TSV 1860 München

  • Für die Löwen geht‘s im letzten Vorrundenspiel im oberbayerischen Derby am Montag, 16. Dezember 2019, zum FC Ingolstadt 04. Anpfiff im Audi Sportpark ist um 18.60 Uhr. Die Partie überträgt Magenta Sport .


    Sechzig auswärts bei den Schanzern.


    Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel bedankte sich in der Spieltagspressekonferenz bei der Fanszene der Löwen dafür, dass zuletzt rund um das Heimspiel gegen Großaspach der Sport im Mittelpunkt gestanden habe. „Auf unsere Fans können wir uns verlassen. Sie werden das Spiel am Montag wieder zu einem Heimspiel machen.“ Den „Support“ bezeichnet der Österreicher als „Faustpfand, das uns auszeichnet. Hierfür schon jetzt ein Dank.“

    Der 48.Jährige hofft, dass die Mannschaft „den Schwung der letzten Woche in die zwei schweren Auswärtsspiele vor der Winterpause“ mitnehmen kann. Das Remis gegen Großaspach möchte Gorenzel nicht überbewerten. „In jeder Entwicklung gibt es mal eine Delle.“ Daraus müsse man lernen.

    Ähnlich sieht es Cheftrainer Michael Köllner. „Vor vier Spielen wäre jeder froh gewesen, den Abstand zu den hinteren Plätzen so schnell wie möglich zu vergrößern.“ Das sei gelungen. Mittlerweile sind es acht Punkte zu einem Abstiegsplatz, vorher waren es nur drei. „Wir haben einen Riesenschritt gemacht“, so der 49-Jährige, der sich aber auch bewusst ist, dass einige einen Perspektivwechsel vollzogen haben. „Der Blick vor dem Großaspach-Spiel ging schon wieder nach vorne.“

    Köllner fordert deshalb Realismus ein sowie Respekt und Demut. „Großaspach hat ein richtig gutes Spiel gemacht, sich den Punkt kämpferisch verdient.“ Aber auch mit seiner Mannschaft ist er zufrieden, weil sie sich Woche für Woche weiterentwickelt. Die zwei freien Tage nach der Weihnachtspause hätten den Jungs gutgetan. „Sie konnten durchschnaufen und wieder zu Kräften kommen.“

    Das sei auch nötig mit Blick auf das schwere Spiel bei den Schanzern. „Seit neun Spielen ist Ingolstadt ungeschlagen, sie punkten konstant und liegen acht Zähler vor uns“, sagt Köllner mit Hochachtung vor dem Gegner, der hinter dem MSV Duisburg den 2. Tabellenplatz belegt. „Ingolstadt hat Qualitäten, da müssen wir uns strecken.“ Positiv sei, dass diesmal die Favoritenrolle beim Kontrahenten läge.

    Der Löwen-Coach fühlt sich an die Ausgangssituation vor dem Haching-Spiel erinnert. Auch das 4-4-2-System der Schanzer sei vergleichbar. Und mit Stefan Kutschke hätten sie einen ähnlichen Stoßstürmer wie die Spielvereinigung mit Dominik Stroh-Engel.

    Trotz der Außenseiterrolle sieht Köllner sein Team nicht chancenlos. „Wir haben auch die letzten fünf Spiele nicht verloren, haben wie Ingolstadt drei Siege und zwei Remis geholt. Ich freue mich auf einen Gegner mit großer Wucht. Für uns wird es eine Herausforderung, diese im Keim zu ersticken.“

    Trotzdem strebe man auch im Audi Sportpark drei Punkte an. „Es wird eine kampfstarke Mannschaft auf dem Platz stehen. Aber es ist immer die Frage, was der Gegner zulässt. Wir dürfen Ingolstadt nicht ins Spiel kommen lassen und brauchen das nötige Matchglück.“ Dabei dürfe sein Team das eigene Spiel nicht vernachlässigen. „Wir können jedem Gegner in der Liga Paroli bieten, auch in Ingolstadt die Punkte holen“, sagt er im Brustton der Überzeugung.

    Die Löwen-Serie hätte das Selbstvertrauen gestärkt. „Wir haben einige Dinge verändert“, verrät Köllner. „Die Mannschaft arbeitet griffig gegen den Ball, zeigt ein gutes Pressing und Gegenpressing.“ Als entscheidende Änderung bezeichnet der 1860-Trainer die Umstellung auf zwei Spitzen. „Damit hat Sascha Mölders mehr Unterstützung.“

    Neben Tim Rieder, der sich gegen Großaspach eine Knieverletzung zugezogen hat, droht Stefan Lex gegen seinen Ex-Klub ein weiteres Mal auszufallen. „Stand heute kann er nicht spielen“, erklärte Köllner am Freitag. „Er fährt Fahrrad“, sei nur eine Alternative, „wenn er 100% fit ist. Ich will nicht hadern, sondern Lösungen finden“, so der Coach. Ob für Lex erneut Noel Niemann ran darf, ließ Köllner offen. „Mal sehen, wie er durch die Woche kommt und wie wir uns offensiv positionieren. Wir brauchen vorne die nötige Wucht und Schlitzohrigkeit.“

    Schwieriger gestaltet sich die Suche nach einem adäquaten Ersatz für Rieder. „Mit ihm waren wir sehr stabil. Jetzt müssen wir einen Spieler oder ein Konstrukt finden, das uns auch ohne Tim die nötige Stabilität gewährleistet.“ Zumindest hat Köllner in Efkan Bekiroglu und Timo Gebhart zwei Alternativen fürs Mittelfeld. Beiden bescheinigt er, topfit zu sein. „Sie bieten sich im Training an. Mal sehen, wen wir auf den Platz bringen. Es kommt auch auf die offensive Ausrichtung an.“

    Köllner betont immer wieder den Charakter der Löwen-Mannschaft. „Die Spieler, die hinten dran stehen, drücken. Bei uns geht es nach dem Leistungsprinzip, nur so kannst du gewinnen.“ Die gute und harte Konkurrenzsituation befeuere die Spieler, „nicht nachzulassen und Gas zu geben. Wir brauchen jeden Spieler, um eine schlagkräftige Truppe auf den Platz zu bringen.“ Auch sei die Bank wichtig, „damit wir durch Wechsel nochmals nachlegen können!“


    MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN


    FCI: 24Buntic (Tor) – 4 Paulsen, 5 Antonitsch, 21 Schröck, 16 Kurzweg – 10 Beister, 23 Krauße, 6 Thalhammer, 19 Gaus – 30 Kutschke, 9 Kaya.
    Ersatz: 1 Knaller (Tor) – 2 Ananou, 7 Eckert Ayensa, 8 Wolfram, 14 Elva, 17 Heinloth, 27 Keller, 35 Bilbija, 36 Pintidis.

    Nicht dabei: 11 Diawusie (Schulterverletzung), 25 Kotzke (Muskelverletzung), 37 Sussek (Mittelfußbruch), 38 Büch (Kreuzbandeinriss).


    1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 4 Weber, 13 Erdmann, 22 Berzel, 36 Steinhart – 17 Wein, 20 Bekiroglu, 14 Dressel – 9 Mölders, 19 Niemann.

    Ersatz: 39 Bonmann, 40 Kretzschmar (beide Tor) – 2 Weeger, 3 Lang, 6 Metzger, 8 Seferings, 10 Gebhart, 11 Greilinger, 21 Owusu, 24 Ziereis, 28 Paul, 33 Klassen, 34 Böhnlein.

    Nicht dabei: 5 Moll (Aufbautraining nach Kreuzbandriss), 7 Lex (Knieverletzung), 16 Kindsvater (muskuläre Probleme), 18 Karger (Aufbautraining nach Sehnenriss), 23 Rieder (Knieverletzung), 27 Belkahia (Reha nach Kreuzbandriss).


    Schiedsrichter: Tobias Reichel (Stuttgart); Assistenten: Lars Erbst (Gerlingen), Mario Hildenbrand (Wertheim).


    http://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/4770.htm


  • Beide Serien hielten beim 2:2 in einem emotionalen Derby der Löwen beim FC Ingolstadt. Während die Schanzer seit zehn Spielen unbesiegt sind, stehen die Sechzger bei sechs. Marcel Gaus brachte die Heimmannschaft in Führung (10.). Die spielbestimmenden Löwen drehten innerhalb von drei Minuten durch Treffer von Prince Owusu (16.) und Sascha Mölders (19.) die Partie. In Unterzahl – Maximilian Beister hatte in der 57. Minute Rot gesehen– glich Gaus mit seinem zweiten Treffer zum Endstand aus (64.).


    Personal: Löwen-Cheftrainer Michael Köllner musste gegen die Schanzer verletzungsbedingt auf Quirin Moll (Reha nach Kreuzbandriss), Stefan Lex (Knieverletzung), Benjamin Kindsvater (muskuläre Probleme), Nico Karger (Aufbautraining nach Sehnenriss), Tim Rieder (Knieverletzung) und Semi Belkahia (Reha nach Kreuzbandriss) verzichten. Erik Weeger, Niklas Lang, Marco Raimondo-Metzger, Simon Seferings, Fabian Greilinger und Tom Kretzschmar standen nicht im 18er-Kader. Im Vergleich zum letzten Heimspiel gegen Großaspach gab es drei Änderungen in der Startelf. Für den verletzten Rieder spielte Aaron Berzel, für Dennis Dressel durfte Herbert Paul ran und für Noel Niemann gab Efkan Bekiroglu sein Comeback nach Verletzung.

    Spielverlauf: Die Löwen begannen überraschend offensiv. Richtig gefährlich wurde es erstmals in der 7. Minute, aber Sascha Mölders stand beim Zuspiel von Prince Owusu knapp im Abseits. Fußball ist manchmal ungerecht: So ging Ingolstadt mit der ersten Torszene in Führung. Nach einem Missverständnis in der 1860-Hintermannschaft passte Maximilian Thalhammer auf Marcel Gaus, der lief halblinks alleine Richtung Löwen-Strafraum zu, zog aus 15 Metern ab und traf mit dem ersten unhaltbar für Marco Hiller ins rechte untere Eck zum 1:0 (10.). Aber nur sechs Minuten später der Ausgleich. Efkan Bekiroglu setzte sich auf der rechten Seite durch, flankte hoch vors Tor, der eingelaufene Prince Owusu am kurzen Eck köpfte die Kugel mit Wucht zum 1:1 unter die Latte (16.). Drei Minuten später sogar die Führung. Phillipp Steinhart hatte links im Strafraum Owusu angespielt, der kam aber nur mit einer Grätsche am linken Torraumeck an den Ball, brachte ihn aber in die Mitte, wo der eingelaufene Mölders in die Hereingabe rutschte, mit der Fußspitze die Kugel aus fünf Metern ins rechte Eck zum 2:1 für die Löwen bugsierte (19.). Beinahe das 3:1 mit einer identischen Szene. Daniel Wein hatte links in den Lauf von Bekiroglu gespielt, der passte fast von der Grundlinie in die Mitte, wo Mölders wieder am Torraum an den Ball kam, aber genau FCI-Keeper Fabijan Buntic anschoss (26.). Mit einem Freistoß aus dem Zentrum schickte Steinhart auf der linken Seite Mölders, der erreichte das Spielgerät vor der Torauslinie, passte in die Mitte, wo Aaron Berzel am ersten Pfosten die Kugel aber nicht an Buntic vorbeibrachte (29.). Die Löwen waren mit ihrem schnellen Umschaltspiel immer wieder gefährlich. In der 39. Minute schickte Bekiroglu rechts Willsch, der kam am Strafraumeck zum Abschluss, sein Schuss strich jedoch knapp über den Querbalken. Damit blieb es beim hochverdienten 2:1 für die Sechzger zur Pause.

    Schiedsrichter Tobias Reichel machte nicht immer eine gute Figur, brachte die 1860-Fans gegen sich auf Erst zeigte er Wein den gelben Karton, obwohl er klar den Ball gespielt hatte, dann pfiff er am rechten Strafraumeck ein Foul für Stefan Kutschke, der sich theatralisch fallen ließ. Der anschließende Freistoß von Ex-Löwe Maximilian Beister aus 17 Metern landete in der Mauer (55.). In der 57. Minute hatten die Schanzer die Riesenchance zum Ausgleich. Kutschke hatte auf Gaus gepasst, der kam an der Strafraumgrenze zum Abschluss. Hiller, der weit vor seinem Tor stand, streckte sich, lenkte den Ball an die Unterkante der Querlatte, von wo er auf der Linie aufsprang. Berzel klärte, Beister kam in vollem Tempo und mit gestrecktem Fuß herangerauscht, säbelte den Löwen-Verteidiger um. Für diese Szene bekam der Ingolstädter – völlig zu Recht – glatt Rot (57.). In der 64. Minute der überraschend Ausgleich. Nach einem weiten Ball bekamen die Löwen die Kugel nicht weg. Kutschke steckte auf Gaus durch, der aus 14 Metern im Zentrum frei zum Abschluss kam, das 2:2 erzielte. Nach einem Eckball von rechts durch Wein klärte ein Ingolstädter im Luftkampf mit Berzel per Kopf (66.). Ein gefährlicher Distanzschuss aus 24 Metern von Kutschke landete in der 70. Minute neben dem rechten Pfosten im Tor-Aus. In einem Zweikampf mit Gaus prallten Felix Weber und Herbert Paul mit den Köpfen aneinander (72.). Für den mit einer Platzwunde an der Schläfe gekennzeichneten Kapitän ging es nach einer Behandlung weiter, Paul machte Platz für Dennis Dressel (74.). Einen Abpraller nahm Bekiroglu aus 17 Metern direkt, zielte aber deutlich über das FCI-Tor (77.). Glück hatten die Löwen eine Minute später als sie auf Abseits spielten, der Linienrichter aber die Fahne nicht hob. Ex-Sechzger Peter Kurzweg passte von der Grundlinie in die Mitte, fand aber keinen Abnehmer (78.). In der 80. Minute war auch für Weber Schluss, dessen Platzwunde wieder zu bluten begann. Für ihn kam Timo Gebhart. Nach einer Ecke des eingewechselten Robin Krauße kam Tobias Schröck am Fünfmeterraum an die Kugel, bugsierte sie aber über die Querlatte (84.). Gebharts Flanke von rechts köpfte Owusu aus neun Metern rechts am Tor vorbei (86.). Bis zum Schluss drängten die Sechzger auf den Siegtreffer, doch die Schanzer verteidigten mit viel Glück das Remis.


    STENOGRAMM, 19. Spieltag, 16.12.2019, 19 Uhr


    FC Ingolstadt 04 – TSV 1860 München 2:2 (1:2)


    FCI: 24 Buntic (Tor) – 4 Paulsen, 5 Antonitsch, 21 Schröck, 16 Kurzweg – 27 Keller – 10 Beister, 6 Thalhammer, 19 Gaus – 7 Eckert Ayensa, 30 Kutschke.

    Ersatz: 1 Knaller (Tor) – 8 Wolfram, 9 Kaya 14 Elva, 17 Heinloth, 23 Krauße, 25 Kotzke.

    1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 4 Weber, 13 Erdmann, 22 Berzel, 36 Steinhart – 17 Wein– 28 Paul, 20 Bekiroglu – 9 Mölders, 21 Owusu.

    Ersatz: 39 Bonmann (Tor) –10 Gebhart, 14 Dressel, 19 Niemann 24 Ziereis, 33 Klassen, 34 Böhnlein.

    Wechsel: Krauße für Thalhammer (73.), Kaya für Eckert Ayensa (89.) – Dressel für Paul (74.), Gebhart für Weber (80.), Klassen für Bekiroglu (89.).

    Tore: 1:0 Gaus (10.), 1:1 Owusu (16.), 1:2 Mölders (19.), 2:2 Gaus (64.).

    Gelbe Karten: Gaus – Wein.

    Rote Karte: Beister (57.).

    Zuschauer: 14.697 im Audi Sportpark.

    Schiedsrichter: Tobias Reichel (Stuttgart); Assistenten: Lars Erbst (Gerlingen), Mario Hildenbrand (Wertheim).


    http://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/4772.htm


    Presseschau tz und Az:


    https://www.tz.de/sport/1860-m…live-ticker-13303988.html


    https://www.abendzeitung-muenc…47-ac6f-13ff9eee3d09.html


    Nächstes Spiel:


    21.12.2019, 14 Uhr, bei Preußen Münster

  • Die Löwen beenden das Spieljahr am Samstag, 21. Dezember 2019, mit dem Auswärtsspiel beim SC Preußen Münster. Anpfiff im Preußenstadion ist um 14 Uhr. Das BR Fernsehen und Magenta Sport zeigen die Partie live.


    Bevor Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel den Blick auf das erste Rückrundenspiel der Löwen richtete, ließ er die Vorrunde Revue passieren. „Wir haben 26 Punkte, drei mehr als in der Halbserie der letzten Saison. Seit sechs Spielen sind wir ungeschlagen. Das hat es in der 3. Liga bisher noch nicht gegeben.“ Deshalb fällt die Bilanz des Österreichers „sehr ordentlich“ aus, „Zumal mit Blick auf die Szenarien, die noch vor einiger Zeit an die Wand gemalt wurden. Wir hatten immer Vertrauen in die Mannschaft“, so der 48-Jährige. Um eine sorgenfreie Saison zu spielen, wie das erklärte Ziel nach wie vor lautet, sei die Breite und Tiefe im Kader ausreichend. „Deswegen werden wir auch im Winter keine Korrekturen vornehmen.“

    Bei dieser Gelegenheit verkündete Gorenzel die Vertragsverlängerung mit Tom Kretzschmar. Der 19-Jährige gilt als großes Torwart-Talent und ist derzeit die Nummer drei hinter Marco Hiller und Hendrik Bonmann. „Unser Ziel ist es nach wie vor, junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchs an den Kader heranzuführen.“ Auch Trainer Michael Köllner unterstützt diesen Weg und freut sich, „dass Tom Kretzschmar Vertrauen in den Verein setzt. Er passt ins Gefüge“, findet Köllner, der gleichzeitig hofft, „dass sich Tom so positioniert, um Ansprüche anzumelden“.

    Der Löwen-Chefcoach zeigte sich „sehr zufrieden“, wie sein Team beim großen Aufstiegsfavoriten FC Ingolstadt im letzten Vorrundenspiel, besonders in der 1. Halbzeit, auftrat. Doch trotz Überzahl war es physisch ein aufreibendes Spiel. „Wir haben viele Körner verschossen, müssen gut regenerieren, um in Münster bestehen zu können“, hat er festgestellt.

    Der Gegner steht zwar auf einem Abstiegsplatz, hat aber zuletzt durch den 2:0-Erfolg über den 1. FC Magdeburg aufhorchen lassen. „Ich denke, Münster wird alles tun, um vor der Winterpause noch den Anschluss zu den Nichtabstiegsplätzen herzustellen. Uns erwarten dort ein tiefer Platz und ein aggressiver Gegner, der uns zusetzen wird. Wir müssen eine Mannschaft auf den Platz bringen, die dagegenhält, um das Jahr gut abzuschließen.“

    Auf der Sechser-Position fällt nach Quirin Moll und Tim Rieder auch noch Daniel Wein aus. In Ingolstadt sah er seine 5. Gelbe Karte. Er hätte aber ohnehin wegen eines Magen-/Darmvirus nicht spielen können. „Das hat er sich gut ausgesucht“, scherzte Köllner. Nur blöd, dass es Simon Seferings auch erwischt hat. Er wäre eine mögliche Alternative für Wein gewesen.

    Dagegen scheinen Herbert Paul und Felix Weber, die gegen die Schanzer mit den Köpfen zusammengestoßen waren, einsatzbereit zu sein. „Alles zugenagelt“, kommentierte Köllner die acht Stiche, mit denen die Platzwunde von Paul noch in der Kabine genäht worden war. „Ich denke, dass wir wieder eine gute Mannschaft auf den Platz bringen. Am Montag hat man auch nicht die Ausfälle von Rieder und Lex gemerkt.“

    Das lag aber auch daran, dass Efkan Bekiroglu ein eindrucksvolles Comeback gab. „Er ist gut reingekommen nach seiner Verletzung, hat das Spiel angenommen und Akzente in einer intensiven Partie gesetzt“, so Köllner. „Ich erwarte, dass er auch in den nächsten Monaten die Dinge im Sinne der Mannschaft gut erledigt.“ Spurlos sind die mehr als 87 Minuten Einsatzzeit an dem Dachauer nicht vorbeigegangen. „Er war etwas mitgenommen, hat lange gebraucht, bis er in seine Kompressionsklamotten reingekommen ist“, beobachtete Köllner nach dem Spiel. „Auch bei ihm wird es wichtig sein, wie er sich erholt hat. Wir müssen schauen, dass wir den Körper nach der Regenerationsphase wieder hochfahren.“

    Ein wichtiger Faktor waren zuletzt die Löwen-Fans, die auch nach dem Rückstand in Ingolstadt das Team bedingungslos unterstützten. „Ich hoffe, dass uns wieder viele begleiten. Das ist beeindruckend“, beschreibt Köllner die besondere Atmosphäre bei Auswärtsspielen.

    Der Löwen-Chefcoach wurde gefragt, ob er beim Blick auf die Tabelle nach oben oder nach unten schaue. „Erst mal freut es mich, dass wir konstant punkten“, antwortete er. „Aber in der Tabelle schaue ich erst mal nach hinten. Wichtig ist, dass sich die Mannschaft entwickelt. Das ist entscheidend, dann kommen die Ergebnisse zwangsläufig.“ Die ersten 45 Minuten in Ingolstadt waren schon nahe an dem dran, was sich Köllner für die Zukunft vorstellt. „Wir werden alles dafür tun, diese Stabilität über 90 Minuten hinzubekommen.“ Trotzdem ist sich der Fußball-Lehrer bewusst, dass der Vorsprung auf einen Abstiegsplatz derzeit gerade mal bei sechs Punkten liegt. „Das ist nicht die Welt. Zweimal Blödsinn machen und wir sind wieder mittendrin“, warnt der Coach.

    Deshalb tue die Mannschaft gut daran, wachsam zu bleiben. „Münster ist gefährlich. Wir konnten sie zu Hause nicht schlagen“, verweist der Coach aus das 1:1 Hinspiel-Ergebnis im Grünwalder Stadion. „Aber wir fahren trotzdem dort hin, um zu gewinnen.“

    Das nötige Selbstbewusstsein ist aufgrund der zuletzt gezeigten Auftritte in der Fremde angewachsen: „Wir wollen sehr aktiv sein, auch auswärts Druck machen. Das war zu Beginn der Saison nicht so“, hat Köllner erkannt. Über eine intensive Zweikampfführung versuche man, den Ball zu erobern und schnell umzuschalten. „Dabei wollen wir nicht nur eine gute B-Note abholen, sondern auch punkten. Ich freue mich auf einen schönen Fight vor Weihnachten in Münster.“


    MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN


    SCP: 35 Schulze Niehues (Tor) – 5 Schauerte, 13 Kittner, 15 Scherder, 33 Heidemann – 6 Brandenburger, 22 Erdogan – 7 Özcan, 21 Mörschel, 20 Hoffmann – 9 Dadashov.
    Ersatz: 1 Schnitzler (Tor) – 3 Rossipal, 8 Litka, 10 Rodrigues Pires, 11 Mekonnen, 14 Tezel, 18 Klann, 24 Schnellbacher, 27 Grodowski, 30 Hoffmeier, 37 Cueto.

    Nicht dabei: 4 Borgmann (Zehen-OP), 25 Wagner (Gelb-Rot-Sperre).


    1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 4 Weber, 13 Erdmann, 22 Berzel, 36 Steinhart – 28 Paul, 20 Bekiroglu, 14 Dressel – 9 Mölders, 21 Owusu.

    Ersatz: 39 Bonmann, 40 Kretzschmar (beide Tor) – 2 Weeger, 3 Lang, 6 Metzger, 10 Gebhart, 11 Greilinger, 19 Niemann, 24 Ziereis, 33 Klassen, 34 Böhnlein.

    Nicht dabei: 5 Moll (Aufbautraining nach Kreuzbandriss), 7 Lex (Knieverletzung), 8 Seferings (Magen-/Darm-Virus), 16 Kindsvater (muskuläre Probleme), 17 Wein (Gelb-Sperre), 18 Karger (Aufbautraining nach Sehnenriss), 23 Rieder (Knieverletzung), 27 Belkahia (Reha nach Kreuzbandriss).


    http://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/4779.htm


    Das BR Fernsehen hat das erste Saisonspiel der Löwen gegen den SC Preußen Münster gezeigt und wird auch die erste Rückrundenpartie gegen den gleichen Gegner aus dem Preußenstadion am Samstag, 21. Dezember 2019, live übertragen. Anpfiff zwischen den beiden Bundesliga-Gründungsmitgliedern im Preußenstadion ist um 14 Uhr.

    Moderiert wird die Übertragung von Markus Othmer, Kommentator ist Florian Eckl. Als Experte und Co-Kommentator ist der verletzte 1860-Profi Tim Rieder bei dem Live-Spiel im Einsatz.

    Neben der Live-Übertragung zeigt das BR Fernsehen immer samstags ab 17.15 Uhr in „Blickpunkt Sport“ bis 17.45 Uhr jede Woche eine ausführliche Zusammenfassungen der aktuellen Spiele der fünf bayerischen Drittligisten. Dazu sind alle Tore auf BR24Sport.de und in der BR24-App auch online zu sehen. Zudem ist die 3. Liga fester Bestandteil des Fußballsamstags im Inforadio B5 aktuell und in „Heute im Stadion“, dem Radioklassiker auf B1.


    http://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/4781.htm


    Die Eckpunkte der Löwen-Vorbereitung auf die Rückrunde in der 3. Liga stehen. Trainingsauftakt ist am Montag, 6. Januar 2020. Am Mittag des Dreikönigtags bittet Trainer Michael Köllner das Team um 14.30 Uhr erstmals im neuen Jahr auf den Platz an der Grünwalder Straße 114.

    Bis zum Punktspielstart der Löwen am Sonntag, 26. Januar 2020, 13 Uhr, im Grünwalder Stadion gegen Eintracht Braunschweig bleiben dem Trainerteam ab Vorbereitungsstart im neuen Jahr nicht ganz drei Wochen Zeit. Bisher ist erst ein Testspiel während der kurzen Vorbereitungsphase fix. Am Samstag, 11. Januar 2020, spielen die Sechzger bei Wacker Innsbruck. Anpfiff der Partie ist um 13 Uhr auf dem Trainingsgelände der Tiroler neben dem Tivoli Stadion.

    Zur Vorbereitung fahren die Löwen vom 12. bis 19. Januar 2020 ins spanische La Manga. Dort im Sport- und Freizeitresort an der Costa Calida, direkt am Mittelmeer, finden Kapitän Felix Weber und seine Mannschaftskollegen im Hotel La Manga Club Resort optimale Bedingungen vor. Die Unterkunft liegt auf dem Gelände des Calblanque-Naturparks, verfügt über acht Fußballplätze und einem 2.000 Quadratmeter großem Wellnesscenter.


    DIE TERMINE

    • 06.01.2020, 9 Uhr | Leistungstest
    • 06.01.2020, 14.30 Uhr | Trainingsauftakt
    • 11.01.2020, 13 Uhr | Testspiel gegen Wacker Innsbruck, Trainingsgelände am Tivoli
    • 12.01.2020, 21.40 Uhr | Abflug ins Trainingslager
    • 16.01.2020| Fanabend im Teamhotel La Manga Club Resort
    • 19.01.2020, 20.50 Uhr | Rückkehr aus demTrainingslager
    • 26.01.2019, 13 Uhr | Punktspiel gegen Eintracht Braunschweig, Grünwalder Stadion

    http://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/4776.htm

  • Die Löwen blieben beim 1:0-Erfolg bei Preußen Münster auch im siebten Spiel in Folge ungeschlagen, nehmen die Serie mit in die Winterpause. Das „Tor des Tages“ erzielte nach glänzender Vorarbeit von Noel Niemann in der 65. Minute Sascha Mölders. Es war beriets der 9. Saisontreffer des Torjägers.


    Personal: Löwen-Cheftrainer Michael Köllner musste beim letzten Spiel des Jahres verletzungsbedingt auf Felix Weber (Gehirnerschütterung), Quirin Moll (Reha nach Kreuzbandriss), Stefan Lex (Knieverletzung), Simon Seferings (Magen-/Darm-Virus), Benjamin Kindsvater (muskuläre Probleme), Nico Karger (Aufbautraining nach Sehnenriss), Tim Rieder (Knieverletzung)Semi Belkahia (Reha nach Kreuzbandriss) und Herbert Paul (Platzwunde am Kopf) verzichten. Dazu fehlte auch noch Daniel Wein wegen seiner 5. Gelben Karte. Raimondo-Metzger, und Tom Kretzschmar als überzähliger Torwart standen nicht im 18er-Kader. Im Vergleich zum letzten Auswärtsspiel in Ingolstadt gab es drei Änderungen in der Startelf. Für die verletzten oder gesperrten Weber, Wein und Paul spielten Leon Klassen, Dennis Dressel und Noel Niemann von Beginn an. Erstmals saß das 18-jährige Verteidigertalent Niklas Lang auf der Ersatzbank.

    STIMMEN Köllners Fazit: „Fußballerisch war das kein Leckerbissen!“ 

    Spielverlauf: Die erste Chance des Spiels hatten die Gastgeber. Philipp Hoffmann setzte sich auf der linken Seite durch, legte im Strafraum quer auf Rufat Dadashov, der aber bedrängt von Aaron Berzel die Kugel am Fünfmeterraum knapp verpasste (3.). In der 14. Minute zog Luca Schnellbacher von rechts in die Mitte an Leon Klassen vorbei, zog dann mit links ab, setzte den Schuss jedoch einen Meter über die Querlatte. Für die Löwen gab es kein Durchkommen trotz guter Ansätze. Fast immer war das Bein eines Münster-Spielers dazwischen, so auch in der 22. Minute, als Sascha Mölders im Strafraum zentral zum Abschluss kam. Auch ein 17-Meter-Schuss von Noel Niemann wurde geblockt (26.). Zwei Minuten später setzte Hoffmann auf der anderen Seite bedrängt von Dennis Erdmann aus zehn Metern einen Schuss aus halblinker Position ans Außennetz (28.). In der 35. Minute kam Julian Schauerte über rechts, seine flache Hereingabe ließ Schnellbacher für Dadashov passieren, doch der Torjäger der Westfalen wurde entscheidend am Abschluss gehindert. Nach einer Rechtsflanke von Seref Özcan rutschte der Ball gefährlich durch, doch Marius Willsch hatte aufgepasst, klärte am Torraum auf Kosten einer Ecke vor Dadashov (43.). Kurz vor der Pause verlor Erdmann auf dem seifigen Untergrund gegen Nico Brandenburger das Gleichgewicht, doch Aaron Berzel war zur Stelle, klärte gegen Brandenburger die Szene im letzten Moment per Grätsche. Nach der anschließenden Ecke von links durch Özcan war es Schnellbacher am ersten Pfosten, der die Kugel aber aus sieben Metern freistehend neben das Tor setzte (45.+1). Unterm Strich bot die 1. Halbzeit aber wenig offensive Höhepunkte, weil beide Teams ihr Hauptaugenmerk auf die Sicherung des eigenen Tores gelegt hatten.

    Mit Timo Gebhart für Leon Klassen stellte Michael Köllner zu Beginn der 2. Halbzeit von einer Fünfer- auf eine Viererkette in der Defensive um, stärkte damit die Offensive. Eine Rechtsflanke von Gebhart erreichte Prince Owusu in der 50. Minute am zweiten Pfosten, brachte aber bei seinem Torschuss aus acht Metern keinen Druck auf das Spielgerät. Auf der Gegenseite wurde es nach einem Freistoß aus halbrechter Position durch Alexander Rossipal gefährlich. Der Linksverteidiger schlug mit rechts die Kugel vors Tor, Dadashov grätschte am Fünfmeterraum knapp an der Hereingabe vorbei, Hiller dahinter konnte zugreifen (55.). Ein 15-Meter-Schuss halblinks von Dennis Dressel wurde sichere Beute von Preußen-Keeper Maximilian Schulze Niehues (60.). In der 65. Minute die Führung für die Löwen. Nach einem Einwurf von Marius Willsch auf der rechten Seite drehte sich Niemann um seinen Gegenspieler, sprintete bis zur Grundlinie, seine Flanke erreichte genau den Kopf von Mölders, der am ersten Pfosten zum 1:0 ins lange Eck einnetzte. Sieben Minuten später sah Ole Kittner nach Foul an Gebhart Gelb-Rot, damit gingen die Sechzger in Überzahl in die Schlussphase (72.). Nach einer Ecke von rechts durch Phillipp Steinhart landete der von Schulze Niehues abgewehrte Ball vor den Füssen von Niemann, dessen Schuss aus 15 Metern wurde jedoch geblockt (80.). Im Anschluss an eine Owusu-Ablage versuchte es Efkan Bekiroglu mit einem Lupfer aus 20 Metern über den weit vor seinem Tor stehenden Schulze Niehues, setzte den Schuss aber etwas zu hoch an (85.). Kurz danach scheiterte Mölders mit seinem Abschluss aus 17-Metern am Preußen-Keeper (86.). In der 88. Minute legte Bekiroglu perfekt für Owusu auf, der aus acht Metern freistehend vor Schulze Niehues den Ball mit der Spitze übers Tor setzte, so die Riesenchance zum 2:0 vergab (88.).


    STENOGRAMM, 20. Spieltag, 21.12.2019, 14 Uhr


    SC Preußen Münster – TSV 1860 München 0:1 (0:0)


    SCP: 35 Schulze Niehues (Tor) – 5 Schauerte, 13 Kittner, 15 Scherder, 3 Rossipal – 6 Brandenburger, 22 Erdogan – 7 Özcan, 24 Schnellbacher, 20 Hoffmann – 9 Dadashov.
    Ersatz: 1 Schnitzler (Tor) – 8 Litka, 18 Klann, 21 Mörschel, 30 Hoffmeier, 33 Heidemann 37 Cueto.


    1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 13 Erdmann, 22 Berzel, 36 Steinhart, 33 Klassen – 20 Bekiroglu, 14 Dressel – 19 Niemann, 9 Mölders, 21 Owusu.

    Ersatz: 39 Bonmann (Tor) – 2 Weeger, 3 Lang, 10 Gebhart, 11 Greilinger, 24 Ziereis, 34 Böhnlein.


    Wechsel: Mörschel für Brandenburger (51.), Litka für Hoffmann (69.), Heidemann für Rossipal (69.) – Gebhart für Klassen (46.), Greilinger für Niemann (90.), Böhnlein für Bekiroglu (90.+1) .

    Tor: 0:1 Mölders (65.).

    Gelbe Karten: Özcan, Litka – Berzel, Niemann, Willsch, Erdmann.

    Gelb-Rote Karte: Kittner (72.).

    Zuschauer: 8.154 im Preußenstadion.

    Schiedsrichter: Florian Lechner (Hornstorf); Assistenten: Johannes Schipke (Wolmirstedt), Christian Allwardt (Kritzmow).


    http://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/4782.htm


    Presseschau tz und Az:


    https://www.tz.de/sport/1860-m…dritte-liga-13360735.html


    https://www.abendzeitung-muenc…6e-9527-08b235300728.html


    https://www.abendzeitung-muenc…8a-99f0-e7a87c40a11e.html


    https://www.abendzeitung-muenc…60-8d19-83be27b4b7d3.html



    Bildergalerie:


    http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2309.htm

  • Die Löwen sind für den Punktspielstart 2020 gerüstet. Im einzigen Test der Vorbereitung besiegten sie die AFE-Auswahl der spanischen Fußballer-Gewerkschaft mit 5:1. Alle Treffer fielen vor der Pause. Drei Mal traf Noel Niemann (17., 21. und 45.), zwei Mal Sascha Mölders (20. und 42.). Den Ehrentreffer für die vertragslosen Profis erzeilte Mikel Fernandez (28.). Besonders erfreulich: Neben den langzeitverletzten Quirin Moll und Nico Karger feierte auch Stefan Lex sein Comeback.


    Die Löwen drückten vom Anpfiff weg aufs Gas und hatten durch Comebacker Stefan Lex die erste Chance. Der Stürmer überwand aus 15 Metern Keeper Guillermo Garcia, zielte aber knapp am langen Eck vorbei (3.). In der 13. Minute erkämpfte sich Sascha Mölders im Mittelfeld den Ball, sprintete Richtung Strafraum, legte quer auf Noel Niemann, der aber am letzten Mann der Spanier hängen blieb. Einen 19-Meter-Schuss setzte Phillipp Steinhart drei Minuten später knapp über die Querlatte (16.). In der nächsten Szene ging Steinhart kurz vorm Strafraum der Spanier dazwischen, steckte die Kugel auf Niemann durch, der sie im rechten unteren Eck zum 1:0 versenkte (17.). Keine drei Minuten dauerte es, da lag der Ball erneut im Tor. Niemann hatte Steinhart auf der linken Flanke angespielt, dessen flache Hereingabe landete bei Mölders, der sie zum 2:0 über die Linie drückte (20.). Kurz danach folgte der dritte Streich innerhalb von vier Minuten. Nach Mölders-Zuspiel tauchte Niemann erneut frei vor Garcia auf, überwand den Keeper mit einem überlegten Schuss ins lange Eck (21.). Die vertragslosen AFE-Spieler hatten in dieser Phase sichtlich Probleme mit der Athletik und der Wucht, mit der die Löwen sie attackierten. Trotzdem verkürzten sie mit der ersten Chance in der 28. Minute auf 1:3. Nach einer Ecke kam Mikel Fernandez am kurzen Eck unbedrängt zum Schuss, seine Volleyabnahme konnte 1860-Schlussmann Marco Hiller nicht abwehren. In der 42. Minute stellte Mölders mit seinem zweiten Treffer den alten Abstand wieder her. Der Torjäger hatte einen perfekt getimten Querpass von Lex verwertet. Doch der 20-jährige Niemann setzte mit seinem dritten Treffer kurz vor dem Pausenpfiff noch einen drauf: Eine Hereingabe von rechts durch Marius Willsch grätschte er zum 5:1-Halbzeitstand ins linke untere Eck (45.).

    Sechs Wechsel nahm 1860-Chefcoach Michael Köllner zur Pause vor, dadurch ging etwas der Spielfluss verloren. In der 54. Minute stecktze Daniel Wein für Prince Owusu durch, doch der Stürmer war zu früh gestartet, stand dadurch im Abseits. Dafür hatten drei Minuten später die Spanier die Möglichkeit, auf 2:5 zu verkürzen. Miguel Montes setzte sich im 1860-Strafraum durch, tauchte frei vor Hendrik Bonmann auf, doch der wehrte den Schuss des Angreifers per Fußabwehr ab (57.). Nach einer Stunde wechselte Köllner vier weitere Spieler, darunter Quirin Moll. Für den Mittelfeldspieler war es der erste Einsatz nach seinem Kreuzbandriss vor elf Monaten. AFE-Trainer David Sousa hatte sein Team nun besser auf die Löwen eingestellt, die im zweiten Durchgang auf Augenhöhe mit dem deutschen Drittligisten spielten. So scheiterte zunächst Montes an Bonmann, anschließend verhinderte der Keeper gegen den heranstürmenden Txomin Barcina Schlimmeres (69.). Moll setzte in der 74. Minute seinen Mitspieler Simon Seferings gekonnt ein, dessen Schuss wurde aber von der spanischen Defensive geblockt. Dann durfte auch Nico Karger sein Comeback feiern. Drei Minuten nach seiner Einwechslung setzte sich der Kronacher in Szene, doch sein anschließendes Zuspiel auf Owusu war zu unpräzise (78.). Dass beide Teams den Test ernst nahmen, zeigte sich kurz vor dem Ende, als es zu einer Rudelbildung nach einem üblen Foul an Timo Gebhart kam Der Unparteiische hatte dabei alle Hände voll zu tun, um die Gemüter zu beruhigen (86.). Somit blieb es beim 5:1 für die Löwen im einzigen Test vor dem Punktspielstart am Sonntag, 26. Januar 2020, 13 Uhr, im Grünwalder Stadion gegen Eintracht Braunschweig.


    STENOGRAMM, Testspiel, 18.01.2020, 14 Uhr


    AFE-Auswahl – 1860 München 1:5 (1:5)


    AFE: 13 Garcia (Tor) – 4 Fernandez, 15 Montesinos, 5 Bardanca, 12 Arribas – 6 Martin-Romo, 10 Bicho, 7 Calderon – 18 Pipo, 21 Barcina, 9 Siaj.

    Ersatz: 16 Cantero (Tor) – 3 Minano, 8 Cadena, 14 Carmona, 17 Barrera, 19 Montes, 20 Ruiz Mata.


    1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 13 Erdmann, 22 Berzel, 36 Steinhart – 14 Dressel, 17 Wein, 20 Bekiroglu, 19 Niemann – 7 Lex, 9 Mölders.

    39 Bonmann, 40 Kretzschmar (beide Tor) – 2 Weeger, 4 Weber, 5 Moll, 8 Seferings, 10 Gebhart, 11 Greilinger, 18 Karger, 21 Owusu, 28 Paul, 33 Klassen, 34 Böhnlein.

    Wechsel: Cantero für Montesinos (46.), Ripa für Bardanca (46.), Minano für Arribas (46.), Montesinos für Martín-Romo (46.), Barrera für Bicho (46.), Ruiz Mata für Calderon (46.), Cadena für Pipo (46.), Carmona für Barcina (46.), Montes für Siaj (46.), Arribas für Minano (77.) – Bonmann für Hiller (46.), Weber für Erdmann (46.), Böhnlein für Dressel (46.), Klassen für Steinhart (46.), Gebhart für Mölders (46.), Greilinger für Lex (46.), Owusu für Niemann (46.), Weeger für Willsch (61.), Paul für Berzel (61.), Seferings für Wein (61.), Moll für Bekiroglu (61.), Karger für Greilinger (75.).

    Tore: 0:1 Niemann (17.), 0:2 Mölders (20.), 0:3 Niemann (21.), 1:3 Fernandez (28.), 1:4 Mölders (42.), 1:5 Niemann (45.).

    Zuschauer: 200 in La Manga.

    Schiedsrichter: Salvador Abril Portillo; Assistenten: Cristian Campos Salinas, Marcus Navarro Quinonero (Comite Murciano).


    http://www.tsv1860.de/de/Aktue…3E84WD1gS5EpFnhcHeI1lr7Xw


    Bildergalerie:


    http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2319.htm