Beiträge von Loewe

    Die Geschäftsführung des TSV 1860 München hat beschlossen, dass aufgrund der aktuellen durch den Covid-19-Virus (Coronavirus) verursachten Ausnahmesituation der Trainingsbetrieb an der Grünwalder Str. 114 bis auf weiteres ausgesetzt wird.


    Geschäftsführer Sport Günther Gorenzel: „Die sportliche Leitung des TSV 1860 München hat den Spielern mitgeteilt, dass bis auf Weiteres kein Training auf dem Trainingsgelände stattfinden wird. Die Plätze und Fitnesseinrichtungen dürfen vorerst aufgrund von behördlichen Anordnungen des Freistaates Bayern und der Stadt München nicht genutzt werden. Wann diese Anweisung wieder aufgehoben werden kann, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar. Wir hoffen darauf, dass die Aussetzung des Spielbetriebs, die ein Mosaikstein in den beschlossenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens ist, dazu beiträgt wieder Normalität einkehren zu lassen und der Spielbetrieb, wie gestern in Frankfurt beschlossen, im Mai wieder regulär aufgenommen werden kann.“

    Geschäftsführer Finanzen Michael Scharold schlägt in dieselbe Kerbe wie sein Kollege: „Wir erleben momentan eine besondere, herausfordernde Aufgabe in der es nötig ist, sämtliche Schritte einzuleiten um die Pandemie schnellstmöglich einzugrenzen. Wir rufen daher die gesamte Löwen-Familie auf, sich möglichst wenig im öffentlichen Raum aufzuhalten. Wir arbeiten parallel mit hoher Intensität an Maßnahmen, damit die wirtschaftlichen Schäden für den TSV 1860 München keinen existenzbedrohenden Umfang annehmen. Die sich nahezu stündlich veränderte Situation bringt sicherlich viele Vereine der ersten drei Ligen in eine gefährliche Schieflage. Insbesondere für die Vereine der 3. Liga, die sicherlich keine Liga der Millionäre ist und in der bereits das Überleben im Normalbetrieb eine Herausforderung ist, gilt es alle möglichen Schritte und Maßnahmen, die zur wirtschaftlichen Stabilisierung beitragen können, zu prüfen. In den nächsten Wochen wird es dabei auf die Unterstützung und das Verständnis aller ankommen. Nur wenn Behörden, Verbände und Vereine vertrauensvoll zusammen an Lösungen arbeiten, wird die 3. Liga diese Krise überstehen.“


    http://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/4924.htm

    Die 3. Liga unterbricht ihren Spielbetrieb zunächst bis 30. April. Darauf hat sich die Spielleitung der 3. Liga mit dem Ausschuss 3. Liga und den Vertretern der 20 Drittligisten im Rahmen einer außerordentlichen Managertagung am heutigen Montag verständigt. Der festgelegte Zeitraum orientiert sich an den aktuell vorliegenden behördlichen Anordnungen. Betroffen sind die Spieltage 30 bis 35, sollte die behördliche Verfügungslage nicht doch eine frühere Austragung zulassen.


    Die Sitzung wurde per Videokonferenz durchgeführt, alle Teilnehmer aus den Klubs der 3. Liga waren von ihren heimischen Standorten zugeschaltet. Vom DFB waren neben dem zuständigen Vizepräsidenten Peter Frymuth unter anderem Generalsekretär Friedrich Curtius, Schatzmeister Stephan Osnabrügge sowie als medizinischer Experte Nationalmannschaftsarzt Prof. Dr. med. Tim Meyer vertreten.

    Der Entscheidung, die Saison weiter auszusetzen, waren intensive Diskussionen unter den Drittligisten zum grundsätzlichen Vorgehen in der Corona-Krise vorausgegangen. Ziel der Drittligisten bleibt es, die Saison unter Ausnutzung aller terminlichen Möglichkeiten fortzusetzen und sportlich zu Ende zu spielen – sofern dies aus gesundheitlicher und behördlicher Sicht vertretbar ist.

    Wie es über den 30. April hinaus in der 3. Liga weitergeht, dazu soll auch die morgige Sitzung der Europäischen Fußball-Union UEFA mit ihren Ergebnissen weitere Hinweise liefern. Mit Blick auf die sich ständig ändernde Faktenlage wird sich der DFB mit dem Ausschuss 3. Liga und den Klubs in den nächsten Wochen weiterhin eng abstimmen und alle denkbaren Szenarien für die aktuelle Saison einer genauen Prüfung unterziehen.

    Peter Frymuth, als DFB-Vizepräsident Spielbetrieb und Fußballentwicklung zuständig für die 3. Liga, sagt: „An erster Stelle stehen Gesundheit und Solidarität. Zur effektiven Bekämpfung des Coronavirus‘ und Bewältigung der Krise haben wir alle unseren Beitrag zu leisten und die zuständigen Behörden bestmöglich zu unterstützen. Auf uns warten gewaltige Herausforderungen – in der Gesellschaft, im organisierten Sport, in der 3. Liga. Dessen sind wir uns bewusst. Auch während der Sitzung haben uns die aktuellen Ereignisse im Land mit neuen Verfügungen immer wieder überholt. Für die 3. Liga ist die heutige Entscheidung ein nächster Schritt, um auf die weiteren Entwicklungen reagieren zu können.“

    Tom Eilers, Vorsitzender des Ausschusses 3. Liga, erklärt: „Die Tragweite der aktuellen Krise ist immer noch nicht in vollem Ausmaß abzusehen. Unter Abwägung aller Aspekte und Interessen sind Verantwortung und Vernunft für uns die obersten Gebote. Vor diesem Hintergrund begrüßt der Ausschuss die heutige Entscheidung, die in Absprache mit den Klubs getroffen worden ist. Wir brauchen untereinander die größtmögliche Solidarität. Wir müssen uns intensiv mit der Aufgabe auseinandersetzen, wie der gesamte deutsche Profifußball und seine Vereine die Corona-Krise bewältigen können.“


    http://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/4923.htm

    Liebe Löwen-Familie, wir setzen Euch darüber in Kenntnis, dass der TSV 1860 München auch am kommenden Dienstag, 17. März 2020 kein Training der ersten Mannschaft abhalten wird. Wir warten Entscheidungen ab, die wir am späten Montagabend in den Sitzungen des DFB erwarten. Darauf aufbauend werden wir über das weitere Vorgehen in der sportlichen Leitung entscheiden. Unterdessen absolvieren die Spieler ein individuelles Trainingsprogramm.


    Wir beiden Geschäftsführer, Michael Scharold und Günther Gorenzel, werden morgen, 16. März 2020, beim DFB eine Agenda präsentieren, die wir heute im Lauf des Tages erarbeitet haben. Diese Agenda umfasst unsere Vorschläge, wie wir uns ein weiteres Vorgehen vorstellen können. Wir werden damit unsere Interessen in aller Klarheit und Deutlichkeit in den Gremien vertreten.

    Sobald die Ergebnisse der Gremien feststehen, wird die Geschäftsführung des TSV 1860 München darauf aufbauend Entscheidungen über den weiteren Betrieb bei den Löwen treffen und vorantreiben.

    Abschließend bitten wir die gesamte Löwen-Familie soziale Kontakte möglichst einzuschränken. Unsere Spieler werden hier vorbildlich vorangehen. Wir haben die Mannschaft aufgerufen ihre sozialen Kontakte auf ein Minimum zu begrenzen, denn nur mit der Einschränkung von sozialen Kontakten werden wir eine Verlangsamung und Eindämmung der Ansteckungsgefahr erreichen und möglichst zeitnah mit einer hohen Wahrscheinlichkeit zu einem Normalbetrieb im täglichen Leben und im Fußball zurückfinden können. Bitte folgt hier dem Beispiel unserer Mannschaft.

    Bleibt gesund und passt auf Euch auf!


    Die Geschäftsführung des TSV 1860 München.


    Michael Scharold und Günther Gorenzel


    http://www.tsv1860.de/de/Aktue…jSuqAeOeapOfpiXioIg8d7qJg

    Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) setzt als Vorsorgemaßnahme hinsichtlich der weiter steigenden Zahl von Corona-Infizierten und der dynamischen Lageentwicklung den kompletten Spielbetrieb für zwei Wochen bis einschließlich 23. März 2020 im ganzen Freistaat aus. Damit ist auch das Spiel der U21 am Sonntag gegen den FC Ingolstadt II in der Bayernliga Süd, das ohnehin unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden hätte, abgesagt. Die Partie der U19 gegen 1. FC Schweinfurt 05 war zuvor bereits abgesetzt worden.

    Die Löwen-U21 erwischte einen perfekten Start ins Punktspieljahr 2020. Beim Tabellenvierten TSV Schwabmünchen gewann das Team von Frank Schmöller mit 2:0. „Mann des Spiels“ war Fabian Greilinger, der das 1:0 von Matthew Durrans vorbereitete (4.) und das 2:0 selbst erzielte (90.).


    Die kleinen Löwen kamen gut mit den schwierigen Platzverhältnissen zurecht, nahmen den Kampf an. Das frühe 1:0 spielte ihnen zudem in die Karten. Ein Rückpass von Ex-Löwe Nikola Aracic nahm Torhüter Stefan Brunner direkt, erwischte das Spielgerät auf dem holprigen Untergrund aber nicht richtig und spielte den Ball genau vor die Füße von Fabian Greilinger. Dieser passte halbrechts aus acht Metern überlegt in die Mitte, wo Matthew Durrans nur noch aus kurzer Distanz zur Führung einschieben musste (4.). Die Defensive der Sechzger ließ in der Anfangsphase wenig zu. Die erste gute Chance hatten die Schwaben durch einen 20-Meter-Freistoss, den Turgay Karvar jedoch in die Mauer setzte (13.). Besser die Möglichkeiten für die kleinen Löwen. In der 22. Minute lief Greilinger halblinks alleine auf Brunner zu, scheiterte aber mit seinem Abschluss am Keeper. Den Nachschuss von der Strafraumgrenze setzte Kazuki Date bedrängt übers Schwabmünchner Tor. Ein Freistoß von Dominik Schön aus dem linken Halbfeld mit rechts getreten rauschte in der 37. Minute an Freund und Feind vorbei durch den Fünfmeterraum, aber auch knapp am rechten Pfosten. Die Führung für das Schmöller-Team war nach den ersten 45 Minuten hochverdient.

    Kurz nach Wiederanpfiff hätten die Sechzger fast schon auf 2:0 erhöhen müssen. Nach einem Konter über rechts bediente Greilinger Kapitän Oliver Stefanovic, dessen flache Hereingabe ging zwischen den beiden Schwabmünchner Verteidiger hindurch, Date kam aus zehn Metern frei zum Abschluss, scheiterte jedoch an Brunner (49.). Auf der anderen Seite rettete Tom Kretzschmar im 1860-Tor in der 72. Minute die Führung, als er nach einer Eckball-Flanke und anschließendem Kopfball die Kugel aus dem linken oberen Eck fischte. Nut per Notbremse war Greilinger in der 75. Minute zu stoppen. Maik Uhde hatte ihn als letzter Mann von den Beinen geholt, sah dafür die Rote Karte. Gegen zehn Schwabmünchner fiel kurz vor Beginn der fünfminütigen Nachspielzeit die endgültige Entscheidung. Wieder machte der Torhüter der Gastgeber keine gute Figur. Einen misslungen Freistoß von Kevin Kümmerle aus dem rechten Halbfeld wehrte Timo Spennesberger an der Strafraumgrenze ab, der Ball flog über die Mittellinie zu Greilinger. Brunner kam unmotiviert aus seinem Kasten, obwohl mit Rainer D’Almeida ein Spieler bei dem Löwen-Stürmer war. Greilinger zog erst an dem Keeper vorbei, ließ dann auch noch D’Almeida stehen und schob zum 2:0 ins leere Tor (90.).


    STENOGRAMM, 23. Spieltag, 08.03.2020, 14 Uhr


    TSV Schwabmünchen – TSV 1860 München II 0:2 (0:1)


    1860: Kretzschmar (Tor) – Stefanovic, Lang, Rother, Siebdrat – Spennesberger (90., Ezekwem), Hingerl, Schön – Greilinger, Durrans (74., Kraljevic), Date (85., Trograncic).

    Tore: 0:1 Durrans (4.), 0:2 Greilinger (90.).

    Gelbe Karten: D‘Almeida, T. Uhde – Spennesberger, Lang, Durrans, Greilinger, Trograncic.

    Rote Karte: M. Uhde (75., Notbremse).

    Zuschauer: 295 in der AugustaMassivHaus Arena.

    Schiedsrichter: Benjamin Mignon; Assistenten: Jonas Kohn, Moritz Fischer.


    http://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/4906.htm


    Nächstes Spiel:


    15.3.2020, 14 Uhr, zu Hause (TG) gegen Ingolstadt II

    Die Löwen-U21 hat zum Punktspielstart 2020 in der Bayernliga Süd gleich einen dicken Brocken vor der Brust. Am Sonntag, 8. März, geht es zum Tabellenvierten TSV Schwabmünchen. Anpfiff in der AugustaMassivHaus Arena (Riedstr. 59, 86830 Schwabmünchen) ist um 14 Uhr.


    Livestream bei sporttotal.tv


    Mit zwei Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz kann sich Schwabmünchen noch Hoffnungen auf den Regionalliga-Aufstieg machen. „Das ist der richtige Gradmesser für uns“, sagt Löwen-Coach Frank Schmöller, „da wissen wir gleich, wo wir nach der Vorbereitung stehen.“

    Der Ex-Profi spricht von einem „richtig guten Auftaktgegner. „Wir müssen von der ersten Minute wach sein. Da wird es kein langes Abtasten geben.“ Schwabhausen sei unangenehm zu spielen. „Die Mannschaft ist spielerisch stark, aber hat auch kämpferisch und läuferisch Qualitäten. Die stehen nicht zu Unrecht dort oben“, findet der 53-Jährige.

    Kritisch könnten die Platzverhältnisse in der AugustaMassivHaus Arena sein. „Darauf müssen wir die richtigen Antworten und Mittel finden“, gibt sich Schmöller pragmatisch. Verzichten muss er bei den bayerischen Schwaben auf Moritz Heigl wegen einer Muskelverhärtung. Am Donnerstag verletzte sich dann auch noch Sascha Kovacevic im Training. „Er hat eine richtig gute Vorbereitung gespielt. Es wäre bitter, wenn er gleich im ersten Spiel ausfallen würde“, so Schmöller

    Alle freuen sich, dass es endlich wieder losgeht. „Wintervorbereitungen sind nie angenehm“, sagt der Trainer. „Wir sind bereit und hoffen, dass es positiv für uns ausgeht.“


    http://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/4902.htm

    Die Löwen feierten einen 3:0-Arbeitssieg bei Schlusslicht FC Carl Zeiss Jena. Nach einer 13-minütigen Unterbrechung brachte Timo Gebhart die Sechzger in Führung (16.). Efkan Bekiroglu erhöhte auf 2:0 (32.). Nach Wiederbeginn war es Stefan Lex, der zum Endstand traf (55.). Damit blieben die Löwen zum 14. Mal in Folge ungeschlagen.


    Personal: Löwen-Cheftrainer Michael Köllner musste beim Auswärtsspiel in Jena verletzungsbedingt auf Simon Seferings (Muskelverletzung), Markus Ziereis (Trainingsrückstand), Semi Belkahia (Trainingsrückstand) und Kristian Böhnlein (Adduktorenprobleme) verzichten. Dennis Erdmann fehlte gesperrt (10. Gelbe Karte). Eric Weeger, Niklas Lang, Fabian Greilinger, Benjamin Kindsvater, Herbert Paul und Tom Kretzschmar standen nicht im 18er-Kader. Im Vergleich zum Heimspiel gegen Chemnitz gab es zwei Veränderungen in der Startelf: Für den gesperrten Erdmann kehrte Daniel Wein ins Team zurück, Quirin Moll wurde durch Dennis Dressel ersetzt.


    Spielverlauf: Kurz nach Beginn ruhte das Spiel schon wieder. Minutenlang musste Stefan lex auf die Ausführung des ersten Eckballs warten, weil die Jena-Fans ein Banner gegen Dietmar Hopp nicht abhängen wollten. Nach drei Minuten schickte Schiedsrichter Florian Exner die beiden Mannschaften wieder in die Kabine. Anschließend wurde das Banner vom Ordnungsdienst abgehängt und nach zehn Minuten Unterbrechung ging’s weiter. Lex führte die Ecke in der 15. Minute aus. Gleich anschließend gab es eine zweite. Die Hereingabe von rechts durch Lex streifte Aaron Berzel mit dem Schopf, Timo Gebhart war am zweiten Pfosten zur Stelle, traf zum 1:0 (16.). In der 25. Minute passte Sascha Mölders von links flach in den Strafraum auf Efkan Bekiroglu, der kurz vor dem Fünfmeterraum an den Ball kam, doch Pierre Fassnacht rutschte dazwischen, grätschte die Kugel ins Tor-Aus. Auch an der nächsten Aktion war der Löwen-Routinier als Vorbereiter beteiligt. Phillipp Steinhart spielte links in die Tiefe auf Lex, der passte flach in die Mitte, Mölders verlängerte die Hereingabe am ersten Pfosten mit der Hacke, dadurch war Efkan Bekiroglu am langen Eck vollkommen frei, schob den Ball aus acht Metern zum 2:0 ins Jenaer Tor (32.). Einen Volltreffer landete Mölders in der 45. Minute. Sein 22-Meter-Schuss ging zwar nicht aufs Tor, traf aber einen Feuerwehrmann, der dahinter postiert war, am Kopf. Einen Linksschuss von Julian Günther-Schmid von der Strafraumgrenze kratzte Marco Hiller aus dem rechten Eck, auch den Nachschuss von Daniele Gabriele aus spitzem Winkel wehrte er zur Ecke ab (45.+9). Kurz danach hatten die Löwen nach einem Konter die Riesenchance zum 3:0, doch Mölders Pass im Strafraum landete beim Gegner. Er hätte in dieser Szene besser selbst abgeschlossen (45.+11). Nach 13 Minuten Nachspielzeit schickte der Unparteiische dann die beiden Teams regulär in die Kabine.

    Jena kam etwas aktiver aus der Pause. Das gab Platz zum Kontern für die Löwen. Ein Pass aus der eigenen Hälfte nahm Mölders mit der Brust an, schickte mit dem zweiten Ballkontakt Lex auf die Reise, der umkurvte im Strafraum noch Torhüter Jo Coppens und schob zum 3:0 ins leere Tor (55.). Drei Minuten später nahm Dennis Dressel einen zu kurz abgewehrten Ball aus zwölf Metern direkt, aber ein Jenaer-Spieler brachte noch die Fußspitze dazwischen, so dass der Schuss haarscharf neben dem linken Pfosten landete (58.). In der 67. Minute musste Hiller gegen Daniel Gabriele klären, doch der Mittelfeldspieler der Thüringer stand bei der Aktion im Abseits. Nach einer Ecke von steinhart pflückte Mölders den Ball nach unten, traf dann bei seinem Schuss aus neune Metern den Ball nicht richtig, der deutlich am Tor vorbei ging (69.). Dominic Vollmer klärte in der 71. Minute den Ball genau vor die Füße von Prince Owusu, dessen Schuss aus zwölf Metern wehrte Coopens zur Ecke ab. Ein 20-Meter-Freistoß von Daniel Wein landete knapp neben dem linken Pfosten (75.). Auf der anderen Seite entschärfte Hiller einen 13-Meter-Schuss von Gabriele (76.). Wenig später passte der eingewechselte Kilian Pagliuca von links auf Gabriele, dessen Schuss aus zwölf Metern parierte erneut der Löwen-Keeper (77.). Meris Skenderovic zielte vom rechten Strafraumeck mit links aufs kurze Eck, aber erneut war Hiller zur Stelle, lenkte die Kugel um den Pfosten, verhinderte den Ehrentreffer für die Gastgeber (82.). Nach einem Pass in die Tiefe legte Mölders sich den Ball zu weit vor, Coopens kam aus seinem Kasten, konnte den erfolgreichen Abschluss verhindern (87.). Im Gegenzug konnte Berzel im letzten Moment Pagliuca am Torraum den Ball vom Fuß spitzeln (88.). Somit blieb es beim 3:0-Erfolg. Damit sind die Löwen seit 14 Spielen ungeschlagen und bis auf zwei Punkte an den Tabellenzweiten Waldhof Mannheim herangerückt.


    ZUR TABELLE


    STENOGRAMM, 27. Spieltag, 07.03.2020, 14 Uhr

    FC Carl Zeiss Jena – TSV 1860 München 0:3 (0:2)

    FCC: 22 Coppens (Tor) – 31 Obermair, 34 Sulu, 13 Volkmer, 17 Fassnacht – 3 Rohr, 8 Kübler, 7 Gabriele, 27 Günther-Schmidt, 37 Mickels – 14 Bock.

    Ersatz: 1 Niemann (Tor) –5 Kühne, 10 Hammann, 20 Kircher, 21 Schorr, 23 Skenderovic, 28 Pagliuca,

    1860: 1 Hiller (Tor) – 17 Wein, 23 Rieder, 22 Berzel – 25 Willsch, 20 Bekiroglu, 14 Dressel, 36 Steinhart – 10 Gebhart – 9 Mölders, 7 Lex.

    Ersatz: 39 Bonmann (Tor) – 4 Weber, 5 Moll, 18 Karger, 19 Niemann, 21 Owusu, 33 Klassen.

    Wechsel: Pagliuca für Bock (59.), Kircher für Kübler (69.), Skenderovic für Mickels (75.) – Owusu für Lex (58.), Niemann für Gebhart (73.), Moll für Bekiroglu (80.).

    Tore: 0:1 Gebhart (16.), 0:2 Bekiroglu (32.), 0:3 Lex (55.).

    Gelbe Karten: Gabriele, Sulu, Günther-Schmidt – Wein.

    Bes. Vorkommnis: Die Partie war in der 1. Halbzeit zehn Minuten wegen eines Banners unterbrochen.

    Zuschauer: 5.369 auf dem Ernst-Abbe-Sportfeld.

    Schiedsrichter: Florian Exner (Bielefeld); Assistenten: Fabian Maibaum (Hagen), Patrick Holz (Münster).


    http://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/4904.htm


    Presseschau tz und Az:


    https://www.tz.de/sport/1860-m…liga-loewen-13577624.html


    https://www.abendzeitung-muenc…81-880b-2b172255f39c.html


    https://www.abendzeitung-muenc…91-ab07-e2b09caeaf88.html


    Nächstes Spiel:


    14.3.2020, 14 Uhr, zu Hause gegen die Zebras

    Die seit 13 Spielen ungeschlagenen Löwen reisen am 27. Spieltag zu Schlusslicht FC Carl Zeiss Jena. Anpfiff im Ernst-Abbe-Sportfeld ist am Samstag, 7. März 2020, 14 Uhr. Die Partie ist live im BR Fernsehen und bei Magenta Sport zu sehen.


    1860-Chefcoach Michael Köllner war es ein Anliegen, sich zu Beginn der Pressekonferenz über die bundesweiten Vorfälle in den Stadien an den letzten beiden Spieltagen zu äußern. „Alle Diffamierungen und Anschuldigungen haben im Sport nichts verloren“, findet der 50-Jährige und seien auch nicht durch freie Meinungsäußerung gedeckt. „Rassismus und Beleidigungen sind ein Unding. Sport steht für Offenheit und Toleranz, deswegen hoffe ich, dass das aus dem Stadion verschwindet. Wir sind alle gefordert. Das gilt auch für die Sozialen Medien“, lautet sein Appell.


    Sechzig auswärts in Thüringen.


    Danach konzentrierte sich der Oberpfälzer wieder auf das eigentliche Thema, dem Spiel seiner Löwen beim FC Carl Zeiss Jena. „Die Ausgangssituation ist eindeutig. Jeder erwartet von uns einen 3:0- oder 4:0-Sieg. Aber darin liegt die Gefahr. Ich persönlich wäre mit jedem Ergebnis zufrieden, das uns drei Punkte sichert!“

    Köllner verwies auf letzte Saison, in der die Thüringer aus aussichtloser Lage mit sieben Siegen in Folge die Klasse am letzten Spieltag mit einem 4:0-Erfolg gegen die Löwen sicherten. „Wieso soll ihnen das dieses Jahr nicht gelingen?“ Für Jena sei es die letzte Chance, den Turnaround zu schaffen. „Ich erwarte einen energischen Gegner, der mit dem Rücken zur Wand steht. Es wird ein ganz schweres Spiel.“

    Deshalb fordert er von seinem Team „Tempo, Leidenschaft und eine hohe Dynamik“. Für Köllner und die Spieler zählt bei der Spielvorbereitung ohnehin nicht die Tabellensituation des aktuellen Gegners. „Wir haben eine starke inhaltliche Ausrichtung“, erklärt der Fußball-Lehrer, „bei uns steht im Fokus, dass jeder Spieler seine ihm zugeteilte Aufgabe umsetzt.“ Deswegen müsse er in der Kabine bei der Ansprache auch kein „Riesenfeuerwerk“ abbrennen. Für Köllner ist die Trainingswoche entscheidend. „Du musst hoch konzentriert sein und top trainieren, um am Wochenende eine optimale Leistung auf den Platz zu bringen!“, lautet sein Credo.

    Personell kann der 1860-Coach wieder aus dem Vollen schöpfen. „Ich stehe vor einer komfortablen Situation“, sagt er. Lediglich Markus Ziereis, Simon Seferings und Kristian Böhnlein stehen verletzungsbedingt bzw. wegen Trainingsrückstands nicht zur Verfügung. Dafür kehrt Daniel Wein zurück.

    Fehlen wird aufgrund seiner 10. Gelben Karte Dennis Erdmann. „Wie wir ihn ersetzen, weiß ich noch nicht“, erklärt der Coach. Tim Rieder zählt jedenfalls nicht zu den Kandidaten, wie Köllner klarstellt. „Er wird bei mir nicht Innenverteidiger spielen.“ Die wahrscheinlichste Variante ist die Rückkehr von Kapitän Felix Weber in die Startelf.

    Noch größer ist für Köllner das Angebot in der Offensive. Sowohl Timo Gebhart als auch Prince Owusu haben ihre Ambitionen gegen Chemnitz unterstrichen. Gerade Siegtorschütze Owusu hätte sich einen Startplatz verdient. „Aber soll ich jetzt Sascha Mölders oder Stefan Lex herausnehmen“, fragt der Trainer rhetorisch und unterstreicht das Dilemma. „Von daher ist es schwierig. Für Prince war es wichtig, dass er der Mannschaft helfen konnte.“ Der 23-jährige Leihspieler von Arminia Bielefeld hätte in den vergangenen zwei Monaten „einen guten Entwicklungsprozess vollzogen und einen großen Sprung gemacht“.

    Auch von Gebhart zeigte sich der Coach angetan, dem er zuletzt den Vorzug vor Noel Niemann gab. „Ich habe mich für ihn entschieden, weil Chemnitz eine robuste Mannschaft hat. Das Spiel war für Timo prädestiniert.“ Deswegen sei Niemann aber nicht automatisch aus der Verlosung. „Noel hat eine Top-Trainingsleistung gezeigt“, attestierte er dem 20-Jährigen. Und mit Nico Karger steht ein weiterer Stürmer in den Startlöchern.

    Neben der Trainingsleistung, so betont Köllner immer wieder, stelle er sich vor jedem Spiel die Frage: „Wer hilft der Mannschaft am besten und passt die Mischung?“ Alle 29 Spieler im Kader seien auf einem guten Niveau, hätten sich in den letzten Wochen verbessert und gesteigert. „Jeder hat es verdient zu spielen. Wichtig sind auch die Spieler, die von außen reinkommen“, wie das Beispiel Owusu belegt.

    Zuletzt mussten die Löwen zweimal einem frühen Rückstand hinterherlaufen. Das hat Köllner geärgert. „Wir müssen in Jena anders ins Spiel gehen“, fordert er deshalb. „Gegen Chemnitz haben wir ein gutes Spiel gemacht, doch drei Gegentore sind zu viel“, bemängelt er zudem. Gerade die Abwehr sei gefordert. „Jena hat eine starke Offensive, da müssen wir gut stehen.“ Besonders warnt der Coach vor Julian Günther-Schmidt, der früher für den FC Augsburg spielte. „Er hat letztes Jahr in Jena geholfen, die Liga zu halten.“

    Mittlerweile ist die Löwen-Serie auf 13 ungeschlagene Spiele angewachsen. „Dafür können wir uns nichts kaufen, aber sie ist gut für die Psyche“, findet Köllner, der immer das Maximale anstrebt. Das sind drei Punkte in Jena. „Wir müssen schauen, wo wir dem Gegner wehtun können. Da wollen wir ansetzen und alles raushauen.“ Ein Selbstläufer wird es aber nicht: „Wir sind keine Mannschaft, die im vorbei fahren die Punkte mitnimmt!“


    MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN

    FCC: 22 Coppens (Tor) – 10 Hammann, 34 Sulu, 13 Volkmer – 8 Kübler, 3 Rohr – 14 Bock, 7 Gabriele, 31 Obermair – 27 Günther-Schmidt, 28 Pagliuca.
    Ersatz: 1 Niemann (Tor) – 2 Gottwald, 4 Sarr, 5 Kühne, 9 Eckardt, 11 Donkor, 16 Voufack, 17 Fassnacht, 18 Jahn, 19 Schlegel, 20 Kircher, 21 Schorr, 24 Weiß, 29 Skenderovic, 30 Maranda, 32 Stanese, 37 Mickels.

    Nicht dabei: 6 Käuper (Knieverletzung), 15 Grösch (5. Gelbe Karte), 25 Schau (Haarriss im Fuß), 26 Zejnullahu (Adduktorenverletzung).


    1860: 1 Hiller (Tor) – 4 Weber, 23 Rieder, 22 Berzel – 25 Willsch, 20 Bekiroglu, 17 Wein, 36 Steinhart – 7 Lex – 9 Mölders, 19 Niemann.

    Ersatz: 39 Bonmann, 40 Kretzschmar (beide Tor) – 2 Weeger, 3 Lang, 5 Moll, 10 Gebhart, 11 Greilinger, 14 Dressel, 16 Kindsvater, 18 Karger, 21 Owusu, 24 Ziereis, 27 Belkahia, 28 Paul, 33 Klassen, 34 Böhnlein.

    Nicht dabei: 8 Seferings (Muskelverletzung), 13 Erdmann (10. Gelbe Karte), 24 Ziereis (Trainingsrückstand), 34 Böhnlein (Adduktorenprobleme).


    http://www.tsv1860.de/de/Aktue…cPCjTrPxuNhKFd8C-ENpsOvSY


    Vielen Löwen-Fans kam der Spielverlauf im Testspiel gegen den TSV Rain am Lech sehr bekannt vor. Ein schnelles Gegentor und das 0:2. Noch vor der Pause kommen die Gastgeber wieder heran und drehen in der zweiten Hälfte das Spiel. Prince Owusu macht dabei den Siegtreffer. Eine Dublette des gestrigen Spiels? Nicht ganz, die Partie endet nicht 4:3 sondern 3:2.


    Personal: Löwen-Cheftrainer Michael Köllner schickte gegen den Regionalligisten TSV Rain am Lech die Spieler auf das Spielfeld, die am Vortag beim Sieg gegen den Chemnitzer FC nicht oder nur kurz zum Einsatz kamen. So stand unter anderem Matchwinner Prince Owusu heute auf dem Spielfeld, da er gestern erst spät eingewechselt wurde.

    Spielverlauf: Die in den anthraziten Auswärtstrikots angetretenen Löwen übernahmen auf Platz 1 an der Grünwalder Straße von Anfang an das Kommando und hatten nach Zuspiel von Leon Klassen auch gleich die erste Gelegenheit durch Prince Owusu. Dessen Schuss aus spitzem Winkel verfehlte das Tor allerdings knapp.

    Den ersten Treffer erzielten allerdings die Gäste aus Rain. Cosic bekam im Strafraum ein Zuspiel von der Seite und setzte seinen Kopfball als Bogenlampe über Bonmann hinweg ins Löwen-Tor (6.). Nach dem Gegentreffer folgte der nächste unglückliche Moment. Herbert Paul fasste sich an den rechten Oberschenkel und musste ausgewechselt werden. Für ihn kam in der 14. Spielminute Fabian Greilinger ins Spiel. Michael Köllner stellte damit auch seine Abwehr um und schickte Eric Weeger eine Reihe nach hinten, Greilinger spielte fortan im Mittelfeld.

    Nur vier Minuten später lag der Ball schon wieder im Löwen-Tor, nach einem Zuspiel von der Seite durfte Johannes Müller recht freistehend einschießen. Doch die Freude darüber währte nicht lange, nach einem Schuss von Prince Owusu, den Maiershofer im Tor der Gäste nur nach vorne abwehren konnte, staubte Fabian Greilinger ab, erzielte den Anschlusstreffer (19.). Mehr passierte in der ersten Spielhälfte nicht mehr, so dass der Tabellenzwölfte der Regionalliga Bayern mit einer knappen Führung in die Kabine gehen konnte.

    Ab der 46. Spielminute feierte Semi Belhakia sein Comeback. Nach schier endlosen Monaten kehrte der lange Abwehrspieler endlich wieder in den Spielbetrieb zurück. Kristian Böhnlein blieb für ihn in der Kabine.

    In der 53. Minute zeigte Schiedsrichter Tiedeken auf den Punkt. Nico Karger war gefoult worden und trat selbst zur Ausführung an. Mit seinem Schuss scheiterte Karger zwar an Maiershofer, doch Noel Niemann war schnell zur Stelle und versenkte den Nachschuss zum Ausgleich (53.). Im weiteren Verlauf der zweiten Hälfte lief die Partie nahezu ausschließlich auf ein Tor und zwar das der Gäste aus der Blumenstadt. Die Löwen kamen zu einigen guten Gelegenheit, ließen diese jedoch liegen. Am nähesten am Torerfolg war Prince Owusu, der mit einem schönen Fernschuss aber knapp über das Tor zielte und nur den Fangzaun vor dem Fanshop traf.

    Der Siegtorschütze von gestern hatte 5 Minuten vor dem Ende die Ehre, das 3:2 zu erzielen. Nach einem Foul an Benjamin Kindsvater trat er zum Strafstoß an und verwandelte souverän zur Löwen-Führung und gleichzeitig auch zum Endstand der Partie.

    Michael Köllner zeigte sich nach der Partie sehr zufrieden. "Gut war's" sagte der Löwen-Trainer und bemerkte starke Parallelen nicht nur im Spielverlauf, sondern auch im Spielsystem des Gegners. Auch deswegen sah er ein richtig gutes Testspiel. Köllner sprach von zwei "Eigentoren" die man am Anfang erhalten hatte, als der Gegner zum Torabschluss eingeladen wurde, zeigte sich aber auch sehr glücklich damit, dass erneut ein Spiel gedreht werden konnte. Wichtig war es ihm ein dominates Spiel zu zeigen mit viel Ballbesitz. Im Fall Herbert Paul, der früh angeschlagen vom Feld musste, sprach Köllner von einer leichten Verletzung.


    STENOGRAMM, Testspiel, 01.03.2020, 12 Uhr

    TSV 1860 München – TSV Rain/Lech 3:2 (1:2)

    1860: 39 Bonmann - 28 Paul, 4 Weber, 3 Lang, 33 Klassen - 2 Weeger, 34 Böhnlein, 16 Kindsvater - 21 Owusu, 19 Niemann, 18 Karger.

    Ersatz: 12 Szekely, 11 Greilinger, 27 Belkahia.

    Wechsel: Greilinger für Paul (14.), Belkahia für Böhnlein (46.)

    Tore: 0:1 Cosic (6.), 0:2 Müller (18.), 1:2 Greilinger (19.), 2:2 Niemann (53.), 3:2 Owusu (85./FE)

    Zuschauer: 186,0 auf dem Trainingsgelände Grünwalder Straße 114.

    Schiedsrichter: Elias Tiedeken (Neusäß), Assad Nouhoum, Matteo Heiß.


    http://www.tsv1860.de/de/Aktue…zhCiw28Ef9vHEL0V2FiKXJAPo

    Die Löwen blieben gegen Chemnitz auch im 13. Spiel in Serie ungeschlagen, drehten dabei einen 0:2-Rückstand durch die Tore von Stefan Lex (41.), Timo Gebhart (56., Foulelfmeter an Phillipp Steinhart) und Sascha Mölders (58.) in eine 3:2-Führung, mussten dann aber durch Ex-Löwe Philipp Hosiner den Ausgleich hinnehmen (65.). Doch in der Nachspielzeit war es der eingewechselte Prince Owusu, der zum 4:3-Endstand traf (90.+2).


    Personal: Löwen-Cheftrainer Michael Köllner musste im Heimspiel gegen Chemnitz verletzungsbedingt auf Simon Seferings (Muskelverletzung), Daniel Wein (Achillessehnenprobleme), Markus Ziereis (Oberschenkelverletzung) und Semi Belkahia (Aufbautraining nach Kreuzbandriss) verzichten. Erik Weeger, Niklas Lang, Fabian Greilinger, Benjamin Kindsvater, Leon Klassen und Tom Kretzschmar standen nicht im Kader, sammeln einen Tag später Spielpraxis im Test gegen Regionalligist TSV Rain/Lech. Im Vergleich zum Heimspiel gegen Magdeburg gab es drei Veränderungen: Marius Willsch kam nach Gelb-Sperre für Herbert Paul wieder ins Team, Quirin Moll ersetzte Dennis Dressel und Timo Gebhart Noel Niemann.

    Spielverlauf: Gleich mit der ersten Offensivaktion gingen die Gäste in Führung. Ein Freistoß etwa zehn Meter vor dem rechten Strafraumeck flankte Rafael Garcia hoch in die Mitte, Niklas Hoheneder kam am Torraum vollkommen frei zum Kopfball, Marco Hiller klärte zunächst per Fuß, war aber beim Nachschuss des Österreichers machtlos (2.). Das war ein Beginn, wie ihn sich die Sechzger sicher nicht vorgestellt hatten! Nach einem weiten Ball, den Sascha Mölders gekonnt mitnahm, wurde der Schuss des Torjägers aus 15 Metern zur Seite geblockt, den Nachschuss von Stefan Lex aus spitzem Winkel wehrte Keeper Jakub Jakubov ab (12.). Wenig später köpfte Lex einen Heber von Mölders gegen den linken Pfosten (14.). In der 17. Minute setzte sich Efkan Bekiroglu nach Zuspiel von Lex auf der linken Strafraumseite durch, aber anstatt aus spitzem Winkel selbst abzuschließen, versuchte er Mölders anzuspielen, doch der war abgedeckt, sein Gegenspieler klärte die Hereingabe zur Ecke. Kurz danach sah Dennis Erdmann seine 10. Gelbe Karte, wird damit den Löwen in Jena fehlen. Einen 22-Metert-Schuss von Mölders aus dem Zentrum konnte Jakubov gerade noch zur Seite wegfausten (22.). So richtig bekamen die Löwen die Partie in dieser Phase nicht in den Griff, zeitweise gab es sogar Unmutsäußerungen von der Tribüne, weil einige Pässe nicht ihre Adressaten fanden oder das Timing nicht stimmte. Nach einem Foul an Mölders am gegnerischen Strafraum, das Schiedsrichter Marcel Gasteier nicht ahndete, konterte Chemnitz, Hiller verkürzte gegen Philipp Hosiner am linken Torraumeck den Winkel, der legte aber zurück auf Erik Tallig. Dieser brauchte frei vom Elfmeterpunkt nur noch ins leere Tor einzuschieben: 2:0 für die Gäste (36.). Die Sechzger waren richtig sauer, weil Schiedsrichter Marcel Gasteier in dieser Szene Tim Rieder an der Seitenlinie vergessen, der nach einem Foul von Pascal Itter behandelt worden war und die ganze Zeit die Hand hob. Der Löwe, wie auch Trainer Michael Köllner, die sich vehement beschwerten, sahen dafür Gelb, was die Zuschauer endgültig gegen den Schiedsrichter aufbrachten. In der 41. Minute gelang den Sechzgern der Anschluss durch Lex. Der Erdinger ließ nach einem Pass von Mölders zunächst Hoheneder aussteigen, lief von rechts auf Jakubov zu, überwand ihn mit einem Lupfer aus sechs Metern zum 1:2 ins lange Eck. Eine Hereingabe von rechts durch Itter verlängerte Tallig per Kopf, die Kugel ging aber knapp am langen Eck vorbei (44.). So ging es mit 1:2 aus Löwen-Sicht in die Kabine.

    Zur 2. Halbzeit kam Dennis Dressel für Quirin Moll, der nach seiner langen Verletzungspause noch nicht hundertprozentig fit ist. Die Löwen erhöhten nun deutlich die Schlagzahl. Nach einer Ecke von links durch Phillipp Steinhart prallte der Ball Aaron Berzel am Torraum an die Hüfte und von dort ging er nur Zentimeter am rechten Pfosten vorbei (49.). In der 53. Minute wollte Mölders im Strafraum quer auf den mitgelaufenen Lex legen, aber ein Chemnitzer brachte das Bein dazwischen, doch die Kugel landete erneut bei dem 1860-Routinier. Dessen scharfe Hereingabe verpasste dann Lex am Fünfmeterraum haarscharf. Kurz danach kam Steinhart im Strafraum zu Fall, Schiedsrichter Gasteier zeigte nach etwas Zögern auf den Punkt (55.). Nicht der Gefoulte lief an, sonst der Elfmeterschütze, sondern Timo Gebhart. Jakubov hatte zwar die Ecke geahnt, brachte aber die Finger nicht mehr an den Ball: 2:2 (56.). keine zwei Minuten später lupfte lex mit viel Übersicht die Kugel halbrechts auf Mölders. Der nahm das Zuspiel mit der Brust an, hämmerte den Ball aus acht Metern zum 3:2 ins lange Eck (58.). Ein 20-Meter-Schuss von Dressel konnte Jakubov nur nach vorne prallen lassen, bekam aber die Kugel gerade noch vor dem nachsetzenden Mölders zu fassen (64.). Im Gegenzug fiel der überraschende Ausgleich. Nach einem Fehlpass von Efkan Bekiroglu zog Ex-Löwe Hosiner gegen Erdmann in die Mitte, schoss von der Strafraumgrenze und traf genau in den rechten Winkel zum 3:3 (65.). Beide Teams klappten nun das Visier hoch, spielten auf Sieg. In der 75. Minuten konterten die Löwen in Gleichzahl, Mölders wollte den Ball zu dem rechts gestarteten Lex in den Strafraum durchstecken, doch ein Chemnitzer brachte gerade noch die Fußspitze dazwischen. Einer Hereingabe von links durch Davud Tuma konnte Berzel gerade noch vor Hosiner zur Ecke klären (82.). In der Nachspielzeit gelang Prince Owusu der Lucky Punch. Nach einer Ecke von rechts durch Lex war er mit dem Kopf zur Stelle, traf zum 4:3 (90.+2). Damit sind die Löwen seit 13. Spielen in Serie ungeschlagen.


    STENOGRAMM, 26. Spieltag, 29.02.2020, 14 Uhr


    TSV 1860 München – Chemnitzer FC 4:3 (1:2)


    1860: 1 Hiller (Tor) – 22 Berzel, 23 Rieder, 13 Erdmann – 25 Willsch, 5 Moll, 36 Steinhart – 20 Bekiroglu, 10 Gebhart – 9 Mölders, 7 Lex.

    Ersatz: 39 Bonmann (Tor) – 4 Weber, 14 Dressel, 18 Karger, 19 Niemann, 21 Owusu, 28 Paul.

    CFC: 1 Jakubov (Tor) – 20 Itter, 3 Hoheneder, 25 Reddemann, 8 Sirigu – 2 Maloney, 17 Tallig, 29 Langer, 16 Garcia – 32 Bonga, 26 Hosiner.
    Ersatz: 22 Mroß (Tor) – 7 Tuma, 13 Schoppenhauer, 14 Campulka, 19 Blumberg, 24 Oesterhelweg, 31 Milde.

    Wechsel: Dressel für Moll (46.), Karger für Bekiroglu (76.), Owusu für Gebhart (83.) – Oesterhelweg für Tallig (54.), Tuma für Garcia (66.), Campulka für Bonga (69.).

    Tore: 0:1 Hoheneder (2.), 0:2 Tallig (36.), 1:2 Lex (41.), 2:2 Gebhart (56., Foulelfmeter), 3:2 Mölders (58.), 3:3 Hosiner (65.), 4:3 Owusu (90.+2)

    Gelbe Karten: Erdmann, Rieder, Köllner, Berzel, Willsch – Itter, Jakubov, Sirigu, Bonga, Hoheneder, Campulka, Reddemann.

    Zuschauer: 15.000 im Grünwalder Stadion (ausverkauft).

    Schiedsrichter: Marcel Gasteier (Weisel); Assistenten: Luca Schlosser (Montabaur), David Scheuermann (Winnweiler).


    http://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/4890.htm


    Presseschau tz und Az:


    https://www.tz.de/sport/1860-m…dritte-liga-13565500.html


    https://www.abendzeitung-muenc…98-a0fb-ccfc95af3a22.html


    Nächstes Spiel:


    7.3.2020, 14 Uhr, in Jena

    Testspiel verlegt. Aufgrund der Unbespielbarkeit des Platzes in der Sportschule Oberhaching findet das Testspiel gegen den TSV Rain am Lech am Sonntag nun um 12 Uhr auf Platz 1 des 60er Trainingsgeländes an der Grünwalder Straße 114 statt.

    Marco Hiller, der bereits seit der U12 und damit seit mehr als 11 Jahren das Trikot der Münchner Löwen trägt, bleibt seinem Verein auch weiterhin treu. Der Torhüter hat seinen Vertrag beim TSV 1860 München verlängert.

    Günther Gorenzel: „Marco hat sich unter Michael Köllner im Rennen um die Nummer 1 im Tor der Löwen durchgesetzt, daher war es unser Ziel, ihn mittelfristig an den Verein zu binden. Zudem freut es uns besonders, dass ein Spieler aus dem Nachwuchsleistungszentrum der Löwen die wichtige Position des Stammtorwarts in der nächsten Zeit bekleiden wird.“

    Mit Marco Hiller zwischen den Pfosten konnten die Löwen in der laufenden Saison in jedem Liga-Spiel punkten und auch im Toto-Pokal blieb der gerade erst 23 Jahre jung gewordene Torhüter jeweils siegreich. Sicherlich mit dem Highlight im Viertelfinale gegen die SpVgg Unterhaching, als Hiller im Elfmeterschießen drei Versuche der Gäste halten konnte.

    Hiller: „Ich freue mich sehr meinen Vertrag bei den Löwen verlängert zu haben. Seit elfeinhalb Jahren bin ich nun beim Verein, da entsteht eine wahnsinnige Identifikation und Verbundenheit. Ich glaube total an den aktuellen Weg und freue mich meinen Anteil zur sportlichen Weiterentwicklung beitragen zu können.“


    http://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/4879.htm

    Zum zweiten Heimspiel innerhalb von sechs Tagen erwarten die Löwen am Samstag, 29. Februar 2020, den Chemnitzer FC. Anpfiff im Grünwalder Stadion ist um 14 Uhr. Beide Teams haben einen Lauf. Die Sachsen sind seit fünf Spielen ungeschlagen, die Sechzger mittlerweile seit zwölf Partien.


    1860-Chefcoach Michael Köllner weilte am vergangenen Montag in Chemnitz, schaute sich live das Spiel des CFC gegen den FC Bayern II an, das die Gastgeber mit 1:0 gewannen. In Anbetracht dessen spricht er von einem „schweren Spiel“. Schließlich bezwangen die Himmelblauen mit den kleinen Bayern die beste Rückrundenmannschaft der 3. Liga. „Das wird eine Herausforderung“, sagt der 50-Jährige. Chemnitz stehe sehr kompakt. „Gegen die drei Linien des Gegners müssen wir Lösungen finden. Chemnitz hat analog zu uns gut gepunktet. Wir wollen sie auf Distanz halten – am besten den Abstand vergrößern.“


    Heimspiel gegen Chemnitz: Stehplätze ausverkauft – Restkarten im Sitzplatzbereich.


    Dazu gelte es, Torjäger Philipp Hosiner in Schach zu halten. Der Österreicher ist kein Unbekannter. 2006 schloss er sich den A-Junioren der Löwen an, spielte bis 2009 in Giesing. „Er ist ein sehr guter Spieler“, berichtet Köllner. Sein Sturmkollege Dejan Bozic und er hätten den kleinen Bayern zugesetzt. „Hosiner ist Teil des Aufschwungs in Chemnitz. Er trifft verlässlich, die Quote ist außergewöhnlich.“ In 17 Spielen erzielte der 30-Jährige 15 Treffer. „Daher müssen wir alles tun, um ihn aus dem Spiel zu nehmen. Er ist ein Unterschiedsspieler“, findet Köllner.

    Bis auf Simon Seferings, der zurzeit nur Lauftraining absolviert, und Markus Ziereis, der zwar schon wieder mit der Mannschaft trainiert, aber noch nicht komplett fit ist, sowie Semi Belkahia hat Köllner alle Mann an Bord. Auch Benjamin Kindsvater bescheinigt der Oberpfälzer „gute Fortschritte“. Für alle Rekonvaleszenten wurde deshalb wieder ein Test angesetzt. Um 12 Uhr am Sonntag, 1. März 2020, geht es in der Sportschule Oberhaching gegen Regionalligist TSV Rain/Lech.

    Ins Team gegen den CFC kehrt nach verbüßter Gelbsperre Marius Willsch zurück. Auch Dennis Erdmann ist fit. „Er ist gegen Magdeburg rechtzeitig runter“, erzählt Köllner. Ebenfalls gut schaut es bei Daniel Wein aus, dessen Position zuletzt Tim Rieder übernommen hatte. „Er hat die 90 Minuten muskulär gut verkraftet“, so der Trainer über den Defensivspezialist Rider. Da auch Quirin Moll in der Schlussphase gegen den FCM sein Comeback feierte (Köllner: „Er konnte die Mannschaft gut stabilisieren!“), hat der Coach im Mittelfeld die Qual der Wahl. Dazu kommen noch Dennis Dressel, Timo Gebhart, der nach Achillessehnenproblemen wieder einsatzfähig ist, und Efkan Bekiroglu.


    Philipp Hosiner: Der »Leader« beim Chemnitzer FC.


    Der 24-jährige Bekiroglu zeigte gegen Magdeburg nach der Pause eine schwächere Phase. Das sei aber kein körperliches Problem, meint Köllner, der ihn als „hochveranlagten Spieler“ bezeichnet. „Efkan mutet sich in der 1. Halbzeit zu viel zu, geht als Achter viele Laufwege. Er muss es hinbekommen, dass er ökonomisch und konstant spielt.“ Auch Timo Gebhart, wegen Achillessehnenproblemen zuletzt außen vor, „hat die Pause gut getan. Timo stellt eine Alternative da, er kann unserem Spiel andere Möglichkeiten geben“, so Köllner.

    Noch immer ist der Ärger über die verpassten drei Punkte gegen Magdeburg nicht ganz verraucht. Trotzdem habe man das Minimalziel mit dem Unentschieden gegen einen Gegner, „der eine super Qualität im Kader hat“, erreicht, „obwohl die 2. Halbzeit teilweise irregulär mit vielen widrigen Dingen war“.

    Köllner hat das schnell abgehakt, bei der Mannschaft hätte es ein, zwei Tage gedauert. Aber die Reaktion darauf war positiv. „Die Jungs haben im Training Gas gegeben. Ich bin froh, dass die Mannschaft den Anspruch hat, jedes Spiel gewinnen zu wollen. Die Serie mit zwölf ungeschlagenen Spielen ist zwar schön, Siege fühlen sich aber besser an als Unentschieden, vor allem, wenn du einen so großen Aufwand wie wir betreibst.“

    Entscheidend sei aber, „dass wir die richtigen Lehren aus dem Spiel ziehen und im Idealfall die nächsten drei Partien gewinnen“, sagt Köllner mit einem breiten Grinsen. Verbesserungsbedarf sieht der 50-Jährige im Spielaufbau, gerade die 2. Halbzeit gegen Magdeburg führt Köllner als Beispiel an. Das Konterspiel sei besser geworden, auch die Arbeit gegen den Ball findet er grundsätzlich gut. „Aber wir dürfen uns nicht so viele fahrlässige Dinge wie am letzten Sonntag erlauben“, mahnt der Coach.

    Auch in Bezug auf die Chancenverwertung sieht Köllner Luft nach oben. „Wir müssen mehr als ein Tor schießen“, lautet seine Maxime. Deshalb überlegt er, Veränderungen in der Startelf und der Systematik vorzunehmen. „Wir wollen eine gute Mischung auf den Platz bringen, ein gutes Spiel zeigen und die drei Punkte holen!“


    MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN

    1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 22 Berzel, 13 Erdmann, 36 Steinhart – 20 Bekiroglu, 17 Wein, 23 Rieder – 7 Lex – 9 Mölders, 19 Niemann.

    Ersatz: 39 Bonmann, 40 Kretzschmar (beide Tor) – 2 Weeger, 3 Lang, 4 Weber, 5 Moll, 10 Gebhart, 11 Greilinger, 14 Dressel, 16 Kindsvater, 18 Karger, 21 Owusu, 28 Paul, 33 Klassen, 34 Böhnlein.

    Nicht dabei: 8 Seferings (Muskelverletzung), 24 Ziereis (Muskelverletzung), 27 Belkahia (Trainingsrückstand).

    CFC: 1 Jakubov (Tor) – 20 Itter, 3 Hoheneder, 25 Reddemann, 8 Sirigu – 7 Tuma, 14 Campulka, 29 Langer, 16 Garcia – 32 Bonga, 26 Hosiner.
    Ersatz: 22 Mroß (Tor) – 2 Maloney, 9 Krebs, 13 Schoppenhauer, 17 Tallig, 19 Blumberg, 24 Oesterhelweg, 27 Sturm, 31 Milde

    Nicht dabei: 5 Velkov (Aufbautraining), 6 Karsanidis (Aufbautraining), 15 Awuku (Kreuzbandriss), 18 Bohl (10. Gelbe Karte), 33 Bozic (5. Gelbe Karte), 38 Müller (Reha nach Leisten-OP).

    Schiedsrichter: Marcel Gasteier (Weisel); Assistenten: Luca Schlosser (Montabaur), David Scheuermann (Winnweiler).


    http://www.tsv1860.de/de/Aktue…moISnd52bkcOTcp-Js0943RHo