Unentschieden mit bitterem Beigeschmack – VfR Mannheim und 1. CfR Pforzheim trennen sich 1:1

Mit dem Anpfiff von Schiedsrichter Jonathan Woldai entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. Beide Teams präsentierten sich defensiv stabil, wodurch große Chancen zunächst Mangelware blieben. Auch Standards brachten wenig Gefahr – insbesondere Pforzheim kam in der Anfangsphase zu einigen Ecken, doch Mannheims Defensive ließ nichts anbrennen.


Nach 17 Minuten brachte Alexander Esswein die Gastgeber in Führung. Ein lang geschlagener Ball von Winterneuzugang Jabez Makanda landete bei Pforzheims Abwehr, die den Ball unglücklich vor die Füße des Ex-Bundesligaprofis köpfte. Esswein nutzte die Gelegenheit und überwand den etwas zu weit vor dem Tor postierten Keeper mit einer perfekt platzierten Bogenlampe zum 1:0.


Gekämpft, doch am Ende reichte des gegen den 1. CfR Pforzheim nur zu einer Punkteteilung. Foto: Edmund Nohe/VfR Mannheim.


In der Folge blieb das Spiel chancenarm. Während neutrale Zuschauer eine zähe Partie sahen, freute sich der VfR über eine sichere Abwehrleistung. Pforzheim fand kaum Mittel gegen die kompakte Defensive der Mannheimer, die immer wieder klären konnte. Falls Torhüter David Nreca-Bisinger gefordert wurde, war er zur Stelle. So ging es mit der knappen, aber verdienten Führung in die Halbzeitpause.

Chancen nach der Pause blieben ungenutzt

Nach Wiederanpfiff hätte Mannheim beinahe nachgelegt: Alexandru Paraschiv bekam nach einem präzisen Flachpass von Andrew Wooten die große Chance zum 2:0, doch ihm fehlte die Genauigkeit im Abschluss (55.). Auch die anschließende Ecke brachte Gefahr, aber Wootens Kopfball verfehlte das Ziel. Eine Zwei-Tore-Führung hätte zu diesem Zeitpunkt wohl für eine Vorentscheidung gesorgt.


Zitat

„Wir haben in der ersten Halbzeit kaum etwas zugelassen und erzielen dann das Tor. Für mich war die liegen gelassene Großchance im zweiten Durchgang der Knackpunkt. Normalerweise macht Paraschiv mit seiner Qualität das Ding rein, dann ist das Spiel zu.“


VfR-Trainer Marcel Abele


Stattdessen blieb es spannend. Pforzheim zeigte sich bemüht, aber selten zwingend. Ein gefährlicher Abschluss von Walter Vegelin zwang Bisinger zu einer Parade (75.), doch insgesamt blieb der VfR defensiv stabil. Auch die Rote Karte gegen Michael Udebuluzor in der 77. Minute änderte wenig am Spielverlauf – Mannheim verteidigte kompakt und ließ den Gegner nicht zur Entfaltung kommen.


Doch in der Nachspielzeit folgte der Schockmoment: Schiedsrichter Woldai entschied auf Elfmeter für Pforzheim nach einem umstrittenen Foul im Strafraum. Tim Schwaiger übernahm die Verantwortung und verwandelte sicher zum 1:1-Endstand (90.+4). Kurz darauf war Schluss, und während die Gäste jubelten, verließen die Mannheimer sichtlich enttäuscht das Feld.


Cheftrainer Marcel Abele zeigte sich nach Abpfiff frustriert über die späten Punktverluste. Nun gilt der Fokus der nächsten Herausforderung: Am kommenden Freitag (19 Uhr) tritt der VfR Mannheim in der Oberliga beim SV Fellbach an.


Zitat

„Die Jungs liegen natürlich am Boden, weil sie gefightet und alles investiert haben. Aber wir werden aufstehen, weitermachen und wieder Punkte holen. (…) Ich habe wenig klare Torchancen für Pforzheim gesehen. Gegen Ende der Partie verlagerte sich das Spiel zwar vermehrt in unsere Hälfte, allerdings war Pforzheim nicht zwingend. Zu dem Elfmeter muss sich jeder seine eigene Meinung bilden. Ich habe meine gebildet, und die ist klar.“


Cheftrainer Marcel Abele nach dem Spiel

Die Daten zum Spiel

VfR 1896 Mannheim: Bisinger, Sentürk, R. Becker, Akoto, Rona (89. Vrella), Makanda, Krüger (88. Marx), Paraschiv, Esswein, Pander, Wooten (62. Udebuluzor)


1. CfR Pforzheim: Kovac, Sagert, Hofmeister (66. Bilac), Gudzevic, Yeboah, Schwaiger, Mende (86. Ferli), Bahm (66. Ubabuike), Wöhrle (78. Savarese), Allkollari (66. Vegelin), Catanzano


Zuschauer: 519

Tore: 1:0 Esswein (17.), 1:1 Schwaiger (90.+4/ FE)

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