine nostalgische Dampflok zu beobachten, reichlich Pyro dahinter. Ein paar FAK-Fans machen noch etwas Stimmung am Nachbargleis dann beginnen die Schoten im Abteil.Fünf Nürnberger sorgen für beste Unterhaltung im doppelten Sinne, schnell wird man sich handelseinig und zischt ein Bierchen miteinander.
    Die letzten Meter bis Kelheim werden dann auch noch abgespult und auf zur Gastroskopie.

    Zico

    tut mir leid. mit fakten kann ich nicht dienen. ich hab den bericht nicht geschrieben bzw. auch nicht erwähnt, dass ich mit den getätigen aussagen konform gehe.


    - na endlich wird es wieder sachlich, das lasse ich mir eingehen.


    mit pöbelei hat das ja nix zu tun, da ich nur zitiert habe.


    - Nobbi hat es nach eigenen Worten aber so empfunden.....


    denjenigen dann als teenager hinzustellen erachte ich als reichlich sinnlos, denn der gute mann hat auch schon bisschen mehr im osten gesehen, als du zico.


    - Ich denke ich hatte klar herausgestellt dass ich das "lästern" über das Erscheinungsbild als kindisch betrachte.


    geschichten in groundhopperkreisen, über andere hopper sind an der tagesordnung, normalität.


    - Vollkommen Richtig und ich empfinde Sie auch belebend wenn es um Verhaltensweisen geht. Aber was hat das mit Brillen oder Kleidung zu tun?


    Zico

    achso, es wird nach groundanzahl beurteilt?


    Ok, sagen wir es anders. Warum sollten z.B. JFK oder Nobbi bei Ihrer Erfahrung auf die Meinung von Teenagern was geben?


    Trotzdem sagt Marc04 was Wahres:


    Überwiegend, ich betone überwiegend (und verunglimpfe damit NICHT irgendwelche bestimmte Personen) ist es schon teilweise ziemlich peinlich wie der "Deutsche" (ob Hopper oder nicht, sei mal dahingestellt) sich im Ausland verhält. Umso größer die Gruppe, umso schrecklicher...


    Aber wer die Leute dieser Reisegruppe kennt weiss dass die sich sehr wohl zu benehmen und anzupassen wissen. Und deshalb kommt es halt lächerlich.


    Ich sag nix wenn sich die Leute irgendwie unpassend verhalten hätten aber gegen Brillen und Aussehen zu pöbeln ist mir dann doch zu primitiv als dass man es unkommentiert lassen dürfte.


    Zico

    Wobei sich die Frage stellt was Kleidung/Aussehen mit Fussball zu tun hat?


    Die betreffenden Dresdner sollen erstmal so viele Grounds haben wie besagte Personen auf der Tour....bin sehr genervt von diesen pseudocoolen Modeultras...


    Zico

    Ich habe gute Erfahrungen mit der Parkgarage gemacht, ist wirklich kein Umstand.
    Verpflegung ist zu empfehlen und die Kurve war sogar gegen Pasching gut drauf. Ist eigentlich gegnerunabhängig, immer empfehlenswert.
    Gegen Salzburg ist aber natürlich noch hübsch mehr los.


    Zico

    Kurz Info damit die Anderen hier im Forum auch mitreden können:


    02.08.05 Freising-Markt Schwaben - Abbruch in der Halbzeit wegen Gewitter
    21.08.05 Pipinsried-Lechhausen - Abbruch nach 38 Minuten wegen Unbespielbarkeit des Platzes


    Zico

    DFB Pokal 1.Hauptrunde – Samstag 20.08.2005 – 4500 Zuschauer
    FC 08 Villingen – FC Hansa Rostock 2:5 n.V. (2:2; 0:1)

    Computerinder gibt es wirklich, jedenfalls stieg einer am Regensburger Bahnhof zu und war doch etwas verwundert über unser Hobby. Dafür hatte er viel über Motoren und Fahrzeugentwicklung zu berichten und anscheinend haben die Leute in der Produktion immer Spass. Ab Schwabach dann noch mehr Gesellschaft. Endlich das längst überfällige Kennenlernen des Herrn Nobbi. So ging es zu dritt bis Zuffenhausen wo unser Inder seinen Obulus entrichtete und an der S-Bahn abgeladen wurde. Wir drehten inmitten von Porsches zurück auf die Autobahn und absolvierten die restliche Strecke bis nach Villingen-Schwenningen, dem interessierten Sportfan wohl durch das Eishockeyteam bekannt.
    Ansonsten gibt es dort einen Discostadl und das Kreisklinikum in dessen unmittelbarer Nähe auch der Friedensgrund des FC 08 Villingen liegt.
    Astra geparkt und gleich mal gegenüber die Gaststätte auschecken. Gute Pizzen, lustige Ostvereinfans, aber komischer Name: Pizzeria am Flughafen?
    Was soll es, rein in den Ground des Neu-Verbandsligisten und Sieger des Peterstalpokal Südbaden 2005. Hier ist schon ordentlich Rummel den vor allem der Stadionsprecher verursacht. Da müssen alle Würdenträger, Vereinsoffizielle und Werbepartner vors Mikrofon gezerrt werden während sich die gut 500 Hansafans schon mal warmpogen.
    Ich kann einen Blick darauf bekommen wie so eine Hörfunkreportage für die ARD-Sendeanstalten entsteht und komme mit ein paar Einheimischen ins Gespräch wobei es durchaus Verständigungsschwierigkeiten gibt was den Akzent angeht.
    Das Spiel beginnt uns nimmt zuerst seinen typischen Pokalverlauf. Villingen bemüht, Rostock souverän bis arrogant. Der Supportersclub Villingen stellt auf der Riegger-Tribüne sogar einen kleinen Fanblock während die 950 km angereisten Fans der Kogge eine Polonäse durch den weitläufigen Block veranstalten.
    In der 18. Minute dann unsagbares Pech für die Badenser, Torwart Daniel Jilg lässt einen abgefälschten Schuss von Zsolt Löw durch die Finger rutschen und bringt so Hansa in Führung. Bis zur Halbzeit macht er diesen Fehler aber mehr als wett, vereitelte er doch einige Hansa-Alleingänge und rettet so den knappen Nachteil in die Halbzeitpause.
    In dieser kommt es zur Auslosung des Peterstalpokals-Viertelfinale und gleich als erste Partie erscheint der Knaller Bahlinger SC-Villingen.
    Mit Beginn der zweiten Halbzeit hält Villingen immer besser mit, als Löw aber in der 55. Minute ein sehenswertes Tor markiert scheint die Pokalpartie Ihren gewohnten Verlauf zu nehmen. Rostock beginnt sich auf Ergebnissicherung zu verlagern. Das hätten Sie besser nicht tun sollen. David D’Incacu ist es der in der 66. Minute den Anschluss sichert. Nun erwacht das Stadion, Euphorie entsteht und die Villinger Fans zeigen dass auch in Südbaden Pyro bekannt ist. Alle wollen nun den Ausgleich erleben und feuern den letztjährigen Oberligaabsteiger an. Und die Fans bekommen auch was sie sich wünschen. Erneut D’Incau bewerkstelligt den Ausgleich und verwandelt den Friedensgrund in ein Tollhaus.
    Unglaublich, der Zweitligaletzte lässt sich eine Zweitoreführung hier noch nehmen und hat nun eher Glück dieses Ergebnis bis zum Ende der offiziellen Spielzeit zu halten. Die Verlängerung ist erreicht, schon jetzt eine grosse Sensation und Riesenblamage für die Kogge.
    In dieser Verlängerung verschaffen sich die angereisten Anhänger von Hansa erstmal Luft indem die Zaunfahnen abgehängt werden und die alten Klassiker der Enttäuschung aus der Mottenkiste geholt werden. Villingen kann weiterhin mithalten, wirkt aber nicht mehr so gepusht wie vor Schlusspfiff. Es dauert dann bis zur 104. Minute bis Antonio di Salvo das 2:3 köpft, da hatte dann die letzte Aufmerksamkeit beim Verbandsligisten gefehlt.
    Der Stadionsprecher im Janker versucht den Akteuren nochmal Mut zuzusprechen den abermaligen Ausgleich zu erzielen, als dann aber Arvidsson und Brecko noch 2 Tore nachlegen sind Enthusiasmus und Kraft am Ende. Man hat dem ehemaligen DDR-Meister einen tollen Kampf geliefert und kann stolz auf das Geleistete sein. Schließlich haben aber Cleverness und Fitness doch zum Weiterkommen des FC Hansa Rostock geführt. Klar das so eine Leistung die schwer mitgenommenen Hansafans nicht versöhnt, lediglich der neue Trainer Frank Pagelsdorf wird frenetisch vom Fanblock gefeiert, Spieler brauchen heute nicht an den Zaun zu kommen.
    Nobbi und ich treffen sich wieder am Auto, beim Anlassen leuchtet kurz die Batterie auf.
    Als die Leuchte aber nach 1x Gasgeben wieder erlischt denkt man sich nix Böses dabei.
    Nun geht es zurück nach Württemberg wo Nobbi ins Vaihingen rausgelassen wird und der Astra frischen Benzin bekommt.
    Weiter geht es bis zum Rasthof Ulm-Ost zu meinem Lieblingsburgerking, man erinnere sich an die vielen Promibegegnungen dort.
    Gestärkt durch den King Deal heisst es nun die letzten km bis zur Heimat zu absolvieren, kein Problem mit dem besten Musikmix. Nun beginnt aber das Auto zu spuken.
    Erst schaltet sich das Radio immer wieder von alleine ein und aus, die Scheibenwischer machen sich heute einen gemütlichen Samstagabend und verrichten fast gar nicht ihre Aufgabe, laut Tankanzeige habe ich innerhalb 50 km 20 Liter Benzin benötigt und der Motor ist laut Anzeige kein Grad warm. Mich überrascht das Aufleuchten der Motorkontrollleuchte in Höhe Burgau Ost nicht mehr wirklich. In die Ausfahrt gerettet und den Wagen in einer Parkbucht abgestellt befürchtet man das Schlimmste. Etwa 30 Minute nach dem Anruf beim ADAC besucht mich ein netter Pannenhelfer der feststellt das meine Lichtmaschine kaputt ist. Damit steht fest dass das Auto irgendwann wieder fahren wird, nur wo jetzt Samstag 22 Uhr ein Ersatzteil herbringen? Der nette Pannenhelfer sucht eines in seiner Werkstatt und kehrt nach 25 Minuten zurück nur um mir zu sagen dass er keines hat, eine Werkstatt ist aber informiert und wird mir helfen. Also nochmal warten und die Firma Hölldobler kommt, richtet mein Auto und verkauft sogar Lichtmaschinen unter der Hand. Also alles nochmal gut gegangen außer dass sämtliche Spareffekte durch die heutigen Mitfahrer vernichtet sind und ich erst 00.30 Uhr wieder daheim bin. Aber hätte natürlich wesentlich schlimmer kommen können, wähnte mich schon in einem Hotelzimmer am Rasthof.
    Vielen Dank an die tollen Pannenhelfer vom ADAC und der angeschlossenen Werkstatt. Schön zu wissen dass einem auch noch geholfen wird. Ebenso wie eine Krankenversicherung im Alter immer wichtiger wird obwohl man deren Sinn in jungen Jahren nicht so akzeptieren will ist es auch mit der ADAC-Mitgliedschaft. Das Auto wird halt nicht jünger…..


    Zico