TSV 1860 München

  • Für die Löwen steht das letzte Auswärtsspiel der Saison bei Meister 1. FC Magdeburg am Samstag, 7. Mai 2022, an. Anpfiff in der MDCC-Arena ist um 14.03 Uhr. Die Partie ist live bei MAGENTA SPORT und im BR Fernsehen zu sehen.


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    Das Löwen-Team war am Mittwochabend beim vierten Finalspiel der Deutschen Eishockey-Liga auf Einladung des EHC Red Bull München in der Olympia-Eishalle. „Großer Dank, dass sie uns mit fast 40 Leuten zum entscheidenden Play-Off-Spiel eingeladen haben“, so 1860-Chefcoach Michael Köllner, der die Freundschaft zwischen beiden Lagern hervorhob. „Für mich ist es toll, auch Kontakte außerhalb des Fußballs zu pflegen.“ Er sei traurig, dass es für den EHC nicht zum Titelgewinn gereicht habe. Die Eisbären Berlin gewannen nicht nur Spiel vier mit 5:0, sondern entschieden die Serie mit 3:1 für sich. „Aber München ist Vize-Meister geworden. Dafür braucht sich keiner zu schämen“, findet der 52-Jährige. Ihn habe die Dynamik des Spiels beeindruckt und dass niemand von den Münchner Fans trotz der Niederlage die Halle nach der Schlusssirene verließ, sondern dem Sieger den nötigen Respekt entgegenbrachte.

    Nach diesem Ausflug ins Eishockey liegt für die Löwen der Fokus auf das eigene Saison-Finale. „Wir haben noch zwei geile Spiele zum Abschluss einer interessanten Saison“, findet Köllner. Dem Auswärtsspiel in Magdeburg folgt die Heimpartie gegen Borussia Dortmund II am letzten Spieltag. Dabei soll die „Mega-Rückrunde“ fortgesetzt werden. Nach der 2:5-Niederlage im Hinspiel gegen Magdeburg am 18. Spieltag lag sein Team nur auf Rang elf. „Das ist beeindruckend, welchen Weg wir genommen haben“, so Köllner in der Retrospektive. Dals Beleg führt er die Partie gegen Havelse an. „Wir haben gegen einen tiefstehenden Gegner sehr reif gespielt. So eine Mannschaft musst du erst mal knacken!“

    Das Schwierigste sein nun, sich komplett umzustellen. Am Samstag treffen die beiden offensivstärksten Teams aufeinander. „Magdeburg ist verdient Meister“, sagt Köllner mit viel Respekt vor der Saisonleistung der Elbstädter. Dazu müssen die Löwen auswärts antreten. „Da kommt eine komplett andere Fangewalt auf uns zu. Das ist eins der schwierigsten Stadien. Um zu gewinnen, müssen wir auch dort attackieren“, lautet sein Credo.

    BR Fernsehen zeigt Auswärtsspiel der Löwen in Magdeburg live.

    „Mindestens Platz vier“, ist das ausgegebene Ziel für den Saisonendspurt. Um das sicher zu erreichen, benötige man sechs Punkte aus den verbleibenden beiden Partien. Als „ambitioniert“ bezeichnet das der Trainer, „aber im Sport ist grundsätzlich alles möglich. Wir müssen die Stärke des Gegners minimieren und an unsere Chance glauben.“

    Personell sah es zu Wochenbeginn gut aus. Phillipp Steinhart, der gegen Havelse nach einem Schlag auf die Schläfe ausgewechselt werden musste, hat die Einheiten ebenso komplett absolviert wie Maxim Gresler. Dagegen kommt für Johann Ngounou Djayo ein Einsatz zu früh. Der 21-Jährige konnte nur ein Teil des Trainings absolvieren. Nathan Wicht hatte am Donnerstag seine letzte Abitur-Prüfung, trainierte deshalb am Abend mit der U21 und wird ab Freitag wieder bei den Profis sein. Dagegen ist der Einsatz von Leandro Morgalla gefährdet. Der 17-jährige Innenverteidiger meldete sich am Mittwoch krank. „Wahrscheinlich wird er fürs Wochenende ausfallen“, befürchtet Köllner, der dem Talent eine gute Entwicklung attestierte. „Sein Fehlen würde weh tun, aber mit Niklas Lang oder Stephan Salger haben wir auf dieser Position gute Optionen.“

    Gerade auf die Defensive wird es in Magdeburg ankommen. Das Team von Christian Titz konnte bereits 74 Tore erzielen, hat mit Baris Atik (18), Luca Schuler (12) und Jason Ceka (10) gleich drei Spieler, die zweistellig getroffen haben. „Das wird knüppelhart, vor allem die Defensive ist gefordert“, weiß Köllner, „da müssen viele Konstellationen zusammenkommen, damit wir den Mega-Coup schaffen.“ Sein Team werde dazu „Freude, Konzentration und Teamgeist“ in die Waagschale werfen. „In erster Linie richten wir den Blick auf uns.“


    Informationen zum Auswärtsspiel in Magdeburg.


    Egal, wie das Saisonfinish für die Löwen endet – die Planungen für die kommenden Saison laufen auf Hochtouren, wie Geschäftsführer Günther Gorenzel versicherte. Unter der Woche hätte es ein Gespräch mit ihm, seinem Geschäftsführerkollegen Marc-Nicolai Pfeifer und dem Trainer gegeben. „Wir wissen genau, wo wir stehen und werden die Zukunft Schritt für Schritt planen.“ Dabei sei man so verblieben, die weiteren Personalentscheidungen erst nach dem letzten Spiel bekannt zu geben. Spekulationen über die Zukunft des Trainers wollte der Österreicher nicht kommentieren, stellte aber klar: „Michael und ich haben für die nächste Spielzeit Vertrag, deshalb haben wir gegenüber dem Klub eine Verantwortung, die wir entsprechend wahr nehmen.“


    MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN


    FCM: 1 Reimann (Tor) – 28 Obermair, 5 T. Müller, 24 Bittroff, 19 Bell Bell – 16 A. Müller – 8 Jakubiak, 13 Krempicki – 21 Ceka, 23 Atik – 26 Schuler.

    Ersatz: 12 Schlitter (Tor) – 2 Knost, 6 Malachowski, 7 Sliskovic, 10 Kwarteng, 14 Franzke, 15 Rorig, 17 Conteh, 20 Rieckmann, 22 Sechelmann, 27 Burger, 31 Granatowski, 35 Dzogovic, 37 Ito.

    Nicht dabei: 9 Brünker (Knöchelverletzung), 18 Kath (Achillessehnenprobleme), 29 Condé (angeschlagen).

    1860: 1 Hiller (Tor) – 20 Deichmann, 27 Belkahia, 6 Salger, 11 Greilinger – 5 Moll – 8 Tallig, 19 Biankadi, 14 Dressel, 7 Lex – 15 Bär.

    Ersatz: 40 Kretzschmar (Tor) – 3 Lang, 16 Goden, 21 Ngonou Djayo, 22 Linsbichler, 24 Wicht, 30 Cocic, 31 Neudecker, 32 Gresler, 34 Freitag, 36 Steinhart.

    Fraglich: 39 Morgalla (krank).

    Nicht dabei: 12 Szekely (Muskel- und Sehnenverletzung), 17 Wein (Trainingsrückstand), 18 Knöferl (Schulter-OP), 23 Staude (Herzmuskelentzündung), 25 Willsch (Trainingsrückstand), 28 Mannhardt (Fußverletzung).


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/6507.htm


  • Die Löwen konnten nicht den Party-Crascher beim 1. FC Magdeburg geben, unterlagen dem Meister mit 0:2. Amara Condé (51.) erzielte die Führung für die Elbstädter, der eingewechselte Tatsuya Ito (75.), Baris Atik und (90.+1) Moritz Kwarteng (90.+4) in der Nachspielzeit zum deutlichen Endstand. Die Sechzger haben es nun selbst in der Hand, am letzten Spieltag wenigstens noch die Qualifikation für den DFB-Pokal zu sichern.


    Personal: Trainer Michael Köllner musste in Magdeburg auf György Szekely (Muskel-Sehnenverletzung), Daniel Wein (Trainingsrückstand), Lorenz Knöferl (Schulter-OP), Keanu Staude (Herzmuskelentzündung), Marius Willsch (Trainingsrückstand), Marco Mannhardt (Fußverletzung) und Leandro Morgalla (krank) verzichten. Kurzfristig fiel auch noch Tim Linsbichler krankheitsbedingt aus. Nicht im 20er Kader standen Johann Ngonou Djayo und Nathan Wicht. In der Startelf gab es im Vergleich zum Heimspiel gegen Havelse (3:0) zwei Veränderungen: Für Morgalla rückte Niklas Lang in die Innenverteidigung, Fabian Greilinger ersetzte Erik Tallig.


    STIMMEN Köllner zur 2. Halbzeit: „Wir mussten viel laufen und leiden!“


    Spielverlauf: Nach 90 Sekunden hatte Merveille Biankadi bereits die Führung auf dem Fuß. Tobias Müller klärte eine Hereingabe von Marcel Bär genau vor seine Füße, seinen Schuss von der Strafraumkante wehrte Keeper Dominik Reimann jedoch zur Ecke ab (2.). In der 10. Minute gab es die erste knifflige Szene als Jason Ceka nach einer Grätsche von Fabian Greilinger im Strafraum zu Boden ging, jedoch Schiedsrichter Dr. Matthias Jöllenbeck weiterspielen ließ. Fünf Minuten später war es erneut Ceka, der für Gefahr sorgte. Leon Bell Bell hatte von links diagonal geflankt, Ceka nahm halbrechts den Ball an, sein Schuss aus spitzem Winkel ging knapp über die Latte (15.). Nach einer Ecke von links durch Barik Atik kam Marco Hiller gerade noch vor dem einkopfbereiten Jan-Luca Schuler mit den Fingerspitzen dran, lenkte die Kugel über ihn hinweg ins Tor-Aus (18.). Zwei Minuten später hatte Niklas Lang eine Kopfballchance, brachte aber aus acht Metern keinen Druck auf die Kugel, Reimann konnte klären (20.).Kurz danach war es erneut der Innenverteidiger, der nach einem Eckball von Phillipp Steinhart am ersten Pfosten in die Hereingabe lief, aber den Ball übers Tor köpfte (21.). Einen 20-Meter-Freistoß von Atik ließ Hiller nach vorne Abprallen, Amara Condé legte von links die Kugel in die Mitte auf Connor Krempicki, der aus der Drehung aus sechs Metern deutlich übers 1860-Tor schoss (31.). Glück hatten die Löwen in der 36. Minute, als Greilinger eine Hereingabe von Condé genau zu Raphael Obermair köpfte, dessen Neun-Meter-Schuss aus halbrechter Position wehrte Hiller ab, Atik kam an den Abpraller. Sein Abschluss aus sechs Metern konnte Lang auf der Linie klären. So blieb es zur Pause beim 0:0.

    Kurz nach Wiederanpfiff hatte Krempicki die Riesenchance zur Führung für die Gastgeber. Condé hatte am Strafraum quer gelegt, der Mittelfeldspieler kam völlig frei aus 16 Metern zum Abschluss, setzte die Kugel aber um Millimeter am rechten Pfosten vorbei (47.). Vier Minuten später war es passiert. Atik dribbelte sich von links durch den Strafraum, wurde nicht entscheidend gestört, sein Schuss fälschte Yannick Deichmann unglücklich zu Condé ab, der kam halbrechts frei aus sechs Metern zum Abschluss, traf zum 1:0 (51.). Nach einer Ecke von rechts durch Steinhart war Greilinger am kurzen Pfosten mit dem Kopf zur Stelle, brachte die Kugel aber gestört von Schuler nicht aufs Tor (54.). Ein 20-Meter-Schuss von Atik, der von links nach innen gezogen war, streifte in der 63. Minute den linken Außenpfosten des Löwen-Tores. Zwei Minuten später setzte sich Atik auf dem rechten Flügel durch, legte von der Grundlinie zurück auf Ceka am Fünfmeterraum, aber Semi Belkahia hatte aufgepasst, war vor dem Magdeburger am Ball (65.). Auf der anderen Seite nahm Biankadi eine Hereingabe von Dressel aus 18 Metern direkt, setzte die Kugel aber übers FCM-Tor (68.). Atik kam wenig später im 1860-Strafraum zum Abschluss, aber Hiller parierte den 14-Meter-Schuss (71.). Ein 18-Meter-Linksschuss des eingewechselten Richy Neudecker blockte Alexander Bittroff im Zentrum (74.). Die endgültige Entscheidung gelang dem eingewechselten Tatsuya Ito mit einem herrlich herausgespielten Treffer. Atik hatte die Situation mit einem Diagonalball eingeleitet, Krempicki spielte mit der Hacke Doppelpass mit Ito der aus 17 Metern ins rechte untere Eck zum 2:0 traf (75.). In der 82. Minute hätte Atik in der Torschützenliste mit Marcel Bär gleichziehen können, aber erneut zielte er aus 15 Metern übers 1860-Tor. Drei Minuten später hatte Atik bereits Hiller ausgespielt, setzte dann aus fünf Metern die Kugel am langen Eck vorbei (85.). Die Löwen versuchten zwar bis zum Schluss, nochmals den Rückstand zu verkürzen. Aber am Ende fehlte die Kraft gegen eine befreit und ohne Druck aufspielende Magdeburger Mannschaft, die in einen Rausch geriet. In der Nachspielzeit gelang Atik erst das 3:0, er zog damit mit Marcel Bär in der Torjägerliste gleich (90.+1). Moritz Kwarteng erhöhte in der 3. Minute der Nachspielzeit auf Zuspiel von Atik sogar auf 4:0 (90.+4). Danach war Schluss.


    STENOGRAMM, 37. Spieltag, 07.05.2022, 14.03 Uhr


    1. FC Magdeburg – 1860 München 4:0 (0:0)


    FCM: 1 Reimann (Tor) – 28 Obermair, 5 T. Müller, 24 Bittroff, 19 Bell Bell – 16 A. Müller –29 Condé, 13 Krempicki – 21 Ceka, 23 Atik – 26 Schuler.

    Ersatz: 39 Leneis (Tor) – 2 Knost, 6 Malachowski, 8 Jakubiak, 10 Kwarteng, 15 Rorig, 20 Rieckmann, 27 Burger, 37 Ito.

    1860: 1 Hiller (Tor) – 20 Deichmann, 3 Lang, 27 Belkahia, 36 Steinhart – 5 Moll – 7 Lex, 19 Biankadi, 14 Dressel, 11 Greilinger – 15 Bär.

    Ersatz: 40 Kretzschmar (Tor) – 6 Salger, 8 Tallig, 16 Goden, 30 Cocic, 31 Neudecker, 32 Gresler, 34 Freitag.

    Wechsel: Kwarteng für Ceka (72.), Ito für Schuler (72.), Rieckmann für Condé (79.), Jakubiak für Krempicki (79.), Malachowski für A. Müller (84.) – Neudecker für Lang (62.), Goden für Biankadi (76.), Tallig für Dressel (76.).

    Tore: 1:0 Condé (51.), 2:0 Ito (75.), 3:0 Atik (90.+1), 4:0 Kwarteng (90.+4).
    Gelbe Karten: Atik, Kremicki – Bär, Steinhart.

    Zuschauer: 24.695 in der MDCC-Arena.

    Schiedsrichter: Dr. Matthias Jöllenbeck (Müllheim); Assistenten: Jonas Weickenmeier (Frankfurt/Main), Marcel Schütz (Worms).


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/6511.htm


    Presseschau tz und Az:


    https://www.tz.de/sport/1860-m…koellner-zr-91529025.html


    https://www.abendzeitung-muenc…ter-relegation-art-812921


    https://www.abendzeitung-muenc…endergebnis-4-0-live-244/


    https://www.abendzeitung-muenc…er-beste-loewe-art-812882


    Bildergalerie:


    https://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2573.htm



    Spielzusammenfassung von BR24 Sport auf Facebook:


    https://www.facebook.com/BR24Sport/videos/311240174501907/


    Nächstes Spiel:


    14.5.2022, 13 Uhr 30, zu Hause gegen BVB II

  • Die Löwen empfangen im letzten Heimspiel Borussia Dortmund II. Anpfiff im ausverkauften Grünwalder Stadion ist am Samstag, 14. Mai 2022, um 13.30 Uhr. Die Partie ist live bei MAGENTA SPORT und im BR Fernsehen zu sehen. Außerdem überträgt das Löwen-Radio unter http://www.tsv1860.de/loewenradio/ ab etwa 13.15 Uhr das Spiel in voller Länge.


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    Das letzte Saisonspiel ist immer Anlass, Danke zu sagen und Spieler offiziell zu verabschieden, die den Klub verlassen. Das soll auch diesmal der Fall sein. Namen wollte Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel im Vorfeld keine nennen. „Die Spieler sind informiert. Einige Entscheidungen sind bereits gefallen, andere sind noch offen – sowohl von unserer Seite als auch von Spielerseite.“ Bei der Verabschiedung gehe es darum, den Spielern Respekt zu zollen. „Alle haben ihr Bestes gegeben, viel Energie in die Mannschaft getragen. Wir werden die Spieler mit einem kurzen Procedere vor dem Anpfiff verabschieden und uns dann auf die wichtigen 90 Minuten konzentrieren.“

    Schließlich geht es für die Löwen um Platz vier, der gleichbedeutend mit der Qualifikation für den DFB-Pokal in der kommenden Saison ist. „Die Einnahmen daraus sind ein wichtiger Teil des Gesamtbudgets. Außerdem wollen wir unabhängig vom wirtschaftlichen Aspekt auch in der kommenden Saison unseren Fans wieder legendäre Pokalspiele bieten“, erklärt Gorenzel. Selbstredend ist das auch das Ziel des Trainers: „Wir werden alles raushauen, um Platz vier zu behalten“, verspricht Michael Köllner.

    „Schließlich wollen wir uns vor ausverkauftem Haus bei unseren Fans bedanken und uns gut verabschieden.“ Es sei keine einfache Saison gewesen, so der Oberpfälzer – Corona-bedingt und sportlich in der Vorrunde. „Aber wir haben eine Bomben-Rückrunde gespielt, auch wenn wir nicht das Glück hatten, die entscheidenden Spiele gegen Braunschweig, Saarbrücken und Osnabrück für uns zu entscheiden“, deshalb der große Wurf nicht gelungen sei.

    Gegen die Dortmunder U23 muss der Löwen-Coach auf Semi Belkahia verzichten. „Er fällt leider aus. Semi hat sich bei einem Seitfallzieher hinten am Oberschenkel wehgetan“, erklärt der Coach, „dafür kehrt aber Leandro Morgalla in den Kader zurück. Auch Tim Linsbichler, der in Magdeburg krankheitsbedingt kurzfristig passen musst, ist seit Donnerstag wieder im Training und wird am Samstag auf der Bank Platz nehmen. Ansonsten hat sich bei den Langzeitverletzten nichts geändert.

    SECHZIG - Das Löwenmagazin gegen Borussia Dortmund II als Druckausgabe.

    Köllner warnt ausdrücklich vor der BVB-Reserve, verweist auf das Spiel vor 14 Tagen auf dem Betzenberg, als das Team von Trainer Enrico Maaßen dem Aufstiegsanwärter vor fast 50.000 Zuschauern eine bittere 1:3-Niederlage beibrachte. „Es wird ein sehr, sehr schweres Spiel. Sie sind der beste Aufsteiger, haben eine extrem ausgeglichene Bilanz mit 14 Siegen, sieben Remis und 14 Niederlagen.“ Dabei fällt auf, dass die BVB-Amas zehn Siege in der Fremde holten, damit so viele wie die beiden Aufsteiger Magdeburg und Braunschweig.

    „Ich will Dortmund nicht als Wundertüte bezeichnen“, sagt Köllner, „als zweite Mannschaft sind sie der Komplexität eines Profivereins unterworfen.“ Sprich: Nicht immer können sie in Bestbesetzung antreten. So auch am Samstag. Tags drauf findet das U19-Halbfinal-Rückspiel des BVB auf Schalke um die Deutsche Meisterschaft statt. Das Hinspiel haben die Schwarz-Gelben 5:1 gewonnen. „Schon beim Spiel gegen Verl war die Dortmunder-Bank dünn besetzt“, hat der 52-jährige Köllner erkannt.

    Aber auch wenn einige Talente bei den Westfalen nicht zur Verfügung stehen, erwartet Köllner „eine Mannschaft mit hoher Qualität“. Im Gegensatz zum Hinspiel, als nach den Heimpartien gegen Mannheim und Magdeburg, in denen die Löwen acht Gegentreffer kassierten, es erst einmal darum ging, dass die Null steht, „müssen wir vor eigenem Publikum Druck ausüben“. Das sei man auch den Fans schuldig, die bereits schon jetzt über 6.000 Dauerkarten für die kommende Saison gekauft haben.

    BR Fernsehen zeigt Saisonfinale der Löwen gegen BVB II live.

    In den Medien wird bereits spekuliert, ob vielleicht ein Sieg mit einem Tor Unterschied am Ende nicht reicht, um den 4. Platz gegenüber Osnabrück zu verteidigen. Doch solchen Rechenspielen erteilt Köllner eine Absage. „Erst müssen wir unsere Dinge erledigen, das heißt: gewinnen! Dann können wir schauen, was in Osnabrück passiert.“ Man müsse die Dynamik des Spiels abwarten. Ohnehin sei Pressesprecher Rainer Kmeth unten an der Bank während des gesamten Spiels online und würde rechtzeitig informieren, sollte es mit dem Torverhältnis eng werden.

    Schön wäre es, wenn die Löwenfamilie am Ende gleich doppelt feiern könnte – zum einen die Qualifikation für den DFB-Pokal, zum anderen die Torjägerkanone für Marcel Bär. „Das ist schon verrückt: Du trennst dich im Laufe der Saison vom aktuellen Torschützenkönig und stellst trotzdem den besten Torschützen. Das ist sicher einmalig“, findet Köllner. Bär habe gezeigt, dass er über die Qualität verfüge, regelmäßig zu treffen. „Ich hoffe, die Torjägerkanone ist für die Zukunft Ansporn, weiter für Sechzig zu treffen.“


    MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN


    1860: 1 Hiller (Tor) – 20 Deichmann, 39 Morgalla, 6 Salger, 36 Steinhart – 5 Moll – 8 Tallig, 19 Biankadi, 14 Dressel, 7 Lex – 15 Bär.

    Ersatz: 40 Kretzschmar (Tor) – 3 Lang, 11 Greilinger, 16 Goden, 21 Ngonou Djayo, 22 Linsbichler, 24 Wicht, 30 Cocic, 31 Neudecker, 32 Gresler, 34 Freitag.

    Nicht dabei: 12 Szekely (Muskel- und Sehnenverletzung), 17 Wein (Trainingsrückstand), 18 Knöferl (Schulter-OP), 23 Staude (Herzmuskelentzündung), 25 Willsch (Trainingsrückstand), 28 Mannhardt (Fußverletzung), 27 Belkahia (Oberschenkelprobleme).


    BVB II: 25 Unbehaun (Tor) – 4 Maloney, 23 Pfanne, 20 Finnsson – 9 Tattermusch, 8 Hober, 21 Viet, 3 Guille Bueno – 10 Taz, 17 Bornemann, 19 Pohlmann.

    Ersatz: 1 Reckert, 14 Drljaca (beide Tor) – 2 Bah-Traore, 5 Zagadou, 6 Coulibaly, 13 Bafounta Ortega, 18 Papadopoulos, 22 Njinmah, 27 Tigges, 28 Pherai, 29 Passlak.

    Nicht dabei: 7 Pasalic (Haarriss in der Schulter), 11 Tachie (Gelb-Rot-Sperre), 30 Dams (Blessur an der Schienbeinkante), 32 Kamara (bei der U 19), 33 Broschinski (muskuläre Probleme), 42 Fink (bei der U 19).


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/6524.htm


  • Die Löwen sicherten sich mit dem 6:3-Sieg über Borussia Dortmund den 4. Platz, sind somit in der kommenden Saison im DFB-Pokal vertreten. Dabei stürzte das Team von Trainer Michael Köllner die eigenen Fans in ein Wellenbad der Gefühle. Die 2:0-Führung durch Stefan Lex (18.) und Marcel Bär (21.) glichen vor der Pause Antonios Papadopoulos (23.) und Justin Njinmah (45.) aus, ehe Merveille Biankadi (54.), Marcel Bär (59.) und Yannick Deichmann (75.) sowie Dennis Dressel (84.) alles klar machten. Dazwischen traf noch Haymenn Bah-Traore für die Gäste (83.).


    Personal: Trainer Michael Köllner musste im letzten Saisonspiel gegen die U23 des BVB auf György Szekely (Muskel- und Sehnenverletzung), Daniel Wein (Trainingsrückstand), Lorenz Knöferl (Schulter-OP), Keanu Staude (Herzmuskelentzündung), Marius Willsch (Schambeinverletzung), Marco Mannhardt (Fußverletzung) und Semi Belkahia (Oberschenkelprobleme) verzichten. Nathan Wicht und Maxim Gresler spielten in der U19, xxx stand nicht im 20er Kader. In der Startelf gab es im Vergleich zum Auswärtsspiel in Magdeburg (0:4) vier Veränderungen: Für Belkahia und Niklas Lang spielten Leandro Morgalla und Stephan Salger in der Innenverteidigung, für Fabian Greilinger und Dennis Dressel begannen im Mittelfeld Richy Neudecker und Erik Tallig.


    STIMMEN Köllner schwärmt: „Das war heute eine Marcel Bär Show!“


    Spielverlauf: Gleich in der 1. Minute musste Stephan Salger gegen Justin Njinmah im Strafraum per Grätsche retten, damit die Löwen nicht in Rückstand gerieten. Drei Minuten später wäre beinahe Marcel Bär nach einem langen Ball die Führung gelungen, der Torjäger verpasste aber mit der Fußspitze das Zuspiel um Millimeter (4.). Nach einer Bär-Flanke von rechts legte Richy Neudecker am zweiten Pfosten den Ball auf Merveille Biankadi ab, doch der war abgedeckt. Vielleicht hätte der 1860-Spielmacher aus sieben Metern besser selbst aufs Tor geköpft (13.). Die Löwen machten Druck, aber Dortmund blieb bei Kontern immer gefährlich. Ein Schrägschuss vom rechten Strafraumeck mit links von Erik Tallig streifte nur knapp am langen Pfosten vorbei (17.). Eine Minute später lag der Ball im BVB-Tor. Einen langen Ball nahm Bär halbrechts mit, legte von der Grundlinie mit viel Übersicht zurück auf Stefan Lex, der aus acht Metern zum 1:0 traf (18.). Drei Minuten später legten die Sechzger nach. Diesmal unter umgekehrten Vorzeichen. Lex köpfte die Kugel zurück auf Bär, der beförderte sie aus zwölf Metern mit einer Art Seitfallzieher-Bogenlampe sehenswert ins linke Kreuzeck zum 2:0 (21.). Damit ist der Löwen-Stürmer mit 20 Treffern alleiniger Torschützenkönig der 3. Liga! Die Gäste schlugen in der 23. Minute nach einem Freistoß zurück, den Antonius Papadopoulos aus halblinker Position aus 21 Meter in den linken Torwinkel zum Anschlusstreffer hämmerte (23.). In der 26. Minute war Biankadi seinem Gegenspieler Kolbeinn Finnsson entwischt, aus spitzem Winkel schoss er vom rechten Fünfmetereck. Mit dem Kopf lenkte Torhüter Stefan Drljaca den Ball ins Tor-Aus. Riesenglück hatten die Löwen in der 34. Minute, als Timo Bornemann von rechts den Ball in die Mitte auf Ole Pohlmann lupfte. Der tauchte frei vor Marco Hiller aus, seinen Heber konnte der Löwen-Keeper noch mit den Fingerspitzen berühren, der Ball fiel dem völlig freistehenden Njinmah im Fünfmeterraum vor die Füße, doch er bekam das Spielgerät in den Rücken, so dass Salger den Abschluss aus kurzer Distanz auf der Linie noch vereiteln konnte. Nach einer zu kurzen Abwehr von Quirin Moll kam Franz Pfanne aus 18 Metern zum Abschluss, aber der Schuss wurde sichere Beute von Hiller (39.). Lex blockte in der 41. Minute einen Pass von Maloney, der Ball sprang Richtung BVB-Tor. Der 1860-Kapitän setzte nach, doch Keeper Drljaca war vor ihm am Spielgerät. Kurz vor dem Pausenpfiff lief Njinmah nach einer Verlängerung von Bornemann frei auf Hiller zu, traf zum Ausgleich ins rechte untere Eck (45.). Beinahe sogar noch die Führung für die Gäste. Bornemann hatte von rechts zurück an den Elfmeterpunkt gepasst, wo Njinmah zum Abschluss kam, seine Direktabnahme ging aber knapp über die Querlatte (45.+1). Kurz danach war die 1. Halbzeit vorbei.

    Die erste Chance im zweiten Durchgang hatten die Löwen. Im Anschluss an eine Ecke verlängerte Yannick Deichmann den Ball mit dem Kopf, Salger kam links am Torraum zum Abschluss, brachte die Kugel aber aus spitzem Winkel nicht am BVB-Keeper vorbei (49.). In der 54. Minute die neuerliche Löwen-Führung.Papadopoulos hatte den Ball humorlos über die Haupttribüne geklärt, Bär schnappte sich sofort den Ersatzball, führte den Einwurf auf Biankadi aus, der frei vor Drljaca auftauchte und die Kugel per Außenrist ins untere linke Eck zum 3:2 ins Tor beförderte. Hiller rettete vier Minuten später im Eins-gegen-Eins gegen Njinmah, der sich den Ball einen Tick zu weit vorgelegt hatte (58.). Im Gegenzug traf Bär zum 4:2 (59.). Erneut wurde der Torjäger von Lex in Szene gesetzt , der schloss links im Strafraum aus spitzem Winkel ab, traf unter Drljaca hindurch ins kurze Eck. Auf der anderen Seite wurde ein 17-Meter-Schuss von Christian Viet gerade noch zur Ecke geblockt (61.). Danach nahmen die Sechzger etwas das Tempo aus der Partie, das bis dahin wahnsinnig hoch gewesen war bei fast schon hochsommerlichen Temperaturen. Trotzdem gelang in der 75. Minute das 5:2. Erstmals war Bär nicht direkt an einem Tor beteiligt. Phillipp Steinhart passte von der linken Grundlinie in die Mitte auf Deichmann, der konnte den Ball annehmen, um anschließend aus acht Metern per Dropkick zu vollenden. Der eingewechselte Haymenn Bah-Traore betrieb in der 83. Minute mit seinem Schuss von der Strafraumkante ins rechte untere Eck zum 3:5 Ergebniskosmetik. Fast vom Anstoss weg stellte Dennis Dressel nach Zuspiel von Bär den alten Abstand wieder her (84.). In der 89. Minute vergab Bär seinen dritten Treffer an diesem Nachmittag, als er den Torwart schon ausgespielt hatte, aber ein Abwehrspieler ihm den Ball vom Fuß spitzelte. Die Löwen schafften mit diesem Sieg das Minimalziel Platz vier, der zur Teilnahme am DFB-Pokal in der kommenden Saison berechtigt. Zudem stellen sie zum zweiten Mal in Folge nach Sascha Mölders mit Marcel Bär den Torschützenkönig der 3. Liga mit 21 Treffern. Direkt im Anschluss an die Partie bekam er von kicker-Redakteur Georg Holzer die Torjägerkanone überreicht.


    STENOGRAMM, 38. Spieltag, 14.05.2022, 13.30 Uhr


    1860 München – Borussia Dortmund II 6:3 (2:2)


    1860: 1 Hiller (Tor) – 20 Deichmann, 39 Morgalla, 6 Salger, 36 Steinhart – 5 Moll – 8 Tallig, 19 Biankadi, 31 Neudecker, 7 Lex – 15 Bär.

    Ersatz: 40 Kretzschmar (Tor) – 3 Lang, 11 Greilinger, 14 Dressel, 16 Goden, 21 Ngonou Djayo, 22 Linsbichler, 30 Cocic, 34 Freitag.

    BVB II: 40 Drljaca (Tor) – 4 Maloney, 18 Papadopoulos, 20 Finnsson – 21 Viet, 8 Hober, 23 Pfanne, 3 Guille Bueno – 22 Njinmah, 17 Bornemann, 19 Pohlmann.

    Ersatz: 1 Reckert (Tor) – 2 Bah-Traore, 9 Tattermusch, 10 Taz, 13 Bafounta Ortega.

    Wechsel: Lang für Morgalla (46.), Dressel für Neudecker (46.), Greilinger für Tallig (73.), Freitag für Lex (85.), Ngonou Djayo für Bär (90.) – Taz für Pohlmann (60.), Bah-Traore für Guille Bueno (78.).

    Tore: 1:0 Lex (18.), 2:0 Bär (21.), 2:1 Papadopoulos (23.), 2:2 Njinmah (45.), 3:2 Biankadi (54.), 4:2 Bär (59.), 5:2 Deichmann (75.), 5:3 Bah-Traore (83.), 6:3 Dressel (84.).

    Gelbe Karten: Morgalla, Neudecker, Dressel – Finnsson, Papadopoulos, Guille Bueno.

    Zuschauer: 15.000 im Grünwalder Stadion (ausverkauft).

    Schiedsrichter: Daniel Schlager (Hügelsheim); Assistenten: Arno Blos (Deizisau), Tobias Endriß (Bad Ditzenbach).


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/6528.htm


    Presseschau tz und Az:


    https://www.tz.de/sport/1860-m…-2022-23-zr-91546654.html


    https://www.tz.de/sport/1860-m…enwalder-zr-91545851.html


    https://www.tz.de/sport/1860-m…eier-keller-91543305.html


    https://www.abendzeitung-muenc…endergebnis-6-3-live-246/


    https://www.abendzeitung-muenc…chuetzenkoenig-art-814681


    https://www.abendzeitung-muenc…ei-pokal-party-art-814642


    https://www.abendzeitung-muenc…d-zwei-trainer-art-814632



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