Beiträge von Loewe

    Der Deutsche Fußballbund hat heute die zeitgenauen Ansetzungen für die Spieltage 13 bis 16 der 3. Liga in der Saison 2020/2021 veröffentlicht. Die Löwen spielen demnach dreimal an einem Samstag und am Dienstagabend auf dem Betzenberg in Kaiserslautern.


    Beide Heimspiele in diesem Zeitraum finden am Samstagnachmittag statt, sowohl das Duell gegen Türkgücü München am 13. Spieltag (28.11.2020) als auch die Partie gegen Waldhof Mannheim am 15. Spieltag (12.12.2020) finden um 14 Uhr statt.

    Auswärts trifft die Mannschaft von Michael Köllner am 14. Spieltag (5.12.2020, 14 Uhr) auf Viktoria Köln und am 16. Spieltag (15.12.2020, 18.60 Uhr) auf den 1. FC Kaiserslautern.


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5348.htm

    Die Löwen kassierten beim 1:2 gegen den 1. FC Saarbrücken die erste Niederlage der Saison. Die Gäste führten durch Tore von Sebastian Jacob (14.) und Jayson Breitenbach (40.) zur Pause mit 2:0. Nach einem verwandelten Foulelfmeter durch Quirin Moll (51.) drängten die Löwen auf den Ausgleich. Trotz Powerplay und bester Chancen brachten sie die Kugel aber nicht mehr im gegnerischen Tor unter.


    Personal: Löwen-Cheftrainer Michael Köllner musste im Spitzenspiel gegen Saarbrücken verletzungsbedingt nur auf Niklas Lang (Sprunggelenksprobleme) verzichten. Tim Linsbichler fehlte wegen Trainingsrückstand, Phillipp Steinhart aufgrund seiner Gel-Roten-Karte in Rostock. Nicht den Sprung in den 18er-Kader schafften der dritte Torhüter György Szekely, Ahanna Agbowo, Matthew Durrans, Marco Mannhardt und Milos Cocic. Im Vergleich zum 1:1 an der Ostsee gab es nur eine Änderung in der Startelf. Für den gesperrten Phillipp Steinhart kam Leon Klassen ins Team.


    STIMMEN Köllner: „Wir haben uns ein Stück weit selbst geschlagen!“


    Spielverlauf: Keineswegs abwartend traten die Gäste in der Anfangsphase auf. Trotzdem hatten die Löwen in der 5. Minute eine Riesenchance. Plötzlich tauchten Sascha Mölders und Stefan Lex mutterseelenallein vor Daniel Batz auf, nachdem Richard Neudecker die Kugel über die Dreierkette gehoben hatte. Aber anstatt, dass Mölders selbst abgeschlossen hätte, legte er quer auf Lex., der aus zehn Metern dem FCS-Keeper ins Gesicht schoss. In der 9. Minute nahm Daniel Wein halbrechts einen Abpraller aus 21 Metern direkt, zielte aber am kurzen Pfosten vorbei. Kurz danach fand Neudecker mit einem 20-Meter-Schuss seinen Meister in Batz (10.). Eine Direktabnahme aus spitzem Winkel von Anthony Barylla auf der rechten Seite ging deutlich übers Löwen-Tor (11.). In der 14. Minute lag der Ball im 1860-Tor. Nach einem Handspiel gab es fünf Meter vorm linken Strafraumeck einen Freistoß. Mario Müller brachte den Ball mit links vors Tor, der einlaufende Sebastian Jacob verlängerte die Kugel mit dem Kopf unhaltbar für Marco Hiller zum 1:0 ins lange Eck. Drei Minuten später brachte Marin Sverko nach Zuspiel von Leon Klassen mit einem Tackling Erik Tallig im FCS-Strafraum zu Fall. Die Löwen forderten Elfmeter, doch Schiedsrichter Eric Müller winkte ab (17.). Nach einer Ablage von Mölders am Strafraum kam Neudecker zum Abschluss. Sein 18-Meter-Schuss war aber zu zentral, sodass Batz die Kugel über den Querbalken wischen konnte (27.). Ein Freistoß aus 22 Metern, ziemlich zentral, schoss Neudecker in die Mauer (37.). Die Sechzger waren seit dem Gegentreffer zwar dominant, erspielten sich aber keine klaren Chancen. Im Gegenteil: Das Tor machten erneut die Saarländer. Nicklas Shipnoski hatte im Liegen halbrechts in die Mitte gepasst, Jayon Breitenbach lief der 1860-Defensive davon, die mit einem Abseitspfiff gerechnet hatte. Breitenbach ließ bei seinem Schuss frei vor Hiller aus 14 Metern dem Löwen-Keeper keine Chance, traf zum 2:0 ins rechte Eck (40.). Mit diesem Ergebnis ging’s auch in die Pause.

    Zur 2. Halbzeit brachte 1860-Trainer Michael Köllner für Stefan Lex, der die größte Chance des ersten Durchgangs vergeben hatte, Martin Pusic. In der 51. Minute gab’s Elfmeter für Sechzig. Bone Uaferro war an der rechten Strafraumlinie in die Beine von Tallig gegrätscht. Den Strafstoß verwandelte Quirin Moll sicher zum 2:1 (51.). Batz hatte zwar die Ecke geahnt, aber der Schuss war zu platziert. In der 56. Minute zog Neudecker nach Mölders-Zuspiel von rechts nach innen, schloss von der Strafraumkante mit links ab, doch sein Schuss ging knapp am linken Pfosten vorbei (56.). Auf der anderen Seite prüfte Jacob mit einem Drehschuss aus 14 Metern Hiller (57.). Nach einem sehenswerten Doppelpass mit Mölders lief Tallig frei Richtung Tor, doch der Ball versprang ihm etwas, wodurch Uaferro noch an die Kugel kam, sie ihm im letzten Moment vom Fuß spitzelte (62.). Wenig später nahm Mölders einen Abpraller aus 17 Metern per Dropkick, setzte ihn aber neben den rechten Pfosten (64.). Einen 26-Meter-Freistoß von Moll pflückte Batz auf der Linie sicher herunter (69.). In der 82. Minute legte sich Dennis Dressel im Strafraum nach Klassen-Zuspiel den Ball zurecht, sein 15-Meter-Schuss wurde aber leicht abgefälscht, wodurch er am rechten Pfosten vorbeischrammte (81.). Bei einem Neudecker-Freistoß aus dem linken Halbfeld tauchte Batz unter dem Ball durch, die Kugel lag im Torraum frei, aber kein Löwe kam zum Abschluss (84.). Angriff auf Angriff rollte auf das Tor der Saarländer, aber immer war ein Bein dazwischen oder der Torhüter kam an die Kugel. So auch in der 88. Minute. Tallig hatte von links auf Neudecker gepasst, der zog direkt aus 14 Metern ab, doch irgendwie brachte Batz die Hand dazwischen, holte den Schuss aus dem linken Eck (88.). So verstrich Sekund um Sekunde. Am Schluss hatte Saarbrücken die knappe Führung über die Zeit gerettet, brachte den Löwen die erste Niederlage bei und überflügelte sie in der Tabelle.


    STENOGRAMM, 6. Spieltag, 21.10.2020, 18.60 Uhr


    1860 München – 1. FC Saarbrücken 1:2 (0:2)


    1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 5 Moll, 6 Salger, 33 Klassen – 17 Wein – 31 Neudecker, 8 Tallig, 14 Dressel, 7 Lex – 9 Mölders.

    Ersatz: 40 Kretzschmar (Tor) – 11 Greilinger, 13 Erdmann, 19 Pusic, 21 Ngounou Djayo, 27 Belkahia, 32 Gresler.


    FCS: 1 Batz (Tor) – 16 Barylla, 14 Uaferro, 3 Sverko, 23 Müller – 8 Zeitz – 25 Jänicke, 27 Breitenbach, 19 Froese, 7 Shipnoski – 24 Jacob.

    Ersatz: 36 Castellucci (Tor) – 9 Vunguidica, 11 Mendler, 13 Deville, 18 Bösel, 22 Golley, 30 Schleimer.


    Wechsel: Pusic für Lex (46.), Erdmann für Klassen (86.) – Mendler für Breitenbach (66.), Vunguidica für Shipnoski (77.), Deville für Jänicke (86.)


    Tore: 0:1 Jacob (14.), 0:2 Breitenbach (40.), 1:2 Moll (52., Foulelfmeter).

    Gelbe Karten: Willsch, Wein, Klassen – Froese.

    Zuschauer: 0 im Grünwalder Stadion.

    Schiedsrichter: Eric Müller (Bremen); Assistenten: Simon Rott (Bremen), Yannick Rath (Bremen).


    https://www.tsv1860.de/de/Aktu…9vkyOpEh3hcFNuBcF607u40G8


    Bildergalerie:


    https://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2422.htm


    Presseschau tz und Az:


    https://www.tz.de/sport/1860-m…ha-moelders-13922596.html


    https://www.abendzeitung-muenc…esicht-gezeigt-art-678275


    https://www.abendzeitung-muenc…saarbruecken-ergebnis-46/


    https://www.abendzeitung-muenc…nn-ueberzeugen-art-678235


    https://www.abendzeitung-muenc…saarbruecken-ergebnis-46/


    Zusammenfassung:


    https://www.br.de/mediathek/vi…:5f908e52d8cca1001a4f6971



    Nächstes Spiel:


    26.10.2020, 19 Uhr, auswärts gegen Haching

    Es ist das Topspiel des 6. Spieltags: Die Löwen empfangen als Spitzenreiter am Mittwoch, 21. Oktober 2020, den Tabellenzweiten 1. FC Saarbrücken. Anpfiff im Grünwalder Stadion ist um 18.60 Uhr. Zuschauer sind aufgrund der Pandemiestufe Rot nicht zugelassen. MAGENTA SPORT zeigt die Partie live.


    PK IM LÖWEN-TV >>


    Zunächst ergriff Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel die Möglichkeit, alle in der aktuellen Situation zu sensibilisieren. „Wir haben in den nächsten elf Tagen drei schwere Gegner vor uns“, erklärte der 49-Jährige, „aber der schwerste ist Covid-19. Wenn man einen Gegner unterschätzt, ist das ein schlechter Ratgeber und am Ende ist man nur zweiter Sieger“, spannte der Österreicher den Bogen vom Sport in die Gesellschaft. „Wir stehen alle in der Verantwortung. Jeder muss seinen Teil dazu beitragen, dass der Inzidenzwert wieder unter 35 kommt, damit endlich wieder Fans ins Stadion dürfen.“

    Natürlich ist auch bei Gorenzel die Freude über die Tabellenführung groß, gleichzeitig stellte er klar: „Wir können die Situation gut einordnen, müssen schauen, dass wir über 90 Minuten mehr Konstanz reinbringen.“ Das Trainerteam arbeite daran sehr akribisch. „Wir können es nur gemeinsam schaffen, wenn sich jeder für jeden aufopfert: Ein Team – ein Weg!“

    Der Österreicher brach auch eine Lanze für Dennis Erdmann, der trotz seiner Tores in Rostock in den Fokus der Medien geriet. „Es werden immer Spieler mit Ecken und Kanten gefordert. Wir brauchen solche Persönlichkeiten und werden ihn nicht fallen lassen nur wegen eines Torjubels, der vor Monaten in Anlehnung an eine Filmszene aufgenommen wurde und der jetzt im Zusammenhang mit den unglücklichen Ereignissen von Frankreich gestellt wird.“


    SECHZIG - Das Löwenmagazin gegen 1. FC Saarbrücken ist online.


    Ähnlich sieht es auch Trainer Michael Köllner. „Dennis ist für uns extrem wichtig, egal was die Presse schreibt“, verteidigt er seinen Spieler, weil er „Feuer gibt, Charakter zeigt.“ Das seien neben Teamgeist und Geschlossenheit die Basics. „Wir stehen nicht auf Platz Eins, weil wir die beste Mannschaft sind, sondern weil wir uns 90 Minuten ins Spiel reinbeißen, alles für den Erfolg tun. Natürlich brauchen wir auch Matchglück wie in Rostock. Jedes Spiel ist eine brutale Herausforderung!“

    Der 50-Jährige Coach hatte vor mehr als zwei Jahren die beiden Relegationsspiele der Löwen gegen Saarbrücken nur im Fernsehen verfolgt. „Sechzig war nicht der Favorit, hat aber mit einer enormen Willensleistung den Aufstieg geschafft. Das hat mir schon damals Respekt abgefordert.“ An den anschließenden Feierlichkeiten hatte er ebenfalls indirekt Anteil. „Freunde, die in München leben, haben mir Videos geschickt. Ich war beeindruckt, wie die Fans den Aufstieg gefeiert haben.“

    Die Saarländer ordnet Köllner „vom Kaliber“ ähnlich wie Rostock ein. „Nach mehreren Anläufen hat es endlich mit dem Aufstieg geklappt. Diese Euphorie und die von den erfolgreichen Spielen im DFB-Pokal in der vergangenen Saison bringen sie mit. Dazu ist Saarbrücken finanziell gut aufgestellt.“ Der Oberpfälzer spricht von einem „Top-Kader“, der sowohl in einem 4-3-3- als auch in einem 4-1-4-1-System spielen kann. „Sie kommen mit einer breiten Brust, versuchen die Dinge spielerisch zu lösen. Uns wird sicher nichts geschenkt, aber das sind die schönsten Spiele.“

    Fehlen werden gegen den Aufsteiger Niklas Lang und Tim Linsbichler. Dagegen sieht es bei Leon Klassen, der am vergangenen Samstag wegen einer Mandelentzündung nicht die Reise an die Ostsee angetreten konnte, gut aus. Der 20-Jährige stieg am Montag wieder ins Training ein. Er könnte eine Alternativ für den gesperrten Phillipp Steinhart als Linksverteidiger sein, ebenso wie Maxim Gresler, „wenn wir die Position Eins-zu-Eins ersetzen wollen“, so Köllner. In Rostock stand das 17-jährige Talent erstmals im Profikader. „Da konnte er schon mal reinschnuppern, die Abläufe kennenlernen.“

    Auf Daniel Wein kann Köllner ebenfalls zurückgreifen, der in Rostock einen Schlag auf den Oberschenkel abbekommen hatte, 20 Minuten weiterspielte, dann aber für Erdmann Platz machen musste. „Ich gehe davon aus, dass er spielen kann. Unsere medizinische Abteilung hat ihn gleich noch in Rostock behandelt. Bereits am Montag konnte er wieder mittrainieren.“

    Köllner bezeichnete es als „Fluch der guten Tat“, dass er nach dem 1:1 in Rostock eine gewisse Unzufriedenheit mit dem Punkt und dem Auftritt der Löwen an der Ostsee feststellen musste. „Natürlich haben wir nicht hundertprozentig gut gespielt. Das wissen wir auch. Rostock hat mit den 7.500 Zuschauern im Rücken extrem Druck gemacht. Aber dass die Mannschaft auch nach dem 1:1 zusammengeblieben ist, zeichnet sie auf. Wir sind sicher nicht zu Unrecht seit fünf Spiel ungeschlagen.“

    Vor einigen Wochen habe noch der Pessimismus überwogen, nachdem 16 Verträge nicht verlängert wurden und nur fünf Spieler von außerhalb kamen. „Aber wir haben die Themen gut abgearbeitet und sind froh, dass wir eine von drei ungeschlagenen Mannschaften in der Liga sind. Unsere Stärke ist, dass wir bei eigenem Ballbesitz gut Fußball spielen wollen und um jeden Meter kämpfen. Die Mannschaft zeigt extremen Willen und will immer gewinnen. Wir werden auch gegen Saarbrücken Gas geben, treffen aber auf einen Gegner, der auch weiß, wie es geht!“

    Köllner und die Mannschaft machen keinen Hehl daraus, dass sie die Tabellenführung unbedingt verteidigen wollen. „Für jeden Sportler ist es das Größte, erfolgreich zu sein. Letztes Jahr mussten wir der Musik hinterherlaufen, das hat Kraft gekostet.“ Vorne gehe vieles leichter. „Die Punkte, die wir haben, nimmt uns keiner mehr. Wir sind eine verschworene Gemeinschaft. Das ist unser Trumpf. Wenn dann noch einzelne Spieler wie gegen Lübeck Highlights setzen, dann können wir auch gegen Saarbrücken gewinnen.“


    MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN


    1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 5 Moll, 6 Salger, 33 Klassen – 17 Wein – 31 Neudecker, 8 Tallig, 14 Dressel, 7 Lex – 9 Mölders.

    Ersatz: 12 Szekely, 40 Kretzschmar (beide Tor) – 11 Greilinger, 13 Erdmann, 19 Pusic, 20 Agbowo, 21 Ngounou Djayo, 26 Durrans, 27 Belkahia, 28 Mannhardt, 30 Cocic, 32 Gresler.

    Nicht dabei: 3 Lang (Sprunggelenksverletzung), 22 Linsbichler (Aufbautraining), 36 Steinhart (Gelb-Rot-Sperre).


    FCS: 1 Batz (Tor) – 16 Barylla, 5 Zellner, 3 Sverko, 23 Müller – 8 Zeitz – 25 Jänicke, 19 Froese – 11 Mendler, 7 Shipnoski – 24 Jacob.

    Ersatz: 36 Castellucci (Tor) – 9 Vunguidica, 10 Fejzullahu, 13 Deville, 14 Uaferro, 17 Perdedaj, 18 Bösel, 20 Teo, 22 Golley, 27 Breitenbach, 30 Schleimer, 32 Köhl.

    Nicht dabei: 4 Schorch (Erkältung), 6 Bulic (Handbruch), 28 Gouras (Schlüsselbeinbruch), 31 Singer (muskuläre Probleme).


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5344.htm


    Die Löwen-U21 konnte im Heimspiel den Auswärtssieg beim FC Deisenhofen nicht vergolden, unterlag der abstiegsbedrohten SpVgg Hankofen-Hailing mit ihrem neuen Trainer Heribert Ketterl sang- und klanglos mit 0:2. Andreas Wagner (34.) vor der Pause und Tobias Richter (50.) nach Wiederbeginn erzielten die Treffer für die Niederbayern.


    Löwen-Trainer Frank Schmöller war restlos bedient nach den 90 Minuten. „Statt vergoldet haben wir den Auswärtssieg eher verblechert“, machte er in Galgenhumor. „Das war heute ein Offenbarungseid.“

    Dabei startete sein Team ganz vernünftig in die Partie, hatte in den ersten zehn Minuten zwei Halbchancen, die aber nicht konsequent zu Ende gespielt wurden. Danach verloren die kleinen Löwen aber immer mehr die vorgegebene Linie, ließen sich den Schneid von den robusten Gästen abkaufen. „Wir sind gegen eine körperlich kompakte Mannschaft in die Zweikämpfe gegangen“, ärgerte sich der 54-jährige Coach, „haben immer die falsche Entscheidung getroffen.“ Dem 0:1 durch Andreas Wagner in der 34. Minute ging ein einfacher Ballverlust im Spielaufbau voraus, anschließend wurde nicht konsequent verteidigt. Fast nach dem gleichen Schema fiel das 2:0 für die Gäste. Diesmal war Tobias Richter der Torschütze.

    „Ich kann mir das nicht erklären“, war Schmöller richtig sauer auf seine Jungs. Unerfahrenheit und Jugend wollte er nicht als Entschuldigung gelten lassen. „Das war vogelwild, ohne jede Inspiration“, beschrieb er den Auftritt. „Du kannst nicht mit hohen Bällen spielen, wenn beide Innenverteidiger gefühlt ein Gardemaß von 1,90 Meter haben“, grantelte er. „Folgerichtig haben wir 0:2 verloren.“ Er fühle sich von der Niederlage „persönlich getroffen. Daran werde ich ein, zwei Tage zu knabbern haben.“ Außerdem kündigte der Ex-Profi „gewaltig Redebedarf“ an. Das wird sicher keine angenehme Trainingswoche!


    STENOGRAMM, 26. Spieltag, 17.10.2020, 15 Uhr


    TSV 1860 München II – SpVgg Hankofen-Hailing 0:2 (0:1)


    1860: Szekely (Tor) –Spennesberger, Siebdrat, Stefanovic (67., Wanzeck), Heigl (46., Kocso) – Kovacevic (73., Wörns), Hingerl, Rother – Auburger, Durrans, Date (73., Neziri).

    Tor: 0:1 Wagner (34.), 0:2 Richter (50.).

    Gelbe Karten: Stefanovic, Rother, Hingerl, Kocso, Spennesberger, Wanzeck – Gänger, Lazar, Richter.

    Zuschauer: 60 Trainingsgelände Grünwalder Straße 114..

    Schiedsrichter: Jürgen Steckermeier; Assistenten: Julian Schaub, Stefan Berchtold.


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5337.htm


    Nächstes Spiel:


    24.10.2020, 14 Uhr 30, auswärts bei TSV Kottern


    https://www.fupa.net/spielberi…860-muenchen-7640588.html

    Die Löwen sind auch nach dem Auswärtsspiel bei Hansa Rostock weiterhin ungeschlagen. Der kurz zuvor eingewechselte Dennis Erdmann (42.) traf per Kopf zur 1860-Führung. Bentley Baxter Bahn glich kurz nach der Pause zum 1:1-Endstand aus (50.). In der hitzigen Schlussphase sah Phillipp Steinhart noch die Gelb-Rote Karte (83.).


    Personal: Löwen-Cheftrainer Michael Köllner musste in Rostock verletzungsbedingt auf Niklas Lang (Sprunggelenksprobleme) und Leon Klassen (Mandelentzündung) verzichten. Nicht den Sprung in den 18er-Kader schafften der dritte Torhüter György Szekely, Ahanna Agbowo , Tim Linsbichler, Matthew Durrans, Marco Mannhardt und Milos Cocic. Im Vergleich zum 4:1-Heimsieg gegen Lübeck gab es keine Veränderungen in der Startelf.


    STIMMEN Köllner: „Die ersten 20 Minuten waren das Beste in dieser Saison!“


    Spielverlauf: Rostock versuchte von Beginn an und mit den 7.500 Zuschauern im Rücken, die Löwen unter Druck zu setzen. Doch die hielten dagegen, zeigten sich wenig beeindruckt von der Kulisse. Jan Löhmannsröben prüfte in der 8. Minute erstmals Marco Hiller mit einem Distanzschuss aus 21 Metern, der aber zu zentral kam, um den Löwen-Keeper vor Probleme zu stellen. Vier Minuten später die Riesenchance für die Löwen. Phillipp Steinhart hatte aus der eigenen Hälfte in die Tiefe gepasst, Stefan Lex lief der Abwehr zunächst davon, kam halblinks am Fünfmetereck zum Abschluss, aber der nachsetzende Sven Sonnenberg ging dazwischen, grätschte die Kugel im letzten Moment ins Tor-Aus (12.). Aber auch die Hanseaten hatten eine gute Möglichkeit. Maurice Litka tankte sich nach Doppelpass durch die 1860-Abwehr, kam auch im Strafraum in zentraler Position zum Abschluss, doch Hiller und Quirin Moll warfen sich ihm entgegen, blockten den Schuss. Der Abpraller kam zu Luca Horn, der Pascal Breier anschoss. Der Stürmer setzte nach, doch Löwen-Keeper Hiller stürzte aus seinem Kasten und holte dem Rostocker Stürmer im letzten Moment den Ball vom Fuß (17.). Im Anschluss an einen Doppelpass mit Richy Neudecker kam Sascha Mölders am linken Strafraumeck zum Abschluss, sein Schuss ging aber deutlich übers kurze Kreuzeck (21.). Wenig später erreichte Daniel Wein eine Ecke von Quirin Moll am ersten Pfosten, setzte die Kugel per Kopf aber deutlich über den Querbalken (24.). Nach einem Freistoß aus dem rechten Halbfeld herrschte Verwirrung im 1860- Strafraum, John Verhoek streifte nur den Ball, Löhmannsroben stocherte am Fünfmeterraum im Liegen nach der Kugel, die anschließend bei Breier landete, der aus zwölf Metern aber deutlich übers Tor zielte (30.). Ein Freistoß von Bentley Baxter Bahn aus 28 Metern lupfte der Mittelfeldspieler halbrechts vors Tor, drei Rostocker kamen aber nicht an die Kugel, die im Tor-Aus landete (36.). Noch vor der Pause musste Löwen-Trainer Michael Köllner tauschen. Wein, der schon nach 20 Minuten humpelte, machte Platz für Dennis Erdmann (39.). Keine zwei Minuten brauchte der Abwehrspieler, dann hatte er die Führung erzielt. Einen Eckball von rechts drehte Neudecker mit links vors Tor, Erdmann lief in die Hereingabe, wuchtete sie per Kopf hoch ins kurze Eck zum 1:0 (42.). Die Führung nahmen die Sechzger auch mit in die Kabine.

    Ähnliches Bild wie zu Beginn auch zum Start der 2. Halbzeit: Rostock machte Druck und wurde bereits nach fünf Minuten belohnt. Nach einem Querpass von Nico Neidhart kam Bahn kurz vor der Strafraumgrenze frei zum Abschluss, setzte mit dem rechten Innenrist aus 17 Metern den Ball unhaltbar für Hiller ins rechte untere Eck zum 1:1 (50). Langsam konnten sich die Löwen wieder von dem Druck befreien, hatten einige gute Konterchancen, wo aber der finale Pass nicht den Adressaten fand. In der 62. Minute die Riesenchance für Breier. Max Rheinthaler kam auf der linken Seite bis zur Grundlinie, seine Hereingabe fand den vollkommen freistehenden Stürmer, der die Kugel aus zehn Metern rechts am Tor vorbeiballerte. Einem Drehschuss von Breier von der Strafraumgrenze fehlte die nötige Power, um Hiller zu überraschen (68.). Wenig später musste der Löwen-Keeper gegen Verhoek an der Strafraumgrenze klären, kurzfristig war sein Kasten verwaist, doch die Rostocker brachten den zweiten Ball nicht aufs Tor (70.). In der 74. Minute rettete Dennis Dressel auf der Linie. Nach einer Freistoßflanke kam Hiller beim Versuch der Faustabwehr nicht an den Ball, Breiers Schuss aus neun Metern aufs leere Tor hätte gepasst. Danach war die Partie minutenlang unterbrochen. Die Rostocker wollten erst den Ball hinter der Linie gesehen haben, dann reklamierten sie ein Handspiel von Stephan Salger. Der Schiedsrichter tauschte sich mit seinen Assistenten aus, letztlich ging es mit Einwurf weiter. Ab der 83. Minute waren die Löwen nur noch zu Zehnt. Steinhart, der wegen Ballwegschlagens bereits Gelb gesehen hatte, sah nach einem Foul Gelb-Rot. Dadurch ging es für die Sechzger in der Schlussphase nur noch darum, das Remis zu verteidigen. Der kurz zuvor eingewechselte Ex-Löwe Korbinian Vollmann kam nach Rechtsflanke aus neun Metern zum Abschluss, sein Schuss blockte Moll zur Ecke (89.). Fünf Minuten Nachspielzeit legte Schiedsrichter Konrad Oldhafer obenauf. In der 2. Minute der Overtime parierte Hiller einen Zwölf-Meter-Schuss von Nik Omladic. Das war die letzte Möglichkeit für die Gastgeber. Die Sechzger retteten den Punkt und bleiben weiterhin ungeschlagen.


    STENOGRAMM, 5. Spieltag, 17.10.2020, 14.03 Uhr


    F.C. Hansa Rostock – 1860 München 1:1 (0:1)


    FCH: 1 Kolke (Tor) – 3 Riedel, 23 Sonnenberg, 14 Reinthaler – 24 Löhmannsröben – 7 Neidhart, 27 Horn – 8 Bahn – 28 Litka, 39 Breier – 18 Verhoek.

    Ersatz: 30 Voll (Tor) – 6 Rother, 10 Vollmann, 17 Schulz, 19 Farrona Pulido, 21 Omladic, 25 Daedlow.

    1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 5 Moll, 6 Salger, 36 Steinhart – 17 Wein – 31 Neudecker, 8 Tallig, 14 Dressel, 7 Lex – 9 Mölders.

    Ersatz: 40 Kretzschmar (Tor) – 11 Greilinger, 13 Erdmann, 19 Pusic, 21 Ngounou Djayo, 27 Belkahia, 32 Gresler.

    Wechsel: Rother für Löhmannsröben (81.), Omladic für Litka (81.), Vollmann für Horn (89.) – Erdmann für Wein (39.), Greilinger für Lex (82.).

    Tore: 0:1 Erdmann (42.), 1:1 Bahn (50.).

    Gelbe Karten: Löhmannsröben, Verhoek, Neidhart – Willsch, Neudecker, Dressel.

    Gelb-Rote Karte: Steinhart (84.).

    Zuschauer: 7.500 im Ostseestadion.

    Schiedsrichter: Konrad Oldhafer (Hamburg); Assistenten: Jost Steenken (Nordhorn), Luca Jürgensen (Hamburg).


    https://www.tsv1860.de/de/Aktu…IFqBL8QPZrwNrdJLN6WuhoOh8


    Bildergalerie:


    https://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2421.htm


    Presseschau tz und Az:


    https://www.tz.de/sport/1860-m…rdmann-wein-13920069.html


    https://www.abendzeitung-muenc…mis-in-rostock-art-677214


    https://www.abendzeitung-muenc…ansa-rostock-tsv-1860-43/


    Spiel in voller Länge (Video):


    https://www.br.de/mediathek/vi…:5f6df8faf1cc94001b2c5ac9


    Zusammenfassung:


    https://www.sportschau.de/fuss…drama-in-rostock-100.html


    Nächstes Spiel:


    21.10.2020, 19 Uhr, zu Hause gegen den 1.FC Saarbrücken

    Die Löwen-U21 empfängt am Samstag, 17. Oktober 2020, in der Bayernliga Süd die SpVgg Hankofen-Hailing auf dem Trainingsgelände an der Grünwalder Straße 114. Anpfiff ist um 15 Uhr. Unter Beachtung der Hygienevorschriften sind bis 200 Zuschauer zugelassen.


    Die Niederbayern haben sich unter der Woche von ihrem Trainer Gerry Huber getrennt, nachdem seine Mannschaft seit der Saisonfortsetzung aus den ersten drei Spielen nur einen Punkt geholt hatte und als Drittletzter mitten im Abstiegskampf steckt.

    „Die Geschichte des Spiels ist relativ schnell erzählt“, sagt 1860-Trainer Frank Schmöller. „Hankhofen hat kurzfristig den Trainer gewechselt, mal sehen, was der Neue bewirkt!“ Ohnehin müsse man in erster Linie auf sich selbst schauen. „Natürlich angepasst an den Gegner. Wir tun gut daran, wenn wir versuchen, unser Spiel durchzudrücken.“

    Schmöller erwartet eine andere Partie als zuletzt beim FC Deisenhofen. „Hankofen-Hailing ist ein unangenehmer Gegner. Sicher wollen sie uns nicht totspielen, sondern uns eher ihre bekannten kämpferischen Tugenden entgegensetzen und uns wehtun.“

    Verzichten muss Schmöller gegen die Niederbayern auf Tomislav Kraljevic (Knieprobleme), Dominik Schön (Bandscheibenvorfall) und Antonio Trograncic (Adduktorenprobleme). Von den Profis erwartet er keine Verstärkung, weil das Spiel auf Kunstrasen stattfindet.

    Trotzdem hofft der 54-jährige Ex-Profi auf einen Sieg. „Nach dem Überraschungscoup in Deisenhofen wäre es wichtig, den Auswärtsdreier zu vergolden. Deshalb gehen wir voll auf Sieg.“ Das Ziel für Schmöller in den verbleibenden neun Spielen ist klar: „Wir wollen so schnell wie möglich – auch rein rechnerisch – nichts mit dem Abstieg zu tun haben!“


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5334.htm

    Für Michael Köllner ist es ein absolutes Spitzenspiel. „Hansa Rostock empfängt den aktuellen Tabellenführer, die Partie ist live im Fernsehen zu sehen. Viel mehr geht nicht!“, erklärt der 50-jährige Löwen-Coach vor dem Auswärtsspiel seines Teams am Samstag, 17. Oktober 2020, Anpfiff 14.03 Uhr, im Ostseestadion. Neben Magenta Sport wird das BR Fernsehen das Spiel live im Free-TV übertragen.


    PK IM LÖWEN-TV >>


    Zunächst schilderte Michael Köllner die Trainingswoche, die wegen den Corona-Beschränkungen nach wie vor unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden hat. Sehr gut sei sie diese gewesen, entsprechend vorbereitet reise das Team nach Rostock. Verzichten müsse er lediglich auf Niklas Lang, der nach seiner Sprunggelenksverletzung mit einem Spezialschuh am Training teilnimmt, und auf Leon Klassen. Der linke Außenbahnspieler pausiert seit Donnerstag wegen einer Mandelentzündung. „Er ist kein Thema, außer Leon legt eine Blitzheilung hin“, so der Trainer. Dagegen rechnet er fest mit Fabian Greilinger. Der Stürmer hatte am Mittwoch wegen Hüftproblemen pausiert, stand aber ab Donnerstag wieder auf dem Platz.

    „Wir fahren gut vorbereitet nach Rostock“, sagt Köllner, für den es mit den Löwen eine Premiere ist. Mit Nürnberg dagegen spielte er im DFB-Pokal bereits in der Hansestadt. „Da habe ich viel Freibier bekommen“, beschrieb er die gereizte Stimmung. „Es war ein hartes Spiel, das wir im Elfmeterschießen gewonnen haben.“

    Nicht ganz so gut sind die Erinnerungen mit seinem aktuellen Team. Nach dem Corona-Lockdown verloren die Sechzger mit 0:1 am 13. Juni im Grünwalder Stadion gegen Hansa. Damals ein herber Dämpfer für die Aufstiegsambitionen der Löwen. „Das wollen wir diesmal besser machen“, lautet deshalb seine Marschroute. „Rostock hat die Art und Weise, wie sie Fußball spielen, nicht verändert. Wir müssen entsprechende Lösungen finden.“ Seine Mannschaft sieht er mental und physisch stärker als noch in der letzten Saison. „Wir spielen auch besser Fußball. Unsere Taktik wird sein, die Schwächen des Gegner aufzudecken und unsere zu kaschieren. Wir streben ein anderes Ergebnis als beim letzten Mal an.“


    12. Mann-Ticket: Löwen starten den Verkauf eines Gutscheintickets.


    Dieses Selbstbewusstsein nährt der Oberpfälzer aus den bisherigen Auftritten in der aktuellen Spielzeit. „Die Mannschaft ist sehr gefestigt“, verweist Köllner auf die Partie gegen Lübeck, in der die Löwen einem frühen Rückstand hinterherlaufen mussten. „Das hat uns nicht aus der Fassung gebracht. Im Gegenteil: Wir sind von Minute zu Minute stärker geworden, haben wunderschöne Tore erzielt und uns belohnt.“

    Eine Steigerung gegenüber der Vorsaison sei auch vonnöten, wolle man an der Ostsee bestehen. „Rostock hat sich am Transfermarkt extrem bedient mit zehn Neuzugängen. Für mich sind sie der Topfavorit auf den Aufstieg“, schiebt er die Favoritenrolle weiter. Sein Kollege Jens Härtel habe „eine super Mannschaft“, deren Qualität er an einem Beispiel festmacht: „Korbinian Vollmann, der aus dem Junglöwen-Nachwuchs kommt, schafft es momentan nicht in die Startelf. Das ist ein Indiz für die Stärke.“

    Zuletzt habe Hansa in Verl, dass in den ersten drei Spielen ungeschlagen blieb, trotz 30-minütiger Unterzahl nach dem Platzverweis von Damian Roßbach beim 3:2-Sieg überzeugt. „Das wird ein schweres Auswärtsspiel, eine Herausforderung. Rostock spielt sehr stabil, ist sehr mannorientiert gegen den Ball und lässt wenig Torchancen zu. Ein äußerst unangenehmer Gegner.“ Doch seine Mannschaft sieht er darauf vorbereitet. „Wir werden alles dafür tun, um dort zu punkten. Dafür müssen wir unser Limit erreichen und 1860 Prozent abrufen“, so die Maxime. Auch wenn es gegen die kompakte Rostocker Defensive wenig Lücken gibt, ist sich Köllner sicher, „dass wir in bestimmten Phasen auch Räume bekommen. Wir haben zuletzt gezeigt, dass wir Druck machen können.“

    Druck wird auch von den Rängen kommen. Immerhin sind 7.500 Zuschauer im Ostseestadion erlaubt. Köllner sieht das mit gemischten Gefühlen, „weil unsere Fans nicht ins Stadion dürfen, obwohl wir über 10.000 Dauerkarten verkauft haben“. Im fehle schlichtweg die Verhältnismäßigkeit. „Fünf Kilometer weiter in Unterhaching dürfen Zuschauer rein. Was ist das für eine Logik“, echauffiert sich der Coach. Er finde es schlichtweg fatal, wenn in einem Land unterschiedliche Richtlinien herrschen. „Das ist für mich eine Frage von Gerechtigkeit.“

    Auch wenn es nur gegnerische Fans in Rostock sind, findet es Köllner trotzdem „super motivierend“ und verweist auf den Auswärtssieg in Zwickau. „Zuschauer geben einfach das Gefühl von richtigem Fußball“, wie er es nennt. „Wir freuen uns darauf, dass uns 7.500 Rostocker vehement Feuer geben. Das wird ein Riesenspektakel. Kein Spiel von uns während der Pandemie hatte so viele Zuschauer.“ Jeder im Team nehme die Energie unterschiedlich auf. „Ich denke, Sascha Mölders wird sich in Rostock besonders wohl fühlen“, sagt Köllner mit einem Augenzwinkern.


    MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN


    FCH: 1 Kolke (Tor) – 3 Riedel, 23 Sonnenberg, 14 Reinthaler – 24 Löhmannsröben – 7 Neidhart, 16 Butzen – 8 Bahn – 28 Litka, 39 Breier – Verhoek.

    Ersatz: 30 Voll (Tor) – 6 Rother, 9 Engelhardt, 10 Vollmann, 11 Herzog, 17 Schulz, 18 Verhoek, 19 Farrona Pulido, 21 Omladic, 25 Daedlow, 27 Horn.

    Nicht dabei: 4 Roßbach (Rotsperre), 20 Scherff (Muskelfaserriss).


    1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 5 Moll, 6 Salger, 36 Steinhart – 17 Wein – 31 Neudecker, 8 Tallig, 14 Dressel, 7 Lex – 9 Mölders.

    Ersatz: 12 Szekely, 40 Kretzschmar (beide Tor) – 11 Greilinger, 13 Erdmann, 19 Pusic, 20 Agbowo, 21 Ngounou Djayo, 22 Linsbichler, 26 Durrans, 27 Belkahia, 28 Mannhardt, 30 Cocic, 32 Gresler.

    Nicht dabei: 3 Lang (Sprunggelenksverletzung), 33 Klassen.


    https://www.tsv1860.de/de/Aktu…zXNEeXV_57mMCHyRk4gOjygWw


    TSV 1860 München II - SSV Jahn Regensburg II 0:1

    Die Löwen-Amas verloren heute Nachmittag ein Testspiel am heimischen Trainingsgelände gegen die Zweitvertretung des SSV Jahn Regensburg mit 0:1
    Torschütze für die Gäste war in der 50. Minute Benedikt Köppel.

    Die Löwen sind nach dem 4:1-Erfolg über den VfB Lübeck Tabellenführer. Dabei begann der Fußballnachmittag alles andere als verheißungsvoll. Patrick Hobsch traf zum 1:0 für die Gäste (7.). Doch nach dem Ausgleich von Marius Willsch (29.) sorgte Sascha Mölders noch vor der Pause für die Führung (36.). Richard Neudecker (62.) und Stefan Lex (66.) machten innerhalb von vier Minuten alles klar.


    Personal: Löwen-Cheftrainer Michael Köllner musste im Heimspiel gegen Lübeck verletzungsbedingt nur auf Niklas Lang (Sprunggelenksverletzung) verzichten. Nicht den Sprung in den 18er-Kader schafften der dritte Torhüter György Szekely, Ahanna Agbowo, Tim Linsbichler, Matthew Durrans, Marco Mannhardt, Milos Cocic und Maxim Gresler. Im Vergleich zum 2:1-Sieg in Zwickau gab es nur eine Änderung in der Startelf. Für Dennis Erdmann durfte Daniel Wein wieder von Beginn an ran.


    STIMMEN Köllner: „Ich bin nicht stolz, aber zufrieden über die Tabellenführung!“


    Spielverlauf: Die Löwen begannen dominant, wollten ähnlich schnell wie in Zwickau die Führung erzielen. Das wäre auch beinahe gelungen. Sascha Mölders nahm den Ball nach einem weiten Pass am Elfmeterpunkt aus der Drehung volley, setzte ihn aber knapp über den Querbalken (1.). Aber auch die Lübecker kamen in der 5. Minute zu einer Chance. Marvin Thiel hatte Yannick Deichmann halblinks im Strafraum angespielt, sein Schuss aus 15 Metern ging aber übers 1860-Tor. Wenig später war es passiert. Patrick Hobsch, der geschickt am Strafraum gekreuzt war so seinen Gegenspieler Quirin Moll abschüttelte, tauchte nach Deichmann-Pass in die Tiefe plötzlich frei vor Marco Hiller auf, schob ihm den Ball aus 14 Metern durch die Beine zum 1:0 (7.). In der 16. Minute umkurvte Richard Neudecker auf dem rechten Flügel zwei Spieler, konnte aber im letzten Moment von Tommy Gruppe gestoppt werden. Nach einem Pass von Stefan Lex tauchte Erik Tallig links vor VfB-Keeper Lukas Raeder auf, aber der Winkel war zu spitz. Sein Abschluss war ein Zwischending aus Torschuss und Flanke, ging ins Leere (21.). Ein 23-Meter-Freistoß aus halbrechter Position von Neudecker nach Foul an Lex schrammte knapp am kurzen Eck vorbei (26.). In der 28. Minute düpierte Neudecker im Zentrum Mirko Boland, sein 20_Meter-Schuss konnte Raeder aber nach vorne abklatschen. Eine Minute später lag die Kugel im VfB-Netz: Phillipp Steinhart hatte von der rechten Seite geflankt. Richard Neudecker legte per Kopf zurück auf Marius Willsch, dessen abgefälschter Linksschuss von der Unterkante der Latte den Weg zum 1:1 ins Tor fand (29.).Ein Schlenzer aus 18 Metern von Deichmann wurde drei Minuten später sichere Beute von Hiller (32.). In der 36. Minute hatte Hobsch erneut getroffen. Sein Treffer wurde aber wegen Abseitsstellung nicht anerkannt. Im direkten Gegenzug erzielte Mölders das 2:1. Nach einem weiten Pass von Dennis Dressel aus der eigenen Hälfte über 60 Meter sprang der Ball halbrechts im Sechzehner auf. Mit viel Gefühl und seiner ganzen Routine hob der 35-Jährige die Kugel gekonnt über Raeder hinweg ins Lübecker Tor. Es war bereits der dritte Treffer des Torjägers im vierten Spiel. Ein Linksschuss von Tallig vom linken Strafraumeck ging nur um Zentimeter übers Kreuzeck am kurzen Pfosten (45.). Kurz danach pfiff Schiedsrichter Tobias Reichel zur Pause.

    Lübeck kam druckvoll zurück, drängte zu Beginn der 2. Halbzeit auf den Ausgleich. Riesenglück für die Löwen in der 51. Minute. Marvin Thiel hatte den Ball nach einem Querpass von rechts am zweiten Pfosten in die Mitte geflankt, wo Thorben Deters blank am Fünfmeterraum stand und abzog. Doch Willsch warf sich in den Schuss aus vier Metern, lenkte die Kugel dadurch über den Querbalken (51.). Missverständnis in der Lübecker Abwehr in der 57. Minute. Neudecker passte im Strafraum auf Lex, der halblinks aus elf Metern frei zum Abschluss kam, aber Raeder und ein Abwehrspieler blockten den Schuss zur Ecke (57.). Was für ein Tor! Willsch hatte von rechts flach in die Mitte geflankt, Neudecker kam am ersten Pfosten dem Ball entgegen, bugsierte ihn mit der Hacke zum 3:1 ins kurze Eck (62.). Vier Minuten später gar das 4:1. Ein Zuspiel von Daniel Wein wollte Boland klärbne, legte die Kugel aber genau in den Lauf von Lex, der frei vor Raeder auftauchte und den Keeper aus 14 Metern souverän überwand (66.). Einen 20-Meter-Schuss von Neudecker lenkte Raeder in der 73. Minute über die Querlatte. In der Schlussphase nahmen die Löwen etwas das Tempo aus dem Spiel, dominierten aber weiterhin die Partie und gewannen am Ende auch in der Höhe verdient. Damit ist de rTSv 1860 erstmals Tabellenführer der 3. Liga!


    STENOGRAMM, 4. Spieltag, 10.10.2020, 14 Uhr


    1860 München – VfB Lübeck 4:1 (2:1)


    1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 5 Moll, 6 Salger, 36 Steinhart – 17 Wein – 31 Neudecker, 8 Tallig, 14 Dressel, 7 Lex – 9 Mölders.

    Ersatz: 40 Kretzschmar (Tor) – 11 Greilinger, 13 Erdmann, 19 Pusic, 21 Ngounou Djayo, 27 Belkahia, 33 Klassen.

    VfB: 32 Raeder (Tor) – 16 Malone, 17 Grupe, 27 Rieble – 39 Riedel, ,18 Deters 13 Thiel, 10 Deichmann, 31 Boland – 34 Hobsch, 15 Zehir.

    Ersatz: 23 Luyambula (Tor) – 4 Chana, 8 Mende, 9 Röser, 20 Okungbowa, 21 Kircher, 22 Steinwender.

    Wechsel: Pusic für Lex (70.), Greilinger für Neudecker (75.), Ngounou Djayo für Tallig (85.) – Röser für Hobsch (59.), Steinwender für Zehir (68.), Kircher für Riedel (83.).

    Tore: 0:1 Hobsch (7.), 1:1 Willsch (29.), 2:1 Mölders (36.), 3:1 Neudecker (62.), 4:1 Lex (66.).

    Gelbe Karten: –.

    Zuschauer: 0 im Grünwalder Stadion.

    Schiedsrichter: Tobias Reichel (Stuttgart); Assistenten: Tom Bauer (Mainz), Andreas Hummel (Betzigau).


    https://www.tsv1860.de/de/Aktu…pUZCa8wOHZtwHi9X_rJjq0Y1k


    Bildergalerie:


    https://www.tsv1860.de/de/Bild…7FnXV52zNv-cHgcskrnYROJKk


    Presseschau tz und Az:


    https://www.tz.de/sport/1860-m…auer-3-liga-13917006.html


    https://www.abendzeitung-muenc…nicht-verloren-art-675549


    https://www.abendzeitung-muenc…greiche-loewen-art-675540


    https://www.abendzeitung-muenc…schlussphase-endstand-41/


    Zusammenfassung:


    https://www.br.de/mediathek/vi…:5f81deb72c017a0014c59a6e


    Nächstes Spiel:


    17.10.2020, 14 Uhr, in Rostock gegen Hansa

    Die Löwen müssen auch im zweiten Heimspiel gegen den VfB Lübeck am Samstag, 10. Oktober 2020, Anpfiff 14 Uhr, ohne ihre Fans auskommen. Aufgrund der Pandemie-Lage in München wurde am Freitag die Genehmigung, 1.500 Zuschauern ins Grünwalder Stadion zu lassen, kurzfristig zurückgezogen. Lediglich MAGENTA SPORT zeigt die Partie live. Als Zusammenfassung ist das Spiel in Blickpunkt Sport ab 17.15 Uhr und in der ARD Sportschau ab 18 Uhr zu sehen.


    Keine Zuschauer gegen Lübeck und Saarbrücken zugelassen.


    Löwen-Cheftrainer Michael Köllner gab in der Pressekonferenz seiner Freude Ausdruck, endlich wieder vor Zuschauern spielen zu können, hatte aber schon eine Vorahnung: „Die letzten Monate haben uns gezeigt, dass eins sicher ist, dass eben nichts sicher ist!“ Kurz danach kam die behördliche Absage.

    Mit dem bisherigen Start in die Punkterunde ist der 50-jährige Coach zufrieden. Nicht nur, weil es der beste Saisonstart der Sechzger seit 14 Jahren war, sondern weil Köllner die bisherigen Partien mit den gleichen Gegner aus der Vorsaison verglich. Damals gab es in Meppen und Zwickau sowie zu Hause gegen Magdeburg jeweils Unentschieden. „Jetzt haben wir sieben Punkte bei identischen Voraussetzungen“, sieht er eine positive Entwicklung bei seinem Team, das sich die Woche über akribisch auf Lübeck vorbereitet habe.

    Dabei verletzte sich Niklas Lang bei einem Zweikampf am Sprunggelenk, fällt mehrere Wochen aus. Es sei für den 18-Jährigen bitter, der sich nah an die Startelf ran gearbeitet hätte. „Er stand Gewähr bei Fuß. Aber sowas kommt vor. Fußball ist Kontaktsport. Jeder versucht sich im Training anzubieten“, so Köllner. Die Behandlung des Youngsters erfolge konservativ. „Wir werden alles dafür tun, das Niki gestärkt zurück kommt.“

    Neben Lang wird auch Tim Linsbichler definitiv nicht im Lübeck-Kader zu finden sein. „Er befindet sich noch im Aufbau“, sagt Köllner über den Stürmer, der zuletzt bei Hoffenheim II unter Vertrag stand und über ein halbes Jahr kein Spiel mehr absolvierte. Er reagiere noch auf Belastung, weshalb eine sorgfältige Steuerung nötig sei. Gerade für einen Stürmer sei Fitness enorm wichtig. „Er muss das Pressing gut einleiten und den Gegner hart anlaufen. Das fehlt bei Tim noch.“ Bei Richard Neudecker sei das ähnlich gelagert gewesen. Der kontinuierliche Aufbau habe sich bei ihm gelohnt, war er doch an beiden Löwen-Treffern in Zwickau mit dem vorletzten Pass beteiligt. „Richy ist schon länger dabei. Aber er war auch froh, als ich ihn in Zwickau runtergeholt habe.“ Für das laufintensive Sechzger-Spiel, so Köllner, „braucht jeder hundertprozentige Fitness.“


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    Der Löwen-Trainer rechnet mit einem „Aufsteiger, der uns das Leben sehr schwer macht“. Punktetechnisch hätten die Hanseaten keinen guten Start hingelegt, zuletzt aber gegen den MSV Duisburg zu Hause 1:1 gespielt. „Sie werden mit aller Macht den ersten Dreier bei uns anstreben. Es wird ein hartes Stück Arbeit.“

    Das Team des österreichischen Trainers Rolf Landerl spielt hinten eine Dreier- bzw. Fünferkette und vorne mit zwei Spitzen. „Wir müssen versuchen, über unser Kurzpassspiel vors gegnerische Tor zu kommen, hart pressen und ein gutes Umschaltspiel zeigen“, erklärt Köllner die Marschroute.

    Lübeck vollzog trotz des Aufstiegs einen großen Umbruch. „Zuletzt haben sie nochmals zwei gute Spieler verpflichtet.“ Der eine ist Außenbahnspieler Pascal Steinwender, der vom SC Paderborn ausgeliehen wurde, der andere Mittelfeldspieler Ersin Zehir. Der gebürtige Lübecker kam ebenfalls auf Leihbasis vom FC St. Pauli. Beide sind in München spielberechtigt.

    In Anbetracht der Nachverpflichtungen sagt Köllner: „Es wird sicher keine leichte Übung. Wir müssen top performen, um die drei Punkte zu holen. Aber ich bin guter Dinge, weil die Mannschaft eine gute Trainingswoche hatte. Das ist für uns essentiell.“

    Auch wenn Köllner mit der bisherigen Entwicklung zufrieden ist, sieht er einiges Verbesserungspotential. „Gegen Meppen haben wir offensiv ein gutes Spiel gemacht. Im Heimspiel gegen Magdeburg haben wir die Durchschlagskraft vermissen lassen, standen aber sehr kompakt.“ Die kompletteste Leistung boten die Löwen in Zwickau, weshalb sich der Coach tierisch ärgerte, dass alles auf den nicht gegebenen Elfmeter für die Gastgeber reduziert wurde. „Dem standen zwei Riesenmöglichkeiten von uns gegenüber. Wir waren keinesfalls in Dauerbeschuss.“ Außerdem würde in der Spielanalyse nicht die Qualität des Gegners berücksichtigt werden. „Ich glaube, dass Zwickau im ersten Drittel der Tabelle stehen wird.“

    Sein Team habe „kontinuierlich in allen Bereichen“ bisher zugelegt. Als Trainer freut sich Köllner besonders über die gezeigte Leistung von Marius Willsch und Phillipp Steinhart in Zwickau. „Das war Extraklasse. Die beiden hat nicht jeder auf dem Schirm. Sie haben einen bärenstarken Job gemacht.“ Köllner stellte klar, dass er als Coach nicht nur für die Entwicklung junger Spieler zuständig sei, „sondern auch dafür, dass die Älteren noch Grenzen durchbrechen können.“


    MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN


    1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 5 Moll, 6 Salger, 36 Steinhart – 17 Wein – 31 Neudecker, 8 Tallig, 14 Dressel, 7 Lex – 9 Mölders.

    Ersatz: 12 Szekely, 40 Kretzschmar (beide Tor) – 11 Greilinger, 13 Erdmann, 19 Pusic, 20 Agbowo, 21 Ngounou Djayo, 22 Linsbichler, 26 Durrans, 27 Belkahia, 28 Mannhardt, 30 Cocic, 32 Gresler, 33 Klassen.

    Nicht dabei: 3 Lang (Sprunggelenksverletzung).

    VfB: 32 Raeder (Tor) – 16 Malone, 17 Grupe, 27 Rieble – 39 Riedel, 8 Mende, 13 Thiel – 10 Deichmann, 31 Boland – 34 Hobsch, 9 Röser.

    Ersatz: 23 Luyambula (Tor) – 2 Weissmann, 4 Chana, 11 Hebisch, 18 Deters, 20 Okungbowa, 21 Kircher, 22 Steinwender, 31 Zehir, 33 Benyamina, 35 Wolf.

    Nicht dabei: 3 Hertner (Bänderriss), 5 Feka (Trainingsrückstand), 6 Ramaj (Schlüsselbeinbruch), 7 Rüdiger (Muskelbündelriss), 14 Lippert (Nierenstein-OP), 19 Shalom (Meniskusriss).


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5317.htm


    Die Löwen-U21 landete im zweiten Spiel nach dem Re-Start ihren ersten Sieg. Beim Tabellenzweiten FC Deisenhofen war es Semi Belkahia, der in der 39. Minute per Kopf den Treffer zum 1:0-Endstand erzielte.


    Es war über die kompletten 90 Minuten ein enges Spiel. Erst hatten die Löwen Glück, als Schiedsrichter Andreas Hartl bei einem Klärungsversuch von 1860-Torhüter David Hundertmark keinen Elfmeter pfiff. „In neun von zehn Fällen pfeift der Schiri das. Meiner Meinung nach hat sich der Angreifer aber in dieser Situation fallen lassen“, schildert Löwen-Trainer Frank Schmöller die Szene. So war es Semi Belkahia für die Blauen, der kurz vor der Pause per Kopf nach einer Flanke das Goldene Tor erzielte. Nicht nur deshalb lohnte sich seine Abstellung von den Profis. „Semi hat uns mit seiner Ruhe und körperlichen Präsenz in der Vierkette gutgetan“, erklärte Schmöller. „Dazu hat er ein schönes Kopfballtor gemacht. Das hat sich für ihn und uns gelohnt.“ Schließlich sei die U21 auch dafür da, Spielern aus dem Profikader Spielpraxis zu geben. Eigentlich hätte auch Matthew Durrans spielen sollen, doch der Angreifer musste verletzt passen.

    Nach der Pause agierten die kleinen Löwen mit der Führung im Rücken sehr diszipliniert und konzentriert in der Defensive. „Bis auf einen Torschuss haben wir nichts mehr zugelassen“, zeigte sich der 54-jährige Coach mit der Leistung zufrieden. „Wir müssen aber lernen, die Konter zum Abschluss zu bringen, damit wir nicht bis zum Schluss zittern müssen“, kritisierte er das Umschaltspiel.

    Die drei Punkte beim Tabellenzweiten bezeichnete der Ex-Profi als „ein sehr wichtiger Sieg für Moral und Selbstvertrauen“. Für den FC Deisenhofen war es erst die zweite Niederlage aus den letzten 14 Ligaspielen. Torhüter Hundertmark konnte sich in seinem ersten Spiel für die Sechzger gleich über eine weiße Weste freuen. „Wenn ein Torwart zu Null spielt, hat er alles richtig gemacht“, lobte Schmöller. „Das ist besonders erfreulich für ihn, weil er aus der Jugend von Deisenhofen stammt.“


    STENOGRAMM, 25. Spieltag, 03.10.2020, 15 Uhr


    FC Deisenhofen – TSV 1860 München II 0:1 (0:1)


    1860: Hundertmark (Tor) – Date (85., Stefanovic), Siebdrat, Belkahia, Heigl – Spennesberger, Hingerl, Schön (74., Wörns), Rother – Kovacevic (85., Kronthaler), Kocso (64., Neziri),

    Tor: 0:1 Belkahia (39.).

    Gelbe Karten: Mayer, Nickl – Siebdrat, Hingerl, Spennesberger, Neziri, Wörns.

    Zuschauer: 195 Sportanlage Deisenhofen.

    Schiedsrichter: Andreas Hartl; Assistenten: Johannes Scheidhammer, Andreas Kriegner.


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5309.htm

    Die Löwen gewannen mit 2:1 beim FSV Zwickau auch das zweite Auswärtsspiel der Saison. Bereits nach 37 Sekunden gelang Sascha Mölders die Führung (1.). Bereits fünf Minuten später konnten die Sachsen durch Ronny König ausgleichen (9.). Den Siegtreffer markierte Dennis Dressel (in der 62. Minute. Damit setzt sich der TSV 1860 München in der Spitzengruppe der Tabelle fest.


    Personal: Löwen-Cheftrainer Michael Köllner hatte für das Spiel in Zwickau die Qual der Wahl, weil alle Spieler zur Verfügung standen. Nicht den Sprung in den 18er-Kader schafften der dritte Torhüter György Szekely, Tim Linsbichler, Ahanna Agbowo , Matthew Durrans, Semi Belkahia, Marco Mannhardt, Milos Cocic und Maxim Gresler. Im Vergleich zu dem 1:1 gegen Magdeburg gab es zwei Veränderungen in der Startelf. Für Daniel Wein kam Dennis Erdmann ins Team, für Fabian Greilinger begann erstmals vom Anpfiff weg Richard Neudecker.


    STIMMEN Köllner: „Dieser Sieg gibt uns Kraft!“


    Spielverlauf: Traumstart für die Löwen: Nach 37 Sekunden lag der Ball bereits im Zwickauer Tor. Stefan Lex hatte den Ball an der Strafraumgrenze für Sascha Mölders durchgesteckt. Während Erik Tallig im Abseits stand, befand sich der 1860-Torjäger auf gleicher Höhe mit seinem Gegenspieler. Aus der Drehung zog Mölders aus acht Metern ab, traf über das ausgefahrene Bein von Keeper Johannes Brinkies zum 1:0 ins lange Eck (1.). Der andere Stürmer-Oldie auf dem Platz besaß in der 4. Minute die Riesenchance zum Ausgleich. Morris Schröter hatte von rechts flach nach innen geflankt, der 37-jährige Ronny König rutschte in die Flanke, bugsierte aber aus sechs Metern den Ball rechts am Tor vorbei. Besser machte es König fünf Minuten später. Felix Drinkuth setzte sich gegen Dennis Erdmann am linken Flügel durch, seine Flanke erreichte König zwischen Stephan Salger und Phillipp Steinhart am Fünfmeterraum mit dem Kopf, traf unhaltbar für Felix Hiller hoch ins linke Eck (9.). In der 17. Minute konnte Steinhart gerade noch den Steckpass durch Schröter von rechts auf Drinkuth auf Kosten einer Ecke verhindern, sonst wäre der Zwickauer frei vor Hiller gewesen. Im Anschluss an einen Doppelpass zwischen Mölders und Lex brachte der schnelle Erdinger den Ball von der Grundlinie wieder zurück auf den Mittelstürmer, dessen Abschluss aus neun Metern aber von drei Zwickauern geblockt wurde, die sich gemeinsam in den Schuss warfen. Kurz danach kam Erik Tallig im Zentrum acht Meter vor dem Tor an die Kugel, konnte das hohe Zuspiel aber nicht entscheidend verwerten (20). Eine Linksflanke von Lex erreichte Richard Neudecker in der 30. Minute am langen Pfosten noch per Grätsche, setzte den Ball aber aus neun Metern mit links knapp übers FSV-Tor. Lange tat sich danach nichts vor den beiden Toren, ehe Neudecker auf Dennis Dressel kurz vorm Strafraum ablegte. Der Mittelfeldspieler zielte halblinks aus 18 Metern mit Vollspann aufs linke Kreuzeck, aber Brinkies wischte den Ball über die Latte (42.). Kurz danach war Pause.

    Bereits nach 13 Sekunden prüfte Dressel Brinkies mit einem Distanzschuss, doch diesmal konnte der FSV-Keeper parieren (46.). Glück hatten die Löwen bei einer Kontersituation in der 56. Minute. Schröter hatte von rechts flach an den Torraum geflankt, der heranbrausende Maximilian Wolfram kam gegen Moll in der Mitte zu Fall, aber Schiedsrichter Lars Erbst hatte kein elfmeterwürdiges Foul gesehen. Kurz danach ließen die Löwen Schröter im Strafraum dribbeln, der legte auf Wolfram halbrechts ab. Dessen 16-Meter-Schuss ging knapp übers lange Eck (60.). Besser machten es die Löwen. Nach einem Zuspiel von Neudecker in den Lauf kam Marius Willsch auf der rechten Seite zum Flanken, in seine Hereingabe stellte Dressel am kurzen Pfosten den Fuß in den Pass, unter Mithilfe des grätschenden Julius Reinhardt bugsierte er so die Kugel zum 2:1 ins kurze Eck (62.). Mit einer Blitzreaktion in der 68. Minute verhinderte Hiller den Ausgleich. Nach einem Einwurf von rechts und Kopfballverlängerung von Wolfram kam König aus der Drehung zum Abschluss, aber der Löwen-Keeper kratzte die Kugel aus dem linken Eck. Nach einem Foul gegen Willsch gab es Freistoß an der rechten Strafraumseite. Tallig drehte die Kugel mit links aufs Tor, doch Brinkies faustete sie über die Querlatte (80.). Der eingewechselte Dustin Willms tauchte nach einem weiten Pass aus der eigenen Hälfte frei vor Hiller auf, brachte den Ball aber nicht im Eins-gegen-Eins am 1860-Schlussmann vorbei (83.). Die Sachsen versuchten in der Schlussphase alles, um den Ausgleich zu erzielen, fanden aber keine Lücke in der gut gestaffelten 1860-Abwehr. Damit feierten die Löwen im zweiten Auswärtsspiel den zweiten Sieg.


    STENOGRAMM, 3. Spieltag, 03.10.2020, 14 Uhr


    FSV Zwickau – 1860 München 1:2 (1:1)


    FSV: 1 Brinkies (Tor) – 6 Stanic, 19 Frick, 21 Schikora – 17 Schröter, 8 Jensen, 22 Coskun, 30 Reinhardt – 7 Drinkuth – 15 König, 18 Wolfram.

    Ersatz: 29 Kamenz (Tor) – 2 Godinho, 4 Odabas, 5 Hehne, 9 Wegkamp, 10 Starke, 11 Willms.

    1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 5 Moll, 6 Salger, 36 Steinhart – 13 Erdmann – 31 Neudecker, 8 Tallig, 14 Dressel – 7 Lex, 9 Mölders.

    Ersatz: 40 Kretzschmar (Tor) – 3 Lang, 11 Greilinger, 17 Wein, 19 Pusic, 21 Ngounou Djayo, 33 Klassen.

    Wechsel: Starke für Coskun (65.), Willms für Wolfram (71.), Wegkamp für Jensen (81.) – Pusic für Neudecker (71.), Lex für Wein (81.), Ngounou Djayo für Mölders (90.+4).

    Tore: 0:1 Mölders (1.), 1:1 König (9.), 1:2 Dressel (62.).

    Gelbe Karten: Frick, Jensen, Stanic, Willms – Moll, Salger, Steinhart.

    Zuschauer: 3.600 in der GGZ Arena.

    Schiedsrichter: Lars Erbst (Leonberg); Assistenten Tim Kohnert (Ballenstedt), Timo Lämmle (Rommelshausen).


    https://www.tsv1860.de/de/Aktu…cyFGcqN1obauQNxxkkRfoR7NM


    Bildergalerie:


    https://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2419.htm



    Presseschau tz und Az:


    https://www.tz.de/sport/1860-m…lner-3-liga-13913301.html


    https://www.abendzeitung-muenc…uer-die-loewen-art-673803


    https://www.abendzeitung-muenc…0-3-spieltag-ergebnis-39/


    https://www.abendzeitung-muenc…0-3-spieltag-ergebnis-39/


    Zusammenfassung:


    https://www.br.de/mediathek/vi…:5f78abb573622d0014ba06ea


    Nächstes Spiel:


    10.10.2020, 14 Uhr, zu Hause gegen Lübeck

    Der Start nach der halbjährigen Corona-Unterbrechung ging für die U21 in der Bayernliga Süd punktetechnisch in die Hose. Nun steht für das Team von Trainer Frank Schmöller am Samstag, 3. Oktober, beim FC Deisenhofen die nächste Herausforderung auf dem Programm. Anpfiff auf der Sportanlage des Tabellenzweiten ( Am Sportplatz 22, 82041 Deisenhofen) ist um 15 Uhr.


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    Rein räumlich ist die Partie in Deisenhofen, einem Ortsteil von Oberhaching, ein Derby. Gerade einmal sieben Kilometer Luftlinie sind es vom Trainingsgelände der Löwen an der Grünwalder Straße dorthin. Der FC Deisenhofen hat in den letzten Jahren von der guten Nachwuchsarbeit ebenso profitiert, wie von der Tatsache, dass die SpVgg Unterhaching keine Reserve mehr unterhält. Viele der Jugendspieler, die der A-Jugend des Drittligisten entwachsen sind und keinen Profivertrag erhielten, wechselten in der Vergangenheit zum FCD.

    „Wir brauchen gegen Deisenhofen eine Steigerung und eine konzentrierte Leistung über 90 Minuten“, sagt Trainer Frank Schmöller. Bei der 0:2-Niederlage gegen den FC Ingolstadt war er mit der Spielweise seines Teams nicht unzufrieden. „Wir haben nur nicht die Tore gemacht und zwei billige Gegentore kassiert“, moniert er.

    Im Gegensatz zu vielen Teams der Liga, die ihre Runde nach der Corona bedingten Unterbrechung fortsetzt, musste die Löwen-U21 einen Umbruch verkraften. „Normalerweise wird unsere Mannschaft im zweiten Abschnitt der Saison stärker. Nun mussten wir mitten in der Spielzeit eine neue Mannschaft aufbauen, die sich erst an Tempo und Härte in der Bayernliga anpassen muss. Außerdem werden dort die kleinsten Fehler sofort bestraft.“

    Doch Schmöller ist ein alter Trainerfuchs, weiß, wie er seine Jungs auf die geänderten Anforderungen vorbereiten muss. „Wir sind die Woche ein Stück weitergekommen. Die Mannschaft befindet sich auf einem guten Weg, hat ordentliche Trainingsleistungen gezeigt. Wir müssen aber auch was Zählbares mitnehmen“, fordert Schmöller. „Aber: wir brauchen Geduld mit den Jungs, müssen ihnen Fehler zugestehen. Jedoch sollten sie schnell daraus lernen.“

    Matthew Durrans wird die kleinen Löwen gegen Deisenhofen verstärken. Der eine oder andere, der bei den Profis keine Berücksichtigung für den Kader in Zwickau findet, könnte noch dazukommen.


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5304.htm

    Kurz vor der Spieltagspressekonferenz hatte Trainer Michael Köllner seinen Vertrag bei den Löwen vorzeitig verlängert. Das stand zunächst im Mittelpunkt, bevor Köllner dann den Fokus auf den FSV Zwickau legte, bei dem sein Team am Samstag, 3. Oktober 2020, antritt. Neben Magenta Sport zeigt der MDR im Free-TV die Partie live ab 14 Uhr.


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    „Konstanz ist das Zauberwort!“ Mit diesen Worten eröffnete Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel die Runde. Sein Anliegen sei es, in alle Prozesse Kontinuität hineinzubringen. „Dann ist die Wahrscheinlichkeit höher, den nächsten Schritt zu gehen.“ Vor diesem Hintergrund sei es umso erfreulicher, dass er Einigung mit Michael Köllner erzielen konnte, den Vertrag über den 30. Juni 2021 hinaus fortzusetzen. „Es gibt viele gute Trainer, aber es muss auch passen“, so sein Credo. „Das ist bei Michael Köllner der Fall. Er lebt den Verein und akzeptiert die Rahmenbedingungen.“

    Mit seiner Arbeitsweise habe er bewiesen, „dass er die Mannschaft adäquat einstellen kann. Außerdem steht er dafür, junge Spieler weiterzuentwickeln.“ Das sei „hier im Haus“ ein entscheidendes Kriterium. Anschließen wartete Gorenzel noch mit einem besonderen Gag auf. Vor ihm stand eine Haferltasse, in die er heißes Wasser eingoss. Durch die Hitze wurde nach und nach eine Schrift sichtbar: MICHAEL KÖLLNER IS STAYING, war darauf zu lesen. Er gab nicht nur das Mikrofon an den Cheftrainer weiter, sondern auch die Tasse.

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    „Ich werde nicht gleich davon trinken. Bei Sechzig kann man sich schnell verbrennen“, scherzte Köllner in seiner gewohnt launigen Art. Der 50-Jährige bedankte sich zunächst bei allen über das ihm entgegengebrachte Vertrauen. „Ich fühle mich sehr, sehr wohl im Verein. Um Erfolg zu haben, ist Konstanz entscheidend“, schloss er sich Gorenzels Worten an. Das Thema Vertragsverlängerung sei im Sommer hochgekocht, erzählt er. Sponsoren hätten gefragt, was passiert, wenn der Trainer geht? „Dadurch ist alles ins Laufen gekommen.“

    Er hätte ein schweres Erbe angetreten, schließlich sei Daniel Bierofka eine absolute Identifikationsfigur gewesen, sagte er rückblickend. „Ich habe aber immer hier das Vertrauen gespürt, die Mannschaft auf das nächste Level gebracht und mit Günther Gorenzel eine gute Basis gefunden. Ich fühle mich hier einfach gut aufgehoben und merke, dass ich auch persönlich vorankomme.“

    Nicht unwichtig sei gewesen, dass zusammen mit allen Partnern eine „gute und ausgewogene Mannschaft“ zusammengestellt werden konnte. Dem Team habe er seine Vertragsverlängerung vorab mitgeteilt. „Ich habe gesagt, es ist auch euer Werk. Es macht richtig Spaß und ich bin überzeugt, dass wir die nächsten Monate unseren Weg weitergehen werden. Ich bin nicht gekommen, um zu gehen. Sechzig ist immer noch ein Schwergewicht im Deutschen Fußball.“


    Herzensangelegenheit: Michael Köllner verlängert vorzeitig.


    Diese Aussage nahm Köllner zum Anlass, um Petar Radenkovic zum 86. Geburtstag zu gratulieren. „Und auch Peter Grosser, der letzte Woche 82 wurde, möchte ich nachträglich alles Gute wünschen. Sie haben mit eingeleitet, dass Sechzig immer noch bundesweit eine Marke ist.“ Auch das Interesse der Sponsoren am Klub habe ihm das bestätigt. „Ich habe den Eindruck, dass es trotz Corona immer mehr wird.“

    Besonders ist Köllner vom Löwen-Anhang begeistert. Dabei verwies er auf den Umbruch im Sommer mit 17 auslaufenden Verträgen und zwei Leihspielern, die wieder zu ihrem Stammverein zurückkehrt waren. „Wir haben nur mit Sacha Mölders verlängert und mit Erik Tallig zunächst nur einen externen Spieler verpflichtet. Trotzdem waren nach wenigen Tagen 7.000 bis 8.000 Dauerkarten verkauft. So ein Fanpotential ist einzigartig.“ Auch das sei ein gewichtiger Grund gewesen, „den gemeinsamen Weg fortzuführen. Wir werden uns am sportlichen Erfolg orientieren, damit wir mittel- und langfristig eine gute Zukunft haben.“

    Dafür müsse aber Schritt für Schritt gegangen werden, so Köllner, der kein konkretes Saisonziel ausgeben will. Deshalb liege die Konzentration immer auf dem nächsten Spiel. „Für uns geht es darum, in Zwickau zu bestehen“, sagt er. Die Gefühlslage nach dem 1:1 gegen Magdeburg sei gemischt. „Wir haben gepunktet und nach zwei Spielen vier Zähler auf dem Konto.“ Im Vergleich zum letzten Heimspiel gegen Magdeburg, das mit dem gleichen Ergebnis endete, konnte er zudem eine Entwicklung bei seinem Team feststellen. „Wir waren dominant, haben nur eine Torchance zugelassen. Natürlich war meine Freude wegen des Ergebnisses nicht grenzenlos und überschäumend.“

    Das gelte auch für die Mannschaft. „Die Jungs haben richtig gut trainiert. Mit 23 Feldspielern und drei Torhütern waren alle Mann an Bord.“ Deshalb sieht Köllner sein Team „top vorbereitet auf Zwickau“, das einen tollen Start hingelegt hat“. Einem Heimsieg gegen Unterhaching folgte ein 1:1 beim MSV Duisburg. „Der Sieg wäre nicht unverdient gewesen“, befand der Löwen-Coach.

    Seine Mannschaft müsse in Zwickau „ein paar Dinge anders machen“ als zuletzt gegen Magdeburg. „Wir müssen das Pressing des Gegners bei der Spieleröffnung gut umspielen.“ Den Sachsen attestiert Köllner einen „geradlinigen Fußball mit direktem Zug zum Tor“ und mit Ronny König einen guten und erfahrenen Zielspieler. Der mittlerweile 37-Jährige König sei ein ähnlicher Spielertyp wie Sascha Mölders, erlebe ebenfalls seinen zigten Frühling.

    Hochachtung bringt Köllner auch seinem Kollegen Joe Enochs entgegen. „Er macht einen super Job dort, verrennt sich nicht in taktische Themen.“ Außerdem erwartet die Löwen erstmals seit langem ein richtiges Auswärtsspiel. „Wir werden wieder vor großer Kulisse spielen mit ausschließlich gegnerischen Fans.“ Dazu ist er der Meinung, dass die Sachsen im Vergleich zur Vorsaison an Qualität hinzugewonnen haben: „Das wird ein hartes Brett!“


    MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN


    FSV: 1 Brinkies (Tor) – 6 Stanic, 19 Frick, 21 Schikora – 30 Reinhardt, 8 Jensen – 17 Schröter, 10 Starke, 22 Coskun – 15 König, 11 Willms.

    Ersatz: 29 Kamenz (Tor) – 2 Godinho, 4 Odabas, 5 Hehne, 7 Drinkuth, 9 Wegkamp, 13 Könnecke, 18 Wolfram, 23 Hauptmann, 25 Nkansah, 28 Miatke.

    Nicht dabei: 3 Strietzel (Sprunggelenkverletzung), 27 Möker (Aufbautraining).

    1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 5 Moll, 6 Salger, 36 Steinhart – 13 Erdmann – 7 Lex, 8 Tallig, 14 Dressel, 11 Greilinger – 9 Mölders.

    Ersatz: 12 Szekely, 40 Kretzschmar (beide Tor) – 3 Lang, 17 Wein, 19 Pusic, 20 Agbowo, 21 Ngounou Djayo, 22 Linsbichler, 26 Durrans, 27 Belkahia, 28 Mannhardt, 30 Cocic, 31 Neudecker, 32 Gresler, 33 Klassen.


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5303.htm


    Am Schluss war es ein glücklicher Punkt für die Gäste beim 1:1 der Löwen im ersten Saisonheimspiel gegen den 1. FC Magdeburg. Raphael Obermair hatte die Elbstädter überraschend in Führung gebracht (56.). Nach dem Ausgleich von Erik Tallig (76.) berannten die Sechzger das gegnerische Tor, der Siegtreffer wollte aber nicht mehr gelingen.


    Personal: Löwen-Cheftrainer Michael Köllner musste zum Heimspielauftakt gegen Magdeburg auf Ahanna Agbowo (Trainingsrückstand nach Mittelhand-OP) verzichten. Nicht im 18er-Kader standen der dritte Torhüter György Szekely, Neuzugang Tim Linsbichler, Matthew Durrans, Semi Belkahia, Marco Mannhardt, Milos Cocic und Maxim Gresler. Es begann die gleich Startelf wie am 1. Spieltag in Meppen.


    STIMMEN Einziger Kritikpunkt von Köllner: „Die Effektivität hat nicht gestimmt!“


    Spielverlauf: Erstmals gefährlich wurde es in der 3. Minute vorm Magdeburger Tor. Ein Zuspiel von Phillipp Steinhart nahm Sascha Mölders mit der Brust mit, der Ball sprang aber im Strafraum zu weit weg, so dass Keeper Morten Behrens zugreifen konnte. Auf der Gegenseite rutschte eine Rechtsflanke auf Christian Beck am langen Pfosten durch, doch Erik Tallig hatte aufgepasst, ging dazwischen und klärte die Szene (3.). In der 9. Minute kam Kai Brünker halbrechts im Strafraum aus 15 Metern zum Abschluss, schoss aber deutlich am linken Pfosten vorbei. Nach Zuspiel von Beck blockte Fabian Greilinger den Schuss von Brünker aus 14 Metern gerade noch zur Ecke (11.). Im Anschluss an einen Doppelpass mit Sascha Mölders im Strafraum kam Stefan Lex wegen eines Stolperers zwar nicht an die Kugel, die aber landete bei Steinhart. In dessen 13 Meter Schuss warfen sich zwei Magdeburger, konnten so schlimmeres verhindern (19.). Auf der Gegenseite rutschte ein Flankenversuch von Raphael Obermair dem Linksverteidiger über den Spann, kam dadurch gefährlich aufs Tor, aber Marco Hiller war auf dem Posten, pflückte die Kugel herunter (23.). Im Gegenzug segelte Mölders im Strafraum an einem Freistoß von Steinhart aus dem linken Halbfeld vorbei (25.). In der 30. Minute konnte sich Erik Tallig schön auf der rechten Seite gegen Obermair durchsetzen, fand aber anschließend mit seinem Zuspiel von der Grundlinie nicht seinen Mitspieler Lex. Ein Distanzschuss von Dennis Dressel aus 22 Metern ging deutlich am FCM-Tor vorbei (41.). Eine Konterchance der Löwen zwei Minuten später vereitelte Andreas Müller mit einem Foul gegen Tallig an der Mittellinie, sah dafür Gelb (43.). So ging es torlos in die Kabine in einer bis dahin chancenarmen Partie.

    Auch die 2. Halbzeit begannen beide Mannschaften sehr kontrolliert. Ein Kopfball von Mölders (55.), der aber deutlich übers FCM-Tor ging, war die einzige Strafraumszene in den ersten zehn Minuten. Umso überraschender, dass eine Minute später der Ball plötzlich im Löwen-Tor lag. Die Sechzger hatten Obermair auf der linken Angriffsseite vergessen, Gjasula sah dass, passte aus der eigenen Hälfte in die Tiefe. Der Magdeburger Verteidiger lief halblinks alleine auf Hiller zu, traf aus elf Metern flach ins rechte Eck zum 1:0 für die Gäste (56.). In der 66. Minute dribbelte sich Lex in den Strafraum, legte quer auf Mölders, doch dessen Schuss aus neun Metern kam zu zentral, so dass Behrens parieren konnte. Es war die beste 1860-Chance bis zu diesem Zeitpunkt! Die Löwen machten jetzt Druck. Im Anschluss an einen Freistoß von Steinhart legte Lex per Kopf den Ball in die Mitte, fand aber am Torraum keinen Abnehmer (74.). In der 76. Minute der verdiente Ausgleich. Lex hatte auf Tallig gepasst, der hielt aus 20 Metern in zentraler Position drauf, Brian Koglin wollte blocken, fälschte den Schuss unhaltbar für Behrens zum 1:1 ins eigene Tor ab. Kurz nach dem Ausgleich dribbelte Lex halblinks in den Strafraum, sein Schuss aus 15 Metern wurde ebenfalls abgefälscht, ging aber am langen Pfosten übers Tor (78.). Ein Schlenzer mit links von Tallig aus 18 Metern parierte Behrens (86.). Kurz danach kam der eingewechselte Martin Pusic am zweiten Pfosten nach Flanke von Richard Neudecker an den Ball, köpfte seinen Gegenspieler an. Im Fallen schoss er aufs Tor, aber die Kugel wurde ans Außennetz abgefälscht (87.). Im Anschluss an den folgenden Eckball setzte Stephan Salger freistehend aus acht Metern den Ball neben den linken Pfosten (88.). Am Ende war es ein glückliches Remis für Magdeburg, die in der Schlussviertelstunde nur noch versuchten, wenigstens einen Punkt über die Zeit zu retten.


    STENOGRAMM, 2. Spieltag, 26.09.2020, 14 Uhr


    1860 München – 1. FC Magdeburg 1:1 (0:0)


    1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 5 Moll, 6 Salger, 36 Steinhart –17 Wein – 7 Lex, 8 Tallig, 14 Dressel, 11 Greilinger – 9 Mölders.

    Ersatz: 40 Kretzschmar (Tor) – 3 Lang, 13 Erdmann,19 Pusic, 21 Ngounou Djayo, 31 Neudecker, 33 Klassen.


    FCM: 1 Behrens (Tor) –13 Steininger, 4 Koglin, 27 Burger, 28 Obermair – 10 Gjasula –22 Jacobsen, 7 Sliskovic, 16 A. Müller – 9 Brünker, 11 Beck.

    Ersatz: 12 Schlitter (Tor) – 8 Jakubiak, 15 Rorig, 17 Conteh, 20 Bertram, 21 Mai, 26 Weigel.

    Wechsel: Neudecker für Greilinger (58.), Pusic für Dressel (77.)– Weigel für A. Müller (57.), Bertram für Sliskovic (76.), Conteh für Beck (83.).

    Tore: 0:1 Obermair (56.), 1:1 Tallig (76.).

    Gelbe Karte: Wein – A. Müller.

    Zuschauer: 0 im Grünwalder Stadion.

    Schiedsrichter: Mitja Stegemann (Bonn); Assistenten: Niklas Dardenne (Nettersheim), Nico Fuchs (Odenthal).


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5294.htm


    Bildergalerie:


    https://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2418.htm



    Presseschau tz und Az:


    https://www.tz.de/sport/1860-m…er-spieltag-13908711.html


    https://www.tz.de/sport/1860-m…dritte-liga-90054128.html


    https://www.abendzeitung-muenc…lte-niederlage-art-672115


    https://www.abendzeitung-muenc…oewen-kaempfer-art-672086


    https://www.abendzeitung-muenc…-zweiter-spieltag-1-1-35/


    Spiel in voller Länge (Video):


    https://www.br.de/mediathek/vi…:5f4f8a7b94aa9f001442f4fe


    Zusammenfassung:


    https://www.br.de/mediathek/vi…:5f6f668d74630600141f8dcf


    Nächstes Spiel:


    3.10.2020, 14 Uhr, in Zwickau

    Im ersten Heimspiel der Saison 2020/2021 empfangen die Löwen am Samstag, 26. September 2020, Anpfiff 14.03 Uhr, den 1. FC Magdeburg im Grünwalder Stadion. Zuschauer sind erneut keine zugelassen. Trotzdem konnte Cheftrainer Michael Köllner vermelden, dass bereits 10.200 Dauerkarten verkauft sind, die meisten in der Herz-Variante, die keine Rückerstattung bei Geisterspielen vorsieht.


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    „Ich habe mit 11.000 gerechnet“, scherzte der Trainer, „Ihr lasst mich passend zum Wetter im Regen stehen. Aber es ist bis Samstag, 14 Uhr, noch Gelegenheit, die Marke zu knacken“, sagte er bei der Spieltagspressekonferenz. Nach der humoristischen Einlage wurde der 50-Jährige wieder ernst. „Ich möchte mich bei allen Dauerkarten-Käufern bedanken, vor allem, weil die überwiegende Mehrheit die Herz-Variante gewählt hat. Das wollen wir mit Leistung zurückgeben“, sieht der Oberpfälzer das Vertrauen der Fans als Verpflichtung und fügte hinzu: „Das ist genau das, was mir an diesem Verein so gefällt.“

    Der Löwen-Coach kam passend zur Jahreszeit in Tracht. „Leider müssen wir wegen Corona auf unser Wiesnheimspiel gegen Magdeburg verzichten. Aber wir haben trotzdem von Angermaier unsere Tracht bekommen“, erklärte er. Um trotzdem etwas Oktoberfestflair zu versprühen, haben die Löwen unter dem Motto „Sechzig trägt Tracht“ dazu aufgerufen, sich im Wiesn-Outfit zu präsentieren. „Also trage ich meine Lederhose ein“, so Köllner. Beim Spiel verzichtet er aber auf das schmucke Kleidungsstück. „Es soll regnen, da habe ich Angst, dass sie zu Schaden kommt.“


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    Zuletzt beklagten einige Spieler Wehwehchen, dramatisch sei aber nichts. Semi Belkahia hatte sich schon vor dem Meppen-Spiel das Nasenbein gebrochen, trainiert bereits wieder mit der Mannschaft. Matthew Durrans verletzte sich beim Spiel mit der U21 gegen den FC Ingolstadt II am Sprunggelenk, auch Milos Cocic setzte nach der Partie mit der U19 in Unterhaching erkrankt aus. Beide absolvierten am Freitag jedoch die Übungseinheit mit, ebenso wie Johann Ngounou Djayo, der am Donnerstag wegen eine Fußprellung pausiert hatte.

    „Personell sind wir gut unterwegs“, stellte Köllner fest. Es gehe jetzt darum, die Neuzugänge „hundertprozentig spielfähig zu bringen“. Bei Stephan Salger sei das schon der Fall, mittlerweile sei auch Richard Neudecker „ein Startelfkandidat“. Den beiden Österreichern Martin Pusic und Tim Linsbichler bescheinigte Köllner, „gut unterwegs“ zu sein.

    Eine Personalie steht bei den Löwen vorm Heimauftakt besonders im Fokus: Wird Dennis Erdmann gegen seinen Ex-Klub auf der Sechser-Position beginnen? Im DFB-Pokal gegen Eintracht Frankfurt hatte er den Vorzug erhalten, in Meppen durfte Konkurrent Daniel Wein ran. „Ich habe verschiedene Gedankenspiele im Kopf, überlege mir, welches die beste Herangehensweise ist“, ließ Köllner wissen. Abgesehen davon, dass der Trainer-Fuchs ohnehin nicht verraten hätte, wer von Beginn an spielen wird, sei er froh, „dass wir für diese Positionen gleich zwei sehr gute Spieler haben. Einem von beiden muss ich deshalb richtig wehtun. Das weiß ich.“


    Sechsstellige Quote beim Löwen-Spiel im BR Fernsehen.


    Etwas mit Unverständnis nahm der 1860-Coach die herbe Kritik von Magdeburgs Coach Thomas Hoßmang nach der 0:2-Heimdienderlage gegen Halle auf. „So schlecht habe ich die Mannschaft nicht gesehen. Wenn Magdeburg das 1:0 macht, dann geht das Spiel in eine andere Richtung“, erklärte Köllner. Die Tabelle – Erster gegen Letzter – diene für ihn ohnehin nicht als Maßstab. „Nach Platz 14 in der Vorsaison gehen die Warnsignale in Magdeburg schnell an. Sicher wollen sie eine deutlich bessere Saison spielen.“

    Das traut der Löwen-Coach den Elbstädtern auch zu. „Sie haben einen größeren Umbruch als wir zu verkraften. Aber Magdeburg hat sich super verstärkt mit Spielern wie Korbinian Burger, Kai Brünker oder Raphael Obermair. „Dazu haben sie mit Luka Sliskovic auf links einen schnellen und dribbelstarken Spieler.“ Nicht ungelegen kommt Köllner, dass der Pole Adrian Malachowski, der aus der Ersten Liga seines Heimatlandes an die Elbe gewechselt war, nach der Gelb-Roten Karte gegen Halle in München gesperrt fehlen wird.

    Zuletzt lieh der FCM Thore Jacobsen für ein weiteres Jahr von Werder Bremen aus. So wird der Defensivspezialist gegen Sechzig seine Saisonpremiere feiern. „Mit Christian Beck, Jurgen Gjasula und Morten Behrens haben sie super Spieler gehalten. Für uns wird das ein schwerer Brocken“, prophezeit Köllner, „auch wenn mit Tobias Müller ein Schlüsselspieler in der Innenverteidigung ausfällt.“

    Positiv stimmt den Trainer, dass seine Jungs eine engagierte Trainingswoche abgeliefert haben. „Jeder ist hungrig auf den nächsten Sieg. Alle sind bereit, das Maximale zu investieren, damit es für den nächsten Dreier reicht.“

    Dazu sei eine Steigerung im Vergleich zum Meppen-Spiel nötig. „Es reicht nicht, die Leistung nur zu bestätigen, sondern wir müssen besser sein. In vielen Bereichen habe ich noch Luft nach oben gesehen“, so die Analyse des Fußball-Lehrers. „Wir müssen uns immer weiterentwickeln. Das ist der Anspruch, den alle bei uns haben. Magdeburg wird mit einer großen Aggressivität und Wut im Bauch nach München kommen. Darauf müssen wir uns einstellen. Wenn wir uns nicht steigern können, werden wir nichts holen“, lautet seine Prognose.


    MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN


    1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 5 Moll, 6 Salger, 36 Steinhart – 13 Erdmann – 7 Lex, 8 Tallig, 14 Dressel, 11 Greilinger – 9 Mölders.

    Ersatz: 12 Szekely, 40 Kretzschmar (beide Tor) – 3 Lang, 17 Wein, 19 Pusic, 21 Ngounou Djayo, 22 Linsbichler, 26 Durrans, 27 Belkahia, 28 Mannhardt, 30 Cocic, 31 Neudecker, 32 Gresler, 33 Klassen.

    Nicht dabei: 20 Agbowo (Mittelhandbruch).


    FCM: 1 Behrens (Tor) – 14 Obermair, 4 Koglin, 10 Gjasula, 29 Perthel – 8 Jakubiak, 22 Jacobsen – 7 Sliskovic, 17 Conteh – 9 Brünker, 11 Beck.

    Ersatz: 12 Schlitter (Tor) – 13 Steininger, 15 Rorig, 16 A. Müller, 20 Bertram, 21 Mai, 26 Weigel, 27 Burger.

    Nicht dabei: 2 Ernst (Aufbautraining nach Knöchel-OP), 3 Bomheuer (Reha nach Kreuzbandriss), 5 T. Müller (Rippenbruch), 6 Malachowski (Gelb-Rot-Sperre), 19 Bell Bell (muskuläre Probleme), 23 Roczen (Knie-OP), 25 Harant (Muskelfaserriss), 30 Weiner (Bänderverletzung am Knöchel).


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5291.htm

    Nach halbjähriger Pause aufgrund der Corona-Bestimmungen verlor die Löwen-Reserve bei der Saisonfortsetzung das Heimspiel des 24. Spieltags mit 0:2 gegen den FC Ingolstadt II. 1860-Trainer Frank Schmöller sprach von einer Partie, „die du nicht verlieren musst“.


    Einmal mehr hatte sich die alte Binsenweisheit bewahrheitet: „Wenn du kein Tor schießt, dann kannst du nicht gewinnen!“ Trotzdem fand der 54-Jährige, dass sein Team gerade in der 1. Halbzeit sehr gut gespielt habe. „Wir haben drei hundertprozentige Chancen, da musst du einfach einen davon machen.“ Das Gegentor durch Patrick Görtler in der 10. Minute bezeichnet der Ex-Profi als „doof“. Eine Flanke aus dem Halbfeld wurde von einem 1860-Spieler verlängert. Der Ball sprang auf, Görtler köpfte ihn ohne zu springen mit richtig viel Druck zum 1:0 unhaltbar für György Szekely ins lange Eck. „Das hat er richtig gut gemacht. Wir dagegen waren zu inkonsequent in der Chancenverwertung. Das bricht dir gegen eine gute Mannschaft wie Ingolstadt das Genick.“

    Ein ähnliches Bild bot sich auch in der 2. Halbzeit. Die Entscheidung fiel per Foulelfmeter für die Schanzer. Während Leon Klassen in der 68. Minute bei einem Foul im Strafraum Elfmeter forderte, gab diesen Schiedsrichter Julian Kreye acht Minuten später für die Schanzer. „Wir waren vorher schon am Ball“, ärgerte sich Schmöller über die Szene, „da haben wir wahnsinnig schlecht verteidigt.“ Deswegen wollte er Fabian Rother, der letztlich das Foul beging, nicht die alleinige Schuld geben. In seinen Augen war es ein Geschenk an den Gegner, das Mario Götzendörfer nutzte (77.). „Wir sind halt eine junge Mannschaft, müssen lernen und es beim nächsten Mal besser machen.“

    Letztlich habe man verloren, „weil wir zu inkonsequent und zu naiv waren“, so Schmöllers Resümee. Er sei keineswegs unzufrieden. Denn: „Phasenweise haben wir richtig gut gespielt. Das entscheidende sind halt die Tore. Die haben wir nicht gemacht.“

    Erstmals waren wieder Zuschauer zugelassen. Rund 100 verfolgten die Partie auf dem Trainingsgelände. „Das tut gut“, freut sich Schmöller darüber, „das ist das Prickelnde im Fußball, das gehört einfach dazu. Ich fand das gut. Alle Zuschauer waren sehr diszipliniert, haben die Abstände untereinander eingehalten. Es hat Spaß gemacht und ich glaube, das es die richtige Entscheidung war, wieder Zuschauer zuzulassen.“


    STENOGRAMM, 24. Spieltag, 20.09.2020, 14 Uhr


    TSV 1860 München II – FC Ingolstadt II 0:2 (0:1)


    1860: Szekely (Tor) – Stefanovic (81., Date), Siebdrat, Rother, Heigl – Spennesberger, Hingerl, Trograncic (74., Wörns) – Kovacevic (81., Neziri), Durrans (62., Kraljevic), Klassen.

    Tore: 0:1 Görtler (10.), 0:2 Götzendörfer (77., Foulelfmeter).

    Gelbe Karten: Durrans, Heigl, Rother, Siebdrat, Stefanovic, Spennesberger – Schröder, Trslic.

    Zuschauer: 100 Trainingsgelände Grünwalder Straße 114.

    Schiedsrichter: Julian Kreye; Assistenten: Farras Fathi, Gian-Luca Frino.


    Zur Tabelle der Bayernliga Süd Saison 2019/2021 >>


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5281.htm

    Es geht für die kleinen Löwen wieder los. Nach einem halben Jahr Unterbrechung infolge der Corona-Pandemie wird die Saison mit dem 24. Spieltag in der Bayernliga Süd fortgesetzt. Zum Auftakt empfängt das Team von Trainer Frank Schmöller am Sonntag, 20. September 2020, Anpfiff 14 Uhr, den FC Ingolstadt II. Für die Partie auf dem Trainingsgelände an der Grünwalder Straße 114 sind bis zu 200 Zuschauer erlaubt.


    Zulassung von Zuschauern dieses Wochenende bei der U15 & U21.


    „Es wäre schön, wenn der eine oder andere kommt, der nicht zur Ersten gehen kann“, hofft Trainer Frank Schmöller auf einige Zuseher. Die fortgesetzte Spielzeit firmiert deshalb als Saison 2019/2021. Eine nicht ganz einfache Situation für die zweite Löwen-Mannschaft, weil quasi in der laufenden Runde der Umbruch stattfindet. „Wir mussten mitten in der Saison die Mannschaft um- bzw. neu aufbauen. Die vielen jungen Spieler zu integrieren, war ein Husarenritt. Das haben auch die Testspiel-Ergebnisse gezeigt.

    Schmöller spricht von einer Herausforderung, die er gerne angenommen hat. „Die Mannschaft zieht super mit. Jetzt müssen wir sehen, dass wir am Sonntag das entsprechende Ergebnis erzielen. Die Jungs sind bereit.“ Trotzdem spricht der Ex-Profi von einer Wundertüte. „Die Bedingungen der Vorbereitung waren nicht gerade einfach. Die jungen Spieler müssen sich erst an den Herrenfußball gewöhnen und das in einer laufenden Saison – das ist sehr anspruchsvoll.“

    Dazu kam, dass Spieler wie Matthew Durrans oder Gyorgy Szekely zu den Profis hochgezogen wurden. „Deswegen haben wir auch selten mit einer eingespielten Mannschaft unsere Vorbereitungsspiele bestritten.“ Mit Gabriel Wanzeck (SpVgg Unterhaching), David Wörns (FC Augsburg), dem Sohn von Christian Wörns, und den Torhütern Niklas Löbel (TSV Neuried) sowie David Hundertmark (SSV Ulm 1846) kamen vier externe Neuzugänge. Besonders über Hundertmark freut sich Schmöller. „Das ist ein sehr qualifizierter Torwart für die Bayernliga. Damit haben wir jetzt mit David und György eine zwei 1A-Lösungen. Da sind wir sehr gut aufgestellt.“

    Bei der Schanzer-Reserve ist die Situation ähnlich wie bei den kleinen Löwen. „Sie haben zwei sehr erfahrene Spieler geholt und mit Thomas Karg einen neuen Trainer.“ Dadurch seien Überraschungen nicht ausgeschlossen. „Da muss man abwarten, wie sie unter dem neuen Coach spielen werden.“ Zumal es durch die Corona-Pandemie für Schmöller und seinen Co-Trainer Xhevat Muriqi keine Möglichkeit gab, den Gegner zu beobachten. „Aber wir wissen: Ingolstadt ist eine gefährliche Mannschaft. Das haben wir im Hinspiel erfahren. Da müssen wir Optionen und Lösungen finden – schnell finden, falls uns etwas Überraschendes erwartet.“

    Alle im Team seien heiß, dass es losgeht. „Endlich wieder die Anspannung zu spüren, den Wettbewerb zu haben“, beschreibt Schmöller die Gefühlslage bei den Spielern, „dass es endlich wieder um Punkte geht.“ Darauf würden alle hinfiebern. „Es geht darum, möglichst schnell wieder in den Wettkampfmodus zu kommen. Wir dürfen dabei aber nicht überdrehen“, warnt er.

    Derzeit steht die Löwen-Reserve in der Bayernliga Süd auf Platz sieben mit 33 Punkten nach 23 Spielen. Der FC Pippinsried ist mit 63 Zählern bereits enteilt. Auf den Aufstiegsrelegationsplatz zwei beträgt der Abstand neun Punkte, der Vorsprung auf Platz 14, den ersten Abstiegsrelegationsplatz beträgt ebenfalls neun Zähler.

    Am allgemeinen Ziel, der Weiterentwicklung von Talenten und die Heranführung an den Profibereich, hat sich auch durch die halbjährige Unterbrechung nichts geändert. Daneben gibt es aber auch ein spezielles Mannschaftsziel. „Wir wollen nie etwas mit der gefährlichen Zone zu tun haben“, beschreibt der Trainer. „Die Aufgabe wird herausfordernd genug, wenn ich sehe, was die Mannschaften hinter uns nachgerüstet haben.“ Besonders der TSV Landsberg und Türkspor Augsburg 1972 haben sich auf dem Transfermarkt hervorgetan. „Trotz Corona-Zeiten konnten sie sich extrem verstärken.“ Für Schmöller ist das grenzwertig. „Das ist aus sportlicher Fairness schon etwas fragwürdig. Aber so ist die Situation, damit müssen wir auch klarkommen.“


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5277.htm