TSV 1860 München

  • Die Löwen, so fordert es Trainer Daniel Bierofka, sollen am Samstag, 1. Dezember 2018, Anpfiff 14 Uhr, gegen den FSV Zwickau im Grünwalder Stadion eine Reaktion zeigen. Doch erst mal halten die Spieler eine Minute „die Füße still“, bevor sie dann richtig Gas geben können.


    Der Grund: Unter dem Motto „Stillstehen gegen den Stillstand“ setzen die Drittligisten geschlossen ein Zeichen gegen die Pläne des DFB zur Aufstiegsregelung in die 3. Liga. Sie fordern nach dem Scheitern der Reformpläne des DFB, schnellstmöglich zu drei Absteigern zurückzukehren und die 3. Liga eingleisig zu erhalten.

    Für Bierofka ist die ganze Sache „Vereinsangelegenheit. Wir werden uns als Mannschaft daran halten, konzentrieren uns aber aufs Spiel.“ Und hier erwartet er eine Reaktion, insbesondere auf die ersten 45 Minuten in Karlsruhe. „Die Mannschaft hat gut trainiert, die Jungs werden am Samstag die Antwort auf dem Platz geben.“

    Für den 39-Jährigen hat es gut gepasst, dass er diese Woche nicht zum Trainerlehrgang nach Hennef musste. Dadurch hatte er viel Zeit für das Team „Ich habe viel mit den Jungs geredet, sie kritisiert, aber sie auch aufgerichtet und ihnen aufgezeigt, welche Qualität sie haben. Letztlich müssen sie auf dem Platz alles raushauen.“

    Bierofka stellte klar, dass sein Vorwurf – „zu wenig Charakter und Persönlichkeit“ – auf die ersten 45 Minuten beim KSC gemünzt war. „Die Jungs waren ehrlich zu sich selbst“, hätten die Kritik zur Pause angenommen. „In der 2. Halbzeit war es wieder besser.“

    Gegen den FSV Zwickau erwartet der Löwen-Coach eine konzentrierte Leistung von der ersten bis zur letzten Minute. Die wird auch nötig sein, denn die Westsachsen sind seit vier Spielen ungeschlagen. Nach zwischenzeitlichen Problemen im Defensivbereich hat das Team von Trainer Joe Enochs auf eine Dreierkette in der Abwehr umgestellt. Seitdem stehen sie defensiv stabiler, hat Bierofka erkannt. „Außerdem müssen wir im Strafraum aufpassen“, sagt er, denn den Schwänen wurden bereits sechs Elfmeter zugesprochen.

    Ansonsten fordert der 1860-Trainer Tempo und Aggressivität. „Wir müssen unser Schicksal in die Hände nehmen, dürfen nicht abwarten.“ Vor allem keine Angst zeigen. „Wir müssen mutig und aktiv sein. Die Basis sind Zweikämpfe, dass wir uns offensiv und defensiv durchsetzen.“ Die taktische Ausrichtung sei dann nur Nebensache.

    Über Änderungen in der Aufstellung wollte der Trainer nicht sprechen. Fraglich ist der Einsatz von Adriano Grimaldi, der mit muskulären Problemen im Hüftbereich am Donnerstag pausierte. „Jeder Spieler hat sich im Training so präsentiert, dass ich darüber nachdenken kann, ihn in die Startelf zu nehmen“, ließ Bierofka wissen. Eine Andeutung machte er dann doch: „Wir haben gute Außenbahnspieler. Wir müssen nur unsere Qualitäten in die Waagschale werfen.“

    Unabhängig vom Personal nahm Bierofka besonders die älteren und erfahrenen Spieler in die Pflicht. „Sie müssen vorangehen, für die Jüngeren da sein, wenn sie Fehler machen, ihnen Halt geben und mit ihnen reden.“ Dabei nannte er namentlich vor allem Sascha Mölders, Quirin Moll und Aaron Berzel. „Sie müssen ihren Charakter auf den Platz schmeißen!“

    Egal, für wen er sich letztlich entscheidet. Es gehe nicht um einzelne Spieler, sondern um das große Ganze. „Wir müssen als Team auftreten, jeder muss seine Rolle akzeptieren. Keiner darf sich über die Mannschaft stellen.“

    Um den Teamgeist zu stärken, hatte Bierofka Anfang der Woche zu einer ungewöhnlichen Maßnahme gegriffen. Er organisierte ein Kabinengespräch, bei dem er selbst nicht zugegen war. „Wichtig war, dass die Jungs gewisse Dinge, die im Raum standen, untereinander ausgeräumt haben.“ Das sei geschehen. Als Gradmesser dafür nahm er die Stimmung im Training. Aber letztlich, das weiß der Ex-Profi, sind Wort nur Schall und Rauch. „Die Antwort müssen die Spieler auf dem Platz geben.“


    MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN


    1860: 1 Hiller (Tor) – 28 Paul, 4 Weber, 32 Lorenz, 36 Steinhart – 7 Lex, 17 Wein, 5 Moll, 18 Karger – 10 Grimaldi, 9 Mölders.

    Ersatz: 30 Hipper (Tor) – 2 Weeger, 11 Köppel, 14 Dressel, 16 Kindsvater, 19 Abruscia, 20 Bekiroglu, 22 Berzel, 25 Willsch, 27 Belkahia, 34 Böhnlein, 38 Lacazette, 44 Klassen.

    Nicht dabei: 6 Mauersberger (Gesichtsfraktur), 8 Seferings (Muskelfaserriss), 23 Helmbrecht (Patellasehnenspitzensyndrom), 21 Türk (Knieprobleme), 24 Ziereis (Narbenentzündung), 31 Koussou, (Oberschenkelzerrung), 35 Niemann (Aufbautraining nach Kreuzband- und Meniskusriss), 39 Bonmann (Narbeneinriss im Knie).

    FSV: 1 Brinkies (Tor) – 16 Barylla, 14 Wachsmuth, 35 Antonitsch – 30 Reinhardt, 19 Frick – 17 Schröter, 13 Könnecke, 20 Lange – 15 König, 18 Lauberbach

    Ersatz: 29 Kamenz (Tor) – 5 Sorge, 7 Mäder, 8 Hoffmann, 10 Bickel, 11 Rodas, 22 Kartalis, 23 Gremsl, 32 Bonga, 36 Beyer.

    Nicht dabei: 6 Gaul (Reha nach Außenbandriss), 24 Hodek (Kreuzbandriss), 28 Miatke (Innenbandriss).

    Schiedsrichter: Martin Petersen (Stuttgart); Assistenten: Dominik Jolk (Köln), Simon Lount (Neuseeland).


    http://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/4082.htm



  • Die Löwen zeigten die geforderte Reaktion und haben ihre Serie von vier Spielen ohne Sieg gegen den FSV Zwickau beendet. Beim 2:0 vergaben sie aber aufgrund einer Vielzahl an Chancen ein klareres Ergebnis. So blieb es bei den beiden Treffern durch Stefan Lex (16.) und Phillipp Steinhart (31., Handelfmeter) aus der 1. Halbzeit.


    Personal: Löwen-Cheftrainer Daniel Bierofka musste gegen Zwickau verletzungsbedingt auf Jan Mauersberger (Gesichtsfraktur), Simon Seferings (Muskelfaserriss), Ugur Türk (Knieprobleme), Nicholas Helmbrecht (Patellasehnenspitzensyndrom), Markus Ziereis (Aufbau nach Narbenentzündung), Nono Koussou (Oberschenkelzerrung), Noel Niemann (Aufbautraining nach Kreuzband- und Meniskusriss) und Hendrik Bonmann (Narbeneinriss im Knie) verzichten. Nicht im 18er-Kader standen diesmal Christian Köppel, Dennis Dressel, Alessandro Abruscia, Semi Belkahia, Kristian Böhnlein und Leon Klassen. Drei Änderungen gab es in der Startelf gegenüber dem KSC-Spiel: Herbert Paul ersetzte Felix Weber, Sascha Mölders Adriano Grimaldi und Stefan Lex Efkan Bekiroglu in der Startelf.


    STIMMEN Bierofka stolz: „Das war eine tolle Reaktion!“


    Spielverlauf: In der 1. Minute passierte – wie angekündigt – erst mal nichts. Dann gaben die Löwen aber gleich Vollgas. Eine Flanke von links durch Nico Karger nahm Stefan Lex per Fallrückzieher, brachte die Kugel aber nicht aufs Tor der Gäste (2.). Auf der anderen Seite kam Lion Lauberbach zentral mit links aus 18 Metern zum Abschluss, sein Schuss ging aber deutlich rechts vorbei (3.). Bereits in der 8. Minute hatte Sascha Mölders die Führung auf dem Fuß. Wieder kam das Zuspiel von links durch Karger auf Lex, der legte auf Mölders ab. Dessen Zwölf-Meter-Schuss halbrechts mit links ging aber weit übers lange Eck. Nach einem schnellen Konter über links passte Karger in die Mitte, Mölders kam aus elf Metern zum Abschluss, doch sein Schuss wurde gerade noch von Alexander Sorge geblockt (13.). Eine Minute später war es wieder Karger, der Mölders suchte, doch sein Zuspiel fast von der Grundlinie landete im Rücken des Torjägers (14.). Zwei Minuten später war es passiert. Rene Lange verlängerte per Kopf ein hohes Zuspiel von Mölders fast von der Mittellinie Richtung eigenes Tor, Lex war durchgelaufen, überlupfte frei vor Johannes Brinkies den Keeper zum 1:0 (16.). Keine 60 Sekunden später kam Mölders frei vor Brinkies zum Schuss, der Torwart warf sich ihm entgegen, wehrte den Ball ab. Den Abpraller brachte halbrechts Daniel Wein aus spitzem Winkel Richtung Tor, doch ein Zwickauer warf sich in den Schuss, verhinderte schlimmeres (18.). Auf Zuspiel von Wein lief Lex alleine auf Brinkies zu, der geschickt den Winkel verkürzte und den Schuss parierte (24.). Eine Kopfballverlängerung von Aaron Berzel nach Eckball von rechts durch Phillipp Steinhart verpasste in der 26. Minute der etwas überraschte Wein am langen Eck nur knapp. Auf der anderen Seite hatten die Löwen Glück, dass nach einem Standard von Mike Könnecke keiner der Schwäne im Strafraum an die Kugel kam (27.). Einen Freistoß links am Sechzehnmeterraum fast von der Tor-Auslinie legte Steinhart zurück an den Elfmeterpunkt, der Schuss von Mölders konnte Davy Frick per Grätsche gerade noch zur Ecke blocken (30.). Die kam von Steinhart von rechts getreten in die Mitte, Lauberbach ging mit der Hand zum Ball und Schiedsrichter Martin Petersen zeigte sofort auf den Punkt. Steinhart lief an, schickte Brinkies in die Ecke und traf wuchtig zum in die Mitte 2:0 (31.). In der 39. Minute setzte Steinhart mit rechts, seinem schwächeren Fuß, ein Zuspiel von Lex völlig freistehend aus zwölf Metern über die Querlatte. Zwei Minuten später schrammte ein 17-Meter-Flachschuss von Herbert Paul nur um Zentimeter am linken Pfosten vorbei (41.). So blieb es nach furiosen 45 Minuten beim 2:0. Mit etwas mehr Schlussglück hätten es auch vier oder fünf Treffer der Löwen seien können!

    Mit Anpfiff zur 2. Halbzeit beendeten auch die Fans beider Lager ihren Stimmungsboykott und die Löwen spielten weiterhin forsch nach vorne. Nach einer Steinhart-Ecke versuchte es Wein per Hacke, der Ball kam aber nicht aufs Tor (48.). Kurz danach fiel Lex im Strafraum, doch Schiri Petersen winkte ab (49.). In der 56. Minute vertändelte Simon Lorenz die Kugel am rechten Strafraumeck, Morris Schröter lief anschließend alleine auf Marco Hiller zu, doch der Keeper machte sich breit, parierte den Schuss des Zwickauer Stürmers. Mustergültig konterten die Löwen in der 68. Minute. Lex spielte mit Mölders Doppelpass, lief anschließend von halbrechts frei auf Brinkies zu, schob den Ball links an ihm vorbei, aber auch am Pfosten. Zwei Minuten später spielten Willsch und Mölders Doppelpass, doch Willsch verpasste knapp die Hereingabe des 1860-Kapitäns am langen Ecke (70.). In der 73. Minute setzte sich Morris Schröter auf der rechten Seite durch, seine Hereingabe an den ersten Pfosten erreicht Ronny König zwar, brachte aber die Kugel per Kopf nicht aufs Tor. Sechs Minuten später war es erneut Schröter, der flach ans kurze Eck flankte, der eingewechselte Tarsis Bonga hielt aus kurzer Distanz den Fuß hin, doch Hiller parierte (79.). Bonga war es auch, der König in der 84. Minute mustergültig bediente, doch der 35-Jährige zielte aus sechs Metern am langen Eck vorbei. Auf der anderen Seite legte Adriano Grimaldi nach links zu Benjamin Kindsvater ab, der kam aus 14 Metern zum Schuss, aber Brinkies im kurzen Eck wehrte den Ball ab (86.). In der Nachspeilzeit hatte Grimaldi noch zwei Möglichkeiten. Eine Flanke von rechts durch Paul köpfte er aus acht Metern am linken Pfosten vorbei (90. +1). Eine Minute später scheiterte er frei vor Brinkies (90.+2). Am Ende blieb es beim 2:0 und einem hochverdienten Sieg für die Löwen aufgrund der furiosen ersten 45 Minuten, die nach vier sieglosen Partien wieder dreifach punkteten.


    STENOGRAMM, 17. Spieltag, 01.12.2018, 14 Uhr


    1860 München – FSV Zwickau 2:0 (2:0)


    1860: 1 Hiller (Tor) – 28 Paul, 22 Berzel, 32 Lorenz – 25 Willsch, 5 Moll, 17 Wein, 36 Steinhart – 7 Lex, 9 Mölders, 18 Karger.

    Ersatz: 30 Hipper (Tor) – 2 Weeger, 4 Weber, 10 Grimaldi, 16 Kindsvater, 20 Bekiroglu, 38 Lacazette.

    FSV: 1 Brinkies (Tor) – 35 Antonitsch, 5 Sorge, 20 Lange – 16 Barylla, 30 Reinhardt, 19 Frick, 22 Kartalis – 13 Könnecke – 15 König, 18 Lauberbach

    Ersatz: 29 Kamenz (Tor) –7 Mäder, 8 Hoffmann, 10 Bickel, 17 Schröter, 32 Bonga.

    Wechsel: Kindsvater für Karger (66.), Grimaldi für Mölders (76.), Weber für Willsch (85.) – Schröter für Könnecke (33.), Bonga für Lauberbach (71.), Bickel für Kartalis (80.).

    Tore: 1:0 Lex (16.), 2:0 Steinhart (31., Handelfmeter).

    Gelbe Karten: – Kartalis, Sorge.

    Zuschauer: 15.000 im Grünwalder Stadion (ausverkauft).

    Schiedsrichter: Martin Petersen (Stuttgart); Assistenten: Dominik Jolk (Köln), Simon Lount (Neuseeland).


    http://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/4084.htm


    Bildergalerie:


    http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2199.htm


    https://www.tz.de/sport/1860-m…er-aufsehen-10786723.html


    https://www.tz.de/sport/1860-m…a-im-ticker-10774581.html


    https://www.tz.de/sport/1860-m…l-in-3-liga-10786675.html


    https://www.abendzeitung-muenc…39-a907-1fb719c71a7f.html


    https://www.abendzeitung-muenc…13-bebb-d526b57db9a1.html


    Nächstes Spiel:


    8.12.2018, Um 14 Uhr in Köln bei Fortuna

  • Die Eckpunkte der Vorbereitung der Löwen auf die Rückrunde in der 3. Liga stehen. Auftakt im neuen Jahr ist bereits am Freitag, 4. Januar 2019. Bis zum Punktspielstart am Freitag, 25. Januar 2019, bei den Sportfreunden Lotte bleiben Daniel Bierofka und seinem Trainerteam exakt drei Wochen Zeit.


    Zur Vorbereitung fahren die Löwen wieder ins Trainingslager nach Oliva Nova, das rund eine Autostunde südlich der spanischen Metropole Valencia liegt. Im Oliva Nova Beach & Golf finden Kapitän Felix Weber und seine Mannschaftskollegen von 12. bis 19 Januar 2019 optimale Bedingungen vor. So verfügt das Appartement-/Suite Hotel über vier eigene, hervorragend präparierte Naturrasen-Fußballplätze (UEFA & FIFA Norm), die in zehn Minuten zu Fuß zu erreichen sind.


    DIE TERMINE

    • 04.01.2019 | Trainingsauftakt am Trainingsgelände
    • 09.01.2019 | Testspiel gegen SV Ried, Trainingsgelände Grünwalder Str. 114
    • 12.01.2019 | Abflug Trainingslager
    • 14.01.2019 | Testspiel gegen SV Darmstadt 98, Oliva Nova Beach & Golf Resort
    • 19.01.2019 | Rückkehr Trainingslager
    • 25.01.2019, 19 Uhr | Punktspiel bei SF Lotte, FRIMO Stadion

    Ein zweites Testspiel ist während des Trainingslagers in Oliva Nova geplant, ebenso ein Abend mit den Fans, die das Team nach Spanien begleiten.


    http://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/4097.htm

  • Zum letzten Auswärtsspiel des Jahres reisen die Löwen am Samstag, 8. Dezember 2018, zu Fortuna Köln. Anpfiff im Südstadion ist um 14 Uhr. Telekom Sport und das BR Fernsehen zeigen die Partie live.


    Für Löwen-Trainer Daniel Bierofka liegt einzig der Fokus auf dem Sport. Alles andere interessiert den 39-Jährigen nicht. Und wie Günther Gorenzel, der Sportliche Leiter, warnt auch er vor den Fortunen, die unter dem neuen Trainer Tomasz Kaczmarek in vier Spielen ohne eigenes Tor geblieben sind, aber bereits 16 Gegentreffer kassiert haben. „Auch wenn ich fünf Euro ins Phrasenschwein werfen muss, so trifft hier die Metapher vom angeschlagenen Boxer zu.“

    Sechzig auswärts in Kölle.

    Die Kölner hätten Qualität, stehen mit bisher 17 Punkten nach wie vor nicht auf einem Abstiegsplatz und spielten in ihrem letzten Heimspiel 0:0 gegen Kickers Würzburg. „Da hätten sie auch gewinnen können.“ Keiner erwarte in der momentanen Situation etwas von der Fortuna. „Deshalb sind sie so gefährlich. Die Spieler wollen sich beweisen. Das kann für sie ein Vorteil sein. Sie werden mit dem Messer zwischen den Zähnen kommen, werden versuchen, ihr wahres Gesicht zu zeigen.“

    Im Kader der Rheinländer stehen mit Moritz Hartmann oder Thomas Bröker erfahrene Profis. „Die bisherige Saison hat gezeigt, dass jeder gegen jeden punkten kann. Darum sollten wachsam sein und uns auf uns konzentrieren“, so Bierokas Ratschlag.

    Im Südstadion wird für die Löwen erneut Heimspielatmosphäre herrschen. Rund 3.000 Sechzger-Fans werden dort erwartet, doppelt so viele Zuschauer bei der Partie der Fortuna gegen Würzburg. „Ich freue mich über jeden Zuschauer, der uns unterstützt“, sagt Bierofka. „Die Fans treiben uns nach vorne. Wir wollen das auf dem Platz zurückgeben.“


    Der Winterfahrplan der Löwen.


    Aufgrund seines Praktikums in der Fußballlehrer-Ausbildung weilte der Löwen-Coach die letzten beiden Wochen in München. Er nutzte das zu längeren Gesprächen mit den Spielern, insbesondere mit Adriano Grimaldi. „Bisher war nicht die Zeit. Ich wollte wissen, was im Spieler vor sich geht.“ Im Training habe der Top-Torjäger der Löwen „eine gute Reaktion gezeigt“.

    Mit Benjamin Kindsvater und Alessandro Abruscia hätten sich weitere Spieler aufgedrängt. „Es geht nur zusammen. Wir müssen uns als Mannschaft klare Ziele setzen.“ Zuletzt habe man am Spielaufbau gefeilt. Abschlüsse, so Bierofka, könne man nur bedingt trainieren. „Chancenauswertung hat etwas mit Selbstvertrauen zu tun“, sagt er und hofft, dass durch den Sieg gegen Zwickau einige Blockaden gelöst wurden.

    Im Training kürzer trat Daniel trat wegen einer Achillessehnenreizung, ebenso Simon Lorenz wegen Adduktorenproblemen. „Ihr Einsatz in Köln ist nicht in Gefahr“, verkündet Bierofka, der zudem noch in diesem Jahr mit einer Rückkehr von Nono Koussou und Jan Mauersberger rechnet, denen er gute Fortschritte attestiert.

    Zuletzt gegen Zwickau konnten zudem Stefan Lex und Nico Karger überzeugen. „Bei Stefan wurde es von Woche zu Woche besser. Wir haben ihm die Zeit gegeben, nie den Glauben an ihn verloren“, so Bierofka. Er sei nun in der Verfassung, auf die man hingearbeitet habe. Das gelte auch für Karger, den er seit dreieinhalb Jahren kenne. „Nico braucht man nicht zu kitzeln. Ich weiß, wo ich den Hebel ansetzen muss. Für ihn ist es das erste Jahr in der 3. Liga“, wirbt der Trainer um Geduld und fordert gleichzeitig: „Er muss Konstanz in seine Leistungen bringen.“

    Bei allem Respekt vor dem Gegner, lässt Bierofka jedoch keinen Zweifel an der Zielsetzung. „Wir fahren nicht nach Köln, um Unentschieden zu spielen. Natürlich wollen wir gewinnen!“


    MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN


    Fortuna: 1 Rehnen (Tor) – 2 Ernst, 28 Ruprecht, 4 Uaferro, 17 Schiek – 10 Kegel, 31 Brandenburger – 18 Bröker, 14 Eberwein, 30 Dahmani – 8 Hartmann.

    Ersatz: 21 Bruhns (Tor) – 3 Kyere Mensah, 6 Kurt, 9 Pintol, 11 Yeboah, 13 Koljic, 23 Fritz, 27 Exslager, 29 Ceylan, 34 Andersen.

    Nicht dabei: 19 Eichhorn (Aufbautraining), 20 Scheu (5. Gelbe Karte)


    1860: 1 Hiller (Tor) – 28 Paul, 22 Berzel, 32 Lorenz –25 Willsch, 17 Wein, 5 Moll, 36 Steinhart – 7 Lex, 9 Mölders, 18 Karger.

    Ersatz: 30 Hipper (Tor) – 2 Weeger, 4 Weber, 10 Grimaldi, 11 Köppel, 14 Dressel, 16 Kindsvater, 19 Abruscia, 20 Bekiroglu, 24 Ziereis, 27 Belkahia, 34 Böhnlein, 38 Lacazette, 44 Klassen.

    Nicht dabei: 6 Mauersberger (Aufbau nach Gesichtsfraktur), 8 Seferings (Aufbau nach Muskelfaserriss), 23 Helmbrecht (Aufbau nach Patellasehnenspitzensyndrom), 21 Türk (Knieprobleme), 31 Koussou (Aufbau nach Oberschenkelzerrung), 35 Niemann (Aufbautraining nach Kreuzband- und Meniskusriss), 39 Bonmann (Narbeneinriss im Knie).

    Schiedsrichter: Dr. Henrik Bramlage (Vechta); Assistenten: Markus Büsing (Osnabrück), Jost Steenken (Nordhorn).


    http://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/4100.htm



  • Die Löwen kamen bei Fortuna Köln trotz einer mehr als halbstündigen Überzahl – Maik Kegel hatte in der 54. Minute Gelb-Rot gesehen – nicht über ein 0:0 hinaus. Trotz haushoher Überlegenheit der Sechzger gelang kein Treffer.


    Personal: Löwen-Cheftrainer Daniel Bierofka musste beim letzten Auswärtsspiel des Jahres verletzungsbedingt auf Jan Mauersberger (Aufbau nach Gesichtsfraktur), Simon Seferings (Muskelfaserriss), Ugur Türk (Knieprobleme), Nicholas Helmbrecht (Patellasehnenspitzensyndrom), Markus Ziereis (Aufbau nach Narbenentzündung), Nono Koussou (Aufbau nach Oberschenkelzerrung), Noel Niemann (Aufbautraining nach Kreuzband- und Meniskusriss) und Hendrik Bonmann (Narbeneinriss im Knie) verzichten. Nicht im 18er-Kader standen diesmal Christian Köppel, Dennis Dressel, Efkan Bekiroglu, Semi Belkahia, Kristian Böhnlein und Leon Klassen. Bierofka verzichtete gegenüber dem Heimspiel gegen Zwickau (2:0) auf Änderungen in der Startelf.


    STIMMEN Bierofka: „Uns hat der letzte Biss gefehlt!“


    Spielverlauf: Erstmals wurden die Löwen in der 5. Minute gefährlich. Sascha Mölders hatte auf links abgelegt, Nico Karger ging mit Tempo Richtung Grundlinie, seine Hereingabe im Torraum wurde aber von Bone Uaferro zur Ecke geblockt. Immer, wenn es schnell über die Außen ging, hatten die Kölner Probleme. Aus heiterem Himmel kamen die Fortunen zu einer Riesenchance. Nach einer Kopfballverlängerung von Michael Eberwein stand Benjamin Pintol sechs Metern in stark abseitsverdächtiger Position völlig frei, scheiterte aber mit seinem Abschluss an Marco Hiller (16.). Im Anschluss an die folgende Ecke kam Pintol zum Kopfball, scheiterte aber erneut am glänzend reagierenden Hiller (17.). Auf der anderen Seite zog Phillipp Steinhart aus 21 Metern mit links ab, der Ball strich knapp übers rechte Kreuzeck (25.). Eine Steinhart-Freistoßflanke aus dem linken Halbfeld verlängerte Simon Lorenz halbrechts mit dem Kopf in die Mitte, Herbert Paul nahm die Hereingabe volley, setzte die Kugel aber knapp über die Querlatte (30.). Doch auch die Gastgeber hatten ihre Möglichkeiten. Eberwein kam nach einer Rechtsflanke von Pintol aus zehn Metern zum Kopfball, aber es fehlte der Druck, so dass Hiller die Kugel ohne Probleme herunterpflücken konnte (39.). So ging es torlos in die Kabine.

    In der 50. Minute profitierte Karger von einem Fehler von Uaferro in der Kölner Hälfte. Der Löwen-Stürmer ging mit Tempo im Zentrum Richtung Tor, heilt aus 22 Metern drauf, setzte den Schuss jedoch knapp über die Querlatte. Vier Minuten später war das Spiel für Maik Kegel vorbei. Mit Gelb wegen Meckerns aus der 32. Minute bereits vorbelastet, grätschte er bei einem Konter Stefan Lex von hinten um und sah die Gelb-Rote Karte (54.). Zwei Minuten später sah Steinhart seine 5. Gelbe Karte, wird somit im Heimspiel gegen Jena den Sechzgern fehlen. Nach einer Ablage von Lex im Strafraum konnte Steven Ruprecht am Elfmeterpunkt gerade noch vor Mölders per Grätsche klären (58.). Im Anschluss an eine Freistoßflanke von Daniel Wein kam Aaron Berzel halbrechts aus neun Metern zum Kopfball, doch Nikolai Rehnen tauchte ab, warf sich auf die Kugel (65.). Die Löwen zogen mit vier Stürmern und einem Mann mehr ein Powerplay auf. In der 70. Minute setzte sich Karger auf der linken Seite durch, passte auf Adriano Grimaldi am ersten Pfosten, der drehte sich um seinen Gegenspieler herum, doch der konnte den Schuss aus fünf Metern gerade noch zur Ecke klären. Es lief Angriff auf Angriff Richtung Fortunen-Tor. Eine Kopfballabwehr des eingewechselten Sebastian Schiek fiel Karger vor die Füße. Sein Schuss aus zwölf Metern schrammte am linken Pfosten vorbei (79.). Eine Hereingabe von Karger erreichte Grimaldi am ersten Pfosten, brachte die Kugel aber nicht an Rehnen vorbei (81.). Einen Wein-Schuss aus 16 Metern am rechten Strafraumeck klärte in der 86. Minute Uaferro für seinen geschlagenen Keeper auf der Linie. Ein Distanzschuss von Lorenz aus 25 Metern konnte Rehnen nur Abklatschen, hechtete sich aber sofort auf den Ball und konnte ihn gerade noch vorm lauernden Mölders fassen (90.). Somit blieb es beim 0:0.


    STENOGRAMM, 18. Spieltag, 08.12.2018, 14 Uhr


    Fortuna Köln – 1860 München 0:0


    Fortuna: 1 Rehnen (Tor) –23 Fritz, 4 Uaferro, 28 Ruprecht – 2 Ernst, 18 Bröker – 10 Kegel – 31 Brandenburger 14 Eberwein – 30 Dahmani, 9 Pintol.

    Ersatz: 21 Bruhns (Tor) – 6 Kurt, 11 Yeboah, 13 Koljic, 17 Schiek, 29 Ceylan, 34 Andersen.

    1860: 1 Hiller (Tor) – 28 Paul, 22 Berzel, 32 Lorenz –25 Willsch, 5 Moll, 17 Wein, 36 Steinhart – 7 Lex, 9 Mölders, 18 Karger.

    Ersatz: 30 Hipper (Tor) – 2 Weeger, 4 Weber, 10 Grimaldi, 16 Kindsvater, 19 Abruscia, 38 Lacazette.

    Wechsel: Kurt für Ernst (73.), Schiek für Dahmani (73.), Andersen für Pinto (82.) – Kindsvater für Willsch (61.), Grimaldi für Lex (67.), Abruscia für Moll (82.).

    Tore: –.

    Gelbe Karten: Ruprecht, Ernst – Steinhart.

    Gelb-Rote Karte: Kegel (54.).

    Zuschauer: 6.560 im Südstadion Köln.
    Schiedsrichter:
    Dr. Henrik Bramlage (Vechta); Assistenten: Markus Büsing (Osnabrück), Jost Steenken (Nordhorn).


    http://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/4101.htm


    Presseschau tz und Az:


    https://www.tz.de/sport/1860-m…einpruegeln-10830576.html


    https://www.tz.de/sport/1860-m…live-ticker-10826593.html


    https://www.tz.de/sport/1860-m…-kassiert-5-10830552.html


    https://www.abendzeitung-muenc…7c-9692-77a153578394.html


    https://www.abendzeitung-muenc…b4-9124-59da82f33ec6.html


    https://www.abendzeitung-muenc…61-b2b5-ba20da6c50ba.html


    Nächstes Spiel:


    16.12.2018, 13 Uhr, zu Hause gegen Carl Zeiss Jena

  • Erst zum zweiten Mal in dieser Drittliga-Saison endete eine Partie mit Beteiligung des TSV 1860 torlos. Weder Fortuna Köln noch Sechzig konnte treffen, das Spiel endete 0:0. Die Löwen haben nun 23 Punkte aus 18 Spielen geholt und haben vier Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze.

    Der BR präsentiert nun die Highlights des Spiels:

    https://cdn-storage.br.de/iLCp…d-90bc-8572f29df054_X.mp4


    In der Pressekonferenz nach dem Spiel bei Fortuna Köln sprach Daniel Bierofka von fehlender Konsequenz seiner Mannschaft. Köln-Trainer Thomasz Kaczmarek lobte hingegen lobte den Zusammenhalt und die Solidarität seiner Mannschaft auf dem Platz.