Beiträge von Loewe

    Eine überaus erfolgreiche Löwen-Saison fand nicht das erhoffte Happy-End. Im letzten Saisonspiel verlor das Team von Trainer Michael Köllner mit 0:2 gegen den FC Ingolstadt. Maximilian Beister hatte die Schanzer in Führung gebracht (50.). Nach einer Roten Karte gegen Herbert Paul (80) führte Dennis Eckert Ayensa zwei Minuten später die Entscheidung herbei (82.).


    Personal: Löwen-Cheftrainer Michael Köllner musste im letzten Saisonheimspiel gegen die Schanzer lediglich auf Semi Belkahia (muskuläre Probleme) verzichten. Nicht im 18er-Kader standen Eric Weeger, Niklas Lang, Simon Seferings, Timo Gebhart, Benjamin Kindsvater, Nico Karger, Noel Niemann, Markus Ziereis, Kristian Böhnlein und Torwart Tom Kretzschmar. Zwei Änderungen gab es im Vergleich zum Spiel in Großaspach. Aaron Berzel kam nach Gelbsperre für Stefan Lex ins Team, Prince Owusu ersetzte vorne Fabian Greilinger.


    STIMMEN Kein Lamentieren bei Köllner: „Wir haben unsere Aufgabe nicht erledigt!“


    Spielverlauf: Erstmals gefährlich wurde es fürs Löwen-Tor nach einem Konter der Ingolstädter. Fatih Kaya hatte von linke quer auf Maximilian Beister gelegt, doch Dennis Erdmann kam gerade noch dazwischen, klärte zur Ecke (2.). Ein Freistoß von Beister aus dem Halbfeld vors Tor gedreht fand wenig später keinen Abnehmer (6.). Die Gäste hatten in der Anfangsphase mehr Spielanteile. In der 14. Minute forderten die Schanzer Elfmeter, als Beister im 1860-Strafraum abhob. Aber Schiedsrichter Markus Schmidt hatte keinen Kontakt gesehen. Gleich danach eine Doppelchance für Ingolstadt. Zunächst zog Beister von rechts nach innen, sein Schuss wurde aber geblockt. Der Ball kam anschließend von rechts irgendwie zu Stefan Kutschke, der nach einem scharfen Querpass freistehend die scharfe Hereingabe am zweiten Pfosten verpasste (15.). Einen Über-Kopf-Ball erreichte Kaya halblinks mit der Fußspitze, sein direkter Abschluss aus neun Metern wurde aber Beute von Marco Hiller (16.). Wenig später zog Caniggia Elva halblinks aus 20 Metern ab, Felix Weber brachte noch das Bein dazwischen, die Kugel senkte sich gefährlich aufs Netz des 1860-Tores (17.). Nach einem Eckball von links durch Phillipp Steinhart kam Aaron Berzel zum Kopfball, Elva am kurzen Pfosten klärte für seinen Torhüter Marco Knaller die Szene (21.). Michael Heinloth setzte sich in der 24. Minute auf der rechten Seite gegen Dennis Dressel durch, seine Hereingabe von der Grundlinie nahm Ex-Löwe Beister aus neun Metern direkt, traf aber nur die Latte. Auf der anderen Seite köpfte Berzel einen Eckball von Daniel Wein mit Wucht an den Querbalken, Felix Weber setzte nach, wurde aber beim Kopfballversuch von Kutschke weggeblockt (26.). Ein abgefälschter 25-Meter-Schuss von Sascha Mölders ging in der 33. Minute knapp am rechten Pfosten vorbei. Eine Flanke von Marius Willsch von rechts nach einer Kontersituation nahm Mölders am Fünfmeterraum im Rückwärtslaufen per Kopf, setzte den Ball weit übers Tor. Der dahinter lauernde Prince Owusu beschwerte sich zurecht, war er doch in einer wesentlich besseren Position (42.). Das war auch die letzte nennenswerte Offensivaktion vor der Pause. Mit zunehmender Spieldauer waren die Sechzger besser ins Spiel gekommen, hatten zum Ende der ersten 45 Minuten auch ihre Chancen zur Führung.

    Wenige Sekunden nach dem Wiederanpfiff wurde Owusu halblinks geschickt, aber Nico Antonitsch konnte ihn am Torraum im letzten Moment abdrängen (46.). Kurz danach kam Mölders halblinks zum Schuss, aber es fehlte der Druck dahinter, so dass Knaller die Situation bereinigen konnte (47.). Auf der anderen Seite ließ Hiller einen 17-Meter-Schuss von Maximilian Thalhammer nach vorne abprallen, brachte die Kugel aber vor dem heranstürmenden Kaya rechtzeitig unter Kontrolle (48.). In der 50. Minute war es passiert. Kaya legte aus dem Strafraum auf Beister zurück, der nahm die Kugel aus 19 Metern direkt, traf unhaltbar für Hiller ins linke obere Eck zum 1:0 für die Gäste. Ein Zwölf-Meter-Schuss von Mölders nach Willsch-Flanke konnte Marcel Gaus in der 57. Minute gerade noch blocken. Nach einer Direktabnahme von Willsch aus neun Metern brachte Knaller gerade noch die Fäuste in die Höhe (60.). Im Anschluss an eine Beister-Ecke von links kam Dennis Eckert Ayensa am zweiten Pfosten zum Abschluss, zielte aber deutlich übers Löwen-Tor. In der 65. Minute suchte Beister das Foul zwei Meter vor der Strafraumgrenze, der Unparteiische fiel darauf rein. Der angeblich Gefoulte führte selbst aus, blieb aber mit seinem Schuss in der Mauser hängen (66.). Die anschließende Ecke von Beister verpasste Antonitsch am zweiten Pfosten. Auf der anderen Seite bedient Mölders den eingewechselten Stefan Lex, dessen 14-Meter-Schuss kratzte Knaller mit einer Hand aus dem rechten unteren Eck (67.). Bei der anschließenden Ecke wurde der einschussbereite Lex im Torraum umgerissen, doch Schmidt winkte ab, ließ zum Leidwesen der Löwen weiterspielen (68.). In der 71. Minute eine undurchsichtige Situation. Ingolstadt hatte ein klares Abseitstor erzielt, die Fahne des Linienrichters blieb aber unten, auch der Schiedsrichter machte zunächst keine Anstalten. Dem Treffer die Gültigkeit zu verweigern. Erst nach 20 Sekunden entschied er anders, nahm das Tor zurück. Kurios! In der Folge erhöhten die Sechzger den Druck. Eine Flanke des eingewechselten Herbert Paul von rechts nahm Leon Klassen am langen Eck direkt, brachte die Kugel aber nicht aufs Tor. Kurz danach war für Paul schon wieder Schluss. Als letzter Mann brachte er Eckert Ayensa vor dem Strafraum zu Fall, sah dafür die Rote Karte (80.). Kurz danach die Entscheidung. Thalhammer hatte von rechts im Strafraum auf Eckert Ayensa gepasst, der brauchte aus sechs Metern nur noch den Fuß hinzuhalten, traf zum 2:0 (82.). Efkan Bekiroglu setzte in der 90. Minute einen 19-Meter-Freistoß erst in die Mauer, sein Nachschuss wurde zur Ecke geblockt. Damit blieb es beim 0:2. In der Endabrechnung belegen die Löwen den 8. Platz.


    STENOGRAMM, 38. Spieltag, 04.07.2020, 14.03 Uhr


    TSV 1860 München – FC Ingolstadt 04 0:2 (0:0)


    1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 4 Weber, 13 Erdmann, 22 Berzel, 36 Steinhart – 23 Rieder – 17 Wein, 14 Dressel – 9 Mölders, 21 Owusu,.

    Ersatz: 39 Bonmann (Tor) – 5 Moll, 7 Lex, 11 Greilinger, 20 Bekiroglu, 28 Paul, 33 Klassen.


    FCI: 1 Knaller (Tor) – 17 Heinloth, 5 Antonitsch, 21 Schröck, 19 Gaus – 23 Krauße, 6 Thalhammer – 10 Beister, 14 Elva – 30 Kutschke, 9 Kaya.

    Ersatz: 24 Buntic (Tor) –7 Eckert Ayensa, 8 Wolfram, 16 Kurzweg, 20 Hawkins, 25 Kotzke, 35 Bilbija.


    Wechsel: Bekorglu für Erdmann (62.), Lex für Weber (62.), Paul für Willsch (73.), Klassen für Steinhart (73.) – Eckert Ayensa für Kutschke (32.), Kotzke für Kaya (78.), Bilbija für Beister (78.), Wolfram für Elva (90.+3).

    Tore: 0:1 Beister (50.), Eckert Ayensa (82.).

    Gelbe Karten: Erdmann, Wein, Berzel, Steinhart, Rieder, Klassen – Henke (Sportmanager), Beister.

    Rote Karte: Paul (80., Notbremse)

    Zuschauer: 0 im Grünwalder Stadion (Geisterspiel).

    Schiedsrichter: Markus Schmidt (Stuttgart); Assistenten: Elias Tiedeken (Neusäß), Steffen Grimmeißen (Löpsingen).


    http://www.tsv1860.de/de/Aktue…x2iSCHRf_UgQjshD0khV_2LXI


    Presseschau tz und Az:


    https://www.tz.de/sport/1860-m…on-spieltag-13819688.html


    https://www.abendzeitung-muenc…02-99f6-da21fcdafd39.html


    https://www.abendzeitung-muenc…70-9a52-505eea4f42a8.html


    https://www.abendzeitung-muenc…67-9063-f2097591f92f.html


    Bildergalerie:


    http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2393.htm




    Die Vorfreude auf das Saisonfinale ist groß, denn die Löwen sind als Jäger mittendrin. Am Samstag, 4. Juli 2020, Anpfiff 14.03 Uhr, kommt es zum Duell mit dem direkten Konkurrenten FC Ingolstadt 04 auf Giesings Höhen. Das BR Fernsehen und Magenta Sport übertragen die Partie live.


    SECHZIG - Das Löwenmagazin vs. FC Ingolstat 04


    Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel ist entspannt vor dem Saisonfinale: „Egal wie der Spieltag verläuft: Jeder bei uns ist ein Gewinner. Wir haben weitaus mehr erreicht, als uns zugetraut wurde. Wir haben nun eine historische Chance“, lässt er wissen.

    Der Österreicher sieht den Klub für die Zukunft gut aufgestellt. „Wir haben es geschafft, ein wirtschaftliches Basispaket zu verabschieden.“ Damit sind die Löwen viel weiter als andere Vereine. „Wir haben ein Fundament, um auch Schäden durch Corona zu kompensieren.“ Gorenzel dankte allen, den beiden Gesellschaftern, Hasan Isamaik und dem Verein, Sponsoren, Partner und den Fans, die das ermöglicht haben.

    Danach blies der 48-Jährige verbal zum Halali: „Wir können ohne Druck gegen Ingolstadt befreit aufspielen. Wir sind die Jäger. Die Vereine vor uns sind bereits mit der Zielsetzung Aufstieg in die 2. Bundesliga in die Saison gestartet.“ Für die Sechzger stand nur der Klassenerhalt auf der Agenda.

    Trainer Michael Köllner nahm die metapher von Gorenzel auf. „Am Samstag sind wir alle auf der Jagd, in Hab-Acht-Stellung mit durchgeladenem Gewehr“, scherzte er. So wie es gelaufen ist, sei es für in die „absolut richtige Entscheidung vor acht Monaten“ gewesen, zu Sechzig zu gehen. „Es ist ein toller Verein mit tollen Fans.“


    BR Fernsehen zeigt Löwen-Heimspiel gegen Ingolstadt live.


    Überhaupt noch am letzten Spieltag die Möglichkeit zu haben, sich für die Relegation zur Zweiten Liga zu qualifizieren, sei ein Traum. Als er kam, so rechnet er vor, lag der Punkteschnitt bei 1,21, nun liegt er bei 1,73, einem Aufstiegsschnitt. „Niemand hätte uns das zugetraut. Jetzt haben wir noch die Chance, vorne reinzukommen.“

    Aber für ihn sei auch entscheidend, dass sich junge Spieler wie Dennis Dressel, Fabian Greilinger, Noel Niemann oder Tom Kretzschmar weiterentwickelt haben. „Damit haben wir Werte und Perspektiven für die Zukunft geschaffen.“ Der eigentliche Gewinner der Saison sei aber die Mannschaft als gesamtes. „Sie hat es immer wieder geschafft, zurückzukommen.“ Als Beleg dafür zählte er die Spiele gegen Chemnitz, Duisburg oder zuletzt gegen Großaspach auf. „Die Jungs haben sich immer auf 1860 München konzentriert.“

    Genau das erwartet er auch gegen Ingolstadt. „Wir sind dankbar um das Spiel, haben konzentriert trainiert und uns gut vorbereitet.“ Dass es die Löwen nicht alleine aus eigener Kraft schaffen können, stört Köllner nicht. „Ich bin mir sicher, dass unser Nachbarverein alles unternimmt, um sich ordentlich aus der Saison zu verabschieden.“ Er verwies auf die letzte Partie der SpVgg Unterhaching gegen Jena, als sie in der Schlussphase nach einem 0:2-Rückstand noch zum 2:2 ausglich. „Auch Großaspach hat uns ein schweres Auswärtsspiel bereitet. Das wird am letzten Spieltag nicht anders sein. Es spricht für die sportliche Fairness in der 3. Liga.“

    Der Druck liege ohnehin beim Gegner, der sein letztes Heimspiel mit 0:2 gegen Magdeburg verlor. „Ingolstadt hat seinen Matchball nicht verwandelt, obwohl sie die acht Spiele vorher ungeschlagen blieben.“ Für ihn gehe es in diesem Endspiel nicht darum, den Schanzern den Aufstieg zu vermasseln. „Das ist sicher nicht unsere Motivation. So eine Herangehensweise mag ich nicht.“ Denn Köllner ist ein durchweg positiver Mensch. „Wir wollen unser Ding machen, unser Spiel auf den Platz bringen. Mit den Zielen von anderen beschäftige ich mich nicht. Vielleicht gibt es ja noch eine Overtime“, sagt er mit einem Augenzwinkern.

    Selbst wenn es mit der Relegation nichts werden sollte, wäre auch die direkte Qualifikation für den DFB-Pokal ein großer Erfolg. Platz fünf würde dank der kleinen Bayern dazu reichen. Würzburg, der schärfste Gegner der Löwen im Toto-Pokal, wo es auch einen Platz für den nationalen Cup-Wettbewerb gibt, „wird hochgehen“, ist sich Köllner sicher. „Wenn wir es auch direkt schaffen würden, wäre es eine Riesensache für die Regionalligisten Memmingen und Aschaffenburg.“ Denn dann wären die Halbfinalspiele obsolet, könnten die beiden Regionalligisten gleich den Qualifikanten direkt ausspielen.

    Die Ausgangslage für das Duell mit den zwei Punkten besser platzierten Ingolstädter ist klar. Ein Unentschieden reicht den Löwen nicht für den Relegationsrang. Aber auch die Schanzer könnten bei einem Remis am Ende mit leeren Händen dastehen. „Wir brauchen uns nicht auf andere zu verlassen“, so Köllner, der sein Team auf „Augenhöhe“ sieht, auch wenn er dem Gegner ein „Riesenkader mit tollen Spielern“ attestiert. „Wir müssen unsere Leidenschaft entgegensetzen uns ins Spiel reinarbeiten.“ Ingolstadt halte sich wenig mit Ballbesitz auf. „So haben sie schon in der Zweiten Liga gespielt.“

    Einen Kampf sieht der Oberpfälzer bereits klar für seien Farben entschieden. „Uns werden sicher mehr Fans die Daumen drücken als Ingolstadt.“ Köllner fordert alle Anhänger auf, sich das Spiel live im BR Fernsehen oder bei Magenta Sport anzusehen bzw. die Reportage im Löwen-Radio zu verfolgen. „Für uns als Sportler ist diese Präsenz und Reichweite wichtig. Wir freuen uns auf einen tollen Nachmittag!“


    MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN


    1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 17 Wein, 22 Berzel, 13 Erdmann, 36 Steinhart – 23 Rieder, 14 Dressel – 20 Bekiroglu,– 9 Mölders, 7 Lex.

    Ersatz: 39 Bonmann, 40 Kretzschmar (beide Tor) – 2 Weeger, 3 Lang, 4 Weber, 5 Moll, 8 Seferings, 10 Gebhart , 11 Greilinger, 16 Kindsvater, 18 Karger, 19 Niemann, 21 Owusu, 24 Ziereis, 28 Paul, 33 Klassen, 34 Böhnlein.

    Nicht dabei: 27 Belkahia (muskuläre Probleme).

    FCI: 24 Buntic (Tor) – 17 Heinloth, 5 Antonitsch, 21 Schröck, 19 Gaus – 23 Krauße, 6 Thalhammer – 10 Beister, 14 Elva – 30 Kutschke, 7 Eckert Ayensa.

    Ersatz: 1 Knaller (Tor) – 2 Ananou, 8 Wolfram, 9 Kaya, 11 Diawusie, 16 Kurzweg, 20 Hawkins, 25 Kotzke, 27 Keller, 32 Weiß, 33 Butler, 35 Bilbija, 36 Pintidis, 37 Sussek.

    Nicht dabei: 4 Paulsen (5. Gelbe Karte), 38 Büch (Kreuzbandriss).


    http://www.tsv1860.de/de/Aktue…QeyK6X2-u9w-xf0MpL6a680Lk


    Für den aus dem Amt scheidenden Michael Scharold wird Marc-Nicolai Pfeifer formal zum 1. Juli 2020 zum neuen kaufmännischen Geschäftsführer bestellt.


    Anfang Juni hatte sich der Beirat der TSV München von 1860 Geschäftsführungs­GmbH bestehend aus dem Präsident Robert Reisinger und Verwaltungsrat Robert von Bennigsen für den TSV München von 1860 e.V. sowie Saki Stimoniaris und Andrew Livingston für die HAM International Limited einstimmig auf Marc-Nicolai Pfeifer geeinigt.

    Der gebürtige Ludwigsburger war seit Juni 2016 kaufmännischer Leiter und seit September 2017 Geschäftsführer der Stuttgarter Kickers. Dort hatte er das Präsidium um die Auflösung seines Vertrages gebeten, um die neue Aufgabe beim TSV 1860 München antreten zu können.

    Sein Vorgänger Michael Scharold blickt auf seine eigene Amtszeit zurück und wünscht seinem Nachfolger alles Gute: 19 Niemann, Die letzten zweieinhalb Jahre waren eine sehr intensive Zeit mit vielen Herausforderungen und auch vielen außergewöhnlichen Momenten, auf die ich mit viel Dankbarkeit zurückblicke.“ An erster Stelle steht für den 39-Jährigen der Drittliga-Aufstieg in der Relegation gegen den 1. FC Saarbrücken.

    „Für die große Unterstützung und das Vertrauen in dieser Zeit will ich mich bei meinen Kollegen in der Geschäftsstelle, den vielen Partnern des TSV, den Gesellschaftern und der großen Löwengemeinde bedanken.“ Seinem Nachfolger Marc-Nicolai Pfeifer wünscht er „alles Gute für die nicht zuletzt aufgrund Covid-19 sicherlich sehr herausfordernde Aufgabe als Geschäftsführer der Münchner Löwen. Ich werde ihm natürlich gern mit Rat zur Seite stehen. Für uns alle wünsche ich mir eine erfolgreiche Zukunft unseres TSV.“

    Marc-Nicolai Pfeifer, der München noch aus seiner Tätigkeit für den Sportartikelhersteller Nike gut kennt, freut sich auf die neue Aufgabe in der bayerischen Landeshauptstadt: „Auf diesem Wege möchte ich mich zunächst für das in mich gesetzte Vertrauen bedanken. Ich freue mich auf die neue Herausforderung und darauf, mit allen im Verein im Team erfolgreich zusammen zu arbeiten. Jetzt möchte ich schnellstmöglich ankommen und mich an die Arbeit machen, denn insbesondere zwischen Juni und September ist erfahrungsgemäß in der Fußballbranche eine sehr intensive Phase.“


    http://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5156.htm


    Seit langer Zeit gab’s mal wieder eine Löwenrunde mit physischer Anwesenheit aller Protagonisten – natürlich unter Wahrung der Abstandsregeln im Freien. Der neue kaufmännische Geschäftsführer des TSV 1860 München, Marc-Nicolai Pfeifer, wurde im Biergarten des Löwenstüberls am, 1. Juli 2020, seinem ersten Arbeitstag, den Medien offiziell vorgestellt, nachdem die Mannschaft das Gelände bereits in Richtung Aspach zum letzten Auswärtsspiel der Saison verlassen hatte.


    Der 39-jährige Marc-Nicolai Pfeifer stellte sich selbst vor, begrüßte die Anwesenden mit „Habe die Ehre“ und „Servus“ und erzählte, dass er bereits vor zehn Jahren in München gelebt habe. „Ich habe mich hier sofort wieder heimisch gefühlt.“

    Pfeifer bedankte sich bei den Gesellschaftern, beim Verwaltungsrat und beim Beirat „für das in mich gesetzte Vertrauen“. Er berichtet von positiven und professionellen Gesprächen. „Mich freut, dass alle Gremien sich einheitlich für die Zusammenarbeit mit mir ausgesprochen haben.“


    VIDEO VON DER PK >>


    Auch sein Geschäftsführer-Kollege Günther Gorenzel habe ihn sehr offen empfangen, ihm eine situative Einschätzung gegeben, aber ihm auch geraten, sich ein eigenes Bild zu machen. „Gleichzeitig gilt mein Dank allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Verein, die das gute Gefühl des Ankommens vom ersten Moment an sichergestellt haben. Sie sind mir mit einer Sympathie, Wärme und Offenheit begegnet, die nicht selbstverständlich sind.“

    Nicht unvergessen wollte Pfeifer seinen Vorgänger Michael Scharold lassen. „Er hat bis gestern Abend – die letzte Nachricht kam kurz vor Mitternacht – alles dafür getan, mir sehr geordnete Verhältnisse zu hinterlassen und eine gute und professionelle Übergabe vorbereitet.“

    Der neue Geschäftsführer konnte seinen ersten offiziellen Arbeitstag gleich mit einer frohen Botschaft, wie er selbst sagt, beginnen. „Ich darf ihnen von der Aufsichtsratssitzung gestern Abend berichten, dass die finanzielle Basis für die kommende Spielzeit gesichert ist.“ Es sei ein „nachhaltiges Finanzpaket“ verabredet worden, das einstimmig genehmigt wurde. „Das beschert uns die so wichtige Planungssicherheit für die neue Spielzeit und funktioniert ligaunabhängig. Das ist das Ergebnis der Bemühungen aller“, hob Pfeifer hervor. Er habe einen ersten Eindruck bekommen, was mit der vielzitierten „Löwenfamilie“ gemeint sei. „Alle haben zusammengestanden und jeder seinen eigenen, großen Beitrag geleistet. Deswegen an dieser Stelle meinen besonderen Dank den beiden Gesellschaftern.“

    Hasan Ismaik habe sich nochmals finanziell „bedeutend“ engagiert, der e.V. würde sich sehr stark im NLZ der Förderung der Junglöwen widmen. „An der Stelle möchte ich auch die Partner und Sponsoren hervorheben, die mit Blick auf die neue Spielzeit schon ihre Verträge geschlossen haben.“ Ebenso ließ er die Fans und Dauerkartenbesitzer nicht unerwähnt, die im Rahmen der Aktion „Macht das Sechzger voll“ einen nicht unwesentlichen Beitrag geleistet haben. Er finde es beeindruckend, wie die Löwenfamilie in den herausfordernden Corona-Zeiten an einem Strang ziehe. Auch deshalb freue er sich auf die neue Aufgabe: „Wir haben eine sehr, sehr gute Basis, auf der wir aufbauen können.“


    BILDERGALERIE >>


    Zuletzt war Pfeifer bei den Stuttgarter Kickers Geschäftsführer. In der baden-württembergischen Landeshauptstadt liegen seine familiäre Wurzeln. Im Nachwuchs des VfB Stuttgart lernte er das Fußball spielen. Später absolvierte er ein duales Sportmanagement Studium, arbeitete für Nike in München und für Hummel in Hamburg. Obwohl er seine Zukunft immer im Management-Bereich sah, absolvierte er bei Hermann Gerland eine Hospitanz. „Über familiäre Kontakte hatte ich die Möglichkeit dazu. Ich wollte einfach verstehen, was auf dem Platz passiert“, begründete er seine Motivation.

    Die vier Jahre bei den Stuttgarter Kickers, zu denen er nach dem Drittliga-Abstieg wechselte, seien für ihn „sehr emotional und prägend“ gewesen. Er sei kein Fan eines Vereins im klassischen Sinn. „Man lebt immer die Aufgabe. In der Zeit bei den Kickers ist eine enge Verbindung und Emotion gewachsen.“

    Aus dem blauen Stuttgarter Umfeld kam einerseits bedauern, gleichzeitig „Glückwünsche und Bestärkungen“ für die neue Aufgabe bei den Löwen. Pfeifer sieht Parallelen zwischen den beiden Klubs. „Als ich damals bei den Kickers eingestiegen bin, wurde mir gesagt: Wenn du das erfolgreich überstehst, dann kann nichts mehr kommen.“ Diese Anekdote erzählte der 39-Jährige mit einem Augenzwinkern, wohlwissend, dass im Sechzger-Umfeld ähnliche Aussagen gegenüber Neuankömmlingen getroffen werden.

    In der jüngeren Vergangenheit verfolgte Pfeifer zwei emotionale Löwen-Spiele live im Stadion, eins mit negativem, das andere mit positivem Ausgang. Die Relegation gegen Jahn Regensburg, an deren Ende sich die Löwen in der Regionalliga wiederfanden. Das andere war das Aufstiegsspiel im Grünwalder Stadion gegen den 1. FC Saarbrücken. Da habe er gespürt, welche „wahnsinnige Kraft und Energie“ in dem Klub stecke. Deshalb sei er für die Idee begeistert gewesen, als „eine dem Verein sehr nahe stehende Person ein informelles Gespräch mit mir führte“. Es folgte eine traditionelle Bewerbung. Das Auswahlverfahren zog sich dann über Wochen. Vor Ausbruch der Corona-Pandemie gab es erste persönliche Kontakte, dann über Zoom und zuletzt wieder persönliche Gespräche, bei denen alle Gesellschafter involviert waren. Zu seinem Bedauern konnte Pfeifer wegen des Reiseverbots Hasan Ismaik noch keinen Besuch abstatten.

    Der neue Geschäftsführer fühlt sich beim TSV 1860 gut aufgehoben und freut sich auf die Herausforderung. „Ich selbst lebe Emotionen, bin ein positiver Mensch, möchte Dinge anschieben. Hier sehe ich ein großes Potential und habe das Zutrauen, mich einbringen zu können und den Klub fortzuentwickeln“, beschreibt er seine Maxime.


    Bildergalerie:


    http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2390.htm


    Der Aufsichtsrat der TSV 1860 München GmbH & Co. KGaA mit Saki Stimoniaris, Karl-Christian Bay, Yahya Ismaik, Andrew Livingston, Thomas Heigl und Sebastian Seeböck gibt folgende Erklärung ab:

    „Wir freuen uns, bekannt geben zu können, dass die finanzielle Basis für die kommende Saison gesichert ist. Die Gesellschafter und die Geschäftsführung hatten in den letzten Tagen sehr produktive Gespräche. Es wurde ein nachhaltiges Finanzpaket vereinbart, welches der Aufsichtsrat gestern genehmigt hat und das uns Planungssicherheit gibt.

    Dies ist das wirklich wichtige und gute Ergebnis der Bemühungen der gesamten Löwen-Familie – jeder hat seinen Beitrag geleistet. Unser besonderer Dank gilt beiden Gesellschaftern:

    • Hasan Ismaik, der sich erneut zu einer großen finanziellen Unterstützung verpflichtet hat und
    • dem eingetragenen Verein, der sich in erheblichem Umfang an der Ausbildung unserer Junglöwen im Nachwuchsleistungszentrum engagiert.

    Gleichzeitig möchten wir uns in diesem Zusammenhang ebenso bei allen Sponsoren und Partnern sowie allen Dauerkarten-Besitzern und Fans, die sich im Rahmen der Aktion „Macht das Sechzger voll“ engagiert haben, bedanken. Wir wissen, dass wir in herausfordernden Zeiten leben und dass diese Krise noch nicht vorbei ist. Wir sind überzeugt, dass wir Erfolg haben werden, wenn wir weiterhin diese Art von Zusammenhalt zeigen.“


    http://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5159.htm

    Die Löwen sind noch im Saisonfinish dabei durch den 4:2-Erfolg bei der SG Sonnenhof Großaspach. Daniel Wein eröffnete den Torreigen (11.), Kai Brünker drehte mit einem Doppelpack die Partie (17. und 30.). Tim Rieder gelang für die Sechziger noch vor der Pause der Ausgleich (37.). Der eingewechselte Efkan Bekiroglu machte mit einem Doppelpack innerhalb von vier Minuten alles klar (76. und 80).


    Personal: Löwen-Cheftrainer Michael Köllner musste im letzten Auswärtsspiel der Saison in Aspach verletzungsbedingt auf Timo Gebhart und Semi Belkahia (beide muskuläre Probleme) verzichten. Aaron Berzel fehlte wegen seiner 10. Gelben Karte. Nicht im 18er-Kader standen Eric Weeger, Niklas Lang, Quirin Moll, Simon Seferings, Nico Karger, Noel Niemann, Markus Ziereis und Torwart Tom Kretzschmar. Es gab nur eine Änderung in der Startelf im Vergleich zum Unterhaching-Spiel: Felix Weber rückte für den gesperrten Berzel ins Team.


    Die Tabelle nach dem 37. Spieltag >>


    Spielverlauf: Die Löwen attackierten den Gegner früh. Die erste Strafraumszene hatten die Sechzger in der 6. Minute. Ein Freistoß von Daniel Wein aus dem rechten Halbfeld ging durch die Aspacher Abwehrreihe, das Spielgerät kam zu Tim Rieder, der aber zu überrascht war, um gezielt abzuschließen. Zwei Minuten später tankte sich Dominik Martinovic halbrechts durch die 1860-Defensive, Marco Hiller kam ihm entgegen, verkürzte den Winkel und parierte den Schuss des Aspachers (8.). Das Tor machten drei Minuten später die Löwen. Sascha Mölders legte im Strafraum die Kugel über Dennis Slamar hinweg, passte dann mit viel Übersicht zurück auf Daniel Wein, dessen 15-Meter-Schuss landete leicht abgefälscht zum 1:0 im linken unteren Eck (11.). Kurz danach flankte Fabian Greilinger von der linken Seite ins Zentrum, wo Stefan Lex zum Abschluss kam, dessen Schuss ging aber über den Querbalken (12.) Nach einer Ablage von Greilinger auf Dennis Dressel kam der dreifache Torschütze vom letzten Spiel an der Strafraumkante zum Schuss, doch Constantin Frommann tauchte ins kurze Eck ab, klärte den Ball (13.). Eine Hereingabe von Lex wollte in der 14. Minute Greilinger im Zentrum am Torhüter vorbeilegen, doch der brachte die Fingerspitzen an den Ball, verhinderte das 2:0. Eine Linksflanke von Lex verlängerte Wein mit dem Kopf auf Greilinger, der im Zentrum aus elf Metern zum Abschluss kam, aber an Frommann scheiterte (16.). Trotz der Vielzahl an Möglichkeiten der Sechzger gelang Großaspach in der 17. Minute der überraschende Ausgleich. Eine Linksflanke von Joel Gerezgiher erreichte Kai Brünker am zweiten Pfosten im Rücken von Dennis Erdmann. Der Stürmer köpfte aus sieben Metern zum 1:1 ins 1860-Tor. Der Treffer zeigte Wirkung. Nach einer halben Stunde schockte Brünker die Sechzger erneut. Erst hatte er gegen Phillipp Steinhart an der Mittellinie den Ball erobert, Martinovic schickte ihn halbrechts steil, sein Schuss im Strafraum aus halbrechter Position schlug für Hiller unhaltbar zum 2:1 im langen Eck ein (30.). Zwei Minuten später verhinderte Hiller gegen Brünker das 3:1. Nach Zuspiel von Jonas Behounek war er frei vorm Löwen-Keeper aufgetaucht, scheiterte aber aus sechs Metern (32.). Eine Wein-Ecke köpfte Erdmann in der 32. Minute knapp übers Großaspacher Tor. In der 37. Minute der wichtige Ausgleich. Mölders erlief auf der linken Seite einen Pass von Lex in die Tiefe, legte an der Strafraumkante quer auf Tim Rieder, der die Kugel gegen die Laufrichtung von Frommann links unten einschob. Ein Schuss von Dressel aus dem Rückraum konnte der SGA-Keeper in der 41. Minute gerade noch um den rechten Pfosten lenken. So blieb es zur Pause beim 2:2.

    Glück für die Löwen zu Beginn der 2. Halbzeit. Eine scharfe Hereingabe durch Martinovic fast an der rechten Grundlinie verpasste Jüllich am zweiten Pfosten per Grätsche (50.). In der 55. Minute hätten die Gastgeber beinahe die Sechzger ausgekontert. Martinovic bediente Gerezgiher in der Mitte, der kam an der Strafraumkante zum Abschluss, traf den Ball aber nicht voll, so dass Hiller ins linke Eck abtauchte, das Spielgerät herausfischte. Eine Linksflanke von Leon Klassen, auf den ebenfalls kurz zuvor eingewechselten Efkan Bekiroglu brachte dieser per Kopf aus sechs Metern aufs Tor, aber Frommann klärte erneut mit einem Reflex (59.). Eine Rechtsflanke von Martinovic rutschte ihm über den Schlappen, senkte sich gefährlich hinter Hiller herunter und landete auf der Latte (65.). Was für eine Riesenchance für Lex in der 66. Minute. Der Stürmer war nach einer Kontersituation frei im Zentrum vor Frommann, aber anstatt selbst abzuschließen wollte er Mölders anspielen, was völlig misslang. In der 76. Minute eroberte Rieder auf der rechten Seite den Ball, spielte steil auf Bekiroglu, der lief seinem Gegenspieler davon, drang in den Strafraum ein, täuschte den Schuss an, zog aber nach innen und traf zum 3:2 ins leere Tor. Vier Minuten später sogar das 4:2 durch Bekiroglu. Lex erkämpfte den Ball an der Mittellinie, Mölders passte sofort in den Raum, wo Bekiroglu frei auf Frommann zulief und ihn aus 20 Metern mit einem sehenswerten Heber überlupfte (80.).Eine Rechtsflanke von Behounek verpasste auf Aspacher Seite der eingewechselte Vicent Sadler am Fünfmeterraum (89.). Damit blieb es beim 4:2-Sieg. Die Löwen haben dadurch immer noch eine Minimalchance auf den Relegationsplatz.


    STENOGRAMM, 37. Spieltag, 01.07.2020, 18.60 Uhr


    SG Sonnenhof Großaspach – TSV 1860 München 2:4 (2:2)


    SGA: 29 Frommann (Tor) – 2 Sommer, 15 Slamar, 25 Gehring, 21 Behounek – 11 McKinze Gaines II, 34 Jüllich, 14 Krasniqi, 10 Gerezgiher – 22 Martinovic, 13 Brünker.

    Ersatz: 35 Nreca-Bisinger (Tor) – 5 Leist, 8 Ünlücifi, 17 Meiser, 36 Sadler, 37 Santoro.


    1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 4 Weber, 13 Erdmann, 36 Steinhart – 23 Rieder – 17 Wein, 14 Dressel – 7 Lex – 9 Mölders, 11 Greilinger.

    Ersatz: 39 Bonmann (Tor) – 16 Kindsvater, 20 Bekiroglu, 21 Owusu, 28 Paul, 33 Klassen, 34 Böhnlein.


    Wechsel: Ünlücifi für Gerezgiher (68.), Santoro für Brünker (79.), Meiser für McKinze Gaines II (79.), Sadler für Gehring (84.), Leist für Jüllich (84.) – Paul für Willsch (40.), Klassen für Steinhart (59.), Bekiroglu für Greilinger (59.), Owusu für Mölders (86.), Kindsvater für Wein (86.).

    Tore: 0:1 Wein (11.), 1:1 Brünker (17.), 2:1 Brünker (30.), 2:2 Rieder (37.), 2:3 Bekiroglu (76.), 2:4 Bekiroglu (80.).

    Gelbe Karten: Jüllich, Martinovic – Bonmann, Klassen.

    Zuschauer: 0 in der WIRmachenDRUCK Arena (Geisterspiel).

    Schiedsrichter: Jonas Weickenmeier (Frankfurt/Main); Assistenten: Timo Wlodarczak (Bebra-Weiterode), Dennis Meinhardt (Fulda).


    http://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5162.htm


    Presseschau tz und Az:


    https://www.abendzeitung-muenc…90-b880-22140af04c54.html


    https://www.abendzeitung-muenc…15-b743-5218aacf60dd.html


    Nächstes Spiel:


    4.7.2020, 14 Uhr, zu Hause gegen Ingolstadt

    Es war der Tag des Dennis Dressel, der die SpVgg Unterhaching im S-Bahn-Derby beim 3:0-Erfolg der Löwen fast im Alleingang abfertigte. Dem 1:0 vor der Pause per Kopf (39.) ließ er im zweiten Durchgang in Überzahl – Alexander Winkler hatte bei den Vorstädtern Gelb-Rot gesehen (47.) – Tor Nummer zwei (57.) und drei (73.) folgen. Damit haben die Sechzger die theoretische Chance auf den Relegationsrang gewahrt.


    Personal: Löwen-Cheftrainer Michael Köllner musste im Heimspiel im S-Bahn-Derby gegen Unterhaching verletzungsbedingt lediglich auf Semi Belkahia (muskuläre Probleme) verzichten. Nicht im 18er-Kader standen Eric Weeger, Niklas Lang, Simon Seferings, Benjamin Kindsvater, Nico Karger, Noel Niemann, Markus Ziereis, Leon Klassen, Kristian Böhnlein und Torwart Tom Kretzschmar. Drei Änderungen gab es im Vergleich zur Stadtderby. Für herbert Paul verteidigte Marius Willsch, für Efkan Bekiroglu kam Daniel Wein ins Team und für Timo Gebhart stürmte Fabian Greilinger.

    Spielverlauf: Erstmals wurde es in der 4. Minute gefährlich vorm 1860-Tor. Einen Freistoß hatte Alexander Winkler von der Mittellinie vors Tor geschlagen, Dominik Stroh-Engel verlängerte per Kopf auf Christoph Greger, doch der Ex-Löwe stand im Abseits. Die erste Möglichkeit für die Sechzger gab’s in der 10. Minute. Markus Schwabl hatte Fabian Greilinger fünf Meter vor dem Strafraum gefoult. Von halblinks zielte Daniel Wein aufs rechte untere Eck, bereitete Nico Mantl mit dem Schuss aber keine großen Probleme. Nur Standards brachten in der Anfangsviertelstunde Gefahr, weil beide Teams die Räume vor dem Tor geschickt zustellten. Im Anschluss an einen Konter fand Greilinger mit seiner ungenauen Hereingabe von links keinen Abnehmer. Sascha Mölders hatte am Elfmeterpunkt gelauert (18.). Im Gegenzug setzte sich Jim-Patrick Müller auf der rechten Seite durch. Seine Hereingabe von der Grundlinie wurde abgeblockt, Stroh-Engel kam vollkommen frei aus zwölf Metern zum Abschluss, aber Wein brachte noch die Fußspitze dazwischen, lenkte den Schuss neben den rechten Pfosten (19.). Einen Eckball von rechts durch Wein erreichte Aaron Berzel am ersten Pfosten, köpfte die Kugel aber knapp über die Querlatte (25.). Maximilian Krauß vergab in der 29. Minute die Riesen-Führungschance für die Gäste. Jim-Patrick Müller hatte ihn steil angespielt. An der rechten Grundlinie zog er nach innen, am verdutzten Phillipp Steinhart vorbei, schloss dann aus acht Metern mit rechts ab – knapp über die Latte. Das Tor machten die Löwen. Nach einer tollen Kombination am Strafraum schlenzte Wein die Kugel von rechts vors Tor, Dennis Dressel war mit dem Kopf zur Stelle, traf aus sechs Metern zum 1:0 ins lange Eck (39.). Einen weiten Ball von Steinhart verlängerte Winkler vor dem hinter ihm lauernden Stefan Lex aufs eigene Tor, doch Keeper Mantl hatte aufgepasst, pflückte die Kugel herunter (44.). Auf der anderen Seite konnten die Löwen ein Krauß-Flanke nicht klären, Jim-Patrick Müller drehte sich um die eigene Achse, zielte aber aus zwölf Metern übers 1860-Tor (45.). Unterm Strich eine glückliche Halbzeit-Führung für die Sechzger.

    Den ersten Aufreger gab’s kurz nach Wiederanpfiff. Hachings Kapitän Winkler, der schon Gelb gesehen hatte, wollte eine schnelle Ausführung eines Löwen-Einwurfs verhindern, kickte den Ersatzball ins Spielfeld. Schiedsrichter Florian Badstübner blieb keine andere Wahl, als im für dieses Vergehen die zweite Gelbe Karte zu zeigen und ihm zum Duschen zu schicken. Bitter: Winkler beendet nach dieser Saison seine Karriere (47.). In der 51. Minute schickte Dennis Erdmann mit einem Freistoß aus dem Halbfeld Greilinger auf der linken Seite auf die Reise. Der 19-Jährige zog im Strafraum ab, traf aber nur den Pfosten des kurzen Ecks. Ein 32-Meter-Schuss von Schwabl ging nur knapp links am 1860-Tor vorbei (55.). Zwei Minuten später schnürte Dressel seinen ersten Doppelpack für die Löwen-Profis. Nach einem Konter in Überzahl passte Steinhart nicht nach außen zu Greilinger, sondern auf Dressel im Zentrum. Der 21-Jährige zog von der Strafraumkante ab, traf unhaltbar für Mantl ins linke untere Eck zum 2:0 (57.). Wenig später kam Greilinger im Strafraum zum Abschluss, aber anstatt mit rechts zu schießen, legte er sich den Ball nochmals auf den linken Fuß, Mantl hatte dadurch die Ecke zugemacht, ließ sich nicht überwinden (60.). In der 70. Minute tauchte Lex nach Mölders-Zuspiel alleine vor Mantl auf, wollte den Hachinger Keeper überlupfen, doch der brachte reflexartig die Hand nach oben, verhinderte so das 3:0. Drei Minuten später war es Dressel, der bei einem Konter das Zuspiel des eingewechselten Efkan Bekiroglu zum 3:0 verwertete (73.). Was für ein Tag für den Youngster! Es war übrigens sein 7. Saisontreffer. Die Sechzger schraubten in der Schlussphase einen Gang zurück und spielten die Kontersituationen nicht konzentriert zu Ende, sonst hätte es ein Debakel für die Hachinger geben können. Mit dem Erfolg im S-Bahn-Derby sind die theoretischen Chancen auf den Relegationsplatz weiterhin intakt.


    STENOGRAMM, 36. Spieltag, 27.06.2020, 14 Uhr


    TSV 1860 München – SpVgg Unterhaching 3:0 (1:0)


    1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 13 Erdmann, 22 Berzel, 36 Steinhart – 23 Rieder – 17 Wein, 14 Dressel – 7 Lex – 9 Mölders, 11 Greilinger.

    Ersatz: 39 Bonmann (Tor) – 4 Weber, 5 Moll, 10 Gebhart, 20 Bekiroglu, 21 Owusu, 28 Paul.


    UHG: 1 Mantl (Tor) – 23 Schwabl, 4 Winkler, 15 Greger, 8 Dombrowka – 35 Fuchs, 27 Heinrich, 19 Krauß, 13 J.-P. Müller 7 Stroh-Engel,29 Schröter.
    Ersatz: 22 Kroll (Tor) – 10 Hufnagel, 11 Dietz, 25 Grauschopf, 26 Stierlin, 28 Turtschan, 31 F. Müller.

    Wechsel: Bekiroglu für Greilinger (62.), Weber für Erdmann (62.), Gebhart für Wein (75.), Owusu für Lex (75.), Paul für Willsch (82.) – Stierlin für Krauß (53.), Müller für Stroh-Engl (71.), Dietz für Heinrich (71.), Hufnagl für Schröter (84.).

    Tore: 1:0 Dressel (39.), 2:0 Dressel (57.), 3:0 Dressel (73.).

    Gelbe Karten: Berzel, Mölders – Krauß.

    Gelb-Rote Karte: Winkler (47.).

    Zuschauer: 0 im Grünwalder Stadion (Geisterspiel).

    Schiedsrichter: Florian Badstübner (Windsbach); Assistenten: Jochen Gschwendtner (Eggenfelden), Markus Huber (Wurmannsquick).


    http://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5152.htm


    Presseschau tz und Az:


    https://www.tz.de/sport/1860-m…tieg-3-liga-13812128.html


    https://www.abendzeitung-muenc…c7-9fe0-df58cfb10333.html


    https://www.abendzeitung-muenc…51-a402-ac453a2f0c85.html


    https://www.abendzeitung-muenc…c3-a5cc-1f4a0f35b998.html


    Bildergalerie:


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    Nächstes Spiel:


    1.7.2020, 18 Uhr 60, bei Sonnenhof

    Am Ende waren es die verpassten Chancen, weswegen die Löwen im Derby dem FC Bayern II mit 1:2 unterlagen. Dabei fing es gut an. Sascha Mölders brachte sein Team in Führung (34.), aber mit dem Halbzeitpfiff konnte Okyere Wriedt eine Nachlässigkeit in der 1860-Abwehr nutzen (45.+1). Den Siegtreffer erzielten die Roten nach einem Konter durch den eingewechselten Malik Tillmann (79.).


    Personal: Löwen-Cheftrainer Michael Köllner musste im Auswärtsspiel im Grünwalder Stadion gegen Bayern II verletzungsbedingt auf Eric Weeger (Sprunggelnksverletzung) und Semi Belkahia (muskuläre Probleme) verzichten. Nicht im 18er-Kader standen Niklas Lang, Felix Weber, Simon Seferings, Fabian Greilinger, Benjamin Kindsvater, Markus Ziereis, Marius Willsch, Kristian Böhnlein und Torwart Tom Kretzschmar. Zwei Änderungen gab es im Vergleich zur Startelf gegen Halle. Für Daniel Wein rückte Dennis Erdmann in die Innenverteidigung, Timo Gebhart nahm den Platz von Noel Niemann ein.

    Spielverlauf: Nach 15 Sekunden hatte Okyere Wriedt die erste Chance des Spiels, köpfte die Kugel nach einer Flanke von Nicolas-Gerrit Kühn aber übers linke Kreuzeck des Löwen-Tores (1.). Fast im Gegenzug die erste Möglichkeit für die Sechzger. Efkan Bekiroglu bekam eine Kopfballverlängerung in den Lauf, aber FCB-Keeper Ron-Thorben Hoffmannn war vor ihm am Spielgerät, klärte die Situation (2.). In der 6. Minute erlief Sascha Mölders rechts im Strafraum einen weiten Ball von Dennis Dressel, versuchte von rechts im Strafraum in den Rückraum zu passen, doch die Bayern hatten das Zentrum zugestellt. Riesenchance für Stefan Lex kurz danach. Nach einem Zuspiel von Bekiroglu zögerte er aber etwas zu lange mit dem Abschluss an der Strafraumkante, Keeper Hoffmann und Angelo Stiller konnten den Schuss blocken (7.). Die Anfangsviertelstunde gehörte den Löwen. Auch in der Folge hatten sie die besseren Möglichkeiten. Ein genialer Pass von Mölders brachte Lex im Strafraum nicht unter Kontrolle, Derrick Köhn blockte die Kugel zum eigenen Torhüter (21.). In der 23. Minute überlief Wooyeong Jeong im Strafraum an der linken Grundlinie Herbert Paul, fand aber keinen Adressaten im Zentrum. Kurz danach hob Kühn im Strafraum ab, doch Schiedsrichter Christian Dingert ließ weiterlaufen (24.). Einen Lupfer von Stiller in den Strafraum verpasste Wriedt, aber Jeong halblinks kam mit der Fußspitze an den Ball, scheiterte aber aus neun Metern an Marco Hiller (32.). In der 34. Minute eroberte Dennis Dressel an der Mittellinie den Ball, passte auf den gestarteten Mölders, der pflückte den Ball mit seiner ganzen Routine aus der Luft, schloss nach wenigen Schritten aus 15 Metern ab und traf zum 1:0 ins rechte untere Eck (34.). Mit der letzten Aktion der 1. Halbzeit kamen die Bayern zum glücklichen Ausgleich. Dennis Erdmann verlor ein Laufduell gegen Jeong nach Kühn-Pass in die Tiefe, dessen Hereingabe von der linken Grundlinie nahm Wriedt am Fünfmeterraum direkt, traf zum 1:1 (45.+1). Danach war Pause.

    Glück hatten die Löwen in der 50. Minute, als Kühn nach Wriedt-Zuspiel alleine auf Hiller zusteuerte, Linienrichter Tobias Christ spät die Fahne wegen Abseits hob. Eine ganz knappe Entscheidung! Einen Jeong-Schuss halblinks aus 19 Meter aufs rechte Eck wehrte Hiller zur Seite ab (54.). Eine Minute später grätschte Richards im letzten Moment ein Zuspiel von Lex auf Mölders im Strafraum ab (55.). Kurz danach vertändelte Mert Yilmaz gegen Timo Gebhart den Ball, der Pass des Löwen ins Zentrum fand aber keinen Abnehmer (56.). Eine scharfe Hereingabe von rechts durch Gebhart verpasste Lex am vorderen Fünfmeterraum-Eck (63.). Für Gebhart und Lex brachte Trainer Michael Köllner in der 67. Minute mit Noel Niemann und Nico Karger zwei frische Offensivkräfte bei dem mörderisch hohen Tempo. Nach einem Doppelpass mit Phillipp Steinhart passte Dressel von der linken Grundlinie zurück auf Niemann, der nahm die Kugel aus zwölf Metern direkt, schoss aber genau in die Arme von Hoffmann (72.). In einer 4:2-Überzahl grätschte Richards in den Pass von Niemann den Pass auf den links vollkommen freistehenden Bekiroglu, verhinderte so die Riesenchance zur erneuten Führung (75.). In der 79. Minute liefen die Löwen in einen Konter. Jeong hatte von links die Innenverteidigung überflankt, der eingewechselte Malik Tillmann köpfte aus kurzer Distanz am zweiten Pfosten zum 2:1 ein. Wieder hat sich die alte Fußball-Weisheit bewahrheitet: Wenn man vorne die Tore nicht macht, fängt man sie sich hinten ein. Schade, denn die Löwen hatten bis dahin eine Top-Leistung geboten. Die Sechzger versuchten zwar alles in der Schlussphase, fanden aber keine Lücke in der FCB-Abwehr, die nach der Führung die Defensive verstärkt hatten.


    STENOGRAMM, 35. Spieltag, 24.06.2020, 20.30 Uhr


    FC Bayern München II – TSV 1860 München 2:1 (1:1)


    FCB II: 1 Hoffmann (Tor) – 2 Yilmaz, 5 Feldhahn, 28 Richards, 27 Köhn – 19 Welzmüller – 38 Stiller, 37 Musiala – 21 Jeong, 10 Wriedt, 11 Kühn.

    Ersatz: 12 Wagner (Tor) –4 Stanisic, 6 Will, 7 Dajaku, 17 Tillman, 18 Zaiser, 29 Kern.

    1860: 1 Hiller (Tor) – 28 Paul, 22 Berzel, 13 Erdmann, 36 Steinhart – 23 Rieder, 14 Dressel – 20 Bekiroglu, 10 Gebhart, – 9 Mölders, 7 Lex.

    Ersatz: 39 Bonmann (Tor) – 5 Moll, 17 Wein, 18 Karger, 19 Niemann, 21 Owusu, 33 Klassen.

    Wechsel: Dajaku für Kühn (62.), Tillmann für Musiala (65.), Stanisic für Köhn (81.), Kern für Welzmüller (81.) – Niemann für Gebhart (67.), Karger für Lex (67.), Wein für Berzel (84.), Klassen für Steinhart (84.), Owusu für Dressel (84.).

    Tore: 0:1 Mölders (34.), 1:1 Wriedt (45.+1), 2:1 Tillmann (79.).

    Gelbe Karten: Welzmüller – Berzel, Erdmann

    Zuschauer: 0 im Grünwalder Stadion (Geisterspiel).

    Schiedsrichter: Christian Dingert (Lebecksmühle); Assistenten: Tobias Christ (Münchweiler an der Rodalb), Arno Blos (Deizisau).


    http://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5146.htm

    Für Michael Köllner schließt sich ein Kreis. Sein erstes Spiel als Löwen-Trainer bestritt er gegen den FC Bayern München II (1:1). Nun steht am Mittwoch, 24. Juni 2020, Anpfiff 20.30 Uhr, das Rückspiel im Grünwalder Stadion an. Magenta Sport überträgt das Derby live.


    Der 50-jährige Köllner will sich nicht lange mit Diskussionen aufhalten, ob es gegen die zweite Mannschaft des FC Bayern überhaupt ein richtiges Derby sei. „Ich werde das im Leben nicht vergessen“, sagt er über seine Premiere als Löwen-Coach am 24. November 2019, als sein Team nach 0:1-Rückstand nach der Pause aufdrehte und durch Dennis Dressel noch zum hochverdienten Ausgleich kam. „Realität ist: Wir spielen gegen eine Mannschaft, die eigentlich für die 3. Liga überqualifiziert ist. Es ist eine brisante Partie, bei der viel auf dem Spiel steht“, charakterisiert der Oberpfälzer das neuerliche Duell. „Bayern will vorne bleiben und wir werden versuchen, mit einem Derbysieg nochmals vorne ranzukommen.“

    Die kleinen Bayern konnten sich im Verlauf der Saison steigern, haben in den letzten 15 Spielen nur einmal verloren und führen souverän die Rückrundentabelle an. Auch im Gesamttableau nehmen sie die Pole-Position ein. Diese Steigerung empfindet Köllner als normal. „Das ist immer so bei einer zweiten Mannschaft.“ Kontinuierlich habe sich das Team weiterentwickelt, mehr Tiefe ins Spiel bekommen. „Es ist die stärkste Mannschaft der Liga. Uns erwartet ein extrem schweres Spiel, bei dem wir alles in die Waagschale werfen müssen.“

    Köllner sieht durch die Geisterspiele nach dem Re-Start einen Vorteil bei der Bayern-Reserve. „Dass die Fans weg sind, ist sicher kein Nachteil. Dadurch haben sie keine äußeren Widerstände mehr. Für eine junge, technisch beschlagene Mannschaft ist es einfacher.“ Ein Blick auf die Statistik gibt ihm Recht. Seit Wiederaufnahme des Spielbetriebs nach dem Lockdown gab es für die kleinen Bayern keine Niederlage mehr bei fünf Siegen und zwei Remis. Dazu kam dem Team von Trainer Sebastian Hoeneß entgegen, dass in der U19-Bundesliga die Saison abgebrochen wurde, er dadurch aus einem Kader von rund 40 Spielern schöpfen kann.

    „Jedes Spiel bisher war wichtig“, will Köllner das Derby nicht zu sehr hervorheben. „Es hat sicher einen anderen Charakter als das gegen Halle.“ Trotzdem kann die „Leidenschaft und Willensstärke“, die sein Team gegen die Saalestädter an den Tag gelegt hat, auch gegen den FCB der Schlüssel zum Erfolg sein. Von der Spielanlage, der Individualität und dem taktischen Repertoir sieht Köllner den Gegner überlegen. „Wir müssen in jedem Zweikampf präsenz zeigen. Es gewinnt nicht immer die fußballerisch bessere Mannschaft.“

    Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel konnte vor dem Saisonfinale eine gute Nachricht verkünden. „In der ersten Juli-Woche steht uns der komplette Kader zur Verfügung. Das ist nicht selbstverständlich. Das spricht für den Charakter der Mannschaft.“ Schließlich hätten die Spieler, die nur auf Leihbasis bei den Löwen sind oder in der kommenden Saison für einen anderen Klub spielen werden, nicht mehr nach dem 30. Juni auflaufen müssen. Dabei stehen noch die Partien bei der SG Sonnenhof Großaspach (1. Juli) und zu Hause gegen den FC Ingolstadt (4. Juli) auf dem Programm.

    Gorenzel nahm die Gelegenheit wahr, sich bei „45.000 Fans“ zu bedanken, die bisher „Geistertickets“ gekauft oder ihre Dauerkarten gewandelt haben. „Das ist eine Hausnummer. Ein Traum wäre, wenn wir das Stadion auch noch in den letzten beiden Heimspielen virtuell füllen könnten.“

    Ohnehin lobte der 48-Jährige die Fans, die sich bei Heimspielen bisher sehr diszipliniert verhalten hätten. „Bitte bleibt auch beim Derby zu Hause, kommt nicht ans Grünwalder Stadion und verfolgt das packende Spiel am Fernsehen“, so der Appell des Österreichers. Damit könne man der Mannschaft und dem Klub am meisten helfen.

    Für das Derby stehen bis auf Semi Belkahia und Eric Weeger, der sich im Training am Sprunggelenk verletzt hat, alle Spieler zur Verfügung. Zwar klagen einige aus dem Kader über diverse Wehwehchen. Das sei bei den vielen Englischen Wochen aber normal, findet Köllner. „Aber wenn es ans Eingemachte geht, sind sie dabei.“

    Die Konzentration liegt auf der eigenen Mannschaft und den eigenen Stärken. „Wir müssen auf uns schauen, denn es ist unerheblich, wer bei Bayern auf dem Platz steht.“ Bisher kamen bereits 36 Spieler zum Einsatz, darunter so Hochkaräter wie Alphonso Davies, Michael Cuisance, Fiete Arp oder Joshua Zirkzee, die einzeln einen höheren Marktwert als die komplette Löwen-Mannschaft haben. Um gegen eine solche Ansammlung an Talenten bestehen zu können, „muss jeder sein Potential ausschöpfen“, sagt Köllner, egal ob einer wie Sascha Mölders als „Alphatier“ vorangeht oder ein anderer mit einer „Laufarbeit und Schnelligkeit“ Lücken reißt. „Jeder muss sich mit seinen Stärken einbringen, einer muss für den anderen kämpfen. Nur dann haben wir eine realistische Chance.“


    MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN


    FCB II: 1 Hoffmann (Tor) – 2 Yilmaz, 5 Feldhahn, 28 Richards, 27 Köhn – 29 Kern – 38 Stiller, 31 Singh – 21 Jeong, 10 Wriedt, 25 Batista Meier.

    Ersatz: 12 Wagner, 22 Netolitzky (beide Tor) – 3 Mayer, 4 Stanisic, 6 Will, 7 Dajaku, 8 Rochelt, 11 Kühn, 13 Senkbeil, 14 Scott, 17 Tillman, 18 Zaiser, 19 Welzmüller, 24 Nollenberger, 30 Rhein, 33 Zylla, 37 Musiala, 42 Booth, 43 Daniliuc, 44 Waidner.

    Nicht dabei: 9 Arp (angeschlagen), 15 Mai, 32 Zirkzee, 36 Früchtl (alle Profis).


    1860: 1 Hiller (Tor) – 22 Berzel, 17 Wein, 13 Erdmann – 25 Willsch, 23 Rieder, 14 Dressel, 36 Steinhart – 20 Bekiroglu – 9 Mölders, 7 Lex.

    Ersatz: 39 Bonmann, 40 Kretzschmar (beide Tor) – 3 Lang, 4 Weber, 5 Moll, 8 Seferings, 10 Gebhart, 11 Greilinger, 16 Kindsvater, 18 Karger, 19 Niemann, 21 Owusu, 24 Ziereis, 28 Paul, 33 Klassen, 34 Böhnlein.

    Nicht dabei: 2 Weeger (Sprunggelenksverletzung), 27 Belkahia (muskuläre Probleme).


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    Die Löwen mussten bis zur letzten Sekunde gegen den Hallescher FC zittern, bis der 2:1-Sieg unter Dach und Fach war. Stefan Lex hatte sein Team früh in Führung gebracht (8.), doch Anthony Syhre glich nach einem Standard aus (33.). Mit seinem ersten Treffer nach dem Re-Start sorgte Sascha Mölders in der 50. Minute für den Dreier.

    Personal: Löwen-Cheftrainer Michael Köllner musste im Heimspiel gegen Halle verletzungsbedingt lediglich auf Semi Belkahia (muskuläre Probleme) verzichten. Nicht im 18er-Kader standen Eric Weeger, Niklas Lang, Felix Weber, Simon Seferings, Fabian Greilinger, Benjamin Kindsvater, Markus Ziereis, Leon Klassen, Kristian Böhnlein und Torwart Toim Kretzschmar. Vier Änderungen gab es im Vergleich zur Startelf bei Viktoria Köln. Für Dennis Erdmann rückte Aaron Berzel in die Innenverteidigung, Herbert Paul kam für Marius Willsch auf der rechten Abwehrseite, für Kristian Böhnlein kehrte Dennis Dressel ins Mittelfeld zurück und Noel Niemann ersetzte Prince Owusu im Angriff.


    STIMMEN Köllner: „Heute war Kampf pur angesagt!“


    Spielverlauf: Den ersten Abschluss des Spiels hatten die Löwen. Stefan Lex konnte sich auf der linken Seite durchsetzen, seine Hereingabe von der Grundlinie erreichte am vorderen Fünfmetereck Sascha Mölders vor seinem Gegenspieler, der Torjäger zielte aber neben das Tor (3.). Fünf Minuten später die Führung. Ein langer Ball von Phillipp Steinhart aus der eigenen Hälfte ließ Sascha Mölders passieren, irritierte damit die HFC-Abwehr, dadurch war Lex frei, steuerte alleine auf Torhüter Kai Eisele zu und traf von der Strafraumkante zum 1:0 ins rechte untere Eck (8.). In der 14. Minute reagierte Marco Hiller nach Freistoßflanke aus dem rechten Halbfeld und anschließendem Kopfball von Jonas Nietfeld aus kurzer Distanz super, aber es wäre ohnehin Abseits gewesen. Fünf Minuten später musste Hiller gegen Mathias Fetsch Kopf und Kragen riskieren, als er ein Zuspiel am Torraum dem Stürmer per Hechtsprung vom Fuß spitzelte. Der Ex-Löwe kam dabei zu Fall und forderte wie seine Kollegen vehement Elfmeter. Doch Schiedsrichter Patrick Alt, der glänzend stand, gab nur Ecke (19.). Ein 18-Meter-Schuss von Marcel Hilßner aus halbrechter Position ging etwa einen Meter über die Querlatte (22.). Halle dominierte in dieser Phase die Partie. Eine weite Flanke von rechts durch Hilßner konnte Herbert Paul am zweiten Pfosten gerade noch per Kopf vor dem hinter ihm lauernden Fetsch klären (27.). In der 33. Minute war es dann passiert. Eine Ecke durch Julian Guttau von links verlängerte Jannes Vollert am zweiten Pfosten in die Mitte, Innenverteidiger Anthony Syhre kam im Torraum frei zum Kopfball, nickte aus kurzer Distanz zum 1:1 ein. Dieser Treffer hatte sich angedeutet! Einen langen Ball auf Lex wehrte Syhre per Kopf am Strafraum ab, die Kugel kam zu Mölders, der im Zentrum aus 24 Metern abzog, aber knapp neben den linken Pfosten zielte (39.). Mit 1:1 ging’s auch in die Kabine – ein leistungsgerechtes Ergebnis nach den ersten 45 Minuten.

    Die erste Möglichkeit nach Wiederanpfiff hatten die Gäste. Erneut war ein Eckball von Guttau der Ausgangspunkt. Doch diesmal köpfte Torschütze Syhre die Kugel aus sechs Metern übers 1860-Tor (47.). Drei Minuten später die erneute Führung für die Löwen. Mölders hatte die Kugel im Luftduell im Halbfeld festgemacht, leitete sie weiter auf Noel Niemann, der spielte den Löwen-Torjäger an der Strafraumkante halblinks in der Box an. Mölders traf aus zehn Metern ins kurze Ecke des HFC-Tors zum 2:1 (50.). Ein 21-Meter-Schuß von Lex aus halbrechter Position ging – leicht abgefälscht – in der 54. Minute nur knapp am linken Pfosten vorbei. Kurz danach konterten die Saalestädter. Hilßner legte von der rechten Strafraumseite zurück auf den Elfmeterpunkt auf Fetsch, doch der war gestolpert, brachte die Kugel deshalb nicht aufs 1860-Tor (55.). Riesendusel hatten die Sechzger in der 89. Minute. Nach Zuspiel von Dennis Mast verpasste zunächst Bentley Baxter Bahn, doch Fetsch kam am Torraum an die Kugel, grätschte sie aber genau in die Arme von Hiller (59.). Ein 16-Meter-Schuss von Tim Rieder blockte Syhre zur Ecke (63.). Der Sekunden zuvor eingewechselte Dennis Erdmann kam nach einer Steinhart-Ecke in der 65. Minute zum Kopfball, setzte die Kugel aber aus acht Metern neben das HFC-Tor. Eine Freistoßflanke von Toni Lindenhahn aus dem rechten Halbfeld erreichte Terrence Boyd aus einer Spielertraube heraus, aber sein Kopfball aus acht Metern kam zentral auf Hiller, der damit keine Probleme hatte (72.). In der 74. Minute stieg Lindenhahn im Sechzehnmeterraum Mölders in die Hacken. Auch hier forderten die Löwen vehement Elfmeter, aber Alt winkte ab. Kurz danach kam Mölders an eine scharfe Hereingabe von Steinhart, setzte die Kugel aber aus kurzer Distanz neben den linken Pfosten (76.). Eine Minute später passte Marius Willsch auf Erdmann, dessen Flanke erreichte in der Mitte Mölders, doch dessen Kopfball klatschte an die Latte (77.). In der 79. Minute scheiterte der 1860-Torjäger halbrechts aus neun Metern an HFC-Keeper Eisele. Der Torhüter blieb auch im gleichen Duell in der 82. Minute Sieger, als er einen 20-Meter-Schuss von Mölders um den linken Pfosten lenkte. Boyd grätschte am Torraum in eine Rechtsflanke von Antonios Papadopoulos, doch erneut landete der Ball in hillers Armen (86.). Eine Hereingabe von rechts durch Florian Hansch nahm Boyd aus sieben Metern mit dem Rücken zum Tor per Hacke, aber Erdmann blockte den Abschluss (89.). Ein abgefälschter Schuss von Florian Drinkuth ging in der 4. Minute der Nachspielzeit knapp übers Löwen-Tor. Damit war der hartumkämpfte Dreier für die Sechzger unter Dach und Fach.


    STENOGRAMM, 34. Spieltag, 21.06.2020, 14 Uhr


    TSV 1860 München – Hallescher FC 2:1 (1:1)


    1860: 1 Hiller (Tor) – 28 Paul, 17 Wein, 22 Berzel, 36 Steinhart – 23 Rieder, 14 Dressel,– 19 20 Bekiroglu, Niemann, 9 Mölders, 7 Lex.

    Ersatz: 39 Bonmann (Tor) – 5 Moll, 10 Gebhart, 13 Erdmann, 18 Karger, 21 Owusu, 25 Willsch.

    HFC: 1 Eisele (Tor) – 20 Hansch, 4 Syhre, 5 Vollert, 31 Landgraf – 24 Guttau, 33 Nietfeld, 23 Hilßner, 16 Mast –7 Bahn, 10 Fetsch.

    Ersatz: 32 Müller (Tor) – 6 Lindenhahn,8 Papadopoulos, 9 Sohm, 13 Boyd, 18 Drinkuth, 22 Sternberg.

    Wechsel: Willsch für Paul (46.), Erdmann für Niemann (65.), Karger für Lex (69.), Moll für Dressel (87.) – Lindenhahn für Nietfeld (58.), Sohm für Fetsch (61.), Boyd für Guttau (61.), Drinkuth für Mast (84.), Papadopoulos für Hilßner (84.).

    Tore: 1:0 Lex (8.), 1:1 Syhre (33.), 2:1 Mölders (50.).

    Gelbe Karten: Berzel – Papadopoulos.

    Zuschauer: 0 im Grünwalder Stadion (Geisterspiel).

    Schiedsrichter: Patrick Alt (Illingen); Assistenten: Manuel Bergmann (Erbach), Marc Philip Eckermann (Winnenden).


    http://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5141.htm


    Presseschau tz und Az:


    https://www.tz.de/sport/1860-m…ders-loewen-13804080.html


    https://www.tz.de/sport/1860-m…ha-moelders-13805212.html


    https://www.tz.de/sport/1860-m…lner-loewen-13805987.html


    https://www.abendzeitung-muenc…42-88e1-48cf9b47d123.html


    https://www.abendzeitung-muenc…1b-bc76-cd61c976288b.html


    https://www.abendzeitung-muenc…34-ad49-d1a5ceb506e7.html


    Bildergalerie:


    http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2387.htm





    Nächstes Spiel:


    24.6.2020, 20 Uhr 30, zu Hause gegen den FC Bäääää II

    Für Trainer Michael Köllner ist es eine neue Situation. 14 Mal blieben die Löwen unter ihm ungeschlagen, zuletzt setzte es drei Niederlage in vier Partien. Am Sonntag, 21. Juni 2020, Anpfiff 14 Uhr, kommt der Hallesche FC ins Grünwalder Stadion. „Ich bin guter Dinge, dass wir eine gute Löwen-Mannschaft sehen.“


    Durch die Ergebnisse zuletzt hat sich der Abstand auf den Aufstiegs-Relegationsplatz vergrößert. Trotzdem ist für Trainer Michael Köllner „die Spannung nicht weg. Natürlich sind wir enttäuscht, dass die letzten Spiele punktemäßig nicht so gelaufen sind, wie wir uns das vorgestellt haben. Jede Serie geht mal zu Ende. Das ist logisch.“


    SECHZIG - DAS LÖWENMAGAZIN VS. HALLESCHER FC


    Die Mannschaft besitze weiter sein Vertrauen. „Die Jungs haben bisher eine sehr gute Saison gespielt.“ Schließlich sei Existenzkampf angesagt gewesen, als er zu den Löwen kam. „Da müssen wir schon realistisch bleiben“, fordert er. Trotzdem ist Köllner auch nicht zufrieden, wie es zuletzt gelaufen ist. „In den nächsten fünf Spielen wollen wir wieder erfolgreich sein. Diese Verpflichtung haben wir. Dazu müssen wir alles andere ausblenden und uns auf das nächste Spiel am Sonntag gegen Halle konzentrieren.“

    Nur durch die eigene Leistung könne man beeinflussen, wie es weitergehe. „Wir waren in keinem Spiel chancenlos. Es waren 50:50-Spiele, bei denen Kleinigkeiten den Ausschlag gegeben haben.“ Ob das mit den auslaufenden Verträgen einiger Spieler zusammenhänge, wurde Köllner gefragt. „Das darf kein Grund sein. Es gibt viele im Moment, die aufgrund der Corona-Krise mit existentiellen Fragen zu kämpfen haben. Was soll zum Beispiel ein Arbeitnehmer in der Touristik-Branche sagen?“

    Das Ganze sei kein ausschließliches Thema von 1860 München. „Wir müssen die Situation so annehmen wie sie ist und zum Sport, zum Spiel und zum nächsten Gegner zurückkehren, um beim Finish wieder da zu sein.“ Vom Einsatz her könne Köllner der Mannschaft keinen Vorwurf machen. „Es fehlten aber Nuancen“, so die Erkenntnis des Oberpfälzers, „an diesen haben wir zuletzt gearbeitet.“


    LÖWENRUNDE MIT MICHAEL KÖLLNER & GÜNTHER GORENZEL


    Mit Halle kommt ein Gegner ins Grünwalder Stadion, der „keinen Deut schlechter ist“ als sein Team. „Die haben eine super Offensive und mit dem neuen Trainer sieben Punkte aus drei Spielen geholt.“ Florian Schnorrenberg ist nach Torsten Ziegner und Ismail Atalan bereits der dritte Coach bei den Saalestädtern in der aktuellen Saison. „Aber wir müssen auf uns schauen, unser Spiel auf den Platz bringen“, fordert Köllner. „Es wird ein riesenschweres Spiel, ein Abnutzungskampf“, prophezeit er. „Wir müssen schauen, dass wir das bessere Ende auf unserer Seite haben.“

    Der 50-Jährige hat keine neuen Ausfälle zu beklagen. Er muss lediglich auf Semi Belkahia verzichten. Der Tag mehr Pause helfe, um sich „maximal auf Halle zu konzentrieren. Wir wurden schon oft totgesagt. Noch sind es fünf Spiele, bei denen es 15 Punkte zu holen gibt. Wir dürfen uns nicht verrückt machen. Entscheidend ist, dass wir den Kopf wieder hochbringen, nach vorne schauen und alles dafür tun, damit wir unsere beste Leistung zeigen. Diese Verpflichtung haben wir gegenüber den Fans und dem Verein!“

    Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel befasst sich derweil schon mit der kommenden Spielzeit. Zwar hat er final noch kein grünes Licht für den Etat, ist aber trotzdem optimistisch. „Unsere Vorschläge sind Gegenstand von Diskussionsprozessen in den Gremien. Ich bin zuversichtlich, dass wir durch die Mithilfe von vielen wieder einen ordentlichen Kader für die kommende Spielzeit zusammenstellen können.“

    Gleichzeitig ist für den 48-Jährigen die aktuelle Saison noch nicht abgehakt. Durch die Verlängerung über den 30. Juni hinaus ist der Österreicher in Kontakt mit Vereinen, zu denen 1860-Spieler diesen Sommer wechseln (Efkan Bekiroglu/Alanyaspor Kulübü, Joel Niemann/Arminia Bielefeld, Kristian Böhnlein/1. FC Schweinfurt, Markus Ziereis/SpVgg Bayreuth) sowie zu jenen, die Spieler an die Löwen ausgeliehen haben (Tim Rieder/FC Augsburg, Prince Owusu/Arminia Bielefeld). Gorenzel benötigt deren Zustimmung, um sie in den Juli-Partien noch einsetzen zu können. „Ich denke, dass uns alle zur Verfügung stehen.“

    Ein weiterer wichtiger Punkt für die Planungen ist, wann wieder vor Zuschauern gespielt werden kann. Auch hier engagiert sich Gorenzel. „Es gilt jetzt, ein Konzept zu erstellen, bei dem eine Kontaktverfolgung möglich ist, damit wieder Zuschauer ins Stadion dürfen – zumindest ein Teil. Alles natürlich in Kombination mit Hygienevorschriften und Abstandsregeln.“ Ansonsten fordert Gorenzel von jedem im Klub eine Fokussierung auf das Wesentliche. „Jeder muss nach vorne schauen, auf das, was er beeinflussen kann und nicht nach links oder rechts.“


    MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN


    1860: 1 Hiller (Tor) – 22 Berzel, 17 Wein, 13 Erdmann – 25 Willsch, 23 Rieder, 14 Dressel, 36 Steinhart – 20 Bekiroglu – 9 Mölders, 7 Lex.

    Ersatz: 39 Bonmann, 40 Kretzschmar (beide Tor) – 2 Weeger, 3 Lang, 4 Weber, 5 Moll, 8 Seferings, 10 Gebhart, 11 Greilinger, 16 Kindsvater, 18 Karger, 19 Niemann, 21 Owusu, 24 Ziereis, 28 Paul, 33 Klassen, 34 Böhnlein.

    Nicht dabei: 27 Belkahia (muskuläre Probleme).

    HFC: 1 Eisele (Tor) – 20 Hansch, 5 Vollert, 26 Mai, 31 Landgraf – 16 Mast, 6 Lindenhahn – 24 Guttau, 7 Bahn, 9 Sohm – 13 Boyd.

    Ersatz: 32 Müller (Tor) – 3 Kastenhofer, 4 Syhre, 8 Papadopoulos, 10 Fetsch, 15 Shcherbakovski, 17 Henschel, 18 Drinkuth, 22 Sternberg, 23 Hilßner, 27 Galle, 33 Nietfeld.

    Nicht dabei: 2 Schilk (Trainingsrückstand), 21 Washausen (Gelb-Rot-Sperre), 25 Jopek (Trainingsrückstand), 44 Göbel (Trainingsrückstand).


    http://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5140.htm


    Nach neun Auswärtsspielen ohne Niederlage beendete ausgerechnet der abstiegsbedrohte FC Viktoria Köln die Serie der Löwen. Der 36-jährige Albert Bunjaku hatte die Gastgeber mit seinem 18. Saisontreffer in der 56. Minute in Führung gebracht, Kevin Holzweiler verpasste den Sechzgern in der 81. Minute den endgültigen Knock out.


    Personal: Löwen-Cheftrainer Michael Köllner musste im Auswärtsspiel bei Viktoria Köln auf Semi Belkahia (muskuläre Probleme) verzichten, Dennis Dressel bekam eine Pause. Ebenfalls nicht im 18er-Kader standen Eric Weeger, Niklas Lang, Felix Weber, Quirin Moll, Simon Seferings, Benjamin Kindsvater, Noel Niemann, Markus Ziereis und Torwart Hendrik Bonmann. Drei Änderungen gab es in der Startelf. Für Aaron Berzel kehrte Tim Rieder nach Gelbsperre zurück, für Dressel begann Kristian Böhnlein und für Timo Gebhart rückte Sascha Mölders zurück in die Anfangsformation.


    STIMMEN Köllner frustriert: „Wenn du kein Tor machst, dann wird es schwer!“


    Spielverlauf: Die Löwen versuchten mit ihrer offensiven Aufstellung vom Anpfiff weg Druck auf die Viktoria auszuüben. Das erste Ausrufezeichen setzte Stefan Lex mit einem 25-Meter-Schuss, der nur knapp über die Querlatte streifte (3.). Trotz der Dominanz kamen die Sechzger in der Anfangsviertelstunde nicht in den Strafraum der Kölner. In der 19. Minute eroberte Prince Owusu am gegnerischen Strafraum den Ball, steckte auf Sascha Mölders durch, der kam halblinks aus 16 Metern zum Abschluss, zielte aber deutlich übers Viktoria-Tor. Kurz danach bediente Owusu Stefan Lex, der kam links frei zum Abschluss, versuchte den weit vor seinem Tor stehenden Daniel Mesenhöler zu überlupfen, setzte den Ball aber deutlich über die Querlatte (22.). Nach einer Flanke durch Tim Rieder aus dem rechten Halbfeld kam Owusu zwar am langen Pfosten noch an den Ball, konnte ihn aber nicht aufs Tor drücken (31.). Im Gegenzug legte Albert Bunjaku rechts im Strafraum quer auf Mike Wunderlich, der rutschte am vorderen Fünfmetereck in die Hereingabe, aber Marco Hiller machte die Ecke zu, wehrte die Kugel ab (32.). Mölders kam in der 37. Minute am Elfmeterpunkt zum Abschluss, doch Andre Dej konnte den Schuss des 1860-Torjägers blocken. Eine Flanke von Phillipp Steinhart segelte über die komplette Kölner Abwehr, Willsch kam von hinten angesprintet, aber Steven Lewerenz war einen Tick schneller, klärte im letzten Moment zur Ecke (43.). So wurden torlos die Seiten gewechselt.

    Die Löwen begannen druckvoll. Willsch hatte von rechts an den zweiten Pfosten geflankt, Mölders versuchte im Rückwärtslaufen per Kopf für Owusu aufzulegen, aber der 23-Jährige kam im Fünfmeterraum einen Schritt zu spät (48.). Eine Direktabnahme rutschte dem eingewechselten Leon Klassen nach Lex-Flanke am linken Torraumeck über den Spann, sonst hätte es richtig gefährlich werden können (49.). Nach einem Konter suchte Mölders halbrechts den Abschluss, scheiterte aus 14 Metern aber an Keeper Mesenhöler. Der mitgelaufene Owusu beschwerte sich, dass er in der Mitte nicht angespielt worden war (54.). Zum sechsten Mal gerieten die Löwen seit dem Re-Start in Rückstand. Marcel Gottschling hatte von halbrechts geflankt, Bunjaku lief ein, kam aus neun Metern an die Kugel, traf per Direktabnahme zum 1:0 für die Kölner (56.). Ein Distanzschuss von Kevin Holzweiler ging nur knapp am rechten Pfosten vorbei (65.). Den Löwen fehlte wie zuletzt gegen Rostock nach dem Rückstand die klare spielerische Linie, um den Gegner unter Druck setzten zu können. Bezeichnend: Ein 30-Meter-Schuss von Efkan Bekiroglu ging in der 73. Minute meterweit übers Kölner Tor. Den endgültigen Knock-out besorgte Holzweiler, der von der linken Strafraumkante Hiller überlupfte und zum 2:0 ins rechte obere Eck traf (81.). Danach ging nicht mehr viel beim TSV 1860 zusammen. Somit war die Löwen-Niederlage besiegelt.


    STENOGRAMM, 33. Spieltag, 16.06.2020, 20.30 Uhr


    FC Viktoria Köln – TSV 1860 München 2:0 (0:0)


    VIK: 37 Mesenhöler (Tor) – 6 Holthaus, 24 Willers, 4 Dietz, 23 Fritz – 29 Lewerenz, 10 Dej, 8 Wunderlich, 19 Holzweiler – 12 Bunjaku, 22 Gottschling.

    Ersatz: 1 Patzler (Tor) –7 Handle, 16 Carls, 17 Kyere Mensah, 20 Kreyer, 35 Saghiri 36 Lanius.


    1860: 1 Hiller (Tor) – 17 Wein, 23 Rieder, 13 Erdmann – 25 Willsch, 34 Böhnlein, 20 Bekiroglu, 36 Steinhart – 7 Lex – 21 Owusu, 9 Mölders.

    Ersatz: 40 Kretzschmar (Tor) – 10 Gebhart 11 Greilinger, 18 Karger, 22 Berzel, 28 Paul, 33 Klassen.


    Wechsel: Saghiri für Dej (59.), Carls für Lewerenz (59.), Handle für Wunderlich (65.), Kyere Mensah für Holzweiler (82.), Kreyer für Bunjaku (82.) – Klassen für Böhnlein (46.), Berzel für Erdmann (68.), Karger für Steinhart (68.), Gebhart für Owusu (75.), Paul für Willsch (84.).

    Tore: 1:0 Bunjaku (56.), 2:0 Holzweiler (81.).

    Gelbe Karten: Dej, Gottschling, Saghiri, Carls – Böhnlein, Willsch, Steinhart, Lex, Mölders, Rieder.

    Zuschauer: 0 im Sportpark Höhenberg (Geisterspiel).

    Schiedsrichter: Marcel Gasteier (Weisel); Assistenten: Luca Schlosser (Montabaur), Bastian Börner (Iserlohn).


    http://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5134.htm


    Presseschau tz und Az:


    https://www.tz.de/sport/1860-m…lu-fussball-13799039.html


    https://www.tz.de/sport/1860-m…33-spieltag-13800955.html


    https://www.abendzeitung-muenc…7c-933b-dee12e3bf3ae.html


    https://www.abendzeitung-muenc…ef-b98a-ad875043bb3b.html


    https://www.abendzeitung-muenc…07-b520-7137236e9803.html


    Bildergalerie:


    http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2386.htm




    Nächstes Spiel:


    21.6.2020, 14 Uhr, zu Hause gegen den Halleschen FC

    Löwen-Trainer Michael Köllner machte vor dem Auswärtsspiel am Dienstagabend, 16. Juni 2020, Anpfiff 20.30 Uhr, bei Viktoria Köln trotz der Heimniederlage am Samstag einen entspannten Eindruck. Das Spiel ist live bei Magenta Sport zu sehen.


    Das Wort vom „Endspiel“ machte in den Medien vor der Partie bei der Viktoria die Runde. Der 50-jährige Köllner reagierte darauf relaxt: „Wenn wir als verpflichtendes Ziel den Aufstieg ausgegeben hätten, dann wäre es gegen Köln ein Endspiel. So bin ich froh, dass sich die Mannschaft mit guten Leistungen in eine solche Position gebracht hat. Im November hätte niemand daran gedacht.“

    Das heiße aber im Umkehrschluss nicht, dass es kein enorm wichtiges Spiel für sein Team sei. „Wir werden alles dafür tun, um im Idealfall die drei Punkte zu holen. Wir werden uns 90 Minuten reinhauen und strecken – aber das macht der Gegner auch!“ Für Köllner wäre es „das Geilste, wenn wir im Finish noch vorne dabei sind“. Nach wie vor beträgt der Abstand auf den Relegationsplatz nur zwei Punkte bei noch sechs ausstehenden Partien.

    Der Löwen-Coach sieht seine Mannschaft gut gerüstet für das Duell im Kölner Stadtteil Höhenberg. Den Sonntag hatte er seinen Jungs zur Regeneration freigegeben. Alle bis auf Semi Belkahia sind fit, lediglich Herbert Paul klagte über Probleme, ist aber einsatzbereit. „Personell wird sich einiges ändern“, kündigt Köllner an. So gönnt er Dennis Dressel eine Pause. „Er ist müde. Ich werde nur Spieler mit nach Köln nehmen, die eine realistische Chance haben, dort auch zum Einsatz zu kommen.“

    Die Nichtnominierung des 20-jährigen Mittelfeldspielers wirkt sich auf den Kader aus. Um die U23-Regelung einzuhalten, wird Tom Kretzschmar den Platz als Ersatztorwart von Hendrik Bonmann einnehmen. „Er hat sich toll entwickelt“, sagt der Oberpfälzer über den Nachwuchskeeper und bezeichnet es als „wichtiges Signal“. Gleichzeitig stellt Köllner klar, dass es keine Entscheidung gegen Bonmann sei. „Er ist ein toller Sportsmann. Auf ihn können wir uns immer verlassen“, weiß er um die schwierige Situation des 26-Jährigen.

    Entgegen seinen sonstigen Gepflogenheiten gab der Löwen-Trainer zwei Startelf-Plätze bereits im Vorfeld bekannt. So wird Tim Rieder nach verbüßter Gelbsperre zurückkehren. „Er ist ein wichtiger Spieler, der uns gegen Rostock sehr gefehlt hat.“ Dazu wird Sascha Mölders vom Anpfiff weg stürmen. Der Torjäger, der im Heimspiel gegen Hansa erst nach einer Stunde ins Spiel kam, war nach Schlusspfiff reichlich angefressen, schleuderte eine Wasserflasche gegen die Bande und riss sich das Trikot auf. Für Köllner kein Problem. „Ich war auch angefressen. Das ist jeder, der sein Herz bei Sechzig hat. Ich bin mir sicher, dass Sascha in Köln alles dafür tun wird, damit wir die drei Punkte holen.“

    In der Domstadt wartet auf die Löwen eine heikle Aufgabe. Der Aufsteiger befindet sich mitten im Abstiegskampf, steht gerade mal einen Punkt über dem ominösen Strich. „Die Viktoria hat genau so viele Tore wie wir erzielt, mit Mike Wunderlich und Albert Bunjaku zwei torgefährliche Leute.“ Wunderlich hat bereits 13 Mal eingenetzt, der 36-jährige Bunjaku sogar 17 Mal. Schwachstelle ist eher die Defensive. Mit 64 Gegentoren ist nur Absteiger FC Carl Zeiss Jena schlechter (69). Deswegen lautet Köllners Marschroute: „Wir müssen selbst torgefährlich sein und unser Spiel auf den Platz bringen.“

    Am Sonntag wurde bekannt, dass Noel Niemann nach der Saison die Löwen in Richtung Arminia Bielefeld verlassen wird. Der Trainer wurde gefragt, ob er noch mit dem 20-Jährigen plane? Der fand die Frage eher befremdlich. „Das ist im Fußball so bei einem auslaufenden Vertrag“, nahm es Köllner pragmatisch. „Es war sein Wunsch. Für ihn persönlich freut es mich. Zudem ist es ein Indiz für die gute Arbeit von Sechzig, wenn ein zukünftiger Erstligist ihn verpflichtet.“

    Auch bei dem 20-Jährigen ist sich der Trainer sicher, dass er ähnlich wie Kristian Böhnlein oder Efkan Bekiroglu alles bis zum Schluss geben wird. „Beide sind maximal auf Sechzig fokussiert. Ich werde mich nicht echauffieren, wenn ein Spieler uns verlässt. Das ist ein normales Procedere, das man nicht persönlich nehmen sollte. Wir werden auch nächstes Jahr gute Spieler haben.“

    In diesem Zusammenhang bestätigte Günther Gorenzel, „dass Leon Klassen auch nächstes Jahr an Bord ist“. Der 20-jährige Linksverteidiger hatte beim letzten Auswärtsspiel in Uerdingen nach längerer Spielpause nicht nur das wichtige 2:1 für den TSV 1860 erzielt, sondern auch eine überragende Leistung gezeigt. „Außer“, so fügte der Sport-Geschäftsführer mit einem verschmitzten Lächeln an, „es kommt ein Verein, der eine unmoralische Summe auf den Tisch legt“.


    MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN


    VIK: 37 Mesenhöler (Tor) – 22 Gottschling, 4 Dietz, 36 Lanius, 16 Carls – 10 Dej, 35 Saghiri – 29 Lewerenz, 8 Wunderlich, 7 Handle – 12 Bunjaku.

    Ersatz: 1 Patzler (Tor) – 3 Eichmeier, 6 Holthaus, 11 Tachie, 14 Lang, 17 Kyere Mensah, 18 Klefisch, 24 Willers, 19 Holzweiler, 20 Kreyer, 21 de Vita, 23 Fritz, 24 Willers, 27 Ristl, 28 Koronkiewicz, 30 Funke.

    Nicht dabei: 5 Hajrovic (5. Gelbe Karte), 9 Seaton (Syndesmoseriss im rechten Sprunggelenk), 33 Weis (Muskelfaserriss im linken Hüftbeuger).


    1860: 1 Hiller (Tor) – 22 Berzel, 17 Wein, 13 Erdmann – 25 Willsch, 23 Rieder, 20 Bekiroglu, 36 Steinhart – 10 Gebhart – 9 Mölders, 7 Lex.

    Ersatz: 40 Kretzschmar (beide Tor) – 2 Weeger, 3 Lang, 4 Weber, 5 Moll, 8 Seferings, 11 Greilinger, 16 Kindsvater, 18 Karger, 19 Niemann, 21 Owusu, 24 Ziereis, 28 Paul, 33 Klassen, 34 Böhnlein.

    Nicht dabei: 14 Dressel (pausiert), 27 Belkahia (muskuläre Probleme), 39 Bonmann (pausiert aufgrund der U23-Regel).


    http://www.tsv1860.de/de/Aktue…P7YZRjoDt538pDIeacwBUOE-8


    Die Löwen verloren ein hart umkämpftes, intensives Spiel gegen Hansa Rostock mit 0:1. Zum fünften Mal gerieten sie seit dem Re-Start in Rückstand. Der eingewechselte Pascal Breier hatte nach einem Konter getroffen (60.). Der Treffer zeigte Wirkung. Die kompakt stehenden Hanseaten brachten die Führung souverän über die Zeit.


    Personal: Löwen-Cheftrainer Michael Köllner musste im Heimspiel gegen Rostock auf Tim Rieder (Gelb-Sperre) und Semi Belkahia (Trainingsrückstand) verzichten, Nicht im 18er-Kader standen Eric Weeger, Niklas Lang, Felix Weber, Simon Seferings, Benjamin Kindsvater, Nico Karger, Noel Niemann, Markus Ziereis und Torwart Tom Kretzschmar. Erneut ließ Köllner rotierten, wechselte sechs Mal im Vergleich zum Uerdingen-Spiel.

    Spielverlauf: Nach etwas mehr als 60 Sekunden hatten die Gäste die erste Möglichkeit durch einen Freistoß, aber der Schuss von Nico Granatowski sechs Meter vor dem linken Strafraumeck ging knapp über die Querlatte. Marco Hiller musste nicht eingreifen (2.). Die Löwen hatten in der Anfangsphase ihre Probleme gegen das aggressive Pressing der Rostocker. In der 15. Minute kam Lukas Scherff am linken Strafraumeck zum Abschluss, zielte aber deutlich am kurzen Eck vorbei. Ansonsten entwickelte sich ein Abnutzungskampf im Mittelfeld. Nur selten kamen beide Teams in Strafraumnähe. Aaron Opoku konnte sich in der 21. Minute gegen Marius Willsch auf der linken Seite durchsetzen, in seine flache Hereingabe warf sich Hiller, die er im Nachfassen unter sich begraben konnte. Auf der anderen Seite die erste Chance für Sechzig nach einer sehenswerten Soloaktion von Prince Owusu, der mit dem Rücken zum Tor Julian Riedel aussteigen ließ, dann aber halblinks seinen Abschluss aus zwölf Metern verzog (23.). Noch besser die Möglichkeit drei Minuten später. Timo Gebhart hatte ein Zuspiel von Daniel Wein direkt auf Stefan Lex weitergeleitet, der kam halbrechts im Strafraum zum Abschluss, aber der Schuss wurde noch von einem Rostocker entscheidend abgefälscht, ging am linken Pfosten vorbei (26.). Ein Freistoß halbrechts aus 23 Metern brachte Efkan Bekiroglu mit rechts aufs lange Eck, doch Markus Kolke war unten, hielt den Aufsetzer sicher (33.). Manchmal fehlte den Löwen auch das Quäntchen Glück. Eine Weiterleitung von Owusu sprang Sven Sonnenberg an die Brust, sonst wäre der Erdinger durch gewesen (35.). Auf der Gegenseite musste Hiller gegen Scherff, der am linken Torraumeck nach Pass von Opoku aufgetaucht war, alles riskieren, um den Schuss zu blocken (36.). Die letzte Chance vor der Pause hatten wieder die Sechzger: Nach einem zu kurz abgewehrten Freistoß nahm Dennis Dressel den Abpraller aus 20 Metern direkt und mit vollem Risiko, setzte die Kugel aber neben den linken Pfosten (44.). Damit war eine sehr intensive 1. Halbzeit vorbei.

    Zu Beginn der zweiten Hälfte verlor Schiedsrichter Robert Kempter etwas die Linie, traf unverständliche Entscheidungen. Am Spiel selbst änderte sich wenig. Verbissen wurde um jeden Ball gekämpft. Ex-Löwe Kai Bülow kam in der 55. Minute aus 21 Metern zum Abschluss, setzte die Kugel aber etwa einen Meter übers 1860-Tor. Ein Schuss von Dressel von der Strafraumkante kam zu Zentral, um Kolke vor Probleme zu stellen (58.). Eine Unachtsamkeit brachte die Sechzger zum fünften Mal in Folge in Rückstand. Granatowski hatte sich auf der rechten Seite durchgesetzt, passte von der Grundlinie zurück auf Pascal Breier, der aus sieben Metern zur Gästeführung einschob (60.). 1860-Coach Michael Köllner reagierte mit einem Doppelwechsel, brachte für Gebhart und Wein mit Sascha Mölders und Quirin Moll zwei frische Leute (63.). Doch die Hanseaten hatten durch den Treffer im Rücken Aufwind, ließen Ball und Gegner laufen. Nach einer Opoku-Ecke von rechts kam Riedel am ersten Pfosten zum Kopfball, Hiller war zur Stelle, bekam die Kugel im Nachfassen unter Kontrolle (74.). In der 81. Minute erlief Owusu auf der linken Seite einen Pass in die Tiefe, seine scharfe Hereingabe verpassten sowohl Mölders als auch Lex im Torraum. In der 87. Minute kam Owusu am Fünfmeterraum gegen Keeper Kolke einen Schritt zu spät. Die Löwen gaben zwar nie auf, aber fanden gegen gut verteidigende Hanseaten keine Lück, mussten die zweite Heimniederlage seit dem Re-Start hinnehmen.


    STENOGRAMM, 32. Spieltag, 13.06.2020, 14 Uhr


    TSV 1860 München – F.C. Hansa Rostock 0:1 (0:0)


    1860: 1 Hiller (Tor) – 22 Berzel, 17 Wein, 13 Erdmann – 25 Willsch, 20 Bekiroglu, 14 Dressel, 36 Steinhart – 10 Gebhart – 21 Owusu, 7 Lex.

    Ersatz: 39 Bonmann (Tor) – 5 Moll, 9 Mölders, 11 Greilinger, 28 Paul, 33 Klassen, 34 Böhnlein.


    FCH: 1 Kolke (Tor) – 7 Neidhart, 23 Sonnenberg, 3 Riedel, 14 Reinthaler, 20 Scherff – 4 Bülow, 10 Vollmann – 31 Granatowski, 18 Verhoek, 19 Opoku.

    Ersatz: 22 Sebald (Tor) – 6 Pepic, 15 Straith, 16 Butzen, 33 Ahlschwede, 37 Hanslik, 39 Breier.


    Wechsel: Moll für Wein (63.), Mölders für Gebhart (63.), Paul für Willsch (76.), Klassen für Steinhart (76.), Greilinger für Dressel (85.) – Pepic für Vollmann (46.), Breier für Verhoek (46.), Hanslik für Neidhart (64.), Ahlschwede für Granatowski (64.), Butzen für Opoku (80.).

    Tor: 0:1 Breier (60.).

    Gelbe Karten: Wein, Huber (Torwart-Trainer) –.

    Zuschauer: 0 im Grünwalder Stadion (Geisterspiel).

    Schiedsrichter: Robert Kempter (Stockach); Assistenten: Steffen Grimmeißen (Löpsingen), Martin Speckner (Schloßbach).


    http://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5131.htm


    Presseschau tz und Az:


    https://www.tz.de/sport/1860-m…ha-moelders-13794812.html


    https://www.abendzeitung-muenc…b9-8114-a5a4541be02c.html


    https://www.abendzeitung-muenc…60-ada0-deef64f69dc5.html


    Bildergalerie:


    http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2385.htm




    Nächstes Spiel:


    16.6.2020, 20 Uhr 30, bei Viktoria Köln

    Das nächste „Endspiel“ steht für die Löwen bereits am Samstag, 13. Juni 2020, Anpfiff 14 Uhr, gegen den F.C. Hansa Rostock im Grünwalder Stadion auf dem Programm. Die Hanseaten haben gerade einen Punkt weniger als die Sechzger auf dem Konto, befinden sich ebenfalls noch voll im Aufstiegsrennen. Neben Magenta Sport, das alle Partien der 3. Liga live überträgt, ist das Spiel auch im BR Fernsehen zu sehen.


    SECHZIG - Das Löwenmagazin gegen Rostock ist online.


    Dass es erneut ein Topspiel für die Sechzger ist, dafür hat die Mannschaft durch den 3:1-Sieg in Düsseldorf gegen den KFC Uerdingen gesorgt. „Wir waren extrem auf die drei Punkte aus“, so Cheftrainer Michael Köllner, dessen personelle Rochaden voll aufgegangen sind. Denn mit acht neuen Spielern in der Anfangself ging er ein hohes Risiko. Das sah der 50-Jährige aber ganz anders. „Es war die einzige Aufstellung, die Sinn gemacht hat. Hätte ich Lex oder Bekiroglu nach drei Spielen in neun Tagen von Anfang an bringen sollen?“, fragte er. „Die 1. Halbzeit war sehr intensiv und umkämpft, alle Spieler haben sich reingehauen. Wir wussten, dass wir Uerdingen mit Tempo hinten raus knacken können“, erklärte der Trainer-Fuchs. „In der 2. Halbzeit haben wir dann frische Spieler mit Qualität bringen können, das war letztlich entscheidend.“

    Er sei kein Zocker, sondern Realist. „Von der Belastungssteuerung war es genauso wie wir es erwartet haben.“ Besonders freute sich der Oberpfälzer für Kristian Böhnlein. „Er hat während der Corona-Pause überragend trainiert, hat sich immer voll reingehauen.“ Gerne hätte ihn Köllner bereits im ersten Spiel nach dem Lockdown gegen Duisburg für den Kader nominiert. „Aber aufgrund der U23-Regel musste ich ihn draußen lassen. Als Trainer verlierst du da schon ein Stück Glaubwürdigkeit.“

    Aber für Köllner ist das Schöne, dass der Fußball immer wieder seine Geschichten schreibt. „Ich finde es genial, dass Böhnlein das Tor gelungen ist. Das ist für mich Fußball. Dieses Spiel wird ihn sein Leben begleiten, das kann er noch seinen Enkeln erzählen.“ Dem Löwen-Trainer nötigt es Respekt ab, wie sich der 30-Jährige reinhängt, obwohl er nach der Saison den Verein in Richtung Schweinfurt verlassen wird. „Er hatte hier eine harte Zeit, aber gibt bis zum letzten Tag alles und kann jedem in die Augen schauen.“

    Es spricht aber auch für den Trainer, dass er nicht nur von Vertrauen spricht, sondern es auch praktiziert. „Ich wusste, dass ich mich auf jeden Einzelnen verlassen kann. Es ist genauso eingetreten, wie ich es erwartet habe.“ Für ihn ist es die Basis, „dass jeder sein Ego einbringt, die Mannschaft das verinnerlicht. Nur so können wir maximalen Erfolg haben.“

    Neben Böhnlein schrieben auch Leon Klassen und Aaron Berzel eine außergewöhnliche Geschichte. Klassen, der zuletzt ebenfalls keine Berücksichtigung mehr im Kader fand, erzielte das 2:1. Dabei hatte er das Tor am eigenen Strafraum selbst eingeleitet und nach einem 80-Meter-Sprint erfolgreich abgeschlossen. Oder Berzel. Nach seinem Bänderriss arbeitete der Verteidiger besessen an seinem Comeback, stand in Düsseldorf im ersten Einsatz nach überstandener Verletzung gleich über 90 Minuten auf dem Platz. „Er ist einer, der alles für den Verein gibt“, charakterisiert Köllner den Kurpfälzer.

    Personell ist die Lage derzeit entspannt. Lediglich Semi Belkahia, der nach seinem Kreuzbandriss wieder im Mannschaftstraining war, erlitt einen Rückschlag. Sascha Mölders kehrt nach verbüßter Gelbsperre ins Team zurück, dafür muss Tim Rieder wegen der 5. Gelben Karte pausieren. „Wir sind guter Dinge“, sagt Köllner vor der Partie gegen Rostock, warnt aber vor einem „schwierigen Spiel gegen eine gute Mannschaft.“

    Hansa verfügt mit 35 Gegentoren über die beste Defensive der Liga, „weil sie sich gut auf das System des Gegners einstellen.“ Sein Team müsse mit vielen Zweikämpfen im Mittelfeld rechnen. „Du musst dich vom Gegner befreien, ihn abschütteln. Taktisch wird das eine große Herausforderung, weil Rostock zunächst versucht, das gegnerische Spiel zu zerstören.“ Aber, und das macht die Hanseaten so gefährlich, in der Offensive verfügen sie über einige Spieler, die ein „extrem hohes Tempo“ auf den Platz bringen und gefährlich im Abschluss sind.

    Und mit Korbinian Vollmann und Kai Bülow zwei Spieler, die den Löwen bestens bekannt sind. Bülow, mittlerweile 34 Jahre, hat gerade sein Karriereende nach dieser Saison erklärt. Von 2010 bis 2017 trug er das Trikot des TSV 1860. Eine Szene machte den Defensivspezialisten bei den eingefleischten Löwen-Fans unvergesslich. In der Relegation gegen Holstein Kiel 2015 schoss er in der Nachspielzeit des Rückspiels das 2:1, was den Sechzgern in sprichwörtlich letzter Minute den Klassenerhalt in der 2. Liga sicherte.

    An diese Szene kann sich auch Köllner bestens erinnern. Er sei damals im Urlaub in der Türkei gewesen, im gleichen Hotel wie Stefan Reuter, dem Weltmeister und ehemaligen 1860-Manager. „Im Fernsehen war das Spiel nicht zu sehen. Wir schauten es uns mit acht Leuten in der Hotelbar auf dem Laptop von Stefan Reuter an.“ Natürlich war der Jubel groß, als der gebürtige Rostocker traf.

    Sieben Spiele sind es noch bis zum Saisonende, 21 Punkte noch zu vergeben. Köllner wurde gefragt, wie viele Punkte seiner Meinung nach nötig seien, um aufzusteigen. „Ich beschäftige mich nicht mit Szenarien, sondern mit Hansa Rostock. Da gibt es drei Punkte zu holen. Dafür müssen wir brutal viel investieren, ans Limit gehen. Uns wird nichts geschenkt!“

    Der Trainer freut sich aufs Finale, nachdem er mit den Löwen den Klassenerhalt bereits gesichert hat. „Wir haben noch sieben schwere Spiele vor uns. Das ist eine super spannende Saison, die richtig Spaß macht, weil wir noch mittendrin sind.“ So soll es weiterhin bleiben. „Keiner weiß, wer es am Ende packen wird.“


    MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN


    1860: 1 Hiller (Tor) – 22 Berzel, 17 Wein, 13 Erdmann – 25 Willsch, 5 Moll, 14 Dressel, 36 Steinhart –20 Bekiroglu – 9 Mölders, 7 Lex.

    Ersatz: 39 Bonmann, 40 Kretzschmar (beide Tor) – 2 Weeger, 3 Lang, 4 Weber, 8 Seferings, 10 Gebhart, 11 Greilinger, 16 Kindsvater, 18 Karger, 19 Niemann, 21 Owusu, 24 Ziereis, 28 Paul, 33 Klassen, 34 Böhnlein.

    Nicht dabei: 23 Rieder (5. Gelbe Karte), 27 Belkahia (Trainingsrückstand).


    FCH: 1 Kolke (Tor) – 33 Ahlschwede, 23 Sonnenberg, 3 Riedel, 20 Scherff – 4 Bülow – 7 Neidhart, 10 Vollmann – 31 Granatowski, 18 Verhoek, 19 Opoku.

    Ersatz: 22 Sebald (Tor) – 6 Pepic, 9 Engelhardt, 14 Reinthaler, 15 Straith, 16 Butzen, 17 Pedersen, 24 Ulrich, 26 Öztürk, 37 Hanslik, 39 Breier.

    Nicht dabei: 5 Nartey (Oberschenkelzerrung), 13 Wiese (Abitur-Prüfungen), 27 Rieble (Fußverletzung), 40 Omladic (Aufbautraining nach Schulter-OP).


    http://www.tsv1860.de/de/Aktue…Dg_EXr3hFcVQsA9-9Ft4EbIJs


    Der DFB hat die Spieltage 35 bis 38 in der 3. Liga zeitgenau angesetzt. Damit stehen alle Spieltermine bis Saisonende fest. Abgeschlossen wird die Spielzeit 2019/2020 am Samstag, 4. Juli 2020.

    Das Münchner Derby findet am Mittwoch, 24. Juni 2020 um 20.30 Uhr unter Flutlicht an der Grünwalder Straße statt. An gleicher Stelle treffen nur drei Tage danach die Löwen und die SpVgg Unterhaching zum nächsten Nachbarschaftsduell aufeinander. Anpfiff am Samstag, 27. Juni 2020 ist um 14 Uhr.

    An den letzten beiden Spieltagen der Saison werden die jeweiligen Partien wie gewohnt alle zeitgleich ausgetragen. Dabei geht es für 1860 München zuerst nach Großaspach, wo am Mittwoch, 1. Juli 2020 um 18.60 Uhr angestoßen wird. Der letzte Spieltag der Saison findet am 4. Juli 2020 statt, um 14 Uhr erwarten die Löwen den FC Ingolstadt 04.

    Die beiden bestplatzierten Mannschaften (mit Ausnahme des FC Bayern II) sind sportlich aufstiegsberechtigt, der Tabellendritte geht in die Relegation gegen den Tabellen-16. der 2. Bundesliga. Die ersten vier der 3. Liga sind darüber hinaus für den DFB-Pokal 2020/2021 qualifiziert, wobei auch hier gilt, dass zweite Mannschaften nicht startberechtigt sind und der nächstplatzierte Klub entsprechend nachrücken würde. Die vier letzten Teams in der Abschlusstabelle steigen in die Regionalliga ab.


    http://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5129.htm

    Die Löwen drehten beim KFC Uerdingen erneut einen Rückstand und siegten am Ende mit 3:1. Ausgerechnet Ex-Löwe Adriano Grimaldi hatte mit seinem ersten Saisontor die Krefelder in Führung gebracht (36.). Doch Kristian Böhnlein (57.), Leon Klassen (66.) und Efkan Bekiroglu (90.+3) drehten die Partie. Mit dem Dreier haben die Sechzger die erste Niederlage nach 16 ungeschlagenen Spielen bestens verdaut.


    Personal: Löwen-Cheftrainer Michael Köllner musste im Auswärtsspiel gegen den KFC Uerdingen auf Sascha Mölders (Gelb-Sperre) und Semi Belkahia (Trainingsrückstand) verzichten, Phillipp Steinhart bekam eine Pause. Ebenfalls nicht im 18er-Kader standen Eric Weeger, Niklas Lang, Felix Weber, Simon Seferings, Fabian Greilinger, Benjamin Kindsvater, Markus Ziereis und Torwart Tom Kretzschmar. Aaron Berzel kehrte nach seinem Bänderriss gleich in die Startelf. Ansonsten wechselte Köllner kräftig durch, nahm acht Veränderungen gegenüber der Würzburg-Startelf vor: Für Dennis Erdmann verteidigte Berzel, für Steinhart Leon Klassen, für Marius Willsch Herbert Paul. Kristian Böhnlein kam für Quirin Moll, Timo Gebhart für Efkan Bekiroglu, Noel Niemann für Dennis Dressel, Nico Karger für Stefan Lex und Prince Owusu für den gesperrten Mölders.

    Spielverlauf: Die neuformierte Löwen-Mannschaft brauchte etwas Anlaufzeit gegen die seit dem Re-Start ungeschlagenen Uerdinger. Erstmals wurde es gefährlich nach einem Foul von Herbert Paul gegen Christian Dorda direkt vor dem linken Sechzehnmetereck. Doch Dennis Daube setzte den Freistoß ans Außennetz (9.). In der 14. Minute hatte Osayamen Osawe nur noch Daniel Wein im Strafraum vor sich, aber der Löwe ließ sich nicht ausspielen, klärte den Ball zur Ecke. Offensiv fanden die Sechzger in der Anfangsphase nicht statt. Der nach 20 Minuten für den verletzten Osawe eingewechselte Franck Evina setzte sich mit Tempo auf der rechten Seite gegen Leon Klassen durch, seine scharfe Hereingabe an den Torraum fand aber keinen Abnehmer (22.). Ansonsten stand die Defensive der Sechzger gut gestaffelt, ließ den Krefeldern kaum Räume. Nach Zuspiel von Prince Owusu kam Nico Karger im Strafraum zu Fall, der Ball landete bei Timo Gebhart, der halblinks aus spitzem Winkel abschloss, aber mit seinem Acht-Meter-Schuss an René Vollath scheiterte. Der Kontakt gegen Karger war da, aber Schiedsrichter Oliver Lossius ließ Vorteil laufen (29.). Einen Moment passten die Sechzger in der 36. Minute nicht auf und schon war es geschehen. Nach einem zu kurz abgewehrten Freistoß von Aaron Berzel legte Dennis Daube auf Evina ab, der passte von rechts ans lange Eck, wo Ex-Löwe Adrian Grimaldi die Kugel nur noch über die Linie bugsieren musste. Es war der vierte 0:1-Rückstand für die Löwen im vierten Spiel nach dem Re-Start! Auf der anderen Seite scheiterte Gebhart mit einem 15-Meter-Schuss aus halbrechter Position an Vollath, der gerade noch die Fäuste nach oben brachte (38.). In der 44. Minute hatte Owusu die Riesenchance zum Ausgleich. Nach einem Freistoß aus dem rechten Halbfeld von Daniel Wein nahm er die Kugel am Torraum direkt, produzierte aber nur einen Querschläger. Ein Distanzschuss von Klassen ging in der Nachspielzeit der 1. Halbzeit deutlich über die Querlatte. Danach war Pause.

    Eine Freistoßflanke von rechts durch Patrick Pflücke kurz nach Wiederbeginn köpfte Berzel vor Assani Lukimya übers eigene Tor (48.). Kurz danach konterten die Löwen, Jean-Manuel Mbom foulte Gebhart (sah dafür die Gelbe Karte), doch der hatte zuvor noch Karger bedient, der mit viel Zug zum Krefelder Tor ging, an der Strafraumkante abschloss, aber die Kugel knapp neben den linken Pfosten setzte (49.). Ein Distanzschuss von Gebhart landete etwa einen Meter neben dem linken Pfosten (54.). Die Sechzger waren nun aktiver, setzten die Uerdinger Abwehr unter Druck. Kurz danach wurden sie belohnt. Ein Freistoß von Tim Rieder kurz hinter der Mittellinie blockte Adam Matuschyk mit dem Oberschenkel, Kristian Böhnlein fiel die Kugel vor die Füße. Der Kronacher hielt aus 17 Metern drauf, traf über den verdutzten Vollath ins linke obere Eck zum 1:1 (57.). In der 62. Minute stieg Mbom dem kurz zuvor eingewechselten Efkan Bekiroglu im Strafraum von hinten in die Hacken, die Löwen forderten vehement Elfmeter, aber der Unparteiische ließ weiterspielen. Vier Minuten später wurden sie belohnt, und mit was für einem Tor. Klassen hatte am eigenen Strafraum den Ball erobert, schickte Stefan Lex, lief selbst in der Mitte durch, bekam das Zuspiel von Lex an der Strafraumkante und überwand Vollath zum 2:1 nach einem 80-Meter-Sprint (66.). In der 72. Minute sah Rieder seine 5. Gelbe Karte, wird damit im Heimspiel gegen Rostock fehlen. Ein 22-Meter-Freistoß von Pflücke wurde sichere Beute für Marco Hiller (75.). Nach einem Luftloch von Böhnlein am eigenen Strafraum kam Boubacar Barry halbrechts aus 18 Metern frei zum Schuss, setzte die Kugel aber deutlich übers 1860-Tor (76.). In der Schlussphase erhöhte Uerdingen nochmals den Druck, kamen zu einigen Standards. So klärte Berzel in der 85. Minute per Kopf einen Freistoß von Evina aus dem Halbfeld zur Ecke. Eine Minute später kam ein Querschläger im Strafraum zu Mbom, der nahm die Kugel aus elf Metern direkt aus der Luft, traf sie aber nicht richtig, so dass sie deutlich am 1860-Tor vorbei ging (86.). In der 3. Minute der Nachspielzeit setzte Bekiroglu den Schlusspunkt. Lex legte von der linken Außenbahn quer, Bekiroglu zog aus 18 Metern ab, leicht abgefälscht landete die Kugel im linken unteren Eck zum 3:1-Endstand. Damit war der Dreier endgültig perfekt!


    STENOGRAMM, 31. Spieltag, 09.06.2020, 19 Uhr


    KFC Uerdingen 05 – TSV 1860 München 1:3 (1:0)


    KFC: 17 Vollath (Tor) – 22 Barry, 5 Lukimya, 32 Maroh, 7 Dorda – 30 Daube, 31 Matuschyk, 21 Mbom, 10 Pflücke – 9 Osawe, 19 Grimaldi.

    Ersatz: 29 Paris (Tor) – 2 Girdvainis, 8 Kinsombi, 15 Bittroff, 18 Evina, 20 Ibrahimaj, 35 Boere.


    1860: 1 Hiller (Tor) – 28 Paul, 17 Wein, 22 Berzel, 33 Klassen – 23 Rieder, 34 Böhnlein – 19 Niemann, 10 Gebhart, 18 Karger – 21 Owusu.

    Ersatz: 39 Bonmann (Tor) – 5 Moll, 7 Lex, 13 Erdmann, 14 Dressel, 20 Bekiroglu, 25 Willsch.


    Wechsel: Evina für Osawe (20.), Bittroff für Dorda (46.), Ibrahimaj für Grimaldi (64.), Kinsombi für Daube (64.), Girdvainis für Pflücke (81.) – Lex für Karger (61.), Bekiroglu für Niemann (61.), Dressel für Böhnlein (77.), Erdmann für Gebhart (83.), Willsch für Paul (83.).

    Tore: 1:0 Grimaldi (36.), 1:1 Böhnlein (57.), 1:2 Klassen (66.), 1:3 Bekiroglu (90.+3).

    Gelbe Karten: Mbom, Ibrahimaj, Vollath, Barry, Lukimya – Rieder, Wein, Klassen.

    Zuschauer: 0 in der MERKUR SPIEL-ARENA Düsseldorf (Geisterspiel).

    Schiedsrichter: Oliver Lossius (Bonn); Assistenten: Kevin Domnick (Mülheim a.d. Ruhr), Florian Visse (Ibbenbüren).


    http://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5122.htm


    Presseschau tz und Az:


    https://www.tz.de/sport/1860-m…liga-loewen-13790771.html


    https://www.abendzeitung-muenc…90-a61e-1e5318ddd974.html


    https://www.abendzeitung-muenc…38-ae05-03eee240ebe2.html


    Nächstes Spiel:


    13.6.2020, 14 Uhr, zu Hause gegen Hansa Rostock

    Die DFL Deutsche Fußball Liga GmbH hat den Löwen schriftlich mitgeteilt, dass der Lizenzierungsausschuss das Grünwalder Stadion als Spielstätte für die anstehende Saison in der 2. Bundesliga zulässt. Die vom TSV 1860 München eingereichten Unterlagen zur Lizenzierung für die Saison 2020/2021 hielten der Prüfung des Lizenzierungsausschusses stand. „Das ist eine äußerst erfreuliche und positive Nachricht“, sagt 1860-Geschäftsführer Michael #Scharold, „und das Ergebnis der sehr guten Zusammenarbeit von Stadt, Behörden, DFL und 1860 bei der Lösung der Herausforderungen an diesem Standort. Mein Dank geht an alle Beteiligten für ihren Einsatz in den letzten Wochen und Monaten.“

    Die Löwen müssen am Dienstag, 9. Juni 2020, Anpfiff 18.60 Uhr, beim KFC Uerdingen zum vierten Mal in neun Tagen seit dem Re-Start ran. Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel und Cheftrainer Michael Köllner standen vor dem Auswärtsspiel in Düsseldorf, wo Uerdingen seine Heimpartien austrägt, Rede und Antwort.


    Günther Gorenzel gratulierte zunächst der U17 zum Aufstieg in die B-Junioren-Bundesliga Süd/Südwest, nachdem der BFV-Vorstand die Saison bei den Junioren abgebrochen hat und die Junglöwen als souveränen Tabellenführer der U17-Bayernliga zum Aufsteiger erklärt hat. „Ich möchte mich bei den Spieler, dem Staff und dem Trainerteam, besonders bei Coach Jonas Schittenhelm und NLZ-Leiter Manfred Paula, für die gute Arbeit bedanken.“

    Der 48-Jährige ging danach gleich zum Tagesgeschäft über, bezeichnete die Niederlage gegen Würzburg als „ärgerlich“ und „unnötig“. „Wir müssen uns für die tolle Spielanlage, für den Aufwand, den wir betreiben, auch belohnen“, fordert er. Derzeit mangle es an Effizienz und Effektivität. „Ich habe nach wie vor vollstes Vertrauen in die Fähigkeiten der Spieler, sie müssen aber das Momentum auf ihre Seite ziehen.“ Der Österreicher ist sich sicher, „dass keine Mannschaft den brutalen Rhythmus ohne Umfaller“ überstehen wird. „Deshalb dürfen wir nicht den Kopf in den Sand stecken!“

    Trainer Michael Köllner wird gegen Uerdingen rotieren. Wegen der fünften Gelben Karte aus dem Würzburg-Spiel muss er auf Sascha Mölders verzichten. „Wir haben gute Spieler, die seine Rolle übernehmen können.“ Er zählt Noel Niemann, Nico Karger, Stefan Lex und Prince Owusu auf. Besonders Owusu scheint dafür prädestiniert. „Er schart mit den Hufen, wartet schon die ganze Zeit auf seine Chance.“ Wegen des Ausfalls seines Sturmführers lamentiert Köllner nicht, sondern gewinnt ihm sogar eine gute Seite ab. „Sascha kann sich jetzt erholen und am Samstag gegen Rostock wieder angreifen.“

    Zumal der Trainer ansonsten aus dem Vollen schöpfen kann. Aaron Berzel kehrt wieder in den Kader zurück, auch der gegen Würzburg geschonte Timo Gebhart fliegt mit nach Düsseldorf. „Ich werde ein paar frische Spieler bringen“, kündigt er an. So dürfen sich beide Hoffnungen auf einen Einsatz von Beginn an machen.

    Dass sowohl die Serie des Trainers von 14 ungeschlagenen Spielen und der Mannschaft von 16 Partien gerissen ist, ist für Köllner eine Randnotiz. „Es wäre ein Traum gewesen, als Trainer bei Sechzig kein Spiel zu verlieren, aber auch utopisch.“ Er zollte dem Gegner Respekt, der mit Disziplin und Leidenschaft die Punkte „nicht unverdient“ mitgenommen hätte.

    Dabei wollte er die Niederlage nicht an Problemen im Umschaltspiel festmachen. „Das 0:1 kannst du nicht verteidigen. Wenn man die Gegentore anschaut, waren es individuelle Fehler. Wir hatten das Spiel bis zum Rückstand gut im Griff.“ Schließlich sei sein Team auch gegen Würzburg zurückgekommen. „Das 1:2 war dann schon ein Genickschlag.“

    Denn danach machte die Mannschaft den Eindruck, dass sie kräftemäßig nichts mehr nachzulegen hatte. „Beim einen oder anderen Spieler war der Akku schon leer“, glaubt auch Köllner, sieht das aber eher in der Psyche als in der Physis begründet. „Das ist nicht einfach für den Kopf, wenn du ständig einem Rückstand hinterherlaufen musst.“ In allen drei Partien seit dem Re-Start lag sein Team mit 0:1 zurück, gegen Duisburg sogar 0:2.

    Deswegen wäre es wichtig, gegen Uerdingen „die Null zu halten und vorne mehr Torgefahr auszustrahlen“. Der Gegner verfüge „von den Einzelspielern her über eine qualitativ gute Mannschaft“, sagt Köllner, die sowohl offensiv als auch defensiv viel Erfahrung mitbringt. Ohnehin fordert der Trainer eine „gewisse Demut und Respekt vor der Leistung des Gegners“ ein. „Wir sind keine Übermannschaft, die durch die Liga marschiert.“ Jedes Spiel in der 3. Liga sei ein „zähes Ringen“.

    „Wir müssen uns alles hart erarbeiten und verdienen. Auf der anderen Seite steht ein Gegner, der vom Etat her höher angesiedelt ist“, sagt er mit Blick auf Uerdingen. „Wenn wir beim Finish noch vorne dabei sein können, dann muss ich sagen: Hut ab vor der Mannschaft! Das hat uns bei meinem Antritt sicher keiner zugetraut.“

    Den Nimbus des Unbesiegbaren hat Köllner verloren, seine unerschütterliche Zuversicht nicht. „Mich als Optimist hinzustellen, ist sicherlich nicht falsch. Aber in erster Linie bin ich Realist, der versucht, die Situation richtig zu erkennen und anzupacken.“

    Entsprechend seiner Mentalität überlässt der 50-Jährige nichts dem Zufall. Am Spieltag steht er an der Grünwalder Straße 114 um 10.30 Uhr mit den nicht berücksichtigten Spieler auf dem Platz, danach beschäftigt er sich mit dem 18er-Kader, der mit nach Düsseldorf reist. Am Nachmittag geht es per Charterflug via Flughafen Köln-Bonn in die nordrheinwestfälische Landeshauptstadt. Nach der Partie beginnt mit dem Auslaufen bereits die Regenerationsphase. Noch in der Nacht kehrt die Mannschaft zurück nach München. „Es ist gut, wenn die Jungs im eigenen Bett schlafen können.“ Denn bereits am Samstag geht’s zu Hause gegen Rostock. Spiel Nummer fünf am 13. Tag seit dem Re-Start.


    MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN


    KFC: 17 Vollath (Tor) – 15 Bittroff, 32 Maroh, 5 Lukimya, 7 Dorda – 8 Kinsombi, 31 Matuschyk, 10 Pflücke, 11 Rodriguez – 35 Boere, 9 Osawe.

    Ersatz: 29 Paris, 33 Bachmeier (beide Tor) – 2 Girdvainis, 3 Gündüz, 12 Guenouche, 18 Evina, 19 Grimaldi, 20 Ibrahimaj, 22 Barry, 28 Konrad, 30 Daube.

    Nicht dabei: 1 Königshofer (Bluterguss), 4 Kirchhoff (Muskelfaserriss), 6 Großkreutz (muskuläre Probleme), Mbom (Oberschenkelprobleme), 25 Kobiljar (Muskelfaserriss).


    1860: 1 Hiller (Tor) – 17 Wein, 23 Rieder, 13 Erdmann – 25 Willsch, 20 Bekiroglu, 14 Dressel, 36 Steinhart – 10 Gebhart – 21 Owusu, 7 Lex.

    Ersatz: 39 Bonmann, 40 Kretzschmar (beide Tor) – 2 Weeger, 3 Lang, 4 Weber, 5 Moll, 8 Seferings, 11 Greilinger, 16 Kindsvater, 18 Karger, 19 Niemann, 22 Berzel, 24 Ziereis, 28 Paul, 33 Klassen, 34 Böhnlein.

    Nicht dabei: 9 Mölders (Gelb-Sperre), 27 Belkahia (Trainingsrückstand).


    http://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5120.htm