VfB Stuttgart — Die Kehrtwende ist überfällig

Der typische Saisonstart


Die Fans des VfB Stuttgarts hatten im Sommer erneut auf einen schwungvollen Start in die neue Saison gehofft. Schließlich war es in der Rückrunde beinahe gelungen, bis in die Europa League zu rutschen. Der schlechte Start, wie ihn der Club nun erlebt, ist keine Besonderheit. Bereits in den vergangenen Jahren waren die Stuttgarter im Herbst nicht dazu in der Lage, ihre Leistung in der Liga zu bringen. Es ist durchaus ein Muster zu erkennen, welches auch in diesem Jahr nicht durchbrochen werden konnte.


Bereits unter Christian Gross und Bruno Labbadia zu Beginn dieses Jahrzehnts ließ sich ein schwacher Saisonstart beobachten. Selbst treue Fans können sich zu dieser Zeit über gute Gewinnchancen freuen, wenn sie sich für eine Wette gegen ihren Verein entscheiden. Aktuelle Tipps der führenden Ligen aus der Welt der Sportwetten sind auch auf dieser Seite zu finden.



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Eine Frage der Fitness?


Matthias Sammer, der aktuell als Experte bei Eurosport aktiv ist, äußerte sich kritisch zum aktuellen Fitnesszustand der Spieler. Seiner Meinung nach ist es in der Zeit des Trainerwechsels nicht gelungen, für eine ausreichende Auslastung der Spieler zu sorgen. Stattdessen kassiere der VfB viele Gegentore aufgrund einer zu geringen Laufleistung. Tatsächlich belegen die Daten, dass die Schwaben in diesem Bereich ein akutes Problem vor sich hertragen, welches nun der neue Trainer Markus Weinzierl zu lösen hat.


Doch nicht nur das lasche Training könnte für die fehlende Spritzigkeit und Schnelligkeit verantwortlich sein. Darüber hinaus verfügt der VfB in diesem Jahr über einen überdurchschnittlich alten Kader. Mit Spielern wie Mario Gomez, Andreas Beck oder Gonzalo Castro, die zuletzt verpflichtet wurden, konnte Michael Reschke viel Erfahrung in die Mannschaft integrieren. Doch all diese Spieler haben ihren Zenit ohne Frage bereits überschritten. Auch hier muss der Verein darüber nachdenken, die Entwicklung in den kommenden Jahren eine andere Richtung zu lenken.


Was passiert in der Winterpause?


Mehr als 30 Millionen Euro wurden im Sommer für neue Spieler ausgegeben. Damit wurde der bisherige Rekord des Vereins aus Cannstatt deutlich übertroffen. Dennoch stehen aufgrund des Verkaufs einiger Anteile an Sponsor Daimler weitere Gelder zur Verfügung. Der VfB könnte den Winter dazu nutzen, um noch einmal neue Qualität in den Kader zu holen. Sollte es in den Wochen vor Weihnachten noch immer nicht gelingen, sich von den Abstiegsplätzen zu befreien und den Blick nach vorn zu richten, wird dies die einzige logische Konsequenz sein. Sollte es dem VfB nicht gelingen, am Ende der Saison die Klasse zu halten, würden zunächst viele gestandene Profis den Verein verlassen. Darüber hinaus sind die wirtschaftlichen Reserven in diesen Tagen geringer, als noch vor zweieinhalb Jahren, als die Stuttgarter den Weg in das Unterhaus antreten mussten. Auch aus dem Grund werden die Verantwortlichen rund um Michael Reschke noch einmal alles daran setzen, um das Team in die Spur zu bringen. Transfers können auf diesem Wege kaum ausgeschlossen werden.