TSV 1860 München

  • Es ist das Topspiel des 6. Spieltags: Die Löwen empfangen als Spitzenreiter am Mittwoch, 21. Oktober 2020, den Tabellenzweiten 1. FC Saarbrücken. Anpfiff im Grünwalder Stadion ist um 18.60 Uhr. Zuschauer sind aufgrund der Pandemiestufe Rot nicht zugelassen. MAGENTA SPORT zeigt die Partie live.


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    Zunächst ergriff Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel die Möglichkeit, alle in der aktuellen Situation zu sensibilisieren. „Wir haben in den nächsten elf Tagen drei schwere Gegner vor uns“, erklärte der 49-Jährige, „aber der schwerste ist Covid-19. Wenn man einen Gegner unterschätzt, ist das ein schlechter Ratgeber und am Ende ist man nur zweiter Sieger“, spannte der Österreicher den Bogen vom Sport in die Gesellschaft. „Wir stehen alle in der Verantwortung. Jeder muss seinen Teil dazu beitragen, dass der Inzidenzwert wieder unter 35 kommt, damit endlich wieder Fans ins Stadion dürfen.“

    Natürlich ist auch bei Gorenzel die Freude über die Tabellenführung groß, gleichzeitig stellte er klar: „Wir können die Situation gut einordnen, müssen schauen, dass wir über 90 Minuten mehr Konstanz reinbringen.“ Das Trainerteam arbeite daran sehr akribisch. „Wir können es nur gemeinsam schaffen, wenn sich jeder für jeden aufopfert: Ein Team – ein Weg!“

    Der Österreicher brach auch eine Lanze für Dennis Erdmann, der trotz seiner Tores in Rostock in den Fokus der Medien geriet. „Es werden immer Spieler mit Ecken und Kanten gefordert. Wir brauchen solche Persönlichkeiten und werden ihn nicht fallen lassen nur wegen eines Torjubels, der vor Monaten in Anlehnung an eine Filmszene aufgenommen wurde und der jetzt im Zusammenhang mit den unglücklichen Ereignissen von Frankreich gestellt wird.“


    SECHZIG - Das Löwenmagazin gegen 1. FC Saarbrücken ist online.


    Ähnlich sieht es auch Trainer Michael Köllner. „Dennis ist für uns extrem wichtig, egal was die Presse schreibt“, verteidigt er seinen Spieler, weil er „Feuer gibt, Charakter zeigt.“ Das seien neben Teamgeist und Geschlossenheit die Basics. „Wir stehen nicht auf Platz Eins, weil wir die beste Mannschaft sind, sondern weil wir uns 90 Minuten ins Spiel reinbeißen, alles für den Erfolg tun. Natürlich brauchen wir auch Matchglück wie in Rostock. Jedes Spiel ist eine brutale Herausforderung!“

    Der 50-Jährige Coach hatte vor mehr als zwei Jahren die beiden Relegationsspiele der Löwen gegen Saarbrücken nur im Fernsehen verfolgt. „Sechzig war nicht der Favorit, hat aber mit einer enormen Willensleistung den Aufstieg geschafft. Das hat mir schon damals Respekt abgefordert.“ An den anschließenden Feierlichkeiten hatte er ebenfalls indirekt Anteil. „Freunde, die in München leben, haben mir Videos geschickt. Ich war beeindruckt, wie die Fans den Aufstieg gefeiert haben.“

    Die Saarländer ordnet Köllner „vom Kaliber“ ähnlich wie Rostock ein. „Nach mehreren Anläufen hat es endlich mit dem Aufstieg geklappt. Diese Euphorie und die von den erfolgreichen Spielen im DFB-Pokal in der vergangenen Saison bringen sie mit. Dazu ist Saarbrücken finanziell gut aufgestellt.“ Der Oberpfälzer spricht von einem „Top-Kader“, der sowohl in einem 4-3-3- als auch in einem 4-1-4-1-System spielen kann. „Sie kommen mit einer breiten Brust, versuchen die Dinge spielerisch zu lösen. Uns wird sicher nichts geschenkt, aber das sind die schönsten Spiele.“

    Fehlen werden gegen den Aufsteiger Niklas Lang und Tim Linsbichler. Dagegen sieht es bei Leon Klassen, der am vergangenen Samstag wegen einer Mandelentzündung nicht die Reise an die Ostsee angetreten konnte, gut aus. Der 20-Jährige stieg am Montag wieder ins Training ein. Er könnte eine Alternativ für den gesperrten Phillipp Steinhart als Linksverteidiger sein, ebenso wie Maxim Gresler, „wenn wir die Position Eins-zu-Eins ersetzen wollen“, so Köllner. In Rostock stand das 17-jährige Talent erstmals im Profikader. „Da konnte er schon mal reinschnuppern, die Abläufe kennenlernen.“

    Auf Daniel Wein kann Köllner ebenfalls zurückgreifen, der in Rostock einen Schlag auf den Oberschenkel abbekommen hatte, 20 Minuten weiterspielte, dann aber für Erdmann Platz machen musste. „Ich gehe davon aus, dass er spielen kann. Unsere medizinische Abteilung hat ihn gleich noch in Rostock behandelt. Bereits am Montag konnte er wieder mittrainieren.“

    Köllner bezeichnete es als „Fluch der guten Tat“, dass er nach dem 1:1 in Rostock eine gewisse Unzufriedenheit mit dem Punkt und dem Auftritt der Löwen an der Ostsee feststellen musste. „Natürlich haben wir nicht hundertprozentig gut gespielt. Das wissen wir auch. Rostock hat mit den 7.500 Zuschauern im Rücken extrem Druck gemacht. Aber dass die Mannschaft auch nach dem 1:1 zusammengeblieben ist, zeichnet sie auf. Wir sind sicher nicht zu Unrecht seit fünf Spiel ungeschlagen.“

    Vor einigen Wochen habe noch der Pessimismus überwogen, nachdem 16 Verträge nicht verlängert wurden und nur fünf Spieler von außerhalb kamen. „Aber wir haben die Themen gut abgearbeitet und sind froh, dass wir eine von drei ungeschlagenen Mannschaften in der Liga sind. Unsere Stärke ist, dass wir bei eigenem Ballbesitz gut Fußball spielen wollen und um jeden Meter kämpfen. Die Mannschaft zeigt extremen Willen und will immer gewinnen. Wir werden auch gegen Saarbrücken Gas geben, treffen aber auf einen Gegner, der auch weiß, wie es geht!“

    Köllner und die Mannschaft machen keinen Hehl daraus, dass sie die Tabellenführung unbedingt verteidigen wollen. „Für jeden Sportler ist es das Größte, erfolgreich zu sein. Letztes Jahr mussten wir der Musik hinterherlaufen, das hat Kraft gekostet.“ Vorne gehe vieles leichter. „Die Punkte, die wir haben, nimmt uns keiner mehr. Wir sind eine verschworene Gemeinschaft. Das ist unser Trumpf. Wenn dann noch einzelne Spieler wie gegen Lübeck Highlights setzen, dann können wir auch gegen Saarbrücken gewinnen.“


    MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN


    1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 5 Moll, 6 Salger, 33 Klassen – 17 Wein – 31 Neudecker, 8 Tallig, 14 Dressel, 7 Lex – 9 Mölders.

    Ersatz: 12 Szekely, 40 Kretzschmar (beide Tor) – 11 Greilinger, 13 Erdmann, 19 Pusic, 20 Agbowo, 21 Ngounou Djayo, 26 Durrans, 27 Belkahia, 28 Mannhardt, 30 Cocic, 32 Gresler.

    Nicht dabei: 3 Lang (Sprunggelenksverletzung), 22 Linsbichler (Aufbautraining), 36 Steinhart (Gelb-Rot-Sperre).


    FCS: 1 Batz (Tor) – 16 Barylla, 5 Zellner, 3 Sverko, 23 Müller – 8 Zeitz – 25 Jänicke, 19 Froese – 11 Mendler, 7 Shipnoski – 24 Jacob.

    Ersatz: 36 Castellucci (Tor) – 9 Vunguidica, 10 Fejzullahu, 13 Deville, 14 Uaferro, 17 Perdedaj, 18 Bösel, 20 Teo, 22 Golley, 27 Breitenbach, 30 Schleimer, 32 Köhl.

    Nicht dabei: 4 Schorch (Erkältung), 6 Bulic (Handbruch), 28 Gouras (Schlüsselbeinbruch), 31 Singer (muskuläre Probleme).


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5344.htm


  • Die Löwen kassierten beim 1:2 gegen den 1. FC Saarbrücken die erste Niederlage der Saison. Die Gäste führten durch Tore von Sebastian Jacob (14.) und Jayson Breitenbach (40.) zur Pause mit 2:0. Nach einem verwandelten Foulelfmeter durch Quirin Moll (51.) drängten die Löwen auf den Ausgleich. Trotz Powerplay und bester Chancen brachten sie die Kugel aber nicht mehr im gegnerischen Tor unter.


    Personal: Löwen-Cheftrainer Michael Köllner musste im Spitzenspiel gegen Saarbrücken verletzungsbedingt nur auf Niklas Lang (Sprunggelenksprobleme) verzichten. Tim Linsbichler fehlte wegen Trainingsrückstand, Phillipp Steinhart aufgrund seiner Gel-Roten-Karte in Rostock. Nicht den Sprung in den 18er-Kader schafften der dritte Torhüter György Szekely, Ahanna Agbowo, Matthew Durrans, Marco Mannhardt und Milos Cocic. Im Vergleich zum 1:1 an der Ostsee gab es nur eine Änderung in der Startelf. Für den gesperrten Phillipp Steinhart kam Leon Klassen ins Team.


    STIMMEN Köllner: „Wir haben uns ein Stück weit selbst geschlagen!“


    Spielverlauf: Keineswegs abwartend traten die Gäste in der Anfangsphase auf. Trotzdem hatten die Löwen in der 5. Minute eine Riesenchance. Plötzlich tauchten Sascha Mölders und Stefan Lex mutterseelenallein vor Daniel Batz auf, nachdem Richard Neudecker die Kugel über die Dreierkette gehoben hatte. Aber anstatt, dass Mölders selbst abgeschlossen hätte, legte er quer auf Lex., der aus zehn Metern dem FCS-Keeper ins Gesicht schoss. In der 9. Minute nahm Daniel Wein halbrechts einen Abpraller aus 21 Metern direkt, zielte aber am kurzen Pfosten vorbei. Kurz danach fand Neudecker mit einem 20-Meter-Schuss seinen Meister in Batz (10.). Eine Direktabnahme aus spitzem Winkel von Anthony Barylla auf der rechten Seite ging deutlich übers Löwen-Tor (11.). In der 14. Minute lag der Ball im 1860-Tor. Nach einem Handspiel gab es fünf Meter vorm linken Strafraumeck einen Freistoß. Mario Müller brachte den Ball mit links vors Tor, der einlaufende Sebastian Jacob verlängerte die Kugel mit dem Kopf unhaltbar für Marco Hiller zum 1:0 ins lange Eck. Drei Minuten später brachte Marin Sverko nach Zuspiel von Leon Klassen mit einem Tackling Erik Tallig im FCS-Strafraum zu Fall. Die Löwen forderten Elfmeter, doch Schiedsrichter Eric Müller winkte ab (17.). Nach einer Ablage von Mölders am Strafraum kam Neudecker zum Abschluss. Sein 18-Meter-Schuss war aber zu zentral, sodass Batz die Kugel über den Querbalken wischen konnte (27.). Ein Freistoß aus 22 Metern, ziemlich zentral, schoss Neudecker in die Mauer (37.). Die Sechzger waren seit dem Gegentreffer zwar dominant, erspielten sich aber keine klaren Chancen. Im Gegenteil: Das Tor machten erneut die Saarländer. Nicklas Shipnoski hatte im Liegen halbrechts in die Mitte gepasst, Jayon Breitenbach lief der 1860-Defensive davon, die mit einem Abseitspfiff gerechnet hatte. Breitenbach ließ bei seinem Schuss frei vor Hiller aus 14 Metern dem Löwen-Keeper keine Chance, traf zum 2:0 ins rechte Eck (40.). Mit diesem Ergebnis ging’s auch in die Pause.

    Zur 2. Halbzeit brachte 1860-Trainer Michael Köllner für Stefan Lex, der die größte Chance des ersten Durchgangs vergeben hatte, Martin Pusic. In der 51. Minute gab’s Elfmeter für Sechzig. Bone Uaferro war an der rechten Strafraumlinie in die Beine von Tallig gegrätscht. Den Strafstoß verwandelte Quirin Moll sicher zum 2:1 (51.). Batz hatte zwar die Ecke geahnt, aber der Schuss war zu platziert. In der 56. Minute zog Neudecker nach Mölders-Zuspiel von rechts nach innen, schloss von der Strafraumkante mit links ab, doch sein Schuss ging knapp am linken Pfosten vorbei (56.). Auf der anderen Seite prüfte Jacob mit einem Drehschuss aus 14 Metern Hiller (57.). Nach einem sehenswerten Doppelpass mit Mölders lief Tallig frei Richtung Tor, doch der Ball versprang ihm etwas, wodurch Uaferro noch an die Kugel kam, sie ihm im letzten Moment vom Fuß spitzelte (62.). Wenig später nahm Mölders einen Abpraller aus 17 Metern per Dropkick, setzte ihn aber neben den rechten Pfosten (64.). Einen 26-Meter-Freistoß von Moll pflückte Batz auf der Linie sicher herunter (69.). In der 82. Minute legte sich Dennis Dressel im Strafraum nach Klassen-Zuspiel den Ball zurecht, sein 15-Meter-Schuss wurde aber leicht abgefälscht, wodurch er am rechten Pfosten vorbeischrammte (81.). Bei einem Neudecker-Freistoß aus dem linken Halbfeld tauchte Batz unter dem Ball durch, die Kugel lag im Torraum frei, aber kein Löwe kam zum Abschluss (84.). Angriff auf Angriff rollte auf das Tor der Saarländer, aber immer war ein Bein dazwischen oder der Torhüter kam an die Kugel. So auch in der 88. Minute. Tallig hatte von links auf Neudecker gepasst, der zog direkt aus 14 Metern ab, doch irgendwie brachte Batz die Hand dazwischen, holte den Schuss aus dem linken Eck (88.). So verstrich Sekund um Sekunde. Am Schluss hatte Saarbrücken die knappe Führung über die Zeit gerettet, brachte den Löwen die erste Niederlage bei und überflügelte sie in der Tabelle.


    STENOGRAMM, 6. Spieltag, 21.10.2020, 18.60 Uhr


    1860 München – 1. FC Saarbrücken 1:2 (0:2)


    1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 5 Moll, 6 Salger, 33 Klassen – 17 Wein – 31 Neudecker, 8 Tallig, 14 Dressel, 7 Lex – 9 Mölders.

    Ersatz: 40 Kretzschmar (Tor) – 11 Greilinger, 13 Erdmann, 19 Pusic, 21 Ngounou Djayo, 27 Belkahia, 32 Gresler.


    FCS: 1 Batz (Tor) – 16 Barylla, 14 Uaferro, 3 Sverko, 23 Müller – 8 Zeitz – 25 Jänicke, 27 Breitenbach, 19 Froese, 7 Shipnoski – 24 Jacob.

    Ersatz: 36 Castellucci (Tor) – 9 Vunguidica, 11 Mendler, 13 Deville, 18 Bösel, 22 Golley, 30 Schleimer.


    Wechsel: Pusic für Lex (46.), Erdmann für Klassen (86.) – Mendler für Breitenbach (66.), Vunguidica für Shipnoski (77.), Deville für Jänicke (86.)


    Tore: 0:1 Jacob (14.), 0:2 Breitenbach (40.), 1:2 Moll (52., Foulelfmeter).

    Gelbe Karten: Willsch, Wein, Klassen – Froese.

    Zuschauer: 0 im Grünwalder Stadion.

    Schiedsrichter: Eric Müller (Bremen); Assistenten: Simon Rott (Bremen), Yannick Rath (Bremen).


    https://www.tsv1860.de/de/Aktu…9vkyOpEh3hcFNuBcF607u40G8


    Bildergalerie:


    https://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2422.htm


    Presseschau tz und Az:


    https://www.tz.de/sport/1860-m…ha-moelders-13922596.html


    https://www.abendzeitung-muenc…esicht-gezeigt-art-678275


    https://www.abendzeitung-muenc…saarbruecken-ergebnis-46/


    https://www.abendzeitung-muenc…nn-ueberzeugen-art-678235


    https://www.abendzeitung-muenc…saarbruecken-ergebnis-46/


    Zusammenfassung:


    https://www.br.de/mediathek/vi…:5f908e52d8cca1001a4f6971



    Nächstes Spiel:


    26.10.2020, 19 Uhr, auswärts gegen Haching

  • Der Deutsche Fußballbund hat heute die zeitgenauen Ansetzungen für die Spieltage 13 bis 16 der 3. Liga in der Saison 2020/2021 veröffentlicht. Die Löwen spielen demnach dreimal an einem Samstag und am Dienstagabend auf dem Betzenberg in Kaiserslautern.


    Beide Heimspiele in diesem Zeitraum finden am Samstagnachmittag statt, sowohl das Duell gegen Türkgücü München am 13. Spieltag (28.11.2020) als auch die Partie gegen Waldhof Mannheim am 15. Spieltag (12.12.2020) finden um 14 Uhr statt.

    Auswärts trifft die Mannschaft von Michael Köllner am 14. Spieltag (5.12.2020, 14 Uhr) auf Viktoria Köln und am 16. Spieltag (15.12.2020, 18.60 Uhr) auf den 1. FC Kaiserslautern.


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5348.htm

  • Für die Löwen geht es im S-Bahn-Derby am Montag, 26. Oktober 2020, zur SpVgg Unterhaching. Anpfiff im Sportpark ist um 18.60 Uhr. Derzeit sind 1.500 Zuschauer für das Spiel zugelassen. MAGENTA SPORT zeigt die Partie live.


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    Zunächst fasste Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel in der Pressekonferenz die Ereignisse der letzten Tage in einem Wort zusammen: „Unnötig!“ Er schob noch ein „absolut“ hinterher. „Wir haben bundesweit für Schlagzeilen gesorgt, die wir so nicht wollten“, erklärte der Österreicher. Auslöser war das Facebook-Live-Video von der Pressekonferenz mit Saarbrückens Coach Lukas Kwasniok, bei dem aus Versehen ein Filter über den eigentlichen Film gelegt worden war. Nach Bemerken des Fauxpas wurde es umgehend gelöscht. Trotzdem machte es in den Medien die Runde.

    „Fakt ist, es war zu keinem Zeitpunkt eine Absicht oder Kalkül im Spiel“, stellte Gorenzel klar, der sich im Namen des Klubs bei den Verantwortlichen der Saarländer zeitnah entschuldigt hatte. Bei dem Handy-Video sei versehentlich der darunter liegende Filter aktiviert worden. „Es liegt mir fern, einen Mitarbeiter an die Wand zu nageln. Ich weiß, dass die Leute mit viel Herzblut dabei sind und versuchen, mit großem Engagement und minimaler technischer Ausrüstung dem digitalen Zeitalter gerecht zu werden.“ Es sei trotzdem vonnöten, so der 49-Jährige, „dass wir die Sinne wieder schärfen und in den kommenden Wochen unfallfrei über den digitalen Highway kommen“.

    Genauso „unnötig“ sei die Niederlage gegen Saarbrücken gewesen, lenkte Gorenzel anschließend den Blick auf die sportliche Situation. „Wir laufen nach fünf Minuten zu zweit alleine aufs gegnerische Tor zu und gehen gefühlt nach einer halben Chance für den Gegner mit 0:2 in die Kabine.“ Auch hier gelte es, die Sinne zu schärfen. „Ich gehe davon aus, dass es zur richtigen Zeit der berühmte Schuss vor den Bug war und jeder weiß, wenn wir nur zwei, drei Prozent weniger auf den Platz bringen, dass wir jedes Spiel verlieren können.“ Der Sport-Geschäftsführer mahnte mehr Konsequenz „30 Meter vorm eigenen und 30 Meter vorm gegnerischen Tor“ an.

    Auch Trainer Michael Köllner war im Austausch mit den Verantwortlichen von Saarbrücken, weil er die Szene, die zum Elfmeter durch Bone Uaferro führte, als doof bezeichnet hatte. „Ich wollte die Aktion gerade rücken. Das war nicht gegen den Spieler, sondern auf die Situation bezogen.“ Doof hätte sich sein Team angestellt, ließ er bereits kurz nach Abpfiff wissen. „Wir müssen uns an die eigene Nase fassen. Wir waren spielbestimmend, haben wenig zugelassen, aber zweimal nicht konsequent verteidigt.“ Auf der anderen Seite habe man sich viele Chancen erspielt. „Aber wir waren in der letzten Zone nicht zwingend genug, deshalb ärgert mich das 1:2 extrem.“

    Am Tag nach dem Spiel habe man sich „inhaltlich“ mit der Partie auseinandergesetzt. „Es gibt einige Themen, die wir gegen Unterhaching besser machen müssen.“ Den Start bezeichnet Köllner trotzdem als „gut“, auch wenn ihn die Niederlage gegen Saarbrücken wurmt. „Aber wir haben auch zu erkennen gegeben, dass wir in einigen Punkten nicht spitze sind.“ Daran gelte es zu arbeiten.

    Gegen Unterhaching wird Phillipp Steinhart nach Gelb-Rot-Sperre zurückkehren. Seinem Vertreter Leon Klassen bescheinigte Köllner „ein gutes Spiel, doch man hat auch gesehen, dass Phillipp auf dieser Position in den letzten Wochen eine hohe Benchmark gesetzt hat. Er ist ein wichtiger Spieler für unser Übergangsspiel, der uns nach vorne viele Impulse verleiht.“

    Verzichten muss der Löwen-Coach im Gegenzug auf Stefan Lex, für den es schon gegen Saarbrücken nach der 1. Halbzeit nicht mehr weiter ging. „Nichts schlimmes“ seien die muskulären Probleme, „aber es ist auch keine Bagatelle. Wir wollen kein Risiko eingehen.“ Köllner rechnet aber bereits gegen Duisburg wieder mit dem Stürmer. Als Alternativen für den Erdinger sieht der Trainer Martin Pusic, Fabian Greilinger und Johann Ngounou Djayo.

    „Die Konstellation ist einfach“, sagt Köllner mit Blick auf das S-Bahn-Derby. Seine Löwen haben bisher einen Punkt aus der Englischen Woche geholt, Unterhaching ist gänzlich leer ausgegangen. „Fußballerisch ist Haching gut unterwegs. In Saarbrücken haben sie den Sieg in der Schlussphase hergeschenkt, im Heimspiel gegen Duisburg waren sie die bessere Mannschaft. Beide Klubs brennen auf Wiedergutmachung. Deshalb erwarte ich ein heißes Montagabendspiel, ein heißes Derby!“

    Köllner hat gute Erinnerungen an Unterhaching. Das erste Auswärtsspiel als Löwen-Trainer wurde durch einen Treffer von Sascha Mölders in der Nachspielzeit mit 3:2 gewonnen. „Das wär‘ der Idealfall, wenn wir dieses Ergebnis wiederholen könnten. An dieses Spiel werde ich mich ewig erinnern. Aber das war letztes Jahr.“

    Die Hachinger Mannschaft habe heuer ein anderes Gesicht. „Ein neuer Trainer, personell sind sie jünger geworden und auch in ihrem Spiel haben sie eine andere Achse“, zählt Köllner auf. „Aber von der Art und Weise, wie sie Fußball spielen, hat sich nicht viel geändert.“

    Den Coach des Gegners, Arie van Lent, lernte Köllner bei einem gemeinsamen Pressetermin mit allen Drittliga-Trainern aus München und Umgebung vor dem Saisonstart kennen. „Sympathisch und fachlich kompetent“, so das Urteil über den Kollegen, „als Spieler hat er Spuren hinterlassen.“ Vom Charakter und der Art des Fußballs passe er hundertprozentig zu Haching. „Wir werden auf einen Gegner treffen, der perfekt eingestellt ist“, prophezeit der Oberpfälzer.

    Köllner warnt eindringlich vor dem „sehr guten Flügelspiel“ des Kontrahenten. „Da müssen wir wachsam sein. Letztlich geht es darum, unsere Leistung auf den Platz zu bringen und die Unnötigkeiten in der Defensive zu vermeiden. Je besser wir spielen, umso weniger kommt der Gegner zur Entfaltung“, lautet sein Credo. „Ich erwarte gegen Unterhaching die Konsequenz, die uns gegen Saarbrücken gefehlt hat. Dann werden wir die Punkte holen können.“


    MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN


    UHG: 1 Mantl (Tor) – 23 Schwabl, 4 R. Müller, 33 Ehlich, 8 Dombrowka – 35 Fuchs, 25 Grauschopf – 27 Heinrich, 10 Hufnagel, 30 Marseiler – 11 Hasenhüttl.

    Ersatz: 22 Kroll (Tor) – 7 Stroh-Engel, 14 Göttlicher, 16 Mensah, 17 Bandowski, 18 Anspach, 19 Krauß, 24 Kaltner, 26 Stierlin, 28 Turtschan, 29 Schröter, 31 F. Müller, 37 Richter.

    Nicht dabei: 5 Welzmüller (Kreuzbandriss), 6 Endres (Verrenkungsbruch des Sprunggelenks), 9 Hain (Knieprobleme), 15 Greger (Gehirnerschütterung), 20 Stahl (Kreuzbandriss).


    1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 5 Moll, 6 Salger, 36 Steinhart – 17 Wein – 31 Neudecker, 8 Tallig, 14 Dressel, 11 Greilinger – 9 Mölders.

    Ersatz: 12 Szekely, 40 Kretzschmar (beide Tor) – 13 Erdmann, 19 Pusic, 20 Agbowo, 21 Ngounou Djayo, 26 Durrans, 27 Belkahia, 28 Mannhardt, 30 Cocic, 32 Gresler, 33 Klassen.

    Nicht dabei: 3 Lang (Sprunggelenksverletzung), 7 Lex (muskuläre Probleme), 22 Linsbichler (Aufbautraining).


    https://www.tsv1860.de/de/Aktu…Cyn4fTOZ-WFvQ24tYnH-Eh-oQ


  • Die Löwen haben das S-Bahn-Derby mit 2:0 gewonnen und sind damit zurück an die Spitze in der 3. Liga gekehrt. Dennis Dressel traf an seinem 22. Geburtstag zur Führung (13.). Sascha Mölders machte mit seinem 4. Saisontreffer den Deckel drauf (86.).


    Personal: Löwen-Cheftrainer Michael Köllner musste im S-Bahn-Derby auf Niklas Lang (Sprunggelenksprobleme), Stefan Lex (muskuläre Probleme), Tim Linsbichler (Aufbautraining) und Semi Belkahia (Knieprobleme) verzichten. Nicht den Sprung in den 18er-Kader schafften der dritte Torhüter György Szekely, Ahanna Agbowo , Tim Linsbichler, Milos Cocic und Maxim Gresler. Im Vergleich zur 1:2-Heimniederlage gegen Saarbrücken gab’s zwei Veränderungen in der Startelf: Phillipp Steinhart kehrte nach seiner Gelb-Rot-Sperre für Leon Klassen ins Team zurück, Martin Pusic ersetzte den verletzten Lex.

    Spielverlauf: Die erste gute Szene hatten die Gastgeber. Nach einer Rechtsflanke kam Patrick Hasenhüttl am Torraum zum Kopfball, hatte aber zu viel Rücklage und setzte die Kugel deutlich über den Querbalken. Kurz danach kam Max Dombrowka aus 18 Metern zum Abschluss, sein halbhoher Schuss holte Marco Hiller aus dem rechten Eck (3.). Nach dieser Drangphase der Hachinger kamen die Löwen besser ins Spiel. In der 13. Minute dann die Führung. Eine Ecke von links, es war die dritte innerhalb kurzer Zeit, durch Richard Neudecker wurde von der Hachinger Defensive abgewehrt, Dennis Dressel nahm aus 14 Metern aus der Drehung die Kugel direkt, traf – noch leicht abgefälscht – an seinem 22. Geburtstag zum 1:0. Eine Freistoßflanke von Phillipp Steinhart aus dem linken Halbfeld rutschte zu Quirin Moll am langen Pfosten durch, der Innenverteidiger zog aus spitzem Winkel mit vollem Risiko aus elf Metern ab, zielte aber deutlich übers Tor (17.). Zwei Minuten später passte Neudecker auf Steinhart, der links mitgelaufen war, sein Neun-Meter-Schuss aus spitzem Winkel wehrte Nico Mantl mit der Faust ab, der Nachschuss von Steinhart mit seinem schwächeren rechten Fuß ging deutlich über den Kasten (19.). Eine von Martin Pusic von links flach hereingegebene Flanke wurde zunächst abgewehrt, Dressel kam von hinten, nahm die Kugel aus 20 Metern direkt, schoss aber diesmal deutlich über den Querbalken (21.). In der 25. Minute versuchte es Neudecker auf dem nassen Rasen aus 25 Metern, stellte mit dem Schuss aber Mantl vor keinerlei Probleme. Nach einer Rechtsflanke von Markus Schwabl kam Lucas Hufnagl auf der anderen Seite zum Kopfball, brachte die Kugel aber nicht aufs Löwen-Tor (33.). Im Anschluss an einen abgewehrten Löwen-Eckball schaltete Unterhaching schnell um, doch letztlich ging die Hereingabe von Schwabl an Freund und Feind vorbei. In dieser Szene hatten die Sechzger Glück, die ansonsten alles im Griff hatten (43.). So nahmen sie die verdiente Führung mit in die Kabine.

    Im zweiten Durchgang hatten die Löwen nach einem Standard die erste Chance. Einen Eckball von links durch Neudecker getreten rutschte Stephan Salger am ersten Pfosten etwas über den Kopf, ging am langen Eck vorbei (47.). Ein Distanzschuss des eingewechselten Luca Marseiler wurde abgefälscht, landete im Tor-Aus (50.). Ein abgewehrter Flankenball nahm Ex-Löwe Alexander Fuchs am linken Strafraumeck direkt, zielte aber knapp am rechten Pfosten vorbei (55.). Riesenchance für die Hachinger. Erneut konterten sie nach einer abgewehrten Löwen-Ecke. Hufnagel war im Zentrum von Marseiler mit einem Pass in die Tiefe freigespielt worden, Hiller sprintete aus seinem Kasten, grätschte ihm außerhalb vom Strafraum die Kugel vom Fuß, aber genau auf Felix Schröter. Der setzte jedoch den Ball aus 30 Metern übers leere 1860-Tor (59.). In der 66. Minute kam Schwabl nach einem durchgerutschten Ball rechts im Strafraum aus 13 Metern zum Schuss, traf aber das Tor nicht und die Angreifer in der Mitte standen im Abseits. Nach einem Pass von Martin Pusic in die Tiefe musste Hachings-Keeper Mantl Kopf und Kragen riskieren, konnte kurz vor der Strafraumgrenze Erik Tallig, der alleine auf ihn zulief, gerade noch mit einem Hechtsprung den Ball vom Fuß holen (71.). Mantl unterschätzte sich bei einem weiten Ball außerhalb seines Strafraums, so kam Mölders an die Kugel, passte mit viel Übersicht von rechts zurück zu Dressel im Zentrum, doch der setzte die Hereingabe deutlich über das verwaiste SpVgg-Tor (79.). Das hätte das 2:0 sein müssen! Zwei Minuten später flankte Pusic von links in die Mitte, Robert Müller konnte gerade noch den Ball vor dem Löwen weggrätschen (81.). nach einem Traumpass von Dressel lief Pusic halblinks alleine auf Mantl zuz, setzte aber den Ball neben den Kasten (84.). Wenige Sekunden später machte es Mölders. Er zog einfach aus 28 Metern ab. Fuchs fälschte den ball unhaltbar für Mantl zum 2:0 ab (84.). In der 86. Minute parierte Hiller im Eins-gegen-Eins einen Schuss von Marseiler aus kurzer Distanz. Der Schlussmann hatte damit großen Anteil, dass die Löwen sich die Tabellenführung mit diesem Sieg zurückerobert haben.


    STENOGRAMM, 7. Spieltag, 26.10.2020, 18.60 Uhr


    SpVgg Unterhaching – 1860 München 0:2 (0:1)


    UHG: 1 Mantl (Tor) – 23 Schwabl, 4 R. Müller, 15 Greger, 8 Dombrowka – 35 Fuchs, 25 Grauschopf – 27 Heinrich, 10 Hufnagel, 30 Marseiler – 11 Hasenhüttl.

    Ersatz: 22 Kroll (Tor) – 7 Stroh-Engel, 14 Göttlicher, 26 Stierlin, 29 Schröter, 30 Marseiler, 33 Ehlich.

    1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 5 Moll, 6 Salger, 36 Steinhart – 17 Wein – 8 Tallig, 31 Neudecker, 14 Dressel – 9 Mölders, 19 Pusic.

    Ersatz: 40 Kretzschmar (Tor) – 11 Greilinger, 13 Erdmann, 21 Ngounou Djayo, 26 Durrans, 28 Mannhardt, 33 Klassen.

    Wechsel: Marseiler für Heinrich (46.), Schröter für Hasenhüttl (46.), Stroh-Engel für Grauschopf (68.) – Greilinger für Tallig (76.), Erdmann für Wein (87.), Ngounou Djayo für Pusic (90.).

    Tore: 0:1 Dressel (13.), 0:2 Mölders (86.).

    Gelbe Karten: Grauschopf, Greger, Dombrowka – Pusic, Neudecker.

    Zuschauer: 0 im Stadion am Sportpark.

    Schiedsrichter: Dr. Robert Kampka (Mainz); Assistenten: Lothar Ostheimer (Beratzhausen), Tobias Wittmann (Wendelskirchen).


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5353.htm


    Bildergalerie:


    https://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2423.htm


    Presseschau tz und Az:


    https://www.tz.de/sport/1860-m…n-zuschauer-13927459.html


    https://www.abendzeitung-muenc…ng-enttaeuscht-art-679376


    https://www.abendzeitung-muenc…-gegen-haching-art-679126


    https://www.abendzeitung-muenc…spieltag-s-bahn-derby-48/


    Zusammenfassung:


    https://www.br.de/mediathek/vi…:5f972fa07a6034001a6c552f


    Nächstes Spiel:


    31.10.2020, 14 Uhr, zu Hause gegen Duisburg

  • Die Löwen gehen in den 8. Spieltag als Tabellenführer. Im Heimspiel am Samstag, 31. Oktober 2020, empfängt das Team von Trainer Michael Köllner den MSV Duisburg. Anpfiff im Grünwalder Stadion ist um 14.03 Uhr. Das BR Fernsehen und Magenta Sport übertragen die Partie live.


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    Genau fünf Monate ist es her, als Duisburg ebenfalls in München zu Gast war. Die Besonderheit: Es war das erste Spiel nach dem Lockdown. Damals, am 28. Spieltag, waren die Vorzeichen umgekehrt. Die Zebras kamen als Spitzenreiter auf Giesings Höhen. „Da hat grundsätzlich die Freude überwogen, dass wir nach der Unterbrechung überhaupt wieder auf dem Platz stehen durften“, erzählt Michael Köllner rückblickend. „Jetzt ist das eine ganz andere Situation. Die Pandemie ist seit vielen Monaten ständiger Begleiter.“

    Für sein Team sei es ein Spiel wie jedes andere. „Es gibt drei wichtige Punkte. Wir müssen uns gut vorbereiten und an unsere Grenzen gehen, um diese zu holen. Duisburg wird uns sicher einen heißen Kampf liefern.“ Dabei lässt sich der 50-Jährige nicht von den Verletzungs- und Corona-Problemen beim MSV blenden. „Duisburg hat einen extrem breiten Kader, sie sind für mich eine Aufstiegsmannschaft und werden im Grünwalder Stadion eine richtig starke Elf an den Start bringen“, ist er sich sicher.

    SECHZIG - Das Löwenmagazin gegen den MSV Duisburg ist online.

    Für ihn wird die Partie gegen die Meidericher eine „harte Nummer. Wer in Unterhaching gewinnt, hat meinen höchsten Respekt“, führt Köllner den 1:0-Erfolg des Teams von Torsten Lieberknecht bei den Vorstädtern im letzten Auswärtsspiel ins Feld. Zudem habe der Klub von der Wedau nach der Englischen Woche zwei Tage länger Pause als seine Mannschaft gehabt. „Wenn der Gegner Normalform bringt, müssen wir an unsere Leistungsgrenze kommen, wenn wir gewinnen wollen.“

    Deshalb fordert der Oberpfälzer von seinen Spielern, dass sie ihre Aufgaben „extrem gewissenhaft“ ausführen. „Wenn wir das nicht machen, wird Duisburg uns den Hintern versohlen.“ Seine Mannschaft tue gut daran, sich nicht mit Szenarien zu befassen, die in der Zukunft liegen. „Wir müssen uns einzig auf das nächste Spiel konzentrieren. Das war auch der Schlüssel für den Erfolg in Unterhaching.“

    Dabei brach Köllner nochmals eine Lanze für Richard Neudecker und Erik Tallig. Beide lagen nach dem Saarbrücken-Spiel flach, hatten starke Halsschmerzen. „Ich muss meinen Hut ziehen wie beide in Unterhaching durchgehalten haben. Natürlich muss man in der einen oder anderen Situation Nachsicht üben.“ Tallig verbrachte auch die beiden Tage nach dem Montagsspiel im Bett, stieg aber am Donnerstag wieder ins Training ein.

    Auch Stefan Lex trainiert seit Donnerstag wieder. Es stünden alle Optionen offen, so der Coach, der das Abschlusstraining abwarten will. „Es sieht gut aus, aber wir werden keine wilden Dinge machen, wollen das Risiko vermeiden.“ Einen Starelf-Einsatz schließt er nach der Pause eher aus. Das könnte erneut die Chance für Martin Pusic sein, mit dem Köllner in Unterhaching „sehr zufrieden“ war.

    BR Fernsehen zeigt Löwen gegen Zebras live.

    Er bewerte die Leistung des Stürmers anders als die Medien, weil er weiß, welche Aufgabe er in dieser Partie zu erfüllen hatte. „Er hat sich gegen Unterhaching gut eingefügt, ohne persönliche Glanzpunkte zu setzen.“ Es sei immer noch schwer für ihn, sich in der komplexen Systematik des Löwen-Spiels einzufinden. „Martin hat noch einiges aufzuholen, da geht es nicht nur um Athletik. Klar ist noch Luft nach oben, auch er muss sich mit seinen 33 Jahren weiterentwickeln. Wir werden ihn aber in den nächsten Wochen noch brauchen“, ist sich Köllner sicher.

    Fehlen wird gegen Duisburg weiterhin Niklas Lang. Lang ist nach seiner Sprunggelenksverletzung diese Woche wieder in die Belastung gegangen, soll nächste Woche mit dem Lauftraining beginnen. Fraglich ist auch Youngster Marco Mannhardt, der in Haching erstmals im Kader stand, danach aber mit Magenproblemen zu kämpfen hatte.

    Bisher läuft es in den Spielen auf Giesings Höhen für die Löwen nicht richtig rund. Von einem Heimkomplex will Köllner aber nichts wissen. „Das muss man genau betrachten“, sagt er, „ich ärgere mich über die 2. Halbzeit in Rostock genauso wie über die 1. Halbzeit gegen Saarbrücken. Wir haben keine Heimphobie.“ Ohnehin sei es ihm „relativ egal, wo wir die Punkte holen, wenn wir unsere Saisonziele erreichen“.

    Gegen Duisburg fordert er deshalb, ähnlich gewissenhaft zu verteidigen und anzugreifen wie in Unterhaching. „Allein Vermaij in den Griff zu bekommen, ist für unsere Abwehr eine Herkulesaufgabe.“ Zwar wiege der Ausfall von Moritz Stoppelkamp bei den Zebras schwer, weil er „das Gesicht des MSV ist“, aber ein Spieler allein gewinne keine Spiele. „Das ist bei uns und Sascha Mölders nicht anders“, sagt Köllner.

    So attestiert der Trainer Daniel Wein beim 2:0-Erfolg in Haching ein „super Spiel“. Er hätte mit seinem riesigen läuferischen Aufwand immer wieder die Räume geschlossen. „Ich glaube, dass er das erste Mal ins einem Leben Krämpfe hatte.“ Ohnehin sei die Fitness für das Köllnersche Spiel extrem wichtig. Und die stimmt! „Wir können es uns leisten, dass wir ohne Rotation die Englische Woche spielen“, führt der Trainer als Beleg an. „Das zeigt, dass die Spieler fit sind.“


    MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN


    1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 5 Moll, 6 Salger, 36 Steinhart – 17 Wein – 8 Tallig, 31 Neudecker, 14 Dressel – 9 Mölders, 19 Pusic.

    Ersatz: 12 Szekely, 40 Kretzschmar (beide Tor) – 7 Lex, 11 Greilinger, 13 Erdmann, 20 Agbowo, 21 Ngounou Djayo, 26 Durrans, 27 Belkahia, 28 Mannhardt, 30 Cocic, 32 Gresler, 33 Klassen.

    Nicht dabei: 3 Lang (Sprunggelenksverletzung), 22 Linsbichler (Aufbautraining).


    MSV: 1 Weinkauf (Tor) – 2 Sauer, 3 Schmidt, 15 Fleckstein, 17 Sicker – 21 Jansen – 8 Ghindovean, 6 Krempicki, 19 Karweina, 7 Scepanik – 24 Vermeij.

    Ersatz: 22 Brendieck, 30 Deana (beide Tor) – 4 Volkmer, 5 Pepic, 11 Budimbu, 26 Gembalies, 27 Bretschneider, 28 Tomic, 29 Ademi, 36 Kamavuaka.

    Nicht dabei: 9 Engin (Muskelfaserriss), 10 Stoppelkamp (Aufbautraining), 20 Mickels (Muskelfaserriss), 23 Bitter (Aufbautraining), 35 Sabanci (Kreuzbandriss).


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5360.htm


  • Irgendwie läuft es zu Hause derzeit für die Löwen nicht. In einem dominant geführten Spiel unterlagen sie dem MSV Duisburg mit 0:2. Der erste Gegentreffer entsprang einer Unsicherheit in der Abwehr nach einer Ecke, an deren Ende Quirin Moll beim Klärungsversuch Tobias Fleckstein anschoss (62.). In der Nachspielzeit konterten die Zebras, Lukas Scepanik erzielte den Endstand.


    Personal: Löwen-Cheftrainer Michael Köllner musste im Heimspiel gegen Duisburg auf Niklas Lang (Sprunggelenksprobleme) und Tim Linsbichler (Aufbautraining) verzichten. Nicht den Sprung in den 18er-Kader schafften der dritte Torhüter György Szekely, Ahanna Agbowo, Matthew Durrans Marco Mannhardt, Milos Cocic und Maxim Gresler. Stefan Lex kehrte nach Verletzung in den Kader zurück, nahm aber auf der Bank Platz. So begann die gleiche Startelf wie beim 2:0-Auswärtssieg in Unterhaching.


    STIMMEN Köllner: „Uns hat der letzte Punch gefehlt!“


    Spielverlauf: Die Löwen übernahmen von Anpfiff weg das Kommando, machten das Spiel breit. Die erste gute Szene hatten die Sechzger in der 7. Minute vor dem Duisburger Tor. Erik Tallig nahm ein Zuspiel von Phillipp Steinhart gekonnt in der Drehung mit, wurde aber im Strafraum beim Abschluss geblockt. Die Kugel kam zu Martin Pusic, der Sascha Mölders am kurzen Pfosten suchte, aber ein Spieler der Zebras ging dazwischen, klärte zur Ecke. Wenig später köpfte Daniel Wein die Kugel in den Strafraum, Pusic setzte nach, kam mit der Fußspitze noch dran, aber Leo Weinkauf konnte den gefährlich aufsetzenden Ball gerade noch über die Latte wischen (8.). Eine Hereingabe von links durch Steinhart nahm Tallig im Zentrum aus der Luft an, schloss mit links aus 14 Metern ab bevor der Ball aufsetzte, zielte aber knapp am rechten Pfosten vorbei (11.). Nach einer Rechtsflanke von Wilson Kamavuaka segelte Vincent Vermaij in der Mitte knapp am Ball vorbei. Krempicki kam nochmals an das Spielgerät, sein Schussversuch wurde aber im Strafraum geblockt. (12.). Im Anschluss an eine Ecke von links setzte Quirin Moll die Kugel per Kopf knapp übers rechte Kreuzeck (17.). Ein Drehschuss von Pusic aus 20 Metern nach Steinhart-Zuspiel ging in der 24. Minute deutlich am MSV-Tor vorbei. Auf der anderen Seite blockte Steinhart einen Schuss von Connor Krempicki im Strafraum (25.). Wenig später zielte Sinan Karweina halbrechts mit links aus 18 Metern am langen Pfosten vorbei (26.). In der 34. Minute versuchte es Sascha Mölders nach Linksflanke von Steinhart mit einer Direktabnahme aus zwölf Metern, setzte den Ball aber neben das Tor. Nach Zuspiel von Tallig hatte Steinhart an der Strafraumkante freie Schussbahn mit seinem starken linken Fuß, doch er zog es vor, nach außen zu ziehen und zu flanken. So verpuffte eine gute Chance (37.). In der 41. Minute verweigerte Max Burda den Löwen einen klaren Elfmeter. Marius Willsch hatte von rechts geflankt, Maximilian Sauer stieß den zum Kopfball hoch steigenden Pusic in den Rücken, aber die Pfeife des Schiedsrichter blieb stumm. Vielleicht war das die Reaktion auf eine Schwalbe des Österreichers in der 19. Minute, für die er die Gelbe Karte gesehen hatte! Glück hatten die Löwen nach einer scharfen Hereingabe von links durch Lukas Scepanik, dass Kamavuaka im Torraum nicht an den Ball kam (45.). Kurz danach war Pause in einem Spiel, dass die Löwen dominierten, aber bei dem sie bis dahin keine klaren Chancen hatten.

    Kurz nach Wiederanpfiff drückte Mölders eine Freistoßflanke von Richard Neudecker aus dem linken Halbfeld aus elf Metern rechts am Tor vorbei (46.). Vier Minuten später zog Neudecker einen Freistoß von der rechten Strafraumseite mit links direkt aufs kurze Eck, aber ein Duisburger brachte den Kopf dazwischen, klärte zur Ecke (50.). Ein Schuss von Dennis Dressel aus 19 Metern in der 53. Minute ging knapp übers linke Kreuzeck. Drei Minuten später hatte Dominik Schmidt Glück, als er bei einer Notbremse gegen Pusic nicht die Rote Karte sah. Doch der Schiedsrichter beließ es nach Blickkontakt mit seinem Assistenten bei Gelb (56.). In der 60. Minute brannte es nach einem Ballverlust im Spielaufbau lichterloh im Löwen-Strafraum, doch die Duisburger kamen nicht zum Abschluss. Wenig später war es passiert. Nach einer Ecke von rechts, die Maximilian Jansen verlängerte, behinderten sich Hiller und Dressel gegenseitig, am Ende schoss Moll bei seinem Klärungsversuch Tobias Fleckstein an, von ihm prallte der Ball über die Linie zur Gästeführung (62.). Fast die direkte Antwort. Tallig setzte sich vor dem Strafraum durch, der Ball landete bei Pusic. Der setzte die Kugel aus elf Metern aber an den linken Pfosten. Den Nachschuss von Mölders grätschte Maximilian Sauer aus der Gefahrenzone (63.). Danach stand die Duisburger Defensive wieder kompakt. Ein Distanzschuss des eingewechselten Johann Ngounou Djayo vom linken Strafraumeck strich knapp über den Querbalken (79.). Kurz danach parierte Weinkauf einen Kopfball von Mölders aus sieben Metern nach Freistoßflanke von Neudecker mit einem Reflex (80.). Nach einem Doppelpass zwischen Neudecker und Tallig konnte ein Duisburger den Schuss von Neudecker aus 13 Metern zur Ecke abwehren (87.). In der Nachspielzeit kam Dressel links am Torraum zum Abschluss, schoss Weinkauf aber genau in die Arme. Im Gegenzug macht Scepanik alles klar, der zum 2:0 für die Gäste traf (90.+1).


    STENOGRAMM, 8. Spieltag, 31.10.2020, 14.03 Uhr


    1860 München – MSV Duisburg 0:2 (0:0)


    1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 5 Moll, 6 Salger, 36 Steinhart – 17 Wein – 8 Tallig, 31 Neudecker, 14 Dressel – 9 Mölders, 19 Pusic.

    Ersatz: 40 Kretzschmar (Tor) – 7 Lex, 11 Greilinger, 13 Erdmann, 21 Ngounou Djayo, 27 Belkahia, 33 Klassen.


    MSV: 1 Weinkauf (Tor) – 2 Sauer, 3 Schmidt, 15 Fleckstein, 17 Sicker – 21 Jansen – 36 Kamavuaka, 6 Krempicki, 7 Scepanik – 19 Karweina, 24 Vermeij.

    Ersatz: 22 Brendieck, (Tor) – 4 Volkmer, 5 Pepic, 8 Ghindovean, 11 Budimbu, 27 Bretschneider, 29 Ademi.


    Wechsel: Ngounou Djayo für Willsch (74.), Erdmann für Pusic (87.) – Bretschneider für Sauer (66.), Pepic für Kamavuaka (70.), Budimbu für Karweina (82.).

    Tore: 0:1 Fleckstein (62.), 0:2 Scepanik (90.+1).

    Gelbe Karten: Pusic, Ngounou Djayo, Erdmann – Kamavuaka, Schmidt, Sicker.

    Zuschauer: 0 im Grünwalder Stadion.

    Schiedsrichter: Max Burda (Berlin); Assistenten: Johannes Schipke (Landsberg-Queis), Tim Kohnert (Ballenstedt).


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5363.htm


    Bildergalerie:


    https://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2424.htm


    Presseschau tz und Az:


    https://www.tz.de/sport/1860-m…coronavirus-13928753.html


    https://www.tz.de/sport/1860-m…dritte-liga-90086543.html


    https://www.abendzeitung-muenc…r-den-tsv-1860-art-680669


    https://www.abendzeitung-muenc…-dich-belohnen-art-680719


    https://www.abendzeitung-muenc…sburg-achter-spieltag-50/


    Spiel in voller Länge (Video):


    https://www.br.de/mediathek/vi…:5f9d881cbf9c6f001bc7b0e3


    Zusammenfassung:


    https://www.br.de/mediathek/vi…:5f9d9679fed0d4001a35b78b


    Nächstes Spiel:


    7.11.2020, 14 Uhr, zu Hause gegen den Halleschen FC

  • Die Löwen feierten nach zwei Heimniederlagen in Folge gegen den Hallescher FC einen deutlichen 6:1-Erfolg. „Mann des Tages“ war Dennis Dressel. Der 22-Jährige hatte mit einem Doppelpack kurz vor der Pause die Löwen mit 2:0 in Front gebracht (41 und 45.+2). Auch das 3:0 (56.) und 5:1 erzielte der Mittelfeldspieler. Außerdem trafen Sascha Mölders (58.) und Erik Tallig für die Sechzger (79.). Den Ehrentreffer hatte Terrence Boyd erzielt (63.).


    Personal: Löwen-Cheftrainer Michael Köllner musste im Heimspiel gegen Halle auf Niklas Lang (Sprunggelenksprobleme), Marius Willsch (muskuläre Probleme) und Tim Linsbichler (Aufbautraining) verzichten. Nicht den Sprung in den 18er-Kader schafften der dritte Torhüter György Szekely, Ahanna Agbowo, Matthew Durrans, Milos Cocic und Maxim Gresler. Es gab drei Veränderungen im Vergleich zum Heimspiel gegen Duisburg. Für den Verletzten Willsch kam Dennis Erdmann ins Team. Rückkehrer Stefan Lex ersetzte Martin Pusic, Fabian Greilinger Erik Tallig.


    Spielverlauf: Die erste Chance des Spiels hatten die Gäste aus Halle nach einem Angriff über die linke Seite. Laurenz Dehl kam halblinks aus 13 Metern zum Schuss, Marco Hiller wehrte ab, musste vor Terrence Boyd nachfassen (5.). in der 9. Minute legte Stefan Lex auf Phillipp Steinhart raus, dessen Flanke von links bekam Fabian Greilinger am Torraum nur mit den Hacken, die Kugel ging weit am Tor vorbei. Die Löwen machten in der Anfangsphase viele einfache Fehler im Spielaufbau, wodurch die Angriffsbemühungen immer wieder ins Stocken gerieten. Nach etwas mehr als ein halben Stunde hatten die Sechzger die erste gute Chance. Stephan Salger schickte aus der eigenen Hälfte halblinks Lex auf die Reise, dessen Hereingabe auf Sascha Mölders konnte Stipe Vucur gerade noch verhindern. Kurz danach kam Fabian Greilinger nach einem Luftloch von Vucur aus kurzer Distanz am linken Pfosten zum Abschluss, scheiterte aber an Torhüter Sven Müller (32.). Nach einem Schuss von Quirin Moll, den Julian Derstroff abwehrte, forderten die Löwen vehement Handelfmeter, aber Schiedsrichter Tom Bauer ließ weiterspielen. Kurz danach gab es eine Ecke von links, die Moll in die Mitte brachte. Vucur köpfte die Kugel weg, aber genau auf Dennis Dressel, der halbrechts an der Strafraumkante den Ball mit der Brust annahm, direkt aus der Drehung abzog und ihn zum 1:0 ins linke Kreuzeck nagelte (41.). Plötzlich lief Lex auf Müller zu, aber der HFC-Schlussmann kam konsequent aus seinem Kasten. Der Löwen-Stürmer schloss etwas übereilt ab, setzte die Kugel neben das Tor (45.). Nach Zuspiel von Lex kam Mölders im Strafraum zum Abschluss, sein Schuss blockte jedoch Janek Sternberg zur Ecke (45.+1). Daraus entwickelte sich das 2:0. Es war fast eine Doublette des ersten Tores. Eine Flanke von Steinhart wurde abgewehrt, wieder war Dressel zur Stelle, hämmerte die Kugel aus 14 Metern zum 2:0 in die Maschen (45.+2). Direkt danach war Pause.

    Wieder hatten die Saalestädter die erste Möglichkeit. Einen Freistoß von Sternberg aus dem rechten Halbfeld erreichte Boyd mit dem Kopf, brachte aber die Kugel nicht aufs Löwen-Tor (49.). Kurz danach zielte Boyd nach einem Zuspiel von Marcel Titsch-Rivero in der Box weit über den 1860-Kasten (50.). Stockfehler der Sachsen-Anhalter im Spielaufbau, Lex geht steil und gibt nach innen, doch Sternberg klärt so gerade noch zum Eckstoß(53.). In der 56. Minute war es erneut Dressel, der zum 3:0 traf. Lex und Greilinger hatten sich auf dem linken Flügel durchgesetzt, Müller ließ Greilingers Schuss abklatschen und Dressel vollendete seinen Dreierpack. Zwei Minuten später erhöhte Mölders auf 4:0. Lex hatte ihn auf der rechten Strafraumseite angespielt, seine Direktabnahme mit rechts aus zwölf Metern schlug zum 4:0 ins lange Eck ein (58.). Doch die Gäste zeigten Moral und wurden in der 63. Minute belohnt. Niklas Landgraf hob die Kugel in den Strafraum, Boyd nahm sie mit der Brust an und vollendete wuchtig ins kurze Eck (63.). Halle machte weiter Druck. Nach einer Rechtsflanke köpfte der aufgerückte Titsch-Rivero aus sechs Metern knapp am Tor vorbei (65.). Drei Minuten später verfehlte Jonas Nietfeld mit einem Drehschuss aus 14 Metern nur knapp den linken Pfosten (68.). Endgültig alle Träume für die Gäste zum Platzen brachte Dressel. Im Strafraum warteten alle darauf, dass er nach einem Dribbling abspielt. Doch der 22-Jährige legte sich die Kugel vom rechten auf den linken Fuß, zog umringt von drei Hallensern mit links ab und traf zum 5:1 ins lange Eck (71.). Erik Tallig machte in der 79. Minute das halbe Dutzend voll. Eine Hereingabe von rechts durch Johann Ngounou Djayo drückte er am langen Pfosten zum 6:1 über die Linie. Neudecker scheiterte in der 86. Minute noch im Eins-gegen-Eins an Müller (86.). Trotzdem feierten die Löwen mit dem 6:1 den höchsten Drittligasieg.


    STENOGRAMM, 9. Spieltag, 07.11.2020, 14.03 Uhr


    1860 München – Hallescher FC 6:1 (2:0)


    1860: 1 Hiller (Tor) – 17 Wein, 5 Moll, 6 Salger, 36 Steinhart – 13 Erdmann – 31 Neudecker, 14 Dressel, 7 Lex, 11 Greilinger – 9 Mölders.

    Ersatz: 40 Kretzschmar (Tor) – 8 Tallig, 19 Pusic, 21 Ngounou Djayo, 27 Belkahia, 28 Mannhardt, 33 Klassen.


    HFC: 30 S. Müller (Tor) – 31 Landgraf, 23 Vucur, 25 Reddemann, 22 Sternberg – 26 Titsch-Rivero, 33 Nietfeld – 7 Derstroff, 19 Dehl, 24 Guttau – 13 Boyd.

    Ersatz: 1 Eisele (Tor) – 3 Kastenhofer, 5 Vollert, 6 Lindenhahn, 10 Eberwein, 11 Shcherbakovski, 29 Boeder.

    Wechsel: Tallig für Lex (68.), Ngounou Djayo für Greilinger (77.), Pusic für Mölders (85.) – Lindenhahn für Dehl (46.), Eberwein für Guttau (60.), Boeder für Landgraf (75.).

    Tore: 1:0 Dressel (41.), 2:0 Dressel (45.+2), 3:0 Dressel (56.), 4:0 Mölders (58.), 4:1 Boyd (63.), 5:1 Dressel (71.), 6:1 Tallig (79.).

    Gelbe Karten: Erdmann, Greilinger –.

    Zuschauer: 0 im Grünwalder Stadion.

    Schiedsrichter: Tom Bauer; Assistenten: Jan Dennemärker, Fabian Knoll.


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5376.htm


    Bildergalerie:


    https://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2425.htm


    Presseschau tz und Az:


    https://www.tz.de/sport/1860-m…ders-3-liga-13931890.html


    https://www.abendzeitung-muenc…packer-dressel-art-682358


    https://www.abendzeitung-muenc…r-fc-neunter-spieltag-54/


    Nächstes Spiel:


    15.11.2020, 14 Uhr, auswärts gegen Dresden

  • Für beide Traditionsklubs ist es ein richtungsweisendes Spiel, wenn am Sonntag, 15. November 2020, die Löwen am 10. Spieltag bei der SG Dynamo Dresden gastieren. Anpfiff im Rudolf-Harbig-Stadion ist um 14 Uhr. Die Sachsen, vor der Saison der große Aufstiegsfavorit, rangieren mit 13 Punkten auf Rang acht, die Sechzger mit 17 Zählern auf dem 2. Platz.


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    Löwen-Cheftrainer Michael Köllner ließ es sich nicht nehmen, zu Beginn der Pressekonferenz nachträglich Karsten Wettberg zu dessen 79. Geburtstag zu gratulieren. „Alles Gute an Karsten! Er war einer meiner Vorgänger hier, hat große Fußstapfen hinterlassen“, würdigte er den „König von Giesing“, um sich dann wieder mit der Gegenwart zu beschäftigen.

    Hier widmete sich der 50-Jährige zunächst seinem Personal. Niklas Lang absolviere Lauftraining. „Bei ihm sieht es gut aus. Ich hoffe, dass er die Belastung weiter steigern kann.“ Gleiches gelte für Tim Linsbichler. „Aber am brennendsten ist wohl die Personalie Marius Willsch. Er wird auch heute nicht am Training teilnehmen.“

    Wer Köllner kennt, weiß, dass ein Fehlen in der Übungseinheit zwei Tage vorm Spiel für einen Rekonvaleszenten ein sicheres K.o.-Kriterium ist. „Wir werden keine wilden Dinge veranstalten und einen Spieler mit einem hohen Verletzungsrisiko aufs Spielfeld schicken. Das macht keinen Sinn.“ Der Coach rechne aber fest mit dem Rechtsverteidiger im nächsten Heimspiel gegen Uerdingen. „Für dieses Mal werden wir uns eine andere Option überlegen!“

    Die erste ist natürlich, dass Daniel Wein erneut auf die rechte defensive Außenbahn rückt und der Ex-Dresdner Dennis Erdmann erneut die Position vor der Viererkette übernimmt. Diese Rochade begründet Köllner damit, dass er nicht wie der Zweitliga-Absteiger Dresden „20 bis 22 hochkarätige Spieler“ mit Erfahrung habe. „Deshalb brauchen wir Backup-Lösungen, die wie Daniel Wein variabel einsetzbar sind. Er kann auf der Position des Rechtsverteidigers der Mannschaft die nötige Stabilität verleihen.“

    Das wird auch nötig sein gegen Dynamo, das vor der Saison von den meisten Trainern der 3. Liga als Favorit auf den Aufstieg getippt wurde. „Sie haben einen Top-Kader verpflichtet“, findet Köllner und zählt mehr als ein Dutzend Spieler des Gegners auf, darunter auch die Ex-Löwen Yannick Stark, Philipp Hosiner oder Christoph Daferner. „Eine ganze Latte an tollen Spielern“, so das Resümee des Oberpfälzers.

    Doch der Löwen-Trainer weiß auch, dass der Gegner „noch nicht seine Performance erreicht hat“ – zumindest nicht in der Liga. In der ersten Runde des DFB-Pokals hatten die Sachsen den Hamburger SV mit 4:1 besiegt. „Dort haben sie angedeutet, dass sie ihr Handwerk verstehen“, zeigt Köllner Respekt.

    Der höchste Drittliga-Sieg der Löwen am vergangenen Spieltag gegen den Hallescher FC war intern relativ schnell abgehakt. „Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Wir haben die richtigen Schlüsse daraus gezogen“, so sein Resümee. „Gegen Dresden brauchen wir einen anderen Matchplan als gegen Halle. Da müssen wir taktisch etwas verändern. Aber das 6:1 gibt uns das nötige Selbstvertrauen, um auch bei Dynamo bestehen zu können.“

    Die „mentale Verfassung“ werde im Rudolf-Harbig-Stadion ein wichtiger Faktor sein. „Uns erwartet ein bissiger Gegner, der die Niederlage von Saarbrücken wettmachen möchte.“ Aber nicht nur diese: Insgesamt drei Mal verloren die Sachsen in den letzten vier Partien, wodurch sie auf Rang acht abgerutscht sind. „Man darf aber nicht den Fehler machen, Dresden nach der Tabellensituation zu bewerten“, weiß Köllner. „Das ist eine tolle Mannschaft. Man hat letztes Jahr gesehen, dass es wenig zählt, wo du am 9. Spieltag stehst“, verwies er auf das Beispiel Würzburger Kickers.

    Die Liga sei auch heuer wieder sehr ausgeglichen. „Wir müssen in puncto Konstanz zulegen, denn wir wissen, dass wir auch gegen Halle kein Feuerwerk abgebrannt haben.“ Trotzdem habe die Mannschaft weitgehend das umgesetzt, was er von ihr gefordert war. „Wir wollten gut von hinten rausspielen.“ Dazu habe die Defensive bis zum 3:0 nichts zugelassen. „Da waren wir sehr stabil.“ Das erwartet Köllner auch in Dresden. Dagegen hat dem Löwen-Coach nicht gefallen, wie das Team aus der Balleroberungsphase heraus gespielt hat. „Wir haben nicht jede Woche einen Dennis Dressel, der vier Mal trifft“, scherzte Köllner. Aber es sei schon ein Ziel, in jeder Partie einen Spieler in diese Position zu bringen, „dass er was Außergewöhnliches wie Dennis leistet“.

    Befürchtung, der 22-jährige Dressel könnte nach seinem Viererpack abheben, hegt Köllner nicht. „Dennis ist ein wohlerzogener Junge, der den Hype richtig einordnen kann. Die Tore geben ihm Bestätigung für seine Arbeit und Selbstvertrauen. Aber er weiß auch, dass er sich auf jedes Spiel super vorbereiten muss.“

    Letztlich könne man nur als Mannschaft bestehen. „Wir dürfen Dresden keinesfalls zur Geltung kommen lassen.“ Dabei gelte es, die eigenen Stärken auszuspielen: Pressing und Gegenpressing sowie ein gutes Umschaltspiel. „Darauf legen wir im Training großen Wert.“

    Auf alle Eventualitäten müsse sein Team vorbereitet sein. „Es kann sein, dass uns ein aggressiver Gegner erwartet, der uns hoch attackiert.“ Genauso könne er sich vorstellen, dass Dynamo erst einmal versucht, kompakt zu stehen, um Sicherheit ins eigene Spiel zu bringen. „Auf alle Fälle müssen wir am Sonntag zulegen und schauen, dass wir eine stabile Leistung auf den Platz bringen.“


    MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN


    SGD: 1 Broll (Tor) – 39 Ehlers, 4 Knipping, 26 Mai, 19 Meier – 5 Stark, 28 Will – 35 Königsdörffer, 13 Stefaniak, 33 Daferner – 14 Hosiner.

    Ersatz: 24 Wiegers (Tor) – 6 Hartmann, 7 Vlachodimos, 9 Sohm, 10 Weihrauch, 11 Diawusie, 16 Becker, 17 Großer, 20 Kade, 21 Gollnack, 36 Kulke.

    Nicht dabei: 15 C. Löwe (Außenbandriss im linken Knie), 34 J. Löwe (Reha nach Schulter-OP), 37 Stor (Abstellung zur U21 Slowiens).


    1860: 1 Hiller (Tor) – 17 Wein, 5 Moll, 6 Salger, 36 Steinhart – 13 Erdmann – 8 Tallig, 31 Neudecker, 14 Dressel – 9 Mölders, 7 Lex.

    Ersatz: 12 Szekely, 40 Kretzschmar (beide Tor) – 11 Greilinger, 19 Pusic, 20 Agbowo, 21 Ngounou Djayo, 26 Durrans, 27 Belkahia, 28 Mannhardt, 30 Cocic, 32 Gresler, 33 Klassen.

    Nicht dabei: 3 Lang (Sprunggelenksverletzung), 22 Linsbichler (Aufbautraining), 25 Willsch (muskuläre Probleme).


    https://www.tsv1860.de/de/Aktu…Sf5yXjwZMMH9eGJJoiUNhpqgk


  • Nach fünf Auswärtsspielen ohne Niederlage hat es die Löwen bei der SG Dynamo Dresden wieder erwischt. Dabei begann alles nach Plan. Phillipp Steinhart erzielte in der 27. Minute die Führung (27.). Doch der Ex-Löwe Yannick Stark glich bereits sechs Minuten später aus (33.). Den Siegtreffer für die Sachsen erzielte Ransford-Yeboah Königsdörffer nach einem Querschläger im 1860-Strafraum (70.).


    Personal: Löwen-Cheftrainer Michael Köllner musste in Dresden auf Niklas Lang (Aufbautraining), Martin Pusic (Mittelhandbruch), Tim Linsbichler (Aufbautraining) und Marius Willsch (muskuläre Probleme).verzichten. Nicht den Sprung in den 18er-Kader schafften der dritte Torhüter György Szekely, Ahanna Agbowo, Milos Cocic und Maxim Gresler. Im Vergleich zur zum 6:1-Sieg gegen Halle gab’s nur eine Änderung in der Startelf: Erik Tallig kam für Fabian Greilinger ins Team.


    STIMMEN Köllner: „Wir haben keine guten Entscheidungen getroffen!“


    Spielverlauf: Beide Mannschaften störten früh, versuchten den Gegner unter Druck zu setzen und Fehler zu produzieren. Das gelang aber in der Anfangsphase nicht, weil beide Teams sehr konzentriert nach hinten arbeiteten. Den ersten Torschuss auf Seiten der Löwen versuchte Erik Tallig in der 13. Minute. Sein Abschluss aus 23 Metern wurde jedoch geblockt. Eine Direktabnahme von Phillipp Steinhart nach Tallig-Flanke traf ebenfalls nur einen Dresdener (15.). In der 19. Minute unterband Daniel Wein vorm linken Strafraumeck eine Kontersituation, als er Jonathan Meier an der Schulter festhielt und dafür die Gelbe Karte sah. Den anschließenden Freistoß setzte Marvin Stefaniak über den Querbalken (20.). Nach einem sehenswerten Konter passte Dennis Dressel halbrechts auf Stefan Lex, dem versprang aber bei der Ballannahme der Ball. Sebastian Mai klärte im Fallen, aber genau auf Phillipp Steinhart, der gegen Stefaniak aus 18 Metern zum Abschluss kam. Der Schuss des Verteidigers mit seinem schwächeren rechten Fuß schlug genau neben dem linken Pfosten zum 1:0 ein (27.). Die Freude währte nicht lange. In der 33. Minute ließen die Sechzger Ex-Löwe Yannick Stark ungestört von links in die Mitte laufen. Der Mittelfeldspieler zog dann aus 20 Metern flach ab und traf unhaltbar für Marco Hiller ins linke untere Eck zum 1:1. Kurz danach kam Mölders nach Steinhart-Zuspiel halbrechts zum Abschluss, sein Schuss wurde aber geblockt. Den schwer zu nehmenden Abpraller setzte Lex von der Strafraumkante neben das Tor (34.). In der 42. Minute wurde auch Mai nicht konsequent angegriffen. Aus 26 Metern hielt der Innenverteidiger mit Vollspann drauf, doch Hiller machte sich lang, parierte den Schuss zur Ecke. Diese brachte Stefaniak von rechts vors Tor, Mai setzte sich im Kopfballduell gegen Sascha Mölders durch, traf aber nur die Latte (42.). In der Nachspielzeit der 1. Halbzeit hatte Dresden nochmals eine gute Gelegenheit. Patrick Weihrauch setzte sich auf der linken Seite durch, Philipp Hosiner verpasste jedoch die Hereingabe knapp, sodass Stephan Salger auf Kosten einer Ecke die Gefahr bereinigen konnte. Nach dieser, die nichts einbrachte, schickte Schiedsrichter Florian Lechner die beiden Teams in die Kabine.

    Fast wäre den Löwen kurz nach Wiederanpfiff das 2:1 gelungen. Eine zu kurz abgewehrte Ecke hob Erik Tallig zurück in den Strafraum, Mölders kam an der Torraum-Grenze mit der Fußspitze an die Kugel, doch Keeper Kevin Broll parierte den Schuss (48.). Ein Schuss von Tallig aus 20 Metern rutschte ihm in der 56. Minute über den linken Spann, ging weit über das SGD-Gehäuse. Im Anschluss an eine Ecke von rechts durch Quirin Moll kam Richy Neudecker halblinks an der Strafraumgrenze zum Schuss, seine Direktabnahme aufs kurze Eck wurde aber sichere Beute von Broll (64.). nach einem weiten Ball hatte Weihrauch auf der linken Seite viel Platz, seine flache Hereingabe klärte die Löwen-Defensive jedoch zur Ecke. Daraus entwickelte sich die glückliche Führung für Dynamo. Mölders sprang beim Klärungsversuch der Ball ans Schienbein, wodurch er einen Querschläger im Strafraum produzierte, die Kugel landete bei Ransford-Yeboah Königsdörffer, der halblinks aus acht Metern zum 2:1 ins 1860-Tor traf (70.). Hiller parierte in der 83. Minute einen Kopfball des eingewechselten Pascal Sohm aus kurzer Distanz, doch der Stürmer stand ohnehin knapp im Abseits. Ansonsten gingen die Löwen in der Schlussphase mehr ins Risiko, aber taten sich gegen tief stehende Dresdner äußerst schwer. Lediglich nach Standards wurden sie gefährlich. Nach einem abgewehrten Freistoß von Moll aus dem rechten Halbfeld setzte Lex die Direktabnahme von der Strafraumkante weit übers SGD-Tor (87.). Einem 17-Meter-Schuss von Lex fehlte die Power, um Broll ernsthaft in Gefahr zu bringen (89.). So tickte die zeit von der Uhr. Am Ende stand eine 1:2-Niederlage, die erste nach fünf erfolgreichen Auswärtsspielen (vier Siege, ein Unentschieden).


    STENOGRAMM, 10. Spieltag, 15.11.2020, 14 Uhr


    SG Dynamo Dresden – 1860 München 2:1 (1:1)


    SGD: 1 Broll (Tor) – 35 Königsdörffer, 4 Knipping, 6 Hartmann, 26 Mai, 19 Meier – 5 Stark – 13 Stefaniak, 10 Weihrauch, 33 Daferner – 14 Hosiner.

    Ersatz: 24 Wiegers (Tor) – 7 Vlachodimos, 9 Sohm, 11 Diawusie, 28 Will, 36 Kulke, 39 Ehlers.

    1860: 1 Hiller (Tor) – 17 Wein, 5 Moll, 6 Salger, 36 Steinhart – 13 Erdmann – 8 Tallig, 31 Neudecker, 14 Dressel – 9 Mölders, 7 Lex.

    Ersatz: 40 Kretzschmar (Tor) – 11 Greilinger, 21 Ngounou Djayo, 26 Durrans, 27 Belkahia, 28 Mannhardt, 33 Klassen.

    Wechsel: Will für Stefaniak (64.), Sohm für Hosiner (77.), Ehlers für Weihrauch (90.) – Greilinger für Neudecker (73.), Ngounou Djayo für Erdmann (85.).

    Tore: 0:1 Steinhart (27.), 1:1 Stark (33.), 2:1 Königsdörffer (70.).

    Gelbe Karten: Knipping, Hosiner, Hartmann, Königsdörffer – Wein, Mölders, Erdmann, Ngounou Djayo.

    Zuschauer: 0 im Rudolf-Harbig-Stadion.

    Schiedsrichter: Florian Lechner (Hornstorf); Assistenten: Johannes Schipke (Landsberg-Queis), Christian Allwardt (Kritzmow).


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5386.htm


    Bildergalerie:


    https://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2426.htm


    Presseschau tz und Az:


    https://www.tz.de/sport/1860-m…el-koellner-13934789.html


    https://www.tz.de/sport/1860-m…tte-liga-zr-13934490.html


    https://www.abendzeitung-muenc…er-und-fuenfer-art-684137


    https://www.abendzeitung-muenc…auswaertsspiel-art-684160


    https://www.abendzeitung-muenc…-10-spieltag-endstand-56/



    Zusammenfassung:


    https://www.br.de/mediathek/vi…:5fb1574aca6ec6001bef08e1


    Nächstes Spiel:


    21.11.2020, 14 Uhr, zu Hause gegen Uerdingen

  • Zu Beginn der Englischen Woche empfangen die Löwen am Samstag, 21. November 2020, den KFC Uerdingen im Grünwalder Stadion. Erneut sind keine Zuschauer zugelassen. Neben MAGENTA Sport überträgt das BR Fernsehen die Partie live. Anpfiff ist um 14.03 Uhr.


    PK IM LÖWEN-TV >>


    Zunächst stand bei der Spieltagspressekonferenz die personelle Situation im Vordergrund. Marius Willsch befinde sich seit Mittwoch wieder im Mannschaftstraining, erklärte Trainer Michael Köllner. Am ersten Tag habe der Rechtsverteidiger reduziert trainiert, seit Donnerstag absolviere er das komplette Programm. „Er muss sich nach der Verletzung reintasten und ich versuche, mir einen Eindruck zu verschaffen,“ so der Löwen-Coach. „Uns steht eine Englische Woche bevor, deshalb werden wir keine wilden Dinge veranstalten. Wir brauchen Personal, das sofort da ist“, will er Willsch keinen Freifahrtsschein erteilen.

    Bei den anderen Rekonvaleszenten geht es ebenfalls voran. Martin Pusic, der sich vergangene Woche im Training die Mittelhand gebrochen hatte, unterzog sich einer Operation und bekommt am kommenden Montag eine Schiene, wenn die Schwellung abgeklungen ist. Damit kann er wieder ins Training einsteigen. „Für Türkgücü ist er ein Thema“, so Köllner optimistisch. Niklas Lang wird nächste Woche „peu à peu ins Mannschaftstraining einsteigen“. Auch Tim Linsbichler, der sich noch im Aufbau befindet, mache Fortschritte. Dazu pausierte Daniel Wein am Mittwoch. „Eine Vorsichtsmaßnahme“, wie der 50-jährige Trainer betonte, um sein Knie zu schonen.

    Gegen den KFC Uerdingen, der gemeinsam mit den Löwen 2018 in die 3. Liga aufstieg, gab es seitdem in den beiden Heimspielen jeweils eine 0:1-Niederlage. Er selbst hat positive Erinnerungen an den Samstagsgegner. Unter seiner Regie gelang zuletzt ein 3:1-Auswärtserfolg.

    Hatte der frühere Bundesligist nach dem Aufstieg auf große Namen gesetzt, fand zuletzt ein Umdenken statt. „Es ist eine sehr laufstarke, junge Mannschaft mit guten Fußballern, die aber nicht mehr die Robustheit der vergangenen Jahre hat“, charakterisiert er das Team vom Niederrhein und attestiert: „Der Umbruch ist gut gelungen!“


    SECHZIG - Das Löwenmagazin gegen KFC Uerdingen ist online.


    Bewusst habe der KFC den Fokus auf die Defensive gelegt. „Sie haben bisher wenig zugelassen, dadurch ist die Offensive etwas unterrepräsentiert“, beschreibt Köllner, der sich den 3:1-Erfolg der Krefelder am vergangenen Samstag gegen die SpVgg Unterhaching genauer angeschaut hat. „Mit gefühlt 80 Prozent Ballbesitz hat Haching verloren“, bilanziert er die Partie. Seine Lehren daraus: „Wir brauchen ein gutes Maß der Dinge, dürfen nicht zu offensiv agieren. Uerdingen hat ein starkes Konterspiel.“ Der Blick gehe zwar auch auf den Gegner, „aber wir dürfen dabei nicht unser eigenes Spiel vernachlässigen“, warnt er. Das sei zuletzt in Dresden geschehen.

    Nicht ganz hat dem Löwen-Trainer im Nachgang gefallen, wie die 1:2-Niederlage bei den Sachsen bewertet wurde. „Natürlich hat der Fan kein gutes Spiel gesehen, aber man darf nicht vergessen, dass Dresden von den Einzelspielern her den besten Kader der Liga hat. Trotzdem haben wir wenig zugelassen. Mich ärgert aber noch heute, dass wir aus den Ballgewinnen zu wenig gemacht haben.“ Er und das Trainerteam haben das mit den Spielern akribisch aufgearbeitet, „auch mit Einzelgesprächen und Einzelvideos.“ In Dresden hätten einfach ein paar Prozent gefehlt. „Fakt ist: wir müssen solche Spiele in Siege umwandeln!“

    Nichtsdestotrotz hätten sich die Löwen durch gute Leistungen bei den Gegnern Respekt erarbeitet. Das macht der Oberpfälzer daran fest, dass Dynamo gegen seine Sechzger erstmals in dieser Saison mit einer Dreierkette agierte. „Da müssen wir schauen, wie wir uns taktisch und unsere Herangehensweise verändern, damit wir mental in einer Topverfassung solche Spiele angehen.“ Das sei sein Job unter der Woche, „Lösungen zu finden, um am Ende zu gewinnen.“

    In erster Linie ginge es darum, das eigene Spiel auf den Platz zu bringen. „Vor allem müssen wir ein gutes Gegenpressing zeigen.“ Ziel sei es, die Heimbilanz weiter aufzubessern und an den „furiosen Sieg gegen Halle“ anzuknüpfen. Bereits am Dienstag folgt das Auswärtsspiel in Paderborn gegen Aufsteiger Verl, am Samstag steht das Münchner Stadtduell gegen Türkgücü auf dem Spielplan. „Aber damit beschäftigen wir uns noch nicht. Wir haben ein schweres Spiel gegen Uerdingen vor der Brust, auf das wir uns akribisch vorbereiten und das wir mit voller Konzentration angehen, um unseren Fans wieder ein erfrischendes Spiel zu zeigen.“

    Körperlich sei die Mannschaft in der Lage, drei Spiel in einer Woche zu bestreiten. „Wir sind von der Trainingssteuerung und -belastung richtig gut unterwegs“, sagt Köllner, der lediglich 16 Spieler bisher eingesetzt hat und damit die wenigsten in der 3. Liga. „Wir sind weitgehend von Verletzungen verschont geblieben, mir gefällt das Gerüst und ich muss keine Experimente veranstalteten“, lautet seine Begründung. „Immerhin stehen wir auf Platz zwei, haben tendenziell mehr richtig als falsch gemacht!“


    MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN

    1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 5 Moll, 6 Salger, 36 Steinhart – 17 Wein – 8 Tallig, 31 Neudecker, 14 Dressel – 9 Mölders, 7 Lex.

    Ersatz: 12 Szekely, 40 Kretzschmar (beide Tor) – 11 Greilinger, 13 Erdmann, 20 Agbowo, 21 Ngounou Djayo, 26 Durrans, 27 Belkahia, 28 Mannhardt, 30 Cocic, 32 Gresler, 33 Klassen,.

    Nicht dabei: 3 Lang (Sprunggelenksverletzung), 19 Pusic (Mittelhandbruch), 22 Linsbichler (Aufbautraining).

    KFC: 31 Jurjus (Tor) – 33 Göbel, 5 Lukimya, 16 Fechner, 7 Dorda – 26 Gnaase, 22 Wagner – 9 Feigenspan, 21 Mörschel, 10 Pusch – 36 Kiprit.

    Ersatz: 1 Königshofer, 29 Paris (beide Tor) – 2 Girdvainis, 4 Kirchhoff, 8 van Ooijen, 11 Kinsombi, 13 Velkov, 14 Albutat, 15 Schneider, 17 Kobiljar, 18 Marcussen, 19 Anapak, 20 Ibrahimaj, 39 Grimaldi.

    Nicht dabei: 6 Großkreutz (nicht berücksichtigt), 23 Traoré (Syndesmosebandriss), 35 Osawe (Sprunggelenk), Maroh (nicht berücksichtigt).


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5397.htm



    Die Löwen empfangen am Samstag, 21. November 2020, den KFC Uerdingen im Grünwalder Stadion. Zuschauer sind aufgrund der Corona-Bestimmungen keine zugelassen. Dafür überträgt das BR Fernsehen die Partie ab 14 Uhr live.


    Zum Auftakt der Englischen Woche mit drei Begegnungen innerhalb von sieben Tagen kommt es auf Giesings Höhen zum Duell mit dem KFC Uerdingen. Den letzten Vergleich mit dem Team aus Krefeld gewannen die Sechzger am 9. Juni 2020 in der Düsseldorfer Merkur-Spielarena, dem Ausweichstadion der Krefelder, mit 3:1. Nach der Führung durch Ex-Löwe Adriano Grimaldi (36.) trafen Kristian Böhnlein (57.), Leon Klassen (66.) und Efkan Bekiroglu (90.) zum Endstand. Die Bilanz zwischen beiden Teams ist absolut ausgeglichen (16 Spiele, 6 Siege, 4 Unentschieden, 6 Niederlagen), nur beim Torverhältnis hat der TSV 1860 mit 27:15 klar die Nase vorne.

    Das Duell der beiden ehemaligen Bundesligisten überträgt das BR Fernsehen live ab 14 Uhr. Anpfiff ist um 14.03 Uhr. Moderiert wird die Übertragung von Markus Othmer, Kommentator ist Florian Eckl. Die Partie ist aber nicht nur im Fernsehen zu sehen, sondern wird auch unter www.br.de/mediathek/live im Internet gestreamt.

    Bereits eine Woche später, am 28. Februar 2020, gibt’s die nächste Live-Übertragung. Das Münchner Stadtduell zwischen den Löwen und Aufsteiger Türkgücü München ist ebenfalls im BR Fernsehen und im Live-Stream zu sehen, genauso die Heimpartie am Samstag, 12. Dezember 2020, gegen den SV Waldhof Mannheim. Beide Spiele beginnen um 14.03 Uhr.


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5392.htm

  • Der DFB hat zwei weitere Spieltage der 3. Liga zeitgenau angesetzt und somit nicht nur den letzten offenen Termin vor Weihnachten fixiert, sondern auch den ersten Termin nach der Winterpause.


    Die Löwen dürfen sich früher auf das Weihnachtsfest vorbereiten, treffen bereits am Freitagabend auf Wehen-Wiesbaden. Anstoß im Grünwalder Stadion ist am 18. Dezember um 18.60 Uhr. Auch nach der Winterpause spielen die Löwen auf Giesings Höhen, allerdings dann als Auswärtsteam. Auf Gastgeber Bayern II trifft der TSV 1860 München am Samstag, 9. Januar 2021 um 14 Uhr.


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5394.htm

  • Am Ende war es das gerechte Ergebnis eines Spiels, das wenig Höhepunkte bot. Die Löwen holten damit im dritten Anlauf beim 0:0 gegen den KFC Uerdingen den ersten Punkt auf Giesings Höhen nach zwei 0:1-Niederlagen. Nach dem Platzverweis von Erik Tallig (69.) spielten die Sechzger mehr als 20 Minuten in Unterzahl.


    Personal: Löwen-Cheftrainer Michael Köllner musste im Heimspiel gegen Uerdingen auf Niklas Lang (Aufbautraining nach Sprunggelenksverletzung), Martin Pusic (Mittelhandbruch) und Tim Linsbichler (Aufbautraining) verzichten. Nicht den Sprung in den 18er-Kader schafften der dritte Torhüter György Szekely, Ahanna Agbowo, Matthew Durrans, Milos Cocic und Maxim Gresler. Es gab keine Veränderungen im Vergleich zum Auswärtsspiel in Dresden.


    STIMMEN Köllner: „Die Mannschaft hat mit viel Leidenschaft das 0:0 verteidigt!“


    Spielverlauf: Die Löwen übernahmen von Anpfiff weg das Kommando, versuchten Uerdingen unter Druck zu setzen. Das gelang aber selten. Die erste Chance hatten die Gäste. Ein Freistoß, den Kolja Pusch von der linken Strafraumseite nach innen getreten hatte, ging an Freund und Feind vorbei und landete knapp neben dem rechten Pfosten im Toraus (6.). In der 13. Minute der erste Torschuss für die Sechzger durch Stefan Lex, der aber aus 19 Metern knapp am rechten Pfosten vorbeizielte. Eine Linksflanke von Christian Dorda verpasste Hans Anapak am zweiten Pfosten nur knapp (23.). Insgesamt gab es im ersten Spielviertel nur wenig Szenen in Tornähe. Uerdingen hatte sich weit zurückgezogen, die Löwen fanden keine Räume gegen die massierte Defensive. Nach einer Ablage von Sascha Mölders kam Lex an der Strafraumkante zum Schuss, der Ball ging aber rechts am KFC-Tor vorbei (28.). Ein Schüsschen mit rechts von Mölders aus 14 Metern bereitete in der 37. Minute Hidde Jurjus im Tor der Krefelder wenig Mühe. Folgerichtig ging es torlos in die Kabine.

    Kurz nach Wiederanpfiff hatten die Löwen die große Möglichkeit zur Führung. Phillipp Steinhart erkämpfte sich gegen Anapak an der Grundlinie den Ball, legte zurück auf Erik Tallig, dessen scharfe Hereingabe an den kurzen Pfosten setzte der eingelaufene Mölders aus kurzer Distanz knapp über den Kasten (48.). Kurz Zeit später prüfte Lex Keeper Jurjus mit einem 20-Meter-Schuss, den der Schlussmann zur Ecke parierte (49.). In der Folge hatten die Sechzger einige Kopfbälle aufs KFC-Tor, denen aber Präzision und Härte fehlte. So köpfte Stephan Salger einen Eckball von links durch Quirin Moll über den Querbalken (56.). In der 60. Minute bewahrte Marco Hiller sein Team vor einem Rückstand. Moll rutschte ein weiter Ball durch, Muhammed Kiprit tauchte frei vor dem Löwen-Keeper auf, doch der warf sich ihm entgegen, wehrte den Schuss an der Strafraumgrenze mit dem Fuß ab. Einen Konter in Überzahl schloss Pusch halblinks mit einem Schuss von der Strafraukante ab, erneut war Hiller zur Stelle, lenkte den Ball über die Querlatte (64.). In der 69. Minute sah Tallig zum zweiten Mal Gelb, als er gegen Patrick Göbel im Zweikampf einen Tick zu spät kam, damit die Ampelkarte – eine überharte Entscheidung von Schiedsrichter Konrad Oldhafer. Damit mussten die Löwen die letzten 20 Minuten in Unterzahl bestreiten. Uerdingen wechselte offensiv, witterte die Chance auf drei Punkte. Ein Kopfball von Jan Kirchhoff im Anschluss an einen Eckball wurde sichere Beute von Hiller (76.). Genauso ein Seitfallzieher von Heinz Mörschel nach einer Ecke, der genau in den Armen des Löwen-Keepers landete (80.). Auf der anderen Seite kam Daniel Wein an der Strafraumgrenze nach einem abgewehrten Steinhart-Freistoß zum Schuss, aber ein Uerdinger warf sich in die Bahn, blockte die Kugel (85.). In der Schlussphase passierte nicht mehr viel, auch wenn beide Teams auf den Lucky-Punch setzten. Doch der blieb aus. So blieb es beim 0:0.


    STENOGRAMM, 11. Spieltag, 21.11.2020, 14.03 Uhr


    1860 München – KFC Uerdingen 0:0


    1860: 1 Hiller (Tor) – 17 Wein, 5 Moll, 6 Salger, 36 Steinhart – 13 Erdmann – 8 Tallig, 31 Neudecker, 14 Dressel – 9 Mölders, 7 Lex.

    Ersatz: 40 Kretzschmar (Tor) – 11 Greilinger, 21 Ngounou Djayo, 25 Willsch, 27 Belkahia, 28 Mannhardt, 33 Klassen,.

    KFC: 31 Jurjus (Tor) – 33 Göbel, 5 Lukimya, 4 Kirchhoff, 7 Dorda – 26 Gnaase, 16 Fechner –19 Anapak, 21 Mörschel, 10 Pusch – 36 Kiprit.

    Ersatz: 1 Königshofer (Tor) – 8 van Ooijen, 9 Feigenspan, 11 Kinsombi, 13 Velkov, 18 Marcussen, 39 Grimaldi.

    Wechsel: Greilinger für Neudecker (80.), Willsch für Lex (84.) – Kinsombi für Anapak (54.), van Ooijen für Gnaase (73.), Grimaldi für Kiprit (77.).

    Tore: -.

    Gelbe Karten: Lex – Dorda, Gnaase, Pusch.

    Gelb-Rote Karte: Tallig (69.)

    Zuschauer: 0 im Grünwalder Stadion.

    Schiedsrichter: Konrad Oldhafer (Hamburg); Assistenten: Jost Steenken (Nordhorn), Luca Jürgensen (Hamburg).


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5399.htm


    Bildergalerie:


    https://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2427.htm


    Presseschau tz und Az:


    https://www.tz.de/sport/1860-m…ers-willsch-13937016.html


    https://www.abendzeitung-muenc…-dauer-problem-art-685802


    https://www.abendzeitung-muenc…sv-1860-kfc-uerdingen-58/


    https://www.abendzeitung-muenc…erade-wechseln-art-685723


    https://www.abendzeitung-muenc…r-den-tsv-1860-art-685649


    https://www.abendzeitung-muenc…sv-1860-kfc-uerdingen-58/



    Zusammenfassung:



    https://www.br.de/mediathek/vi…:5fb94e0679e39900131cd196


    Spiel in voller Länge (Video):


    https://www.br.de/mediathek/vi…:5fb95a41ed84190013260825


    Nächstes Spiel:


    24.11.2020, 19 Uhr, auswärts in Verl

  • Die Löwen treffen am Dienstag, 24. November 2020, im zweiten Spiel der Englischen Woche auf Aufsteiger SC Verl. Anpfiff in der Benteler-Arena in Paderborn ist um 18.60 Uhr. MAGENTA SPORT überträgt die Partie live.


    PK IM LÖWEN-TV >>


    Zunächst nahm Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel bei der Pressekonferenz die Möglichkeit wahr, eine Zwischenbilanz zu ziehen. „Es sind elf Spieltage absolviert, am Samstag nach dem Heimspiel gegen Türkgücü haben wir ein Drittel der Saison hinter uns.“ Die Entwicklung verlaufe nicht linear, das sei normal. „Aber wir tun gut daran, den Fokus wieder auf die Basics zu legen und die Grundsätzlichkeiten des Fußballspiels wieder in den Mittelpunkt zu rücken“, so der Österreicher. Das sei das Ergebnis einer Analyse der letzten Spiele. „Ich habe vollstes Vertrauen in die Führungsspieler und das Trainerteam und bin zuversichtlich, dass wir das in den nächsten Wochen hinbekommen. Grundsätzlich stimmt unser Weg.“

    Dem pflichtet auch Cheftrainer Michael Köllner bei. „Wir müssen uns darauf besinnen, die Grundtugenden zum Tragen zu bringen.“ Seiner Meinung nach sei das kein Einstellungsproblem. „Wir haben eine charakterstarke Mannschaft mit einer sehr guten Mentalität.“ Aber man müsse immer wieder an die Basics erinnern und daran arbeiten, wie Aufbauspiel, Gegenpressing und Passschärfe. Im Heimspiel gegen Uerdingen habe man den Gegner gut bespielt, aber es hätten „ein, zwei Prozent“ gefehlt, um den Dreier zu holen. „Da brauchen wir mehr Push, mehr Galligkeit gegen einen tiefstehenden Gegner. Am Anfang der Saison haben wir das besser hinbekommen. Wir müssen uns wieder auf unser Laufstärke konzentrieren und bissiger spielen!“

    Beim Spiel in Paderborn gegen Verl muss Köllner auf Erik Tallig nach seinem Platzverweis verzichten. Ganz traurig scheint er deswegen nicht zu sein. „Erik hat extrem viel Spielzeit bekommen. Die Pause tut sicher gut“, nimmt es der Fußballlehrer pragmatisch. „Er ist sehr willig, versucht immer besser zu werden. Manchmal verliert man sich darin.“ Zuletzt hätte sich der 20-Jährige zu viel Druck gemacht, die Lockerheit sei ihm etwas abhandengekommen. „Nun kann er durchschnaufen und zur Ruhe kommen.“ Schließlich sei es für den Youngster hier in München eine ganz andere Situation als zuvor in seiner Heimatstadt Chemnitz.

    Ebenfalls für Dienstag kein Thema ist Martin Pusic. Der Stürmer erhält nach seiner Mittelhand-OP eine Schiene und wird am Mittwoch individuell trainieren und am Donnerstag ins Mannschaftstraining einsteigen. „Vielleicht ist er für Samstag ein Thema“, hofft Köllner auf den Österreicher.

    Sowohl bei Richard Neudecker als auch bei Torhüter Marco Hiller rechnet der Löwen-Coach dagegen fest mit einem Einsatz. Neudecker pausierte am Sonntag, nachdem er sich das Knie im Uerdingen-Spiel leicht verdreht hatte. „Eine reine Vorsichtsmaßnahme“, so Köllner. Hiller hätte Tag nach dem Uerdingen-Spiel bereits wieder trainiert, „sich nicht schlechter gefühlt als am Samstag.“

    Der 23-Jährige war ins Heimspiel mit einer Nackenverletzung gegangen. „Riesenkompliment, dass Marco alles getan hat, um spielen zu können. Er hat uns mit seiner Parade den Punkt gerettet“, zollte er seinem Keeper Respekt, aber auch den Physiotherapeuten und Mannschaftsärztin Dr. Monika Mrosek, die ihn bestens medizinisch betreut hätten. Zurückkehren in die Startformation wird in Paderborn höchstwahrscheinlich Marius Willsch. „Es war wichtig, dass sein Kurzeinsatz am Samstag gut verlaufen ist.“

    Gegen Verl müsse man „top unterwegs sein“, um zu punkten. Dem Gegner attestiert Köllner „die Unbekümmertheit eines Aufsteigers. Sie haben sich im Sommer gut verstärkt, verfügen über einen sehr erfahrenen Kader. Es ist eine Mannschaft, die extrem viel Stress verursacht.“ Allein durch die Ergebnisse hätten sich die Ostwestfalen Respekt verschafft. So besiegten sie zum Beispiel Tabellenführer 1. FC Saarbrücken oder zuletzt auswärts den MSV Duisburg. Für sein Team gelte es, gegen eine stark pressende Mannschaft die passenden Lösungen zu finden, um hinter die Pressinglinie zu kommen. Köllner erwartet einen „anderen Stresszustand“ als gegen Uerdingen. „Verl hat mental einen Riesenaufschwung genommen. Das 4:0 in Duisburg gibt zusätzlich Rückenwind.“

    Gerade die Offensive des Aufsteigers gilt als Prunkstück mit Ex-Löwe Kasim Rabihic, Zlatko Janjic und Aygün Yildirim. Das Trio hat zusammen bereits 14 Treffer erzielt. „Janjic ist ein erfahrener Torjäger mit einer Top-Quote, ähnlich wie Sascha Mölders.“ Yildrim, de rüber die rechte Angriffsseite kommt, sei im Eins-gegen-Eins „ein starker Spieler mit sehr viel Tempo“. Da müsse die gesamte Mannschaft Phillipp Steinhart unterstützen, die Passwege blockieren und ihn von „gefährlichen Positionen“ weghalten. „Es liegt an uns, einen guten Plan zu finden.“

    Dass der Gegner einen Tag mehr Pause hatte, sieht der Löwen-Coach zwar als Vorteil für Verl, aber nicht als spielentscheidend. „Ich denke, dass wir am Samstag nicht so viele Körner verloren haben. Letztlich kommt es darauf an, wer mehr Gier, mehr Hunger auf die Punkte entwickelt. Das ist manchmal wichtiger als die Physis.“


    MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN


    SCV: 32 Brüseke (Tor) – 20 Lang, 4 Mikic, 23 Stöckner, 21 Ritzka - 7 Kurt, 11 Sander, 8 Schwermann – 18 Yildirim, 13 Janjic, 9 Rabihic.

    Ersatz: 22 Brinkmann (Tor) – 6 Pernot, 10 Haeder, 16 Schmik, 24 Lannert, 25 Taz, 26 Eilers, 28 Siemann, 31 Korb.

    Nicht dabei: 5 Langesberg (Schulterverletzung), 14 Choroba (Innenbandriss Knie), 15 Lach (Kreuzbandriss), 17 Hecker (Erkältung), 19 Jürgensen (Bänderanriss), 30 Schikowski (muskuläre Probleme).


    1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 5 Moll, 6 Salger, 36 Steinhart – 17 Wein – 14 Dressel, 31 Neudecker, 11 Greilinger – 9 Mölders, 7 Lex.

    Ersatz: 12 Szekely, 40 Kretzschmar (beide Tor) – 13 Erdmann, 20 Agbowo, 21 Ngounou Djayo, 26 Durrans, 27 Belkahia, 28 Mannhardt, 30 Cocic, 32 Gresler, 33 Klassen,.

    Nicht dabei: 3 Lang (Sprunggelenksverletzung), 8 Tallig (Gelb-Rot-Sperre), 19 Pusic (Mittelhandbruch), 22 Linsbichler (Aufbautraining).


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5402.htm


  • Die Löwen erkämpften sich beim starken Aufsteiger SC Verl einen Punkt. Die Führung durch Stefan Lex (19.) glich Christopher Lannert noch vor der Pause zum 1:1-Endstand aus (38.). Im zweiten Durchgang hatte Dennis Erdmann die beste Chance, traf aber mit seinem Kopfball nur den Querbalken (79.).


    Personal: Löwen-Cheftrainer Michael Köllner musste in Paderborn auf Niklas Lang (Aufbautraining), Erik Tallig (Gelb-Rot-Sperre), Martin Pusic (Mittelhandbruch) und Tim Linsbichler (Aufbautraining) verzichten. Nicht den Sprung in den 18er-Kader schafften der dritte Torhüter György Szekely, Ahanna Agbowo, Milos Cocic und Maxim Gresler. Es gab zwei Veränderungen in der Startelf gegenüber dem Heimspiel gegen Uerdingen: Marius Willsch kehrte in die Mannschaft für den gesperrten Tallig zurück, Johann Ngounou Djayo durfte erstmals in der Liga von Beginn an ran, ersetzte Richard Neudecker. Aufgrund von technischen Problemen beim Flug der Löwen nach Paderborn begann die Partie mit 30-minütiger Verspätung.

    Spielverlauf: Die Löwen liefen Verl früh an, versuchten von Beginn an, das Kommando zu übernehmen. Den ersten Schuss gab trotzdem der Verler Mehmet Kurt aus 25 Meter ab, zielte aber weit übers Tor von Marco Hiller (5.). Ein geblockter 20-Meter-Schuss von Dennis Dressel in der 11. Minute war die erste Löwen-Chance. Im Anschluss daran gab’s nach einem Foul von Aygün Yildirim an Phillipp Steinhart halblinks zwei Meter vor dem Sportclub-Strafraum einen Freistoß, den Daniel Wein aber in die Mauer setzte (12.). Einen Schuss von Kurt vom rechten Strafraumeck ging nach einer Viertelstunde gut einen Meter über das Kreuzeck des kurzen Pfostens (15.). Im Gegenzug kam Stefan Lex nach einem Doppelpass mit Johann Ngounou Djayo im Strafraum gegen Steffen Lang zu Fall, doch Schiedsrichter Frank Willenborg ließ weiterspielen (16.). Drei Minuten später das Tor für die Löwen. Daniel Wein hatte den Ball in den Strafraum gehoben, Sascha Mölders versprang die Kugel bei der Annahme. Der 35-Jährige setzte nach, legte sie zurück auf Wein, der mit seiner Rechtsflanke den Kopf von Lex fand, der die Hereingabe ins linke obere Eck zum 1:0 verlängerte (19.). In der 23. Minute jubelte Verl. Der Abschluss von Philipp Sanders aus elf Metern war an den linken Innenpfosten geprallt und überquerte dann die Linie, doch die Fahne des Linienrichters ging nach oben. Eine knappe Abseitsentscheidung! Zwei Minuten später rettete Hiller mit einer Doppelparade die Führung. Nach einem Eckball von Kasim Rabihic kam Julian Stöckner aus sechs Metern zum Kopfball, der Löwen-Keeper tauchte ab, wischte mit einem Reflex die Kugel von der Linie. Der Abpraller landete bei Kurt, der ihn aus neun Metern volley nahm. Wieder brachte Hiller die Finger dazwischen, lenkte den Schuss über die Querlatte. Zwei Wahnsinnsparaden (25.)! In der 30. Minute hatte Stöckner Glück, als er gegen Lex als letzter Mann die Notbremse zog, aber Willenborg ihm nur die Gelbe Karte zeigte. Neun von zehn Schiedsrichter hätten wohl Rot in dieser Szene gezückt! In der 38. Minute war Hiller machtlos. Nach einem abgewehrten SCV-Eckball setzte Startelf-Debütant Ngounou Djayo nicht konsequent nach, Christopher Lannert zog an ihm vorbei, schloss halbrechts mit links aus 18 Metern ab und setzte die Kugel ins rechte untere Eck zum 1:1 (38.). Mit diesem Ergebnis ging’s auch in die Kabine.

    Der zur Pause eingewechselte Richard Neudecker führte sich gleich gut ein, aber an seine flache Hereingabe von links kam Torwart Robin Brüseke vor Mölders heran (47.). In der 54. Minute rutschte Dennis Dressel in aussichtsreicher Position ein Schuss aus 22 Metern über den Spann. Auf der anderen Seite verpassten Zlatko Janjic und Julian Schwermann am Torraum eine Flanke von Steffen Lang nur knapp (59.). Ein Distanzschuss des Ex-Löwen Rabihic wurde gefährlich von einem Löwen abgefälscht, ging knapp am linken Pfosten ins Tor-Aus (61.). Fünf Minuten später kam Schwermann nach einer abgewehrten Ecke halblinks aus 13 Metern zum Abschluss, seine Direktabnahme ging knapp über den Querbalken (66.). Im direkten Gegenzug flankte Lex halbhoch von rechts in die Mitte, Mölders kam an die Hereingabe, brachte sie aber nicht aufs Tor (66.). Nach einer Rechtsflanke von Lex brachte Brüseke gerade vor den hinter ihm lauernden Neudecker und Steinhart die Hand dazwischen, rettete so das 1:1 (72.). In der 78. Minute setzte sich Lex auf der linken Seite durch, fand aber bei seiner Hereingabe vom Fünfmeterraum keinen Mitspieler (78.). Nach einem Eckball von Neudecker traf Dennis Erdmann erst per Kopf die Latte, die Kugel kam zurück, erneut sprang Erdmann am höchsten, köpfte aber genau in die Arme von Brüseke (79.). Beide Mannschaften spielten in der Schlussphase mit offenem Visier, drängten auf den Siegtreffer. Die Löwen hatten auch die Räume, doch der letzte Pass kam nicht an. So hatte Verl die letzte Chance. Den Schrägschuss von Sander aus zwölf Metern halbrechts kratzte Hiller aus dem kurzen Eck (87.). Damit bleib es beim 1:1.


    STENOGRAMM, 12. Spieltag, 24.11.2020, 19.30 Uhr


    SC Verl – 1860 München 1:1 (1:1)


    SCV: 32 Brüseke (Tor) – 20 Lang, 4 Mikic, 23 Stöckner, 24 Lannert – 7 Kurt, 11 Sander, 8 Schwermann – 18 Yildirim, 13 Janjic, 9 Rabihic.

    Ersatz: 22 Brinkmann (Tor) – 6 Pernot, 10 Haeder, 25 Taz, 26 Eilers, 30 Schikowski, 31 Korb.

    1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 5 Moll, 6 Salger, 36 Steinhart – 13 Erdmann – 21 Ngounou Djayo, 17 Wein, 14 Dressel, 7 Lex – 9 Mölders.

    Ersatz: 40 Kretzschmar (Tor) – 11 Greilinger, 26 Durrans, 27 Belkahia, 28 Mannhardt, 31 Neudecker, 33 Klassen.

    Wechsel: Taz für Yildirim (63.), Pernot für Schwermann (77.), Korb für Rabihic (90.) – Neudecker für Ngounou Djayo (46.).

    Tore: 0:1 Lex (19.), 1:1 Lannert (38.).

    Gelbe Karten: Stöckner, Mikic – Ngounou Djayo, Erdmann.

    Zuschauer: 0 in der Benteler-Arena Paderborn

    Schiedsrichter: Frank Willenborg (Osnabrück); Assistenten: Daniel Fleddermann (Nordhorn), Christopher Horn (Krempel).


    https://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/5403.htm


    Presseschau tz und Az:


    https://www.tz.de/sport/1860-m…el-koellner-13937675.html


    https://www.abendzeitung-muenc…muenchen-schlussphase-59/


    https://www.abendzeitung-muenc…muenchen-schlussphase-59/


    Nächstes Spiel:


    28.11.2020, 14 Uhr, zu Hause gegen